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Vorsicht Kunst: Die Falle in der Kunst- und Kulturgeschichte

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Das Buchcover ziert eine Arbeit von Andreas Slominski: Elritzenfalle (2005)
© Museum für Moderne Kunst, Frankfurt , Foto: Axel Schneider

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Vorsicht Kunst: Die Falle in der Kunst- und Kulturgeschichte

Was verbindet Adam und Eva, den listigen Teufel und die Mausefalle miteinander? Und handelt es sich etwa bei dem Künstler Andreas Slominski, der sich selbst als Fallensteller bezeichnet und Fallen baut, um einen zeitgenössischen Parrhasios, weil seine Fallen (wie der gemalte Vorhang des Parrhasios, den Gerhard Richter ca. 2.000 Jahre später nachahmte) die Menschen täuschen?


http://kunstlich.blogspot.com/2010/04/vorsicht-falle-die-falle-in-der-kunst.html

http://www.ciac.ca/biennale2000/en/visuels-artistes-slominski.htm

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[..] 1918 malte Duchamp sein letztes Gemälde auf Leinwand, Tu m‘ (in der Regel als Tu m’emmerdes gedeutet). Es war eine Art Sythese oder Résumée seiner bisherigen Aktivitäten. Gemäss Tomkins hatte Marcel wohl Angst, <in die Falle der Kunst zu geraten>, denn Tu m‘ war wieder <ein höchst „retinales“ Bild>. 1919 versah Duchamp eine Mona Lisa-Postkartenreproduktion mit einem Schnurrbart und fügte am Rande die Buchstaben L.H.O.O.Q. (lies: Elle a chaud au cul). Eine dadaistische Provokation und eine Art erweitertes Ready-made, mit dem er unsere Vorstellung des Bildes von Leonardo veränderte, so Tomkins, der sich allerdings gegen die in der Kunstkritik ausufernden und in seinen Augen verfehlten Vergleiche Leonardo-Duchamp wehrt.

[..] Die Quellen jeden schöpferischen Aktes seien zu Komplex, als dass sie sich <in solch absurd pedantischer Weise festnageln liessen>, meinte Duchamp, für den das wahre Kunstwerk unabhängig vom Künstler war oder sein sollte. Zur Erklärung des Grossen Glases fügte er einen seiner Lieblingssprüche an: <Es gibt keine Lösung, weil es kein Problem gibt.> [..]

http://www.cosmopolis.ch/cosmo3/Duchamp.htm

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[..] …sein angeblicher Wettstreit mit Zeuxis, dessen gemalte Trauben die Vögel anpickten, während durch einen von Parrhasios gemalten Vorhang Zeuxis selbst getäuscht wurde. Der streng monumentalen Richtung des Malers Polygnot entgegen, strebte Parrhasios mehr nach äußerlicher Vollendung und Gefälligkeit, er betonte das rein Malerische, die genauere Beobachtung der Verhältnisse, die plastische Rundung der Formen, ein lebendiger, brechender Gesichtsausdruck werden als seine Hauptvorzüge gerühmt [..]

http://de.wikipedia.org/wiki/Parrhasios

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i Paolo i Daria amanti

Ende 15. Jhd.
Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin

Die ausgestellte Seite stammt aus einer illuminierten Handschrift, die Ende des 15. Jahrhunderts entstanden ist. Sie enthält einen Text des Dichters Gasparo Visconti, der die unglückliche Liebesgeschichte von Paolo und Daria erzählt, einen der Urtexte der Tragödie von Romeo und Julia. Den Text begleiten Miniaturen eines unbekannten Künstlers, der Meister der Romanzenhandschrift genannt wird. Autor und Maler standen wohl beide im Dienst des Herzogs von Mailand, Ludovico Sforza, genannt il Moro, für den die Handschrift geschaffen wurde.
Der Künstler schmückte den Beginn jedes Kapitels mit Miniaturen, die mit verschiedenen Realitätsebenen und illusionistischen Effekten spielen. Auf der letzten Seite scheint das Pergament aufgerissen und öffnet den Blick auf eine monströs groß gemalte Pflanze, die sich der Sonne entgegenreckt. Bei der dargestellten Pflanze handelt es sich um den schnell wachsenden Wunderbaum, der auch Ricinus communis genannt wird.
Das Motiv stammt aus den Metamorphosen des Ovid, wo sich die Nymphe Clytie, nachdem der Sonnengott Helios ihre Liebe verschmäht hat, in eine Pflanze verwandelt. Clytie richtet auch in diesem Zustand ihr Dasein nach dem verehrten Helios aus, wie ihre Blätter, die sich nach den Strahlen des Sonnenwagens wenden, verdeutlichen. In der Miniatur hat der Maler Helios in der dunklen Sonnenkugel dargestellt. So setzen sich Dichter und Künstler mit Clytie gleich, während Ludovico Sforza mit dem Sonnengott assoziiert wird.

http://www.buceriuskunstforum.de/h/index.php?id=310

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»Paris Bar« Martin Kippenberger | Baldur Burwitz | Burwitz | Kippenberger | Foto: Jörg Stange, gfok [ flashphoto: vergrössern = anklicken]

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Debatte um Kippenberger-Bild

Christie’s erwägt „mehr Transparenz“

Von Nora Reinhardt

Martin Kippenbergers berühmtes Werk „Paris Bar“ wurde bei Christie’s für über zwei Millionen Euro versteigert. Dann stellte sich heraus: Gemalt hat das Bild ein wenig bekannter Auftragsmaler aus Berlin. Nun zieht das Auktionshaus in Betracht, in Zukunft auch ausführende Künstler zu nennen:
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,658250,00.html

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Mythos und Ambivalenz der Bilder zwischen Wirklichkeit, Wahrheit und Wahn

Von Gunnar F. Gerlach
Die geneigten Betrachter der Bildwelten des Künstlers und Malers, Till Gerhard, werden sich nur schwerlich einer Tatsache der Rezeption und des eigenen, geforderten Mit- und Weiterdenkens entziehen können, ohne den Verlust der Wahr-Nehmung schon von Begriff und Kategorie her gedacht:

Textausschnitt = […] dachte Erich Fromm mit und weiter.(8) Und dies gilt auch für visuelle Zeichen und künstlerische Bildwelten und ihre vermeintliche Wirklichkeit und Wahrheit.
Im vorliegenden Falle ist es eine künstlerische Strategie, die uns in eine Augen-Falle treten läßt, die mit den Mitteln von Realismus, Dokumentation, Sur-Realität und Vision bis hin zum Wahn (auch der möglichen Verschwörungs-Theorien) geraten läßt. Sie speist sich aus der exakten Beobachtung des Künstlers ambivalent genutzter Zeichen, Symbole und Metaphern aus der Geschichte der Menschheit selbst: so treten hier Wesen, Geister, Rituale , Situationen und geschichtliche Ereignisse auf die Bühne des theatrum mundi, deren abstrakte Zeichen-Identitäten zwischen heidnischen Kulten (der keltischen oder nordischen Mythologie und Mystik), esoterischen Heilslehren (u.a. Theosophie, Anthroposophie, Rudolf Steiner), von den National-Sozialisten zum Zwecke der Erstellung einer politischen Religion eklektisch aus verschiedensten Kulturen zusammengegossene Signets und Symbole (u.a. durch Karl-Maria Wiligut, genannt Weisthor, der im Auftrag Heinrich Himmlers das SS-Amt Ahnenerbe aus der Taufe hob), dem Geist der Revolte und Revolution aus Neo-Romantik und Rockmusik (u.a. die Hippie-Bewegung) zugeschriebenen Zeichen und Projekten, die zwischen Kunst und anarchischen Utopien oszillieren […]

https://medienwatch.wordpress.com/mythos-und-ambivalenz-der-bilder-zwischen-wirklichkeit-wahrheit-und-wahn/

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pre cola et commata å, pre aspera ad astra, pre cassa punctum punctiè

[..] Durch das Heben + Senken sinngebender Stellen in der Textschlange. [erste primitive Interpunktion]  auf rauhen Wegen zu den Sternen – oder auch durch die Nacht zum Licht.
Ambrosius meets Augustinus mitten im Quellgebiet ohne zu sprechen.
Barzahlung. è auf den Punkt gebracht, insbesondere auf das Geld bezogen.
Ambrosius als früher „Hausbesetzer und Streiter“, für die Besinnung  auf die Wahrhaftigkeit religiöser Zeichen und bindender Decodierungen (BIBel), sowie deren  Übertrag (Einlösung) ins wirkliche Leben.
Ambrosia; die [geleeartige] Speise der Götter, nicht nur einen Gottes. So verpflichtet eigentlich die onomatische und  etymologische  Übersetzung seiner Namensherkunft.
In der Malerei wurde Ambrosius mit einem Bienenkorb, als sein in Beziehung gesetztes Wahrzeichen dargestellt. Der Bienenkorb steht hier  für die Beredsamkeit und  Rhetorik des benannten.
Der Name verpflichtet, könnte [man] an dieser Stelle  belegen. Die Quelle “seines³  religiösen  Lebensentwurfs ist das alte Testament.  Seine Haltung entspricht – auch anschaulich – die des  heiligen Chrysosthomos .
Der allegorisch auf der Treppe stehend, voller Zorn den reichen ModeChristen im 4. Jahrhundert nachschaut, die die christlichen Zeichen auf teuren seidenen Gewändern tragen, diese missbrauchen um damit in Völlerei zu leben.
Den geneigten Leser zurück geführt an die ersten lateinischen Text-Parabeln lässt schon auf den ersten Blick erkennen, was Diskurs sein könnte. Auffällig erscheinen uns Begriffe wie cola oder astra – und cassa u. punctum- mehr leider nicht [..] Jörg Stange
https://medienwatch.wordpress.com/pre-cola-et-commata-a-pre-aspera-ad-astra-pre-cassae-punctum-punctie/

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Written by medienwatch & metainfo

Mai 7, 2010 um 20:38

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