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Bertelsmannstiftung liefert die Vorlagen für Privatisierung + weltweite Militäreinsätze der EU etc.

with 6 comments

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Bertelsmann

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Kritik

Die Internetseite (Link unten) ist eine kompakte Online-Broschüre, welche die Eingriffe der Bertelsmann-Stiftung und des Bertelsmann-Konzerns in die Umstrukturierung der öffentlichen Dienste und damit auch in unseren Lebensalltag beschreibt. Die einzelnen Kapitel ermöglichen einen schnellen Blick auf die verschiedenen Projektfelder von Bertelsmann, mit dem Anliegen, Hintergründe, Strategien und Folgen der sozialen Angriffe seit Anfang der 90er Jahre deutlich werden zu lassen.

Wir wollen die Berechtigung der Bertelsmann-Stiftung und ihren Status der Gemeinnützigkeit in Frage stellen. Mit diesen Informationen wollen wir dazu beitragen, das eigene Unbehagen auf der Arbeit, in der Schule oder im Krankenhaus ernst zu nehmen. Sich die Widersprüche des Alltags klar zu machen ist notwendig, um aktiv werden und organisiert eingreifen zu können.

„Die Bertelsmann-Stiftung ist eine der mächtigsten Denkfabriken im Lande und als solche Leitakteur für ähnlich operierende Berater und Stiftungen. Sie greift aktiv in die Politik auf allen Ebenen von Regierungspolitik bis zur Kommune und zu Netzwerken von Einzeleinrichtungen ein. Dabei versucht sie, wesentliche Bereiche der Gesellschaft betriebswirtschaftlichen Modellen und Motivationstechniken zu unterwerfen. Die soziale Umverteilung von unten nach oben wie Hartz IV, die Gesundheitsreform, die Einführung von Studiengebühren und Studienkonten, Abwälzung gesellschaftlicher Kosten auf die Einzelnen, Unterstützung von undemokratischen kostenträchtigen Privatisierungsvorgängen sind von der Bertelsmann-Stiftung mitentwickelt worden. Ebenso greift das Bertelsmann-Institut Centrum für angewandte Politikforschung (CAP) mit Vorschlägen zur verstärkten Militarisierung und geostrategischen Ausrichtung der deutschen und europäischen Außenpolitik in die internationale Politik ein.“ (aus dem „Aufruf gegen Bertelsmann“, Frankfurt Oktober 2007)

Das Kapitel Ökonomisierung stellt die übergreifende Klammer der meisten Umbauprojekte der Bertelsmann-Stiftung vor: das New Public Management in den öffentlichen Verwaltungen. Damit schließt sich eine Lücke in der bisherigen Anti-Bertelsmann-Diskussion. Das Kapitel Bertelsmann informiert über den Konzern und seine Geschichte. Darauf folgt eine zusammenfassende Beschreibung der Bertelsmann-Stiftung.

Das Kapitel Bildungspolitik gibt Hinweise darauf, wie die Ökonomisierung im Bildungsbereich die heutige ‚Bildung‘ den Menschen, die Schulen und Universitäten zum eingeschränkten Wirtschaftswesen deformiert und soziale Selektion für die globalisierte Gesellschaft betreibt.

Die Rationalisierung und Privatisierungen im Gesundheitswesen, sowie Umverteilung der Krankheitskosten auf die Kranken beschreibt der anschließende Text.

Das Kapitel Weltmacht stellt die wirtschaftlichen Motive und Strategien dar, die Bertelsmann ins Spiel bringt, damit die EU ihren Status als wirtschaftliche und militärische Weltmacht global behaupten und ausbauen kann, nicht zuletzt um die wankenden Grundlagen des Kapitalismus zu stabilisieren.

Eines der wichtigsten Kapitel fehlt leider noch, die Analyse der Medienpolitik und Beeinflussung der öffentlichen Meinung, vor allem durch die Gruner & Jahr-Gruppe und den RTL-Komplex, die zum Bertelsmann-Konzern gehören.

Es schließt sich die Frage an, wie wir quer zu den gesellschaftlichen Bereichen Gegenstrategien und Praxisformen gegen die Projekte der Bertelsmann-Stiftung finden können, die die neoliberalen Sozialtechniken auch auf der sozialen und politischen Alltagsebene insgesamt besser treffen. Einige Ideen sind abschließend im Kapitel Kampagne aufgelistet.

Diese Internetseite ist aus der überregionalen Zusammenarbeit gegen die Aktivitäten der Bertelsmann-Stiftung hervorgegangen, genauer gesagt aus dem Impuls der Tagung in Frankfurt im Oktober 2007. Die Gruppe du bist bertelsmann in Bremen hatte es übernommen, verschiedene Diskussionsbeiträge zusammenzustellen. Ursprünglich bestand das Ziel, eine kleine Broschüre in allgemeinverständlicher Schreibweise zu drucken und unter die Leute zu bringen, um praktische Aktivitäten zu unterstützen. Daraus ist zunächst eine Online-Broschüre mit ausführlichen Beiträgen geworden.

Wir danken den Autorinnen und Autoren für ihre Beiträge und allen Personen, die das Entstehen dieser Broschüre unterstützt haben!

Jedes Kapitel kann unter der jeweiligen Seite, und die gesamte Broschüre auch hier als PDF heruntergeladen werden.

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http://www.bertelsmannkritik.de/index.htm

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Raum der Freiheit

16.7.09 | Die Bertelsmann Stiftung beglückt uns mit Ansichten und Forderungen, die eine geringfügige Schräglage aufweisen. Man hat dort ein Gutachten zu der Frage erstellt, ob die EU einen europäischen Geheimdienst braucht. Ein Zitat verdeutlicht die Denkweise:

http://www.internet-law.de/2009/07/der-raum-der-freiheit.html

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*zur Flugschrift der Gruppe „Blaues Wunder“ in Bielefeld:
über die *europäischen Weltmachtträume der Bertelsmann-Stiftung*
http://www.anti-bertelsmann.de/2009/Bertelsmania_vom_Blauen_Wunder_Mai_09.pdf

* zur Film-Doku über die 4. Anti-Bertelsmann Tagung im Januar 2009
http://www.attac-medien.de/privatisierung/antibertelsmann/index.html

* zum Bildungsstreik 2009
http://bs.risiko09.de/

* und zu dem transnationalen Vernetzungsprojekt edu-factory
http://www.edu-factory.org/edu15/

das die Verbindung mit den starken Kämpfe in anderen europäischen Ländern, aber auch in den USA, herstellt, die sich gegen die dortigen neoliberalen Umstrukturierungen im Bildungswesen richten.

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Veröffentlichte Beiträge + Links über die Einflussnahme und Dominanz des Medienkonzerns und seiner Stiftung Bertelsmann, sowie der hauseigenen Dienstleister wie ARVATO etc.:

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Harald Schumann
25.9.2006 0:00 Uhr
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Macht ohne Mandat

Die Experten der Bertelsmann-Stiftung sind in der deutschen Politik allgegenwärtig: Von den Kommunen bis zum Kanzleramt, von den Hochschulen bis zur Sozialhilfe. Die entscheidende Frage: Beraten sie die Politiker nur – oder machen sie selbst Politik?
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“Ist Hartz IV also eigentlich ein Bertelsmann-Projekt? „Ganz sicher nicht“ versichert Frick. Schließlich seien „die Vertreter aller gesellschaftlichen Gruppen“ beteiligt gewesen, die Stiftung habe allenfalls Vorschläge gemacht, entschieden hätten schließlich andere”:
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http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Sonntag;art2566,2201720

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Machtkartell Bertelsmann

Jens Berger | 26.09.2010
Die Bertelsmann Stiftung der Familie Mohn ist über die Jahre hinweg zum vielleicht wirkmächtigsten Spieler im deutschen Politpoker geworden
„Alle Macht kommt vom Volke“ – die Volkssouveränität ist einer der Grundpfeiler der Demokratie. Aber geht in einer modernen Demokratie wie Deutschland tatsächlich alle Macht vom Volke aus? Die Bundesrepublik Deutschland ist eine repräsentative Demokratie – der Wähler macht alle vier bis fünf Jahre sein Kreuz auf dem Wahlzettel und legitimiert damit einen Repräsentanten zur Ausübung der Macht in seinem Namen. In einer lebendigen Demokratie wäre der Bürger auch in die Entscheidungsfindung und die politischen Entscheidungsprozesse seiner Repräsentanten direkt mit eingebunden. So lebendig ist die deutsche Demokratie allerdings nicht. Der Wähler macht sein Kreuz und danach übernehmen die modernen Meinungsmacher – Think Tanks, Verbände und Stiftungen: weiterlesen:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33380/1.html

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https://medienwatch.wordpress.com/?s=Bertelsmann

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http://www.meta-info.de/?such=Bertelsmann&suche=man&rubrik=

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Bertelsmann, der Kindergarten und ich.

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Stadtführer mit Gruseleffekt

Lobbyismus

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Der Verein LobbyControl hat einen Berlin-Führer besonderer Art herausgebracht. Wer die Touren abläuft, hat danach ein ganz neues Bild von Deutschland.

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http://www.sueddeutsche.de/politik/15/451724/text/.

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Globales

Vorschläge der Bertelsmann-Stiftung für Berlin und EU

„Wer regiert die Welt?“

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Von Hans Georg | 24. Juni 2009

Die deutsche Bertelsmann-Stiftung sagt das baldige Ende der globalen US-Dominanz voraus und verlangt eine dramatische Aufrüstung der Europäischen Union. Wenn der Kontinent den „European Way of Life“ beibehalten wolle, müsse sich „Europa“ auf dem gesamten Planeten militärisch behaupten, verlautbart das Politik-Institut des international führenden Medienkonzerns. Für „Krisengebiete weltweit“ habe „eine größere Zahl (…) von einsatzfähigen Kräften“ bereitzustehen:

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=1692

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DIE LINKE. NRW, Corneliusstr. 108, 40215 Düsseldorf,  http://www.dielinke-nrw.de

Düsseldorf, 15. September 2010

*Pressemitteilung*

Für DIE LINKE.NRW ist das Jubiläum des Medienmultis aus Gütersloh kein Grund zum Feiern. „Bertelsmann ist eine Gefahr für den Sozialstaat und die Demokratie“, erklärt ihr stellv. Landessprecher Helmut Manz.

Die Alleineigentümerfamilie Mohn konzentriert in ihren Händen eine Medienmacht, die die eines Berlusconi bei Weitem in den Schatten stellt. Welche umfragenbewusste Regierung würde es wagen gegen einen Konzern Politik zu machen, dessen Fernsehsparte allein laut Eigenwerbung täglich über 170 Millionen Zuschauer in Europa erreicht? Die „Berlusconis“ aus Gütersloh müssen nicht regieren. Sie lassen regieren – mittels „Beratung“ der Politik durch die Bertelsmannstiftung. Sie betreibt knallharten Kapitallobbyismus unter dem Deckmantel der
Gemeinnützigkeit. Die Hartz-Gesetze oder die Studiengebühren sind nur zwei berüchtigte Beispiele. Im Falle der Privatisierung ganzer Stadtverwaltungen nützt der gemeinnützige Rat direkt der eigenen Konzerntochter Arvato.

DIE LINKE.NRW zieht lieber die Landesverfassung (Art.27) zu Rate: „… Unternehmen, die wegen ihrer monopolartigen Stellung besondere Bedeutung haben, sollen in Gemeineigentum überführt werden.“ Als ersten Schritt in Richtung Gemeinwohlorientierung fordert DIE LINKE.NRW die Aberkennung der Gemeinnützigkeit für die Bertelsmannstiftung, damit die Mohns wenigstens ordentlich Steuern zahlen.

Hubertus Zdebel (Sprecher), 0234 417 479 11, hubertus.zdebel(at)dielinke-nrw.de oder Landesgeschäftsstelle in Düsseldorf, 0211- 35 89 07, lg(at)dielinke-nrw.de

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Written by medienwatch & metainfo

Mai 24, 2009 at 21:23