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Westwerk: »Die silberne Stadt«

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WESTWERK

Ausstellung: 10. bis 19. Juli 2009
Mo—Fr 15—19 Uhr | Sa 12—16 Uhr | So 14—18 Uhr

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Gunnar F. Gerlach

Gebastelte Gebilde und gebildetes Gebastel

Eine Ideenskizze zu den plastischen (Kunst)Geschichten von Nils Knott

„Er versicherte mir, daß ihm die Pantomimik dieser Puppen viel Vergnügen machte, und ließ nicht undeutlich merken, daß ein Tänzer, der sich ausbilden wolle, mancherlei von ihnen lernen könne.“ Heinrich von Kleist, „Über das Marionettentheater“

„Darunter zeigte das zweite Relief dieselbe Unbekannte, wie sie in einem prächtigen Saal saß und aus der aufgetrennten Naht eines reich bestickten Kissens eine rosarot kostümierte Puppe zog, der ein Auge fehlte.“ Raymond Roussel, „Locus Solus“

Die ideologisch verklärte, rational-technoid bestimmte Gegenwart mit ihren, auch brutalen, ökonomischen und politischen Konsequenzen für alle menschlichen Bereiche, schreit nahezu nach Gegenentwürfen – besonders aus dem Geist der Künste (Musik, bildende Kunst etc.). Die im folgenden aufscheinenden Ideen zu der Kunst von Nils Knott, gehen aus von dem Staunen über seine plastischen Erzählungen und Erfindungen im Gewande der Kunst und der formschlüssigen Spiel- und Erfindungsfreude doppeldeutigen Maskenspiels zwischen Tragik und Kömmödie, Ironie und satirischer Energie. Die vielgestaltige und vielgesichtige Welt der Plastiken, Arrangements und Szenarien des 1973 in Münster geborenen Künstlers geben Auskunft von einer grenzüberschreitenden Kunstform, der tatsächlich jedes „Ding“ als Experimentier-, Spiel- und Assoziationsmaterial dienen kann. Diese individuelle Spiel- und Kunstform der neo-surrealen und assoziativen Kunsterzählungen, speist sich aus unterschiedlichsten Quellen, sowohl des Materials, als auch des erzählerischen und gestalterischen Formwillens: traditionelle, handwerkliche Bestimmungen aus der Kunstgeschichte treffen dabei auf grenzüberschreitende Maßnahmen seit der Kunst der 60er Jahre, integrieren den Spirit und die Ästhetik von avantgardistischer Rockmusik genauso, wie Impulse aus DaDa, Collage, Comic, POP und Politik.

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handtasche-nasenkegelhubschrauberlandeplatzFotos: Jörg Stange

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Gebastelte Gebilde

In den plastisch gebastelten Gebilden kommt schon mal zusammen, was vermeintlich nie zusammen gehören wollte und sollte und es verschmelzen mit alchimistischem Humor und Spott extreme (Material und Gedanken) Gegensätzlichkeiten. Das Wunder-bare wird so auch zum Wunderlichen: da sitzt ein kleines Teufelchen Rock-E-Guitarre spielend in einem als Renn-Auto umgebauten und getunten Holzschuh mit folkloristisch-kitschiger Bemalung, oder ein Arm wird zu einem Bein, ein Sieb auf dem Kopf fungiert als Antennen-Hut und eine fröhliche Wolke entsteht aus einem geschnitzten ‚Tchibo-Yoga-Meditations-Kissen‘. Analog den Maximen des reinen psychischen Automatismus surrealistischer Provenienz ruft hier assoziativ eine Form die andere schlüssig hervor, bis ein Eindruck von Einheit entsteht, oder bis es möglich wird, weiter zu basteln ohne zu zerstören, zu brechen oder gar kleben zu müßen. Der geistige Ge- und Inhalt einer Plastik ist nicht zwangsläufig mit seiner Bezeichnung verknüpft, sondern gibt der subjektiven Weitererzählung des Betrachters seine berechtigte Freiheit und Poesie. Diese Ästhetik oszilliert zwischen Realismus und Surrealismus, Wirklichkeit und Wahn und dem Wahn(Sinn) der Wirklichkeiten.

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Gebildetes Gebastel

Sprengten DaDa und Surrealismus einst die Ketten normativer Ästhetiken und Bildkontrollen durch radikale In-Frage-Stellung eines einseitig nach Machtkriterien funktionalisierten und instrumentaliserten Vernunftbegriffes, wie es Max Horkheimer und Theodor W. Adorno in der „Dialektik der Aufklärung“ freilegten, so wird in dem Gebastel von Nils Knott die frei flottierende Phantasie wieder zu einem gestalterischem Instrument mit unvorhersehbarem Ausgang. Ausgangspunkte und Inspirationsquellen liefern dabei durchaus heterogene Traditionen der Bild- und Kunstgeschichte und der künstlerischen Techniken und visuellen Strategien: legendäre Plattencover der avantgardistischen Blues-und Rockmusik, wie u.a. Captain Beefhearts (Don van Vliet ist Musiker und Maler) „Strictly Personell“ (1968) oder Niobes „Voodooluba“ (2004) werden mit der volkskundlich hochwertigen Ästhetik der Kunst aus Grönland (Inuit) oder den schon von den Surrealisten bewunderten, indianischen Kachina-Figuren zusammengedacht. Das stilistische Prinzip der Collage als Verbindung unterschiedlichster Materialien, Techniken und Genres wird zum Spiel über die Bande und erinnert an collagierte Comix von Neil Gaiman und Dave McKean („Die tragische Kommödie oder komische Tragödie des Mr. Punch“). Die so entstehende subjektive Ästhetik der Narration bleibt aber anfangs- und endlos und ist „Still Under Konstruktion“, wie auf der Web-Site des Künstlers zu sehen und zu lesen ist.

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Ausblick

Diese auch aus der avantgardistischen Rock- und Jazz-Rock-Musik entwickelte Ästhetik sich brechender und schneidender, synkopierter und geschichteter Rhythmen und (Farb)Töne basiert so auf den Erkenntnissen revolutionärer, normative Grenzen sprengender Avantgarden des 20.Jahrhunderts und ist durchaus auch als politische Kritik, Satire und Forderung zu deuten. In dem Szenario der „vergangenen Stadt“ aus mit gesprühtem Silberlack überzogenen Korb-Gebilden (Gebäuden) in der Wüste (des unmenschlich gewordenen Alltags) erkennen wir die Strategie des Künstlers: assoziativ verbundene (zumeist gesteckte und genähte), surreale und satirische Linien, die sich zu neuen Szenarien des Irrsinns und Sinns zugleich verbinden – als Spiegel eines Wahnsinns, der in der sogenannten Wirklichkeit selbst wurzelt. Eben die tragische Komik und komische Tragik des Lebens als „großes Gebastel“ für „fiese Viecher“. Gunnar F. Gerlach

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„Die Dadaisten hatten kein formuliertes Programm. Arp nannte mit Hinweis auf die „Schlächtereien des Weltkrieges“ das Ziel, die verlogenen und scheinheiligen Werte und Ideale der bürgerlichen Gesellschaft zu enttarnen und zu zerstören“ (iw)

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Dada ist die Sonne, Dada ist das Ei. Dada ist die Polizei der Polizei

Richard Huelsenbeck

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Silver City eine Odyssee durch die Moderne

Eine Odyssee durch die epochale Absurdität des doppeltverspiegelten Wahns reflexive seiner Produkte. Der Verlust von Wahrung als substanzielles Rhizom – als Baustoff wider der Uniformität gehypter Verlustigung. Humboldt als Dürer – als Eichörnchen durch monochromen Anst(r)ich gleichgeschalteter Bedeutungsebenen vereinna(h)mtet?, die sogenannte (aufgeklärte) Moderne, durchkreuzt dialektisch die Geschichte falsch verstandener barbarischer Aneignung. Ein surreal „neodadaistisches Flechtwerk“ von Liebe & Anarchie, (Lina Wertmüller, Nino Rota) als Überwindungsleistung. Fatalistische Verkitschung zur Demaskierung ästhetisierter und synästetisierender Flachstromwelten, embeddeter Beliebigkeit im Dialog mit der Dummheit: in den Schichtungen scheinbar eruptierender Oberfläche, zur Liquidierung von Restwahrnehmung im System auf Erfolg angelegt generiert hier zum spielerisch dialektischen Widerstand.

Kein Horizont, – jeder Horizont ist künstlich wie Gunnar F. Gerlach,  auf dem Zweimaster sS Catherina für den Weymar Film “G(ebt) 8 zum Segeln und Kegeln” vor Heiligendamm, zur (Er-)kenntnis gereichte. Die “versilberte Stadt” als Metapher der Wirklichkeit? – lässt an Alfred Kubins “Die andere Seite” denken: hier Massenprodukte des korrumpierten Zauberbergs, durch verbeamtete Hütchenspieler, aus Politik und Kulturindustrie.

Der Berg beispielsweise besetzt durch Kunststoff: Polypropylen – anschaulich sich aus synthetisch selbst reproduzierenden Propyleneinheiten, dialogisieren mit organischen Stoffen wie Weide (Flechtwerk), Wolle (Webwerk), Bordüre (Ornament) – Bändern und Verweise auf „verlustierte Utopien“ und Zeichen mit in/direktem Lebensbezug zum Einze(l)lwesen. Decodiert als domestiziertes Produkt reflektierter Synästhetik aus der  Todesspirale. Eine Landschaft künstlicher Errungenschaften: “Silver-City” ist (k)eine Metapher. Die Stadt, sie zeigt ihr verdecktes Sein im rituell durchgespielt Absurden. Eine “Petit Maison” zur “Grand Maison” als Irrenhaus der Trans-Moderne auf eine „Halma-Mikado-Gaga-Welt“ reduziert und globalisiert. So das die Verkörperung von Gegenentwürfen die Welt nicht neu erfinden, aber doch aus der Welt des Fake in eine andere “Welt-(T)raum-Sicht” eintreten möge, um Wirklichkeit sinnstiftend erfahrbar und lebbar zu gestalten. Eine Idee: „Schickt Eichhörnchen an die Front– aber artgerecht – dann ist endlich Frieden!“ Jörg Stange

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Nils Knott

»Die silberne Stadt«

Installation, Objekte

Großes Gebastel, fiese Viecher, raumgreifende collagenhafte Szenarien, geschnitzte Figuren, alles dreidimensional. Bei Nils Knott spielen comicartige Charaktere die Hauptrollen. Sowohl als Miniatur wie auch (über)lebensgroß. Gebastelt oder aus Holz geschnitzt.

Die Szenarien tragen Titel wie »Verfolgungsjagd mit gigantischer Kunstlederhandtasche« oder »Die neue kugelsichere Anlage«. Kaum ein Gefährt, das hier nicht an Düsenantrieb leidet. Trendfarben nehmen euch in den Arm. Ein Bein findet das andere, zusammen gehen sie die formschlüssige Verbindung suchen. Die Teekanne staunt nicht schlecht, als im Regal nur noch Bremsspuren quietschen. Dann wird ihr warm ums Herz. Selbstredend, dass hier weltbewegende Themen behandelt werden.

http://www.westwerk.org/Westwerk/Willkommen.html

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knott-figuren-explorerFoto: Jörg Stange

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http://www.westwerk.org/Westwerk/Willkommen.html

http://www.nilsknott.de/

http://www.nilsknott.de/nilsknott_home.html

http://www.oelfrueh.org/2007/NilsKnott.htm

http://www.fundus-theater.de/plan_stuecke.htm

http://artblog.twoday.net/

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1914-18

Dada

Am 5. Februar 1916 gründete der Poet und Philosoph Hugo Ball (1886-1927) in einer Züricher Bar das „Cabaret Voltaire“ eine Mischung aus Nachtclub und Kunstsalon. Junge Dichter und Künstler wurden eingeladen, ihre Werke vorzutragen, Bilder aufzuhängen oder selbst zu musizieren. Schon gegen Ende des Monats war klar, daß sich hier eine neue künstlerische Bewegung mit antibürgerlicher Grundhaltung formiert hatte. Der Name „Dada“ entstand angeblich beim zufälligen Blättern durch ein deutsch-französisches Wörterbuch: „Dada“, der erste verbale Ausdruck eines Kleinkindes, sollte einen Neubeginn ausdrücken, die Einfachheit darstellen und den Anfang aller Kunst symbolisieren.

Obwohl das „Cabaret Voltaire“ nur sechs Monate bestand, breitete sich die dadaistische Idee schnell international aus. Gegen Ende des Ersten Weltkriegs entstanden in Frankreich, Deutschland und den Vereinigten Staaten Dada-Galerien, wurden Dada-Zeitschriften gegründet und Dada-Manifeste geschrieben. Hans Arp und Max Ernst veranstalteten in Köln dadaistische Versammlungen. Richard Huelsenbeck (1892-1974) und Raoul Hausmann gründeten einen Dada-Club in Berlin, zu dessen Mitgliedern Künstler wie George Grosz, Hannah Höch (1869-1978) und John Heartfield gehörten. Ebenfalls in Berlin fand 1920 die Erste Internationale Dada-Messe statt.

Die Dadaisten hatten kein formuliertes Programm. Arp nannte mit Hinweis auf die „Schlächtereien des Weltkrieges“ das Ziel, die verlogenen und scheinheiligen Werte und Ideale der bürgerlichen Gesellschaft zu enttarnen und zu zerstören. „Dada ist der Ekel vor der albernen verstandesmäßigen Erklärung der Welt“, so Arp. Ebenso sagten die Dadaisten den etablierten Kunstformen den Kampf an. Durch eine ironische Synthese von Primitivem, Banalem und moderner Technik versuchten sie die Sinnlosigkeit von Logik, Intellekt und bürgerlicher Kultur zu verdeutlichen. Lärmmusik, Simultanvorträge, Zufallsgedichte, Photomontagen und Collagen aus Zeitungsausschnitten, Photos und Alltagsgegenständen gehörten zu ihren Ausdrucksmitteln. (lw)

http://www.dhm.de/lemo/html/wk1/kunst/dada/index.html

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John Heartfield gehörten. Ebenfalls in Berlin fand 1920 die Erste Internationale Dada-Messe statt.

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http://www.kunstwissen.de/fach/f-kuns/o_mod/dada00.htm

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Anmk.

[DADA-Mystik]

Dieter Mersch

Seite befindet sich im Aufbau

Meta-Material: Zur Berücksichtigung „geistiger Durchdringungsfragen“:

Im folgenden sei deshalb diese ausgelassenen anderen Seite der Avantgarde zum Thema gemacht. Sie wird in zwei differente Charaktere gegliedert: (i) das „Mystische“ und (ii) das „Politische“. Beide zusammen machen das produktive Potential der Moderne aus. Denn die Kunst der Avantgarde begnügt sich nirgends allein mit der Selbstbetrachtung von Kunst als Kunst, es handelt sich nicht ausschließlich um einen Selbstzweck, ein unverbindliches l’art pour l’art, selbst dort nicht, wo sie sich erklärtermaßen darauf beschränkt. Vielmehr geht es überall zugleich darum, neue Grundlagen zu finden, einen anderen Boden zu stiften, das Spirituelle zu tangieren oder praktisch einzugreifen, den öffentlichen Raum zu betreten und in ihm Marken, Wendepunkte einzutragen. (…)

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All dies sei also mit dem Ausdruck „das Mystische“ bezeichnet: Gewahrung der Unverfügbarkeit der Existenz als Bedingung jeglichen Denkens und Diskurses, als Bedingung auch jeder Wissenschaft und Kunst. Ich behaupte, daß der Kunst der Avantgarde, indem sie sich die Frage nach der Kunst als solche stellte, indem sie darauf reflektierte, was ein Bild, ein Objekt oder eine Skulptur sei, wo die Trennungslinien zur Plastik, zum Alltagsgegenstand, zur Nichtkunst verläuft, wieder auf einzigartige Weise konfrontiert wurde mit dem Problem der Existenz selbst – daß sie, in dem Maße, wie sie die Parameter der klassischen Ästhetik infrage stellte und Kunst als überlieferte destruierte, gleichsam an ihrem eigenen Abgrund von neuem mit dem Anderen, dem Unbestimmten und Unverfügbaren in Berührung kam. Ich möchte diese Spur aufnehmen und auflesen und vor allem in jenen Bewegungen nachzeichnen, die jenseits des Konstruktivismus oder Formalismus auf besondere Weise das Zentrum der klassischen Moderne ausmachen: Dadaismus und Surrealismus. Und sie repräsentieren zwei diametrale Positionen, wobei der Dadaismus mehr auf der Seite des „Mystischen“ steht, während sich der Surrealismus mehr in jenem Bereich aufhält, der als das „Politische“ apostrophiert werden kann. Gewiß ist diese Gegenüberstellung pointiert und überscharf. Sie scheint sogar kontraintuitiv – denn gerade der Berliner Dadaismus von Raoul Hausmann, John Heartfield und anderen reagierte direkt auf die sich zuspitzende politische Situation der 20er und frühen 30er Jahre, indem er u.a. in die antifaschistische Propaganda eingriff. Doch möchte ich mich bei meinen Betrachtungen mehr von Hugo Ball, Kurt Schwitters, Jean Arp und Marcel Duchamp leiten lassen – und letzteren weniger von seiner ironischen Seite als von seiner experimentellen nehmen. Ich wähle zudem Dadaismus und Surrealismus als die beiden herausragenden Paradigmen, weil sie erstens in den Revolten der Avantgarden eine exponierte Stellung einnehmen, und weil sie zweitens sämtliche folgenden Szenen, besonders die amerikanische Kunst der Postavantgarde nachhaltig beeinflußen und anleiten – namentlich die spirituelle Malerei des Abstrakten Expressionismus und des Minimal von De Kooning über Clyfford Still bis zu Mark Rothko und Barnett Newman, wie ebenso die Antipoden wie Josef Beuys und John Cage. Gleichzeitig bilden sie die Referenzpunkte für sämtliche späteren Aktionen, für Performance, Happening und Fluxus genauso wie für Environment, Installation und Concept-Art.

Doch seien zunächst die Überlegungen auf die Kunst des Dadaismus konzentriert,

Bitte zum weiterlesen Link benutzen

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http://nyitottegyetem.phil-inst.hu/kmfil/MERSCH/kunst_2.htm

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Dieter Mersch

3. Das Politische: Der Surrealismus

Ausgehend von der Bestimmung der Kunst der Moderne als einer Metakunst, einer Kunst über Kunst, einer ästhetischen Analyse des Ästhetischen selber haben wir zwischen einer negativen und einer positiven Seite der Avantgarde unterschieden. Die negative erfüllt sich in den Merkmalen der Destruktivität, der Selbstreferentialität und der Paradoxalität der Reflexion, die positive in den Kategorien des Mystischen und des Politischen. Dabei wurde tentativ das Mystische dem Dadaismus und das Politische dem Surrealismus zugewiesen:

http://nyitottegyetem.phil-inst.hu/kmfil/MERSCH/kunst_3.htm

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Test: Sleeper 1973 (Musik: Nino Rota)
Woody Allen – Scena analisi passato Il Dormiglione

Im Film spielt der Regisseur Woody Allen seinen Hauptdarsteller, Miles Monroe. Dieser wurde nach einer missglückten Magengeschwüroperation in den künstlichen Tiefschlaf versetzt. 200 Jahre später erweckt ihn ein Wissenschaftlerteam zu Spionagezwecken aus einer gefundenen Kapsel. Die Welt hat sich infolge von Kriegen bizarr verändert, die Technik hat sich enorm weiterentwickelt, aber ein Führer leitet sein Volk, und Schweinshaxn und gesättigte Fette sind als gesund analysiert worden. Eine Welt, in der sich Miles Monroe als der Besitzer des vegetarischen Restaurants „Zur glücklichen Karotte“ am Broadway der 70er Jahre nicht so leicht zurechtfinden kann. Er flieht erfolglos vor der Polizei, wird zwangseingebürgert, dann von Rebellen aus seinem Dasein befreit und erfüllt schließlich doch noch den Zweck, zu dem ihn die Wissenschaftler erweckt haben. Mehr noch: Er beendet die Existenz des Führers.

Wie bei allen Woody-Allen-Filmen zeigt der Regisseur ein erfremdetes Spiegelbild der Gesellschaft, in dem er pointiert auf Ungereimtheiten hinweist:
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Bilder einer Einstellung

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Frank Zappa & Kp Beefheart

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DIE ERSTE GLOBALISIERUNG

Der Fluch des Silbers

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Von Jens Glüsing, Rio de Janeiro | 27. Juli 2009

Die Ausplünderung der Neuen Welt nach ihrer Entdeckung durch Kolumbus beschleunigte Europas Aufstieg, hat das Schicksal Lateinamerikas aber nicht so ausschließlich geprägt, wie linke Kritiker behaupten. Dennoch trägt der Kontinent bis heute schwer an seinem kolonialen Erbe:

http://www.spiegel.de/spiegelgeschichte/0,1518,638682,00.html

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | fotos: jörg stange, gunnar f. gerlach gfok

Written by medienwatch & metainfo

Juli 10, 2009 um 06:15

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