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Stauffenbergs langer Weg in den Widerstand

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von-stauffenberg-gfok-medienwatch-500…………………..Foto: Jörg Stange
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Militärhistoriker Wette

Stauffenbergs langer Weg in den Widerstand

WOLFRAM WETTE

Claus Schenk Graf von Stauffenberg? Ist über ihn nicht längst alles gesagt? Zuletzt durch den Film „Operation Walküre“ mit dem umstrittenen Hollywood-Star Tom Cruise?
Das Drehbuch steigt ein mit einem Stauffenberg, der bereits widerständig ist. Dann zeigt er „action“, nämlich die Vorbereitung, die Durchführung und das Scheitern des Attentats auf Hitler:

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/doku_und_debatte/?em_cnt=1842594&em_comment=1
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Leserbrief zum Artikel vom 20.07.2009

Ich begrüße es, dass endlich einmal von einem Historiker aufgezeigt wird, wo Stauffenberg eigentlich hingehört. Alle jene, die ab Februar 1933 Widerstand gegen das NS-Regime geleistet haben, wurden lange Zeit in der offiziellen „staatstragenden“ Geschichtsschreibung und noch mehr seitens der offiziellen Politik nahezu ganz und gar verschwiegen (lediglich auf den Widerstand der „Weiße Rose“ ging man hin und wieder auch ein). Auch heute noch wollen viele offizielle Kreise und vor allem die konservativen Parteien und Gruppen in Deutschland davon immer noch nichts wissen. Hervorgehoben wurde lange Zeit als einziges „großes“ Widerstandsereignis aus staatlicher Sicht ausschließlich der 20. Juli als angeblicher „Aufstand des Gewissens“. Dabei gehörte Stauffenberg und gehörten viele jener großbürgerlichen Schichten, die sich in der späten NS-Zeit endlich zum Widerstand entschlossen, zu jenen, die von Anfang an Hitler mit getragen hatten und zuvor als Antisemiten bekannt waren und die Vernichtung der Juden, der „Bolschwiken“ in Deutschland und auch anderswo, sowie sonstiger „Minderwertiger“ und „Abtrünniger“ lange Zeit oder bis zum Schluss stillschweigend hingenommen oder sogar zumeist befürwortet hatten. Ihnen ging es lediglich um eigene Interessen in einem zumeist konservativ ausgerichteten bürgerlichen Staatsgefüge und nicht um Menschenrechte und Ethik. Stauffenberg selbst ist das beste Beispiel dafür. Daher habe ich mich schon, seitdem ich mich in einer Jahresarbeit in der Schule (1962/1963) mit den Ursachen für die Entstehung des NS-Regimes beschäftigt habe, gegen die einseitige und unkritische Betrachtung des Stauffenberg-Attentats gewandt. Ich halte diese Feiern daher für verlogen, weil sie allen jenen nicht gerecht werden, die aus anderen und sehr viel mehr ethischen Prinzipien Widerstand geleistet und ihr Leben gelassen haben. Entsprechendes gilt auch für die medialen Darstellungen (Film, Fernsehen usw.). Die Frage des persönlichen Mutes, den zuletzt auch Stauffenberg und andere seiner Mitstreiter bewiesen haben, darf diese historische Realität nicht verschleiern. N. Cobabus

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | Leserbrief: Kulturanthropologe N. Cobabus, autorisiert

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Written by medienwatch & metainfo

Juli 22, 2009 um 15:37

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