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Archive for the ‘Raubtierkapitalismus: Der nächste Deal wartet schon’ Category

Die Welt der Banker: Die Gebote der Gier + Bücher

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Die Welt der Banker

Die Gebote der Gier

Von Alexander Hagelüken und Alexander Mühlauer

Mehr Tempo, mehr Profit, mehr Risiko – das Leben vieler Banker verlangt Beschleunigung bis zum Kollaps. Nun blickt die Welt in die Abgründe eines außer Kontrolle geratenen Systems. Zwei Aussteiger berichten.

Wie er da steht in der Tür seines Elternhauses, hat Rudolf Wötzel nichts von dem Mann, der er bis vor kurzem war. Dem Haar fehlt das Gel, das er sonst großzügig verteilte. Dem Hemd fehlt die Seidenkrawatte. Die Füße stecken in Gesundheitslatschen statt Lederschuhen. Nur am Handgelenk prangt wie aus Versehen ein Statussymbol aus seinem alten Leben: Manschettenknöpfe. Schön anzusehen, 100 Euro teuer. Kein Betrag für einen, der bis zu 80.000 Euro verdiente. Im Monat. [::]

http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/finanzen/992/463599/text/

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…und ein Buchtip(p)


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Der nächste Deal wartet schon

Im Garten von Wötzels Eltern zwitschern die Vögel, durch die hohen Fenster scheint die Sonne. Was für ein Frieden. Was für ein Kontrast zu dem Tempo, das aus seinen Schilderungen klingt. Immer wartete der nächste Deal. Die Sekretärin reservierte ihm im Flugzeug stets einen Gangplatz, so sparte er beim Aussteigen 20 Sekunden. Einmal rast er mit dem Sportwagen zum Flughafen, auf der Fahrt nach dem Flug tippt er am Steuer Botschaften. Alles für einen Termin, den der Kunde absagt, als er ankommt. Am Abend dämmert ihm, dass er an diesem Tag mehrmals sein Leben riskiert hat [::]

http://www.sueddeutsche.de/finanzen/992/463599/text/6/

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marktwirtschaft

Das Gesetz des Dschungels

Manche Topmanager vergessen allen Anstand. Der Raubtierkapitalismus bedroht die offene Gesellschaft. Ein Plädoyer für mehr Moral:

http://www.zeit.de/2003/50/Kapitalismus

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Cover Der flexible Mensch Richard Sennett
Der flexible Mensch
Ein Analyse unserer Lebensbedingungen im Zeichen des neuen Kapitalismus.
Die Kultur des neuen Kapitalismus – Flexibilität is das Zauberwort des globalen Kapitalismus. Auch der ganz normale Arbeitnehmer muß ständig bereit sein für Veränderungen, muß immer aufs neue wagen und gewinnen. Sennett, einer der bekanntesten Soziologen der Gegenwart, liefert eine meisterhafte Analyse unserer Lebensbedingungen im Zeichen des neuen Kapitalismus. Sein streitbares Buch zeigt, wie der ständige Zwang zum Neuen den Menschen deformiert. Beruf, Wohnort, soziale Stellung, Familie, alles ist den Anforderungen der Ökonomie unterworfen, das eigene Leben wird zum ziellosen Stückwerk. Senntts Fazit: Ein Gesellschaftsordnung, die das Bedürfnis nach Stabilität so vernachläßigt, kann nicht von Bestand sein. (Verlag Goldmann)

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Cover Die Kultur des neuen Kapitalismus Richard Sennett
Die Kultur des neuen Kapitalismus

Welche menschlichen Folgen hat die politische Ökonomie, in der wir leben? Laut Richard Sennett zeigen sich die psychologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen des Kapitalismus darin, wie Institutionen organisiert sind und wie die Menschen in ihnenleben. „Der neue Kapitalismus“ betrifft ein soziologisches Ganzes und nicht bloß Wirtschaft und Technologie. In Fortführung seines Bestsellers „Der flexible Mensch“ zieht Richard Sennett eine ebenso bestechende wie provokante Bilanz seiner langjährigen Beschäftigung mit den Folgeerscheinungen des Kapitalismus. (Verlag berlin)

Seitenzahl: 160
Bestellnr: L6921

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Cover Bertelsmann Gian Trepp
Bertelsmann
Eine deutsche Geschichte
Erstmals eine kritische Gesamtdarstellung des Bertelsmann-Konzerns: wie schaffte die Dynastie aus Gütersloh über sechs Generationen den Weg in die erste Liga der globalen Medienkonzerne. Als 1825 Carl Bertelsmann mit dem Druck von Lithografen begann, hätte er sich nicht träumen lassen, dass aus Bertelsmann ein Global Player mit rund 97 000 Beschäftigten und 19 Milliarden Euro Umsatz würde. Der Aufstieg des Hauses Bertelsmann war von Anfang an verzahnt mit dem Schicksalund den Katastrophen Deutschlands. Der Publizist und Autor Gian Trepp brachte 1998 erstmals öffentlich die Frage nach der Rolle des Konzerns im Dritten Reich auf. Er scheute sich nicht, den Finger auf die dunklen Punkte zu legen und sucht die Tatsachen hinter den Legenden. (Verlag Unionsverlag)

http://www.fechenbach.de.

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Fotos: Jörg Stange, gfok = „“Beliebigkeit ist (k)eine Tugend – Ethik ist nicht in Beliebigkeit auflösbar“ | Bank oder Leben, Werner Rügemer Philosophenturm | Hans Leyendecker „Die Große Gier“ | Gunnar F. Gerlach GfoK Kunstarchiv

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