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G(ebt) 8(cht) zum Segeln und Kegeln [Flyer]

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1. Entwurf

G(ebt) 8(cht) zum Segeln und Kegeln

„Diese alte Schachtel, die Vernunft, hatte schließlich so restriktive Formen angenommen, daß der Geist im Laufe der letzten Jahre gegen sie auftreten mußte.“ René Crevel

Es ist an der Zeit Wasser, See, Meer, Wind, Sonne und Regen als künstlerisches Material-Kapital zu entdecken. Verflüssigungen. Unter dem Motto „Seefahrt tut not“ wollen wir gerne mit Künstlern aller Bereiche (Performance, Video, Fotografie, Zeichnung, Musik, Theater, Literatur etc.) zu neuen Ufern aufbrechen – und zwar zu den „Heiligen am Damm“. Der Zeitpunkt ist der 6./7. Juni 2007, an dem wir mit einem dreimastigen wunderbaren Segelschiff (Länge: rund 60 mtr. üa) und weiteren Schiffen, von Rostock aus in Küstennähe und im Seegebiet, vor der Seesperre Warnemünde /Heiligendamm/Ostseebad Kühlungsborn kreuzen werden und hoffen Sie/Dich/Euch mit ins Boot holen zu dürfen. Gemeinsam wollen wir uns dann den rauhen Wind der politischen Weltgeschichte um und durch Ohren, Augen, Münder und Gehirne wehen lassen in der Form eines „Se(e)h-Mobilspiels“, zu dem wir Euch bitten, Ideen mit uns zu entwickeln, die an Bord auf mehreren Ebenen realisiert werden: als lebendige Aufführung(en), medial vernetzte und gesendete Performance via Internet-TV und als professionelle Dokumentation für Fernsehsender und dokumentierende Ausstellungen.
Als Initiative der „Gesellschaft für operative Kunst“ bleibt die gesamte Aktion von Sponsoren aus Wirtschaft, Politik, Gewerkschaft und Kunst unbeeinflußbar. Viele der von uns auf Grund ihrer spezifischen Fähigkeiten und Fertigkeiten angefragte Künstler haben ihr Mitwirken bereits zugesagt u.a.: Silke Peters + Jörn Müller (Einstellungsraum), Skrollan Alwert, (Feuerlöscher TV), Wolfgang Brosch, Ferdinant Fux, Christine Ebeling, Peter Boué, Thomas Rieck (Künstlerhaus FRISE), Peter Sempel (Film), Wolfgang Kampz (Fotografie), Peter Lohmeyer (Schauspieler), Shan Fan (Design-Faktory), Berndt Jasper (Elektrohaus), Brigitta Huhnke (Autorin), Felicitas Schäfer + Alexej Mir, Michael Günther (Renitenz-Theater) MAO/am Multiples Anästhesie Orchestra). Auch professionell mediale Vernetzungs- und Sendefähigkeits-Unterstützung ist uns sicher. Um dieses große Vorhaben zu realisieren, sind wir auf ein „Wind-Steigerungs-Programm“ angewiesen, d.h.: aktiv arbeitende Künstler und Dokumentateure an Bord; die Finanzierung nachfolgender Publikations-Formen (Buch, Film, Ausstellung) soll durch ca. 80 bis 100 Zuschauer und ihre Passagierscheine für das „Segeln und Kegeln-Ereignis auf hoher See“ gesichert werden.

„G(d)8 – Gedacht! – eine Spektakellage“

Für die teilnehmenden Förder-Passagiere wird ein sowohl verdichtetes als auch freihimmel offenes Programm aus Lesungen, Performance, Theater, Musik und bildkünstlerischen Projektionen geliefert. (Bei einsetzender Dämmerung: 700 qm Segel als Projektionsfläche, geeignete Häuser etc. in Küstennähe, wenn Wolken: „Wolken als Leinwand“ für Video/Bildsequenzen u. textuelle Zitate + Statements Laser-Projektion). Von einem Orchester beim einchecken der Passagiere an Bord begleitet, wird der „fliegende Holländer“ zum Walkürenritt mit projizierten Laser-Morse-Zeichen frei nach Clausewitz. Der Video- u. Multimedia-Künstler Wolfgang Oelze wird diese Arbeit als Segel-Projektion durchführen. Dia-Shows zeichnender und malender Künstler werden das Courbet’sche Thema „Welle, Woge, Weltbild“ visuell aufgreifen und ebenfalls auf Segel und Kegel projizieren. Spiegel, Verspiegelungen und doppelte Verspiegelungen werden so zum inhaltlichen Anknüpfungspunkt für das medial-politische Ereignis an Land.

Begleitet und unterstützt (medial durch korrespondierende Internet-TV-Übertragungen und printmediale Förderung) wird die Aktion auch durch Norman Paech, der sich auch bereit erklärt hat, auf unseren „Wasser und Wind – Podium“ an einem Workshopgespräch mit Künstlern und Wissenschaftlern (u.a. Gunnar F. Gerlach, Kulturwissenschaftler, weitere Referenten/Künstler und Wissenschaftler werden noch genannt) aktiv teilzunehmen. Auch hier eine Erweiterung des Kultur-, Kunst- und Politikbegriffes auf hoher See und rauhem Wind und Gegenwind.
Um den „Zeichen der Globalisierung in dialektischer Ansicht“ ein konkretes Gesicht zu verleihen, werden die für die Organisation und dokumentierende Weiterarbeit benötigten Einnahmen auf ein Sonder-Konto eingezahlt. Alle Gäste erhalten nach Bezahlung ihres Beitrages (Idee: für geringe Einkommen (angedacht= ab 40.- Euro, für besser und gut verdienende bis zu 120.-Euro: nach oben offen…) einen „Passagier-Schein“ als künstlerisches Auflagenobjekt der „Gesellschaft für operative Kunst“.
Dringend erwünscht sind weitere Kontakte zu Radio und Fernsehen zwecks Live-Übertragung von Bord (über Internet/UMTS) und für die Dokumentation. Als Dokumentationsort unter anderen konnte bereits der „Einstellungsraum“ in Hamburg gewonnen werden. Auch in Berlin konkretisieren sich Ausstellungsmöglichkeiten.

Für das leibliche Wohl an Bord, wird in angemessener Form mit seemännischen Sättigungen und Getränken gesorgt. Das Geisterschiff soll ja auch ein Geist- und Sinne-Schiff werden. Für etwaige Übernachtungen werden parallel auslaufende Schiffe die gesamte Performance solidarisch unterstützen. Angedacht ist hier u.a. die „Georg Büchner“ als Ruhepol – paßt und fließt doch…

Die Dokumentation und Nachbearbeitung von Publikation und Exposition liegt in der Hand von Gunnar F. Gerlach und wird von Jörg Stange u.a. sachlich und engagiert untersützt. Hans-Peter Weymar wird die Schiffe-Performance filmisch dokumentieren. Sogar eine Comic-Version/Vision (Wolfgang Philippi – u.a. Comic über und für „Ton, Steine, Scherben“) ist zugesagt. Weitere Künstler, Wissenschaftler und Unterstützer sind bereits oder werden in diesen Tagen angefragt. Eine Bekanntgabe ist aber erst sinnvoll bei tatsächlicher Konkretion.

Van Gogh hilft

Sollten Teile der Performance im Sinne und Geiste einer sozialen-„Material: Wind und Wasser“-Plastik an mangelden
Finanzen oder restriktiven Maßnahmen von außen scheitern oder nur zu einem Teil durchführbar sein, gibt es einen „Plan NLL – Nicht Locker Lassen“ und die gesamten vorbereitenden Maßnahmen werden zumindest in Publikation und Ausstellung als Projekt einer Projektion durchgeführt. Die Intendanz des „Renitenz-Theater“ aus Stuttgart hat bereits eine Theatergruppe (Politsatire) mit einem Stück von Aristophanis: „Vögel zwischen Himmel und Erde“ als gespiegelte Übersetzung der Gegenwart, als Beitrag zum Progamm in Aussicht gestellt.

Mit jedem hinzukommendem nahmhaften Intellektuellen, Künstler oder Sponsor wächst die Chance weitere, der Aktion dienliche, Akteure zu erreichen.

Wir haben eine weitreichende Wunschliste, der Gäste an Bord als „Förder-Passagiere“- auch um hier einen der Sache angemessenen Dis-Kurs zu fahren und zu segeln. Für An- und Rückfragen oder erweiternde Ideen stehen wir Dir/Ihnen/Euch jederzeit gerne zur Verfügung. Bleiben wir also nicht länger beim ersten Schritt, sondern wagen wir uns auf die von Courbet begleiteten Wellen und Wogen der Weltgeschichte – Präzise und endlose Wellen, die aus der Tiefe des neu zu erobernden Horizontes heranrollen und sich schäumend brechen an den Unbillen des gegenwärtigen politischen Zeitgeistes. Dokumentieren wir im Sinne fröhlicher Kunst und Wissenschaft ein anderes Bewußtsein: der tragischen Polit-Kommödie an Land ein kommödiantisches Schauspiel auf hoher See – Dialektik von Natur und Kultur – entgegen zu senden.

Wir freuen uns auf Ihr/Euer/Dein Mitwirken, mit wogenden und gegenwindigen Ahois

Gesellschaft für operative Kunst

(Gunnar F. Gerlach / Jörg Stange) Kontakt: gfok/jst Vicky Koke

Zum transformativ reflexiven „Kegel-Begriff“ wird eine kontextuell kunstwissenschaftliche Begründung noch öffentlich. siehe z.B. „ero(t)icatoxicologia“

http://www.metasynapse.de/stange/projekte/NY-Art.jpg

Kunst trifft G8

Nicht nur Hardcore-PolitaktivistInnen, auch Künstler werden gestreift und mobilisiert durch den Event des im Juni anstehenden Gipfeltreffens der G8. Das Projekt “G(ebt) 8(acht), Segeln und Kegeln” ist im Begriff sich in geeigneter Weise mit dem G8-Meeting auseinanderzusetzen und seine Reflektion zu betreiben. Gefunden haben sich hierzu Künstler, Wissenschaftler und politisch interessierte und aktive Menschen aus unterschiedlichen Zusammenhängen, die die Ansicht teilen, man könne die anstehenden Fragen nicht oder jedenfalls nicht allein den G8-Politikern Überlassen.

Dass die Freundlichkeit des Herangehens seine Grenzen hat, erklärt sich aus dem Verhalten der Veranstalter des Events: ihr Verfahren besteht offenbar darin, unter sich zu sein und zu bleiben, um so ungestört Absprachen treffen zu können über das Schicksal von Milliarden, die von ihrer Politik betroffen sind und sein werden.

Die Meinung und das Wohlergehen dieser Betroffenen hat – bei Auswertung der Erfahrungen der Vergangenheit – nur eine nachrangige Bedeutung und das Arrangement, das in diesem Jahr für die exklusive Luxushotelanlage von Heiligendamm getroffen wurde, spricht eine unmissverständliche Sprache: das Publikum / die Betroffenen werden verbannt hinter Zaun und NATO-Draht, seeseitig wird die Bannmeile ausgedehnt auf 10 Kilometer, damit auch nicht die Spur eines Anblicks von Bürgern und Betroffenen der G8-Politik, der Ausdruck abweichender oder gar widersprechender Meinungen ihre Führer irritieren kann.

Das Segel-Projekt erlaubt sich bei dieser Gelegenheit die Reflektion über den Anspruch auf Demokratie und Gerechtigkeit, von Friedenssicherung und Völkerverständigung und stellt die Frage, ob und inwieweit die aktuellen Konstellationen und Entwicklungen der G8-Politik damit vereinbar sind. Da solche Reflektion sich bei den Veranstaltern offenbar nicht besonderer Beliebtheit erfreut und deshalb hinter ausgedehnte Bannmeilen ausgesperrt bleiben soll, hält sich auch die Sympathie gegenüber dem versammelten Klub der Mächtigen in Grenzen und das ein oder andere kritische Wort wird vermutlich nicht ausbleiben.

Es wird die Frage gestellt werden, welches die Gründe sind, derentwegen der Klub der Staatsführer eine solche Distanz und Hochsicherheitszone für erforderlich hält. Ob ihre Bemühungen, ferne Länder, wie Afghanistan oder den Irak mit militärischen Mitteln unter Kontrolle zu halten, den von ihnen beanspruchten, gemeinwohlfördernden Zwecken dienlich sind, welche Substanz ihrer vorgegebenen demokratischen Legitimation tatsächlich zukommt und in wieweit sich die behaupteten Ziele z.b. des Klimaschutzes sich decken mit der von ihnen real betriebenen Politik.

Die Fragen, wem der Tod von vielen Hunderttausenden infolge der Kriege im Mittleren Osten dient, das Aufklären und Bombardieren von afghanischen Dörfern am Hindukusch, Forderungen nach Stundenlöhnen unterhalb der Marke von 3 Euro, die Einführung einer möglichst lückenlosen Überwachung aller Bürger, der vorgesehene Ausstoß von vielen Milliarden Tonnen CO2 durch neu zu errichtende Kraftwerke, fortgesetzte Propagandakampagnen gegen Menschen anderer Kulturen und Religionen, die Verweigerung demokratischer Mitwirkungsrechte, das Einsetzen von Angestellten großer Konzerne in staatliche Kontrollbefugnisse, die wiederum diese Konzerne beaufsichtigen, das Ersetzen von Veranstaltungen politischer Bildung und Aufklärung durch Entertainment und Beliebigkeit und ähnlich skurrile und bedenkenswerte Vorkommnisse.

Zu diesem Zweck sollen an Bord eines Dreimast-Gaffel Schoners Erörterungen und Diskussionen z.B. im Rahmen von Workshops stattfinden unter Beteiligung fachkundiger Wissenschaftler und Juristen, wie etwa dem Professor für Völkerrecht Norman Paech. Verstärkt und zusätzlich entfaltet werden soll die Analyse in den vorgesehenen Workshops und weiteren Erörterungen an Bord durch künstlerische Aktivitäten. Diese sollen dazu dienen, die zentralen Fragen, die sich mit dem Event des G8-Meetings ergeben, zusätzlich auf den Punkt zu bringen.

Die Diskussionen, Reflektionen und Ergebnisse der betriebenen Analyse und die Protokolle der bei Gelegenheit des politischen Gipfeltreffens gesammelten Beobachtungen und Erfahrungen, sollen sich anschließend niederschlagen in angemessener Dokumentation um auch der Nachwelt weitere Aufschlüsse dieser Vorgänge zu vermitteln. Somit sollen die Bemühungen der Beteiligten dazu beitragen, aus einem – für kritische Beobachter – eher fragwürdigen Vorgang, mindestens den Nutzen angemessener Erkenntnisse zu ziehen, die helfen, den Sinn der Dynamik der bestehenden politischen Verhältnisse zu entschlüsseln aber auch festzustellen, welcher Umgang von Seiten der Betroffenen geeignet und auch in ihrem Sinn zielführend ist, welche Signale von ihrer Seite in die Richtung der Politik-Elite zu senden sind, damit der Gang der Dinge einen auch für sie tragbaren und wunschgemäßen Verlauf nehmen kann.

Gerhard Wendebourg

Video Kurzfilm von Lothar Mattejat

Metropolis-Kurzfilmfestival:

Fotos:

http://www.flickr.com/photos/kunst-trifft-g8/


Der Hauptfilm “ G(ebt) 8(cht) zum Segeln und Kegeln “ von Hans-Peter Weymar wurde im Lichtmesskino gezeigt.

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G(ebt) 8(cht) zum Segeln und Kegeln (GfoK Teil 1/4)

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G-8-Kunstaktionismus 07.06.2007

Der Protest der Anderen

Mach Dich nackig! Am Rande des G-8-Gipfels kommt auch die Kunst nicht zu kurz: Hippies frönen beim „nackten Block“ der Freikörperkultur, Künstler schicken meerseits von Heiligendamm der Kanzlerin Wasserspielzeug. Franziska Bossy war beim Protest-Segeln mit Lach-Yoga dabei.
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/g-8-kunstaktionismus-der-protest-der-anderen-a-486060.html

Bildarbeit | Flyer I (oben) Silke Peters

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Attac Berlin AG Energie: “Bowling for Copenhagen”
5. Dezember 2009 | 09:00

Am 5.12. spendiert die AG Energie kostenlose CO2-Zertifikate

Anlässlich des Klimaaktionstages im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen lädt Attac Berlin zum Kegeln ein. Mit jedem CO2-Ausstoß können 9 niedliche Pinguine von ihrer Eisscholle gekegelt werden. Fieß? Macht nix! Schließlich winken satte Gewinne in Form von Sonnencreme und Eisbonbons. Ein Zertifikat gibt’s gratis dazu. Und wer besonders erfolgreich ist, qualifiziert sich zum “Helden des Klimawandels”.
http://www.klimagipfel2009.de/attac-berlin-ag-energie-bowling-for-copenhagen/

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gif-animation: jst,gfok

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Written by medienwatch & metainfo

November 15, 2008 at 14:25