medienwatch & metainfo (gfok)

Medienrecherche: Politik | Wissenschaft | Kunstprojekte

Archive for the ‘Berlinale 2009: Claudia Llosa und Angst in Peru’ Category

Berlinale 2009: Claudia Llosa und Angst in Peru

with 8 comments

cropped-quadrate-gfok

.

.

.


.

Regisseurin Claudia Llosa zeigt uns die Auswirkungen der bedrückenden Vergangenheit von Peru.

Die peruanische Regisseurin Claudia Llosa arbeitet in ihrem Film The Milk of Sorrow die bedrückende Vergangenheit ihres Landes auf: Die im Jahre 2001 eingesetzte peruanische “Wahrheitskommission” hat für den Zeitraum von 1980 bis 2000 fast 70.000 ermordete Menschen, unzählige Vergewaltigungen, Entführungen und andere Menschenrechtsverletzungen verzeichnet.

Fausta leidet unter der “Milch des Leids”, einer Krankheit, die durch die Muttermilch übertragen wird. Es ist dies keine Krankheit, die durch Bakterien oder Ansteckung herbeigeführt wird – von ihr betroffen sind ausschließlich Frauen, die in Peru während der Jahre des terroristischen Kampfes misshandelt oder vergewaltigt wurden. Diese schlimme Zeit ist längst Vergangenheit. In Fausta aber ist sie lebendig. Ihre Krankheit heißt Angst und hat ihr die Seele geraubt […]

http://www.moviepilot.de/articles/berlinale-2009-claudia-llosa-zeigt-die-angst-in-peru-101980

***

Ein Kritiker wirft der mit dem „Berliner Bär“ ausgezeichneten Regisseurin Claudia Llosa puren Rassismus vor:

[…] Ein Film, der rassistische Einstellungen der weißen Oberschicht Perus bedient.
Bei ihrem ersten Film namens Madeinusa hatte sie das Wort FIKTION “absichtilich” vergessen und der Welt eine nicht existierenden Kulturen, Mythos, Riten und Angewonheiten von Bewohner des ANdes Perus als Dokumentierte Realitaet vorgestellt.
Meiner Meinung nach zeigt sich nur bei ihren Filmen die Vision von der weißen Oberschicht die Peru regiert und so wie Ein Film, der rassistische Einstellungen der weißen Oberschicht Perus bedient.
Bei ihrem ersten Film namens Madeinusa hatte sie das Wort FIKTION “absichtilich” vergessen und der Welt eine nicht existierenden Kulturen, Mythos, Riten und Angewonheiten von Bewohner des ANdes Perus als Dokumentierte Realitaet vorgestellt. Bei ihren Filmen wird „erkannt“ die Vision von der weißen Oberschicht die Peru regiert und so wie diese Frau denken. Es scheint als ob sie nicht fuer die Hauptopfer der Zeit des Terrors waere sonst in Gegenteil dagegen […]

http://www.moviepilot.de/articles/berlinale-2009-claudia-llosa-zeigt-die-angst-in-peru-101980

***

medienwatch hat den Film noch nicht gesehen. Möglich ist ja auch die Methode „dialektischer Ambivalenz“ -als Form der Vermittlung und Aufklärung, derart, dass der Blick aus der weissen Oberschicht die Arroganz und den ausbeuterischen Rassismus dem Zuschauer erfahrbar und transparent machen soll und nicht bedienen? Denn die „aufklärende Transformation“ kann selbstverständlich auch diesen Weg gehen und Rassismus etc. im Kopf des Zuschauers subtil nachvollziehbar werden lassen. Eine Form der Dramaturgie, die dann als solche auch funktioniert, als das „ER“ (der Zuschauer) sich dann bei seinen eigenen Klischees und Vorurteilen erwischt – und „überführt“ wird? Wenn das so (o.ä.) nicht stimmt, wäre es selbstverständlich ein Skandal! jörg stange

Advertisements

Written by medienwatch & metainfo

Februar 15, 2009 at 09:34