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Sammlung Falckenberg: WEISSER SCHIMMEL / You can observe a lot by watching

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sammlung-falckenberg-watch-schimmel-tauto-jst-gok Jon Kessler, Foto: jst/gfok

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WEISSER SCHIMMEL / You can observe a lot by watching

Gruppenausstellung, kuratiert von Nicola Torke + Christoph Grau Ausstellung vom 13.Februar bis 11. April 2010 Eröffnung am Freitag, den 12. Februar von 19:00 – 23:00 Uhr Weiß ist weiß und Schimmel ist Schimmel und beides zusammen eine Tautologie. Das denkt man jedenfalls, wenn man den Titel der Ausstellung liest, die die Kuratoren Nicola Torke und Christoph Grau in der Sammlung Falckenberg zusammengestellt haben. Doch kann man den mehrdeutigen „Weißen Schimmel“ auch als Fingerzeig verstehen, die Kategorien der Bewertung zu hinterfragen, mit denen wir Kunstwerken in der Regel zu Leibe rücken: Für Händler sind es die Preise, für Historiker die Epochen und Stile und für Theoretiker die Diskurse, an denen sie ihre Einordnungen ausrichten. Häufig bleibt dabei das Wichtigste auf der Strecke: das genaue Hinschauen. „You can observe a lot by watching“ lautet der englische Titel der Ausstellung, die den Versuch unternimmt, die Kunstwerke jenseits der Bewertungs-Charts in eine andere, sich aus den Arbeiten selbst entwickelnde Ordnung zu bringen. Ausgehend vom Bestand der Sammlung Falckenberg entfalten die Kuratoren auf über 4000 qm eine Bildwelt, die unterschiedlichste Themen streift: Haus und Behausung, Schleier und Spiegel, Gesicht und Maske, Ornament und Muster sind dabei eher visuelle Leitlinien als kunsthistorische Kategorien. Internationale Größen wie Robert Rauschenberg, Cindy Sherman, Mike Kelley, Thomas Hirschhorn oder Franz West werden dabei Arbeiten von Hamburger Künstlern wie Hanne Darboven, Hilka Nordhausen, Dieter Roth, Michael Bauch oder auch ganz jungen künstlerischen Positionen so subtil gegenübergestellt, dass der Betrachter zu einer subjektiven, intuitiven Seherfahrung aufgefordert wird. . .

»Paris Bar« Kippenberger ~O~ Burwitz |  [ flashphoto: vergrössern = anklicken]

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Debatte um Kippenberger-Bild

Christie’s erwägt „mehr Transparenz“

Von Nora Reinhardt Martin Kippenbergers berühmtes Werk „Paris Bar“ wurde bei Christie’s für über zwei Millionen Euro versteigert. Dann stellte sich heraus: Gemalt hat das Bild ein wenig bekannter Auftragsmaler aus Berlin. Nun zieht das Auktionshaus in Betracht, in Zukunft auch ausführende Künstler zu nennen: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,658250,00.html . . Künstlerliste: M. Altmann, A. Auer / D. Jurcak, M. Bauch, A. Beitz, C.v. Bonin, U.v. Brandenburg, G. Bullacher, B. Burwitz, W. Büttner, P. McCarthy, S. Craig, H. Darboven, C. Ditz, S. Dillemuth, B. Ecker, Erro, H. Falckenberg, P. Fischli/D. Weiss, General Idea, A.L. Grau, C. Grau, A. Gudjonsdottir, S. Heidhues, H. Hellinger, G. Herold, T. Hirschhorn, A. Hofer, H. Hoffmann, A. Hoops, V. Hüller, Z. Kantor, M. Kelley, M. Kippenberger, J. Kessler, N. Könnemann, A. Koepcke, C. Korth, T. Krause, L. Krüger / R. Ohrt, K. Kelm, N. Lang J. Lempert, U. Lewitzky, A. Loytved, P. M´Barek, J. Meese, D. Meinzer / A. Wenzel, Y. Merose, E. Mitzka, M. Mosler, M. Mullican, H. Nordhausen, M. Oehlen, S. Ohrt, A. Oppermann,W. Pabst, M. Pernice, R. Pettibon, P. Piller, B. Prinz, R. Rauschenberg, G. Reski, J. Rhoades, T. Rieck, R. Rose, D. Roth, M. Rosler, G. Rüh, C. Sherman, P. Schliep, B. Sefkow, N. Schwontkowski, B. Tausend, T. Terbuyken, P. Thek, A. Tippel, N. Torke, D. Tschernich, M. Urbschat, M. Wehrmann / M. Struck, F. West . . .

[ flashphoto: vergrössern = anklicken] Fotos: Jörg Stange

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Horst Hellinger

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«Dumpster A 2008 Acryl auf Mülltonne» Uwe Lewitzky | Mit freundlicher Unterstützung der Stadtreinigung Hamburg

. . Zur Ausstellung erscheint ein deutsch-englischer Katalog mit Textbeiträgen von Ursula Panhans-Bühler, Diedrich Diederichsen, Gunnar F. Gerlach, Roberto Ohrt, Veronika Schöne, Ludwig Seyfarth und einem Vorwort von Harald Falckenberg im Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln Sammlung Falckenberg Nasim Weiler Wilstorfer Straße 71 Fabrikhallen Phoenix 21073 Hamburg T +49 40 3250.6762 http://www.sammlung-falckenberg.de besuch[at]sammlung-falckenberg.de BESUCH / FÜHRUNGEN:_ BITTE BEACHTEN SIE: WEGEN AUSSTELLUNGSAUFBAU IST DIE SAMMLUNG VOM 11.1. BIS 12.2. GESCHLOSSEN. DIE NÄCHSTE FÜHRUNG FINDET AM SAMSTAG, DEN 20.2. STATT. Die Ausstellungen können nur nach vorheriger Anmeldung besucht werden. Öffentliche Führungen finden jeden Samstag um 15 und 17 Uhr statt. Anmeldungen telefonisch unter Tel. 040 – 3250.6762 oder per E-Mail: besuch@sammlung-falckenberg.de Wir werden sie dann schnellstmöglich während der Öffnungszeiten des Büros von Mittwoch bis Freitag von 11 – 18 Uhr kontaktieren. Dauer der Führung ca. 90 Minuten Kosten: Teilnahme an den öffentlichen Führungen samstags: 15,- Euro pro Person / private Gruppenführungen bis 20 Personen: 140,- Euro (Termin nach Vereinbarung) Das Büro der Sammlung Falckenberg ist von Montag bis Freitag zwischen 10 – 17 Uhr erreichbar Tel: 040 – 3038.6895 Fax: 040 – 3039.4757 Email: orga[at]sammlung-falckenberg.de . . .

Leise Wucht subtiler Energien in den Phoenix-Hallen

Von Belinda Grace Gardner 17. Februar 2010, 04:00 Uhr „Man kann viel beobachten, wenn man genau hinschaut“: So in etwa ließe sich der englische Untertitel „You can observe a lot by watching“ zur Ausstellung „Weißer Schimmel“ übersetzen: http://www.welt.de/die-welt/kultur/article6430234/Leise-Wucht-subtiler-Energien-in-den-Phoenix-Hallen.html . .

„Weißer Schimmel“ als trojanisches Pferd

Von Wolf Jahn 17. Februar 2010, 06:36 Uhr Nicola Torke und Christoph Grau, beide frühe Wegbereiter für Falckenberg, hatten von ihm eine Carte blanche zum Ausstellen erhalten: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article1386109/Weisser-Schimmel-als-trojanisches-Pferd.html . . Großartige Ausstellung in der Falckenberg-Sammlung

Wo der weiße Schimmel blüht

Von Stefanie Maeck 18. Februar 2010, 06:00 Uhr Internationale Größen der Kunst hängen neben hoffnungsfrohen Newcomern und Künstlern, die in Hamburg Spuren hinterließen: http://www.abendblatt.de/region/harburg/article1387961/Wo-der-weisse-Schimmel-blueht.html   Bilder für den Bürger: Der Hamburger Kunstverein Harald Falckenberg im Gespräch mit Jürgen König Der Hamburger Kunstverein besteht seit 1817. Anfangs wurden die angekauften Bilder unter den Mitgliedern verlost. Heute engagiert sich der Verein ohne Quotendruck für die junge Kunst. „Da sind wir doch in einer glücklichen Position“, sagt Vorstandsvorsitzender Harald Falckenberg: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1222711/   . . . . . . […] Frage bleibt dann: Wohin das Ganze? Wir haben mit diesem Schiff auch wieder abendländisch eine doppelte Bedeutung, nämlich mit der schönen Metapher bei Michèle Foucault, mit dem Narrenschiff (stultifer navis), aus der er auch die literarisch, philosophisch, bildnerische Wirklichkeit seit dem 15. Jhdt. angenommen hatte. Nun weiß die neueste Forschung, dass unser Bild ein etwas falsches…- Foucault war nämlich davon ausgegangen, dass sich hier nun genau jene fatale Herrschaft, die wir heute im Kapitalismus haben, dokumentiert – weil die, die anders sind, auf die Schiffe gesetzt werden – ohne Steuermann – um hier in den elenden Tod einfach entsorgt zu werden, also so eine Art frühes KZ ohne Steuermann. […] https://medienwatch.wordpress.com/texte-diskurse-gunnar-f-gerlach/ . Mythos und Ambivalenz der Bilder zwischen Wirklichkeit, Wahrheit und Wahn Gunnar F. Gerlach „Es ist dieselbe Sehnsucht, die die Ausgestoßenen der Gesellschaft verbindet, seien sie nun ausgestoßen von der kaltherzigen Brutalität des Philistertums, oder seien sie Verworfene aus eigener, vom Temperament diktierter Machtvollkommenheit.(…)…- sie sind die engsten Verwandten der gutmütig belächelten, als Folie philiströsen Größenwahns spöttisch geduldeter Künstlerschaft, die in ihrer verzweifelten Verlassenheit mit der Sehnsucht eines erhabenen Zukunftsideals die Welt befruchtet. Verbrecher, Landstreicher, Huren und Künstler – das ist die Boheme, die einer neuen Kultur die Wege weist.“ Erich Mühsam, „Boheme“, 1906 . Mythenerzählungen sind oder erscheinen willkürlich, sinnlos, absurd; dennoch tauchen sie überall in der Welt immer wieder auf. Eine phantastische Schöpfung des Geistes, die nur an einem Ort vorkäme, wäre einzigartig; man würde sie nirgendwo sonst wieder finden. Ich wollte herausfinden, ob es eine Ordnung hinter diesen augenscheinlichen Unordnungen gibt – mehr nicht. . Claude Lévi-Strauss, Mythos und Bedeutung, 1980 https://medienwatch.wordpress.com/mythos-und-ambivalenz-der-bilder-zwischen-wirklichkeit-wahrheit-und-wahn/ . . . . . . . . .

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Fotos: Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach GfoK-Kunstarchiv

 

 

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Written by medienwatch & metainfo

Februar 11, 2010 at 09:10