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Archive for the ‘Wasseraktie Kunstprojekt: Wasser für Somalia’ Category

[Wasseraktie°] artbase-projekt: Wasser für Somalia (gfok)

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Ein artbase Projekt in Kooperation mit Sofi »Soma-Infusion«

Durch anklicken öffnen sich weitere Seiten der »Wasseraktie« [Mappenwerk]

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Nicola Kaatsch* MSF, IPPNW, Lühr Henken (seinerzeit bundespolitischer Sprecher „Für Frieden und Internationales“, Grüne) , Ahmed Guled (Pres. from Organisation for Somali Unity) , Jörg Stange (artbase) | Fotos: =>[::]<=
artbase in Zusammenarbeit mit Gunnar F. Gerlach (Kunstwissenschaftler, Sofi), Gerd Stange (Künstler, Sofi), Harald Finke (Künstler, Sofi), Cornelius Buchmann (Politiker, Autor), Beate Brost (Fotografin), ECOTERRA* (Prof. Julian Bauer, Agrarwissenschaftler etc., Oxfam), Hartmut Heller (Friends of Nature, deutsche Sektion: Freunde der Naturvölker e.V.)  mit Unterstützung von Gerda Zorn (Autorin), Peggy Parnass (Autorin, Schauspielerin), Arie Goral-Sternheim (Autor und Maler), Rolf Grömmer (Druckerei), Gunter Gerlach (Autor), Reimer Eilers (Autor), Heinz Östmann (Fischer), Dr. Benjamin Leunmin (Afrikanische Union), Peter de Vries (Hutmacher und Musiker), »Notruforchester«, Mechthild Bausch, Julia Kossmann, Hajo Schiff (JournalistInnen), Schulen (Projektunterricht etc.) und v.a. … Kunsthaus Hamburg: artbase-sofi Projekt in “Bahomas Land” auf Einladung von Mike Hentz 1994 *ECOTERRA, „Verein für umweltgerechtes Wirtschaften” (cooperiert mit Oxfam)

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Schutz für humanitäre Hilfsorganisationen

Erfahrungsbericht aus Somalia => 1 [::]

Von Nicola Kaatsch, IPPNW, Ärzte ohne Grenzen (MSF)

Die Konzeptlosigkeit zu Beginn der militärischen Intervention und die Unkenntnis über politische und gesellschaftliche Strukturen in Somalia haben mit dazu geführt, daß die UN-Truppen sich in der Gewaltspirale verfangen haben.“ (…) http://www.wissenschaft-und-frieden.de/seite.php?artikelID=1020

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Taz-Bericht

Von Hajo Schiff

Feldpostkarten zu Wasseraktien

Mit der sozialökologischen Freiheitsinitiative (SOFI)

Haben Sie in letzter Zeit mal wieder eine Feldpostkarte bekommen? Nicht vom Flohmarkt sondern aus aktuellem Kriegsgebiet, wo sich unsere Jungs nützlich machen? Na dann sind sie gar nicht auf dem Laufenden: 12 einberufene Postbeamte leiten die mit FELDPOST abgestempelten Briefe aus Belet Weyne zum deutschen Inlandsporto von der Front in die Heimat.

Und unsere 1700 Jungs da unten haben bestimmt viel zu erzählen, haben sie doch im staubigen Afrika mächtig Durst und greifen ganz schön ein: In die Ökologie der stets gefährdeten Trockenzone vor allem. Es ist die Rede davon, den Webi Shabeelle* (The Shebelle River), einen für die Versorgung der Bevölkerung wichtigen Fluss für den Gebrauch der Truppen zu stauen und sich auch sonst ganz neokolonial gemütlich einzurichten. 186 Millonen Mark sind für die Soldaten eingeplant, für ökologisch orientierte Hilfsprojekte, wird das Geld dagegen immer knapper. Der Hamburger Künstler Jörg Stange erhielt irrtümlich einen Feldpostgruß und begann über seine Möglichkeiten zur alternativen Hilfe nachzudenken. Ergebnis ist eine durchaus politische Kunstaktion des ARTBASE-PEACEBASE-PROJEKTS: Wasseraktien für Somalia. In Zusammenarbeit mit „ECOTERRA, Verein für umweltgerechtes Wirtschaften“ und unterstützt von der Ökobank und der Fachgruppe „Frieden und Internationales“ der GAL ist gegen Spende ein künstlerisch mit sandgefüllter Weinflasche auf Mäanderkachel gestaltetes Papier als „Aktie“ für Hilfsprojekte in Nordsomalia zu erwerben. Als erstes ist an die Wiederbelebung der brachliegenden Fischereifabrik von Las Koreh gedacht. Unterstützt wird Jörg Stanges Konzept von der SOFI, der Sozialökologischen Freiheitsinitiative mit einer Wasseraktion von Harald Finke, Gunnar Gerlach und Gerd Stange. In schwarz, weiß und grüner Kleidung wird Elbwasser geschöpft, erhält eine Infusion und wird in Ölfässer gefüllt. Alle BesucherInnen sind zudem gebeten einen Liter Wasser in einem geschlossenen Behältnis mitzubringen. Diese Aktion steht unter dem Adorno-Zitat, daß die bildende Kunst einen politischen Auftrag habe und ist vor allem dem Beuysschen Kunstbegriff der sozialen Plastik verpflichtet. Dazu soll ein Forum eröffnet werden für eine Fülle von Informationen über das Horn von Afrika. Zwei Filme des somalischen Filmemachers Abdulkadir Ahmed Said und neueste Dokumentaraufnahmen geben einen Eindruck vom neuen Interessengebiet des militärisch-industriellen Komplexes. Informationsstände der beteiligten Organisationen, somalische Musik und das Saxofon blasende „Notruf-Orchester“ werben für Verständnis und Geld für das notleidende und in Clan-Gebiete desintegrierte Land.
Wie jedoch die Intervention der UNO-Truppen die im Vergleich zu anderen Ländern der Sahelzone kaum schlimmeren Zustände verbessern könnte, ist nicht zu erkennen. Es gibt hinreichende Anzeichen, daß die Strategen eher an der Kontrolle der gesamten Region und den Ölvorkommen interessiert sind als an Hungerhilfe. Diese Hilfe in vernünftigen Dimensionen jenseits von Korruption, Mißwirtschaft und Ausbeutung zu ermöglichen, ist das Hauptziel aller an der Aktion Beteiligten. Hajo Schiff
Sonntag, 3. Oktober, 15 Uhr Landungsbrücken, Oberdeck Brücke 3. (TAZ) 1993

*Durch eine Resolution an die Vereinten Nationen (verfasst durch Angelika Beer Grüne), in Zusammenarbeit mit artbase: über einen  Wasserexperten aus Somalia – telefonisch vemittelt u.a. über die Küstenfunkstelle Norddeichradio – durch Gespräche mit Prof. Julian Bauer ECOTERRA + artbase , konnte das Einstauvorhaben des Flusses “Webi Shabeelle” verhindert werden. Nomaden sind von von dem Fluss abhängig, der Fluss wäre durch das Einstauen auf weite Strecken ausgetrocknet. Über Wasseraufbereitungsanlagen sollte  die Deutsche Blauhelmtruppe versorgt werden. Es flossen des weiteren EU-Mittel an eine Fischerreikooperative in Las Koreh…. Der somalische Wasserexperte reiste aus Somalia an und nahm an der “artbase-Sofi-Soma-Infusions-Performance” an den Landungsbrücken teil. (Radiobeitrag: NDR “Hamburg Welle” in den Nachrichten)

http://www.metasynapse.de/stange/projekte/TAZ/Feldpostkarten_zu_Wasseraktien.htm

>Wasseraktie< weiteres Material: http://www.stange.metasynapse.de/

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Wasser für Somalia

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SPUREN Zeitschrift für Kunst und Gesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Herausgeber Karola Bloch | Jochen Hiltmann | Druck:ConBrio Verlagsgesellschaft, Regensburg. Redaktion Gunnar F. Gerlach. (verantwortlich) Jan-Robert Bloch, Susanne Duddda, Achim Lenger


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Jörg Stange und Heinz Östmann (Foto: Martin Seemann) weitere Fotos: => [::] <=

[ Die Wasseraktie – Wasser für Somalia ]

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TAZ-HAMBURG 06.08.1994
TAZ-Bericht Julia Kossmann

Die Kunst der Hilfe zur Selbsthilfe

Hamburger Kunstprojekt artbase arbeitet für Somalia / Mappenwerk zur Aktion erschienen

An die 500 Millionen Mark hat die Bundeswehr während ihres Einsatzes in den brennend heißen Wüstensand Somalias gesetzt. Ende März dieses Jahres wurden die letzten der 1.700 deutschen Soldaten heimgeholt. Geblieben ist außer ein paar Brunnen mitten in der Wüste nichts. Schon ist das Weltinteresse wieder mit einer neuen und ebenfalls auf den historischen Fundamenten des Kolonialismus wurzelnden Katastrophe in Ruanda beschäftigt.

Die europäische Einmischung in Afrika, einem Kontinent mit über 1.000 Völkern, die in Staaten leben, deren Grenzen mit den traditionellen afrikanischen „Staatsformen“ nicht in Übereinstimmung zu bringen sind, hat sich bisher als kontraproduktiv erwiesen. Orientiert an den Bedürfnissen und Gegebenheiten des Landes ist dagegen das artbase-Projekt, das der Hamburger Künstler Jörg Stange im vergangenen Herbst initiierte und am 3. Oktober 1993 in der konzertierten Kunstaktion „Wasser für Somalia“ gemeinsam mit dem SOFI (sozial-ökologisches-Freiheits-Institut) an den Landungsbrücken vorstellte. Mittlerweile arbeiten Menschen aus den verschiedensten Bereichen der Kunst, Kultur, Wissenschaft und Politik und in Deutschland lebende Somalis bei artbase mit.

Ausgehend von der Maxime „Schenke einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn einen Tag, gib ihm eine Angel, und er wird in seinem Leben nicht mehr hungern müssen“ unterstützt artbase den Wiederaufbau einer Fischerei-Kooperative in Las Koreh im Norden Somalias. Obwohl nie direkt vom Bürgerkrieg betroffen liegen auch hier im Norden Somalias die Handels- und Versorgungswege brach, und Raubfischer aus Industrienationen schöpfen mit modernen Booten die Fischbestände ab. Um die traditionellen Boote wieder instandzusetzen, fehlt das Geld, das nun artbase aufbringen will.

Für den Kontakt zu den Fischern sorgt der somalische Veterinär Ahmed M. Guled von der Organisation für die somalische Einheit (OSE), denn „Informationen aus erster Hand und der Dialog vor Ort sind für das Gelingen des Projektes unverzichtbar“, heißt es im soeben erschienenen Mappenwerk, einer künstlerisch gestalteten Selbstdarstellung von artbase, dessen Verkaufserlös wieder direkt dem Projekt zufließt genauso wie Erlöse aus der von Jörg Stange gestalteten Wasser-Aktie. Der Hamburger Fischer Heinz Oestmann, ebenfalls bei artbase engagiert, sagt: „Fischerei hat in dieser Gegend nur dann eine Zukunft, wenn traditionelle Fangmethoden ausgebaut und möglichst kostenarme Mittel dafür verwendet werden.“

„In Las Koreh handelte einst Sindbad, der Seefahrer, mit Weihrauch. Er könnte es getan haben. Sollen wir keine Händler sein? Warum denn nicht? Tauschen wir in Sindbads Fahrensreich die braven Narreteien gegen Tausendundeine Nacht. Verwandeln wir in Somalia deutsche Maschinengewehre, Panzer und Lenkraketen zu Wasser. „Werden wir die Händler der Wasseraktie“, schrieb Reimer Eilers, Bezirksvorsitzender des VS in Hamburg, Ende 1993, als die deutschen Jungs noch in Somalia hockten, in dem Aufsatz „Sindbad rettet die Bundeswehr“. Die Bundeswehr braucht in Somalia nun keine Hilfe mehr, während die Somalis jetzt erst recht Unterstützung brauchen. „Politik, so sagt man, sei die Kunst des Machbaren. Doch wo die Politik versagt, hinter ihren Grenzen, ergreift die Kunst selbst die Initiative“, heißt es in der art-base-Mappe. Folglich will Jörg Stange, der mit einigen artbase-Mitarbeitern im Herbst Somalia besuchen wird, auch neue Wege gehen, um Geld aufzubringen. Er will auch mit einem Mineralwasser-Hersteller verhandeln, einige 100.000 Wasserflaschen mit einem künstlerisch gestalteten Etikett zum erhöhten Solidaritätspreis zu verkaufen, um weitere Mittel in das Projekt fließen zu lassen, so daß es wie geplant weitergehen kann: „Ohne viel Bürokratie. Ohne aufwendige Zwischenstationen. Aber mit direkter Kontrolle. Und mit viel Phantasie.“ Und als ein zukunftsweisendes Modell einer aufrichtigen Hilfe zur Selbsthilfe.

Julia Kossmann

artbase-Mappenwerk und Wasser-Aktie zu beziehen über:
(ehemalige Adresse): Artbase-Projektlabor, Essener Str. 2, 22419 Hamburg,
stange[at]metasynapse.de
Spendenkonto: OSE e. V., Kennwort „artbase“, Kto.Nr.:

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HYDROMEMORIES ON THE THEME OF WATER:

http://hydromemories.com/

Hydromemories is an interdisciplinary artistic project
on the theme of water

COMMON GROUND: PROJECTS FOR THE LAGOON

FREE AS AIR AND WATER

1% WATER AND OUR FUTURE

MASSIMO DI NONNO

RACHEL WHITEREAD WATER TOWER

BOTTLE PROJECT – SUSTAINABLE WATER

HIGH WATER LINE

WATERPOD PROJECT

WASSERAKTIE – WASSER FÜR SOMALIA

PEACE REAL SPACE

FREE DIMENSIONAL

ART MEETS SCIENCE

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Written by medienwatch & metainfo

Februar 14, 2009 at 11:58