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kapiTALENTwicklung – Installation Christine Ebeling

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Die derzeitige Regierung, Herr von Beust und Herr Dräger* haben es sich zur Aufgabe gemacht, unsere schöne Stadt mit vielen neuen Talenten zu besetzen.

Hierzu sehen sie die Notwendigkeit der Stadt hier und da ein schönes neues Äusseres zu verpassen, denn eine Studie von Herrn Berger, für läppische 239.400 Euros, hat ergeben, dass junge, aufstrebende Talente für ihre Entfaltung vor allem „kreative Inseln der Urbanität mit Szene und Flair“ benötigen. Da war doch noch was… diese eigentlich im Abseits liegenden Viertel – ja Hamburg hat auch einen Süden!

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Bisher nicht wirklich wichtig und die kommen da eh klar….

Doch nun stehen schon die Bagger vor der Tür. Installation auf dem Brandshofer Deich neben den Elbbrücken von Christine Ebeling:

Die Hafencity braucht auch eine schöne Aussicht und Infrastruktur. Die IBA und die IGA wollen ebenso dafür sorgen den Süden in einen Garten zu verwandeln, kreativ natürlich. Die Künstler sind schon da und beackern das Feld. Geld wird gegeben und genommen wird, was doch nicht verstanden wird. Die Altansässigen wundern sich über soviele Photographen und schicke Leute, überall wird geknipst und schlau geredet. Bis 2013 ist noch viel zu erwarten, und dann ? Herr Dräger meint jedenfalls, dass Wilhelmsburg sowie die Veddel und Rothenburgsort die kreativen Inseln der Zukunft sein werden. Sein werden…? Sind sie das nicht schon längst ? Ich persönlich kenne viele Menschen, die in den besagten Personenkreis einzuordnen wären, um mal den Begriff Talent aussenvor zu lassen.

Ebeling-Brandshof-sw-jst-gfokÜbrigens „Talent“ hatten wir schon in der Antike, damals eine Währung, wer viele Talente hatte, hatte auch ganz schön viel Macht… Kauft nun Talent Talent oder was ? Wollen wir das eigentlich ? Irgendwie erinnert mich diese ganze Geschichte um Kunst und Talent an ein anderes Gewerbe. Erinnerungen, ja, nochwas, damals: Frau Horakova und Herr Mettbach, wollten die nicht auch mal ein neues Flair in der Hansestadt verbreiten? Da sollten Stars und Glamour helfen. Nach schon entschiedenen Ausschreibungen sollte doch lieber ein Herr Koons ein Szeneviertel aufwerten – den Kiez. SuperInstallation, das kann ich besser… man wird sehen…

Die Zukunft für die heimischen „Talente“ sieht in Zeiten der Studiengebühren und unsicheren Aussichten für Atelierhäuser und -räume (Skam, Frise, Wendenstrasse 45, etc.) jedenfalls nicht schillernd aus…

kapiTALENTwicklung – Installation Christine Ebeling

Eröffnung: Mittwoch 19:00 (durchgehend zu besichtigen)

05.09.-09.09.2007

alle im brandshof
brandshofer deich 33
20539 hamburg

phone: 040 696 689 16
fax: 040 696 689 17

email: infobrandshof.de
internet: www.brandshof.de

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Foto + Installation Christine Ebeling

Handy-Foto: »Cockpit« Jörg Stange

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memo:

Bertelsmann: Centrum für Hochschulentwicklung (CHE)

CHE = Bertelsmann und die Studiengebühren = Nach den Neuwahlen Wissenschaftssenator Dräger nun im Aufsichtsrat bei Bertelsmann
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Kulturwirtschaft, das sagen alle Untersuchungen, kann nur gedeihen, wenn es eine lebendige Künstler- und Kreativenszene gibt. Wer die Kulturwirtschaft fördern will, muss in erster Linie dafür sorgen, dass die Künstler in seiner Stadt leben und arbeiten. Der Umgang des Hamburger Wissenschaftssenators Dräger mit den Studierenden an der Hochschule für bildende Künste Hamburg ist ein Künstlervertreibungsprogramm und schadet nicht nur den Künstlern und dem kulturellen Ansehen der Hansestadt, sondern schadet der Entwicklung der Kulturwirtschaft in Hamburg.“
https://medienwatch.wordpress.com/2009/05/28/solidaritat-mit-den-geisteswissenschaften-der-uni-hamburg/

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Written by medienwatch & metainfo

Juli 9, 2008 at 11:44