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Bewegungsakademie = Mit „Jeder Mensch ist ein Künstler“ in Handlung treten

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2-teilige MultiplikatorInnen Fortbildung für AktivistInnen aus sozialen Bewegungen

Freitag, 15. Mai 2009 (18.00 Uhr) bis Sonntag, 17. Mai 2009 (14.00 Uhr)

und 19. Juni 2009 (18.00 Uhr) bis Sonntag, 21. Juni 2009 (14.00 Uhr) in Verden

Ihr möchtet eure politischen Themen auf die Straße bringen?
Mit Politischem Aktionstheater könnt ihr Aufmerksamkeit für eure Inhalte schaffen – ohne Theatervorkenntnisse, denn jeder ist eine Künstlerin und jeder ist ein Künstler. Bei dieser Fortbildung zu Politischem Aktionstheater lernt ihr einen anderen Zugang zu politischen Inhalten kennen, der alle Sinne anspricht und Spaß macht.

Diese Fortbildung
richtet sich an MultiplikatorInnen in sozialen Bewegungen, die Politisches Aktionstheater in ihrer politischen Arbeit einsetzen wollen.

Politisches Aktionstheater
ist keine abgehobene Kunst vor zahlendem Publikum, sondern eine kreative Auseinandersetzung mit politischen Themen im öffentlichen Raum. Es wird kein feriges Stück inszeniert, sondern gemeinsam eine politische Performance entwickelt, die zum nachdenken und handeln anregen soll. Politisches Aktionstheater basiert u.a. auf Theater der Unterdrückten, Improvisationstheater und Rhythmusarbeit.

Programmablauf
Die Fortbildung besteht aus zwei Workshops, die aufeinander aufbauen. Eine Teilnahme ist nur an beiden Wochenenden möglich.

Workshop I: 15. Mai 2009, 18 Uhr – 17. Mai 2009, 14 Uhr
Einführung Politisches Aktionstheater, erste Methoden und Techniken

zwischen den Workshops:
Anwendung von Methoden und Techniken in der eigenen Praxis

Workshop II: 19. Juni 2009, 18 Uhr – 21. Juni 2009, 14 Uhr
Vertiefung, Anwendungsreflexion, neue Methoden und Techniken, Aufführung im öffentlichen Raum
Inhalte

Praktische Module
Bildertheater – Bilder sagen mehr als Worte
Rhythmusarbeit – politische Inhalte rhythmisieren
Maschinenbau – mit einer Maschine Aufmerksamkeit erregen
Zeitungstheater – alltägliche Zeitungsmeldungen in Szene setzen
Spektakel – Prozessionen, Skulpturenparks, Flash Mobs…

Theoretische Inputs
Öffentlicher Raum als politisch-kreatives Aktionsfeld: Edelsteine und Stolpersteine
Theaterarbeit in selbstorganisierten Gruppen: Chancen und Fallstricke

Performance
Die Teilnehmenden entscheiden sich für ein exemplarisches Thema, zu dem sie eine Performance entwickeln, die im öffentlichen Raum aufgeführt wird.
Trainer
Harald Hahn: Diplom-Pädagoge, Radio- und Theatermacher mit Schwerpunkt Theater der Unterdrückten und Politisches Aktionstheater. Lehraufträge an Universitäten und Fachhochschulen. Künstlerischer Leiter des Kieztheaters Kreuzberg und des Legislativen Theaters Berlin. www.harald-hahn.de
Till Baumann: freiberuflicher Theatermacher, Bildungsarbeiter und Musiker, Diplom-Pädagoge. Workshops, Fortbildungen und Theaterprojekte mit Schwerpunkt Forumtheater und Politisches Aktionstheater in Europa und Lateinamerika. www.tillbaumann.de
Beide arbeiten seit Jahren zusammen, von 2000 bis 2004 als künstlerische Leiter der Straßentheatergruppe piquete des INKOTA-netzwerks, seit 2000 in zahlreichen Workshops und Fortbildungen für unterschiedliche politische Gruppen und Kampagnen. Sie sind assoziierte Trainer an der Bewegungsakademie und leiteten u.a. Fortbildungen zu Politischem Aktionstheater und Forumtheater und – gemeinsam mit Marc Amann – „go-stop-act – Kreative Aktionswerkstatt für den G8-Protest“.

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Dipl. Pol. Rasmus Grobe
Bewegungsakademie e.V.
-Lernen in Sozialen Bewegungen-
Artilleriestr. 6
27283 Verden
Tel.. 04231-957.516
Fax: 04231-957.400
E-Mail: grobe[at]bewegungsakademie.de
Web: www.bewegungsakademie.de

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Fortbildung der Bewegungsakademie:

Unsichtbares Theater

Donnerstag, 10.09.09 (18:00 Uhr)
bis Sonntag, 13.09.09 (14.00 Uhr) in Verden

Unsichtbares Theater ist eine politische und künstlerische Aktionsform, bei der Theaterszenen im öffentlichen Raum aufgeführt werden. Die ZuschauerInnen werden zu Beteiligten: sie wissen nicht, dass sie sich gerade in einer Theaterhandlung mit offenem Ausgang bewegen, für sie ist – und bleibt – die Situation real. Es geht darum, sie zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Geschehenen anzuregen.

Unsichtbares Theater wurde ursprünglich in den 70er Jahren von dem brasilianischen Theatermacher Augusto Boal entwickelt und sollte unzensiertes politisches Theater im öffentlichen Raum auch in den Zeiten der lateinamerikanischen Militärdiktaturen möglich machen. Von Boal und anderen wurde es in den folgenden Jahrzehnten in verschiedenen, vor allem europäischen Kontexten praktiziert und weiterentwickelt. Auch im „Handbuch der Kommunikationsguerrilla“ taucht es als suversive szenische Strategie auf.

Unsichtbares Theater wird häufig unterschätzt, es gehört jedoch zu einer der anspruchsvollsten Techniken in Boals Theater der Unterdrückten. Wenn Theaterszenen im öffentlichen Raum real erscheinen sollen, müssen sie sehr überzeugend gespielt werden. Es geht nicht darum, PassantInnen zu veräppeln – Unsichtbares Theater hat nichts mit versteckter Kamera zu tun.

Der viertägige Workshop in der Bewegungsakademie soll eine praktische Annäherung an Unsichtbares Theater ermöglichen. Nach einer Einführung mit Theaterübungen und der Vorstellung von Anwendungsbeispielen wird die Gruppe eigene Szenen entwickeln, die während des Workshops als Unsichtbares Theater im öffentlichen Raum aufgeführt werden. Die Auswertung dieser Erfahrungen wird vielfältiges Material für eine vertiefte Auseinandersetzung mit Methodik, Sinn, Unsinn und weiteren Anwendungsmöglichkeiten von Unsichtbarem Theater als kreativer politischer Aktionsform bieten.

Trainer

Harald Hahn: Diplom-Pädagoge, Radio- und Theatermacher mit Schwerpunkt Theater der Unterdrückten und Politisches Aktionstheater. Lehraufträge an Universitäten und Fachhochschulen. Künstlerischer Leiter des Kieztheaters Kreuzberg und des Legislativen Theaters Berlin. http://www.harald-hahn.de
Till Baumann: freiberuflicher Theatermacher, Bildungsarbeiter und Musiker, Diplom-Pädagoge. Workshops, Fortbildungen und Theaterprojekte mit Schwerpunkt Forumtheater und Politisches Aktionstheater in Europa und Lateinamerika. www.tillbaumann.de
Beide arbeiten seit Jahren zusammen, von 2000 bis 2004 als künstlerische Leiter der Straßentheatergruppe piquete des INKOTA-netzwerks, seit 2000 in zahlreichen
Workshops und Fortbildungen für unterschiedliche politische Gruppen und Kampagnen. Sie sind assoziierte Trainer an der Bewegungsakademie und leiteten u.a. Fortbildungen zu Politischem Aktionstheater und Forumtheater und – gemeinsam mit Marc Amann – „go-stop-act – Kreative Aktionswerkstatt für den G8-Protest“.

Kosten

siehe Website

Anmeldung
Link zur Anmeldung
www.bewegungsakademie.de

Gefördert von Inwent aus Mitteln des BMZ.

Bewegungsakademie e.V.
-Lernen in Sozialen Bewegungen-
Artilleriestr. 6
27283 Verden
Tel.. 04231-957.595
Fax: 04231-957.400
E-Mail: info@bewegungsakademie.de
Web: www.bewegungsakademie.de

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Motiv: gfok Kunstarchiv

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Written by medienwatch & metainfo

April 19, 2009 at 15:26