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Neue Bücher: Erwin Panofsky | Ernst Cassirer | Michael Glasmeier

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Zwei neue Fundus Bände sind im Buchhandel erhältlich.

Michael Glasmeier setzt das Ganze der Kunstgeschichte in Bewegung, um damit der hysterischen Schnappatmung vorzubeugen die vor allem die Beurteilung und Betrachtung der Zeitgenössischen Kunst begleitet.

John Michael Krois ist Herausgeber der Doppelausgabe »Idea« und »Eidos und Eidolon«. Hier treten die Texte von Erwin Panofsky und Ernst Cassirer in einen philosophischen Dialog über die Grundlagen der Kunsttheorie.

Der Verlag Philo Fine Arts hat eine neue Adresse und in Kürze auch eine Website. Die in nächster Zukunft erscheinenden Titel der Fundus Bände lauten: »Ästhetik der Interpassivität« von Robert Pfaller, »Gegeben sei: die Gabe, Duchamps Flaschentrockner in der vierten Dimension« von Ursula Panhans Bühler und als Wiederauflage wird »Die Essenz der Moderne, Ausgewählte Essays und Kritiken« von Clement Greenberg erscheinen.

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Michael Glasmeier: »Das Ganze in Bewegung«
FUNDUS Band 171, 310 Seiten, ISBN: 978-3-86572-645-2, EUR 22,00
Was macht Thoreaus Hütte auf dem Potsdamer Platz? Inwiefern hilft die Kenntnis protestantischer Schriftaltäre beim Verstehen zeitgenössischer Kunst? Und welche Traditionen hat die Albernheit mit Methode? Michael Glasmeier, langjähriger Herausgeber der Fundus-Reihe, versucht auch in seinen so vergnüglichen wie präzisen Essays zur Kunstgeschichte des Gegenwärtigen immer wieder Rückkopplungen zwischen zeitgenössischer und alter Kunst. Der allgegenwärtigen Glorifizierung des Zeitgenössischen in der Kunst begegnet er mit einer Historisierung formaler und inhaltlicher Bezüge. Er setzt das Ganze der Kunstgeschichte in Bewegung, um den »Denkraum« (Aby Warburg), den die Kunstwerke bereithalten, zu erkunden. Dabei geht es um so unterschiedliche Künstler wie Samuel Beckett, Rodney Graham, Tobias Hauser, Yoyoi Kusama, Adolph Menzel, Roland Topor und Johannes Vermeer.

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Erwin Panofsky, Ernst Cassirer: »Idea«, »Eidos und Eidolon«
FUNDUS Band 172, Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von John Michael Krois, 350 Seiten, ISBN: 978-3-86572-646-9, EUR 22,00
Erwin Panofskys Studie zum ästhetischen Begriff der »Idea« gilt als »eines der hervorragenden Beispiele philosophisch geschulter Gelehrsamkeit in Deutschland zwischen 1920 und 1930« (G. R. Hocke). Sie entstand als Reaktion auf Ernst Cassirer, der in seinem Vortrag »Eidos und Eidolon« zeigt, dass die platonische Philosophie keinen Raum für eine philosophische Ästhetik lässt, zugleich aber die Grundlagen der künftigen Kunsttheorie legt.

Anknüpfend daran zeigt Panofsky, wie im 16. Jahrhundert die metaphysische Ideenlehre und die junge Disziplin der Kunsttheorie zusammenfinden. Angeregt durch den Neoplatonismus, entwickeln erst die Kunsttheoretiker der Hochrenaissance und des Manierismus die Vorstellung einer künstlerischen »Idee«, die Grundlage des Kunstwerks und seiner Betrachtung ist.

Diese Neukonzeption der platonischen »Idee des Schönen« ist ein entscheidender Schlüssel zum Verständnis der Kunst der Renaissance, des Manierismus und des Klassizismus – und nicht zuletzt der Entstehung der modernen Kunsttheorie.
In einer Doppelausgabe treten die beiden Texte in einen philosophischen Dialog.

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Kontakt, Rezensionsexemplare und alle erdenklichen Informationen:

Nora Sdun, sdun(et)philo-fine-arts.de

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Philo Fine Arts, c/o Stiftung Falckenberg, Wilstorfer Straße 71, 21073 Hamburg

Philo Fine Arts, c/o Stiftung Falckenberg, Wilstorfer Straße 71, 21073 Hamburg. Kontakt: Nora Sdun, sdun(et)philo-fine-arts.de

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Written by medienwatch & metainfo

Januar 22, 2009 at 21:12