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Dialektik der Aufklärung: Vor 40 Jahren starb der Philosoph Theodor W. Adorno

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Adornohorkhab-wikipedia1..….Theodor W. Adorno (rechts) zusammen mit Max Horkheimer (1965)


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So heißt es in der „Negativen Dialektik“: „Leicht bildet Denken tröstlich sich ein, an der Auflösung der Verdinglichung, des Warencharakters, den Stein der Weisen zu besitzen. Aber Verdinglichung ist die Reflexionsform der falschen Objektivität; die Theorie um sie, eine Gestalt des Bewußtseins zu zentrieren, macht dem herrschenden Bewußtsein und dem kollektiven Unbewußten die kritische Theorie idealistisch akzeptabel. [::]

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Über die Dialektik der Aufklärung

Vor 40 Jahren starb der Philosoph Theodor W. Adorno

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Von Hans-Martin Lohmann

dradio deutschlandfunk 06.08.2009 | Wie mit kaum einem anderen Namen verbindet sich mit Theodor W. Adorno die Wiedereinbürgerung der verfemten Aufklärung in der Bundesrepublik. Der deutsche Jude steht für ein Denken, das – gezeichnet durch den Nationalsozialismus – nicht auswich, sondern sich der Vergangenheit in philosophischer und gesellschaftskritischer Reflexion stellte (…)

„Wenn die Menschheit sich der Erinnerung entäußert und sich kurzatmig erschöpft in der Anpassung ans je Gegenwärtige, so spiegelt sie darin ein objektives Entwicklungsgesetz.“

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Seite in Bearbeitung

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Das „Adorno-Denkmal“ auf dem „Theodor-W.-Adorno-Platz“ nur eine Parallelstraße (westlich) vom Institut für Sozialforschung entfernt | flashphoto Wikipedia [::] Vadim Zakharov | Kunst im öffentlichen Raum 2003 | Zum 100. Geburtstag zum Gedenken an Theodor W. Adorno errichtetes Werk. GlasKubus, Installation im GlasKubus u.a.: ein Schreibtisch, ein Schreibtischstuhl, Buch „Negative Dialektik“ und ein Metronom plus Hinweise auf das Wirken Adornos als Philosoph und Musikwissenschaftler.

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Theodor W. Adorno (eigentlich Theodor Ludwig Wiesengrund-Adorno; * 11. September 1903 in Frankfurt am Main; † 6. August 1969 in Visp, Schweiz) war ein deutscher Philosoph, Soziologe, Musiktheoretiker und Komponist.

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Theodor W. Adorno

Leben und Werk

Adorno war, als akademischer Lehrer, Professor für Soziologie und Philosophie und darüber hinaus Musikkritiker und Komponist.

Wegen des gesellschaftskritischen Schwerpunkts seiner Philosophie gilt Adorno als Sozialphilosoph. Er sah in der „Identität“ von Subjekt und Objekt die „Urform von Ideologie“ und vertrat eine ideologiekritische Dialektik, die „auf der Vermittlung des scheinbar Unmittelbaren, und auf der auf allen Stufen sich entfaltenden Wechselseitigkeit von Unmittelbarkeit und Vermittlung insitieren“ sollte als „Versuch, durch immanente Kritik philosophische Standpunkte über sich und über die Willkür des Standpunktdenkens hinauszubringen“ (Wozu noch Philosophie? 1963). Als Intellektueller war Adorno für das Frankfurter Institut für Sozialforschung in den 1950er Jahren wegen seiner Forschungen zum „totalitären Antisemitismus“ und für die Studentenbewegung wegen seiner Kulturkritik zum Verblendungszusammenhang der bürgerlichen Gesellschaft wichtig.

Hauptwerke:

* Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente (1947, mit Max Horkheimer, enthält das Kapitel über Kulturindustrie);
* Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben (1951);
* Negative Dialektik (1966).
* Ästhetische Theorie (1970, posthum).

Frühe Frankfurter Jahre (1903–24)

Aufgewachsen ist Theodor Wiesengrund Adorno in derselben Straße, in der Arthur Schopenhauer lange lebte: der Schönen Aussicht. Sein Geburtshaus stand in der Nr. 9, in der Schönen Aussicht 7 betrieb sein Vater eine Weinhandlung.

Die Eltern des Einzelkindes Theodor („Teddie“) waren der Weingroßhändler Oscar Alexander Wiesengrund (1870–1946) und die Offizierstochter Maria Barbara Calvelli-Adorno (1865–1952), welche korsisch-italienischer Herkunft war und in Wien als ausgebildete Sängerin auch am kaiserlichen Hofe Erfolge hatte. Sein Vater stammte aus einer jüdischen Familie und trat später zum Protestantismus über, bevor er Maria Barbara heiratete, die katholisch war =

http://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_W._Adorno

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Heute!

Zum 40. Todestag am 06.08. Adorno

Sendung am Donnerstag, 06.08.2009, 23.45 bis 1.35 Uhr

http://www.swr.de/kulturdoku/adorno-kluge-marxismus-philosoph/-/id=100882/nid=100882/did=5069632/5zckev/index.html

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Kulturindustrie – Aufklärung als Massenbetrug

„Kulturindustrie – Aufklärung als Massenbetrug“ ist ein Kapitel aus der „Dialektik der Aufklärung“ von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno. In diesem Kapitel analysieren die Autoren die veränderte Produktion und Funktion von Kultur im Kapitalismus.

„Kulturindustrie“ ist ein komplexer und kein statischer Begriff und entzieht sich einer eindeutigen Definition. Mit dem Begriff Kulturindustrie werden meist die Kernthesen des Kapitels gemeint: Alle Kultur wird zur Ware; Kunst definiert sich über ihren ökonomischen Wert, nicht nach ästhetischen Gesichtspunkten, die für die Analyse des autonomen Kunstwerks der bürgerlichen Gesellschaft eine Rolle spielen. So wird das Ästhetische selbst zu Funktion der Ware, indem es die Bilder der Reklame vorbestimmt.

Mit Kulturindustrie meint Adorno die gesellschaftliche Implikation von kulturellen Ereignissen und Erzeugnissen. Adorno beschreibt in ihr die Warenform und die Ideologie derselben als die beiden zentralen Momente kapitalistischer Vergesellschaftung. Kulturindustrie erscheint als Verblendungszusammenhang, der die gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnisse naturalisiert. Dieser „soziale Kitt“, wie Erich Fromm die Ideologie der Kulturindustrie nannte, agiert als Mittel von Herrschaft und Integration. Diese Integration durch die Kulturindustrie beruht auch auf der Feststellung, dass die Produktion immer auch den Konsum reguliert. Die Verwaltungsform von Kultur, die gerade auch den Intellektuellen nötigt, Wissen zu produzieren, das einer Nutzen-Relation unterworfen ist, zeichnet die Kulturindustrie als Herrschaft von oben aus = > [::]

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Waschhaus: Vortrag Gunnar F. Gerlach, bitte nicht waschen… (II Fragment) =[::]=[::]=[::]

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Zum 40. Todestag von Theodor W. Adorno

medienwatch | Adorno existiert literarisch und virtuell, vereinzelt, einsam im medialen „Gaga-Zitate-Dschungel”, als historisches Phänomen dialektischer Intervention weiter. Hier (Link) einige seltene diskursive Beispiele, der Durchdringend von Kunst und Wissenschaft, gegenwärtiger Diskurse aus nächster Nähe von Ersehenem, Erdachtem und Erfühltem, – aus Erkenntnis gespeistem:

https://medienwatch.wordpress.com/texte-diskurse-gunnar-f-gerlach/

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Written by medienwatch & metainfo

August 6, 2009 at 08:45