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Evelyn Haake »Mietvertrag mit tödlicher Nebenwirkung«

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»Briefe von Carmen« Foto: im Kloster Heilwigstrasse, Briefe an Evelyn Haake, jst,gfok

Prolog

In den Tod getrieben?

Anhand von Gesprächserinnerungen, persönlichen Eindrücken, Fotografien und Dokumenten wird auf dieser Seite versucht, dass in weiten Teilen tragische Leben und Überleben, als Kind mit ihrer jüdischen Mutter während der NS-Zeit, bis zum Suizid Evelyn Haakes nachzuzeichnen. Die Tänzerin und Dramaturgin, der Kammerspiele Hamburg, starb mit 78 Jahren am 17. Januar 2010. Evelyn Haake wurde auf dem Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt. Bisher wurde lediglich eine Todesanzeige der Kammerspiele im Hamburger Abendblatt veröffentlicht.

Evelyn Haake, fühlte sich offensichtlich durch die Folgen, des „nicht ganz freiwilligen Umzugs“, in die Grindelhochhäuser in den Tod getrieben. Ursprünglich wollte sie eine „Doppel-Wohnung“ in der Bachstrasse in Winterhude mit einer Freundin und deren Kinder beziehen. Dieses Vorhaben scheiterte, weil ihre Projektion mit der Wirklichkeit kollidierte. Evelyn Haake war für diesen Lebensentwurf gesundheitlich nicht imstande.

Mietvertrag mit tödlicher Nebenwirkung°

Es stellte sich parallel heraus, dass die Miete laut Mietenspiegel um ~ 100% überhöht war. Evelyn Haake wollte aus diesem Vertragskonstrukt, dass  in weiten Teilen (so die Anwälte) sittenwidrig sein dürfte, neben der Freundin als weitere Klägerin, herausgenommen werden. Laut eines Gutachtens und Zeugen, konnte sie aufgrund ihrer seelischen Verfassung, den Vertrag weder verstehen noch selbst lesen, noch einschätzen worauf sie sich überhaupt einließ. Auch der neuen Freundin war die psychische Verfassung Evelyn Haakes nicht bekannt. Der Vertrag wurde ohne vorherige Zustellung im Büro des Immobilien-Maklers und Eigentümers unterschrieben. Sie vertraute dem Makler und Eigentümer der Häuser in der Bachstrasse, in ihrer naiven und eingeschränkten Projektion, „auf eine lebendigere Lebenssituation“ hin. Der Eigentümer und Makler, verweigert die Auflösung des Vertrages nachdrücklich mit infamen Unterstellungen. Diese Situation verstärkte ihre Verzweiflung und hatte Anteil für ihre Flucht in den Tod. Evelyn Haake kündigte ihren Selbstmord im Beisein ihres  Rechtsanwalts und eines Freundes wiederholt an. Auch diese Informationen erreichten den Immobilien-Spekulanten im Vorwege ihres Todes schriftlich. Über den Eigentümer gibt es bereits einschlägige Akten über überhöhte Mietforderungen und weitere obskure Vertragspassagen, bei den Mietervereinen. So muss der Mieter z.B. unterschreiben, dass dieser keinen Anwalt bei Mängeln der Mietsache oder sonstigen Streitigkeiten hinzuzieht, sondern das Problem mit dem Eigentümer zu klären hat.

Wörtlich sagte Evelyn Haake: „Wenn ich aus dem Mietvertrag, dieses Miethais nicht herauskomme – springe ich aus dem Fenster!“ Sie zog vorerst, um für sich Distanz zu schaffen,  durch eine andere Vermittlung in eines der Grindelhochhäuser. Eveyn Haake stellte einer Vertrauten eine Generalvollmacht aus und schrieb in krakeliger Handschrift ihr Testament.  Evelyn fiel aus dem 11. Stock eines der Grindelhochäuser in die Tiefe“… Eine von der Betreuerin eingebrachte Pflegerin, mit der sie abends (es soll draussen bereits dunkel gewesen sein) in den 11. Stock des Hauses fuhr, trixte sie, den Informationen zufolge aus, indem sie, kurz bevor sich die Fahrstuhltür schloss, auf die 11. Etage entwischte und sich dann selbst, den Angaben zufolge, das Fenster des Treppenhauses öffnete… [?] Aus welchem Grund fuhr die Begleiterin mit ihr in den 11. Stock des Hauses? Wollte Evelyn in ihrem Zustand, unter Einfluß starker Medikamente den Ausblick geniessen? Über ein enges tristes Treppenhaus die Lichter der Stadt sehen? Täuschte und überumpelte sie dennoch überzeugend ihre Begleitung? Die sich automatisch schliessende Tür des Fahrstuhls lässt sich ohne Mühe blockieren und öffnet sich bei Widerstand automatisch. All diese Fragen, die die Verwandten und FreundInnen stellen, – sie blieben bisher unbeantwortet. Evelyn war klein und zierlich -wirkte sehr zerbrechlich und konnte sich nur langsam in Begleitung gewohnheitsmässigen Schmerzes bewegen. Schon eine Umarmung empfand sie als schmerzlich. Die Begrüßung musste sehr feinfühlig sein. „Es gibt kein Medikament, das meine Schmerzen lindert“. Sie setzte sich langsam in weiche Sessel oder lag auf ihrem weichen Bett. Falten durften nicht unter ihr sein. Alles an Medikamenten wurde seit zwei Jahrzehnten getestet. Ohne Erfolg. Evelyn hatte sich in ihrer Krankheit eingerichtet. Sie konnte keine Flaschen öffnen, dass Fenster im Kloster, der Heilwigstrasse nicht zum Lüften öffnen. Wenn etwas runter fiel, blieb es liegen, nur unter Anstrengung gelang es ihr Dinge wieder aufzuheben: Das machte die Nachbarin oder der jeweilige Besuch (aus den Kammerspielen). Die Reinigung übernahm eine hilfsbereite Frau aus Polen einmal wöchentlich. Sie konnte keine Einkäufe tätigen, keine Gewichte tragen und keine Hinternisse erklimmen. Die Angehörigen fragen sich wirklich, wie konnte sie das so schaffen? Wenn es denn so war, dass sie es schaffte, hat sie eine geradezu verbissene letzte Energie aufgebracht. Über all diese letzten Fragen aber, gibt es keine Möglichkeit für die Angehörigen und FreundInnen für eine Zusammenkunft mit der Betreuerin, die Betreuerin wird abgeschottet. „Sie müsse mit dieser erlebten Tragik wohl besser in Ruhe gelassen werden“. So die letzte Vertraute und Haupterbin, in ihrem Verständnis für die Befindlichkeit der Betreuerin…  Das sehen die Angehörigen natürlich anders, es führte bereits zum Konflikt und zu Vorhaltungen. Die Ergebnisse der polizeilichen Ermittlungen stützen sich auf einen Abschiedsbrief ohne graphologisches Gutachten und ohne forensische Altersanalyse. Evelyn Haake hatte bereits ein Jahr zuvor einen Suizidversuch mit Schlaftabletten hinter sich. Es gab also auch ältere Abschiedsbriefe.

Da ist die/der virtuell verwöhnte TV-TatortseherIn wohl anspruchsvoller, im Hinblick der Klärung von Umstand, Hintergrund, möglicher Motive und Aufklärung derartiger Fragen. Die Fragen treten auf und sind selbstverständlich berechtigt, wenn es um den Tod eines vertrauten und geliebten Menschen geht, solche Fragen nicht annähernd geklärt werden können. Insbesondere weil niemand den/die persönlich nahestehenden vorher kannte oder von ihnen wechselseitig wusste. Die Verwandten, die „letzte“ Vertraute nicht. Die Vertraute die Verwandten und „letzten“ FreundInnen nicht etc. Da liegt sehr viel Verantwortung, zum Ende, in einer für die Anderen unbekannten Hand… Eine Generalvollmacht und Testament, hatte sie auch anderen FreundInnen angeboten, niemand von ihnen, wollte sich in diese Abhängigkeit begeben, sondern ihr nach Möglichkeit ungebunden behilflich sein. Wie sie sich es eigentlich wünschte. Der Umzug, in eines der Grindelhochäuser, komplizierte die Situation, schuf zusätzliche Anspannungen, Irritationen und temporäre Distanzen.


Tatsache ist, dass  Evelyn Haake tief enttäuscht und entsetzt war, sie konnte nicht verstehen, dass der Immobilienmakler und Eigentümer der Häuser in der Bachstrasse, den sie aus der „Anthroposophischen Christengemeinschaft“ Hamburg kannte und daher vertraute, sie derart rücksichtslos übervorteilen wollte. Evelyn Haake war über Jahrzehnte hinweg als „Schmerzpatientin“ und aufgrund ihrer psychischen Leiden in Behandlung. Auch diese Tatsache, war bezüglich ihrer Geschäftsunfähigkeit, bei Unterzeichnung des Vertrages, dem professoral-psychologischem Gutachten posthum zu entnehmen. Sie stand ausserdem aufgrund akuter Sehschwäche, in dieser Phase, in augenärztlicher Behandlung und bekam Spritzen in den Augapfel injiziert. Die Texte, der Drehbücher wurden ihr stark vergrößert, im DIN A3 Format zugesandt. Der Immobilien-Makler tat, das Gutachten als „Gefälligkeitsgutachten“ ab. Obwohl darin auch deutlich diagnostiziert wurde, das explizit Suizidgefahr bestünde.

Die genauen Umstände ihrer Handlung, wurden den Verwandten als Teilerben und Freunden gegenüber nicht besonders erkenntnisreich offengelegt. Klar war, dass Evelyn keine „professionelle“ Betreuerin wollte. Auch das könnte ein weiterer Grund für ihr tragisches Ende sein. Über die Art ihrer Medikamentation gab es keine Aufklärung an die Verwandten. Es hieß „sie sei bis oben hin zu“ gewesen. Die Betreuerin hatte während der kurzen Zeit ihrer Betreuung keine Kenntnisse über die Suizidgefahr -sagte die letzte Vertraute Evelyns. Warum nicht? jst  | 11.07.2010

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Im „Kloster Heilwigstrasse“ wohnte Evelyn Haake bis zu ihrem Umzug in eines der Grindelhochhäuser

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Seite in Bearbeitung

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Zu Verlust und Trauer gehört die Aufklärung

Einige wesentliche Fragen würde Colombo -oder bleiben wir besser bei Frauen in diesem Stück, würden TV Kommissarin Maria Furtwängler oder Hannelore Hoger als „Bella Block“, allerdings umtreiben: Warum fährt die Vertraute ca. eine Woche nach schreiben des Testaments  und Unterzeichnung der Generalvollmacht in den Urlaub? Sie wusste das Evelyn unter keinen Umständen eine Betreuerin wollte. Sie sagt: „Die Beteuerin hätte sie inzwischen angenommen und gemocht“? Warum wusste die Betreuerin nichts von der Suizidgefahr? Obwohl Evelyn Jedem/Jeder davon erzählte wegen des „Miethais“ und ihrer Geschäftsunfähigkeit. Das «FraGen°» juckt die Kommissarin… Erneut kommen bohrende Fragen auf: Hat man ihr sozusagen die Brücke gebaut es zu tun? Ihren Tod damit billigend in Kauf genommen oder ihr die Hilfestellung gegeben es einfach tun zu können, was sie ja angekündigt hatte? Aber sowas passiert ja nur im Krimi hier war es ein ganz normaler Selbstmord! Und was sagte die Pressestelle der Polizei dazu? Die Pressesprecherin war sehr freundlich und offen, kannte aber den Fall nicht… War bereit und behilflich Fragen und Zweifel an den ermittelnden Haupkommissar weiterzugeben -bzw. einfach den Kontakt zu ihm herzustellen. Der freundlichen Frau erschienen die Umstände zumindest merkwürdig und auch berechtigt diese Fragen zu stellen. Der telefonische Kontakt kam nicht zustande, der Fall war bereits abgeschlossen, sagte sie, bei einem Rückruf: Fingerabdrücke vom Fenstergriff wurden nicht genommen etc.pp, der Fall schien eindeutig. Ein Schwamm liegt nur auf dieser Etage, eingeklemmt zwischen Heizung und Wand unterhalb des Fensters. Die Nachbarn waren entweder zu diesem Zeitpunkt nicht in ihren Wohnungen, oder haben nichts gehört. Eine alte Dame war wortgewaltig, sprachlich sehr laut und redseelig bis es hallte, – sie hatte aber nichts hören können, sie ist schwerhörig. Niemand wusste etwas, auf dieser Etage, Wochen (!) später nicht, von diesem doch immerhin „aussergewöhnlichen Ereignis“. Also sind die Nachbarn demnach auch nicht befragt wurden… Es gibt auf dieser 11. Etage nur drei verwinkelt nebeneinander liegende Wohnungen. Ein ernüchterndes schmales Treppenhaus mit Fenster. Gegen den allzu leicht erreichbar „freien Fall“, eine aussen in etwas höherer Distanz montierte vierkantige weisse Eisenstange -als eine eher halbherzige Sicherheitsleistung. Doch für Evelyn eine art Hochseilakt, zumindest eine sehr schwierige Hürde, die Zeit beansprucht. Als die Betreuerin zurückkommt, steht das Fenster offen, so die offizielle Erklärung. Der enge Flur dort oben, ist kein Ort, der zum Verweilen einlädt. Die meisten anderen Etagen in den Gebäudekomplexen haben längere oder sehr lange Flure.

Pressemeldungen werden bei Selbstmord nicht über den „Ticker“ gegeben, oder ins Presseportal der Polizei eingestellt, nur bei sehr berühmten Fussballern die auf Gleise springen, das seien Ausnahmen aus dem Riegel eh der Regel. Deshalb findet man auch sonst keine Selbsmörder aus den Grindelblöcken in den Zeitungen oder Online-Medien. Diese Meldungen sind quasi gesperrt… Nur, stand Evelyn nicht auch als bekannte Dramaturgin im öffentlichen Interesse? Sie hatte auch Auftritte mit Gustav Gründgens: Ein Lied, ein Kuß, ein Mädel…“ Da war eine Titelseite einer alten Zeitung, 1953 oder 1963 meine ich mich zu erinnern, hinter Glas auf ihrer Toilette. Evelyn küsste auf der Bühne des Hamburger Schauspielhauses, als Belladonna – eh Prima Ballerina Gründgens auf den Mund… Ein „historischer Kuss“, wenn man bedenkt, das Evelyn Jüdin war. Tanz und Theater verbindet, man wollte wohl ein versöhnendes Zeichen setzen. Gründgens war Intendant des Hamburger Schauspielhauses…

Was bleibt? Es bleiben die durchdringenden Fragen….  Evelyn wurde anonym beigesetzt. Mit ihrem Tod konnte sollte sie nicht glänzen?, ganz katholisch für eine Jüdin eben, diese sie nicht sein konnte/durfte, sonst wäre sie damals als Kind in einem KZ umgekommen. Evelyns jüdische Mutter verliebte sich in einen „Arier“, ein Arzt, der sie durch Heirat samt Kind rettete – Evelyn wurde adoptiert…  Eine Freundin schon aus Kindertagen, erzählt: „Die Mädchen, damals, wünschten sich für nur einen Tag – mal so schön zu sein wie sie“, das hätte sie glücklich gemacht.

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[..] Nach jüdischer Tradition gibt es keine Wiederauferstehung nach der Verbrennung. Deshalb bedeuteten die „Judenbrände“, d.h. die Verbrennungen von Juden, insbesondere von Jüdinnen an den „Hexensäulen“ in unmittelbarer Nähe zu ihrem Friedhof ein besonderes Unglück für die Betroffenen. [::]

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Am Ende eine „Dramaturgie“ die nur Evelyn selbst durchschaute? Unter dem Eindruck ihrer Verzweiflung eher nicht. Die notwendige Distanz fehlte ihr, in diesem Geflecht von Widrig- und Wahnhaftigkeit(en) ausgelöst durch Schmerz, Schlaflosigkeit und paranoiden Ängsten. Wirklich ist nun für uns ihr tragischer Tod und der letzte Trost Evelyn von allem Schmerz befreit zu wissen – und die Bitte endlich eine Gesprächsbereitschaft mit der Betreuerin herzustellen. Und (!) – eher eine Forderung, diesen „Miethaien“ juristisch die Leviten zu lesen, denn Mietwucher ist eigendlich ein Straftatbestand. Dieser Paragraph sollte eine Überarbeitung erfahren.  Der Teufel der tötet, heisst Gier und Gewinnmaximierung – im Geiste des Neoliberalismus. Danke!  jst | gfok | Mietwucher

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Das Ende von Gustaf Gründgens*
Zum Sommer 1963 beendete er überraschend seine Intendanz am Deutschen Schauspielhaus und begab sich auf eine Weltreise. In der Nacht vom 6. zum 7. Oktober 1963 starb er dabei in Manila auf den Philippinen an einer Magenblutung, die von einer Überdosis Schlaftabletten ausgelöst worden war; ob es Suizid oder ein Unfall war, wurde nie eindeutig geklärt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gustaf_Gr%C3%BCndgens

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Der andere Mann

Regie Ottokar Runze, Dramaturgie: Evelyn Haake

[…] Der andere Mann ist ein Stück über Hoffnungen, Täuschungen, Träume und skrupellose Ausbeutung. Drei Menschen begegnen sich in einem Dschungel aus Liebe, Illusion, Betrug und Wahrheit, und ein raffiniert kalkulierter Lebensentwurf zerbricht […]
https://medienwatch.wordpress.com/hamburger-kammerspiele-%C2%BB-der-andere-mann-%C2%AB/

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Vita & Virginia*

von Eileen Atkins

Aus dem Leben zweier großer Frauen

Regie/Kostüme: Torsten Fischer; Bühne: Herbert Schäfer; Dramaturgie: Evelyn Haake; mit: Nicole Heesters und Barbara Nüsse

Dann und wann befällt einen die wehmütige Vorstellung, dass die großen Damen des Theaters wohl alle Berlin Lebewohl gesagt haben. Bis auf einige Wenige, die ab und zu, selten genug allerdings, noch einmal auf verschiedenen Bühnen auftreten und uns eine Ahnung davon geben, wie großes Theater, wie sich große Schauspielkunst anhört und anschaut. Wer jetzt im Renaissance Theater das kleine Zwei-Personenstück von Eileen Atkins „Vita & Virginia“ besucht, wird eine Sternstunde erleben. Denn Nicole Heesters und Barbara Nüsse spielen unter Torsten Fischers (exakt auf Inhalt, Ort und Handlung abgestimmter) Regie die historische Freundschaft zweier bedeutender Frauen: Nicole Heesters ist die vitale Lady Vita Sackville-West, Weltreisende, Schriftstellerin, Diplomatenfrau, glänzende Gesellschafterin und vor allem die Freundin und Liebhaberin von Virginia Woolf. Barbara Nüsse hat die Rolle der großen Schriftstellerin, die glänzende Romane schrieb, die in der Druckerei ihrs Mannes dann auch von ihr selbst fertig gestellt wurden; sie lehnte jegliche Bindung an irgendeine gesellschaftliche Verpflichtung ab und kämpfte in ihren Werken für die Gleichberechtigung der Frau. Sie lebte und arbeitete unter schweren körperlichen Leiden und depressiven Qualen, die schließlich unerträglich wurden; 1941 nahm sie sich das Leben […]
http://www.theaterkritiken-berlin.de/KlassikundModerne/Vita%20und%20Virginia.htm


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Einstürzende Neubauten: Blixa Bargeld und Meret Becker

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So auch Virgen* | *Virginia: die Jungfräuliche

Carmen ist ein spanischer Vorname, der auch in anderen Sprachen gebraucht wird. Er bezieht sich auf Virgen del Carmen (Jungfrau des Karmels) und somit auf Maria, die Schutzpatronin  der Kirche des am Berge Karmel (hebräisch für Fruchtgarten) zur Zeit der Kreuzzüge gegründeten ersten Karmeliterklosters. Die Namensgebung erfolgte im Anschluss an eine Marienerscheinung von Simon Stock am Sonntag, dem 16. Juli  1251 in Cambridge. Im spanischen Namen Carmen wird das „l“ in Anlehnung an das lateinisch  gebrauchte Wort „Carmen“, das Lied, Gesang oder Gedicht  bedeutet, durch ein „n“ ersetzt mehr

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Fotos: Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach GfoK Kunstarchiv |  Gang: Kloster Heilwigstrasse: Evelyn Haakes Wohnung bis November 2009 | Mitteilungen bitte an medienwatch(at)gmx.de

Evelyn Haake soll vor ihrem Tod stark medikamentiert gewesen sein.

Bewohner: „Jedes Jahr stürzen sich Menschen aus den Fenstern der Grindelhochhäuser in den Tod.“

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Geschichte und Leben in den Grindelhochhäusern

«Carmen am Grindel» Material zum „Klima“ in den Grindelhochäusern | Fotos etc.

https://medienwatch.wordpress.com/2010/07/10/add-new-post/

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Von Peter von Becker | 14.08.2010 | Tagesspiegel

»Nachtigallenherzen zum Dessert«

[..] Er war Faschist, Futurist und Kommunist, war Italiener, Deutscher und Kosmopolit, er bankettierte mit Königen, Präsidenten und Massenmördern, mit Boxweltmeistern und berühmten Künstlern; er wird Anfang der 30er Jahre zum international einflussreichen Theoretiker des modernen Staatsstreichs, mit einem kühn und kurios entlarvenden Psychogramm Adolf Hitlers – noch vor dessen Machtergreifung [e] mehr [siehe auch Kommentar „Die Poesie der Macht… “ von matrix]

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de

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Written by medienwatch & metainfo

Juli 11, 2010 um 10:09

2 Antworten

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  1. […] GfoK (flashfotos) «Add New Post» „Sister Act – Eine himmlische Karriere“ + „Carmen am Grindel“ [::] [::]  Grindelhochhäuser: Zum Tod der Tänzerin und Dramaturgin Evelyn Haake => [::] […]

  2. Ein Zufall hat mich zu dem Artikel geführt. Ich lernte Evelyn Haake 1951 als Tänzerin an der Leipziger Operette kennen, ging nachfolgend in ihrem Elternhaus aus und ein und war mit ihr viele Jahre engst liiert. Zurück in Hamburg, half ich ihr, der DDR den Rücken zu kehren,in Hamburg eine Bleibe zu finden und beruflich Fuß zu fassen. Auch nach meiner Übersiedelung nach Wiesbaden (1970) gab es regelmäßige wechselseitige Besuche und Reisen. Die belastenden Krankheitsbilder, aber auch Evelyns beträchtlicher Konsum an (meist rezeptpflichtigen) Schmerzmitteln sind mir von Anfang an bekannt, doch fehlte es stets an klaren med. Diagnosen. Ihr zu helfen wurde daher immer schwieriger. Ihren letzten, verzweifelt klingenden Anrufversuch kurz vor ihrem Tod hält mein Anrufbeantworter bis heute fest. Vieles zu ihrem Selbstmord Gesagte (einschließlich der Prozedur selbst) weckt in mir erhebliche Zweifel und steht im krassen Widerspruch zur erlebten agilen Rastlosigkeit und zu Evelyns Aufgehen im Beruf. Allerdings wünschte sie sich kurz vor ihrem Tod am Telefon in pathetischem Tonfall „am liebsten sterben zu wollen, weil die grausamen Schmerzen kein Ende nähmen..“. So bleibt mir als letzter Gruß ein Requiescat in pace, verknüpft mit einem DANKE für die gemeinsam durchmessene Zeit.

    Hans-Jürgen Bersch

    Februar 16, 2011 at 14:35


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