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Jeffrey Tate: Benjamin Brittens „War Requiem“ in der Laeiszhalle

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Jeffrey Tate-gfok-stange-gerlach-700-09.Foto: Jörg Stange

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Von Petra Schellen

„Wissen wir, dass pazifistische Musik nichts nützt?“

KRIEGSGEDENKEN Zu seinem Amtsantritt als Chefdirigent lässt Jeffrey Tate die Hamburger Symphoniker Benjamin Brittens „War Requiem“ aus dem Jahr 1962 aufführen. Eine Stückwahl, für die der Engländer sehr persönliche Gründe hat, wie sich im Interview zeigt

taz: Herr Tate, warum spielen Sie zum Auftakt ausgerechnet das „War Requiem“?

Jeffrey Tate: Wegen meiner Affinität zur menschlichen Stimme wollte ich einerseits ein vokales Werk aufführen. Andererseits wollte ich – als Engländer, der in Deutschland lebt – dem 70. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs Rechnung tragen. Hinzu kommt, dass ich die Uraufführung des Requiems 1962 in der von Deutschen zerstörten, wieder aufgebauten Kathedrale von Coventry gehört habe. Britten hatte sie ja als Akt der Versöhnung konzipiert – er wollte russische, englische und deutsche Solisten zusammenbringen. Ich war damals sehr radikalisiert und stark beeindruckt von diesem pazifistischen Stück. Hinzu kommt, dass es das Publikum sehr direkt anspricht – und dabei keineswegs „gefällig“ ist, wie Adorno damals fand:

http://www.taz.de/regional/nord/kultur/artikel/?dig=2009%2F09%2F19%2Fa0244&cHash=5d0f15cc38

Sonntag, 19 Uhr, Hamburg, Laeiszhalle

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dadabuell-denunziale-stange-gerlach.09Foto: Jörg Stange, 09 «NOB-Bahn-Nature-Notes» (flashpicture)

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War Requiem

Das War Requiem op. 66 ist eine Komposition von Benjamin Britten. Sie wurde am 30. Mai 1962 in der neugebauten Kathedrale von Coventry uraufgeführt, deren Vorgängerbau im Rahmen der deutschen Bombardierung der Stadt Coventry im Zweiten Weltkrieg bei der Luftschlacht um England weitgehend zerstört wurde.

„My subject is War, and the pity of War,
The Poetry is in the pity …
All a poet can do today is warn.“

„Mein Thema ist der Krieg und das Leid des Krieges.
Die Poesie liegt im Leid …
Alles, was ein Dichter heute tun kann, ist: warnen.“


Worte von Wilfred Owen; von Benjamin Britten als Vorspruch vor die Partitur gesetzt.

http://de.wikipedia.org/wiki/War_Requiem.

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Jeffrey Tate, Dirigent Michèle Crider, Sopran John Mark Ainsley, Tenor Christian Gerhaher, Bariton NDR Chor Staatlicher Chor ‚Latvija‘ Knabenchor Bratislava

Britten: War Requiem

1. Symphoniekonzert der Hamburger Symphoniker
Sonntag, 20. September 2009 19.00 Uhr
Laeiszhalle, Großer Saal, Johannes-Brahms-Platz

Karten: [Laeiszhalle & Elbphilarmonie = Intendanz „Unter einem Dach“]

http://www.elbphilharmonie.de/events/000000e9:00005b11.de

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Auftakt einer Ära

Von Peter Krause 22. September 2009, 04:00 Uhr

Der neue Chef Jeffrey Tate dirigiert die Hamburger Symphoniker nicht nur mit Herz und Seele, sondern auch mit scharfem Musikverstand
Es ist eine im Wortsinn gewaltige Partitur, die sich Jeffrey Tate für sein Antrittskonzert als Chefdirigent der Hamburger Symphoniker gewählt hat: das „War Requiem“ seines Landsmannes Benjamin Britten. Musik als Botschaft, als Mahnung und als Fürbitte ist das, mit der Tate nicht zuletzt an den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren erinnert. Der neue Hoffnungsträger der Musikstadt Hamburg gibt sich damit nicht nur geschichtsbewusst, er setzt ein für seine Musiker und sein Publikum entscheidendes Zeichen: Musik dient nicht nur der gehobenen Unterhaltung und Zerstreuung – sie muss auch herausfordern, berühren und uns in Herzen,

http://www.welt.de/die-welt/kultur/article4587593/Auftakt-einer-Aera.html

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metamemo

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The opening „Requiem aeternam“ from Benjamin Britten’s War Requiem conducted by Mstislav Rostropovich at the Royal Albert Hall, 1993.

Mstislaw Leopoldowitsch Rostropowitsch (russ. Мстислав Леопольдович Ростропович, wiss. Transliteration Mstislav Leopol’dovič Rostropovič; * 27. März 1927 in Baku; † 27. April 2007 in Moskau) war ein russischer Cellist, Dirigent, Pianist und Humanist. Er gilt als einer der bedeutendsten Cellisten aller Zeiten.

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Mstislaw Leopoldowitsch Rostropowitsch-Baku

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wiki/Mstislaw_Leopoldowitsch_Rostropowitsch

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Written by medienwatch & metainfo

September 19, 2009 at 18:55