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Metropolitanräume – eine Strategie auf dem Weg zur «Weltregierung»

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berlin-weltfrage-gfok-02-333-09-700«Berlin-Bildungsreise 09» Foto: Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach GfoK Kunstarchiv

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Bertelsmann

Metropolitanräume – eine Strategie auf dem Weg zur «Weltregierung»

von Pierre Hillard, Paris*
Städte und kommunale Gebietskörperschaften sind für die Strategie der Globalisierer von zentraler Bedeutung. Um das Ziel einer Weltregierung zu erreichen, planen sie auf allen Ebenen die Nationalstaaten zu zersetzen, indem sie vordergründig die Gemeinden zu stärken vorgeben. Eine grossflächige, feine Vernetzung erlaubt dann das Einrichten von neuen Strukturen auf der untersten Ebene (lokal), die in regionalen politischen Organismen weitergeführt werden, dann in kontinentalen, um schliesslich in einer einzigen «Schleuse» zu enden, der Weltregierung (globale Ebene). Dieser Aufbau hat zum Ziel, die politische Macht der Staaten zu umgehen. Das ist das Ziel der Institution «United Cities and Local Governments» (UCLG).
Die UCLG ist aus dem Zusammenschluss von drei Globalisierungs-Institutionen entstanden, die sich alle mit den Problemen der Kommunen beschäftigen: Internationale Union der kommunalen Behörden (engl. Abkürzung IULA), Weltverband der vereinten Städte (engl. Abkürzung FCMU) und Metropolis. Die IULA ist die älteste der globalen Organisationen zum Thema kommunale Behörden, da ihre Gründung bereits 1913 stattfand. Die Aufgabe der IULA ist die Stärkung der kommunalen Institutionen und die Repräsentation der kommunalen Verwaltungen in den Bereichen des Städtebaus. Die 1957 gegründete FCMU vereinigt mehr als 1400 Städte in mehr als 80 Ländern, um themenspezifische Netzwerke aufzubauen und Kooperationsprogramme zu Themen wie Umwelt, urbane Verwaltung oder auch Unterstützung internationaler Aktionen durchzuführen. Metropolis wurde 1985 gegründet und fasst weltweit über 100 Grossstädte mit mehr als einer Million Einwohnern zusammen. Diese Vereinigung widmet sich den spezifischen Problemen von grossen Metropolitanräumen.

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Kommunale «Selbstverwaltung» an Brüssels Leine

Obwohl jede dieser drei Vereinigungen weiterhin existiert, ist aus ihrem Zusammenschluss 2004 in Paris die UCLG entstanden, die ihren Sitz in Barcelona hat. Diese weltweite Organisation wird von Bertrand Delanoë, dem Bürgermeister von Paris, präsidiert und hat eine Vielzahl von Sektionen. Im Fall Europas hat sie einen pyramidenförmigen Aufbau, der sich auf die vom deutschen Berichterstatter Galette verfasste Europäische Charta der kommunalen Selbstverwaltung von 1981 abstützt. Diese Charta ist vom deutschen politischen System beeinflusst. So erhält jedes europäische Land ein eigenes Institut für kommunale Angelegenheiten, das sich mehr und mehr mit den supranationalen Brüsseler Instanzen abspricht und immer weniger mit den nationalen Behörden. Wir können namentlich die Beispiele von Frankreich (AFCCRE: Association française du Conseil des communes et régions d’Europe) und der Schweiz (SVRGRE: Schweizerische Vereinigung für den Rat der Gemeinden und Regionen Europas) erwähnen. Dachverband dieser verschiedenen Landesvereinigungen ist der Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE gegründet 1951), der 2009 vom Wiener Bürgermeister Michael Häupl präsidiert wird. In den 1990er Jahren hiess der Präsident Valéry Giscard d’Estaing, der Vater des EU-Verfassungsvertrags, der 2005 von den Stimmbürgern Frankreichs und der Niederlande abgelehnt und deshalb durch den Lissabonner Vertrag ersetzt wurde.

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Unter dem Diktat der Weltzentrale

Der RGRE ist nur eine der Sektionen des UCLG. Entsprechende Sektionen finden sich auf allen Kontinenten. Diese weltweite Vereinigung besteht in der Tat aus sieben regionalen Sektionen: RGRE (Sitz in Brüssel), Afrika (ohne offiziellen Sitz), Asiatische Pazifikregion (Sitz in Jakarta), Eurasien (Sitz in Kazan), Lateinamerika (Sitz in Quito), Mittlerer Osten und Westasien (Sitz in Istanbul) und Nordamerika (Sitz in Washington). Damit dieses ganze Gebilde sich gleichmässig entwickelt, wurde eine Weltcharta der kommunalen Selbstverwaltung (www.rgre.de/schlagzeilen/resolutionen/­weltcharta/entwurf.htm) ausgearbeitet. Von der entsprechenden Europäischen Charta ausgehend, wurde dieses Dokument, das die Aufgabe hat, alle kommunalen Gebietskörperschaften der Welt zu bevormunden, von einer Arbeitsgruppe unter der Leitung von Heinrich Hoffschulte im Rahmen der Uno, ausgearbeitet. Das faule Zusammenspiel zwischen den europäischen und Uno-Instanzen zeigt sich auch dadurch, dass Heinrich Hoffschulte in den 90er Jahren unter der Präsidentschaft von Valéry Giscard d’Estaing ­Vizepräsident des RGRE war.
Wir haben versucht, das «Skelett» der kommunalen Governance von der untersten zur obersten Ebene darzulegen. Regelrechte gemeinsame Verhaltensmassregeln müssen die Gesamtheit dieser riesigen Struktur, zum Nachteil der Staaten, deren Existenz nicht mehr benötigt wird, regeln. Diese ganze Organisation begleitet die aktuellen politisch-­finanziellen Umwälzungen mit dem Ziel, eine Weltregierung einzurichten, mit einem einheitlichen Währungs-, Banken-, Gesetzessystem usw. Der 1932 erschienene Roman «Schöne neue Welt» von Aldous Huxley ist auf dem besten Weg, Realität zu werden. •

*   Pierre Hillard ist Professor für internationale Beziehungen an der Pariser Wirtschaftshochschule ESCE und Autor des Buches «La Fondation Bertelsmann et la Gouvernance mondiale» [Die Bertelsmann-Stiftung und die Weltregierung], erschienen 2009 im Verlag F. X. de Guibert.
(Übersetzung Zeit-Fragen)
Kommunale «Selbstverwaltung» an Brüssels Leine:

http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2009/nr34-vom-2482009/metropolitanraeume-eine-strategie-auf-dem-weg-zur-weltregierung/

bertelsmann

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Auteur : Pierre HILLARD
Éditeur : François-Xavier de Guisbert
Langue : Français
Format : Broché – 160 pages
ISBN : 978-2-755403-35-0
Dimensions (en cm) : 14 x 21
http://www.voltairenet.org/librairie/product_info.php?products_id=89&language=fr

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La Fondation Bertelsmann au service d’un marché transatlantique et d’une gouvernance mondiale

par Pierre Hillard*
Étroitement liée à l’OTAN, pour laquelle elle organise chaque année la Conférence sur la sécurité de Munich, la Fondation Bertelsmann a placé un géant des médias au service des ambitions allemandes au sein de l’Empire transatlantique en construction. Universitaire spécialiste des relations internationales, Pierre Hillard vient de consacrer un livre à la plus puissante fondation européenne, dont nous en publions un extrait.
http://www.voltairenet.org/article160130.html#article160130

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Kriege und Staaten

Die neue Weltunordnung

Hatte Huntington recht? Die Studie der Bertelsmann-Stiftung über kulturelle Konflikte greift zu kurz. Ein Bericht von Sicherheitsexperte Herfried Münkler:
http://www.tagesspiegel.de/kultur/Krieg-Staatswesen;art772,2902364

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Tod eines Verlegers | 06.10.2009 14:35 | Thomas Schuler

Von Reinhard Mohn lernen?

Das Vermächtnis des Gründers der Bertelsmann-Stiftung: Wie man Verantwortung delegiert. Thomas Schuler über die eigenartige Bescheidenheit eines Verlegers

Als Reinhard Mohn im Jahr 2000 mit den vier Mitgliedern der von Bertelsmann finanzierten, so genannten Unabhängigen Historiker-Kommission, zusammentraf, um die Vorwürfe zur Unternehmensgeschichte im Dritten Reich zu klären, sagte der Historiker Norbert Frei, gerade ein Kommunikationsunternehmen sollte ein historisches Gedächtnis haben. Mohn antwortete: „Ich werde natürlich von allen Seiten gefragt, wann und wer meine Biografie schreibt. Und ich habe gesagt: Die wird nicht geschrieben.“ Seite 1 von 2 =

http://www.freitag.de/kultur/0940-reinhard-mohn-stiftung-bertelsmann-tod-nachruf

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weiterführender Link = gesammelte Bertelsmann-Beiträge:

https://medienwatch.wordpress.com/?s=Bertelsmann

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Bertelsmannstiftung liefert die Vorlagen für Privatisierung + weltweite Militäreinsätze der EU etc.

https://medienwatch.wordpress.com/2009/05/24/bertelsmannstiftung-liefert-die-vorlagen-fur-weltweite-militareinsatze-der-eu/.

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metainfo

Bertelsmann-Patriarch Reinhard Mohn

«Der Tod eines Wirtschaftsweisen»

Von Klaus Boldt | 04.10.2009
Jahrhundertunternehmer, Managementphilosoph, bedeutender Stifter – mit Reinhard Mohn verliert Deutschland eine der herausragendsten Persönlichkeiten der Nachkriegszeit. Der Verlust, den sein Tod für Bertelsmann darstellt, läßt sich nicht ermessen. Porträt eines Mannes, der sich unersetzlich gemacht hat:


http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,653103,00.html

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Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) kommentierte das Ergebnis einer unabhängigen Historiker US Kommission zur Untersuchung der Rolle Bertelsmann im „Dritten Reich“ Anfang 2000 in der Überschrift: „Hitlers bester Lieferant“ | „Wir funken für Franco“ etc.

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Der „Spiegel“ täuscht erneut die Öffentlichkeit zu Gunsten des Bertelsmann Verlag:

„Reinhard Mohn wurde am 29. Juni 1921 in Gütersloh geboren, als Ur- Ur-Enkel des Verlagsgründers Carl Bertelsmann. Aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft heimgekehrt, übernahm er 1947 ein marodes Unternehmen. Ein Bombenangriff hatte die Druckerei zerstört, die Nazis schlossen 1944 den Verlag aus politischen Gründen“

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,653092,00.html

In Wirklichkeit wurde die Druckerei nicht aus politischen sondern wegen illegaler Materialbeschaffung von den Nazis gechlossen. Die Mär des Widerstandsverlags, im Dritten Reich wurde durch eine US-Kommission erst im Jahr 2000 aufgedeckt. Der Verlag wurde überführt die Allierten in der Nachkriegszeit und die Weltöffentlichkeit jahrzehntelang getäuscht zu haben. Bertelsmann hält indirekt über Gruner & Jahr rund 25% am Spiegel Verlag. (jst) medienwatch

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Bertelsmann-Gründer gestorben

Abschied von einem Scheinlinken

VON STEFFEN GRIMBERG

(…) Wobei man sich als ein der Bekennenden Kirche nahestehender Verlag präsentierte, der 1944 sogar noch von den Nazis geschlossen worden war. Dass Bertelsmann neben durchaus christlicher Literatur in deutlichen größeren Mengen Wehrmachtssonderausgaben von kriegsverherrlichenden Büchern mit gutem Gewinn absetzte, geriet dagegen lange Zeit aus dem Blick. Genauso wie die Tatsache, dass das Unternehmen nicht etwa wegen Unterstützung des Widerstands, sondern wegen ganz banaler Schiebereien mit dem gegen Kriegsende immer knapper werdenden Rohstoff Papier mit den staatlichen Behörden aneinandergeriet. Aufgeflogen war das alles erst Ende der 1990er-Jahre, doch Mohn reagierte klug: Eine renommiert besetzte Historikerkommission stellte 2002 zwei Wälzer vor, die die Bertelsmann-Geschichte ohne Beschönigung aufarbeiteten:

http://www.taz.de/1/leben/koepfe/artikel/1/der-patriarch-aus-guetersloh/.

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Bertelsmann-Nazi-Verlag lügt weiter

Wiebke Priehn | 04.10.2009 23:08 Themen: Medien
Anlässlich des Todes des Bertelsmann-Eigentümers und Multimilliardärs Reinhard Mohn erneuern Medien des größten Medienkonzerns Europas, Bertelsmann, die lügenhafte Behauptung, der Bertelsmann Verlag sei wegen Widerstands gegen die Nazis geschlossen worden:

http://de.indymedia.org/2009/10/262644.shtml

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Ist die Bertelsmann Stiftung gemeinnützig? Bertelsmann steht für Privatisierung + mehr

https://medienwatch.wordpress.com/ist-die-bertelsmann-stiftung-gemeinnutzig-bertelsmann-steht-fur-privatisierung-etc/

….
Michail Bakunin

Das unfassbare Individuum

[…]
Der Mensch hat sich befreit, er hat sich von der tierischen Natur getrennt und sich als Mensch gebildet; er begann seine Geschichte und seine eigentlich menschliche Entwicklung mit einem Akt des Ungehorsams und der Erkenntnis, das heißt mit der E m p ö r u n g und dem D e n k e n .
Drei Elemente oder drei Grundprinzipien bilden die wesentlichen Bedingungen aller gemeinschaftlichen und persönlichen menschlichen Entwicklung in der Geschichte:

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1. die m e n s c h l i c h e Animalität;
2. das D e n k e n ;
3. die E m p ö r u n g .

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Dem ersten entspricht die s o z i a l e und p r i v a t e Wirtschaft, dem zweiten die W i ss e n s c h a f t , dem dritten die F r e i h e i t ….
Die allgemeine Idee ist immer eine Abstraktion und schon dadurch in gewissen Grade eine Verneinung des wirklichen Lebens. Ich stellte … als Eigenschaft des menschlichen Gedankens und folglich auch der Wissenschaft fest, dass sie von den wirklichen Tatsachen nur ihren allgemeinen Sinn, ihre allgemeinen Sinn, ihre allgemeinen Beziehungen, ihre allgemeinen Gesetze erfassen und benennen kann, mit einem Wort das in ihren beständigen Verwandlungen Bleibende, wie ihre materielle, individuelle Seite, die sozusagen von Wirklichkeit und Leben vibriert, aber gerade dadurch flüchtig und unfassbar ist. Die Wissenschaft versteht den Gedanken der Wirklichkeit, nicht die Wirklichkeit selbst, den Gedanken des Lebens, nicht das Leben. Hier liegt ihre Grenze, die einzige für sie wirklich unüberschreitbare Grenze, die eben in der Natur des menschlichen Gedankens selbst, des einzigen Organs der Wissenschaft, begründet ist.
Auf diese natürliche Beschaffenheit gründen sich die unbestreitbaren Rechte und die große Aufgabe der Wissenschaft, aber auch ihre tiefe Ohnmacht und selbst ihre schädliche Wirkung, sobald sie durch ihre offiziellen patentierten Vertreter sich das Recht anmaßt, das Leben zu beherrschen. Die Aufgabe der Wissenschaft ist folgende: Durch Feststellung der allgemeinen Beziehungen der vorübergehenden und wirklichen Dinge, durch Erkennen der Entwicklung der Erscheinungen der physischen und sozialen Welt eigenen allgemeinen Gesetze stellt sie sozusagen unveränderliche Markzeichen des Vormarsches der Menschheit auf, indem sie den Menschen die allgemeinen Bedingungen zeigt, deren strenge Beobachtung notwendig und deren Unkenntnis oder Vergessen verhängnisvoll sind. Mit einem Wort, die Wissenschaft ist der Kompass des Lebens, aber ist nicht das Leben. Sie ist unabänderlich, unpersönlich, allgemein, abstrakt, gefühllos, wie die Gesetze, deren ideale, gedachte, das heißt im Gehirn existierende Wiedergabe sie ist – im Gehirn, um uns zu erinnern, dass die Wissenschaft selbst nur ein materielles Produkt eines materielles Produkt eines materiellen Organs des materiellen Organismus des Menschen, des G e h i r n s ist. Das Leben ist ganz flüchtig und vorübergehend, aber auch ganz vibrierend von Wirklichkeit und Individualität, Gefühl, Leiden, Freuden, Streben, Bedürfnissen und Leidenschaften. Das Leben allein schafft freiwillig die Dinge und alle wirklichen Wesen. Die Wissenschaft schafft nichts, sie konstatiert und erkennt nur die Schöpfungen des Lebens. Und jedes Mal, wenn die Männer der Wissenschaft, ihre abstrakte Welt verlassend, sich in die lebende Schöpfung in der wirklichen Welt hineinmischen, ist alles, was sie vorschlagen oder schaffen, arm, lächerlich, abstrakt, ohne Blut und Leben, totgeboren, dem von Wagner, dem pedantischen Schüler des unsterblichen Doktor Faust, geschaffenen Homunkulus gleich. Daraus ergibt sich, dass die einzige Aufgabe der Wissenschaft die ist, das Leben zu erhellen, nicht, es zu leiten.
Eine Herrschaft der Wissenschaft und der Männer der Wissenschaft, selbst wenn sie sich Positivisten, Schüler August Comtes, nennen oder selbst Schüler der doktrinären Schule des deutschen Kommunismus, kann nur ohnmächtig, lächerlich, unmenschlich, grausam, unterdrückend, ausbeutend und verheerend sein. Man kann von den Männern der Wissenschaft als solchen sagen, was ich von den Theologen und Metaphysikern sagte: sie haben weder Gefühl noch Herz für persönliche, lebende Wesen. Man kann ihnen nicht einmal einen Vorwurf daraus machen, denn es ist die natürliche Folge ihres Berufes. Als Männer der Wissenschaft haben sie nur mit Allgemeinheiten zu tun und interessieren sich nur für solche.
Die Wissenschaft, welche nur mit dem zu tun hat, was auszudrücken und beständig ist, d. h. mit mehr oder weniger entwickelten und bestimmten Allgemeinheiten, muss sich hier besiegt erklären von dem Leben, das allein in Verbindung steht mit der lebendigen und empfindlichen, aber unfassbaren und unsagbaren Seite der Dinge. Das ist die wirkliche und man kann sagen die einzige Grenze der Wissenschaft, eine wirkliche unüberschreitbare Grenze. Ein Naturforscher, der selbst ein wirkliches und lebendes Wesen ist, seziert beispielsweise ein Kaninchen; dieses Kaninchen ist gleichfalls ein wirkliches Wesen und war wenigstens vor kaum einigen Stunden, eine lebende Individualität. Nachdem der Naturforscher es seziert hat, beschreibt er es: Nun, das Kaninchen, welches aus seiner Beschreibung hervorgeht, ist ein Kaninchen im a l l g e m e i n e n , das, jeder Individualität beraubt, allen Kaninchen gleicht und deshalb nie die Kraft zu existieren haben wird und ewig ein unbewegliches und nichtseiendes Wesen bleiben wird, nicht einmal körperlich, sondern eine Abstraktion, der festgehaltene Schatten eines lebendigen Wesens. Die Wissenschaft hat nur mit solchen Schatten zu tun. Die lebendige Wirklichkeit entschlüpft ihr und gibt sich und gibt sich nur dem Leben, das, weil es selbst flüchtig und vorübergehend ist, immer alles, was lebt, d. h. alles, was vergeht oder flieht, fassen kann und in der Tat fasst.
Das Beispiel des der Wissenschaft geopferten Kaninchens berührt uns wenig, weil wir uns gewöhnlich für das individuelle Leben der Kaninchen sehr wenig interessieren. Anders ist es mit dem individuellen Leben der Menschen, das die Wissenschaft und die Männer der Wissenschaft, welche gewöhnt sind, unter Abstraktionen zu leben, d. h. flüchtige und lebendige Wirklichkeiten ihren beständigen Schatten zu opfern, gleichfalls fähig wären, zu opfern oder wenigstens dem Nutzen ihrer abstrakten Allgemeinheiten unterzuordnen, wenn man sie nur machen ließe […] Bakunin Page 8
hier bitte weiterlesen.

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Interview mit Clemens Knobloch

„Das CHE-Ranking gehört abgeschafft“

Das CHE-Hochschulranking gerät angesichts des Ausstiegs von immer mehr Hochschulen, Fakultäten und Instituten in zunehmende Legitimationsschwierigkeiten. Studis Online sprach vor diesem Hintergrund mit Clemens Knobloch, Professor am Fachbereich 3 der Uni Siegen, der im vergangenen Jahr den Ausstieg aus dem Ranking beschlossen hat, über das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE), Hochschulrankings und die Bertelsmannstiftung:

http://www.studis-online.de/HoPo/Hintergrund/interview_knobloch.php

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medienwatch.de | medienwatch.wordpress.com | meta-info.de | «Bus-Bild: Welt-Ballon» | Berlin 2009 = Mit Bus vom Bundespresseamt durch Berlin. Auf Einladung von MDB Norman Paech | Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach GfoK Kunstarchiv

Written by medienwatch & metainfo

Oktober 18, 2009 um 14:05

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