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Heute wäre Heiner Müller 80 Jahre alt

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Heute wäre Heiner Müller 80 Jahre alt

9. 1 2009

Veranstaltungen zum 80. – eine Auswahl

(7.1.2009) Donnerstag 8.1. Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz: 19 Uhr „Nachbar Müller“, Großes Haus (ein Müller-Geburtstags-Spektakel) +++ Freitag 9.1. Akademie der Künste, Hanseatenweg 10: 19 Uhr „Heiner Müller: Die Menschheit braucht ein neues Wozu!“, Studio, Szenische Lesung, Regie: Hans Neuenfels, [basierend auf einer Textauswahl aus der Heiner-Müller-Werkausgabe von Frank Hörnigk und Kristin Schulz =Veranstaltung zum Abschluss der Werkausgabe] +++ Freitag 9.1. Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestr. 125: 20 Uhr „’Ursprung ist das Ziel‘ oder Der Zeitraum zwischen Nichtmehr und Nochnicht als Ort des Neubeginnens“, u.a. mit Laurent Chétouane, Thomas Martin, Marcus Steinweg, B. K. Tragelehn, Philippe Vincent +++ Samstag 10.1. Max-Taut-Aula, Berlin-Lichtenberg, Fischerstraße/Schlichtallee, 18.00 Uhr: „Wenn alles gesagt ist, dann werden die Stimmen süß…und dann kommt die Oper!“ HEINER MÜLLER UND DIE OPER, „Tristan und Isolde“ – Müller/Kluge im Interview – Gesprächsrunde mit Fr. Kittler, E. Lenk, U. Lehmann-Brauns, W. Storch – Wiebke Frost – Gefängnistheater aufBruch, Heiner MüllerArchiv „Transitraum“, Heiner-Müller-O-Ton-Projekt, hrsg. von Kristin Schulz +++ Samstag 10.1. Akademie der Künste, Hanseatenweg 10: 20 Uhr Filmvorführung „ICH WILL NICHT WISSEN, WER ICH BIN – Heiner Müller“ von Christoph Rüter und Thomas Irmer (20.15 Uhr findet auf 3sat die Fernsehausstrahlung statt) +++ Sonntag 11.1. Deutsches Theater, Kammerspiele, 11.00 Uhr: „KUNST IST LETZTLICH NICHT KONTROLLIERBAR“, Lesung von Heiner Müller-Texten mit Margit Bendokat, Corinna Harfouch, Valery Tscheplanowa, Dimiter Gotscheff, Jürgen Holtz und B.K. Tragelehn +++ Dienstag 13.01. Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestr. 125: 20 Uhr MüllerBrechtTheater I „Verfremdung und jetzt? „mit RENÉ POLLESCH (Jahrgang 1962, Regisseur und Autor der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, daneben kontinuierliche Theaterarbeiten in Luzern, Stuttgart, Hamburg, München, u.a.) und SAHIKA TEKAND (Jahrgang 1959, Autorin, Regisseurin und Schauspielerin, Leiterin des Studio Oyunculari, Istanbul) +++ 16.1. Ratskeller Lichtenberg, 19.00 Uhr: Eröffnung der Ausstellung im zum 80. Geburtstag „WORKING FOR PARADISE“ Arbeiten von Rossella Biscotti (I), Fritz Fabert (D), Liang Juhui (CN), Grischa Meyer (D) (Austellung vom 19.01. bis 20.02.2009) +++ Dienstag 20.01. Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestr. 125: 20 Uhr MüllerBrechtTheater II „Vom Rand ins Zentrum“: mit Rimini Protokoll [HELGARD HAUG, Jahrgang 1969, DANIEL WETZEL, Jahrgang 1969: Freie Theatertruppe, die zu akuten sozialen Themen theatralische Recherchen betreiben und zum Austrag bringen, zuletzt u.a. Das Kapital (2007)] und WOJTEK KLEMM (Jahrgang 1974, Schauspieldirektor am Theater in Jelenia Gora, davor u.a. Regieassistent an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, polnische Erstaufführung von Brecht Brotladen (2007) am Stary Teatr in Krakow) +++ Di 27.01. Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestr. 125: 20 Uhr MüllerBrechtTheater III „Schönheit und Verzweiflung“ mit DIMITER GOTSCHEFF (Jahrgang 1943, aus Bulgarien stammender Regisseur und Schauspieler, seit den 70er Jahren kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem Werk von Brecht und von Müller, zuletzt u.a. Hamletmaschine und Anatomie Titus im Bühnenbild von Mark Lammert) und MARK LAMMERT [Jahrgang 1960, Bildender Künstler, frühe Zusammenarbeit mit Heiner Müller (u.a. Duell, Traktor, Fatzer, BE, 1993), zuletzt intensive Zusammenarbeit mit Dimiter Gotscheff] +++ Dienstag 10.02. Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestr. 125: 20 Uhr MüllerBrechtTheater IV „Die Korrektur der Korrektur? “ mit ARMIN PETRAS [Jahrgang 1964, Regisseur, Autor, Inszenierungen in Frankfurt/Oder, Chemnitz, Leipzig, Kassel, Frankfurt/Main, Hamburg, seit 2006 Intendant des Maxim-Gorki-Theaters in Berlin, dort u.a. Korrektur (2008)] und WOLFGANG ENGLER (Jahrgang 1952, Philosoph und Autor, seit 2005 Rektor der Schauspielschule „Ernst Busch“ in Berlin) +++ Dienstag 17.02. Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestr. 125: 20 Uhr MüllerBrechtTheater V „Die Mühen des Mythos“ mit FRANK CASTORF [Jahrgang 1951, Regisseur, seit 1992 Intendant der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin, neben Schleef und Marthaler wirkungsmächtigster Schauspielregisseur der vergangenen zwanzig Jahre im deutschsprachigen Theater, zuletzt Maßnahme/Mauser (2008)] und THEODOROS TERZOPOULOS, Jahrgang 1947, Regisseur und Schauspieler, Leiter des Attis Theaters in Athen, Regieassistent am BE unter Ruth Berghaus, Bekanntschaft mit Heiner Müller, mit dessen Werk er sich seitdem kontinuierlich auseinandersetzt)

http://www.heinermueller.de/de/leben.php

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„Ich will nicht wissen wer ich bin“

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Die Hamletmaschine

Ich war Hamlet. Ich stand an der Küste und redete mit der Brandung BLABLA, im Rücken die Ruinen von Europa. Die Glocken läuteten das Staatsbegräbnis ein, Mörder und Witwe ein Paar, im Stechschritt hinter dem Sarg des Hohen Kadavers die Räte, heulend in schlecht bezahlter Trauer WER IST DIE LEICH IM LEICHENWAGEN / UM WEN HÖRT MAN VIEL SCHREIN UND KLAGEN / DIE LEICH IST EINES GROSSEN / GEBERS VON ALMOSEN das Spalier der Bevölkerung, Werk seiner Staatskunst ER WAR EIN MANN NAHM ALLES NUR VON ALLEN. Ich stoppte den Leichenzug, stemmte den Sarg mit dem Schwert auf, dabei brach die Klinge, mit dem stumpfen Rest gelang es, und verteilte den toten Erzeuger FLEISCH UND FLEISCH GESELLT SICH GERN an die umstehenden Elendsgestalten. Die Trauer ging in Jubel über, der Jubel in Schmatzen, auf dem leeren Sarg besprang der Mörder die Witwe SOLL ICH DIR HINAUFHELFEN ONKEL MACH DIE BEINE AUF MAMA. Ich legte mich auf den Boden und hörte die Welt ihre Runden drehn im Gleichschritt der Verwesung.

http://www.theater.htwg-konstanz.de/?q=node/4

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Heiner Müller die Hamletmaschine:

http://www.literaturwissenschaft-online.uni-kiel.de/veranstaltungen/vorlesungen/literatur20/hamletmaschine.pdf

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http://www.theaterkanal.de/fernsehen/monat/tipps/ich-will-nicht-wissen-wer-ich-bin–heiner-mueller

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http://www.hamburger-kunsthalle.de/manson/catalog/gerlach.htm

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http://de.wikipedia.org/wiki/Heiner_M%C3%BCller

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Schriftsteller Heiner Müller zum 80.

Der Verletzliche

Heute wäre Heiner Müller 80 Jahre alt geworden. Vom sowjetischen Blick auf die DDR geprägt, ist sein Werk inzwischen für viele nicht mehr greifbar. Eine Erinnerung. Jens Bisky

(SZ eingest. am 11.1.09)

http://www.sueddeutsche.de/kultur/162/453850/text/

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Januar 9, 2009 at 15:40