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Leukämie durch operativen Strahlenbeschuss in Stasihaft?

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Fotos: Jörg Stange, gfok

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Bärbel Bohley zählte zu den führenden Persönlichkeiten der friedlichen Revolution in der DDR im Herbst 1989. In Berlin 1945 geboren, studierte sie von 1969 bis 1974 Malerei an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee. Als freischaffende Malerin gestaltete sie in der Folgezeit verschiedene Ausstellungen im In- und Ausland. 1982 wurde sie Mitbegründerin der SED-kritischen Gruppierung „Frauen für den Frieden“, die zur unabhängigen Friedensbewegung in der DDR zählte. Wegen ihres Engagements gegen das neue Wehrdienstgesetz der DDR, das auch Frauen zu militärischen Aufgaben verpflichtete, wurde sie 1983 aus dem Berliner Bezirksvorstand des Verbandes Bildender Künstler (VBK) ausgeschlossen. Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) observierte sie im Operativen Vorgang „Bohle“. Im November 1983 wurde sie, zusammen mit Ulrike Poppe, unter dem Vorwurf angeblicher „landesverräterischer Nachrichtenübermittlung“ verhaftet. Aufgrund internationaler Proteste wurde sie jedoch nach sechswöchiger Untersuchungshaft in Berlin-Hohenschönhausen im Januar 1984 ohne Prozess wieder entlassen. 1985 gründete sie mit anderen Bürgerrechtlern der DDR die SED-kritische „Initiative Frieden und Menschenrechte“. Nachdem das MfS im Januar 1988 mehrere Teilnehmer an einer offiziellen Demonstration für die 1918 ermordeten Kommunistenführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht festnahm, weil sie ungenehmigte Transparente bei sich führten, wurde auch Bärbel Bohley verhaftet, die gegen dieses Vorgehen protestiert hatte. Anschließend wurde sie mit einem befristeten Visum für sechs Monate nach Großbritannien abgeschoben. Nach langwierigen Verhandlungen konnte sie wieder in die DDR einreisen und initiierte im Sommer 1989 die Gründung des „Neuen Forums“, eine unabhängige Sammlungsbewegung, die eine Demokratisierung der DDR forderte. Nach dem Sturz der SED-Diktatur trat sie in verschiedenen politischen Gremien und Organisationen für eine basisdemokratische Politik ein und wandte sich gegen eine Umwandlung der Bürgerbewegungen in traditionelle Parteien. 1991 zog sie sich aus der aktiven Politik zurück und wirkte unter anderem als Beauftragte der Europäischen Union in Sarajevo. 1996 beteiligte sich Bohley an der Gründung des Bürgerbüros zur Aufarbeitung von Folgeschäden der SED-Diktatur, dessen Vorsitzende sie von 1996 bis 2006 war.

Literatur

Bohley, B.:
Wir mischen uns ein: Ideen für eine gemeinsame Zukunft (1998)

Abbildungen

„In der Zelle war kein Laut zu hören“

Bärbel Bohley vor einer Zelle im ehem. Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen
Bärbel Bohley mit dem Schriftsteller Jürgen Fuchs
Bärbel Bohley mit Lilo und Jürgen Fuchs

Quelle: Homepage Bärbel Bohley

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Seit 2008 verleiht der Förderverein der Gedenkstätte Hohenschönhausen alle zwei Jahre den Hohenschönhausen-Preis. Mit dieser Auszeichnung sollen herausragende wissenschaftliche Arbeiten als auch interessante künstlerische Projekte oder journalistische Arbeiten prämiert werden, die sich mit der SED-Diktatur auseinandersetzen. 2008 wurde der Preis an Joachim Walther verliehen, 2010 erhielt ihn der Publizist Karl Wilhelm Fricke[22] und 2012 der Schriftsteller Erich Loest. [::]

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18. LANGE NACHT DER MUSEEN
Krieg und Frieden – Demokratie und Diktatur Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen gewährte mehr als tausend Besuchern in dieser Langen Nacht der Museen Einblicke in ihre Arbeit. Der bekannte Autor Erich Loest las in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen aus seinem Roman: Durch die Erde ein Riß. In diesem autobiografischen Werk schildert er vor allem die unmittelbare Nachkriegszeit in Ostdeutschland. Loest, der in der DDR zu siebeneinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, betrat zum ersten Mal wieder ein ehemaliges Stasi-Gefängnis. Nach seiner Haftentlassung hat er nie wieder die Stadt Bautzen oder das dortige Gefängnis besucht, wo er jahrelang einsaß. [::]

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Ulrike Poppe gehörte in den 1980er Jahren zu den Wortführern der DDR-Bürgerrechtsbewegung. 1953 in Rostock geboren, wuchs sie in Hohen-Neuendorf bei Berlin auf. Ein Studium der Kunsterziehung und Geschichte an der Berliner Humboldt-Universität brach sie 1973 ab. Nach Hilfstätigkeiten in einem Kinderheim und in der Psychiatrischen Klinik der Charité erhielt sie 1976 eine Anstellung als Assistentin am Museum für Deutsche Geschichte. In den achtziger Jahren war sie in wichtigen oppositionellen Arbeitsbereichen der DDR-Hauptstadt aktiv und wurde deshalb vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS) mit zahlreichen so genannten Zersetzungsmaßnahmen überzogen [..]
http://www.stiftung-hsh.de/page.php?flag_id=&cat_id=cat_226&con_id=con_666&page_id=446&subcat_id=cat_226&recentcat=cat_165&back=1&special=0&html=0

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Kurt Müller
[..] Unter anderem sollte er zugeben, Agent der Gestapo gewesen zu sein und im Auftrag Trotzkis Terrorakte gegen Stalin und andere sowjetische Parteiführer vorbereitet zu haben. Außerdem sollte er erklären, Spionageaufträge Titos und des englischen und amerikanischen Geheimdienstes ausgeführt zu haben. Der Schauprozess wurde jedoch – unter anderem aufgrund von Stalins Tod – nicht durchgeführt. Ein Sondergericht in Moskau verurteilte Müller 1955 statt dessen per Fernurteil zu 25 Jahren Haft. Im Zusammenhang mit der Freilassung der letzten deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen durch die Sowjetunion konnte Müller einige Zeit später in die Bundesrepublik zurückkehren. In einem offenen Brief an den damaligen DDR-Ministerpräsidenten Otto Grotewohl prangerte er 1956 die unmenschlichen Haftbedingungen in Berlin-Hohenschönhausen an und forderte vergeblich seine Rehabilitierung sowie die Bestrafung der Verantwortlichen. 1957 trat er der SPD bei und arbeitete bis ins hohe Alter als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Friedrich-Ebert-Stiftung. Kurt Müller starb 1990 in Konstanz.
http://www.stiftung-hsh.de/page.php?flag_id=&cat_id=cat_226&con_id=con_666&page

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Der Schriftsteller und Psychologe Jürgen Fuchs war einer der bedeutendsten Kritiker des DDR-Staatssicherheitsdienstes. 1950 in Reichenbach im Vogtland geboren, begann er nach seinem Grundwehrdienst 1971 ein Studium der Sozialpsychologie an der Universität Jena. 1973 trat er der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) bei, um die DDR von Innen zu verändern. Ab 1971 veröffentlichte er in Zeitschriften und Anthologien gesellschaftskritische Lyrik und Prosa in der DDR. Wegen seiner kritischen Auffassungen wurde er vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS) seit seinem zwanzigsten Lebensjahr “operativ” bearbeitet [..]

http://www.stiftung-hsh.de/page.php?flag_id.

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Berlin-Hohenschönhausen geheime Stasiuntersuchungshaftanstalt

Operativ tödliche Röntgenstrahlen im Einsatz?

Zu DDR-Zeiten gab es das berühmt berüchtigte Stasigefängnis Hohenschönhausen. Es war ein streng gehüteter, geheimer Stasiknast in Ostberlin. Nicht einmal die Gefängniswärter wussten wer dort inhaftiert wurde, oder wer dort offensichtlich auch gefoltert wurde. Die Gefangenen wurden mit Nummern bezeichnet und angesprochen. Es herrschte absolute Verschwiegenheit nach außen: Es sollte die Möglichkeit ausgeschlossen werden, dass die Menschen außerhalb und innerhalb der Gefängnis-Mauer Kenntnis erhalten, zum einen, wo sie sich selbst befinden, und in welcher Nähe von Unrecht sie leben um u..a. Proteste von außen zu verhindern. Keine Gedächtnis-Spur sollte auf diesen Ort verweisen, so die ehemaligen Insassen bei ihren Führungen durch das Stasilabyrinth – durch Büroraume – sich offenbarender Honecker-Ästhetik…

Im Foto-Raum (oben) wurde die erkennungsdienstliche Behandlung durchgeführt: KritikerInnen und GegnerInnen des DDR-Regimes wurden hier angeblich verstrahlt. Die BesucherInnen werden durch Informationen ehemaliger Insassen und Erläuterungen zu Filmdokumentationen, sowie durch tägliche Führungen, über ihre Erlebnisse etc. aufgeklärt. Im Stasi-Untersuchungs-Knast selbst, sollen Inhaftierte während der erkennungsdienstlichen Behandlung, – eigentlich „zweckdienlich“ zur fotografischen Erfassung und bürokratischen Ver-Aktung eingerichtet – in perfider Weise durch überdosierte Röntgenbestrahlung befeuert  und nachhaltig geschädigt wurden sein? Durch eine eigens dafür präparierte Wand, hinter einem Stuhl, auf dem die Probanten Platz nehmen mussten, wurden unmerklich, übergebührlich lange, zellschädigende R-Strahlen eingesetzt? Den Informationen von Zeitzeugen zufolge, wurden die auf einem Stuhl sitzenden, über Stunden hingehaltenen KritikerInnen des DDR-Regimes mit Röntgenstrahlen gesundheitlich geschädigt. Wenn das stimmt, wird daraus folgerichtig abgeleitet, seien einige der regimekritisch„auffälligeren Dissidenten“ später an Leukämie und anderen Krebserkrankungen gestorben. Da Bärbel Bohley sich hier, in diesem Gemäuer zweimal befand, wäre nicht auszuschließen, dass auch sie Opfer dieser in der Konsequenz tödlichen Anwendung wurde?  Alles Gerüchte ? Oder aus Angst und Misstrauen der Stasi gegenüber geborene willkürliche Behauptungen? Das man es der Stasi zutraut kommt nicht von ungefähr: ungeklärte Todesfälle, permanente Bespitzelung und Malträtierungen nach speziellen Mustern, lassen auch diese Annahme als berechtigt erscheinen. Ob Hohenschönhausen oder anderswo, verweist es auf die systemimmanente Handlungshoheit der Stasigewalt und die damit verbundene Allgegenwärtigkeit – die alles durchdringende Verunsicherung im Alltag – sowie das Gefühl des Ausgeliefertsein, diesem Bespitzelungsapparat gegenüber.

Gesicherte Erkenntnisse durch Ermittlungen, seitens der Staatsanwaltschaft, stehen immer noch aus.

Im Keller der Gedenkstelle Berlin Hohenschönhausen, befindet sich  eine rekonstruierte sogenannte „chinesische Wasserfolter“ [::] [::] <= (anhaltendes Abtropfen von kaltem Wasser auf den Kopf) Die in einer fensterlosen Zelle der „Sektion Stasifolter“ anschaulich installiert ist. Nebenzellen sind so angelegt, dass Inhaftierte tageweise knöcheltief im kalten Wasser stehen mussten. Ehemalige Stasi-Gefangene, informieren als Zeitzeugen, die Interessierten Besucher über ihre erschütternden Erfahrungen. Sie berichten über ihre leidvolle Zeit. Es hilft ihnen darüber zu sprechen und es entlastet sie – es mildert den inneren Druck und hilft bei der Bewältigung ihrer tragischen Erinnerung. Ehemals junge, gescheiterte Mauerflüchtlinge, befanden sich bereits mit sechzehn Jahren, in dieser „panoptistischen Stasizermürbungsmühle“, auch sie erzählen ihre tragische Geschichte aus den 60er Jahren und darüber hinaus. Betreiben so ihre Art der Exegese, des Erlebten und die doppelte Genugtuung, dass es Unrecht war über das sie nun aus der Distanz sprechen können, dass im Ergebnis nicht sie gescheitert sind, sondern ihre Gefängniswärter und Stasispitzel.

Die bereits im Berlintourismusführer angekündigte Begehung des Stasiknastes, hat allerdings auch einen gewissen Beigeschmack. Der DDR-Alltag wird durch die Fokussierung auf diesen Ort allzu stark reduziert. Zeitzeugen, die in begehbaren westlichen Gefängnissen, die letzten Jahrzehnte aufarbeiten könn(t)en, werden im “Erlebnisspark West” nicht erfahrbar zugelassen. Geschweige denn durch Behörden authentisch dokumentiert. Stuttgart Stammheim (!) mit ehemaligen (über-)lebenden Insassen dokumentieren und schildern als Zeitzeugen ihre Erfahrungen, bei einer Begehung als kultureller Programmpunkt im D-Reiseführer – ein Tabu ! – undenkbar?

Hollywood, so einer der Zeitzeugen, will die Geschichten der ehemaligen Insassen im Stasiknast nachstellen und verfilmen. Die Akten liegen offen in der Gauckbehörde, – auch so frei zugänglich, für die Öffentlichkeit beim BND? Für weitergehende Aufklärung von Fragen, wie z.B. über das sogenannte „Celler Loch“ etc. gibt es keine „touristischen Hinweise“.

Das Informationsfreiheitsgesetz sei in der Realität eher eine praktizierte Gebühreneinnahmequelle. Parallel entsteht eine Datenbank, aus der sich künftig über die Fragen Rückschlüsse auf/über die Fragenden ableiten lassen? Beispiel: Künstler mussten, ohne vorher über die nicht ganz unerheblichen Kosten = 66.- € informiert wurden zu sein, diese Kostenfalle-Erfahrung machen! – Welche Information wirklich „frei“ ist regeln Subparagraphen und Sondergesetze, zugunsten der jeweiligen Institution oder Behörde. Intransparente Wissensanreicherung über den Bürger – nicht für ihn. Werden die Fragen nach (eingeschränkt) erfolgter Beantwortung vernichtet, oder etwa personenbezogen behördlich eingepflegt?

Der DDR Vergleich zur Gegenwart

Inzwischen sind die Überwachungsmethoden derart perfektioniert, dass Michel Foucault mit seinem (globalen-) Panoptismus-Begriff, auf/in fast allen Ebenen und Kategorien gesellschaftlicher Abläufe und Vorgänge – Mechanismen, Strukturen, soziologische Kontextualisierungen, psychosoziale Logismen und Kontiguität als sich kontrolliert verengender, sich zunehmend pseudotransparent erfahrbarer und durchleuchteter Mikro-Makro-Raumbegriff recht behalten sollte… Die Nische ist obsolet? Wo, Wie, Was – soll sie -soll es im Sinne von Freiheit – hinter oder vor dem „Röntgenologischen“ im Sinne von durchleuchtenden  Nackt-  bzw. Körperscannern, überhaupt noch angstfrei gefeiert werden?  Jörg  Stange, gfok 12.09.10


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STASI

In Kopfhöhe ausgerichtet

Mehrere Krebsfälle bei ehemaligen DDR-Dissidenten haben den Verdacht aufkommen lassen, die Staatssicherheit habe Oppositionelle in der Haft strahlenverseucht. Ähnliche Überlegungen gab es – und auch eine mysteriöse Röntgenkanone.Von Wensierski, Peter | 17.05.1999
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13395385.html

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Tödliche Strahlung

Die Staatssicherheit der DDR steht im Verdacht, Regimegegner radioaktiv verseucht zu haben
Paul Leonhar

[..] Wurden mißliebige Häftlinge im Rahmen von MfS-Zersetzungsmaßnahmen mittels Strahlenkanone unbemerkt verseucht, um ihnen langfristig Schaden zuzufügen? Es gibt zwar keine Beweise, dafür aber genug Indizien.

Mielkes Männer experimentierten nachweislich seit den siebziger Jahren mit strahlenden Substanzen. Akten beweisen, daß sie im Umgang mit Radionukliden und nichtmedizinischer Röntgentechnik ausgebildet wurden. Eine ganze Liste besonders gefährlicher Substanzen ist beispielsweise im Jahresplan 1979 des Dienstbereiches 2 unter der Rubrik „Schädigung durch Beibringen radioaktiver Stoffe“ aufgelistet. Auch an der Anwendung radioaktiver Isotope arbeiteten die Stasi-Experten […]mehr
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MFS- Insider dementieren

Was die Informationen über die Stasi-Gefängnisse betrifft, gibt es eine Gegendarstellung, die an dieser Stelle nicht ausser Acht gelassen wird. mehr

http://www.mfs-insider.de/Erkl/Strahlen.htm

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Haftkrankenhaus und „Stasi-Unterwelten“ zu entdecken (!)

[..] Das Haftkrankenhaus ist nach 18 Jahren erstmals der Öffentlichkeit zugänglich. Nach umfangreichen Renovierungs- und Sanierungsarbeiten können Besucher die Haftzellen und Wachräume sowie den umfangreichen Behandlungstrakt besichtigen. Dazu gehören ein OP-Bereich, Röntgenräume sowie eine Leichenkammer. Den Besuchern erschließt sich auf eindringliche Weise die doppelte Ohnmacht der Patienten: als Gefangene der DDR-Staatssicherheit und als Kranke [..]

http://www.stiftung-hsh.de/page.php?action=search&con_id=CON_1305&page_id=686&query=R%C3%B6ntgen

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Trauer um Bärbel Bohley

http://www.stiftung-hsh.de/page.php?cat_id=CAT_1&con_id=CON_1661&page_id=996&subcat_id=CAT_1&recentcat=&back=

http://www.baerbelbohley.de/detail.php?bild=93&gruppe=2

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Rudolf Bahro

[..] Seit diesem Zeitpunkt stand er unter ständiger Kontrolle des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). 1974 informierte seine geschiedene Frau das MfS, dass Bahro an einer systemkritischen Arbeit schrieb, woraufhin dieses die Annahme seiner Dissertation an der Technischen Hochschule Leuna-Merseburg hintertrieb. Seine Kritik am „real existierenden Sozialismus“ und an dessen russisch-asiatischen Wurzeln legte Bahro schließlich in seinem Buch „Die Alternative“ nieder. Das Manuskript ließ er in die Bundesrepublik schmuggeln, wo es 1977 – zum Teil vorabgedruckt im „Spiegel“ – erschien. Zugleich ließ er mehrere Fernsehinterviews aufzeichnen, die ihn über Nacht international bekannt machten. Unmittelbar danach, im August 1977, wurde Bahro verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis Berlin-Hohenschönhausen gebracht, wo er zehn Monate in Untersuchungshaft saß. Im Juni 1978 verurteilte ihn das Stadtgericht Berlin wegen angeblicher „nachrichtendienstlicher Tätigkeit“ zu acht Jahren Freiheitsentzug. Er kam in die Sonderhaftanstalt Bautzen II. Unter dem Druck breiter internationaler Proteste wurde Bahro im Oktober 1979 im Rahmen einer Amnestie freigelassen und zur Ausreise in den Westen genötigt. In der Bundesrepublik war Bahro Gründungsmitglied der Partei DIE GRÜNEN, wurde 1982 Mitglied ihres Bundesvorstands, verließ die Partei aber 1985 wieder. Ende 1989 kehrte er nach Ostberlin zurück, wo er die SED auf einem Sonderparteitag zu einer ökonomischen Umkehr und ökologischen Lebensweise aufrief. 1990 erhielt er eine Professur an der Humboldt-Universität und gründete dort ein Institut für Sozialökologie. Im Audimax der Humboldt-Universität hielt er Vorlesungen, die unter großem öffentlichen Interesse statt fanden. Bahro starb 1997 in Berlin im Alter von 62 Jahren an Blutkrebs. [..]
http://www.stiftung-hsh.de/page.php?flag_id=&cat_id=cat_226&con_id=con_666

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[ ..] Viele Internierte starben damals an so genannter Wassersucht, weil sie übermäßig viel Wasser tranken, um trotz der mangelhaften Versorgung ein Sättigungsgefühl zu erzielen. Da sie keine warme Kleidung besaßen, forderte der Winter 1946/47 zudem etliche Kältetote. Im Februar 1947 kam Helmut Kind in das ehemalige Konzentrationslager Sachsenhausen, wo er nach dreijähriger Haft entlassen wurde. Insgesamt hatte Kind fünf Jahre in Haft verbracht, ohne dass es zu einer Gerichtsverhandlung oder einer Verurteilung gekommen war. Er lebt heute in Potsdam.
Helmut Kind => [::] <=

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Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Foto: jst

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Häftlingsbiografien

Rudolf BahroBärbel BohleyHeinz BrandtHelmut BrandtGeorg DertingerEwald ErnstMax Fechner | Karl Wilhelm FrickeJürgen FuchsHeinrich GeorgeWolfgang HarichKarl HeinrichWalter Janka | Helmut Kind | Freya KlierStephan KrawczykVera LengsfeldWalter LinsePaul MerkerKurt Müller | Ulrike PoppeMichael SallmannWerner TeskeAlfred WeilandErich NeumannGerulf Pannach |

[..] Pannach starb 1998 in Berlin an Nierenkrebs. Aufgrund seines frühen Todes wurde die Vermutung geäußert, dass das MfS prominente Dissidenten in der DDR fahrlässig oder gezielt radioaktiven Strahlen aussetzte [..]

Literaturhinweis
Gerulf Pannach.: Als ich wie ein Vogel war. Texte (1999) [::}

http://www.stiftung-hsh.de/page.php

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flashphoto: Text lesbar durch anklicken | Fotos: Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach Gfok-Kunstarchiv

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: anklicken

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TV-Kritik: Anne Will

Lasst uns mal „Kante beweisen“!

Von Lena Jakat
Anne Will und ihr Demokratielabor: In ihrer TV-Talkrunde zu Politik und Volk schwankten die Probanden zwischen Anarchie und Konsensdemokratie. CSU-Mann Söder kritisiert Medien – und Publizist Baring erregt sich. | 13.09.2010, 08:02
http://www.sueddeutsche.de/medien/tv-kritik-anne-will-lasst-uns-mal-kante-beweisen-1.998541

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Rund um die Uhr von der Stasi bewacht

Die Ständige Vertretung bei der DDR

Die Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland „bei der DDR“ existierte von 1974-1990 in Ost-Berlin. Aus Anlass einer Denkmalübergabe zur Erinnerung and die friedliche Revolution 1989 in DDR fanden dort szenische Führungen im „weißen Haus“ statt.

Dradio zum Hören: Deutschlandfunk · Corso = Hier

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Unser Osten: Hoyerswerda —Eine Stadt will Zukunft

Zu Zeiten der DDR war Hoyerswerda ein Vorzeigeprojekt des sozialistischen Gestaltungswahns. Mittlerweile hat die Stadt fast die Hälfte ihrer Einwohner verloren. Ein fataler Trend, gegen den sich engagierte Bürger stemmen. Ein Film von Wolfgang Jaschensky und Marcel Kammermayer
http://www.sueddeutsche.de/app/flash/politik/unserosten/#/vier-staedte/0

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„Weissensee“

Von Peter Zander

Gute Zeiten, Stasi-Zeiten – die DDR-Soap von Regina Ziegler in der ARD
Auftakt für die TV-Serie „Weissensee“. Es ist die erste Seifenoper mit Stasi-Thematik rund um eine verbotene Liebe zwischen Opfern und Tätern. mehr
http://www.welt.de/fernsehen/article9610217/Gute-Zeiten-Stasi-Zeiten-die-DDR-Soap-in-der-ARD.html

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Akademie dokumentiert «Kunst und Revolte ‘89» + «60 Jahre 60 Werke» im Berliner Martin-Gropius-Bau (°)

mehr

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Mittwoch, 15. September 2010
(Sächsische Zeitung)

„West-Schlapphüte sind als Profis Nullen“

http://www.sz-online.de/nachrichten/fotos.asp?artikel=2561250

http://f3.webmart.de/f.cfm?id=2165073&r=threadview&t=3767349&pg=1
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Wir sind eine feste Bastion

Das Stasi-Wachregiment „Feliks E. Dzierzynski“ | 15. September 2010
Von Christian Blees
Das Wachregiment „Feliks E. Dzierzynski“, nach dem Gründer der sowjetischen Geheimpolizei benannt, war der militärische Arm des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. Seine Soldaten hatten vor allem Büro- und Wohnobjekte der Partei- und Staatsführung in Ost-Berlin und Umgebung zu bewachen sowie Großveranstaltungen abzusichern. mehr
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/feature/1252922/

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„… was zusammengehört“

Schwerpunkt über 20 Jahre Deutsche Einheit
Mit dem 3. Oktober 2010 endet der Erinnerungsreigen der 20. Jahrestage rund um das Endstadium der DDR. Deutschlandradio Kultur hat in den letzten Jahren den Weg in die Teilung und ihre Überwindung mit zeitgeschichtlichen Reihen und Themenabenden rekapituliert. mehr
http://www.dradio.de/dkultur/programmtipp/portal/1269190/

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Hintergrund

SENDUNG AM 15.09.2010

Rechtsgrundlage für den Holocaust

Vor 75 Jahren wurden die „Nürnberger Gesetze“ verkündet
Mit dem „Blutschutzgesetz“ wurde die Eheschließung zwischen Juden und Ariern verboten und ihnen gesetzlich weitere bürgerlichen Rechte entzogen. Auf dem 6. NSDAP-Reichsparteitag in Nürnberg manifestierten damit die Nazis am 15. September 1935 die Repressalien gegen die Juden in Gesetzen.
Kalenderblatt · 15.09.2010
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kalenderblatt/1268563/

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„Zwischen blutigen Bildern herrschte eine ungeahnte Heiterkeit“

Vor 90 Jahren erschien Ernst Jüngers Buch „Stahlgewitter“
Von Ulrich Breitbach
Ernst Jünger, der 1998 im Alter von fast 103 Jahren starb, war ein hoch geehrter, aber über den Tod hinaus auch äußerst umstrittener Schriftsteller. Heute vor 90 Jahren erschien sein Rückblick auf den Ersten Weltkrieg, an dem er als Stoßtruppenführer beteiligt war.
[..] „Endlich kam der ersehnte Befehl. Wir zogen in langer Reihe nach vorn, von wo verschwommenes Gewehrfeuer prasselte. Es wurde Ernst. Um Wasser flehende Verwundete kauerten am Straßenrand. Rechts und links stampften Granaten den weichen Boden. Mitten im Weg lag ein totes Pferd mit riesigen Wunden. Zwischen den großen und blutigen Bildern herrschte eine wilde, ungeahnte Heiterkeit.“ [..]
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kalenderblatt/1268560/

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Deutsche Lebensläufe

Gäste aus der Reihe „HörenSagen – Im Gespräch“ (1995-2005)
Vorgestellt und nachgefragt von Margarete Wohlan | 26.09.2010
Deutschlandradio Kultur wiederholt alle vier Wochen Auszüge aus den interessantesten Gesprächen der Sendung und berichtet, was aus den Gästen von damals geworden ist. Diesmal mit Karl-Heinz Baum und Katharina Koterewa:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/ausdenarchiven/1269442/

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Migration | 19.10.2010

Schock für Hamburger Grüne

Flüchtlinge aus dem Auffanglager Horst besuchen die GAL. Dort ist man über den Besuch überrascht – und weist jede Mitschuld an den Missständen im Lager von sich. VON STEFFI HENTSCHKE
http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/schock-fuer-hamburger-gruene/

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Rudolph Bauer: Bürgergesellschaft als Bertelsmann-Projekt

https://medienwatch.wordpress.com/burgergesellschaft-als-bertelsmann-projekt/

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Berarbeitung Stand 12.09 / 28.10.2010

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medienwatch.wordpress.com

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Written by medienwatch & metainfo

September 12, 2010 um 12:21

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