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Namenspatent(e) = »Par(a)fume« O-Wei(h)rauch

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Foto: (+T-Collage): Jörg Stange, »O-Wei(h)rauch 09«
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Namenspatent(e) = »Par(a)fume«

Zutreffend ist die Markenstelle davon ausgegangen, dass die angesprochenen inländischen Verkehrkreise die angemeldete, überwiegend deutsche Wortfolge „Parfum Art eröffnet für Sie die Welt des Luxus“ nächstliegend und ohne weitere Überlegungen in der Bedeutung „Parfümkunst öffnet für Sie die Welt des Luxus“ verstehen werden. Dass in der Wortfolge der französischsprachige Ausdruck „Parfum Art“ steht, verleiht der Marke keine Unterscheidungskraft. „Parfum“ ist die auch in der deutschen Sprache gebräuchliche französische Wortform für „Parfüm“. Auch das ebenfalls in der französischen Sprache und im Englischen mit der Bedeutung „Kunst“ vorkommende Wort „Art“ ist in die deutsche Sprache eingegangen und kommt als Bestandteil von zusammengesetzten Begriffen wie „Art nouveau, Art deco, Art brut“ usw. vor (Duden, Das Fremdwörterbuch, 8. Aufl.). Soweit der Verkehr sich überhaupt Gedanken über eine eventuelle Sprachüblichkeit der Zusammensetzung macht, wird er darin jedenfalls keine auf die betriebliche Herkunft der Waren hinweisende unübliche Sprachform sehen, sondern lediglich eine in der Werbung häufig anzutreffende Verbindung sachbezogener Wörter zu einer ebenfalls sachbezogenen Wortverbindung, wobei zu berücksichtigen ist, dass Werbehinweise sehr häufig nicht sprachregelgerecht gebildet sind. Ferner ergibt sich keine, die Unterscheidungskraft der Anmeldemarke möglicherweise begründende Mehrdeutigkeit daraus, dass das Wort „Art“ in der deutschen Sprache i. S. v. „Eigenart, Wesen, Verhaltensweise, Weise“ eine andere Bedeutung als im Englischen hat. In Verbindung mit dem Sinngehalt des Wortes „Parfum“ und im Kontext mit dem übrigen Teil der Wortfolge tritt die Bedeutung des Wortes „art“ i. S. v. „Kunst“ in den Vordergrund. Ein solches Verständnis ist für die angesprochenen Verbraucher auch deshalb nahe gelegt, weil das Wort „Parfumkunst“ häufig in Werbe-Slogans eingesetzt wird (vgl. die übersandten Rechercheergebnisse, insbesondere die Webseiten GALERIES Lafayette; Parfumkunst – Kosmetik-Shop; Bvlgari, Jean Louis Scherrer; FRAGRANCE FOUNDATION Deutschland e.V. usw.), wobei dieser Begriff insbesondere in Verbindung mit Luxus und luxuriösem Leben vorkommt. Zu berücksichtigen ist auch, dass das Wort „Art“ in der Werbung häufig verwendet wird, um Produkte oder Dienste in werblich überhöhter Form als Kunst anzupreisen, was ebenfalls für ein Verständnis der Wortkombination „Parfum Art“ in diesem Sinn spricht (vgl. BPatG 24 W (pat) 300/03 „Parfum Art opens for you the world of luxury“).

Auszug Patenregister:

[PDF]
BUNDESPATENTGERICHT
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
sprache eingegangen, so dass das Publikum „Parfum Art“ ohne weiteres in der. Bedeutung „Parfüm-Kunst“ verstehe. Die angesprochenen Verbraucher würden …
www.jusline.de/pdf/de/entscheidungen/24_W__pat__7304_.pdf

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Ein Parfüm oder Parfum (franz.: parfum = Duft; aus lat.: per = durch und lat.: fumum = Rauch, Dampf; aus der Anwendung von Räucherstoffen abgeleitet) ist ein meist flüssiges Gemisch aus Alkohol und Riechstoffen und dient der Erzeugung angenehmer Gerüche. Parfüms werden vor allem für folgende Zwecke eingesetzt: => [::] <=

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Abb. 3: Illustration der Metamorphose des Lycaon (16,8 x 25,0 cm); Bibliothèque Nationale, Paris(25)

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Ästhetik, Technik, Medium

Intertextuelle Auto(r)-Tötung und Wiederbelebung

http://www.inst.at/trans/16Nr/02_1/kreuzer16.htm#_ftnref27

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HEISSE HASEN IM FOND
Im Parfüm „Malabah“ setzen mediterrane Zitrusfrüchte erste frisch-würzige Signale. Eine Mischung aus exotischen Hölzern schenkt dauerhafte, sanfte Wärme im Fond. Eine blumig-fantasievolle Facette ließ der Parfümeur aus dem Zusammenklang von Magnolie, Geißblatt und Seerose entstehen. Allgegenwärtig ist die Iris mit elegantem, pudrigem Duft, Vanille und Ambra. Insgesamt verbreitet der Duft um seine Trägerin eine winterlich-exotische Atmos-phäre, man denkt an kalte Abende vor dem Kaminfeuer, begleitet von reichhaltigen Gerichten wie Hasenfilet mit Muskattrauben.

http://www.stern.de/lifestyle/mode/:Parf%FCm-Welches-Tr%F6pfchen-/529801.html?eid=503767&s=7

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Körperliche Schwerstarbeit

Roger M. Fiedler schreibt in bester Raymond-Chandler-Manier
Von GUNNAR F. GERLACH

Die Würfel sind gefallen. „Kannst Du mir das erklären?“ fragt die bildschöne Auftraggeberin Nomi den vermeintlichen Privatdetektiv Igor Gorski – und meint damit nicht die wunderbaren, Szene-Slang karikierenden Überschriften der einzelnen Kapitel von Roger M. Fiedlers Krimi „Eisenschicht“.

PKK, Türken und Kurden, islamische Realität und Intrigen am Arbeitsplatz stehen im Zentrum abenteuerlicher Untersuchungen eines Todesfalles auf dem Werksgelände einer Chemiefirma in der Nähe von München. Was ist geschehen?

Ein kurdischer Arbeiter, der sich als politisierter, studentischer Jobber erweist, wurde von einer halben Tonne Eisen erschlagen. Kein schöner Anblick. Der fahle Geruch von Säure, Eisen und Sulfat löst neben blankem Entsetzen Übelkeit bei den Polizeibeamten und der Freundin des Toten aus. Gorski, ein deutsch-russischer Taugenichts im besten Eichendorffschen Sinne, ist allerdings – wie in jedem guten, sich von Chandlers Realismus herleitenden Krimi – eher von der jungen Auftraggeberin Nomi Kitt beeindruckt: „Diese hier war Mitte Zwanzig, hatte lange, dunkle Haare, ägyptische Augen, eine satte Hautfarbe, Modellfigur und bayerische Gesundheit. Ich hätte notfalls meine alte Vespa weltraumtauglich gemacht, um sie vom Mars wieder zurückzuholen.“

Die junge Frau glaubt nicht an einen Unfall ihres Freundes Aslim Selmann, sondern an eine politische Verschwörung, verwirrende Widerstandskämpfe und politische Intrigen auf dem Werksgelände. Gorski glaubt weniger an den Fall als an die Liebe, die wie zufällig mit Schmetterlingsflügeln in sein Büro geschwebt ist, und übernimmt den Auftrag, der ihn statt ins Nachtleben auf die Nachtschicht führt.

Die verdeckten Ermittlungen auf der „Eisenschicht“ dieses mit gelungenem Humor und bissiger Ironie gespickten Kriminalromans beginnen. In der Multi-Kulti-Arbeitertruppe liegt vermutlich der Schlüssel zu diesem rätselhaften Tod, den die Polizei als Unfall deklarierte und merkwürdigerweise schnell zu den Akten gelegt hatte.

Gorski begegnet bei dieser körperlichen Schwerstarbeit ein Geflecht von Erpressungen, Familiengeheimnissen und nationalen Eigenheiten. Die Eisenschicht-Machos schweigen, Polizeibeamte folgen höheren Anweisungen, ein kleines, rotes Regierungsauto taucht auffällig oft in der Umgebung Gorskis und seiner Auftraggeberin auf. Rauschgift-Verwicklungen und Mordanschläge auf die untersuchenden Personen ornamentieren das Geschehen. Aber Gorki macht das alles nichts aus. Er ist schließlich verliebt . . .

„Eisenschicht“ zeigt den 1961 in Castrop-Rauxel geborenen Autor Roger M. Fiedler auch in seinem zweiten Krimi von der besten, unterhaltsamsten und intelligenten Seite. Das Buch ist im kalten Winter eine durchlesene Nachtschicht wert, erwärmt den Leser für den Helden und macht Hunger auf mehr. Roger M. Fiedler: Eisenschicht. Rotbuch Verlag. 180 Seiten.

erschienen am 19.12.1998 | Stichwort(e): »Aus der Eisenzeit« Par(a)fum(e) Krieg Futuristen Parfum Benjamin

http://www.abendblatt.de/extra/service/944949.html?url=/ha/1998/xml/19981219xml/habxml981012_17074.xml

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Patrick Süskind – Das Parfum

Roman. Diogenes 1985
[Stern] [Stern] [Stern] [Stern] [Stern]
Jean-Baptiste Grenouille kommt 1738 am Fischmarkt in Paris zur Welt. Wie schon bei 4 Kindern zuvor nabelt die Mutter ab, legt das Kind, das sie ohnehin für eine Totgeburt hält, zu den Fischabfällen. Doch diesmal, aufgrund der Hitze, des Gestanks, oder was auch immer, wird sie ohnmächtig. Und die Totgeburt entpuppt sich als erstaunlich lebenskräftig – während die Mutter hingerichtet wird, versorgt ihn eine Amme:
http://www.die-leselust.de/buch/suesk001.htm

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Foto: (T+Collage): Jörg Stange, »O-Wei(h)rauch 09«, Gunnar F. Gerlach GFOK-Kunstarchiv

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medienwatch.wordpress.com

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Written by medienwatch & metainfo

Februar 20, 2009 um 12:18

2 Antworten

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