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Verstaatlichung zur Deckung von Spekulationsschulden

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HRE: 1 Billion Schulden sollen mit Steuergeldern ausgeglichen werden

meta-info.de | Die Hypo Real Estate hat nach neuesten Meldungen Schulden in Höhe von mehr als einer Billion Euro durch Derivatgeschäfte aufgehäuft. Durch die geplante Verstaatlichung sollen diese Schulden dem Gemeinwesen übertragen werden. In den vergangenen Tagen rollte bereits eine Kampagne durch alle großen deutschen Medien mit Artikeln, die vehement für die Rettung der HRE durch Verstaatlichung eintraten. Der nächste große Schritt zur Ausplünderung des Steuerbürgers wird aktuell mit komplexen Manövern, publizistischen Nebelkerzen und genereller Täuschung der Öffentlichkeit vorbereitet.

Die Kredite der HRE wurden für den Kauf von inzwischen wertlosen Derivaten eingesetzt. Aufgenommen wurden sie vermutlich überwiegend insbesondere bei dern Deutschen Bank, die die Derivate der HRE verkaufte. Nach den aktuellen Meldungen handelte es sich hier um neuere Geschäfte, die vom im vergangenen Herbst eingesetzten Chef der HRE, dem Deutsche Bank-Manager Axel Wieandt zu verantworten sind. Der CDU-Politiker Fromme, Mitglied im Kontrollgremium der SoFFin, erklärte „Wir stecken in höllischen Verträgen“. Naheliegend ist, dass auch der frühere SoFFin-Chef Merle und möglicherweise Wirtschaftsminister Glos vor diesem Hintergrund zurücktraten.

Weiterhin verharren Bürger und politische Opposition in Deutschland in der Schockstarre und blicken wie das Kaninchen auf die Schlange der sich in immer unüberschaubareren Dimensionen der Finanzkrise mit der Hoffnung, dass Merkel und Steinbrück als „Krisenmanager“ ihren Auftrag erfüllen.
Nicht gefasst sind sie bisher auf die Tatsache, dass diese „Krisenmanger“ weder in der Lage noch willens sind, angemessen auf die Krise zu reagieren.
Stattdessen zeichnet sich mit zunehmender Deutlichkeit als Kern ihrer Bemühungen der Versuch ab, das bestehende bankrotte System mit Milliarden aus den Mitteln des Gemeinwesens über Wasser zu halten und der Elite, der sie sich verbunden fühlen, den nötigen Zeitgewinn zu verschaffen, damit diese ihre Vermögen auf Kosten des Steuerbürgers in sichere Gewässer schleusen kann.

Immer deutlicher wird, dass am Ende dieser Bemühungen der Bankrott des Gemeinwesens stehen wird, das vorher geplündert wird zugunsten derer, die es noch dominieren.
Die entsprechend einem internen 17-seitigen Papier der EU bekannt gewordene Zahl von 18,1 Billionen Euro Abschreibungsbedarf europäischer Banken aufgrund fauler Papiere macht deutlich, dass die Ablösung dieser Papiere durch den Staat / die Haushalte der EU-Staaten zu deren Zahlungsunfähiglkeit führen wird.
Auf den Finanzmärkten schlägt sich diese Perspektive bereits nieder, wie der einbrechende Kurs des Euro belegt.
Die Bemühungen, die großen Banken über Wasser zu halten, verschlingen die letzten verfügbaren Reserven des Gemeinwesens. Auch Staatsanleihen, die früher als stabiles, unerschütterliches finanzielles Fundament galten, werden inzwischen mit Skepsis betrachtet und finden nur noch wenige Abnehmer.

Albrecht Müller, früher Berater Willy Brandts und Planungschef des Kanzleramts, erkennt in den Vorgängen der finanziellen Elite im Verbund mit der Bundesregierung ein betrügerisches Vorgehen gegenüber dem Gemeinwesen. Anstelle der notwendigen Neuordnung des Finanzsystems, einer Regulierung der Banken, Verbot von Geschäften mit Steueroasen und unüberschaubaren Finanzinstrumenten erfolgt stattdessen der Zugriff auf die öffentlichen Kassen zur Begleichung der Wettschulden spekulierender Banker, der Versuch einer Reparatur des globalen Spielkasinos.
Gleichzeitig werden hierfür die großen Medien eingespannt, die diese Massnahmen der Finanzpolitik, die Versuche, bodenlose Fässer mit Steuergeld zu füllen, gutheissen und als vernünftig absegnen.

Nur vergleichsweise selten werden sriöse Massnahmen diskutiert, wie die vom US-Ökonomen Galbraith vorgeschlagene Insolvenz der großen Banken, verbunden mit der Sicherung der Spareinlagen, Austausch des Managements aber ohne die Übernahme der immensen Schuldenlasten durch die Öffentlichkeit.

Das französische Wirtschaftsforschungsinstitut, das seit einem Vierteljahrhundert Prognosen für Wirtschaft und Politik erstellt und dabei im Jahr 2006 die aktuelle Krise ankündigte, erwartet nun für den wahrscheinlichen Fall, dass die gegenwärtige Politik fortgesetzt wird, für den Herbst des Jahres den Zerfall der öffentlichen Ordnung nach dem vorausgegangenen Zusammenbruch der Strukturen des Systems und der Zahlungsunfähigkeit der großen Industriestaaten. gw

http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Kredite-ueber-eine-Billion-Euro
http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/finanzen/421/459067/text/
http://www.telegraph.co.uk/finance/financetopics/financialcrisis/4590512/European-banks-
http://www.nachdenkseiten.de/?p=3730
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,596717,00.html
http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=3743
www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29006/1.html
http://www.nachdenkseiten.de/?p=3722
http://www.meta-info.de/?lid=32944

http://www.telegraph.co.uk/finance/newsbysector/banksandfinance

http://www.fxstreet.com/news/forex-news/article.aspx?StoryId=4ab9df5f
http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc

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Written by medienwatch & metainfo

Februar 20, 2009 at 16:02