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The Thing: Kontrollierte Virtualitäten und virtuelle Kontrollen

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Kontrollierte Virtualitäten und virtuelle Kontrollen

Kontrolle und Virtualität waren die zwei Stichwörter eines umfangreichen Symposions an der Hochschule für Bildende Künste (HfBK), das vom 3. bis 8. November in Hamburg stattfand und von der HfBK (Prof. Hans-Joachim Lenger, Prof. Michaela Ott, Sarah Speck, Harald Strauß), der Universität Basel (Prof. Georg Christoph Tholen) und der Universität Paris VIII – Saint Denis (Prof. Alain Brossat) konzipiert und durchgeführt wurde.

Den Ausgangspunkt bildeten Deleuze Ausführungen zur Kontrollgesellschaft. “Wir sind dabei, in ´Kontroll`Gesellschaften einzutreten, die genaugenommen keine Disziplinargesellschaften mehr sind. Foucault gilt nicht selten als der Denker der Disziplinargesellschaften und ihrer prinzipiellen Technik, der Einschließung. Aber in Wirklichkeit gehört er zu den ersten, die sagen, dass wir dabei sind die Disziplinargesellschaft zu verlassen, dass das schon nicht mehr unsere Gegenwart ist. Wir treten ein in Kontrollgesellschaften, die nicht mehr durch Internierung funktionieren, sondern durch unablässige Kontrolle und unmittelbare Kommunikation.” (1)
Deleuze knüpft damit an Michel Foucaults Untersuchungen der Disziplinargesellschaften an und erweitert sie auf unsere heutigen Gesellschaften. Wie in einigen Vorträgen betont wurde, bedeutet die Ausrufung einer Kontrollgesellschaft jedoch nicht die Ablösung der einen Gesellschaftsform durch die andere, sondern ihre Aktualisierung. Somit lassen sich sowohl Kontinuitäten als auch Gleichzeitigkeiten verschiedener Machtformen diagnostizieren. Laut Foucault sind schon die Disziplinargesellschaften diejenigen Machtverhältnisse, “die nicht mit dem Recht sondern mit der Technik arbeiten, nicht mit der Normalisierung, nicht mit der Strafe sondern mit der Kontrolle”. (2)
Diese Kontrollmechanismen zeichnen sich durch eine gesteigerte Differenzierung aus und wirken zusehends in Mikrologien. Sie lassen lediglich minimale und ambivalente Lückenbildungen zu und gehen mit Veränderungen im politischen, sozialen, kulturellen, medialen und wirtschaftlichen Bereich einher, die es auf dem Symposion zu untersuchen galt […]

http://www.thing-hamburg.de/index.php?id=982

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Politischer Journalismus und offener Wahnsinn = „Wir malen hier bloß die Bilder ab“
https://medienwatch.wordpress.com/2009/09/21/politischer-journalismus-und-offener-wahnsinn-wir-malen-hier-blos-die-bilder-ab/

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Panoptismus (vom griech. panoptes=„das alles Sehende“) ist ein von dem französischen Philosophen Michel Foucault eingeführter Begriff, der die zunehmenden Überwachungs- und Kontrollmechanismen und daraus resultierende soziale Konformität des Individuums in der Entwicklung der westlichen Gesellschaft seit dem 18. Jahrhundert beschreibt:

Panoptismus

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Foto + Bildarbeit: »Bettnachbar-Endoklink« Jörg Stange, gfok. Veröffentlichung: Der freundliche alte Herr hat eingewilligt.

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Written by medienwatch & metainfo

April 1, 2009 at 14:11