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Gesellschaft für operative Kunst

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„Wir haben keine Veranlassung, die Erzeugnisse der Kunst trotz all ihrer Verschiedenartigkeit und ihres spezifischen Charakters aus der Reihe der Dinge herauszugreifen. Die Erzeugnisse der Kunst sind die Instrumente zur Bearbeitung der menschlichen Emotionen. Das Erzeugnis der Kunst ist das Werkzeug für die direkte oder indirekte soziale Handlung“. Sergej Tretjakov

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Gesellschaft für operative Kunst, gfok [Einführung]

Gunnar F. Gerlach
Die Gesellschaft für operative Kunst ist ein freier, assoziativer Zusammenschluß von geistigen und gestalterischen Energien und Kräften, denen die Kunst als Präsenten an der Wand und im definierten Kunstraum zu sehr die doppel-moralisch bildungsbürgerliche Attitüde der missverstandenen Macht repräsentiert und ihr desavouierender Nährboden geworden ist. Die eingreifende, operierende künstlerische Erkenntnis und Handlung hingegen in tatsächlichen individuellen und gesellschaftlichen Systemen und Fiktionen ist experimentell eher geeignet gestalterische und reflexive Tätigkeiten zwischen Sinnlichkeit und Reflexion ( die Künste, die Philosophie, der Schamanismus) als konkret heilende Bewußtwerdung und Konstruktive Vergessens-Seinsweise gleichgewichtig zu integrieren. Das zur Tat gewordene Wort und Bild versucht dabei alle möglichen, un-möglichen und para-möglichen Erkenntnisse sinnlicher und theoretischer Differenzierungen sensibel , sensitiv und surreal in einen Prozeß zu überführen, der in den flutenden und fruchtbaren Strom von realistischen und DaDa-istischen Haltungen mündet. Die Operationen sind dabei Ausdruck, Denk- und Sinnbild eines Dreistromlandes von Theorie, Praxis und Traum, die gemeinsam im Fluß sind – fluktuierende Dialektik. In diesem Zusammenhang beruft sich die „operative Kunst“ auf eine wissenschaftliche, historische, philosophische, anthropologiache und kunstwissenschaftliche Verknüpfung und Assoziation, die u. a. von Goya, Courbet und Morris über Tretjakov, Benjamin, Brecht und Breton zu Duchamp, Beuys, Böhmler, Brehmer und Hiltmann führt ( um hier nur einige Namen anzuführen die in dem von Gunnar F. Gerlach (kunst)historisch, wissenschaftlich-philosophischen Diskurs betont werden). Die Gesellschaft für operative Kunst wurde von Gunnar F. Gerlach als Ergebnis seiner philosophischen und Kunstwissenschaftlichen Arbeiten als Dozent, Kurator, Kritiker, Autor und Performer ( u.a. SOFI) 1998 gegründet. Durch das Zusammentreffen und wirken mit Jörg Stange (artbase, Kunst-Notdienst), dem 1997 verstorbenen Documenta-Künstler und Professors KP Brehmer, sowie die Zusammenarbeit mit dem Beuys-“Bruder“ Henning Christiansen und dem „SPUREN“-Herausgeber (initiiert von Ernst und Carola Bloch; Joseph Beuys), Schamanismus-Forscher und Filmkünstler Jochen Hiltmann (Prof an der HfbK Hamburg; Vize-Präsident) formte sich der Gedanke einer geistigen und gestalterischen Mobilen-Eingreif-Truppe (MET) . Die konstruktiven Diskussionen und wechselseitigen Anregungen mit dem Philosophen und Musiker Roger Behrens, sowie Gerlachs und Behrens Philosophie-Lehrer , dem Cassirer-Spezialisten Heinz Paetzold, sorgten dann für die offizielle und inoffizielle ( zum Teil auch namenlose) Konkretion der Aktion. Mittlerweile sind die Generationen übergreifenden Kräfte aus Musik, Kunst, Philosophie, Sozialwissenschaft, Film, Theater, Bühnenbild, Design und Literatur in China, Korea, Japan, Frankreich, Island, Österreich, Schweiz, Dänemark, England, Schweden, Bulgarien, Rußland, Nicaragua und den USA als Operateure auf dem Spielfeld (s. „Mash“ von Robert Altman):

„Erwacht das Erz als Posaune, so liegt die Schuld keineswegs an ihm“ Arthur Rimbaud

„Eigentlich bin ich Surrealist“ KP Brehmer“

„Zeichen brauchen Austausch und Austausch braucht Zeichen“

Gunnar F. Gerlach

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https://medienwatch.wordpress.com/gesellschaft-fur-operative-kunst-projekte/

http://www.metasynapse.de/

http://www.metasynapse.de/stange/projekte/nyartsmagazine.html

http://www.meta-info.de/index.php?newsfull=1&lid=25528

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1997 Bildmotiv | Jörg Stange

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https://medienwatch.files.wordpress.com/2008/11/bowler-gfok-medienwatch3.gif

Written by medienwatch & metainfo

November 12, 2008 at 13:59