medienwatch & metainfo (gfok)

Medienrecherche: Politik | Wissenschaft | Kunstprojekte

Archive for the ‘Produzenten’ Category

„Wo richtig viel Traffic ist“: Ein Gespräch mit dem Schriftsteller, Produzenten, Rechtsanwalt und Filmemacher Alexander Kluge, der nun Internet macht.

leave a comment »

prominenz-e-kreuz-gfok-stange700

.

.

Fakten, Fakten, Emotionen

Im Gespräch: Alexander Kluge

27.05.2009

Interview: Fritz Göttler

„Wo richtig viel Traffic ist“: Ein Gespräch mit dem Schriftsteller, Produzenten, Rechtsanwalt und Filmemacher Alexander Kluge, der nun Internet macht.

„Erlöst die Tatsachen von der menschlichen Gleichgültigkeit“: Alexander Kluge

Es war natürlich nur eine Frage der Zeit, bis Alexander Kluge im Internet auftauchte. In den Sechzigern fing er mit dem Kino und mit Büchern an, seit 21 Jahren unterwandert er mit seinen dctp-Programmen das Fernsehen, eben erst hat er eine DVD produziert, nun präsentiert er unter dctp.tv ein Programm mit diversen Themenparks, die Elemente aus seiner TV-Arbeit mit neuproduziertem Material kombinieren, zu Themen wie: „Kapitalismus ist keine Einbahnstraße“ (Finanz- und andere Krisen), „150 Jahre Darwin und kein Ende“, „Liebe macht hellsichtig“, „Kosmos“. Die Seite wird ständig aktualisiert, im Moment ist aus gegebenem Anlass ein Gespräch mit Ex-Deutsche-Bank-Chef Hilmar Kopper im Vordergrund – aber natürlich soll jeder User kühn springen, zwischen den Aspekten eines Themas und zwischen den Themen selbst, wie es ihm nur möglich ist (…)

.

„Und wenn eine Tatsache menschenfeindlich ist, den Menschen verletzt, dann leugnet er sie sogar. Das ist der sogenannte Antirealismus des Gefühls . . . Das ist eine sehr kollektive Arbeit, die wir hier machen, es gibt Stücke von ganz verschiedenen Filmemachern und Autoren, Schlingensief ist dabei. Aber alles, was ich mit dieser Organisation der dctp nun seit 21 Jahren mache, setzt eigentlich etwas fort, was mal ein Buch war, das ich mit Oskar Negt schrieb, „Öffentlichkeit und Erfahrung“, 1972. Wir antworteten damit auf das, was Habermas in „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ schrieb. Uns ging es um den Erfahrungsbegriff, wie nehmen Menschen etwas auf – das mag ja so objektiv sein, wie es will, aber objektiv sind auch die Emotionen der Menschen, die Antworten. Das ist eine Öffentlichkeits-Theorie, an der ich nach wie vor sehr hänge. Dass es Öffentlichkeit geben soll, und zwar unter Anwesenden“

.

Hier gehts weiter =

http://www.sueddeutsche.de/kultur/522/470073/text/

.

.

Diskursiv zum Thema (Es gibt umfangreicheres, gefilmtes+Text+dokumentarisches etc.pp Hintergrund-Material im Kontext: hier einige Beiträge als kleine Auswahl)

.

KUNST IM HARTZ, mit der wir die Ausstellung ARKADIEN AUFRÄUMEN in den Räumen von BauArt beschliessen.
Den Auftakt wird der Kunstwissenschaftler Gunnar F. Gerlach mit einem kurzen Einführungsvortrag machen, in dem er über das Bild Arkadiens in der Kunst, über Landschaft, Paradies und sozialutopischen Anspruch referiert. Ebenfalls eingeladen sind die Künstler Filomeno Fusco und Malte Willms, die beide in vollkommen unterschiedlicher Weise an Schnittstellen gesellschaftlicher Strukturen arbeiten, welche hier im Fokus stehen. Es geht um Fragen und Kriterien, die bestimmend sind für das Betriebssystem Kunst in Bezug auf das
gesellschaftliche, das heisst hier explizit auch individuelle Problem des Ausgeschlossenseins (…)

.

https://medienwatch.wordpress.com/category/bauart-arkadien-aufraumen/

.

Land schafft — wer oder was?

…Bei Arbeiten wie Meditationswand — Landschaft (1969), auch Landschaft, imaginär (Grünkeil auf Wand) genannt, und Landschaft 2 (1969) war nun keineswegs daran gedacht, den Betrachter ‘die Augen nach innen kehren zu lassen’. Der tätige Betrachter war gefordert, nicht der ‘Bruder Innerlich’. Trocken berlinerisch hatten vordem die Bilder-Prediger ihre Abfuhr bekommen: “Mensch, jeh in dir!” — “War ich schon. Ooch nischt los.”
Von seiner Idealen Landschaft [1968] hat Brehmer eine “Volksausgabe” verfertigt. Wenn er zudem eine “Museumsausgabe” herstellte, war damit nahegelegt, an den kunsthistorischen Typ ‘ideale Landschaft’ der Malerei zu erinnern, wie ihn etwa Claude Lorrain repräsentiert. Solche ‘ideale Landschaft’ ist aus Versatzstücken zusammengesetzt — interessanterweise hat sie keine Entsprechung in der außenweltlichen Realität, sondern allein in der Vorstellung der Maler und der Betrachter. Ihre Elemente waren Kulturepochen, deren Ideale in dieser Landschaft übernommen wurden, im besonderen der Antike.
Menschen tauchen darin vergleichsweise nur als Statisten auf, in Beziehung zu einer Idealarchitektur und zum mythischen Arkadien, auch das ist kein historischer Ort. Für einen Kosmos, nicht nur für einen bestimmten Ausschnitt einer ‘Gegend’ oder der Welt steht die ‘ideale Landschaft’; sie ist Paradigma für die Einheit von Mensch, Natur und Kultur.

Auszug aus:  Sicht-Agitation!  Schlüsselbilderr und Bilderschlüssel, Prof. S.D. Sauerbier,  KP Brehmer „Alle Künstler Lügen“ , Katalog / Museum Fridericianum, Kassel 1998

.

http://archiv.fridericianum-kassel.de/ausst/bremer-sauer.html

.

https://medienwatch.wordpress.com/942/

.

Altonaer Museum:

.

…Mojib Latif u. Gunnar F. Gerlach = Klimaszenarien werden mittlerweile viele ausgemalt. Bei manchen Prognosen würde zum Beispiel von der Elbphilharmonie im nächsten Jahrhundert nur noch die Spitzen aus dem Wasser ragen … Welchen Bildern wir hier vertrauen können und sollten, erläutert der Klimaforscher Mojib Latif vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften und der Kunsttheoretiker Gunnar Gerlach: “Kunstwissenschaft ist Klimaforschung, denn nur wer das Klima erforscht, kann Aussagen über Kunst und Kultur machen.”

.

https://medienwatch.wordpress.com/2009/04/13/klimaabend-noroomgallery-prasentiert-arche-archive-ein-klimaabend-mit-mojib-latif-und-gunnar-gerlach/

.

DADA-Ethik

…Da eine erhebliche Vakanz, im Regierungszirkel, als temporäres Macht-Vakuum durch multiple Verfehlungen zu erwarten ist, gilt es für die Bevölkerung Ruhe zu bewahren. Denn die damit einhergehenden Änderungen, sind überraschend positiv und könnten einen surrealen Kulturschock auslösen. Die Ergebnisse sind dem Gemeinwohl und der Nachhaltigkeit verpflichtet. Noch kein wirkliches Arkadien – der schrittweisen Annäherung soll Tribut gezollt werden (…)

.

https://medienwatch.wordpress.com/2009/05/02/ende-der-akzeptanz-ethik-seminare-fur-bad-politics/.

.

.

conetainer-david-jst-medienwatch600

.

Et in arcadia lego!

Hafencity ohne Hafen. Hatte man nicht schon den Versuch unternommen, die alten Segelschiffe aus dem Museumshafen Neumühlen in den Sandtorkai zu schippern? Eine Via Nostalgia, um den Charme des zukünftigen Hafen-Paradieses zu steigern. Nun wurden sie wieder zurückgepfiffen. Der Ort ist wieder Hafenlos.

Es bleibt beim vielzitierten „Würfel-Husten“. Die frischgebauten Kästen in Reihe drei und vier lassen nur noch einen Kommentar zu: „Et in arcadia lego!“

.

https://medienwatch.wordpress.com/2009/04/10/puzzelink_evidenz12-parametrie-parodiese/

.

.


ARKADIEN II der etwas andere (ELB) Spaziergang

.

https://medienwatch.wordpress.com/2009/05/24/arkadien-ii-glas-loffel-sand-elbspatzirrgang-09/

.

.

.

.

medienwatch.wordpress.com | meta-info.de | medienwatch.de | Foto: Con(e)tainer Arkadien I, «Park-Prominence» David u. Jörg Stange ’09, gfok

Advertisements