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Wahrung versus Währung

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Geteert und gefedert (Kunstobjekt: Eldo Hell, Material: Zeitung „Die Welt“, Farbe und Federn, Memo vor dem Hintergrund des von den USA völkerrechtswidrig geführten Krieg in Nicaragua) Ausstellung in einem Hamburger Galerie-Projekt* 1984)

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.Aufklärung ist nach Kants Worten: „der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“ … „Verstand ohne Leitung eines anderen“ ist von Vernunft geleiteter Verstand. („Dialektik der Aufklärung“, Adorno/Horkheimer)

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Schwarz: Anstrich mit utopistischem Auftrag

Meta-Memo | 17.03 2006 |

welt-eldo-hell-galerie-stange-220Das monitäre Label als Wert über Jahrzehnte gerettet, als eigentlich willkürlich „lizensierter Schwarzdruck“ einer inflationären Endlosschleife. Nun am Ende der Akzeptanz? Der Dollar und seine korrumpierten Subwährungen, retten sich menschenverachtend weiter, von relativierender Sichtweise, nun in deutliche Sichtweite nachhaltiger Demaskierung. In aller universeller Omnipotenz und Willkür in blutiger Echtzeit angekommen. Embedded in ästhetisierende Propaganda-Programme, durch opportunistisch eingebetteten Journalismus, scheindifferenzierend abgefedert in inszenierter Funktion der Mainstreammedien. Massenhaft verbreitete gelogene Hintergründe, zur Sicherung des Mainstreams und umtriebiger Barbarei im „Betriebssystem Gleichschaltung“. Jetzt zu HochZeiten des Neoliberalismus, zur erweiterten Durchführbarkeit weiterer entsetzlicher Kriege und ungeheurer (Folter)-Qual. Kriege nun auch ohne UN-Mandat: Die Dollar-Attribute zur Stützung behaupteter westlicher Werte und „nationaler Interessen“, sind blendende Vorgaben korrumpierter Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Die eigentliche Deckung des Dollar heißt Krieg und Kriegsandrohung: Das treibende Moment amoralischer Kontexte durch Wirtschaftsfaktoren behauptet und unterfüttert. Mit infam lanzierten Lügen und Behauptungen durch mediale Sprachrohre geschleust und in die Köpfe der Bürger gestanzt: „Milliardenschwere Desinformation“. Die gewaltsame Ermächtigung und Aneignung, durch Unterwerfung operierend, von zunehmend in seinen Bürgerrechten eingeschränkten pseudodemokratischer Gesellschaften als demokratischer kultureller Wert an sich verraten und verkauft: Beispielhafte (US) Topmanager wie John Perkins „Bekenntnisse eines Ecenomic Hit Man“ treten aus dem Kreis des Frevels, in die überfällige moralische Verantwortung und outen sich und das System in dem sie agierten. Die Armut als Strategie systembedingter Immanenz, in Form von persönlichen Bekenntnissen, in Buchform und öffentlichen Reden. Neues Engagement als Überwindungsversuch, dieses kulturfeindlichen und menschenverachtenden Desasters. Des in weiten Teilen menschenunwürdigen neoliberalen global-hegemonialen Systems, beruhend auf scheindemokratische Phrasen, Ausbeutung und Unterdrückung anderer Länder. Der spekulative Geldfluß im internen Kreislauf multinationaler Konzerne, in angeeigneter Produktivität, gefördert durch politisches Vasallentum, im Bunde medialer Konformität und neoliberaler Logistik, hatte bereits auf historischen Schienen in seiner Konsequenz einen Namen: Auschwitz. Die Möglichkeit zur Bewußtheit wird nur soweit übersetzt als eine egomane Elite ihre Menschenverachtung weiter ejakulieren kann. Damit könnte es nun vorbei sein: Der Dollar als kriegstreibendes Instrument schafft sich durch katastrophal selbstverschuldete Entwertung nun postum selbst ab ?, -stirbt nun einen lange überfälligen Tod, heißt es in der Quintessenz aus erlauchten Wissenschaftskreisen und einiger Repräsentanten des US-Kongresses. Sowie ernstzunehmender französischer Historiker und Wirtschaftsexperten. Deutlich vernehmbar: Das Gold ist ausverkauft, dass Öl zu blutig= Fazit: die Dollar-Deckung fehlt. (siehe Guardian/NYT etc.: US-Konkressrepräsentant Ron Paul, Völkerechtler Krassimir Petrov u.z.a.). Der inflationäre unendliche Nachdruck des „Dollar-Schwarzgeldes“, so wird kolportiert, kann am Markt so nicht mehr funktionieren. Die unüberschaubare Dollarschwemme bereitet dem „Kriegs-Patienten“ Dollar sein hegemoniales Ende? Das Welt-Währungs-System muß sich radikal erneuern und sich von einer in weiten Teilen korrupten Machtelite befreien. „Wahrung versus Währung“ als ethischer Arbeitstitel, steht auf der imaginären Agenda zur Bilanzierung humanistischer Heilung an? Durch scheindemokratische Postulate und Praktiken der defakto Niederwerfung ganzer Nationen, nun zu unsicher und zutiefst verwerflich, ist transparent geworden. Die neoliberale Maxime des ungebremsten Turbo-Kapitalismus ist nun der Erkenntnis, damit dem Scheitern überschrieben? (Rede zur Geschichte des Dollar im US-Repräsentantenhaus: Ron PAUL, US- rep. Kongressabgeordneter)

Die tief verankerte gesellschaftliche Sehnsucht, nach ethisch-kultureller Substanz, eines gerechten Lebensbegriffs, ist nicht durch Beliebigkeit Gier und Gewalt auflösbar: Das pochen unter/über der Oberfläche ist der Beweis: eruptierende Aufklärung war/ist immer schon da, oder findet parallel, subversiv woanders statt: Werte samt gesellschaftlicher Gestaltung, sind etwas anderes als „Hirn und Massentod“, strategisch angelegt im „Krieg der Kulturen“ -infolge inszenierter und mißbrauchter Interessenlage(n), durch Wenige – zum Nachteil in die Armut entlassene Kulturen und Völker. „Die Geier kreisen über sich selbst“, über ihren hermetischen Geldfluß als Globalplayer = eine zynisch-zeitgenössische Metapher neoliberaler Karikatur. Der „Meta-Geist“, die Farbcodierung in der Kunst, ist in der Authentizität der Deutung nicht korrumpierbar: Schwarz ist hier eine revolutionäre Haltung seit Malewitsch, auch in der zeichnerischen oder malerischen Reduktion eines Goya. Der decodierte Abgleich in der „Korrektur der Nationalfarben“ gemessen an der Vermögensverteilung = K.P. Brehmer, (Fridericianum-Kassel). Nun neuerdings auch im Master-Design der Transmoderne, wider oberflächlicher Farbenspiele desavouierter Ästhetik und Aufklärung. Diskursives Schwarz ist eben nicht mal nur Schwarz -nicht nur „blinde Marktästhetik“ konsumierbar und „Trendy“. Nicht „nur“ manchmal liegt der «Farbgrund» auch semiotisch und symbolisch tiefer – dies ist kein exterritorialer Zufall, sondern einer höheren Alchemie – erarbeiteter Wahrnehmung, Intuition und Reduktion zu verdanken: (…)

„Hoch oben hing es in der Ecke des Raumes, traditionell der Platz für die religiösen Ikonen. Malewitsch rief das Schwarze Quadrat zur „nackten Ikone meiner Zeit“ aus. Sie sollte die Künstler herausführen aus dem „stinkenden Morast“ akademischer Vorgaben und gar die ganze Menschheit erlösen vom Joch der Gegenstände in einer Welt der puren Form. „In. . . dem Quadrat sehe ich das, was die Menschen einstmals im Angesicht Gottes sahen“, schrieb Malewitsch“.

Doch Malewitsch’ Utopie vom Gesamtkunstwerk Kunst = Leben scheiterte. Welt(…) =Wurde gescheitert durch stalinistisch-faschistoide Repression. von jörg stange, gfok 17.03.2006

Schwarz: Aufstrich mit utopistischem Auftrag

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DESIGN-TRENDS
Ich sehe Schwarz

Von Frank Patalong

(SPON) Es mag sein, dass Schwarz eigentlich keine Farbe ist, Trend aber ist es: An die Stelle von einheitlichem Unterhaltungselektronik-Silber (entspricht Plastik-Grau mit Lichtreflexen) trat in diesem Jahr eine neue, dominante Farbe. Ein Cebit-Fazit aus modischem Blickwinkel. (…)

von Jörg Stange (Entwurf in Arbeit)

Ein Appell der Edition Schwarz:

Wenn die anarchistische Alchemie der Farbe in der Kunst, die Farbe als (codiertes) Schiff – ihren transformativ subversiv-ethischen Aufklärungs-Code, als subrevolutionärer Impetus der Gestaltungshoheit, essenziell und substanziell- im Kontext universalistischer Transformationsparameter des Geistes und der Intuition – reflexive Forschung = Wissenschaft, Kultur und Aufklärung verdankt: Dann mit dem „Impetus des Wandlungsgebots“ und der Läuterung. Würde der Bild und Text codierte Transport, aufrichtig diskursiv deutlicher verstärkt und in der Breite parallel zum Werkbegriff, der Lebensbegriff, die gesellschaftliche Situation etc. lesbar gemacht, wäre der Anspruch zur Änderung, näher am eigentlichen situativen Zustand des diskursiven Kipp + Drehmoment:

Die zu entwickelnde Bereitschaft der Vernunft des Individums, durch weiter zu treibende Aufmerksamkeit z.B. durch mediale „Wahrnehmungsimplantate“ im Sinne des utopischen Gestaltungsbegriff (Bloch/Adorno): Entscheidungsträger durch den Aufklärungsdruck nun endlich zur „utopistischen Möglichkeit“ sich entscheiden zu verhelfen.: Zur Erweckung der „Lust an der Möglichkeit zur Mitgestaltung, auch im Sinne der Verfassung(en) endlich zuzulassen. Information allein ist Dröge und verengend zerstörerrisch aus Sicht von Literatur und der Künste, im Sinne des Sinnlichen blutarmes zu transformierendes Material: Im Hinblick auf „zeichenhafte“ und „geistige Sinnstiftung“ paralleler, realer, universeller, kultureller Parameter und über einleitende Schriften und Schritte. Dialektische Ambivalenz, als An- und Auftrieb -zur Bewußtseinssbildung als Prozeß des einfließend subversiv reifenden:

„Kunst ist eine erweiterte Form von Klimaforschung mit anderen Mitteln und der Möglichkeit transmedialer Gestaltung auf Änderung angelegter Parameter im Sinne von Erkenntnis und gestaltender Aufklärung“

Lebendige dialogische Offenheit, als differenzieller Wert zur wirklich freien Wahl des Individuums: Kritisch subversive(Meta-)Substanz zur Emanzipation gereicht -versus tödlicher Trägheit durch kulturelle Verflachung, Verrohung und Ignoranz. Die „utopistische Möglichkeit“ seit der Postulate und Manifestationen der Aufklärung in der Transformation geistig ästhetischer Gattungen: Theodor W. Adorno/Horkheimer „Dialektik der Aufklärung“, die Situationisten, die Dekronstruktivisten etc.  seien hier für die neuere (operierende) Moderne genannt. Der Auftrag des operativen Künstlers, Schriftstellers und Journalisten seit der Forderung Walter Benjamins, Sergej Tretjakov, Bertold Brecht etc. als kulturethisch relevante gestalterische Möglichkeit des Eingriffs ins stumpfe Pflegma von Konformität, und anderer Einschränkungen und Behinderungen, ist transformativ und konkret erweiterungsbedürftig und einsetzbar, durch Übersetzungsformen in realen Kontexten und Bezügen zielführend abzugleichen und einzubringen. Gegenstand ist alles was der Änderung im Sinne des gesellschaftlich, menschengemäßen Freiheitsbegriffs bedarf.

Gesellschaftsrelevante Inhalte und Problemfragen, gepaart mit Lösungsvorschlägen unterstützt durch (sozial) philosophische Zitate und u.a. basisorientierten Reflexionsabgleichungen. In Parallelität „kultursoziologistisch“ des eigentlichen demokratischen „freien Auftrags“ zur Menschwerdung, im Sinne Schillers, als Wert verpflichtet. Dieser sich hieraus ableitende Impetus, ist in alle „kulturellen Parameter“ als „Materialbegriff“ zu transponieren und medial einfließen zu lassen. Als affirmativer kulturethisch-relevanter Auftrag einlösbar, der ästhetischen Frage zu gereichen. Kulturelle Identität und Offenheit für andere Identitäten, ist ein Garant gegen Beliebigkeit, Willkür und totalitäre Ansätze.

Seminare, Workshops, Symposien als Orte der Aufklärung und Überwindungshilfe aus der „Selbstverschuldeten Unmündigkeit“ sind hilfreich: lebendige Literatur-Lesungen, Theater, Kunst etc. an zentralen und dezentralen Orten ungewöhnlicher Vermittlung und Verortung

Dialogische Nähen der Vermittlungsarbeit.
=In den stufenweisen Ergebnissen könnte schon alles in veritablen und erkennbaren Ansätzen „Anders“ und im Sinne zielführender Trans-Aspekte und Perspektiven gesellschaftlich verändernde Wirkung aufscheinen und signifikant machen: Menschenfreundlichkeit und menschengemäßer solidarischer Umgang versus menschenunwürdiger kapitalistisch-kriegerisch unterworfender Scheinfreiheit. Joseph Beuys 1986 auf einem Anti-Atom-Plakat der Antiatombewegung: „Nur das menschengemäße ist Kunst und sonst gar nichts“ : Statt zersetzender und zerstörrerischer nationaler Egomanie und global-hegemonialer Handlungsvorgaben. Sinnstiftende Haltung und Handlung zur „generierenden Heilung“ auch als „Indikation zur Operation“, als ein notwendiges Mittel gegen indoktrinierte sinnentleerte Kapital-Systeme mit ihrem gefräßigen einhergehenden Kriegs und Behauptungswahn. Verstärkt und bedingt durch weiter herabgesetzte Hemmschwellen im neoliberalen Korsett menschenverachtender Kapitalmarkt-Inzenierungen bishin zum Abschuß freigegebender Gewerkschafter in Kolumbien (Coca Cola) .

Die Möglichkeit zur Differenz tut Not(e)
Klopapier, so scheint es, ist ein aufrichtigeres Zahlungsmittel als das Schmiermittel Geld im Kontext des falsch übersetzten Wertekanon umtriebiger Konzernpolitik. Durch hegemoniales Gewinnstreben, inzenierte Kriege heraufbeschworen durch westliche Anmaßung, ausbeuterische Arroganz und Überheblichkeit -zieht nun immer mehr unter militaristisch deutscher Beteiligung und Verantwortung die Barbarei in das deutsche Wohnzimmer: Kinder zeichnen und malen zusehends Bomben werfende Flugzeuge und feuerspeiende Hubschrauber in den Kindergärten: Retten Babys vor bösen Männern mit Laserkanonen. Militaristische Mordkultur gegenwärtiger ferngesteuerter pseudopolitisch unterstützender Machenschaften, gehören auf den Index und geächtet. Durch internationale „Theater-Tribunale“ als Auftakt und Forderung eines zu erweiternden internationalen unabhängigen, unkorrumpierbaren Gerichtshofes. Das Grundgesetz, soll nun, nachdem die EU-Verfassung durch Plebizit europäischer Nachbarn gescheitert wurde -verfassungswidrig- kriegstauglich gemacht werden. in zunehmend bedrohlicherer Situation des zunehmend importierten Terror in Echtzeit auch in D-Land.

Der Dollar hat sein moralisches Recht auf „imperiale Machthoheit“ eigentlich schon lange verwirkt. Der Euro tritt nun in seine militanten Fußstapfen. Die politische Elite als Marionetten in der Zange profitgieriger Rüstungskonzerne, ist ebenso verfassungsfeindlich, den politisch verantwortlichen Wirtschaftslobbyisten muß (juristisch) Einhalt geboten werden. Die Friedensbewegung sollte umgehend reanimiert werden. Oder dieses Spiel mit dem (atomaren) Kriegs-Feuer besorgt in der Konsequenz den temporären Untergang aller Kreatur und Kultur:

Krieg ist kein probates Zahlungsmittel für die friedliche dialogische Koexistenz der Völker.

„Terror geht vom Staate aus“ so stehts bereits im Brockhaus: der franz. Großgeist Jean Jaques Rousseau hat das bereits deutlich definiert. Jörg Stange 2006

Haus der Kunst: black paintings

http://news.web-hh.de/index.php?newsfull=1&lid=24594&rubrik=Kultur

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* | „DIE WELT“, Material : Nitrofarbe, Hühnerfedern, Schnürband | Zeitungsobjekt von Eldo Hell in der Galerie Stange 1984

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Nr. 264 vom 09.11.1984, Seite 14
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Eppendorfer Galerie Stange zeigt Eldo Hell .
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Und der Bauchnabel ist ein Klingelknopf…

Seine „Typen“ oder „Pappkameraden“, wie Eldo Hell sie nennt, sind stelzenbeinige, geteerte Dünnbrett-Wesen mit rechteckigen Körpern und Köpfen, beklebt mit knallroten Illustrierten-Mündern, farbigen Augen-Fotographien, Federn, Spiegeln, Stoffresten. An Stelle des Herzens findet sich ein herzförmiges Nadelkissen und der Bauchnabel ist ein Klingelknopf.

Am Schwanz der Tigerkatze „Miau“ klebt ein kleiner Ventilator – „weil’s ja so heiß ist in Afrika“ (Hell) – die Biene sammelt ihren Honig in zwei kleine Teesiebe aus Plastik.

Doch die in der Galerie Stange, Eppendorfer Landstraße 129, ausgestellten Material- Collagen nur auf komische Elemente zu reduzieren, hieße, den Künstler mißzuverstehen. Eldo Hell begann seine Pappfiguren-Arbeiten nach einer Ausstellungsreise durch Mittelamerika und der direkten Konfrontation mit der dortigen politischen Realität“ – Krieg, Unruhen, Morde; der Mensch pervertiert zur lebenden Zielscheibe.

Diese Eindrücke setzt Hell in seinen menschlichen Sperrholzfiguren um. Auch sie sind zielscheibenartige Objekte, ähnlich denen, auf die zu Übungszwecken geschossen wird. Mit den aufgeklebten Materialien versucht er, ihnen eine eigene Identität und Leben zurückzugeben. Der verzerrte, abstrahierte Mensch wird so mit realistischen Inhalten gefüllt – wird bösartig-zynisch der Lächerlichkeit preisgegeben.

Da ist der General auf zwei Krückstockbeinen, mit einer Rasierklinge als Herz („hart wie Kruppstahl“), auf der Brust eine Lederschleife („zäh wie Leder“). Die Ausstellung läuft noch bis zum 20. November, montags bis freitags 15 bis 20 Uhr. rera.

Dieses Objekt von Eldo Hell „Figur mit Katzen“ hat die Maße 220 mal 150 Zentimeter Foto: Laible

erschienen am 09.11.1984

http://www.abendblatt.de/extra/service/944949.html?

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Gentrifizierung

Lachs oder Fladenbrot

Tom Schimmeck über das Hamburger „Flora“ und die „Yuppisierung“ der Großstädte.

„Hier kochte sowieso schon einiges“, meint Eldo Hell, ein Sprecher der im Juni gegründeten Anwohnerinitiative. Die Herrichtung des von der Stadt vernachlässigten Gebiets war über Jahre hinweg nur lustlos angepackt worden. Teile des angrenzenden Schlachthofs stehen zur Disposition, die traditionsreiche Firma Montblanc ist unlängst fortgezogen. Eine Gewürzfabrik, jahrzehntelang unüberriechbar, will demnächst ebenfalls schließen. Durch Flora, sagt Hell, „beginnt sich das Viertel zu spalten“:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13528875.html

http://klugschiss.org/Texte/flora.htm

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Kunstforum | Band 107, 1990, S. 131

Bugrov – Hell

Unsere Zeit im ausgehenden zwanzigsten Jahrhundert und ihr labyrinthisches Konstrukt von Möglichkeiten, Vermessenheiten und Katastrophen verlangen nach neuer Fragestellung zwischen Erkenntnis und Existenz, zwischen Realität und Utopie. Dieser alle individuellen und gesellschaftlichen Ebenen kennzeichnende Zustand wird von Valerij Bugrov (geb. 1949 in Moskau) und Eldo Hell (geb. 1953 in Hamburg) als philosophische Herausforderung begriffen und prägt ihre künstlerische Arbeit.
Seit 1988 verflechtet eine gleichgelagerte Betroffenheit von zeitgeistigen Entwicklungen und ein nötigender Drang zur reflexiven Durchdringung von vermeintlich Realem und seinen Deutungszusammenhängen die in Hamburg arbeitenden Künstler zu einem zeitkritischen Frageteam. Unterschiedliche Herkunft, Prägung und Erfahrung beeinträchtigen ihr verbindendes Verhältnis zum Philosophieren […]
http://www.kunstforum.de/kuenstler.asp?pid=14767&Name=%20Bugrov-Hell&artikel=107013


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Written by medienwatch & metainfo

Februar 9, 2009 um 11:10

2 Antworten

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