medienwatch & metainfo (gfok)

Medienrecherche: Politik | Wissenschaft | Kunstprojekte

Archive for the ‘Kein Ort des Erinnerns’ Category

Kunsthaus Hamburg: In den Tod geschickt.

leave a comment »

cropped-quadrate-thumpnails-justice-gfok

.

«Dieser Ort könnte ähnlich wirken wie die Stolpersteine»

medienwatch | Kommentar | Der größte „Stein des Anstoßes“ ist das Tamm Museum selbst, mit seiner grossen Anreicherung an Nazi-Devotionalien, unmittelbar (!) am Lohseplatz (Hannoverscher Bahnhof) gelegen. Das hat die Planer aber nicht davon abschrecken können. Sie hatten angeblich nichts davon gewusst, dass dort wo das Tamm Museum entstehen sollte, eine Sammelstelle für die Deportation von Menschen, Frauen und Kinder jüdischer Abstammung sowie Sinti und Roma Familien in den Tod gewesen ist. Auch als Künstler Abgeordnete der Hamburger Bürgerschaft und die Kulturbehörde darüber in Kenntnis setzten, zeigte man sich keineswegs entsetzt. Da durch Verzögerungen oder Störungen des „Tammschen Sammelschatzes“, als „bedeutendes Erbe“ für die Stadt, die städtebauliche Planung und das Tamm-Museum nicht in Misskredit gebracht werden sollte. Auf Vorhalt bei einem Gespräch mit einer Vertreterin des museumspädagogischen Dienstes, der Hamburger Kunsthalle und eines weiteren Künstlers mit einem CDU-Abgeordneten, (eines der seltenen zugelassenen Gespräche im Hamburger Rathaus), zeigte man sich wenig beindruckt von dieser Konfrontation an Absurdität. Viel mehr wiegelte man ab und verglich die Situation mit einem pornografischen Bühnenstück auf der Bühne der Staatsoper, wörtlich (!) als „Geschmackssache“. Auch in diesem Beitrag des HA wird dieser „Sachverhalt“ als Hintergrund mit keinem Wort erwähnt. Die Decke wird glatt gezogen und das Tamm Museum zum „Haus des Widerstands“ umgedichtet? Jörg Stange

Künstler informieren Politiker (KIP) tamm-tamm.info

Deportationsbahnhof: Karin von Welck zur geplanten Gedenkstätte

„Dieser Ort könnte ähnlich wirken wie die Stolpersteine“

Von Lutz Wendler

17. Februar 2009 | Abendblatt:

Wann haben Sie zum ersten Mal vom Hannoverschen Bahnhof am Lohseplatz als Abfahrtsort der Deportationszüge aus Hamburg gehört?

Karin von Welck:

2004, am Anfang meiner Zeit als Kultursenatorin. Die HafenCity stand damals als neues Areal zur Verfügung, und es wurde nach der Geschichte dieses Ortes gefragt. Ich habe einen ersten Bericht in Auftrag gegeben und mit Erschrecken festgestellt, dass noch nach der Befreiung von Auschwitz zwei Züge jüdische Menschen vom Hannoverschen Bahnhof aus nach Theresienstadt brachten. Wir haben dann am 14. Februar 2005, zum Jahrestag des letzten Transports, spontan am Lohseplatz eine kleine Feier organisiert und eine Gedenktafel aufgestellt. Uns war selbstverständlich klar, dass das überhaupt nicht ausreicht. […]

http://www.abendblatt.de/daten/2009/02/16/1050191.html

Neuengamme.

20 Deportationstransporte in den Jahren 1940 bis 1945 ­prägen heute das Erinnern an den ehemaligen Hannoverschen Bahnhof. Denn mit ihnen wurden 7692 Juden, Roma und Sinti aus Hamburg und Norddeutschland in die Ghettos und Vernichtungslager Ost- und

Mitteleuropas verschleppt – für die allermeisten ein Weg in den Tod.

In seiner 137-jährigen Geschichte auch als gewöhnlicher Personen- sowie als Auswanderer- und Güterbahnhof genutzt, symbolisiert der im Osten der neu entstehenden HafenCity gelegene Ort die historische Nähe von Normalität und Barbarei wie kaum ein anderer in Hamburg.

So sorgten nicht nur nationalsozialistische Überzeugungs­täter, sondern zahlreiche willfährige Mitarbeiter von Behörden, Institutionen und Privatunternehmen für den reibungslosen Ablauf der Deportationen. Die „Volksgemeinschaft“, die davon in vielerlei Hinsicht profitierte, sah überwiegend weg. Kunsthaus Hamburg vom 17. Februar bis 26 April 2009

.

.

http://www.deportationsausstellung.hamburg.de

http://www.deportationsausstellung.hamburg.de/?cPage=5&sPage=2

.

.

Gedenken

Kein Ort des Erinnerns

Der Lohseplatz in der Hamburger Hafencity war ein Ort, von dem aus Juden, Sinti und Roma in Vernichtungslager deportiert wurden. Es wird überlegt, aus dem Lohseplatz eine Gedenkstätte zu machen, doch es gibt auch andere Vorhaben VON ROGER REPPLINGER

http://www.taz.de/regional/nord/nord-aktuell/artikel/1/kein-ort-des-erinnerns/

Advertisements

Written by medienwatch & metainfo

Februar 16, 2009 at 12:52