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Gregory Corso

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Gregory_Corso.

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Gregory Nunzio Corso (* 26. März 1930 in Greenwich Village, New York City; † 17. Januar 2001 in Robbinsdale, Minnesota) war US-amerikanischer Dichter und eines der wichtigen Mitglieder der Beat Generation.

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Leben

Corsos Eltern, italienische Einwanderer, waren bei seiner Geburt beide erst 17 und 16 Jahre alt. Ein Jahr später verließ seine Mutter die Familie, um nach Italien zurückzukehren. Dadurch musste Corso den Großteil seiner Kindheit in Waisenhäusern und bei Pflegefamilien verbringen. Sein Vater heiratete ein zweites Mal, als Corso elf war, und der Junge konnte bei ihm bleiben, jedoch riss er oft aus. Auch von einem Kinderheim rannte er weg. In seiner wechselvollen Jugend verbrachte er für den Diebstahl eines Radios einige Monate im Tombs Prison in New York und im Bellevue Hospital Center zur Beobachtung. Mit 16 wurde er zu drei Jahren im Clinton State Prision in Upstate New York verurteilt. Während dieser Haftzeit begann er Literatur zu lesen, vor allem wurde er ein derart großer Bewunderer des unkonventionellen und sprachlich hervorragenden Dichters Percy Bysshe Shelley, dass er bei einem späteren Besuch in Oxford dessen ehemaliges Studentenzimmer besuchte und den Boden küsste, auf dem Shelly gegangen war. Corso beschäftigte sich auch mit griechischer Mythologie, Philosophie und Geschichte. Er begann in Haft auch erste eigene Gedichte zu verfassen.

Er wurde 1950 freigelassen, kehrte nach New York City zurück und traf in Greenwich Village auf Allen Ginsberg. Sie stellten in ihrem ersten, langen Gespräch fest, dass Corso Ginsberg und dessen Freundin zuvor schon zufällig beim Sex beobachtet hatte, da beide auf einander gegenüber liegenden Straßenseiten wohnten. Ginsberg stellte Corso den anderen Beat-Autoren vor. Corso war, wie Ted Morgan sinngemäß in „Literary Outlaw, the Life and Times of William S. Burroughs“ schrieb, der Juninor-Partner von Ginsberg, Kerouac und Burroughs, zwar akzeptiert und geschätzt, aber nicht völlig gleichwertig in der „Allianz der Columbia Intellektuellen und Times Square Hipsters“.

Corso arbeitete 1952 für den Los Angeles Examiner und fuhr wie Jack Kerouac mit der Handelsmarine zur See. 1954 nahm er ohne Anmeldung an einigen Kursen in Harvard teil, wo er auch Beiträge für seine erste Veröffentlichung von Gedichten sammelte („The Vestal Lady on Brattle and Other Poems“). Er folgte den anderen Beatniks 1956 nach San Francisco, wo Lawrence Ferlinghetti seinen Gedichtband „Gasoline“ veröffentlichte. Zusammen mit Kerouac und Ginsberg machte er 1957 einige unkonventionelle Lesungen und Interviews und reiste auch durch Mexiko, West- und Osteuropa:

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http://de.wikipedia.org/wiki/Gregory_Corso

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Spirit
is Life
It flows thru
the death of me
endlessly
like a river
unafraid
of becoming
the sea

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Wikimedia Commons eingebunden

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Written by medienwatch & metainfo

Juni 18, 2009 at 18:27

Veröffentlicht in Gregory Corso