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Meta Transport(e) GfoK »Vorsicht Kunst!« Gleichschaltung + Widerstand

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Grafik-Transportverschlag ~1939 | Blau-Stempel auf der Versandkiste: Hein und Hannes Neuner, „gleichgeschalteter Künstler“ vom Bauhaus | GfoK«Readymade»

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„Jugend dient dem Führer“

Werbeplakat für die Hitler-Jugend
Entwurf: Hein Neuner
Presse- und Propagandaamt der Reichsjugendführung um 1939

Plakat vergrössern

Spur: » Die NS-Zeit der Schulen im Rückblick

http://www.petitesse.com/wiki/doku.php/die_ns-zeit_der_schulen_im_rueckblick

http://www.petitesse.com/wiki/doku.php/quellen

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Edelweiß versus Edelweiss

Ohne Prozess henkte die Gestapo vor 65 Jahren eine ganze Gruppe Kölner Jugendlicher – der jüngste war 16 Jahre alt. Die „Edelweißpiraten“ hatten sich anfangs nur mit der HJ geprügelt, später Anti-Kriegs-Parolen gemalt – doch dann gingen einige in den Untergrund und töteten Nazi-Funktionäre. Von Alexander Kuffner

http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/5105/mit_fahrtenmessern_gegen_den_fuehrer.html?o=position-ASCENDING&s=1&r=1&a=5105&c=1

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http://einestages.spiegel.de/static/entry/mit_fahrtenmessern_gegen_den_fuehrer/37156/hj_propagandaplakat.html?o=position-ASCENDING&s=1&r=1&a=5105&c=1

EDELWEIßPIRATEN Hier

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Der Spiegel
TURNEN / JAHN

So gut wie Hurerei

Schon der Historiker Heinrich von Treitschke empfand Friedrich Ludwig Jahn (1778 bis 1852) als „lärmenden Barbaren“. Doch Turnautoren wie Fritz Eckardt feiern den Turnvater seit 100 Jahren unverdrossen als „einen der größten Jugend- und Volkserzieher aller Zeiten“:

[..] Vor allem lud Jahn dem Turnen nationalistischen Ballast auf, der konservative Turnführer noch heute verwirrt. Er schrieb von den „Edelvölkern der Erde“, untermischte rassistische Gedanken („Je reiner ein Volk, je besser“) und wetterte wider „Ausländerei“. Franzosen verfolgte er mit unverhülltem Haß: „Wenn ein Vater“, schrieb er, „seine Töchter französisch lehren läßt, so ist das ebenso gut, als wenn er sie die Hurerei lehren läßt“ [..]
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45225973.html

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Betr.: Umbenennung der Jahn Schulen (Jörg Stange)

Burschenschaftler, ideologischer Brandstifter: Nationalistische Indoktrination als Leibesübung

Beĺegte Gründe zu Hauf, die dazu führten, dass die „Jahn-Schule“ in Hamburg umbenannt wurde – andere sicher folgen werden… Es gibt Historiker die diese Hintergründe und Tatsachen offensichtlich an anderen Jahn-Schulen im Lande relativieren und auf „die Zeit bezogen“ rechtfertigen und verklären. Da ist Egon Friedells kulturgeschichtliche Haltung, Aufklärung und Deutung sogenannter hochgeachteter historisierender Historiker hilfreich. Hier wird nachgewiesen exemplarisch nachgewiesen, wie Historiker zu Gunsten jeweils herrschender Systeme der Opportunität verfielen. Immerhin steht für die Aufregung der Jahnschulenverfechter ein Buch, des Aufbauverlags und die damit verbundene Aufklärung, weiterhin die Umbennung einer „Jahn-Schule“ zur Ida-Ehre-Schule.

Hintergrund: Jahn stellte die Namens-Liste für die erste neuzeitliche Bücherverbrennung (1817) zusammen. Was in der Konsequenz zum Tod des Schriftstellers und Journalisten August von Kotzebue führte. Jahn wurde als gefährlicher Demagoge ins Gefängnis gesteckt. Bitte hier die rein „sachlich“ kontaminierten Verteidigungsschriften zugunsten Jahns zwischenlesen. hier Der Impetus ist deutlich – da muss man nicht Historiker sein – da reicht subtile Wahrnehmung als Lesart: Die bigotte Ehren-Rettung der Lützow (Kasernen) und die zahlreichen „Jahn-Schulen“ incl. militaristisch belasteter Strassennamen im Geiste „objektivierender Rauten + Runen-Bünd(l)e(r)“?

Wie wärs mit weiteren Umbenennungen z.B. in Hans-Henny Jahnn oder Bertha (Sophia Felicita) Baronin von Suttner (Waffen nieder! ) geborene Gräfin Kinsky von Chinic und Tettau Gymnasium oder Arie Goral Gymnasium klingt und swingt doch! Turnen allein trainiert doch eher den Muskel denn den Geist? Mit Jahn läuft ersichtlich alles in die falsche Form und Richtung. Jahn mit einem „n“ ist doch durch alle Prüfungen gefallen. Nur das Nationalistische hat er im Sinne der NS-Ideologie uneingeschränkt bestanden. Dieses „Manko“ sollte barbarische Nutzbarkeitsmachung und Verländerung durch den Nationalsozialismus und Faschismus erfahren. Ein Vorbild im Sinne Schillers ästhetische Erziehung des Menschen für eine aufgeklärte, kosmopolitisch friedliche Jugend ist Jahn mit Sicherheit nicht. Aber das passt Leuten, die den Turnvater Jahn „hoch leben lassen“ auch nicht ins indoktrinierte Weltbild! Dem überwiegenden Teil der Politiker, Lehrer, Elternschaft(en) etc. ist die Erkenntnis um die Gesinnung Jahns womöglich egal, – sie verdrängen es, sie wissen es einfach nicht und/oder wollen es nicht wissen. Projektwochen zur Frage des „Helden“ und der damit verbundenen, adäquaten, die Kulturen verbindende Namensänderung der betroffenen Schulen, Strasssen  etc. sollten ein Teil der Lösung sein. Die Kultusminister der Länder könnten allerdings auch mal befragt werden, wie das denn überhaupt noch sein kann – wie sie denn zum „Turnvater“ stehen. Vor dem klimatischen Hintergrund von Kriegseinsätzen ist dieser Gedanke wohl schon erweiterbar. jst, gfok | Historiker-Ehrenrettung Jahns: =>http://www.jahn-museum.de

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Friedrich Ludwig Jahn

[..] In seiner schon 1808 skizzierten Schrift Deutsches Volkstum, die 1810 in Lübeck erschienen, skizzierte er erstmals seinen so rabiaten wie fremdenfeindlichen Nationalismus, in dem er eine angeblich gottgewollte Sonderstellung der deutschen Nation mit schroffen Angriffen auf die „Ausländerei” und „Verwelschung” seiner Zeit verband:

„Die Kleinstaaterei verhindert Deutschlands Größe auf dem Erdenrund. Wer seinen Kindern die französische Sprache lehren lässt, ist ein Irrender, wer darin beharrt, sündigt gegen den heiligen Geist. Wenn er aber seinen Töchtern französisch lehren lässt, ist das ebenso gut, als wenn er ihnen Hurerei lehren lässt. Polen, Franzosen, Pfaffen, Junker und Juden sind Deutschlands Unglück.“

Als Ziel nannte er hier ein „Großdeutschland”, zu dem auch die Schweiz, Holland und Dänemark gehören würden. Hauptstadt solle die neue Stadt „Teutonia” werden, die in Thüringen gegründet werden sollte, wo sich die Fernstraßen aus den dann deutschen Grenzstädten Genf, Memel, Fiume, Kopenhagen, Dünkirchen und Sandomir treffen würden [..]
http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Ludwig_Jahn

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Adolf Hitlers „Mein Kampf“

Das verbotene Buch

Von Brigitte-Hamann
Die Fragen stellte Christian Staas
Ein Gespräch mit der Wiener Historikerin Brigitte Hamann über Adolf Hitlers bizarre Bekenntnisschrift und den Plan, sie neu zu edieren:
http://www.zeit.de/2010/14/Interview-Brigitte-Hamann

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Steilvorturnen für die freundliche Übernahme im Dritten Reich zur rassistischen Volkserziehung

Frisch, fromm, fröhlich, frei

„Turnvater“ Friedrich Ludwig Jahn (* 11. August 1778 in Lanz; † 15. Oktober 1852 in Freyburg (Unstrut)) war der Initiator der deutschen Turnbewegung, die von Anfang an mit der frühen Nationalbewegung verknüpft war. Sie war entstanden u. a. mit der Zielsetzung, die Jugend auf den Kampf gegen die napoleonische Besetzung und für die Rettung Preußens vor dem Untergang vorzubereiten. Den ersten Turnplatz schuf er 1811 auf der Berliner Hasenheide. Sein politisch widersprüchliches Verhalten im Laufe seines Lebens (übersteigerter Nationalismus) bot Spielraum dafür, dass die späteren unterschiedlichen politischen Systeme in Deutschland sein Gedankengut in unterschiedlicher Weise bewerteten. Das Turnen (Geräte, Übungen) entwickelte sich weiter zur heutigen Sportart Gerätturnen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Ludwig_Jahn
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Turnvater Jahn – frisch, fromm, fröhlich, frei
Beim Stichwort Turnvater Jahn sehen viele Fotos von Turnerriegen aus dem Kaiserreich vor ihrem geistigen Auge. Man denkt an eher militärisch anmutende Leibesübungen zur körperlichen Ertüchtigung, an Ordnung und Disziplin. Überraschenderweise ist das Leben des Friedrich Ludwig Jahn geprägt von seiner eigenen Unfähigkeit sich diszipliniert zu verhalten:
http://www.wasistwas.de/sport-kultur/beruehmte-personen/artikel/link//a7725e4909/article/turnvater-jahn-frisch-fromm-froehlich-frei.html

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Ehemalige Jahn Schule

Dauerausstellung in der umbenannten Jahn-Schule zur Ida-Ehre-Gesamt-Schule

Aufklärungsmaterial für die Lehrer, SchülerInnen und Eltern der Gesamtschule. Ausstellung zur Geschichte der Schule im „Dritten Reich“ (Fotos-Staatarchiv)

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Jahn-Schule -ein Name eine Verpflichtung!

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Mehr als nur der Turnvater: Friedrich Ludwig Jahn, der vor 150 Jahren starb, ist auch einer der Vorväter des deutschen Nationalismus

Die Zeit [..] Zum anderen trat er (Jahn) vehement für eine patriotisch-nationale „Erhebung“, eine „Ermannung“ des deutschen Volkes ein. Vor allem mittels einer „Sprachreinigung“ wollte er dem „zersetzenden“ Einfluss des „welschen Gestammels“ entgegenwirken, durch nationale Feiern, Symbole und Rituale das „Volksgefühl“ stärken und die Knaben, Jünglinge und Männer nach „alter germanischer Sitte“ mithilfe einer Körper und Geist umfassenden „Nationalerziehung“ wieder „wehrhaft“ machen [..]

[..] Den neuen politischen Entwicklungen stand er fremd gegenüber. In der Paulskirche trafen alte und junge „deutschbewußte“ Abgeordnete aufeinander; jeder Dritte war ein ehemaliger Burschenschafter. Jahn gehörte zu den Ältesten im Parlament. Er wirkte schon durch seine Erscheinung im dunklen „altdeutschen Rock“ und mit dem lang wallenden weißen Vollbart wie ein Relikt aus einer längst vergangenen Zeit. Zwar plädierte er nach wie vor für das allgemeine und gleiche Wahlrecht, doch andere Forderungen vor allem der demokratischen Abgeordneten lehnte er ab. Die neue Zeit war ihm fremd geworden. „Meine Zeit ist gewesen“, musste er resigniert erkennen, „und das verlöschende Licht meines Lebens mag still verglimmen.“[..] Die Zeit
Ein „Nationalfest der Teutschen“ für alle „deutschen Gaue“
http://www.zeit.de/2002/42/A-Jahn_neu

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Turnvater Jahn
Historisch begründet wurde das Turnen 1807 in Deutschland von „Turnvater Jahn“, Friedrich Ludwig Jahn. Turnen war für ihn vor allem Leibeserziehung, das von Jahn und seinen Schülern ab 1811 auch als patriotische Erziehung zur Vorbereitung auf die Befreiungskriege gelehrt und gelebt wurde. Das Jahnsche Turnen gilt bis heute als Grundlage für verschiedenste Bestrebungen zur Körperertüchtigung, nicht aber seine politischen Ansichten.
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Im Nationalsozialistischen Deutschen Reich

[..] In der Nacht vor dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht am 12. März 1938 wurden in Wien alle wichtigen öffentlichen Gebäude von österreichischer SS, SA und Turnerbündlern besetzt.[7]

Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich wurde der „Deutsche Turnerbund 1919“ im Mai 1938 in den Deutschen Reichsbund für Leibesübungen feierlich eingegliedert, womit seine Eigenständigkeit erlosch. Der Turnerbund verlautete:

„Wir standen … als ein Teil der Bewegung im Dienste der Nationalsozialistischen Erziehung. Viele führende Männer der Partei und ihrer Gliederungen sind aus der politischen Leibeserziehung unserer Vereine hervorgegangen… Wir werden unseren Einsatz geben im gleichen Geist, in der gleichen Opferbereitschaft wie in den Jahren, in denen wir Vorkämpfer der nationalsozialistischen Bewegung waren.[8]“

Laut Angaben des ÖTB habe keiner aus der Führung des Turnerbundes eine Parteikarriere in der NSDAP gemacht. Bei Verfahren gegen nationalsozialistische Juristen nach dem Krieg wurde aber festgestellt, dass die meisten Angeklagten schon vor dem Anschluss Mitglied bei deutschnationalen Massenorganisationen wie dem Deutschen Turnerbund 1919 gewesen waren [..]
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterreichischer_Turnerbund

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Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Als Widerstand gegen den Nationalsozialismus (auch antifaschistischer Widerstand) wird der Widerstand von Einzelpersonen wie Georg Elser, Gruppen wie der Roten Kapelle, des 20. Juli 1944, der Weißen Rose oder des Kreisauer Kreises sowie Institutionen wie Gewerkschaften, Kirchen oder politische Parteien im Deutschen Reich und den davon besetzten Staaten während der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 bezeichnet. Zum Teil setzte der Widerstand lange vor der Machtübertragung an die Nationalsozialisten ein:
http://de.wikipedia.org/wiki/Widerstand_gegen_den_Nationalsozialismus

Der Nationalsozialismus
Sammlung von Verweisen auf die gängigsten Quellensammlungen

http://www.zum.de/Faecher/G/BW/abbl/nationalsozialismus/verweise.htm

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Zur Dialektik von Widerstand und Gleichschaltung

Zum Verhalten der deutschen Gewerkschaften im April 1933 (Im Lichte bisher unbekannter Dokumente)

Dr. Gerhard Beier, Jahrgang 1937, arbeitet z. Z. an einer Habilitationsschrift zur Gewerkschaftsgeschichte. Er hat zahlreiche Kapitel der Geschichte der deutschen Gewerkschaftsbewegung dargestellt und Probleme der politischen Bildung analysiert. 1966167 war er Schulungsleiter im Schulungsheim der IG Druck und Papier in Springen/Taunus.

Gleichschaltung und Widerstand*)

PDF – Schnellansicht

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Anm. Im Historischen Museum Berlin, in einer umfassenden Ausstellung die Kunst im Nationalsozialismus, wurde der Widerstand am Beispiel von Heartfield der gleichgeschalteten Propaganda-Grafik: „Die Jugend dient dem Führer“ von Hein Neuner gegenüber gestellt.

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John Heartfield

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Gesichtet [zur aktuellen Version] (+/−)
Dies ist die letzte gesichtete Version, freigegeben am 21. März 2010. Der Entwurf enthält Änderungen an Vorlagen/Dateien, die auf eine Sichtung warten.
Status gesichtet

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Briefmarke der Deutschen Post der DDR (1971) aus der Serie Berühmte Persönlichkeiten

John Heartfield (* 19. Juni 1891 in Schmargendorf; † 26. April 1968 in Ost-Berlin; eigentlich Helmut Herzfeld (fälschlicherweise wird manchmal Helmut Herzfelde angegeben)) war ein deutscher Maler, Graphiker, Fotomontagekünstler und Bühnenbildner. Er war ein Pionier an der Schnittstelle zwischen Kunst und Medien und gilt landläufig als der Erfinder der politischen Fotomontage. Er war der Bruder von Wieland Herzfelde:

Kindheit

Helmut Herzfeld kam als erstes von insgesamt vier Kindern des Schriftstellers Franz Held (eigentlich Franz Herzfeld) und Alice Herzfeld, geborene Stolzenberg, zur Welt. 1895 wurde Franz Held wegen Gotteslästerung zu einer Haftstrafe verurteilt. Darauf zog die Familie in die Schweiz und später nach Aigen bei Salzburg in Österreich. 1899 verschwanden die Eltern unter bis heute nicht ganz geklärten Umständen und ließen ihre Kinder zurück. Helmut Herzfeld und seine Geschwister kamen in Pflegefamilien oder Heime.

http://de.wikipedia.org/wiki/John_Heartfield

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»Triumpf des Willens«

Leni Riefenstahl’s „Triumph of the Will“

Für Hinweis = Dank an:

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Jean Paulhan und die literarische Résistance

von Ariane Thomalla

[..] Jean Paulhan, den man auf Max Ernsts berühmten Bild „Au Rendezvous des amis“ im Kreis der Surrealisten sitzen sieht, war über ein halbes Jahrhundert als literarischer Direktor des Verlags Gallimard und Herausgeber der Nouvelle Revue Française die graue Eminenz der französischen Literatur. Graue Eminenz auch der literarischen Résistance von l940 bis 44, ihre Triebfeder und ihr Zentrum. „Er w a r die Résistance“ erklärte André Malraux. „Du kannst eine Biene in deiner Hand pressen, bis sie erstickt“, schrieb Paulhan. „Sie wird nicht ersticken, ohne dich gestochen zu haben. Das ist nicht viel, sagst du. Ja, das ist nicht viel. Aber stäche sie dich nicht, gäbe es schon lange keine Bienen mehr.“ Eine Parabel für die Résistance. Er war ein mutiger, sein Leben abenteuerlich riskierender Mann. Dabei war er l940 bereits 56 Jahre alt, als er wenige Wochen nach der Besetzung Frankreichs das „reseau du Musée de l’homme“ als eine der ersten Zellen des Widerstands mitgründete. Gleich auch die Zeitschrift „Résistance“, die die Franzosen aus ihrer Depression über die Niederlage holen wollte, aus dem Gefühl der Hoffnungslosigkeit, dass der Kampf gegen Hitlerdeutschland für immer verloren sei. Es galt, die Würde des Landes zu retten und mit ihr die Freiheit des Wortes und des Geistes überhaupt [..]:

http://www.arte.tv/de/kunst-musik/buchtipps/Buchtipp-der–Woche/Paulhan–Jean/1102742.html

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GfoK-Filmvorführung
France-Bloch-Serazin

„Auf den Spuren einer mutigen Frau“

Der Film „Auf den Spuren einer mutigen Frau“ nach dem Drehbuch von Hans und Gerda Zorn, von der Regisseurin Loretta Walz in eindrucksvollen Interviews mit Überlebenden der franz. Resistance dokumentiert, wird am 20. Sept. 2006 um 18.30 in der Grundbuchhalle des Ziviljustizgebäude gezeigt.

Anläßlich des Films über das Leben France-Bloch-Serazin „Auf den Spuren einer mutigen Frau“ (erstmalig in einem deutschen Gerichtsgebäude) wird der Justiz und eingeladenen Gästen eine außergewöhnliche Frau ins Gedächtnis gerufen. Im von den Nazis okupierten Frankreich, in der France Bloch-Serazin in der Resistance für ein „freies Frankreich“ kämpfte, sind im Film eindrucksvolle Gespräche dokumentiert.

Nach Ihrer Verhaftung und Verurteilung 1943 in Paris wurde France Bloch-Serazin in einer soge- nannten „Nacht und Nebel-Aktion“ über das Frauengefängnis Lübeck-Lauerhof nach Hamburg ins Untersuchungsgefängnis Holstenglacis, zur Vollstreckung ihres Todesurteils nach Hamburg

verbracht. Die filmische Dokumentation über das Leben von France, die Kunst und Kultur ihrer Familie, des Schriftsteller-Umfeldes, die Widerstandsarbeit wird in der Grundbuchhalle des Justizpalastes, unweit vom Gefängnishof ihrer Hinrichtung gezeigt und besprochen werden.

Auszüge aus der Dokumentation von Hans Zorn:

(…)“In Deutschland war seit dem 30. Januar Hitler an der Macht. Auch in Frankreich waren faschistische Gruppen aktiv. Als Antwort auf diese Entwicklung enstand in Frankreich eine breite antifaschistische Bewegung unter dem Namen „Amsterdam-Pleyl“ Pleyel war ein bekannter Ort der Arbeiterbewegung in Paris. (…) auf dem Pleylkongreß in Paris wurde ein Manifest gegen Faschismus und imperialistischen Krieg verabschiedet. (Zur Verteidigung der Kultur). Der Putschversuch französischer Faschisten der >Aktion Francaise<, der „Croix de Feu“ und anderer faschistischer Gruppen hinter dem auch einige Kreise der französischen Schwerindustrie, des Militärs und des Staatsaparates stehen, scheitert an dem Widerstand der republikanischen Kräfte. (…)

So leidenschaftlich sich France für ihre Forschungsarbeit engagiert, so sensibel reagiert sie auch auf das politische Geschehen. (…) Auch die wachsende Zahl von Emigranten aus Nazi-Deutschland bewegt sie. (…) Mit dem Abschluß des zweiseitigen Flottenabkommens 1935 zwischen den Regierungen Großbritaniens und Nazideutschland über den weiteren Aufbau der U-Bootflotte, werden wesentliche Bestimmungen des Versailler Friedenvertrags über die Rüstungsbeschränkung mit Deutschland unterlaufen. (…) Am 1. März 1937 erscheint die erste Nummer der antifaschistischen Abendzeitung „Ce Soir“, die eine große Bedeutung erlangt. Sie wird von dem Vater France Blochs und Louis Aragon verlegt. Der Faschismus ist in Europa im Vormarsch.(…)

Am Ende eines intensiven Kampfes werden France Bloch-Serazin und weitere FreundInnen der Resistance verhaftet. In einem Pariser Hotel wurde sie durch ein NS-Militärgericht zum Tode verurteilt. Da es sich laut der französischen Verfassung nicht anschickte Frauen durch die Todesstrafe hinzurichten, wurde France Bloch als sogenannter „NN“ (Nacht und Nebel-Häftling) durch die Gestapo ins Nazi-Deutschland deportiert. Zum eigenen Schutz gegen Spitzel im Gefängnis wählten politische Gefangene insgeheim einen Tarnnamen so auch France: als Marianne kam France 1943 mit dem Zug zwischenzeitlich ins heutige Frauen-Gefängnis Lübeck-Lauerhof und von dort in das Hamburger Untersuchungsgefängnis Holstenglacis. Über codierte Klopfzeichen verständigten sich die Französinnen, mit anderen Gefangenen sie nannten es „Radio Sante`“. 1943 wurde France auf dem Hof des Untersuchungsgefängnis Holtenglacis mit dem Fallbeil hingerichtet. Insgesamt mußten dort 500 Menschen ihr Leben lassen. Eine Gedenktafel auf der Rückseite des Gefängnishofes an einer Mauer in Planten und Blomen trägt das Foto von France Bloch-Serazin und weiterer herausgestellter Opfer des National-Sozialismus.

Ihre Schwester Claude konnte noch rechtzeitig mit dem Dichter Arturo Serrano mit Hilfe des Dichters Pablo Neruda, seinerzeit auch Diplomat der chilenischen Regierung den seinerzeit rettenden Hafen Chiles erreichen: Durch die Hilfe Pablo Nerudas konnten Dichter, Künstler und andere politisch Verfolgte via Passagierdampfer Frankreich verlassen. jst, gfok

France Bloch-Serazin, geb. 21 Februar 1913 in Paris, Hingerichtet am 12. Februar 1943 in Hamburg: „Lebensstationen einer französischen Widerstandskämpferin“ Konkret-Literaturverlag, 1986, ISBN 3-922144-60-8

Gerda Zorn ist Autorin zahlreicher Bücher, Auswahl: „Frauen gegen Hitler“, „Widerstand in Hannover“ „Der alltägliche Faschismus“, „Bombenalltag“ „Die roten Großmütter“, „Nach Ostland geht unser Ritt“, Drehbuch France Bloch-Serazin „Auf den Spuren einer mutigen Frau“…

Mi.20.09.06 | 18:30 Uhr

Ziviljustizgebäude

Sievekingplatz 1 | Grundbuchhalle

Eine gemeinsame Veranstaltung von Metabase e.V., Gesellschaft für operative Kunst, Attac-Hamburg, Rosa-Luxemburg-Bildungswerk.

Unterstützt wird die Veranstaltung vom Institut Francaise, der Jüdischen Gemeinde Hamburg und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes VVN

Kontakt: Gesellschaft für operative Kunst, GfoK

http://www.richterverein-hamburg.de/aktuell/060920.htm

http://www.exilarchiv.de/Joomla/index.php?option=com_content&task=view&id=222

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Paris: Zu Ehren der Résistance-Kämpferin France Bloch-Sérazin

Anwesende und Initiatoren der Gedenkveranstaltung: Catherine Vieu-Charier als Erinnerungvertreterin für den Bürgermeister von Paris Bertrand Delanoë. Roger Madec Bürgermeister für den 19. Bezirk in Paris. Francoise Soignon ist die Schulleiterin der France Bloch-Sérazin Hauptschule in Poitiers. Irene Dallez ist die Schulleiterin des Victor Hugo Gymnasium in Poitiers (France Bloch-Serazin absolvierte dort ihr Abitur)
https://medienwatch.wordpress.com/paris-zu-ehren-der-resistance-kampferin-france-bloch-serazin/

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Filmvorführung
France-Bloch-Serazin

„Auf den Spuren einer mutigen Frau“

(Film von Loretta Walz)

http://www.rosa-luxemburg-bildungswerk.de/Veranstaltungen/France_Bloch-Serazin/france_bloch-serazin.html

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Karl-Heinz Richheimer, Jürgen Friedemann

Mappenwerk «Schreibtischtäter»

Besetzung + Installation, ehemalige Polizeiwache Martinistrasse, UKE

Künstlernotdienst 1989

Text von Karl-Heinz Richheimer  Maler u. Schriftsteller

[Weisse Rose Hamburg: Richheimer Friedemann Kreis: Streiflichter des Hamburger Widerstands]

Mappenwerk von Jörg Stange und Karl-Heinz Richheimer 1991/92

Museum für Hamburgische Geschichte

https://medienwatch.wordpress.com/%C2%BB-schreibtischtater-%C2%AB/

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Frise präsentiert KP Brehmer «Ursprung der Welten»

https://medienwatch.wordpress.com/2010/02/25/frise-kunstlerhaus-hamburg-prasentiert-vom-ursprung-der-welten/

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Erinnern und erforschen

Hamburger Künstler und Wissenschaftler für ein “Haus des Widerstandes”

Daß Widerstand nicht immer nur als Reaktionsform auftritt, beweist ein sich aus verschiedenen Gruppen formierendes Projekt mit dem Arbeitstitel “Haus des Widerstandes” – Zentrum für Widerstandsforschung”. Während sich gerade erste Widerstände gegen den Kampnagel-Bebauungsplan formieren, wird nun die Konzeption für ein Zentrum für Widerstandsforschung in der alten Fundushalle auf dem Kampnagel-Gelände in die Diskussion gebracht. Der Rest der Halle, die zur Häfte abgerissen werden soll, soll der Kampnagel-GmbH zur Verfügung gestellt werden – zum Beispiel für ein Haus des Widerstands? =

https://medienwatch.wordpress.com/%E2%80%9Ehaus-des-widerstands-aktive-archive%C2%B0/

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Bazon Brock: Orakel oder Bestimmung der Zukunft

Prophets in Residence

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Lichtwarkschule
http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtwarkschule

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metale(e)se

Takyi zeigt St. Paulis neue Trikots

„Hamburg ist Braun

[..] Die Designer von Ausrüster Do You Football haben sich zum 100. Vereinsjubiläum etwas Besonderes einfallen lassen: Am Millerntor mutieren die Kiezkicker zu Bronze-Statuen, laufen in kupferfarbenen Jerseys auf [..] VON BUTTJE ROSENFELD
http://www.mopo.de/2010/20100629/sport/stpauli/takyi_zeigt_st_paulis_neue_trikots.html

Fotostrecke: St. Paulis neue Trikots

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Programmpunkte des Kunst und Sportverein Wilhelmsburg

https://medienwatch.wordpress.com/2010/06/23/kunst-und-sportverein-wilhelmsburg/

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Episteln ] Da die Oden nicht den erhofften Erfolg brachten, ließ Horaz ab 20 v. Chr. von der Lyrik ab und widmete sich dem ersten Buch der EpistulaeEpisteln“). Zusammengesetzt aus 20 Briefgedichten im Hexameter, legte Horaz in diesem Buch seine Lebensphilosophie dar. Diese Lebensphilosophie geht nicht von abstrakten Begriffen aus, sondern vom einzelnen Menschen mit seinen Fehlern, Schwächen und Eigenheiten. Sie fordert nicht auf, über den eigenen Schatten zu springen, wohl aber, sich in der eigenen Art um ein rechtes Maß zu bemühmen, damit das Zusammenleben der Menschen erträglich bleibt. Vorbild für die „Epistulae“ waren ihm wahrscheinlich die Briefe des attischen Philosophen Epikur http://bit.ly/aKqTgG

https://medienwatch.wordpress.com/biographien-treibjagd-in-papendorf/

Seite eingestellt am 01.Mai 2010 in Bearbeitung

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John Heartfield*  † 26. April 1968 «Leben und Werk» 1962. Mit eingeklebter DDR Briefmarke 1971 (von Gerda Zorn)

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | http://www.meta-info.de

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Written by medienwatch & metainfo

Mai 1, 2010 um 14:20

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