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Kultur & Gespenster Nr.11: »Drogen & Drogen«

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Kultur & Gespenster Nr.11: »Drogen & Drogen«

Heft-Präsentation mit Hans-Christian Dany und Max Hinderer

Freitag, 24. 9. 2010
20.30 Uhr bei Pro qm, Almstadtstraße 48-50, Berlin.
Party ab 23 Uhr im KIM, Brunnenstraße 10, Berlin.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Kreidefresser, Kettenraucher, Koffeinsüchtler,
die elfte Ausgabe des Kultur & Gespenster-Magazins zum Thema Drogen kommt nach Berlin.

Leider war es uns nicht möglich, das Druckpuder, was beim Ausschießen der Bögen zwischen die Seiten geblasen wird, damit diese nicht aneinanderkleben, in großen Mengen im gebundenen Heft zu halten, andernfalls hätten Sie zusätzlich zum Lesevergnügen außerdem noch eine physische Idee von den Staubwolken erhalten, in die man seine Selbstgewissheit seit Längerem zu hüllen pflegt.

Seis drum. Hans-Christian Dany und Max Hinderer haben sich um die Zusammenstellung der Texte verdient gemacht. Das Spektrum reicht vomMilieu über den Selbstversuch bis ins Krankenhaus, alles huldvoll ummäntelt von der sogenannten Kontrollgesellschaft.
Gottlob! Für alle Nebenwirkungen der Konzentration, des Untergangs oder der unterlassenen Hilfeleistung gibt es Tabletten. In einer Gewinnerwelt, in der sich angeblich keiner Fehler leisten kann und alle einander ständig damit behelligen, wie viel sie arbeiten, werden Drogen nur selten »einfach so« genommen. Einen solchen Luxus kann sich kaum jemand leisten – wobei sich wesentlich mehr einbilden, sie würden es tun. Ja, ganz recht, die Illusion individueller Freiheit trägt das System.
Denken wir überhaupt über unseren Drogenkonsum nach, geht es meist um die Frage, was jetzt gerade das Mittel der Wahl sein könnte. Die Nervosität runterrauchen, Kopfschmerzmittel+C, mal eine Nacht ausklinken auf E oder einen schmuddeliger Ausflug mit H aus der bereinigtenWelt. Genau genommen nehmen wir selbstverständlich keine Drogen, sondern jeder tut es für sich allein.
Das Recht auf Rausch zu fordern heißt also bloß, am Wahnsinn der Normalität teilzuhaben. Was Drogen als solche auslösen, ist im Vergleich dazu eher aufgeräumter Natur. Ein Dossier über Selbstversuche, Überwachungsgesellschaften und die Intensität der Arbeit. Von Kliniken, Placebos, Chemotherapien, dem Individualisierungs- und Flexibilitäts-Normalismus, der Kontrolle von Sichtbarkeit, und auch über metaphysische Sozialisten und Junkies.

An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass Kultur & Gespenster wohl das erste Magazin mit einer Leckstelle ist. Durch das Lecken werden aus dem Magazin Mineralien herausgelöst, die Sie auf diese Weise aufnehmen und damit ihren Mineralstoffhaushalt ausgleichen. Bleibt noch zu betonen, dass wir über jede Form der Empfehlung selbstredend entzückt wären, besonders natürlich über ausführliche Rezensionen nicht unter 20.000 Zeichen.
Herzliche Grüße, die Redaktion

Weitere Release-Termine:
Zürich, Corner College, 19. November 2010
Wien, Akademie, 3. Dezember 2010
http://kulturgespenster.de

Written by medienwatch & metainfo

September 22, 2010 um 19:20

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