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Archive for the ‘Aktuelle Berichte zur Situation in Gaza’ Category

Ban Ki Moon ordnet Untersuchung israelischer Angriffe auf UN-Einrichtungen an

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Am Dienstag hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon eine Untersuchung der israelischen Angriffe auf Gebäude der Vereinten Nationen angeordnet. Das unter der Leitung des Briten Ian Martin stehende Gremium soll seine Arbeit unverzüglich aufnehmen und ihm binnen eines Monats einen detaillierten Bericht über das Ausmaß der Zerstörungen und die Ursachen sowie Zusammenhänge vorlegen.

Während seiner israelischen Aggressionen im Gaza-Streifen habe Israel nach Angaben des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) mehr als 50 Einrichtungen der Vereinten Nationen beschädigt oder zerstört.

Außerdem forderte der Generalsekretär Israel erneut auf, umgehend die Grenzübergänge zu dem Gaza-Streifen zu öffnen. Ein Großteil der Gesamtbevölkerung sei auf internationale Versorgung angewiesen. Derzeit öffnet Israel nur einen Übergang für die Hilfstransporte, sodass täglich höchstens 30.000 Menschen mit Lebensmitteln und Wasser versorgt werden können. Besonders dramatisch sei die Situation für Hunderte Verletzte, für die es ohne Nachschub von Außen weder Medikamente, Verbandszeug noch andere medizinische Hilfsmittel gebe.

http://www.palaestina.org/news/nachrichten/zeigeNachricht.php?ID=6572

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Besatzungssoldaten schießen auf friedliche Demonstration – Siedler greifen 15-Jährigen an

Israelische Besatzungstruppen haben am Dienstagnachmittag bei Hebron eine friedliche Demonstration beschossen. Der Protest der Einwohner des Dorfes Thna richtete sich gegen den Bau der illegalen Apartheidmauer sowie gegen die rechtswidrige Annektierung ihrer Ländereien. Verletzte wurden nicht vermeldet.

Vier Kinder und Jugendliche zwischen 13 und 23 Jahren wurden nach Razzien israelischer Besatzungssoldaten willkürlich verhaftet. Der Aufenthaltsort der aus den Dörfern Sa’ir und Al-Shyoukh, nördlich von Hebron, kommenden Jungen ist bis heute unbekannt.

Am späten Montagabend schossen wahllos israelische Siedler auf einen palästinensischen Jungen. Augenzeugen berichteten, dass die Siedler in das Dorf Hussan, südlich der Stadt Bethlehem, eindrangen und auf den auf der Straße spielenden Ali Hammamrah schossen. Der 15-Jährige erlitt Schußverletzungen am linken Bein und konnte zur medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus in Bethlehem gebracht werden.

Fast täglich greifen Siedler die palästinensische Zivilbevölkerung an. Dies geschieht oftmals in Anwesenheit israelischer Besatzungssoldaten, die tatenlos zusehen.

Weitere Truppen zerstörten am Montagabend bei Tarrama, südlich der Stadt Hebron, Dutzende Bäume. Die Oliven- und Mandelbäume seien Hindernisse auf der Zufahrtstraße zu der israelischen Militärbasis Al-Majnuna, so die Begründung Israels.

http://www.palaestina.org/news/nachrichten/zeigeNachricht.php?ID=6571

Auch Hamas ruft Waffenstillstand aus

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Israels Armee beginnt mit dem Rückzug aus dem Gazastreifen

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Januar 20, 2009 at 09:00

Israel | Gaza : Operation Straffreiheit + Der Kern des Konfliktes liegt in der Blockadepolitik

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Operation Straffreiheit

Israel radiert Palästina Schritt für Schritt von der Landkarte: Zu seiner Rechtfertigung produziert der Staatsterrorismus Terroristen, sät Haß und erntet Alibis Von Eduardo Galeano |

Seit 1948 sind die Palästinenser zu einer lebenslangen würdelosen Unterwerfung verurteilt. Nicht einmal atmen dürfen sie ohne Genehmigung. Sie haben ihre Heimat verloren, ihr Land, ihr Wasser, ihre Freiheit, ihr alles. Ihnen wird nicht einmal zugestanden, die eigene Regierung zu wählen. Wenn sie diejenigen wählen, die sie nicht wählen dürfen, dann werden sie bestraft. Gaza wird bestraft. Der Landstreifen ist zu einer Mausefalle geworden, seitdem die Hamas in sauberer Weise die Wahlen im Jahr 2006 gewonnen hat. Etwas Ähnliches geschah 1932, als die kommunistische Partei die Wahlen in El Salvador gewonnen hatte. In ein Blutbad getaucht, so haben die Salvadorianer ihr ungehöriges Betragen sühnen und seitdem unter Militärdiktaturen leben müssen. Demokratie ist ein Luxus, den nicht alle verdienen.

Kinder der Ohnmacht (…)

Eduardo Galeano, uruguayischer Schriftsteller und Journalist, ist Autor von »Die offenen Adern Lateinamerikas«, »Erinnerungen des Feuers« und »Spiegel – fast eine universelle Geschichte«

junge Welt, 17. Januar 2009

hier bitte weiterlesen:

http://www.jungewelt.de/2009/01-17/035.php

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Eduardo Galeano

Eduardo Galeano auf der Feria del Libro in Madrid, 2008

Eduardo Hughes Galeano (* 3. September 1940 in Montevideo, Uruguay) ist ein Journalist, Essayist und Schriftsteller. Mit zwanzig Jahren wurde er stellvertretender Chefredakteur der MARCHA, einer Zeitschrift für Kultur und Politik in Montevideo. Später war er leitend bei mehreren linksgerichteten Zeitschriften tätig; 1976 ging er ins spanische Exil, wo er bis zum Ende von Uruguays Militärdiktatur 1985 verblieb. 1971 erschien die erste Fassung seines wichtigsten Werkes Las venas abiertas de América Latina (dt. Die offenen Adern Lateinamerikas), welches sich mit der Geschichte Lateinamerikas, insbesondere den Kolonialherrschaften alter und neuerer Prägung auseinandersetzt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Eduardo_Galeano

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Der Kern des Konfliktes liegt in der Blockadepolitik

Norman Paech
Liebe Freundinnen und Freunde,
Liebe palästinensische Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich kann mich kaum an einen derart schrecklichen Jahreswechsel wie diesen erinnern. Mit einem Krieg in Palästina, der ein Massaker unter der Bevölkerung des Gazastreifens angerichtet hat, ohne dass ein Ende dieses furchtbaren Gemetzels abzusehen ist. Schrecklich war dieser Jahreswechsel aber nicht nur für die Menschen im Gazastreifen. Er ist es auch schrecklich und beschämend für Israel, die ganze arabische Welt, die Europäer und die US-Amerikaner, denn sie haben seit Jahren – seit Jahrzehnten – keine ernsthaften Bemühungen unternommen, einen dauernden Frieden zwischen den beiden Völkern im Nahen Osten zu sichern.

Die Regierungen können sich nicht länger etwas vormachen. Die Wahrheit ist, dass die sog. Friedenskonferenzen von Madrid über Oslo, Camp David, Taba bis Annapolis zu nichts anderem geführt haben, als zu immer gewalttätigeren Konfrontationen zwischen Juden und Arabern und schließlich auch zwischen den Arabern selbst.

Der jüngste Luftkrieg gegen den Gazastreifen ist ein von langer Hand vorbereiteter Angriff, der nicht etwa eine spontane Reaktion auf die Raketen der Hamas ist. Der Zeitpunkt ist genau kalkuliert: es ist nicht das erste Mal, dass ein Krieg die Wahlchancen der härtesten Kriegstreiber verbessern sollen – und in Israel stehen Neuwahlen unmittelbar bevor. In den USA ist der alte Präsident auf dem Rückzug aus dem Amt und der neue Präsident Obama ist noch nicht im Amt. Der alte steht voll hinter dem israelischen Krieg und der neue ist ganz offensichtlich unentschlossen. Er vermeidet es, sein Wahlversprechen zu bekräftigen, dem Völkerrecht wieder den ihm zukommenden Platz in der US-Außenpolitik einzuräumen. Das ist kein gutes Zeichen für die zukünftige Nahost-Politik der Obama-Administration. Gerade jetzt ist es notwendig, das israelische Militär von weiteren massiven Völkerrechtsverstößen abzuhalten.

Die Politik der letzten Jahre hat nie ein ernsthaftes Anzeichen für einen wirklichen Friedenswillen erkennen lassen. Ja, sie ist kriminell, wenn wir die Folgen der Luftangriffe sehen, die zu einem Massaker unter der palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen geführt haben. Sie sind durch kein Recht auf Selbstverteidigung oder Notwehr legitimiert, wie es Noch- Präsident Bush und Bundeskanzlerin Merkel behaupten. Das sind eindeutige Kriegsverbrechen, eine vollkommen unverhältnismäßige Reaktion auf die Raketen der Hamas. Der Gazastreifen ist mit 365 km² kaum halb so groß wie Hamburg mit 755 km². Er hat aber mit 1,5 Mio. Menschen fast so viele Einwohner wie Hamburg mit 1,7 Mio. Er ist das am dichtesten besiedelte Land der Welt. Kein Luftangriff kann die von dem Kriegsvölkerrecht geforderte Unterscheidung zwischen geschützten Zivilisten und legitimen Kampfgegnern gewährleisten. Der Vorwurf der israelischen Armee, die Hamas-Kämpfer würden sich hinter den Zivilisten verstecken und diese als Schilde missbrauchen, ist angesichts der Bevölkerungsdichte und der Unmöglichkeit, sich durch Flucht den Angriffen zu entziehen, nur zynisch. Es ist schon eine Verhöhnung des Rechts, wenn die Unzahl der zivilen Toten und Verletzten, die Zerstörung der Wohnungen und zivilen Einrichtungen mit der Selbstverteidigung gerechtfertigt werden. Und es ist eine zynische Haltung, gegen die Fortsetzung der Luftangriffe und die Weigerung der israelischen Regierung, mit der Hamas über einen Waffenstillstand zu sprechen, faktisch nichts zu unternehmen und stattdessen die Leistung von medizinischer und humanitärer Hilfe zu fordern.

Die Sicherheit Israels wird durch diesen barbarischen Akt der Bestrafung nicht gefördert sondern weiter gefährdet. Er provoziert die Radikalität des Gegners und heizt die Eskalation der Gewalt an. Vieles spricht dafür, dass dies auch so gewollt ist, weil die politisch Verantwortlichen in Israel den von ihnen in Friedensverhandlungen geforderten Abzug aus den besetzten Gebieten nicht akzeptieren wollen.

Betrachten wir die Realität: Seit 1967 hält Israel das Westjordanland und den Gazastreifen besetzt. Es hat zwar vor drei Jahren seine Truppen und Siedler aus dem Gazastreifen zurückgezogen, hat aber die volle Kontrolle über das kleine Territorium zu Wasser, in der Luft und zu Land behalten. Seit dem Wahlsieg der Hamas im Januar 2006 bestraft Israel mit der Unterstützung der EU und USA die Bevölkerung durch eine unmenschliche Abriegelung und wirtschaftliche Blockade des Gazastreifens. Die UNO spricht von einer „tiefen Krise der Menschenwürde“ und Uri Avnery bezeichnet die Blockade als einen Akt des Krieges, der das ganze Leben im Gazastreifen paralysiert hat: „Diejenigen, die die Grenzübergänge geschlossen haben – unter welchem Vorwand auch immer – wussten, dass es unter diesen Bedingungen keinen wirklichen Waffenstillstand geben kann.“ Seit dem Beginn der Blockade beklagt der UNMenschenrechtsausschuss immer gravierendere Verstöße der Abriegelungspolitik gegen die Menschenrechte. Das sind schwerwiegende Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Das haben im Dezember vergangenen Jahres US-amerikanische Anwälte Ministerpräsident Ehud Olmert zu Recht in einer Strafanzeige beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag vorgeworfen.

Wie jedes Volk unter rechtswidriger Besatzung haben auch die Palästinenser ein Recht auf Widerstand. Für eine rechtswidrige Besatzung gibt es aber kein Recht auf Verteidigung, sondern nur die Verpflichtung, die Besatzung vollständig aufzuheben. Während der letzten sieben Jahre sind 14 Israelis zumeist durch Raketen vom Gazastreifen getötet worden. In der gleichen Zeit wurden mehr als 5000 Palästinenser mit Waffen getötet worden, die auch aus den modernsten Arsenalen der US-Armee stammen. Und während keine Raketen vom Westjordanland aus abgeschossen wurden, starben dort allein dieses Jahr 45 Palästinenser von israelischer Hand. Das ist die Realität der Besatzung, in der jede Art von Waffenstillstand nur dann einen Sinn macht, wenn die Besatzung selbst verschwindet.

Wer hingegen eine Politik der Strangulierung und Entwürdigung verfolgt, darf sich nicht wundern, wenn aus der Verzweiflung und Ohnmacht der Opfer Terrorakte entstehen, die die israelische Bevölkerung in der Nachbarschaft des Gazastreifens treffen. Hamas hat das Ruhen der Waffen angeboten. Die israelische Führung ist jedoch dazu nicht bereit. Es nutzen daher auch keine abgewogenen Appelle an beide Seiten, die Waffen ruhen zu lassen. Denn der Kern des Konfliktes liegt in der Blockadepolitik, die das Ergebnis der freien und fairen Wahlen von 2006 nicht akzeptieren will. Diese unverantwortliche Politik haben auch die Regierungen der EU und der USA im Widerspruch zu ihren eigenen Prinzipien zu vertreten. Es ist eine Schande, dass sie diese Politik immer noch nicht revidiert haben, sondern die Weigerung Israels zu jeglichem politischen Kontakt mit Hamas auch noch unterstützen. Damit sind auch sie für den militärischen Exzess der vergangenen Tage mit verantwortlich.

Wir fordern daher:

  • Sofortiger Stopp der Luftangriffe auf den Gazastreifen.
  • Verhinderung der angekündigten Bodenoffensive.
  • Aufgabe der Blockade und Abriegelung des Gazastreifens.
  • Sofortige Aufnahme von Verhandlungen mit Hamas, um den Raketenbeschuss einzustellen.
  • Beendigung der israelischen Besatzung.

Nur eine politische Lösung auf dem Weg der Verhandlungen vermag für beide Seiten die Sicherheit ihrer Existenz und einen dauerhaften Frieden zu schaffen.

* Rede auf der vom SCHURA Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg e.V., SCHURA Islamische Religionsgemeinschaft Schleswig-Holstein e.V. und der Palästinensischen Vereinigung Hamburgs PHV e.V. veranstalteten Demonstration am Freitag, den 2. Januar 2009.


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http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Gaza/paech-ruf.html

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Januar 18, 2009 at 13:12

Israel: Zwei Kriegsdienstverweigerinnen inhaftiert

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Pressemitteilung vom 16. Januar 2009

Vor zwei Tagen wurden die Kriegsdienstverweigerinnen Raz Bar-David Varon und Maya Yekhieli-Wind zu jeweils 14 Tagen Militärarrest verurteilt. Beide weigern sich, den Militärdienst abzuleisten. Für Raz Bar-David Varon ist dies bereits die vierte Haftstrafe. Das teilte die Gruppe der Shministim gestern gegenüber Connection e.V. mit. „Die gegenwärtige Gewalt ist ein Ergebnis jahrzehntelanger Besatzung sowie einer Abriegelung des Gaza seit dem Rückzug aus diesen Gebieten“, erklärte Maya Yekhieli-Wind vor ihrer Inhaftierung angesichts des aktuellen Krieges in Gaza. „Die sinnlose Besatzung von Millionen führt nur zu einer Radikalisierung ihrer Positionen, zu Hass und der Eskalation der Gewalt. Gewalt ist ein Kreislauf, der sich selbst nährt. Dieser Kreislauf wird nicht enden, bis jemand aufsteht und sich ohne Kompromisse weigert, daran teilzunehmen. Das ist es, was ich heute tue.“ In Israel sind alle jüdischen Frauen und Männer wehrpflichtig und werden mit 18 Jahren einberufen. Die Dauer des Militärdienstes beträgt für Männer drei Jahre, für Frauen 20 Monate. Nach Ablauf des regulären Militärdienstes leisten Männer bis zu ihrem 50. Lebensjahr mindestens einmal jährlich für etwa 30 Tage einen Reservedienst ab. Ein Recht auf Kriegsdienstverweigerung wird praktisch nicht gewährt. Anfang der Woche wurde der erste Reservist zu 14 Tagen Arreststrafe verurteilt, nachdem er sich dem Kriegseinsatz im Gazastreifen verweigert hatte. Raz Bar-David Varon und Maya Yekhieli-Wind gehören einer Gruppe von 60 Abiturientinnen und Abiturienten an, die sich im Sommer 2008 als Shministim zusammengeschlossen haben. Gemeinsam hatten sie, Frauen und Männer, gegenüber dem israelischen Verteidigungsminister erklärt, dass sie sich gegen die „Besatzungs- und Unterdrückungspolitik der israelischen Regierung“ wenden. „Wir werden uns deshalb weigern, an den Aktionen teilzunehmen, die vom israelischen Militär in unserem Namen durchgeführt werden.“ Bislang wurden acht von ihnen zumeist mehrfach inhaftiert. Connection e.V. ruft zur Unterstützung der israelischen Verweigerer auf. Über die Website http://december18th.org/ der Shministim können Protestschreiben an den israelischen Verteidigungsminister gesandt werden.

http://www.connection-ev.de/

http://www.facebook.com/group.php?gid=25987424652&ref=ts

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Reservisten verweigern Einsatz im Gazastreifen

Die israelische Organisation Courage to Refuse (Mut zum Verweigern) rief gestern mit einer Anzeige in der Tageszeitung Ha’aretz zur Verweigerung des Einsatzes im Gazastreifen auf: „Wir, Offiziere und Kampfsoldaten der israelischen Armee, rufen die Soldaten dazu auf, sich zu weigern, auf Gaza zu schießen. Der Beschuss und die Bombardierung dicht besiedelter Wohngebiete ist ein Kriegsverbrechen und setzt Israels Moral und Sicherheit aufs Spiel. Nichts wurde erreicht, außer einer Zunahme der Zahl der Raketen, die aus Gaza auf den Süden Israels abgeschossen werden – und eine Steigerung des Hasses und der Gewalt der Palästinenser gegenüber Israel. Es ist das Recht und die Pflicht jedes Soldaten, sich zu weigern, das Blut unschuldiger Zivilisten zu vergießen.“ Ein weiterer Aufruf von „Jüdinnen und Juden aus der ganzen Welt“ fordert israelische Soldaten und Soldatinnen ebenfalls zur Verweigerung auf: „Die ein Gewissen haben, müssen die israelische Kriegsmaschinerie stoppen. Das könnt nur Ihr tun – und Ihr müsst es tun.“ Courage to Refuse berichtete zugleich, es gebe erste Verweigerer des Kriegseinsatzes in Gaza. Etwa ein Dutzend Reservisten hätten sich bislang der Einberufung verweigert. Mit der Anzeige in Ha’aretz riskiert Courage to Refuse strafrechtliche Verfolgung. So wurde bereits gegen die Organisation New Profile, die in Israel KriegsdienstverweigerInnen berät, ein Strafverfahren eröffnet mit dem Vorwurf der „Anstiftung zur Militärdienstentziehung“. Kriegsdienstverweigerin heute aus der Haft entlassen – weitere Inhaftierung befürchtet Schon seit einigen Monaten werden junge Männer und Frauen, die sich in der Gruppe der Shministim (AbiturientInnen) zusammengeschlossen haben, wegen ihrer Kriegsdienstverweigerung verfolgt. Heute endet die dritte Arreststrafe von Raz Bar-David Varon. Insgesamt war sie bislang 43 Tage in Haft. In Israel sind alle jüdischen Frauen und Männer wehrpflichtig und werden mit 18 Jahren einberufen. Die Dauer des Militärdienstes beträgt für Männer drei Jahre, für Frauen 20 Monate. Nach Ablauf des regulären Militärdienstes leisten Männer bis zu ihrem 50. Lebensjahr mindestens einmal jährlich für etwa 30 Tage einen Reservedienst ab. Ein Recht auf Kriegsdienstverweigerung wird praktisch nicht gewährt. Raz Bar-David Varon droht, wie allen anderen VerweigerInnen, erneute Inhaftierung. Dennoch bleibt sie ihrer Überzeugung treu: „Ich wurde nicht geboren, um als Soldatin zu dienen, die ein anderes Land besetzt, und der Kampf gegen die Besatzung ist auch mein Kampf. Es ist ein Kampf für Hoffnung, für eine Zukunft, die manchmal so weit weg zu sein scheint. Ich habe eine Verantwortung für diese Gesellschaft. Meine Verantwortung ist es, zu verweigern.“

http://www.koeln.paxchristi.de/new/index.html

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Newesletter 0ct. 2009

For three weeks, Maya Wind and Netta Mishly, both from Israel, have been explaining to audiences across the country why they refuse. They refuse to rule over an occupied people. They refuse to detain Palestinians without charge. They refuse to guard checkpoints, to enforce a siege, to usher in a humanitarian disaster.

Speaking to hundreds of students at the University of Arizona, these two women reminded them, „Your tax dollars are going toward our Occupation!“ They gave their personal accounts of how they came to be Shministim – Israeli youth who have signed a letter stating their refusal to join the Israeli army. This was not a decision they came to lightly as they knew they would pay a price – military prison.

You can learn why they paid that price, because they will be speaking at several locations in the DC area starting Thursday, October 8!

Help us publicize these events by forwarding this e-mail widely; you can also visit our tour website at www.WhyWeRefuse.org where you can find out when the Shministim will be in other cities. Don’t forget to pass the site along to your friends, family, coworkers, e-mail lists, and affiliated organizations.

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Shministim in Greater DC


Thursday, October 8

►American University, Main Campus
2 PM ♦ Butler Boardroom ♦ 4400 Massachusetts Ave. NW, DC

►University of Maryland, College Park
6 PM ♦ Jimenez Hall 0220 ♦ Click here for directions


Friday, October 9

►Howard University
5
PM ♦ Blackburn Building – Digital Auditorium ♦ 2400 Sixth St. NW, DC


Saturday, October 10

►Busboys and Poets
5 PM ♦ 14th and V St. NW, DC ♦ $10 suggested donation; no one turned away for lack of funds.


Sunday, October 11

►Greenfestival
11 AM ♦ Washington Convention Center ♦ 801 Mount Vernon Pl. NW, DC


Got Facebook? Join the Cause


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Jewish Voice for Peace

The Why We Refuse Tour is a joint project of Jewish Voice for Peace and CODEPINK

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Gaza-Konflikt: Verlierer und Sieger

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Tausend(e) Tote, Verletzte und Traumatisierte: Ein Waffenstillstand in Gaza ist nah, weil der Preis für den Krieg zu hoch geworden ist. Ein Kommentar von Christiane Schlötzer

Mehr als 1100 Tote, mehr als 5000 Verletzte, Tausende Traumatisierte, dazu zerstörte Schulen und UN-Gebäude aber sind ein hoher Preis für einen wenig spektakulären Sieg. Die Hamas in Gaza ganz zu vernichten, konnte sich Israel gar nicht leisten. Auch nach dem Krieg muss jemand für Ordnung im Chaos sorgen, Israel aber will die Verantwortung für die 1,5 Millionen Menschen in dem Küstenstreifen keinesfalls übernehmen. Deshalb dürften die Truppen nach Beginn des Waffenstillstands bald abziehen, schließlich werden die Israelis kaum mit der Hamas gemeinsam patrouillieren wollen.

Was hat der Krieg noch gebracht? Israels Waffengang hat die arabische Welt noch tiefer gespalten, und Israels Feinde in der Region werden entschlossener aufrüsten als bisher schon. Europa und Amerika haben spät, aber doch ihre Hilfe angeboten, einen Waffenstillstand abzusichern.

Frieden aber sieht anders aus. Der wird nicht in Schlachten errungen, sondern nur an Konferenztischen. Ägypten, das sich nun als geschickter Vermittler erwies, sollte damit gleich weitermachen. An diesem Tisch aber müssen dann viele sitzen: Israel, der Palästinenserpräsident, Syrien dazu, und wie jetzt, im Nebenzimmer, wieder auch die Hamas.“ [::]

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http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/politik/259/454939/text/

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Januar 17, 2009 at 13:51

Israel bombardiert UN-Hauptquartier + Krankenhaus in Gaza-Stadt

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Israel bombardiert UN-Hauptquartier, Gebäude des Roten Halbmondes und Krankenhaus in Gaza-Stadt

[palestina.org] 15.01 2009 | Am Donnerstagmittag beschoss Israel die UN-Zentrale in der Stadt Gaza und bombardierte das Gebäude des Flüchtlingshilfswerkes UNRWA mit drei mutmaßlichen Phosphorbomben. Diese Vermutung äußerte auch UN-Sprecher Chris Gunness. Viele Einwohner berichteten auch über Atembeschwerden, ein weiterer Hinweis für den Einsatz von Phosphorbomben.

Hunderte Flüchtlinge suchten Schutz auf dem Gelände der UN-Zentrale, ob sich zum Zeitpunkt des Angriffes noch Personen aufhielten, könne man wegen der starken Rauchentwicklung nicht erkennen, so Gunness. Gleichzeitig befürchte er, dass große Mengen Hilfsgüter und Tanklastwagen zerstört worden seien.

Das Gebäudekomplex umschließt das Hauptquartier des Flüchtlingshilfswerks, weitere Büros und eine Schule.
Wie der Fernsehsender Al-Jazeera berichtete, wurde auch ein Krankenhaus des Palästinensischen Rotes Halbmondes im Bezirk Tel Al Huwa mindestens vier Mal getroffen, dabei wurde der Lagerraum des Krankenhauses zerstört.

Im Krankenhaus befinden sich mehr als 500 Verletzte und Kranke. Nach Informationen von internationalen Friedensaktivisten habe die israelische Armee das Krankenhaus umstellt und lässt keine Person aus oder in das Gebäude.

Über 150 eingehende Notanrufe habe das Krankenhaus erhalten, aber durch die Umzingelung und den Scharfschützen der israelischen Armee können die Sanitäter die Verletzten und Toten nicht erreichen.

Auch ein von der Nachrichtenagentur Reuters und weiteren Fernsehsendern wie Abu Dhabi und BBC genutztes Gebäude in Gaza-Stadt wurde von einer Explosion erschüttert.

Laut Augenzeugen schossen israelische Panzer in Gaza-Stadt gezielt auf Wohnhäuser. Hunderte Familien flohen vor den israelischen Aggressionen im südlichen Stadtgebiet, Menschen riefen von Balkonen um Hilfe. Eltern liefen mit ihren in Schlafanzügen gekleideten Kindern durch die Straßen und suchten verzweifelt nach Schutz. Es brannten zahllose Wohnungen und Häuser.

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Nachrichten:
15.01.2009: Israel bombardiert UN-Hauptquartier, Gebäude des Roten Halbmondes und Krankenhaus in Gaza-Stadt
15.01.2009: Erklärung von Steinmeier und Kouchner zu Gaza

Beiträge:
15.01.2009: Auflistung des Grauens
15.01.2009: Erst schießen, dann fragen

http://www.palaestina.org/news/nachrichten/zeigeNachricht.php?ID=6539

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Januar 15, 2009 at 16:04

ZMAG Übersetzungen + Kinder im Krieg in Gaza

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Demonstration in Andalusien

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Demonstration in Andalusien

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Bilder aus Gaza

BBC http://news.bbc.co.uk/2/hi/7812979.stm

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Schwere Vorwürfe gegen Israels Armee

Der Standard | 16. Juli 2009 Schwere Zerstörungen im Gazakrieg nach einem israelischen Luftangriff auf ein Gebäude der von der radikalislamischen Hamas geführten Sicherheitskräfte im Gazastreifen. Im Gazakrieg seien Palästinenser als lebende Schutzschilde eingesetzt worden, heißt es in einem Bericht einer NGO:

http://derstandard.at/fs/1246542208840/Nahost-Konflikt-Schwere-Vorwuerfe-gegen-Israels-Armee

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Die Siege im Gazastreifen werden Israel einen hohen Preis kosten
von Sara Roy
Cambridge, Mass. Ich höre die Stimme meiner Freunde in Gaza so klar, als wären wir noch per Telefon verbunden – ihre Agonie hallt in mir wieder. Sie weinen und klagen über den Tod ihrer Kinder, einige, kleine Mädchen wie meine Tochter. Ihre Körper sind verbrannt und sinnlos zerstört worden. Ein palästinensischer Freund fragte mich: „Warum greift Israel genau dann an, wenn die Kinder aus der Schule kommen und die Frauen auf dem Markt sind?“
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Bericht aus Rafah
von Bill Quigley
Dr. Nicolas Doussis-Rassias wartet zusammen mit vielen anderen Ärztefreiwilligen seit Tagen in Rafah/Ägypten. Nicolas und die übrigen Mediziner wollen in Rafah über die Grenze nach Gaza, um jenen 3000 zu helfen, die von israelischen Bomben bzw. schweren Waffen verletzt wurden.
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11.01.2009

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Die Zeit der Selbstgerechten
von Gideon Levy
Jeder, der diesen Krieg rechtfertigt, rechtfertigt auch alle Verbrechen dieses Krieges. Jeder, der diesen Krieg als Selbstverteidigungskrieg sieht, hat die moralische Verantwortung für dessen Folgen zu tragen. Jeder, der heute die Politiker und die Armee ermutigt, weiterzumachen, wird nach dem Krieg ein Kainsmal tragen – eingebrannt auf der Stirn. Wer diesen Krieg verteidigt, verteidigt den Schrecken des Krieges.
    • 10.01.2009

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Die neue Kriegsmoral Israels
von Neve Gordon
Wenn man in diesen Tagen israelische öffentliche Fernsehsender (z.B. Kanal 1) einschaltet, kann dies eine verstörende Wirkung haben, so dass ich diese Gewohnheit in letzter Zeit aufgegeben habe. Nachdem wir aber mit unseren zwei Kindern für drei Tage in der Wohnung festsaßen, beschlossen meine Frau und ich, meine Mutter zu besuchen, die weiter nördlich lebt, wo unsere Kinder unbehelligt von Raketen draußen spielen können.

http://www.zmag.de/

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Die Fotos wurden medienwatch übermittelt: vielleicht tragen sie dazu bei diesen Wahnsinn zu stoppen!!!

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Haaretz: Inner-israelische Diskussion über Doppelmoral

http://de.indymedia.org/2009/01/238883.shtml

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Januar 12, 2009 at 15:29

Naomi Klein: Israelische Intellektuelle fordern internationale Sanktionen gegen Israel

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naomiVon Naomi Klein und vielen anderen wird die palästinensische Initiative “Boycott, Divest, Sanction” unterstützt, die die israelische Regierung dazu bringen will, ihre Kriegspolitik, Rassismus und Apartheid zu beenden, ähnlich der politischen Bewegung, die sich gegen das südafrikanische Apartheidsregime wandte. Dies sei der einzig wirksame Weg, um eine Veränderung zu erreichen. Unterstützt wird dieser Weg nun auch von israelischen Künstlern und Wissenschaftlern, die sich in einem offenen Brief an die ausländischen Botschafter wandten, mit mehr als 500 israelischen Unterzeichnern.

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In dem Brief der Israelis an die ausländischen Botschafter beklagen sie, dass die von einer Politik der Gewalt und der Unterdrückung bestimmte Politik der israelischen Regierung aus dem Ausland mit Unterstützung oder Toleranz rechnen kann.  Sie erklären:

“This international backing must stop. That is the only way to stop the insatiable Israeli violence.

We are calling on the world to stop Israeli violence and not allow the continuation of the brutal occupation. We call on the world to Condemn and not become an accomplice in Israel’s crimes.”

Sie fordern, dass sich die angesprochenen Länder gegen die Politik Israels wenden.

Die israelische Zeitung “Haaretz” berichtete unter anderem vom Direktor eines englischen Telekommunikationsunternehmens, der sämtliche Geschäfte mit israelischen Geschäftspartnern absagte. Es handele sich nicht um eine politisch motivierte Entscheidung. Aber in Anbetracht der militärischen Aktivitäten in Gaza könne es sich sein Unternehmen nicht leisten, Kunden zu verlieren.

Der Vergleich Israels mit dem südafrikanischen Apartgeidsregime war vor einem Jahr von südafrikanischen Besuchern in Israel unterstützt worden, die erklärten, die Zustände seien eher noch schlimmer, als sie in Südafrika bestanden.

Naomi Klein erklärt in ihrem Beitrag, den die amerikanische Zeitung “The Nation” veröffentlichte, warum sie Boycott und Sanktionen für geeignete Mittel hält. Ihren Beitrag haben wir nachfolgend dokumentiert.

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Nachfolgend der Beitrag von Naomi Klein sowie der offene Brief der israelischen Künstler und Wissenschaftler:

Israel: Boycott, Divest, Sanction

January 09, 2009 By Naomi Klein
Source: The Nation

It’s time. Long past time. The best strategy to end the increasingly bloody occupation is for Israel to become the target of the kind of global movement that put an end to apartheid in South Africa.
In July 2005 a huge coalition of Palestinian groups laid out plans to do just that. They called on “people of conscience all over the world to impose broad boycotts and implement divestment initiatives against Israel similar to those applied to South Africa in the apartheid era.” The campaign Boycott, Divestment and Sanctions–BDS for short–was born.

Every day that Israel pounds Gaza brings more converts to the BDS cause, and talk of cease-fires is doing little to slow the momentum. Support is even emerging among Israeli Jews. In the midst of the assault roughly 500 Israelis, dozens of them well-known artists and scholars, sent a letter to foreign ambassadors stationed in Israel. It calls for “the adoption of immediate restrictive measures and sanctions” and draws a clear parallel with the antiapartheid struggle. “The boycott on South Africa was effective, but Israel is handled with kid gloves…. This international backing must stop.”

Yet many still can’t go there. The reasons are complex, emotional and understandable. And they simply aren’t good enough. Economic sanctions are the most effective tools in the nonviolent arsenal. Surrendering them verges on active complicity. Here are the top four objections to the BDS strategy, followed by counterarguments.

1. Punitive measures will alienate rather than persuade Israelis. The world has tried what used to be called “constructive engagement.” It has failed utterly. Since 2006 Israel has been steadily escalating its criminality: expanding settlements, launching an outrageous war against Lebanon and imposing collective punishment on Gaza through the brutal blockade. Despite this escalation, Israel has not faced punitive measures–quite the opposite. The weapons and $3 billion in annual aid that the US sends to Israel is only the beginning. Throughout this key period, Israel has enjoyed a dramatic improvement in its diplomatic, cultural and trade relations with a variety of other allies. For instance, in 2007 Israel became the first non-Latin American country to sign a free-trade deal with Mercosur. In the first nine months of 2008, Israeli exports to Canada went up 45 percent. A new trade deal with the European Union is set to double Israel’s exports of processed food. And on December 8, European ministers “upgraded” the EU-Israel Association Agreement, a reward long sought by Jerusalem.

It is in this context that Israeli leaders started their latest war: confident they would face no meaningful costs. It is remarkable that over seven days of wartime trading, the Tel Aviv Stock Exchange’s flagship index actually went up 10.7 percent. When carrots don’t work, sticks are needed.

2. Israel is not South Africa. Of course it isn’t. The relevance of the South African model is that it proves that BDS tactics can be effective when weaker measures (protests, petitions, back-room lobbying) have failed. And there are indeed deeply distressing echoes: the color-coded IDs and travel permits, the bulldozed homes and forced displacement, the settler-only roads. Ronnie Kasrils, a prominent South African politician, said that the architecture of segregation that he saw in the West Bank and Gaza in 2007 was “infinitely worse than apartheid.”

3. Why single out Israel when the United States, Britain and other Western countries do the same things in Iraq and Afghanistan? Boycott is not a dogma; it is a tactic. The reason the BDS strategy should be tried against Israel is practical: in a country so small and trade-dependent, it could actually work.

4. Boycotts sever communication; we need more dialogue, not less. This one I’ll answer with a personal story. For eight years, my books have been published in Israel by a commercial house called Babel. But when I published The Shock Doctrine, I wanted to respect the boycott. On the advice of BDS activists, I contacted a small publisher called Andalus. Andalus is an activist press, deeply involved in the anti-occupation movement and the only Israeli publisher devoted exclusively to translating Arabic writing into Hebrew. We drafted a contract that guarantees that all proceeds go to Andalus’s work, and none to me. In other words, I am boycotting the Israeli economy but not Israelis.

Coming up with this plan required dozens of phone calls, e-mails and instant messages, stretching from Tel Aviv to Ramallah to Paris to Toronto to Gaza City. My point is this: as soon as you start implementing a boycott strategy, dialogue increases dramatically. And why wouldn’t it? Building a movement requires endless communicating, as many in the antiapartheid struggle well recall. The argument that supporting boycotts will cut us off from one another is particularly specious given the array of cheap information technologies at our fingertips. We are drowning in ways to rant at one another across national boundaries. No boycott can stop us.

Just about now, many a proud Zionist is gearing up for major point-scoring: don’t I know that many of those very high-tech toys come from Israeli research parks, world leaders in infotech? True enough, but not all of them. Several days into Israel’s Gaza assault, Richard Ramsey, the managing director of a British telecom company, sent an e-mail to the Israeli tech firm MobileMax. “As a result of the Israeli government action in the last few days we will no longer be in a position to consider doing business with yourself or any other Israeli company.”

When contacted by The Nation, Ramsey said his decision wasn’t political. “We can’t afford to lose any of our clients, so it was purely commercially defensive.”

It was this kind of cold business calculation that led many companies to pull out of South Africa two decades ago. And it’s precisely the kind of calculation that is our most realistic hope of bringing justice, so long denied, to Palestine.


http://www.freegaza.org/en/home/658-a-call-from-within-signed-by-israeli-citizens

Thursday, 08 January 2009 20:10 Last Updated on Thursday, 08 January 2009 20:15 Written by 540 Israeli citizens

In support of the Palestinian Human Rights Community Call for International Action

As if the occupation was not enough, the brutal ongoing repression of the Palestinian population, the construction of settlements and the siege of Gaza – now comes the bombardment of the civilian population: men, women, old folks and children. Hundreds of dead, hundreds of injured, overwhelmed hospitals, and the central medicine depot of Gaza bombed. The ship Dignity of the Free Gaza movement which brought emergency medical supplies and a number of physicians was also attacked. Israel has returned to openly committing war crimes, worse than what we have seen in a long time.

Israeli media do not expose their viewers to the horrors and to the voices of severe criticism of these crimes. The story told is uniform. Israeli dissidents are denounced as traitors. Public opinion including that of the Zionist left supports the Israeli policy uncritically and without reservation.

Israel’s destructive criminal policy will not cease without a massive intervention by the international community. However, except for some rather weak official condemnation, the international community is reluctant to intervene,. The United States openly supports the Israeli violence and Europe, although voicing some condemnation, is unwilling to seriously consider withdrawing the “gift” it handed Israel by upgrading its relations with the European Union.

In the past the world knew how to fight criminal policies. The boycott on South Africa was effective, but Israel is handled with kid gloves: its trade relations are flourishing, academic and cultural cooperation continue and intensify with diplomatic support.

This international backing must stop. That is the only way to stop the insatiable Israeli violence.

We are calling on the world to stop Israeli violence and not allow the continuation of the brutal occupation. We call on the world to Condemn and not become an accomplice in Israel’s crimes.

In light of the above, we call on the world to implement the call by Palestinian human rights organizations which urges:

• “The UN Security Council to call an emergency session and adopt concrete measures, including the imposition of sanctions, in order to ensure Israel’s fulfillment of its obligations under international humanitarian law.

• The High Contracting Parties to the Geneva Conventions to fulfil their obligation under common Article 1 to ensure respect for the provisions of the Conventions, taking appropriate measures to compel Israel to abide by its obligations under international humanitarian law, in particular placing pivotal importance on the respect and protection of civilians from the effects of the hostilities.

• The High Contracting Parties to fulfil their legal obligation under Article 146 of the Fourth Geneva Convention to prosecute those responsible for grave breaches of the Convention.

• EU institutions and member states to make effective use of the European Union Guidelines on promoting compliance with international humanitarian law (2005/C 327/04) to ensure Israel complies with international humanitarian law under paragraph 16 (b), (c) and (d) of these guidelines, including the adoption of immediate restrictive measures and sanctions, as well as cessation of all upgrade dialogue with Israel. “

Signed by 540 Israeli citizens (first list):

Avital Aboody, Sami Abu Shehadeh, Moshe Adler, Haim Adri, Gali Agnon, Bilha Aharoni, Hagit Aharoni, Saida Ahmed, Danny Aisner, Orna Akad, Aviv Aldema, Ra’anan Alexandrowicz, Joseph Algazy, Omer Allon, Dan Almagor, Orly Almi, Tali Almi, Tamar Almog, Udi Aloni, Yuli Aloni-Primor, Colman Altman, Janina Altman, Ahmad Amara, Eitan Amiel, Nitza Aminov, Gish Amit, Yossi Amitay, Naama Arbel, Tal Arbel, Rana Asali, Maisoon Assadi, Keren Assaf, Zohar Atai, Najla Atamnah, Rutie Atsmon, Michal Aviad, Hanna Aviram, Jasmin Avissar, Amira Bahat, Noam Bahat, Daniela Bak, Abeer Baker, Saleh Bakri, Rim Banna, Oshra Bar, Yoav Barak, Daphna Baram, Michal Bareket, Hila Bargiel, Ronny Bar-Gil, Yoram Bar-Haim, Ronnie Barkan, Osnat Bar-Or, Racheli Bar-or, Yossi Bartal, Raji Bathish, Dalit Baum, Shlomit Bauman, Esther Ben Chur, Hagit Ben Yaacov, Tal Ben Zvi, Yael Ben-Zvi, Avner Ben-Amos, Ronnen Ben-Arie, Ur Ben-Ari-Tishler, Ofra Ben-Artzi, Yotam Ben-David, Smadar Ben-Natan, Shmuel Ben Yitzchak, Avi Berg, Daniel Berger, Tamar Berger, Anat Biletzki, Itai Biran, Rotem Biran, Shany Birenboim, Rozeen Bisharat, Yafit Gamilah Biso, Liran Bitton, Simone Bitton, Yahaacov Bitton, Rani Bleier, Yempa Boleslavsky, Hagit Borer, Ido Bornstein, Irith Bouman, Haim Bresheeth, Aya Breuer, Shlomit Breuer, Dror Burstein, Smadar Bustan, Shai Carmeli-Pollak, Smadar Carmon, Zohar Chamberlain-Regev, Sami Shalom Chetrit, Chassia Chomsky-Porat, Arie Chupak, Isadora Cohen, Kfir Cohen, Matan Cohen, Nahoum Cohen, Raya Cohen, Ron Cohen, Stan Cohen, Yifat Cohen, Alex Cohn, Scandar Copti, Adi Dagan, Yael Dagan, Yasmeen Daher, Silan Dallal, Tamari Dallal, Leena Dallasheh, Eyal Danon, Uri Davis, Hilla Dayan, Relli De Vries, Maoz Degani, Ruti Divon, Diana Dolev, Yfat Doron, Ettie Dotan, Keren Dotan, Ronit Dovrat, Daniel Dukarevich, Arnon Dunetz, Maya Dunietz, Udi Edelman, Shai Efrati, Neta Efrony, Rani Einav, Asa Eitan, Danae Elon, Ruth El-Raz, Noam Enbar, Amalia Escriva, Anat Even, Gilad Evron, Ovadia Ezra, Basma Fahoum, Avner Faingulernt, Ghazi-Walid Falah, Naama Farjoun, Yvonne Fattal, Dror Feiler, Pnina Feiler, Micky Fischer, Sara Fischman, Nadav Franckovich, Ofer Frant, Ilil Friedman, Maya Galai, Dafna Ganani, Gefen Ganani, Yael Gazit, Yoram Gelman, Yakov Gilad, Amit Gilboa, Michal Ginach, Rachel Giora, Michal Givoni, Ednna Glukman, Angela Godfrey-Goldstein, Bilha Golan, Neta Golan, Shayi Golan, Tsilli Goldenberg, Vardit Goldner, Tamar Goldschmidt, Lymor Goldstein, Dina Goor, Shelley Goral, Joel Gordon, Ester Gould, Inbal Gozes, Inbal Gozes-Sharvit, Erella Grassiani, Adar Grayevsky, Gill Green, David Greenberg, Ela Greenberg, Dani Grimblat, Lev Grinberg, Yosef Grodzinsky, Hilik Gurfinkel, Galia Gur-Zeev, Anat Guthmann, Amos Gvirtz, Maya Gzn-Zvi, Yoav Haas, Iman Habibi, Connie Hackbarth, Uri Hadar, Mirjam Hadar Meerschwam, Rayya Haddad, Osnat Hadid, Dalia Hager, Tami Hager, Hava Halevi, Yasmine Halevi, Jeff Halper, Yuval Halperin, Rula Hamdan-Atamneh, Rania Hamed, Rola Hamed, Anat Hammermann Schuldiner, Doron Hammermann-Schuldiner, Ben Handler, Tal Haran, Elad Harel, Nir Harel, Shuli Hartman, Lihi Hasson, Amir Havkin, Shira Havkin, Amani Hawari, Areen Hawari, Iris Hefets, Ada Heilbronn, Ayelet Heller, Sara Helman, Ben Hendler, Aref Herbawi, Tamara Herman, Avi Hershkovitz, Yael Hersonski, Galit Hess, Hannan Hever, Ala Hlehel, Gil Hochberg, Tikva Honig-Parnass, Tikva Honig-Parnass, Inbar Horesh, Veronique Inbar, Rachel Leah Jones, Noga Kadaman, Ari Kahana, Dafna Kaminer, Aya Kaniuk, Ruti Kantor, Liad Kantorowicz, Dalia Karpel, Rabia Kassim, Amira Katz, Shai Katz, Uri Katz, Giora Katzin, Dror Kaufman, Adam Keller, Yehudit Keshet, Lana Khaskia, Efraim Kidron, Alisa Klein, Sylvia Klingberg, Yana Knopova, Ofra Koffman, Yael Korin, Alina Korn, Rinat Kotler, Meira Kowalsky, Noa Kram, Miki Kratsman, Rotem Kuehnberg, Assia Ladizhinskaya, Michal Lahav, Roni Lahav, Idan Landau, Yitzhak Laor, Orna Lavi, Ruti Lavi, Shaheen Lavie-Rouse, Yigal Laviv, Tamar Lehahn, Ronen Leibman, Miki Lentin, Ronit Lentin, Yael Lerer, Chava Lerman, Noa Lerner, Yair Lev, Yudith Levin, Abigail Levine, Eyal Levinson, Dana Levy, Inbal Lily-Koliner, Moran Livnat, Omri Livne, Amir Locker-Biletzki, Yael Locker-Biletzki, Yossi Loss, Yael Lotan, Guy Lougashi, Irit Lourie, Orly Lubin, Joseph Lubovsky, Aim Deuelle Luski, Naomi Lyth, Moshe Machover, Aryeh Magal, Liz Magnes, Noa Man, Ya’acov Manor, Arabiya Mansour, Roi Maor, Adi Maoz, Eilat Maoz, Yossi Marchaim, Alon Marcus, Esti Marpet, Ruchama Marton, Nur Masalha, Anat Matar, Doron Matar, Haggai Matar, Oren Matar, Samy Matar, Rela Mazali, Naama Meishar, Rachel Meketon, Yitzhak Y. Melamed, Remy Mendelzweig, Racheli Merhav, Yael Meron, Juliano Merr-Khamis, Esti Micenmacher, Maya Michaeli, Avraham Milgrom, Jeremy Milgrom, Elisheva Milikowski, Erez Miller, Katya Miller, Limor Mintz-Manor, Ariel Mioduser, Dror Mishani, Eedo Mizrahi, Avi Mograbi, Liron Mor, Magi Mor, Susan Mordechay, Susanne Moses, Haidi Motola, Ahuva Mu’alem, Ben Tzion Munitz, Norma Musih, Dorit Naaman, Michal Naaman, Gil Naamati, Haneen Naamnih, Naama Nagar, Dorothy Naor, Regev Nathansohn, Shelly Nativ, Salman Natour, Judd Ne’eman, Dana Negev, Smadar Nehab, Shlomit Lola Nehama, Ofer Neiman, David Nir, Eyal Nir, Tali Nir, Alex Nissen, Tal Nitzan, Joshua Nouriel, Yasmine Novak, Nira Nuriely, David Ofek, Tal Omer, Adi Ophir, Anat Or, Yael Oren Kahn, Norah Orlow, Gal Oron, Akiva Orr, Dorit Ortal, Noam Paiola, Il’il Paz-el, Michal Peer, Miko Peled, Nirit Peled, Nurit Peled-elhanan, Leiser Peles, Orna Pelleg, Tamar Pelleg-Sryck, Sigal Perelman, Amit Perelson, Nadav Pertzelan, Erez Pery, Tom Pessah, Dani Peter, Shira Pinhas, Yossi Pollak, Gil Porat, Dror Post, Eyal Pundik, Yisrael Puterman, Ilya Ram, Nery Ramati, Amit Ramon, Avi Raz, Ayala Raz, Hili Razinsky, Amnon Raz-Krakotzkin, David Reeb, Hadas Refaeli, Shlomo Regev, Dimi Reider, Noa Reshef, Amit Ron, Roee Rosen, Illit Rosenblum, Maya Rosenfeld, Danny Rosin, Yehoshua Rosin, Ilana Rossoff, Ilani Rotem, Natalie Rothman, Areej Sabbagh, Ahmad Sa’di, Sidki Sadik, Walid Sadik, Hannah Safran, Hiba Salah, Sana Salame-Daqa, Galit Saporta, Sima Sason, Sagi Schaefer, Tali Schaefer, Oded Schechter, Agur Schiff, Nava Schreiber, Idit Schwartz, Michal Schwartz, Noa Schwartz, Eran Segal, Keren Segal, Irit Segoli, Irit Sela, Dan Seltzer, Yael Serry, Shaul Setter, Meir Shabat, Aharon Shabtai, Michal Shabtay, Itamar Shachar, Erella Shadmi, Ilan Shalif, Hanna Shammas, Ayala Shani, Uri Shani, Arik Shapira, Bat-Sheva Shapira, Yonatan Shapira, Omer Sharir, Yael Shavit, Noa Shay, Fadi Shbita, Adi Shechter, Oz Shelach, Adi Shelesnyak, Mati Shemoelof, Ehud Shem-Tov, Yehouda Shenhav, Nufar Shimony, Khen Shish, Hagith Shlonsky, Tom Shoval, Sivan Shtang, Tal Shuval, Ivy Sichel, Ayman Sikseck, Shelly Silver, Inbal Sinai, Eyal Sivan, Ora Slonim, Kobi Snitz, Maja Solomon, Gideon Spiro, Neta Stahl, Talila Stan, Michal Stoler, Ali Suliman, Dored Suliman, Marcelo Svirsky, Yousef Sweid, Ula Tabari, Yael Tal, Lana Tatour, Doron Tavory, Ruth Tenne, Idan Toledano, Eran Torbiner, Osnat Trabelsi, Lily Traubmann, Naama Tsal, Lea Tsemel, Ruth Tsoffar, Ehud Uziel, Ivan Vanney, Sahar Vardi, Roman Vater, Ruth Victor, Yaeli Vishnizki-Levi, Roey Vollman, Roy Wagner, Michael Warschawski, Michal Warshavsky, Ruthy Weil, Sharon Weill, Shirly Weill, Elian Weizman, Eyal Weizman, Einat Weizman Diamond, Elana Wesley, Etty Wieseltier, Yossi Wolfson, Oded Wolkstein, Ayelet Yaari, Smadar Yaaron, Roni Yaddor, Sarah Yafai, Galia Yahav, Sergio Yahni, Niza Yanay, Amnon Yaron, Tamar Yaron, Mahmoud Yazbak, Oren Yiftachel, Sarit Yitzhak, Sharon Zack, Uri Zackhem, Jamal Zahalka, Sawsan Zaher, Adva Zakai, Edna Zaretsky, Beate Zilversmidt, Amal Zoabi, Haneen Zoubi, Himmat Zu’bi, Mati Zuckerman

Contact: gazabfw@gmail.com

http://www.zmag.org/znet/viewArticle/20206

meta-info.de


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Zivilopfer im Gaza-Streifen: „Wir amputieren am laufenden Band“

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[sueddeutsche] 06.01.2009  | 09:33 Uhr |  Seit Beginn der israelischen Bodenoffensive steigt die Zahl der zivilen Opfer stark an. Der Norweger Mads Gilbert ist einer der beiden einzigen westlichen Mediziner, die sich derzeit im Gaza-Streifen aufhalten. Gilbert berichtet Dramatisches. Interview: Tomas Avenarius |

Mads Gilbert, 61, ist Anästhesist und Medizinprofessor an der norwegischen Universität Tromso. Seit Neujahr operiert er zusammen mit seinem Kollegen, dem Chirurg Erik Fosse, im Schifa-Hospital in Gaza-Stadt. Beide sind Mitglieder der Norwegian Medical Solidarity Organization Norah.

sueddeutsche.de: Doktor Gilbert, wie ist die Situation in Gaza?

Mads Gilbert: Die Situation heute Abend ist mehr als dramatisch. Es wird schwer bombardiert. Die letzten 48 Stunden waren sehr hart. Es gab eine Attacke auf einen Gemüsemarkt in Gaza-Stadt mit vielen Toten und Verletzten. Allein von den 210 Verletzten, die heute in das Krankenhaus kamen, sind 35 in der Notaufnahme gestorben. Unter den Toten sind 18 Kinder unter neun Jahren. Wir amputieren am laufenden Band. Die Korridore sind voll mit Verstümmelten. Ich kann die Zahl der Amputationen nicht mehr zählen. (…)

Bitte Link benutzen:

http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/politik/752/453443/text/

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medienwatch.wordpress.com

Written by medienwatch & metainfo

Januar 6, 2009 at 11:37

Aktuelle Berichte zur Situation in Gaza

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Israel bombardiert amerikanische Schule in Gaza
Mit einem Luftangriff hat das israelische Militär die American International School in Gaza dem Erdboden in Schutt und Asche gelegt. Ansatz der Schule war es, in Gaza westlich geprägte Ausbildungsgänge auf hohem Niveau zu ermöglichen.

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Weihnachtsstimmung 2008
Außenpolitischer Berater Obama’s: exzessive Attacke Israels in Gaza
UN-Berichterstatter zu Gaza: Waffenstillstand wurde durch Israel gebrochen
Israelische Luftwaffe beschießt vollbesetzte Moschee
Die jüdische Religion, eine Religion des Friedens
Gaza: Schwäche der Palästina-Solidarität und Friedensbewegung
Gaza: israelisches Militär rammt Schiff mit Hilfslieferungen
Angriff auf Gaza: US-Mainstream wird israelkritisch
Pax Christi zum Angriff Israels auf Gaza
Die jüdische Religion, eine Religion des Friedens
In einer kleinen Demonstration von jüdischen Kindern vor der Teheraner UN-Botschaft werden Dinge zur Kenntnis gegeben, für die man sich anderswo nicht interessiert. Auf einem der Schilder, die von den Kindern hochgehalten werden, wird erklärt „Die jüdische Religion ist eine Religion des Friedens“. Sind die iranischen Juden bzw. ihr Nachwuchs desorientiert, in einer Zeit, in der israelische Bomben auf Gaza fallen?

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Außenpolitischer Berater Obama’s: exzessive Attacke Israels in Gaza
Zbigniev Brzezinsky, sicherheitspolitischer Berater von Jimmy Carter und nun Obama’s erklärte nun in einer amerikanischen TV-Talkshow die israelische Militäroffensive für exzessiv, unangemessen und destruktiv. Als Antwort auf Raketenangriffe mit vergleichsweise marginalen Schäden mit einer Bombenkampagne zu reagieren, die 400 Tote und 2000 Verletzte fordere wirke sich ausgesprochen negativ aus auf das politische Umfeld im Nahen Osten. Es werde Hass gesät und die Bereitschaft der amerikafreundlichen arabischen Verbündeten zur Kooperation geschwächt.

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Gaza: das kalkulierte Gemetzel
Salafistische Al Qaida-Kämpfer aus dem Irak nun in Palästina
Die Vorposten-Ideologie
Der neue McCarthyismus
FTD: Rot-Kreuz-Symbole für Betancourt-Befreiung missbraucht
Israelische Aggressivität gepusht von christlichen Fundamentalisten
Betancourt: Rettung zum politischen Kalkül?
Den Marsch ins Armageddon vorantreiben – im Bündnis mit Israel
Merkel will trotz Waffenruhe Belagerung von Gaza fortsetzen
UN-Berichterstatter zu Gaza: Waffenstillstand wurde durch Israel gebrochen
Der Berichterstatter der Vereinten Nationen zu Menschenrechtsfragen in Palästina, Richard Falk, erklärt zu den Angriffen auf Gaza, daß der Bruch des Waffenstillstands von Israel ausging, nachdem er von palästinensischer Seite eingehalten wurde. In einer Aktion des israelischen Militärs waren danach im November mehrere Palästinenser getötet worden. Erst danach seien die Raketenangriffe in relevantem Umfang aufgenommen worden. Auch habe es mehrere Angebote zur Verlängerung des Waffenstillstands von seiten der Hamas gegeben, die ohne israelische Antwort blieben.

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IAE: Ölpreis reflektiert bevorstehenden Irankrieg
Hamas zur Anerkennung Israels bereit
Israel: Waffenstillstand erfolgreich verhindert
Gaza – ein dringlicher Handlungsaufruf
Palästina: Koloniales Diktat
Gaza: An der Grenze gefangen
Ein Ende, das vorauszusehen ist
Kanada setzt USA und Israel auf Folter-Liste
Israelische Luftwaffe beschießt vollbesetzte Moschee
Eine mit mehr als 200 Besuchern besetzte Moschee wurde von der israelischen Luftwaffe während des Freitaggebets beschossen. Mindestens 13 Menschen starben. Ein deutlicheres Signal hätte das israelische Militär kaum geben können, um zu belegen, dass die Bevölkerung Gaza’s insgesamt das Angriffsziel darstellt und keine Rücksicht auf die Zivilbevölkerung zu erwarten ist..

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Gaza: Bombardieren für den Wahlkampf
Naher Osten: USA und Europa außenvor
Gazastreifen wird ausgehungert
Israel: der unerwünschte Frieden
Israels Regierungschef gibt die Planung des Angriffskriegs auf Libanon zu
AIPAC-Militaristen im Bund mit Armageddon-Anhängern
Bush: Lizenz zum Töten im Iran
China baut weltweit größtes Solarkraftwerk
„Spiegel“ versucht es klein zu rechnen
In China soll nun das größte Solarkraftwerk der Welt installiert werden. Insgesamt soll mit der Anlage eine Leistung von einem Gigawatt installiert werden. Dies entspricht der Leistung eines Atomkraftwerks. Es wäre damit deutlich größer, als alle in westlichen Ländern gebauten Solarkraftwerke. Da man den Chinesen nicht zubilligen möchte, dass sie den Westen in ihren Bemühungen um Umweltschutz überrunden könnten, rechnet man beim „Spiegel“ die vorgesehenen Größenordnungen um etwa den Faktor 1000 herunter.

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Energieverschwendung bei Heizung und Wärmeerzeugung
Trec
Al Gore: Stromversorgung der USA in 10 Jahren nur noch CO2-frei
Kostengünstiger Solarstrom statt teurer Öl- und Gas-Importe
Gaza: Schwäche der Palästina-Solidarität und Friedensbewegung
Zu den größten Schwächen der Palästina-Solidarität sowie der Friedensbewegung insgesamt gehört offenbar die Übermittlung von zuverlässigen Informationen zu laufenden Ereignissen – mit fatalen Konsequenzen für die Opfer. Dies wurde aktuell wieder deutlich im Zusammenhang mit dem israelischen Angriff auf Gaza. Über nahezu eine Woche schwerster Angriffe hinweg war es praktisch unmöglich, genauere Informationen zu Hintergrund der tatsächlichen Vorfälle zu erhalten. In dieser Zeit wurden von den großen Medien stark einseitig verfälschte Berichte transportiert.

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Gaza: israelisches Militär rammt Schiff mit Hilfslieferungen
Hoffnungslose Situation in Gaza
Ein Schiff, das medizinische Ausrüstung in den schwer unterversorgten und durch die Israelis bombardierten Gaza-Streifen liefern sollte, ist vom israelischen Militär gerammt und beschossen worden. Es war besetzt mit Mitarbeitern von Hilfsorganisationen und Aktivisten, die die Fahrt organisiert hatten. Die israelische Marine stoppte das Schiff durch „physischen Kontakt“, wie von israelischer Seite erklärt wurde, und verhinderte seine weitere Fahrt. Seit Novembar waren bereits nahezu alle Versorgungslieferungen nach Gaza durch Israel blockiert worden.

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Gaza: das kalkulierte Gemetzel
Ethnische Säuberung und / oder Wahlkampf?
Der aktuelle Angriff des israelischen Militärs auf Gaza ist bereits vor einem halben Jahr geplant worden, als die Waffenruhe der Hamas bestand. Es fanden von israelischer Seite keine Bemühungen statt, die Situation des Waffenstillstands zu vertiefen und auszudehnen; im Gegenteil wurde die Belagerung von Gaza verschärft und die Bedingungen der Bevölkerung zunehmen unerträglich gestaltet: das stille Sterben derer, die von medizinischer Hilfe abgeschnitten wurden, kann zusammen mit der Situation des Aushungerns als Anlass für das Ende der Waffenruhe gesehen werden.

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Interview mit Noam Chomsky
zu den Zielen des amerikanischen Imperialismus
Frage: Was sind die Ziele der amerikanischen Präsenz im Irak und im Nahen Osten? Chomsky: Das hauptsächliche Ziel ist, was nicht angezweifelt wird, die Kontrolle der riesigen Energiereserven des in der Region um den Persischen Golf, eben auch im Irak. weiter

Written by medienwatch & metainfo

Januar 4, 2009 at 19:25