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Gehört der Krieg ins Museum?

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1811 gründete Erzherzog Johann von Österreich das Joanneum, das heute älteste und zweitgrößte Museum Österreichs.
Für Erzherzog Johann war das Joanneum Ort der Vergangenheit, Gegenwart und der Zukunft, der Theorie und der Praxis gleichermaßen. Sein Museum sollte die Wissbegierde, das selbstständige Denken, das Lernen durch praktische Anschauung und Austausch fördern. Im Dienste jener, die Museum möglich, sichtbar und verständlich machen, fühlen wir uns als Museumsakademie dieser Museumsidee verpflichtet.
So haben wir auch 2011 wieder eine Reihe von Tagungen, Exkursionen und Workshops zu diversen Fragen des Museums und des Ausstellens konzipiert. In Berücksichtigung dessen, was Museumsverantwortliche heute brauchen, bildet das Museum als Betrieb, Fragen des Managements und Leadership, einen neuen Schwerpunkt in unserem Programm.

Gehört der Krieg ins Museum?

Repräsentation von Gewalt in Ausstellungen

Darstellungen von Krieg und Gewalt in Museen oszillieren meist zwischen der Faszination des Schreckens und seiner Instrumente einerseits, und dem pädagogischen Impuls, Gewalt zu  erklären und durch Deutung verarbeitbar bzw. vermeidbar zu machen andererseits. Den Grundfragen nach dem gesellschaftlichen und institutionellen Umgang mit Krieg und Gewalt müssen sich auch einschlägige Museen stellen. Gehört der Krieg tatsächlich ins Museum? Und wenn ja, mit welchen Zielen und Mitteln? Kann das Museum Banalisierung und Ästhetisierung, die Verwandlung von Gewalt, Tod und Trauma in Sehenswürdigkeiten  vermeiden?

Welche Bilder von Betroffenheit oder Identifikation erzeugt man – und welche wären wünschbar? Lässt sich etwas über die Dialektik von Freund und Feind erfahrbar machen?
Das 200–Jahr–Jubiläum des Universalmuseums Joanneum zum Anlass nehmend, diskutieren wir für das Landeszeughaus, historisches Monument und touristische Attraktion gleichermaßen, Möglichkeiten neuer, analytischer und diskursiver Umgangsformen mit dem Krieg im Museum.

Tagungssprache: Englisch

Veranstaltungsort: Universalmuseum Joanneum, Graz (A)

Kosten: 140 €, ermäßigt 100 €

Anmeldung und Info:
Museumsakademie Joanneum
Schloss Eggenberg
Eggenberger Allee 90, 8020 Graz
Gehört der Krieg ins Museum?
Repräsentation von Gewalt in Ausstellungen
Tagung | Workshop  21.09.-23.09.2011   Museumsakademie

Das 200–Jahr–Jubiläum des Universalmuseum Joanneum zum Anlass nehmend, diskutieren wir für das Landeszeughaus als historisches Monument und touristische Attraktion Möglichkeiten neuer, analytischer und diskursiver Umgangsformen mit dem Krieg im Museum.

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Ästhetische Vermarktung im Kunstbetrieb oder Aufklärung als Auftrag*, – in Parallelität negativdialektischer Ambivalenz eine Art musealer Entsorgung?

Man sagt ja wenn Avantgarde-Kunst ihren Weg ins Museum gefunden hat wird sie ihrer Kraft beraubt – sie wird quasi historisch entsorgt. Wenn der Krieg ins Museum kommt sollte dies vordringlich so sein – ist es aber nicht.

*Anmk. jst, gfok 

Fotos: http://www.museum-joanneum.at/en/kunsthaus/exhibitions/narratives

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Written by medienwatch & metainfo

November 25, 2010 um 15:56

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