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Spiegeln in der Kommunikation (gfok)

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Negativdialektische Differenz der Aufklärung

Adorno existiert literarisch und virtuell, vereinzelt – einsam im medialen „Gaga-Zitate-Dschungel”, als historisches Phänomen [auch ´negativ] dialektischer´ Intervention weiter. Hier auf dieser Seite einige seltene diskursive Beispiele, der Durchdringung von Kunst und Wissenschaft, gegenwärtiger Diskurse aus nächster Nähe von Ersehenem, Erdachtem und Erfühltem aus transformierter Erkenntnis gespeistem…

Durch die „erlesene Haltung“, durch Befragung von Ausstellungen als subversiver Spiegel der Gesellschaft und „ihrer“ Kultur, durch Besprechung – unter Nutzbarmachung des parallel einfliessenden diskursiv-kritischen Geistes anderer Denker und Forscher erweiterter Wahrnehmung, befähigter Menschen, durch subtile Sichtung und Drurchdringung des Gegenstands – des Materials in Kunst und Gesellschaft. Die Gesellschaft, dass System als gestaltbares Material … Die Situation und das Leben, Masse und Kollektiv, der Einzelne und das „aufgelöste Gemeinwesen“, zum System der Beliebigkeiten generiert gilt die Aufmerksamkeit Betrachtung als analytische und intuitive Operation.

Es ist kein unmittelbarer Adorno-Rekurs, da sind maßgeblich seine Texte zu lesen. Seine vielschichtige Erkenntnistheorie wird leider nicht immanent mitreflektiert und transformiert, – als substanzielle Grundlage dialektischer Betrachtung und Intuition auf Gesellschaft gedacht, eingesetzt. Das universelle Erkenntnisgut Adornos lebt nur dann – wenn sein unbestechlich sezierender Geist und „siebtes Auge“ lebendig vermittelt eingelesen wird: In der Gegenwart zu verankern im Sinne Schillers. „Bildung allein ist es nicht“ (Jean-Jacques Rousseau). Da muss schon „tiefer gelesen“ werden. „Andere Wahrnehmer“ und „offene Köpfe“ -oder die es werden sollten, mögen unter Berücksichtigung seiner Erkenntnisweite, ihre Wahrnehmung schulen und befragen können – damit Sprache und Impetus überhaupt weiter aufklärend wirken kann… – „ES“ sollte eben nicht in elitären Zirkeln hängen bleiben und durch „geistige Verknappungsgrenzen“ des «Bachelor & Master», in Folge eliminiert… Es gibt eben „kein richtiges Leben im Falschen“ – es ist eine kurze radikalerkenntnisreiche Setzung, die ihre Wirkung nicht verfehlen sollte. Erste Zweifel an den Vorgaben und Vorlagen sind ein Anfang zur Änderung, beim „Üben“ in doppelter Entfremdung absurd gespiegelter Wirklichkeit… Jörg Stange
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Kleine Auswahl gesammelter Texte von Gunnar F. Gerlach mit Verweisen + Zitaten von Adorno: Zum 40. Todestag von Theodor W. Adorno
https://medienwatch.wordpress.com/texte-diskurse-gunnar-f-gerlach/

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Fotos+Bildbearbeitung: jst

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(..) Adorno selbst beschreibt negative Dialektik wie folgt: „Es handelt sich um den Entwurf einer Philosophie, die nicht den Begriff der Identität von Sein und Denken voraussetzt und auch nicht in ihm terminiert, sondern die gerade das Gegenteil, also das Auseinanderweisen von Begriff und Sache, von Subjekt und Objekt, und ihre Unversöhntheit, artikulieren will.“[2]

Unter dem „Auseinanderweisen von Begriff und Sache“ ist dabei zu verstehen, dass die Identifikation (Gleichsetzung, wörtlich: Gleichmachung) einer Sache mit einem Begriff darauf beruht, dass die Gemeinsamkeiten verschiedener Sachen als deren Wesen begriffen werden, und die Identifikation damit etwas von der Identität abschneidet. Abstrahieren die Menschen in Begriffen, so üben sie auf die Dinge einen Zwang aus, der aus dieser Nichtidentität von Sache und Begriff resultiert. Adorno beschreibt mit der Negativen Dialektik eine philosophische Kritik an dieser Art identifizierenden Denkens. Er versteht dabei die Methode, die nach der Differenz von Begriff und Sache fragt, auch als sozialkritische Methode, da seiner Meinung nach die Begriffe auf gesellschaftlichen Maßstäben beruhen, und damit Teil eines totalen Verblendungszusammenhangs sind (vergleiche den Artikel kritische Theorie). An der hegelschen Dialektik kritisiert Adorno, dass Bejahung (Affirmation) nicht aus der Verneinung der Verneinung (aus der Negation der Negation) zu erhalten sei: da die Bezeichnung des Nichtidentischen wiederum ein Begriff ist, kann das Nichtidentische selbst nicht vollständig erfasst werden; der aus der Nichtidentität resultierende Widerspruch kann daher nicht auf einer höheren Ebene, synthetisch aufgelöst werden, sondern verkörpert – gemäß Adorno – absolute, unversöhnliche Gegensätze, die durch das begriffliche Denken hervorgerufen würden. Die Unvollständigkeit (die Nichtidentität) des Begriffs des „Nichtidentischen“ macht die kritische Selbstreflexion des dialektischen Denkers notwendig. Insbesondere vor der absoluten Negativität warnt Adorno, da diese als Bejahung der Verneinung selbst Positives sei, und damit die Negation widerriefe (..)
http://de.wikipedia.org/wiki/Negative_Dialektik

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Spiegeln in der Kommunikation – symmetrisch und antisymmetrisch

Diese in der Geometrie geläufige Unterscheidung (siehe dazu Hargittai Istvàn und Magdolna) erweist sich auch in der Psychologie als wertvoll. In einer symmetrischen Spiegelung werden Form und Inhalt identisch gespiegelt: ein weißer Schwan spiegelt sich weiß im Wasser. In einer antisymmetrischen Spiegelung wird die Form identisch gespiegelt, während ihr Inhalt in das Gegenteil verkehrt wird. Ein weißer Schwan erschiene in der Spiegelung schwarz, weshalb man auch von einer Spiegelung von Gegensätzen spricht. Fotonegative sind Beispiele für natürliche antisymmetrische Spiegelungen.

Carl Rogers Methode baut auf symmetrischen Spiegelungen sowie das Spiegeln von Gestik und Mimik im Sinne von Heinz Kohut. Frank Farrelly, ein direkter Schüler von Carl Rogers, hat aus dessen Ansatz die Provokative Therapie entwickelt, deren Instrumentarium aus vielen antisymmetrischen Spiegelungen besteht.

Beispiel: Große Passivität kann zur Folge haben, dass ein Mensch viele Chancen verpasst und sich über Verlust an Qualität in seinem Leben beklagt. Eine typische Antwort von Farrelly hebt an dieser Stelle gegensätzliche Folgen hervor: so spricht er gerne anerkennend von Gewinnen, die andere auf Kosten dieser Person haben.

Man provoziert einen Menschen damit nur dann effektvoll zu vermehrter Aktivität, wenn man ihm wohlgesinnt, mit Einfühlung, Herz und Humor begegnet. Gekonnte Anwendung antisymmetrischen Spiegelns erweitert die Möglichkeiten der Kommunikation erheblich, ist jedoch noch kaum erforscht und nirgends Gegenstand von Schulung. [::]

 

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ARD Sportschau transportiert über Kinder „nationalistische Kakophonie“ zur Fussball WM

https://medienwatch.wordpress.com/2010/06/16/sportschau-transportiert-uber-kinder-nationalistische-kakophonie-zur-fussball-wm/

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Meta Transport(e) GfoK »Vorsicht Kunst!« Gleichschaltung + Widerstand

https://medienwatch.wordpress.com/transportformen-gfok-objekte-etc/?preview=true&preview_id=15034&preview_nonce=50492c33a7

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doppelschwan-kontrollverlust-gfok-stange-gerlach-gfok2011

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Die Welt: Staaten im Würgegriff von Finanzmafia und Politik

https://medienwatch.wordpress.com/2011/06/02/die-welt-staaten-im-wurgegriff-von-finanzmafia-und-politik/

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medienwatch.wordpress.com | Fotos: Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach GfoK Kunstarchiv

Written by medienwatch & metainfo

April 25, 2011 um 17:20

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