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Archive for the ‘Off-Räume’ Category

Trottoir: Das Gift

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Montag, 22.12.2008 um 20 Uhr im Trottoir

Christoph Blawert und Till van Daalen, III/III
Dritte Szene / Dritter Teil / Dritter Akt:

DAS GIFT

Was in den zwei vorherigen Szenen geschah:

II/III, Mo. 15. 12. 08
Zweite Szene / Zweiter Teil / Zweiter Akt
Psychedelik, ein rotes Sternauge reißt die Aufmerksamkeit an sich, hinter einer Bretterwand mit verglastem Guckloch. Dieser Raum ist nicht zu betreten, wahrscheinlich zu gefährlich wegen der Strahlung, außerdem lassen sich Bilder generell nicht betreten.
Im schmalen Vorraum treten die Besucher unruhig von einem Fuß auf den anderen, es ist eng und kalt, das Sternauge glotzt aber mächtig und hält die Gäste vor dem Guckloch, trotz ungastlicher Bedingungen.
Diese Szene steht in keiner plausiblen oder gar zwingenden Reihenfolge zur Ersten, aber es ist dennoch die zweite Szene. Die Platten für das Objekt im Zentrum des ersten Raums sind jetzt zur trennenden Bretterwand umfunktioniert.


I/III Mo 8. 12. 08
Erste Szene/ Erster Teil / Erster Akt
»Der Mann kommt ins Tal und erschlägt seine Frau«
Oder: »Der Mann kommt in Stahl und er schlägt seine Frau.«
Es gibt noch weitere Varianten zum Titel dieser dreiteiligen Ausstellung.

Der Horizont des Wanderers der da kommt, liegt sehr weit oberhalb einer Durchschnittswahrnehmung, jeder und alles unter 1,70 versinkt in dunkles Tannengrün. Als brächte dieser Mann, von dem im Titel die Rede ist, seine großspurige Fernsicht und Bergfreiheit, und die Farbe des Waldes mit hinab in die Zivilisation, um dort maßlos alles mit diesen Erhabenheitsproblemen zu überfluten.
Im Zimmer (Trottoir), in der Zivilisation, im Tal, ist dieses Tannengrün dann jedenfalls ausgesprochen klaustrophobisch wirksam. Sehr eng, sehr dunkel. Vergleichbar mit Bühnenbauten von Anna Viebrock. In der Art einer Wandvertäfelung irgendwo zwischen Sozialamtsbehördenflur mit abwaschbarer Scheuerleiste und Holzpaneel im Hinterzimmer einer Schenke – ein Billardraum vielleicht. Mitten im Raum steht ein violettfarbenes Objekt, auch dies überdimensioniert für den Raum, so wie der Horizont zu hoch liegt. Ist es der hochkant gestellte Billardtisch im Flur des Sozialamts?
Welche Szene sich in diesem Raum abspielt ist nicht klar. Es gab am ersten Abend der dreiteiligen Ausstellung keine Spuren eines Gewaltverbrechens, nur der Titel wirkt suggestiv, man hält sich daran fest, gerät aber durch die Variationsmöglichkeiten des Satzes erneut ins schwanken.


Weitere Informationen / Further information:
http://www.trottoir-hh.de


Trottoir
zeitgenössische kunst tag und nacht
Hamburger Hochstraße 24
20359 Hamburg

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Dezember 21, 2008 at 16:48

Veröffentlicht in Off-Räume

Blinzelbar: Hauptfilm „Was kochen wir für Hartz IV?“

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Kinoabend in der Blinzelbar

am 19.12.2008
20 Uhr und weitere Vorstellung um 22 Uhr
Große Bergstraße 156 | 22767 Hamburg

PROGRAMM

HAUPTFILM
„Was kochen wir für Hartz IV?“
Länge 25 Minuten

VORFILME

„Hartz IV die Freiheit nehm` ich mir!“

– ein Spot von der Agentur für Überarbeitete
Länge: 3 min

„Geld essen“ – eine Kunst-Aktion von und mit Till F.E. Haupt
Länge: 5 min

„Zu Tisch“ – ein Kurzfilm von Tina Oelker und Manuel Klein
Länge: 8 min

Mit einer AUSSTELLUNG zum Thema Essen und Armut mit Werken von

Tina Oelker, Stefan Sassenhagen, Judith Haman, Lothar Mattejat,

Marq Lativ, Claudia Behling

Mit einem philosophischen Kurzvortrag von Dr. phil. Dierk-Eckhard Becker:
„Neusprech“ – philosophische Anmerkungen zu Sprachkreationen und Sprachgebrauch der „Agenda 2010“

EINTRITT FREI !! PREMIERE!!

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Dezember 17, 2008 at 20:10

Veröffentlicht in Blinzelbar, Off-Räume

100 Jahre BLAU | BLAU – Zimmer für Kunst und andere

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Mi | 03.12.08 | 19 h

BLAU – Zimmer für Kunst und andere
zu Gast in der Westwerk-Bar:

100 Jahre BLAU

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Selbstgebastelte Karriere in der Sackgasse? – Off-Räume zwischen Autonomie und Autismus, zwischen Vereinsmeierei und Vereinahmung, zwischen Party und Politik.

Zum Jubiläum von »BLAU – Zimmer für Kunst und andere« diskutieren die Kunstschreiber und Kunstwissenschaftler Gunnar Gerlach, Wolf Jahn, Julia Mummenhoff, Hajo Schiff, Nora Sdun und Ludwig Seyfarth über die grundlegende Idee, die aktuelle Lage und die Zukunft der Künstlerinitiativen. Es moderieren Veronika Schöne und Michael Dörner.

In Paris bauten Gustave Courbet und Edouard Manet auf eigene Kosten je einen Pavillon, um bei der Weltausstellung von 1867 dabei zu sein. In solcher Eigeninitiative kann eine Frühform von Sezessionen, Produzentengalerien und alternativen Ausstellungsprojekten gesehen werden, wie sie in großem Ausmaß hundert Jahre später auch in Deutschland zu sprießen begannen. Ein erstes Resümee dessen, was die Kunstszene da leistete, zog mit starkem Hamburg-Bezug 1998 Buch und Ausstellung »Dagegen-Dabei« von Hans-Christian Dany, Ulrich Dörrie und Bettina Sefkow. Inzwischen brüstet sich selbst der Kulturwirtschaftsbericht des Senats: »Hamburg verfügt über eine sehr lebendige Szene der sogenannten Off-Galerien. Diese genießt inzwischen auch überregional ein herausragendes Ansehen und gibt Hamburg ein attraktives Trend-Image.« Doch das nützt den Künstlern wenig und ändert nichts an der sehr schlechten finanziellen Lage der Szene. Im Vergleich zur Macht der institutionellen Kuratoren, der Galeristen und der Sammler, scheinen manche »Artist-run-Spaces« bloß der Karriere nicht förderliche Party-Locations oder gar Kuschelnischen für arme, edle und wirkungslose Idealisten. Immerhin: Letztere hat der Bürger seit Spitzwegs Zeiten ja gern.

Als 100ste Veranstaltung von BLAU wollen wir die selbstgesetzte Aufgabe noch einmal reflektieren und mit einigen Kritikern über die Mediensicht diskutieren, ohne die Freude über das selbstbestimmt Erreichte zu vernachlässigen.

Anschließend Party mit dem DJ: International Idiot

http://www.westwerk.org/

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Veronika Schöne | Gunnar F. Gerlach | Michael Doerner | Fr. Grau

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Hajo Schiff | Wolf Jahn

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Veronika Schöne | Gunnar Gerlach | Michael Doerner

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Julia Mummenhoff | Ludwig Seyfarth | Nora Sdun

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Gunnar F. Gerlach | Michael Dörner

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Julia Mummenhoff | Ludwig Seyfarth | Nora Sdun

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100 Jahre Blau Zimmer für Kunst und andere  100Jahre_BLAU100Jahre_BLAU100Jahre_BLAU

medienwatch.de | meta-info.de | medienwatch.wordpress.com | Fotos + Bildbearbeitung: Jörg Stange, Gfok Archiv(e)

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November 16, 2008 at 21:40

Anderswo: Kimberly Horton, Alexander Raymond und Silke Silkeborg

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14 Dioptrien und Trio Hair & Company stellen ihr Kooperationsprojekt Kontemporär vor: Ein Ausstellungsraum in der Hamburger Innenstadt, Ferdinand Strasse 47, nahe der Binnen-Alster. Der von Trio Hair & Company zur Verfügung gestellte und direkt über dem Frisörsalon befindliche Projektraum wird ab dem 29.Mai 2008 von 14Dioptrien mit kuratierten Ausstellungen bespielt.

Das gängige Modell von synergetischen Zusammenschlüssen zweier Unternehmen zur Förderung junger Kunst wird durch dieses Kooperationsprojekt um eine viel versprechende und unkonventionelle Variante erweitert.
FINISSAGE ZU DER AUSSTELLUNG: ANDERSWO DONNERSTAG 4. Dezember AB 19: 30 UHR

Gezeigt werden junge Nachwuchskünstler/Innen und international renommierte Künstler/Innen im Rahmen einer Gruppenausstellung.

Das Ziel der Ausstellungsreihe ist, eine gezielte Förderung von Nachwuchskünstlern/Innen in Hamburg zu schaffen und aktuelle künstlerische Positionen in Hamburg vorzustellen.

In der vierten Ausstellung Anderswo werden Arbeiten von Kimberly Horton, Alexander Raymond und Silke Silkeborg gezeigt.

Fragen und Anregungen weiterhin an
info(at)14dioptrien.de
Kontemporär

http://www.14dioptrien.de/

Written by medienwatch & metainfo

November 15, 2008 at 23:33

Veröffentlicht in Off-Räume