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Medienrecherche: Politik | Wissenschaft | Kunstprojekte

Gentrifizierung: IKEA Container-Klotz im Herzen Altonas ?

with 2 comments

Fatih Akin, Filmemacher: „Ich weiß nicht, was Ikea in der Fußgängerzone verloren hat. Wahrscheinlich ziehe ich hier weg, wenn die herkommen.“

[…] Während die gegen Ikea gerichtete Initiative vom Bezirksamt mehrfach aufgefordert worden sei, eine „absolut neutrale Fragestellung“ für ihr Bürgerbegehren zu finden, hätten die Ikea-Befürworter eine „absolut tendenziöse Fragestellung“ abstimmen lassen, sagt Thiele weiter. Damit habe das Amt „seine Neutralitätspflicht verletzt“ […] VON MARCO CARINI

http://www.taz.de/1/nord/hamburg/artikel/1/der-elch-kommt-nach-altona/

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Feuerlöscher TV Eine Bürgeranhörung zum Plan „Ikea in Altona“ vom 16.09.2009 in Hamburg Altona

http://www.feuerloescher-tv.com/

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Impressionen von der „RECHT AUF STADT“ Party im Frappant am 28.11.2009. Mit O-Tönen und Bildern von der Pressekonferenz am 27.11.2009. Mit „Komm in die Gänge“, „not in our name- Marke Hamburg“, „Kein Ikea in Altona“ und Frappant e.V. Mit einem extra-Statement von Fatih Akin, Ausschnitt aus dem Konzert von Rocko Schamoni und Palminger u.v.m

all rights reserved©Musik von Zerstoerer – Hamburg 2009 © Video von Feuerloescher TV

http://www.youtube.com/watch?v=bzbyqz7hVBs

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.2. Teil des Mitschnitts der Pressekonferenz im Frappant am 27.11.2009
Mit dem Bündnis von “ Recht auf Stadt“
Gesamtlänge 20 Minuten

Recht auf Stadt – Frappant 27.11.2009.MPG
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hamburg demo recht auf stadt 13 06 2009
recht auf stadt für alle. demonstration gegen überhöhte mieten und vertreibung aus der innenstadt.
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Protestkultur

Von Kunden und Königen

Künstler haben Ikea in Moorfleet einen Besuch abgestattet. Die Protestaktion ist zu einem Lehrstück über Kunst, Marketing und die Arbeit des Konsums geraten. VON MAXIMILIAN PROBST

http://www.taz.de/regional/nord/hamburg/artikel/1/von-kunden-und-koenigen/

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HERZLICH WILLKOMMEN, ZUM 1. TAG DER OFFENEN ATELIERS IM FRAPPANT

Noch kein Advent und schon öffnet sich das erste Türchen: 130 Künstler empfangen Sie herzlich zum Tag der offenen Ateliers im Frappant!
Eine einmalige Gelegenheit, den „Kreativen“ bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen und das Innenleben des Frappantgebäudes mit Kaffee und Kuchen, Waffeln und Glühwein zu erkunden.
Los geht´s in der Blinzelbar, Große Bergstraße 168, 22767 Hamburg, von dort in die oberen Stockwerke.

Samstag, 7. November, von 11.00 bis 19.00 Uhr
Das Frappantteam wünscht viel Vergnügen auf der Entdeckungsreise durch ein Gebäude, das es hoffentlich noch länger geben wird.

http://www.frappant.org

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Kündigung des Nutzungsvertrages mit 130 Künstlern im Frappant zum 30.11.09.

Pressemitteilung des Frappantvereins vom 1.11.2009

Die bestehenden Nutzungsverträge für den Frappantverein werden nicht über den 30. November hinaus verlängert. Eine Verlängerung wird von Seiten des Eigentümers (Frappant Altona GmbH/Immotrading) nicht in Aussicht gestellt. Begründet wird die Kündigung mit den unzureichenden technischen Voraussetzungen für eine Beheizung der Räume und einer ungesicherten Wasserversorgung. In den vergangenen Jahren wurde das Gebäude unter denselben Bedingungen genutzt, die jetzt zur Begründung für die Kündigung genannt werden.
Wir haben uns darauf schon vorbereitet und u.a. TÜV-geprüfte Heizungssysteme angeschafft, für die der Haushaltsausschuß des Bezirkes-Altona eine Zuwendung bewilligte. Seit 7 Monaten zahlen wir eine Miete von 3,60 € pro Quadratmeter (ohne Heizung, bestehende Sanitäranlagen, teilweise ohne Wasser und Stromversorgung)
Das Gebäude würde ab dem 01. Dezember 2009 somit ein weiteres mal leer stehen. Dies, obwohl der aktuelle Investor Ikea nach eigenen Angaben zunehmende Bedenken einräumt, was eine Übernahme des Frappantgebäudes in Altona betrifft.
Warum wird der Ausgang der Bürgerbegehren zur Ikeaansiedlung an der Großen Bergstraße nicht abgewartet, der einen Bauentscheid vor Mitte 2010 nicht zuläßt ?
Warum wird behauptet, dass uns leerstehende Gebäude vom Bezirk Altona angeboten wurden, obwohl es keine Angebote an den Frappantverein gab (z.B. das Finanzamt in der Großen Bergstraße, es wurde dem Frappant e.V. nie angeboten) ?
Sollte es entgegen vorheriger Signalisierungen tatsächlich keine Verlängerung der Nutzung des Frappant-Gebäudes für den Verein Frappant e.V. geben, blieben den 130 Künstlern noch 4 Wochen, um neue Arbeitsräume zu finden.
Nicht zuletzt in Anbetracht des bevorstehenden Winters wäre dies eine äußerst prekäre Situation.
Wiederholt haben verschiedene Behörden der Stadt ihre Bereitschaft geäußert, den Künstlern bei der Suche nach dauerhaft nutzbaren Räumen hilfreich zur Seite zu stehen und konkrete Hilfestellung zu leisten.
Schneller als erwartet ist nun der Zeitpunkt gekommen, wo diesen Versprechen konkrete Maßnahmen folgen müssen.
Warum wird die Entwicklung eines alternativen Konzeptes für das Frappantgebäude, das die Anwohner mit einbezieht, nicht unterstützt ?

Frappant Vorstand

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Der IKEA-FRAPPANT WAHNSINN I. Teil

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http://www.youtube.com/watch?v=GmXFYxhwDlc

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Der IKEA-FRAPPANT WAHNSINN 2. Teil

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http://www.youtube.com/watch?v=sRxFQM-fPPk

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OFFENER BRIEF AN INGVAR KAMPRAD, UNTERNEHMENSGRÜNDER IKEA

Hej Ingvar,

ja, wir alle haben schon mal bei dir gekauft. In unseren Wohnungen stehen deine Bücherregale, deine Milchkaffeebecher, deine Kinderbetten. Du bist preiswert, das ist wahr, doch eine alte Volksweisheit lautet: Billig ist teuer. Das merken wir jetzt. Mitten in Altona, da wo wir wohnen, möchtest du eines deiner Möbelhäuser bauen. Ehrlich gesagt, das passt uns überhaupt nicht und wir wollen es verhindern. Nimm dir ein paar Minuten Zeit, damit wir dir erklären können, warum.

Zunächst mal ein Rat: Glaub unseren Politikern kein Wort! Diese Menschen haben eine gestörte Wahrnehmung von der Wirklichkeit in unserem Viertel. Sie halten das Frappant-Gebäude, das du für dein Möbelhaus abreißen möchtest, für einen „Schandfleck“. Das stimmt aber nicht. Im Frappant arbeiten über hundert Künstler, Theaterleute und Musiker. Wir haben dort in den letzten Jahre großartige Parties gefeiert und jede Menge spitzenmäßige Konzerte und Ausstellungen gesehen, mit kaum Geld und viel Einsatz aus dem Boden gestampft. Das ist unseren Politikern aber nicht nur herzlich egal, sie machen den angeblichen „Schandfleck“ auch noch dafür verantwortlich, dass die angrenzende Fußgängerzone „unattraktiv“ sei. Schon vor Jahren haben sie per Expertise feststellen lassen, dass es ihr an „Aufenthaltsqualität“ fehle, dass sie „unbelebt und ungastlich“ sei. Sie behaupten dort, dass unsere Flaniermeile „nicht mehr die Funktion eines Bezirkszentrums sowie eines wichtigen Zentrums für das öffentliche, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben einnimmt.“ Wie gesagt, Ingvar, glaub ihnen kein Wort! Setz dich an einem beliebigen Sommernachmittag ins Eiscafé Filippi oder vor Dat Backhus und du wirst mit eigenen Augen feststellen: Jede x-beliebige deutsche Kleinstadt würde sich die Finger lecken nach so viel Leben. Jede Menge Leute sind hier unterwegs, Normalos und Freaks mit und ohne Kopftuch, Punk und Alkis mit und ohne Hunden, Opis und Omis, Kinder und Jugendliche.

Tatsächlich meinen unsere Politiker auch garnicht „Leben“. Was sie meinen, steht in ihrer Expertise: „Der Funktionsverlust – insbesondere der Großen Bergstraße – manifestiert sich in einer anhaltend sinkenden Kaufkraftbindung.“ Klingt kompliziert, ist aber eine ganz einfache Logik: Es kann noch so viel auf der Straße los sein – wenn nicht genug verkauft wird, behaupten sie, es gäbe dort kein „Leben“. Lächerlich, nicht wahr? Aber so geht eben die Standortlogik neoliberaler Politik: Nur wo ordentlich abgemolken wird, ist es schön. Alles andere ist hässlich.

Deshalb sind unsere Politiker auch so begeistert von der Perspektive, dass dein Möbelhaus unserer Fußgängerzone eine „Belebung“ und „Aufwertung“ verpasst. Denn bei dir, Ingvar, wird abgemolken. Nach allen Regeln der Kunst. Darum täuschen sich auch die Boutiquen- und Kaffeehausbesitzer unsere Fußgängerzone, wenn sie glauben, deine Kunden würde ihre Geschäfte beleben. Warum sollten sie? Wenn sie dein Möbelhaus nach mehreren Stunden verlassen, haben sie einen dicken Schädel, einen leeren Geldbeutel, den Bauch voller Köttbulla, den Wagen voll mit Billy und Expedit, einen Ehestreit hinter sich und plärrende Kinder an der Hand. Danach noch auf der Großen Bergstraße flanieren? Du weißt es besser, Ingvar! Schließlich hast du dein Möbelhaus nach dem Prinzip Disneyland konzipiert: Eine eigene Welt, die ihre Besucher einsaugt und nicht wieder ausspuckt, solange sie noch ein Quentchen Kraft zum Konsumieren haben.

Wie angenehm lebt es sich dagegen im Schatten des „grauen Siebziger-Jahre-Betonklotz“, wie ihn unsere Lokalpresse schimpft! Von der Taz („Letzte Hoffung Abbruch“) bis zur Bild-Zeitung („Altonas Große Bergstraße stirbt“) sind nämlich fast alle auf die Schandfleck-Rhetorik hereingefallen, die unsere Standortpolitiker mit stupider Penetranz seit Jahren in die Medien einspeisen. Wir sehen das vollkommen anders. So wie die Dinge stehen, muss man um jede Brache froh sein, die nicht einem neuen Shopping-Paradies, einem Büroturm oder einem Appartment-Hochhaus mit exklusiven Eigentums-Lofts weichen muss. Von „Landmark-Architektur“ kann man in deinem Fall ja ohnehin nicht sprechen. Denn, mit Verlaub, Ingvar, dieser blaugelbe Zweckbau, den du da planst, den findest du doch selber nicht schön, oder? Nein, es ist schon in Ordnung, dass diese Dinger an unseren Ausfallstraßen stehen. Da gehören sie hin, inklusive Autobahnanschluss und fußballfeldgroßen Parkplätzen.

Apropos Parkplätze: Am Anfang hat man uns erzählt, du wolltest bei uns eine Light-Version deines Möbelhauses machen – mit lauter tragbaren Accessoires, die die Käufer bequem per öffentlichem Nahverkehr wegschaffen können. Auch geisterte das Gerücht herum, du wolltest mit einem speziellen Gratis-Lieferservice dafür sorgen, dass unsere Straßen nicht mit den Autos deiner Kunden verstopfen. Das war aber wohl nur klug lanciertes „Akzeptanz-Management“, wie man es auf neudeutsch nennt. Denn von beidem ist im Bau-Vorantrag, den du jetzt gestellt hast, kein Wort mehr zu lesen. Stattdessen gehst du in die Vollen: Fünfundzwanzigtausend Quadratmeter Verkaufs- und Lagerfläche, ein Restaurant mit siebenhundert Plätzen – und einem Parkplatz, auf dem gerade Mal 815 deiner Kunden ihre Autos parken können. Unsere Bezirkspolitiker haben sich dann ganz schnell von einer willfährigen Stadtplanungsgesellschaft per Gutachten bestätigen lassen, deine Pläne seien verkehrsmäßig verkraftbar. Nur so nebenbei: In deinen Filialen in Schnelsen und Moorfleet hälst du für eine ähnliche Verkaufsfläche zwei- bis dreitausend Parkplätze bereit. Aber die Gutachter unserer Bezirkspolitiker gehen ja davon aus, dass sechzig Prozent deiner Kunden mit Bus und Bahn in unser schönes Altona fahren. Um dann ihre Regale und Sofas auf den Schultern zurück nach Hause zu tragen. Lustig, oder? Was man so alles in Gutachten reinschreiben kann!

Na jedenfalls, Ingvar, wir werden uns alle Mühe geben, deinen Plänen bei uns im Stadtteil einen Strich durch die Rechnung zu machen. Wir haben schon damit angefangen, und unsere Politikern geht auch bereits die Düse. Wie sonst sollen wir uns erklären, dass sie mit dem Gedanken spielen, das Genehmigungsverfahren für dein Möbelhaus jetzt vom Bezirk in die Hände der Stadt zu legen, um ein Bürgerbegehren dagegen unschädlich zu machen? Es wird ihnen nichts nützen. Wir bleiben dran, Ingvar. Das Leben ist kein Möbelhaus. In diesem Sinne: Deine Anwohner, die keine werden.

Mehr unter www.kein-ikea-in-altona.de

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ZUR INFO!!! ES TUT SICH WAS !

Der offene Brief an IKEA Gründer Ingvar Kamprad wurde heute bei der Altonaer Postfiliale gegenüber des Frappants in den Eil-Briefkasten eingeworfen.

Unterschrieben wurde der „Offene Brief“ von bekannten Persönlichkeiten wie Fatih Akin, Peter Lohmeyer und Rocko Schamoni und von über 100 Anwohnerinnen und Anwohnern aus Altona.

Die 1800 Unterschriften zum Bürgerbegehren gegen Ikea sind zusammengekommen! Und wurden heute beim Bezirksamt abgegeben.

Ob der Bürgermeister Ole v. Beust nun doch evozieren will – bleibt abzuwarten. Laut NDR soll der Bürgermeister von Hamburg die IKEA Manager zu einem persönlichen Gespräch eingeladen haben!

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Link zum NDR Artikel:
http://www1.ndr.de/nachrichten/hamburg/ikea118.html

Link zum Offenen Brief:
http://www.wirsindwoanders.de/files_ikea/demo.php#bottom

LINK ZUM VIDEO VON HEUTE JETZT ONLINE GUCKEN VIA YOUTUBE:
http://www.youtube.com/watch?v=3Ojq7qWD0Gs

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Gentrifizierung
Die Gentrifizierung (von engl. Gentry /dʒɛntri/: niederer Adel), teils auch Gentrifikation (von engl. Gentrification), umgangssprachlich auch „Yuppisierung“,[1] ist ein in der Stadtgeographie angewandter Begriff, der einen sozialen Umstrukturierungsprozess eines Stadtteiles beschreibt. Die gezielte Aufwertung des Wohnumfelds sowie Restaurierungs- und Umbautätigkeit führt zu einer Veränderung der Bevölkerung.

Gentrifizierungsprozesse laufen nach typischen Mustern ab: Wegen niedriger Mietpreise werden die Stadtteile für „Pioniere“ (Studenten, Künstler, Subkultur) attraktiv. Die werten in einem ersten Schritt die Stadtteile auf und setzen einen Segregationsprozess in Gang. Viele Studenten steigen ins Berufsleben ein, verdienen deutlich mehr Geld als die ansässigen Bewohner; Künstler etablieren sich und bringen weiter Kapital in die Stadtteile. Investoren sehen Chancen zur Wertsteigerung. Erste Häuser und Wohnungen werden restauriert, Szene-Clubs und Kneipen entstehen. Die Mieten steigen. Alteingesessene wandern wegen Mieterhöhungen ab. Auch die neu zugewanderten Studenten oder Künstler können sich die höheren Mietpreise nicht mehr leisten und siedeln sich in anderen Stadtteilen an. Eine neue, wohlhabendere Klientel siedelt sich an und setzt andere Lebensstandards durch. Immobilienunternehmen entdecken das Interesse und sanieren weitere Häuser luxuriös. Die ursprüngliche Bevölkerungsstruktur und der Charakter der Viertel wandeln sich. Die Gentrifizierung geht einher mit einem allgemeinen Segregationsprozess:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gentrifizierung

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Entscheidungen über Ikea und Frappant stehen an

In Altona droht ein zweiter Gängeviertel-Streit

Von Axel Tiedemann 31. Oktober 2009, 06:00 Uhr

Im Streit um die Ikea-Ansiedelung und die Zukunft des Frappant-Gebäudes (Ex-Karstadt) in Altona deuten sich jetzt zwei entscheidende Wendepunkte an: So wird es nach Einschätzung der Bezirksverwaltung voraussichtlich bereits am 21. Januar zu einer allgemeinen Abstimmung in Altona und zu einem Bürgerentscheid über das Ikea-Vorhaben kommen:

http://www.abendblatt.de/hamburg/article1253033/In-Altona-droht-ein-zweiter-Gaengeviertel-Streit.html

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Ikea stoppen!

Bürgerbegehren für’s Frappant | Altona Große Bergstraße 172, 22767 Hamburg
www.frappant.org

Nun ist es klar: Das Frappant-Gebäude in der neuen großen Bergstraße ist an Ikea verkauft worden.

Ikea plant mitten in Altona-Altstadt ein neues Kaufhaus in den Dimensionen der bereits bestehenden Häuser in Schnelsen und Moorfleet.

Auf 7-8 Etagen werden bei einer Gesamtfläche von 50.000 m² und einer Verkaufsfläche von 25.000 m² nach vorsichtigen Schätzungen von Ikea 10.000 BesucherInnen pro Tag erwartet.

Was bedeutet es wenn Ikea kommt? =

http://www.kein-ikea-in-altona.de/

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Ein Ikea-Möbelhaus mitten im Wohngebiet? Und was halten Sie davon? Mit Statements von Anwohnern, Politikern, Künstlern und Ladenbesitzern in Altona im August 2009 mit Impressionen von Ikea in Schnelsen. Die Auseinandersetzunng und Diskussion zur geplanten Ikea-Filiale in der Grossen Bergstrasse in Altona ist in vollem Gange:
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http://www.frappant.org/

Hamburg 2009 feuerloescher-tv.com

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freiraum420.

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Es ginge auch anders:

http://www.hierunda.de/pictures/Blinzelbar-09/internationaler_Studentenworkshop

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Die Steuertricks der Ikea Gruppe etc.

http://www.wirsindwoanders.de/files_ikea/index_submenu.php?seite=4&folge=00

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[echoliste]

„Hej Ingvar, you’ve got mail!“

Öffentliches Versenden des offenen Briefes an Ikea-Gründer Ingvar Kamprad


Montag 28.9.09, 11 Uhr, Briefkasten Altonaer Poststraße 11

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Sehr geehrte Medienpartnerinnen und – partner,

am Montag den 28. September um 11 Uhr werden sich einige besorgte Anwohnerinnen und Anwohner treffen, um gemeinsam einen offenen Brief an Ikea-Unternehmensgründer Ingvar Kamprad in den Briefkasten vor der Post in der Altonaer Poststraße 11 einzuwerfen. Sie sind herzlich eingeladen, über dieses in der Altonaer Geschichte einmalige Ereignis zu berichten.

In dem Brief erklären wir Herrn Kamprad, warum wir die Ansiedlung seines Möbelhauses mitten in einem innerstädtischen Wohngebiet für eine ausgesprochen schlechte Idee halten und warum der geplante, 38 Meter hohen Klotz ein deutlich schlimmerer „Schandfleck“ sein wird als das derzeitige Frappant-Gebäude. Zitat: „So wie die Dinge stehen, muss man um jede Brache froh sein, die nicht einem neuen Shopping-Paradies, einem Büroturm oder einem Appartment-Hochhaus mit exklusiven Eigentums- Lofts weichen muss. Von „Landmark-Architektur“ kann man in deinem Fall ja ohnehin nicht sprechen. Denn, mit Verlaub, Ingvar, dieser blaugelbe Zweckbau, den du da planst, den findest du doch selber nicht schön, oder? Nein, es ist schon in Ordnung, dass diese Dinger an unseren Ausfallstraßen stehen. Da gehören sie hin, inklusive Autobahnanschluss und fußballfeldgroßen Parkplätzen.“

Den Brief haben bis dato über 70 Altonaer Bürgerinnen und Bürger unterzeichnet, darunter auch der Musiker und Autor Rocko Schamoni, der Schauspieler Peter Lohmeyer und der Filmemacher Fatih Akin, der dem Frappant-Gebäude in seinem neuen Film „Soul Kitchen“ein cineastisches Denkmal gesetzt hat.

Den Brief mit allen Erstunterzeichnern erhalten Sie am Montag vor Ort
bzw. gerne auf Anfrage auch per Email.

Kontakt: C.Twickel, Tel 0170 8 12 54 60, P. Barz 0151 11 65 52 13
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echo mailing list

Stadtentwicklung

Disneyland in Altona

Während von Beust Zustimmung für die Ikea-Pläne in Altona signalisiert, wenden sich Prominente des Kulturbetriebs in einem offenem Brief an den Ikea-Gründer. VON MAXIMILIAN PROBST
http://www.taz.de/regional/nord/hamburg/artikel/1/disneyland-in-altona/

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Montag, 30.November 2009      ………..    EINEN GANG ZULEGEN, das Wochenprogramm im Frappant Erdgeschoß

Frappant – Blinzelbar
Große Bergstrasse 168 -174

MO 30. NOVEMBER 19:30H, ERDGESCHOSS FRAPPANT
ETWAS BESSERES ALS IKEA Diskussion zur Großen Bergstraße, zum Frappant-Gebäude und zum Masterplan Altona. Impuls-
referat „Vom Kaufhaus zum Stadthaus“ von Oliver Zorn (Architekt), Benjamin Häger (Stadtplaner) und zum „Masterplan Altona“.
anschl. Debatte mit Frappant e.V., Initiative und Bürgerbegehren „Kein Ikea In Altona“.
Anwohner_innen und Gewerbetreibende sind herzlich willkommen.
DI 01. DEZEMBER, 19:30H, ERDGESCHOSS FRAPPANT
VERNETZUNGSTREFFEN RECHT AUF STADT Von St.Pauli bis Schanze, von Wilhelmsburg bis St. Georg: Im „Recht auf Stadt“-
Netzwerk schließen sich die Initiativen für eine lebenswerte Stadt für alle zusammen. Das Treff en ist off en für interessierte Aktive
und wendet sich nicht an VertreterInnen aus Politik und Medien. www.rechtaufstadt.net

MI 02. DEZEMBER, 19:30H, ERDGESCHOSS FRAPPANT
STADTTEILVERSAMMLUNG RECHT AUF ALTONA für alle Altonaer Initiativen gegen Gentrifi zierung, Großprojekte und Grünentzug
und für alle interessierten Bewohner_innen. Es geht um echte Bürgerbeteiligung, um Perspektiven von Vernetzung und Wider-
stands. Mit Moorburgtrasse Stoppen, Kein Ikea in Altona, Initiative Grünzug Altona, Apfelbaum braucht Wurzelraum u.a.

DO 03. DEZEMBER, 19:30H, ERDGESCHOSS FRAPPANT
SPRUNG ÜBER DIE ELBE: WILHELMSBURG IM VISIER Mit IBA und Ballinstadt, subventionierten Studentenwohnungen und
anderen Projekten soll die „Bronx des Nordens“ (Spiegel) im Sinne der Wachsenden Stadt erschlossen werden. Berichte und
Diskussionen u.a. mit dem Arbeitskreis Umstrukturierung Wilhelmsburg.

FR 04. DEZEMBER, 19:30H, ERDGESCHOSS FRAPPANT
HILFE, DIE TÜRME TANZEN Privatisierung, Verdrängung und Widerstand auf St. Pauli. Informations- und Diskussionsveranstaltung
mit No BNQ, GWA, Hafenstraße, Park Fiction, Golden Pudel Club und Es Regnet Kaviar.

SA 05. DEZEMBER, 12H, ERDGESCHOSS FRAPPANT, BEI GUTEM WETTER DRAUSSEN
LIWANZEN MIT SARAH WIENER  Apfelküchlein, Kaffee, Infostände & Debatten
SA 05. DEZEMBER, 19H ERDGESCHOSS FRAPPANT
GÄNGEVIERTEL – GANGBARE BESETZUNG? Widerspruch und Möglichkeiten. Diskussion um die Perspektiven von Besetzungen.
Mit „Komm in die Gänge“-Aktivist_innen und Beiträgen aus dem Westwerk, Hafenstraße, Rote Flora, Mietshäuser Syndikat u.a.

SO 06. DEZEMBER, 19H ERDGESCHOSS FRAPPANT
AUF DEM SCHULTERBLATT NACHTS UM HALB EINS Vom Sanierungsgebiet zur Gastro- und Shoppingmeile: Diskussions-
veranstaltung zu Schanzen- und Karoviertel mit Centro Sociale, Rote Flora, Vorwerkstift, Gartenkunstnetz, Initiative Neuer Pferde-
markt u.a.


LIEBE ANWOHNER_INNEN, SEHR GEEHRTES ALTONA, HALLO HAMBURG,
seit langem gilt das Gebiet um das ehemalige Frappant in der Großen Bergstraße als Problemzone.
Jahrelang ließ der Bezirk Altona die Nachbarschaft zu Planungswerkstätten antanzen, um die Zukunft des Areals beratschlagen zu lassen. Doch nichts davon hat man umgesetzt. Statt kleiner Geschäfte,  bezahlbarer Wohn- und Atelierräume und einem Gesundheitszentrum, wie von den Anwohnern_innen vorgeschlagen, soll jetzt ein 38-Meter hoher Ikea-Klotz entstehen.
Die Hoffnungen, die ein Teil der Anwohner und Gewerbetreibenden auf Ikea setzen, sind trügerisch. Dutzende von Studien aus den USA zeigen, was in einer Region geschieht, wenn sich Megamärkte ansiedeln: Sie sorgen dafür, daß die Kaufkraft der Einwohner bei ihnen landet, treiben die kleinen Geschäfte in die Pleite, lassen kaum Geld in der Nachbarschaft, verursachen aber über Verkehr und Infrastruktur enorme Folgekosten, für die dann der Bezirk aufkommen muss. Große Ketten schaffen nicht Belebung, sondern machen tabula rasa mit der lokalen Wirtschaft. Abgesehen davon fehlt es in Altona ohnehin nicht an Shopping-Gelegenheiten, sondern an günstigem Wohnraum, soziokulturellen Treffpunkten, an Rückzugsorten und Nischen jenseits der wirtschaftlichen Verwertung.
Sprich: Von den vielen Alternativen, wie mit dem Frappant umzugehen wäre, haben sich CDU, GAL und SPD im Bezirk Altona für die denkbar schlechteste entschieden. Man überlässt die Entwicklung der Große Bergstraße einfach der Marktstrategie eines Global Players, der dafür auch noch geschätzte anderthalb Millionen Euro aus dem Topf des Sanierungsgebiets erhält – also aus Steuergeldern. Diese Art der Stadtteilentwicklung ist ein Desaster – und sie ist kein Einzelfall.
Der Fall Große Bergstraße steht stellvertretend für…
• eine Politik, die eine nachhaltige, soziale Stadtentwicklung zugunsten von Investoreninteressen verhindert.
• eine Politik, die verantwortungslos mit Anwohner-Engagement umgeht, weil sie Beteiligung verspricht, um dann doch ihre Pläne durchzudrücken.
• eine Politik, die soziale Fragen nur mit „Aufwertung“ im Sinne des Immobilienmarktes beantwortet.
• eine Politik, die Kulturarbeiter_innen, soziale Einrichtungen und andere „Zwischennutzungen“ bloß als Vorhut für Gentrifizierung benutzt,
sprich: für die Verdrängung ärmerer Menschen durch Besserverdienende.
Aus diesem Grund hat sich das Hamburger „Recht auf Stadt“-Netzwerk entschlossen, die öff entliche Debatte um eine Alternative zur Ikea-Ansiedlung tatkräftig zu unterstützen. Die derzeitigen Nutzer_innen des Frappant haben eine vorzeitige Kündigung durch den Verwalter ImmoTrading erhalten –  eine Tochter der HypoRealEstate – obwohl die Entscheidung über Ikea frühestens im Februar ansteht. Off ensichtlich will man erreichen, dass vom Frappant keine politisch unliebsamen Impulse mehr ausgehen. Gegen diese Basta-Politik wird am Samstag den 28. November ein großes Fest im Frappant stattfinden. Es wird der Auftakt sein zu einer dauerhaften Belebung des Gebäudes mit Veranstaltungen, in denen sich alle Anwohner_innen über die „Recht auf Stadt“-Initiativen informieren und eine Stadt für Alle mitplanen können.

DIE STADT GEHÖRT ALLEN! FRAPPANT, AB SA 28. NOVEMBER, AB 18H

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Blinzelbar im Frappant Große Bergstraße 168             22767 Hamburg
www.hierunda.de/blinzelbar.html
Frappant Große Bergstraße 164 – 174
www.frappant.org

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Kreative Task-Force in Hamburg

Illustrator Fabian Stoltz engagiert sich seit Sommer gegen die Pläne der Stadt Hamburg, das Gängeviertel einem holländischen Investor zu überlassen. Was bewegt ihn dazu?

http://www.freitag.de/alltag/0940-gaengeviertel-hamburg-gentrifizierung-buerger-bewegung

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Hausbesetzer in Hamburg

Die Stadt – wer ist das?

Von Sven Stillich und Iris Hellmuth

Es ist ein Nachmittag im August, als das Hamburger Gängeviertel aus dem künstlichen Koma erwacht. Jahrelang geschlossene Türen öffnen sich, frische Luft wirbelt Staub auf, Wände bekommen wieder Farbe: Das neue Leben soll bunt sein. Es ist dieser Moment, in dem aus der Bildhauerin Marion Walter eine Hausbesetzerin wird. In dem sie mit rund 200 anderen Künstlern ein altes, dem Tode geweihtes Stück Hamburg in Beschlag nimmt, um es zu retten vor Investoren und Politikern, die das Viertel aus dem 19. Jahrhundert lange Zeit verrotten ließen:

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/?em_cnt=1985811&em_cnt_page=1

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Gängeviertel «Schrittwechsel macht Fortschritte»

https://medienwatch.wordpress.com/2009/10/12/gangeviertel-schrittwechsel-macht-fortschritte/

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Seite im Aufbau

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de

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Written by medienwatch & metainfo

August 18, 2009 um 11:15

2 Antworten

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