medienwatch & metainfo (gfok)

Medienrecherche: Politik | Wissenschaft | Kunstprojekte

Suchergebnisse

DAS PHILOSOPHISCHE LAZARETT: „Kapitalismus und Depression“ + mehr

with one comment

Philosophischer Talk

DAS PHILOSOPHISCHE LAZARETT

„Ich kann ja mal darüber nachdenken“; das sagt sich so leicht. Aber die Dinge sind häufig verwickelter als sie bei Google erscheinen. Wo sind eigentlich die Dinge, die in den digitalen Katalogen nicht verzeichnet sind?  Und wissen wir nicht schon alles? Wir haben es ja im Fernsehen gesehen. Überall werden wir mit Informationen überflutet. Gibt es denn noch mehr? Liegt da hinter den Dingen noch etwas? Und wie verändern sich die Dinge, wenn wir selber denken? Kann man dem Denken  zuschauen? Wir wollen es versuchen. In loser Folge präsentiert der Logensaal „Das philosophische Lazarett“, einen philosophischen Talk zu, über und neben den Themen der Zeit, moderiert von der Kulturwissenschaftlerin Birgit Stammberger und dem Philosophen Ulrich Lölke.

TEIL 1: „Kapitalismus und Depression“

In den letzten Jahren hat die Zahl der psychischen Störungen drastisch zugenommen und mehr als acht Prozent der Arbeitnehmer sind in Folge von psychischen Diagnosen oft auf lange Zeit nicht mehr in der Lage ihrem Beruf auszuüben. Inzwischen lassen sich mit den Ratgebern psychischer Störungen Regale füllen, von der Aufforderung „Depression als Lebenschance“ zu begreifen bis zur Frage, wie krank uns unsere Gesellschaft macht, wird die Thematik in allen Bereichen der Kultur, Literatur und in den Sozialwissenschaften aufgenommen. Da ist die Rede von der depressiven Gesellschaft und ein anderes Mal vom „erschöpften Selbst“. Die Gesellschaft sei dabei, ihre Normen und Werte dem Gewinnstreben zu opfern. Dabei verliert der allgemeine Wohlstand, die Familie und soziale Verbände, weiterhin an Wert. Macht der Kapitalismus krank? Oder ist vielmehr die Psychiatrie an die Stelle der Sozialwissenschaften getreten und liefert uns in ihren Begriffen die neuen gesellschaftlichen Selbstbeschreibungen? Ist die Depression damit auch ein Ausdruck der Resignation vor der Überkomplexität des Kapitalismus? Was also ist los mit unserer Gesellschaft, in der die Depression nicht nur einen Gemütszustand beschreibt, sondern darüber hinaus sich als ein Instrument der Selbstbeschreibung eines Kapitalismus anbietet, in dem alles Möglich ist und in dem nichts mehr geht.

Freitag 25. März, 19:30 Uhr

http://www.logensaal-kammerspiele.de/programm/philosophisches-lazarett

.

.

.

.

.

mehr …

.

.

.

.

Ein teuflisches Projekt:

Goethes Faust und die kapitalistische Wirtschaft

https://medienwatch.wordpress.com/2009/06/22/ein-teuflisches-projekt-goethes-faust-und-die-kapitalistische-wirtschaft/

.

.

.

.

.

.

.

.

.

 

.

.

Wenn Spielraum da ist, genügt ein Minimum, fast nichts, und alles ist da. Hannes Böhringer

http://www.kunst-imbiss.de/Kunst_Imbiss.htm

.

Gunnar F. Gerlach

OHNE METAPHER – KP Brehmer
[..] Nur in der Transformation des Scheins erscheint die subversive Energie der Kunst: zwischen Subjektivität und Objektivität steht der noch erst werdende Mensch [..]
https://medienwatch.wordpress.com/2008/12/16/gunnar-f-gerlach-ohne-metapher-kp-brehmer/

.

.

.
Gunnar F. Gerlach

«Fundgrube Warenhaus»
[..] Damit hat die affirmative Subversion die oppositionelle Negation ersetzt [..]
https://medienwatch.wordpress.com/vom-readymade-zum-name-dropping-duchamp-und-die-folgen/
.
HafenCity: Kontinuität von Kisten, Kästen, Klassen und Kapital
[..] Die konstruktiv zu stellende Frage, die einer ernsten Diskussion bedürfte, wäre doch eher nach der Form-Inhalts-Korrelation zu stellen: Kisten, Kästen und Kontainer – auf denen das Wort „Kapital“ durchaus historisch legitim und sinnfällig als Logo angebracht ist – bilden als Produkte (inklusive der anhängenden, weiterbearbeitenden Technologien) und als (Transport-) Mittel durchaus den materiellen Reichtum der Freien und Hansestadt Hamburg. Als Vehikel des Kunst-Transfers, auch im Sinne der Dreifachgesichtigkeit des Begriffes „Vision“ (Vorstellung, Erscheinung, Traumgesicht) ist man dann doch zunächst irritiert: sollte ein sich selbst als affirmativ-subversiv verstehendes Projekt schon formal in die Falle eines einseitigen und zynischen „Kapital“-Begriffes gegangen sein und in seinem eigenen (und berechtigtem) Anliegen die Kunst als HumanKapital (im Sinne der Deutschen Bank etc.) in TransportKisten des Warenhandels stecken? [..]
https://medienwatch.wordpress.com/2009/08/28/hafencity-kontinuitat-von-kisten-kasten-klassen-und-kapital/
.
Panoptikum: noroomgallery präsentiert den KunstHasserStammTisch: Bazon Brock
https://medienwatch.wordpress.com/panoptikum-noroomgallery-prasentiert-den-kunsthasserstammtisch-bazon-brock/

.

 

.

Stipendiaten,  Kunsthaus Hamburg 2007

Gebrauchinformation

PDF Katalogtext Gunnar F. Gerlach_2007

.

.

.

 

.

.

.

.

.

.

Written by medienwatch & metainfo

März 10, 2011 at 12:03

Veröffentlicht in Allgemein

Hirschhorn: Aufbegehren gegen die Begierden des Kapitalismus

leave a comment »

.

Thomas Hirschhorn, der zu den provokativsten und innovativsten Künstlern der zeitgenössischen Kunst zählt, bevorzugt aufwändig in den Raum greifende Assemblagen, chaotisch anmutende, unübersichtliche Gefüge unter Einsatz alltäglicher, aber symbolkräftiger Materialien. Bezüge zu Mode, Kunst, Politik und Philosophie gehen dabei eine paradoxe Mischung ein. Hirschhorns Raum-Assemblagen sind virtuose Inszenierungen des Unperfekten, wilde Assoziationslandschaften, deren Energie zum Nachdenken anregen soll, wie Thomas Hirschhorn hervorhebt: „Ich will aktive Kunst machen, eine Arbeit, die das Gehirn aktiviert.“
Und wenn scheinbar Überforderung und Chaos zu Gestaltungsprinzipien erhoben werden, so geschieht bei Hirschhorn auch das nicht ohne Konzept, denn „Chaos ist die Welt, in der ich lebe und Chaos ist in der Zeit, in der ich lebe“, so Hirschhorn. Auch die Wahl der Materialen stellt eine bewusst politische Entscheidung dar. In den billigen Produktverpackungsmaterialien der Konsumgüterindustrie findet Hirschhorn ein adäquates, stringent angewandtes Ausdrucksmittel für seine gesellschaftskritische Kunst. In ihnen manifestiert sich sein Widerstand gegen kulturelle Missstände ebenso wie ein Aufbegehren gegen die Begierden des Kapitalismus, die er in einen Zustand dauerhafter kreativer Anarchie überführt. In jedem Haushalt vorrätig, verhindern dies Materialien zudem allein schon durch ihre alltägliche Vertrautheit jegliche Exklusivität und unterstreichen die von Thomas Hirschhorn ausdrücklich erwünschte Einbeziehung des Betrachters: „Meine Arbeiten für ein nicht-exklusives Publikum gemacht und ich will einschließen ohne zu neutralisieren, ich will niemanden ausschließen.“

http://www.arndtberlin.com/website/artist_1030

http://www.thing-hamburg.de/index.php?id=809&no_cache=1&sword_list[]=rennes

http://www.lemonde.fr/culture/article/2010/06/24/thomas-hirschhorn-fait-renaitre-son-oeuvre-brulee_1378069_3246.html

.

.

.

.

medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de

Written by medienwatch & metainfo

Juni 25, 2010 at 11:34

Veröffentlicht in

Das Wort vom Casinokapitalismus | Abschied vom Sozialstaat | Rekord-Neuverschuldung

with 4 comments

warten-buss-gfok-1200flashphoto | medienwatch | Fotos: Jörg Stange, 09

.

.

.

Horrorszenario Agenda 2020

Abschied vom Sozialstaat

Eine Außenansicht von Christoph Butterwegge

Wie wird sich der Staat sanieren? Indem er nach dem Matthäus-Prinzip wieder Sozialleistungen kürzt: Wer hat, dem wird gegeben. Wer wenig hat, dem wird auch das noch genommen:

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/662/479156/text/

.

.

punk-kietz-nva-gfok-700

.

.

Das Wort vom Casinokapitalismus – berechtigter Vorwurf oder haltlose Polemik?

Verfasser: Franziska Kast
.

Im Casino geht es gerechter zu als im Kapitalismus, meint Spiegel-Autorin Barbara Supp in Heft Nr. 24, 8. Juni 2009. Ein Kommentar zum Kommentar. Seit im Spätsommer 2008 die Investmentbank Lehmann Brothers zusammenbrach und das ganze Fiasko eines unkontrollierten Finanzmarktes mit seinem Filz aus Hedgefonds, obskuren Derivaten, Schrottpapieren und notleidenden Krediten offensichtlich wurde, gibt es im offiziellen Sprachgebrauch einen Namen für das Gebaren der Banker, die schuld sind an der Misere: Casinokapitalismus:

http://de.casinotoplists.com/casinokapitalismus

.

.

.

vergnuegungsfahrt-gfok-700

.

Glücksspiel

Ist der »Casino-Kapitalismus« wirklich am Ende?

DIE ZEIT, Ausgabe 26, 2009
von Heike Faller | DIE ZEIT, 18.06.2009 Nr. 26

Unsere Autorin wollte es wissen. Sie ging ins Casino und spielte – nach einem System, das sie für absolut unschlagbar hielt. Assistiert von einem der weltbesten Mathematiker, der ausgerechnet hatte: Sie werden gewinnen. Wahrscheinlich:

http://www.zeit.de/2009/26/Casino-25

.

.

obdachloser-gfok-stange-grindelhochhaeuser1200flashphoto, um das soziale Elend deutlicher wahrzunehmen auf das Foto klicken.

.

Auswege aus der sozialen Ungleichheit

Serie „Reiche, Arme, Ausgeschlossene“, Teil 3

Hans-Ulrich Wehler im Gespräch mit Jochen Rack

Die soziale Ungleichheit in unserer Gesellschaft hat drastische Ausmaße angenommen. Während in den letzten Jahren eine Vermögens- und Einkommenselite immer reicher wurde, konstatiert der Armutsbericht der Bundesregierung ein Wachsen der Schicht, die von sozialen Transferleistungen abhängig ist:

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/essayunddiskurs/989316/

.

Podcast:

Auswege aus der sozialen Ungleichheit

Serie „Reiche, Arme, Ausgeschlossene“, Teil 3

.

.

.

.

elbphilharmonie-gfok-1200flashphoto

.

Elbphilharmonie Hamburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Gesichtet (+/−)
Dies ist die letzte gesichtete Version, freigegeben am 20. Juni 2009.
5 Änderungen stehen noch zur Sichtung an.
Status gesichtet

Kaispeicher A mit Logo der „Stiftung Elbphilharmonie“

Die Elbphilharmonie Hamburg ist eine Konzerthalle, die in der HafenCity in Hamburg entsteht. Am 2. April 2007 wurde feierlich in Anwesenheit des Ersten Bürgermeisters Ole von Beust (CDU) der Grundstein gelegt. Das Richtfest soll im Herbst 2009 stattfinden. Die Eröffnung soll nach neuester Terminverschiebung nun im Herbst 2011/12 erfolgen.

Nachtragsvereinbarung mit Hochtief und den Architekten wurden die Baukosten im November 2008 mit 450 Mio. Euro ausgehandelt. Der Anteil der Stadt läge danach bei 323 Mio. Euro.

http://de.wikipedia.org/wiki/Elbphilharmonie_Hamburg

.

.

Hamburg: Kulturpolitik

Ein Tornado ungelöster Konflikte

Von Till Briegleb | 20.07.2010, 17:07 | Sueddeutsche Zeitung
Museumsreform, Elbphilharmonie, Gängeviertel: Hamburgs zurückgetretene Kultursenatorin Karin von Welck hinterlässt einen Scherbenhaufen mehr

Dokument nicht gefunden

Dieser Beitrag fehlt im Archiv der Sueddeutschen Z.!

Im Google-Cache noch lesbar: Hier

Ein Tornado ungelöster Konflikte – Freunde der Kunsthalle

http://www.freunde-der-kunsthalle.de/…/21_7_2010_…

Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat – Schnellansicht
(34.. lc. Krise ist immer. So gesehen hat man als arntsmüder Politiker nur die Wahl zwischen schlechten und schlechteren. Zeiten. Hamburgs Erster

.

.

.

tresor-hausbank-gfok-stange-700

..

.

Steinbrück präsentiert Rechnung für die Krise

Rekord-Neuverschuldung

Deutschland steht vor harten Jahren: Das Kabinett wird die höchste Neuverschuldung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs beschließen – es ist die Rechnung für die Krise.

http://www.sueddeutsche.de/finanzen/640/473158/text/

.

SENAT STOPPT NACH MOPO-BERICHT MILLIONEN-GESCHENK

Riesenwirbel um die Spielbank-Subvention CDU-Fraktion irritiert „Waren nicht informiert“

CHRISTIAN BURMEISTER

Wie die MOPO berichtete, plante Ahlhaus, die Spielbankabgabe von derzeit 90 Prozent auf 50 Prozent zu senken. Dies hätte bedeutet, dass die Spielbank Hamburg bis 2010 bis zu 30 Millionen Euro Steuern spart.

John Jahr, einer der Chefs der Spielbank Hamburg und Sohn des legendären Co-Gründers des Verlags Gruner + Jahr sowie der Spielbank Hamburg, rühmte sich diesen Januar in einem Gespräch mit „Welt Online“, er habe ein „ausgezeichnetes Verhältnis zur Stadt Hamburg“. Im gleichen Gespräch erklärte er mit Blick auf die Hamburger Casinos:„Mit den Renditen können wir nicht zufrieden sein und müssen künftig daran arbeiten.“ Pikant: Beim Immobilienmakler „Dahler & Company“, dessen Co-Gründer Jahr ist, arbeitet ausgerechnet Simone Ahlhaus, die Ehefrau des Innensenators. Sie wechselte im Januar 2009 von der UBS in Hamburg zu „Dahler & Company“ und leitet dort die Lizenzvermarktung =

http://www.mopo.de/2009/20090916/hamburg/politik/riesenwirbel_um_die_spielbank_subvention.html

.

Zur Aufklärung

Der Innensenator und die Spielbank

CHRISTIAN BURMEISTER
Es ist schon bemerkenswert: Eigentlich soll der Staat – im Falle Hamburgs der Senat – die Glücksspielsucht bekämpfen. Und so will die GAL auch heute brav in der Bürgerschaft über eine „Fachtagung zur Bekämpfung der Spielsucht“ debattieren. Löblich, aber in Anbetracht der Ereignisse geradezu absurd! Denn der für Glücksspiel zuständige CDU-Senator Christoph Ahlhaus hat als erste erkennbare Amtshandlung auf diesem Feld versucht, der Spielbank Hamburg 30 Millionen Euro Steuern zu ersparen. Noch unglaublicher: Die eigene CDU-Fraktion ist vom Vorhaben des Senats völlig überrascht und fällt ihm in letzter Minute in den Arm. Richtig ins Stutzen kommt man bei der Tatsache, dass die Ehefrau von Ahlhaus seit Beginn des Jahres für ein Unternehmen arbeitet, zu dem auch der Mit-Besitzer der Spielbank mehr als gute Kontakte unterhält. Hat es dort Gefälligkeiten gegeben? Ahlhaus ist bereits jetzt schwer angezählt. Die MOPO bleibt an der Geschichte dran!

http://archiv.mopo.de/archiv/2009/20090916/hamburg/politik/der_innensenator_und_die_spielbank.html.


Ehefrau von Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) strafbare Verpflechtungen?

Simone Ahlhaus leitet Lizenzvermarktung bei Dahler & Company
Industrie, Bau & Immobilien
Pressemitteilung von: Dahler & Company GmbH

http://www.openpr.de/news/273267/Simone-Ahlhaus-leitet-Lizenzvermarktung-bei-Dahler-Company.html

.

….Vorsitzende der Heidelberger Altstadt-CDU, Christoph Ahlhaus, der dem Vernehmen nach die Verbindungen in einem Brief aufgefordert hat, das Maisingen wieder aufzunehmen. „Viele Bürger der Stadt“, so Ahlhaus, sehen in dem braunen Spuk „ein gutes Stück liebgewonnener Heidelberger Tradition.“….

.

Anzeige

.

16.10.10 Herz As Hamburg Fashion Garage Show Highlights http://fashion.garage.free.fr/international.html

..

Die CDU vermisst die erste Strophe

(19.04.2001)

Im Jahr 1997 gelang es zum ersten Mal, die alte Tradition des „Maiansingens“ am Marktplatz zu unterbinden — bis dahin hatten sich am 30.4. jedes Jahres um Mitternacht Burschenschaftler, Skinheads und Hooligans um den dortigen Brunnen zusammengerottet und Liedgut eher zweifelhafter Natur zum Besten gegeben, der groben Linie „Im Liede stark, Deutsch bis ins Mark“ (so der Wahlspruch der akademisch-musischen Vereinigung Stauffia im SV) folgend. Ein besonders gelungenes Portait eines Teilnehmers damals fand sich in UNiMUT 39 von 1991.

Seit damals kamen die rechten Herren nicht mehr recht zum Zug (vgl. etwa den Bericht von 1998, oder auch den Hintergrundartikel von damals), und genau das bedauert nun, laut einer Meldung der RNZ von gestern, der Vorsitzende der Altstadt-CDU, Christoph Ahlhaus, der dem Vernehmen nach die Verbindungen in einem Brief aufgefordert hat, das Maisingen wieder aufzunehmen. „Viele Bürger der Stadt“, so Ahlhaus, sehen in dem braunen Spuk „ein gutes Stück liebgewonnener Heidelberger Tradition.“

Wer Horst-Wessel-Lied und Maas-bis-Memel-Fantasien für eine weniger stolzschwellende Tradition hält, ist auch dieses Jahr wieder eingeladen, dafür zu sorgen, dass nichts draus wird: Am 30.4. findet ab 18 Uhr auf dem Uni-Platz und in der Triplex-Mensa mit Unterstützung der FSK ein Straßenfest-cum-Infoveranstaltung statt, das die Stunden bis Mitternacht hoffentlich unterhaltsam gestalten wird. Zur Vorbereitung empfohlen wird außerdem die Taxonomie der Heidelberger Burschis, die die Antifaschistische Initiative Heidelberg sorgfältig zusammengestellt hat.

Nachtrag (23.4.2001): Wir haben zu diesem Artikel tatsächlich einen Leserbrief bekommen. Das LeserInnenbriefschreiben ist zur Nachahmung empfohlen.
http://unimut.fsk.uni-heidelberg.de/aktuell/987691204.

.

HSH-Nordbank: Kapitaler Krimi »Steilvorlage als Steuerporno«
Die Welt: 07:59 Bewerten | Drucken | Versenden

Die Angst der Nordbank vor dem Finanzamt

„Chronos“, „Guitar“ oder „Athena“ hießen die Projekte, mit denen das Institut Steuern sparen wollte
http://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article10660274/Die-Angst-der-Nordbank-vor-dem-Finanzamt.html

.

.

.

Der geheime Ausverkauf

PRIVATISIERUNG Wasser, Schulen, Straßen – Public Private Partnership ist die Formel, mit dem die öffentliche Hand seit Jahren Aufgaben privatisiert. Die Folge: Konzerne kassieren, der Bürger zahlt, und alles läuft ohne Kontrolle | 15.02.2011
http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=sw&dig=2011%2F02%2F15%2Fa0077&cHash=22abf4ea38

.

Disharmonie an der Elbe

Hintergrund. Über den Bauskandal bei der Hamburger Elbphilharmonie 16.02.2011
Von Ingo Böttcher
http://www.jungewelt.de/2011/02-16/007.php

.

.

.

The Who – My Generation [Woodstock 1969]

.


.

medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | Fotos 09: Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach GfoK Archiv

Attac: Kapitalismuskongress ein voller Erfolg! SZ: Attac in der Krise

leave a comment »

.

attac-transpi

.

Attac

Kapitalismuskongress ein voller Erfolg!

2.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind am Wochenende vom 6. bis 8. März in die TU Berlin gekommen, um die Ursachen und Zusammenhänge der Weltwirtschaftskrise besser verstehen zu lernen und gemeinsam über Alternativen nachzudenken. Dutzende an Printmedien sowie Radio- und TV-Sendern haben ebenfalls die Gelegenheit genutzt, den täglichen Schreckensmeldungen positive Nachrichten und kritische Inhalte entgegenzustellen. Der Kongress ist ein überwältigender Erfolg und macht Mut und Hoffnung, mit den richtigen Konzepten in Zukunft bei den Menschen und der Politik noch besser anzukommen.

http://www.attac.de/aktuell/kapitalismuskongress/impressionen/

***

.

.

Sueddeutsche Zeitung

Attac in der Krise

Irgendwie dagegen

Wege aus der Krise: Muss es erst so richtig schlimm kommen, bevor es besser werden kann? Attac-Anhänger treffen sich zur Kapitalismuskritik in Berlin und feiern die Ratlosigkeit.
Von T. Moorstedt

Eine Attac-Veranstaltung darf man sich nicht als einen Kongress vorstellen, in dem es, wohl organisiert und fachlich strukturiert, um die Erschließung eines bestimmten Themas geht. Die Nicht-Regierungsorganisation (NGO) stellt nur den Raum und den Rahmen zur Verfügung, den Ortsgruppen und Einzelpersonen dann nutzen können. Und immerhin: etwa zweitausend Menschen kamen, als Attac am vergangenen Wochenende zum Kongress „Capitalism (No) Exit“ an die TU Berlin rief […]

http://www.sueddeutsche.de/kultur/362/460991/text/


Beiträge | Links die entgegen der selbstgefälligen Ingnoranz von Medien und „embedded Experten“, bereits lange im Vorwege die „Krise“ erkennen konnten und damit die Folgen für die intern. Gemeinschaft vorausschrieben. Die „Mainstreammedien“, Politiker, Think Tanks etc., entschieden sich in der Regel zur Verharmlosung oder stritten diese prozessuale Entwicklung gleich ganz ab – und deck(t)en damit das Weiter so. jst

http://www.meta-info.de/?such=Kapitalismus&suche=man&rubrik=

http://www.meta-info.de/?such=Finanzmarktkrise&suche=man&rubrik=

https://medienwatch.wordpress.com/?s=Kapitalismus

.

***

.

.

.

***

realwirtschaft-ballon-zeitung-sonne-medienwatch-120

[::]

Paris 18.02 2009, LEAP/E2020 Prognose(n) :

+++ Die Welt tritt in die Dekantierungsphase der umfassenden weltweiten Krise ein. Die öffentliche Ordnung zerfällt +++

.

medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de

Written by medienwatch & metainfo

März 10, 2009 at 08:44

Kapitalismus ruiniert sich selbst = Links und Beiträge

leave a comment »

Abrechnung mit Managern = Verantwortung wäre schon genug Druckversion
[ Etwas redundand: doch den passenden Champagner gibt es bereits auf dem Markt ]

runinart-rose-stange4001

[sueddeutsche] Von Hans Leyendecker | Wie uns die Gier ruiniert: Ex-Auto-Vorstand Daniel Goeudevert wirft der Managerkaste in seinem neuen Buch Rücksichtslosigkeit vor. (Foto: medienwatch)


„Links ist heute die Weigerung, die Frage nach der Gerechtigkeit einfach dem Markt zu überlassen“, hat Erhard Eppler mal gesagt. Dieser Satz könnte von Heiner Geißler, Norbert Blüm stammen – oder von Goeudevert. Die Wechselbeziehungen zwischen Markt und Moral, Ökonomie und Ökologie analysiert der ehemalige Top-Manager in seinem Seerosen-Buch. (…)(…) Vielleicht, weil es immer noch viele Management-Darsteller gibt, denen der schöne Schein genügt, lauter Seerosen. Das Buch endet mit einem Sinnspruch von Hannah Arendt, der etwa lautet: Die Zukunft vorauszusehen sei ganz einfach. Man müsse nur Versprechungen machen und sie auch einhalten. (…)

Foto: Jörg Stange. medienwatch.de

Originalartikel bzw. ergänzende Info hier

weitere Artikel:
US-Ökonom Galbraith: Bankenrettung durch Insolvenz
Der amerikanische Ökonom James Galbraith (Prof. University of Texas) erklärt als Weg zur Rettung und Sanierung der Banken, dass diese für das Gemeinwesen akzeptabel gestaltet werden müsse, indem die Banken ein Insolvenzverfahren durchlaufen.
Steinbrück: Politiker des Jahres
Eine Auszeichnung durch die Fachzeitschrift „Politik und Kommunikation“. Begründung: Steinbrück habe eine „herausragende Rolle beim Umgang mit der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise“ gespielt.
Aufgedeckt: Regierung und Medien verschleiern wahres Ausmaß der Finanzkrise
Es gibt offenbar koordinierte Bemühungen, das wahre Ausmaß der Finanzkrise zu verbergen: nach einem Artikel der „Zeit“ sind am 8.10.08 die Chefredakteure der führenden deutschen Medien zu einer Konferenz der Bundesregierung eingeladen worden. Bundeskanzlerin und Finanzminister Steinbrück forderten bei dieser Gelegenheit die Medienmacher dazu auf, in ihrer Berichterstattung darauf zu achten, dass sie keine nachteilige Stimmung verursache.
Kollaps des Dollar beginnt
Der Kollaps des Dollar, der breits vor einem Jahr eingesetzt hatte, nimmt derzeit weiter Fahrt auf, wie nun auch Analysten des Mainstreams erwartet wird. Die Gegenbewegung, die zwischenzeitlich stattgefunden hatte, war verursacht worden durch umfangreiche Reinanzierungen in Dollar, die infolge der Finanzkrise aufgelöst werden mussten und eine Nachfrage nach der US-Währung zur Folge hatten.
Konjunkturprogramm: Abwehr gegen deutsche Schmarotzer
Während inzwischen nahezu alle westlichen Industriestaaten und mit noch größerem Gewicht die neuen östlichen Volkswirtschaften auf keynesianischen Kurs schwenken, versucht die Berliner Regierung weiterhin die Fackel des Neoliberalismus hochzuhalten: Wirtschaftsinterventionen durch keynesianische Konjunkturprogramme werden auf Minimalmass beschränkt und offenbar hofft man, weitgehend kostenlos von den gewichtigen Massnahmen anderer Staaten partizipieren zu können. Nun geht die chinesische Staatsführung auf Konfrontationskurs.
Neoliberalismus am Ende – Was nun?


Die Uhr des Neoliberalismus ist abgelaufen und der rasante Schwenk der politischen Ausrichtung bei den früheren Vorreitern des neoliberalen Systems: in England und den USA, macht dies unmißverständlich deutlich, auch wenn man sich in deutschen Landen und insbesondere bei der Berliner Regierung noch renitent und unbelehrbar gibt. Überfordert scheinen nun die Kritiker der neoliberalen Politik durch den plötzlichen und unerwarteten Kollaps ihres langjährigen Gegners bei der Suche nach Antwort auf die Frage: Was nun?

Wie der Schein trügt: das geschönte Konmjunkturpaket der Bundesregierung
Das Konjunkturprogramm der Bundesregierung, das in seinem Umfang nur ein Vierzigstel dessen ausmacht, was der chinesische Staat hierfür investiert, stellt sich zu großen Teilen als Luftnummer heraus: unter das Konjunkturpaket werden eine Reihe von Ausgaben und Massnahmen subsummiert, die ohnehin geplant waren oder bei denen Ausgaben, etwa im Verkehrsbereich, nur vorgezogen werden. Darüberhinaus werden besonders die Baumassnahmen im entscheidenden Zeitraum des kommenden Jahres nicht wirksam infolge ihres Planungsvorlaufes.
Chefvolkswirt der Deutschen Bank befürwortet Keynesianismus
(sz) Selbst der leitende Volkswirt der Deutschen Bank, Walter, befürwortet nun keynesianische Maßnahmen gegen die Wirtschaftskrise. Offenbar steht das Wasser den Beteiligten nun bis zum Hals, während die Bundesregierung weiterhin den Kopf in den Sand steckt. Walter erklärt sowohl eine Mehrwertsteuersenkung um 3% aber auch die von der SPD vorgeschlagenen Konsumgutscheine für sinnvoll.
SZ im Kampf gegen sozial orientierte Konjunkturprogramme
(sz) An vorderster Front, im Gleichklang mit vielen anderen Medien, macht die Süddeutsche Zeitung Stimmung gegen Konjunkturprogramme, die vom neoliberalen Kurs der Umverteilung von unten nach oben abweichen. Als rotes Tuch bekämpft sie aktuell den Vorschlag der Austeilung von Konsumchecks: sie hätten offensichtlich zur Folge, dass „Leistungsträger der Nation“, wie Josef Ackermann nur ebensoviel profitieren würden, wie ein HartzIV-Empfänger oder Geringverdiener. Ein inakzeptabler Tabubruch gegen die weiterhin geltenden Leitlinien des Neoliberalismus.
Der deutsche Marsch in die Krise und die Alternativen
Angela Merkel gehört aktuell zu den Wenigen, die es noch wagen, das Banner des wirtschaftlichen Neoliberalismus unverhüllt in die sich rapide entwickelnde Wirtschaftskrise zu tragen, offenbar mit der Unterstützung führender SPD-Politiker. Demgegenüber hat Englands Premierminister Brown sich die Steigerung der Massenkaufkraft auf die Fahle geschrieben. Zwei Wirtschaftsexperten erklären in der „Zeit“, welches – nach keynsianischem Muster – wirksame Massnahmen sein könnten, warum welche Steuersenkungen helfen können.
Berlin in der Weltwirtschaftskrise: Brüning reloaded

Während sich die Weltwirtschaftskrise im Gefolge der Finanzkrise zuspitzt und sich die Alarmmeldungen überschlagen, etwa mit umfangreichen Werksstillegungen in der Automobil- und Chemieindustrie, folgt offenbar die Bundesregierung den Rezepten des Reichskanzlers Brüning, der Anfang der 30er-Jahre durch die Verschärfung der Krise den Nazis den Weg ebnete.

US-Ökonom Galbraith: Bankenrettung durch Insolvenz
Steinbrück: Politiker des Jahres
Aufgedeckt: Regierung und Medien verschleiern wahres Ausmaß der Finanzkrise
Kollaps des Dollar beginnt
Konjunkturprogramm: Abwehr gegen deutsche Schmarotzer
Neoliberalismus am Ende – Was nun?
Wie der Schein trügt: das geschönte Konmjunkturpaket der Bundesregierung
Chefvolkswirt der Deutschen Bank befürwortet Keynesianismus
SZ im Kampf gegen sozial orientierte Konjunkturprogramme
Der deutsche Marsch in die Krise und die Alternativen

https://medienwatch.wordpress.com/2009/02/19/die-wurzeln-der-krise-der-kapitali

*

medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de

Written by medienwatch & metainfo

Februar 19, 2009 at 07:44

Veröffentlicht in

Die Wurzeln der Krise: Der Kapitalismus ruiniert sich selbst

with one comment

runinart-rose-stange160Die Ursache der Krise

Der Kapitalismus ruiniert sich selbst

Zwischenruf

Blasen im Kopf

Geld vernichten ohne Sinn und Verstand. – In Wirklichkeit war das Geld schon vorher nicht da, es wurde per Tastendruck als erfundener + behaupteter Wert, ohne reale perspektivische Deckung, als „Hedgefonds-Derivate-Pyramidenspiel“ (HDP) aufgemacht und ausgebaut. Bis das Ganze als gigantische Luftsummen-Blase platzte. Jetzt passiert das sozusagen Rückwärts, als „Billionen-Nullsummenspiel“ – als „rezeptorische Schuldverschreibung“ auf destruktive Endzeitstimmung angelegt. Die Steuerzahler haften quasi als Bürgen. Per Tastendruck türmen sich gigantische Schulden in den drangsalierten Staaten auf. Das „Schuld-Geld“ fehlt dann zur Verteilung als Haushaltsmittel im Sozialen etc. – in den Ländern und Kommunen.

Deses Geld wird nicht gedruckt, sondern via Taste in die Bankenpyramide eingezinst und abgesaugt. Als systemische Druckblase an die Kindes-Kinder-Kinder etc.pp((p)) = Als Verschuldungsanlage noch vor eigentlichen Geburten, in die Zwangsjacke der Abhängigkeit neoliberaler Parameter gebucht. Unter der vielbeschworenen Aufgabe und behaupteter staatlicher Souveränität, den Privat-Banken übereignet.  Dem sozialen Geist und Gedanken der Verfassungen, das SOZIALE° – der eigentliche Kitt einer sozialen Gesellschaft,  die demokratische Grundlage entzogen. Staatsbankrott(e) und Aufstände sind damit vorgrammiert? Erkennbare Auswüchse und ihre Folgen sind  unübersehbar vorhanden. Ist das die eigentliche „Triple O-Strategie“, – der eigentliche perfide Erfolg des sogenannten Raubtierkapitalismus?, – die Überführung in ein zunehmend repressives System? Der Weg in eine (faschistoid zentralistische) Weltordnung und Weltregierung?

Da hilft nur noch die Erkenntnis als aufrichtige Besinnung. Ihr Schirm und (medialen) Mützenmacher etc. es ist an der Zeit umzusteuern, um eine Wertegesellschaft – eine dem Gemeinwohl verpflichtete global andere Finanzwirtschaft zu installieren. Welche dem Gemeinwohl verpflichtet ist. Das ist doch wohl systemisch als relevant wahrzunehmen. Zur Rettung und zum Ausbau der „Reste-Demokratien“, in dringlich soziokultureller Notwendigkeit, allen Menschen ein zwingendes Anliegen.

Ein ethisches „Weltgerichtsverfahren“ wegen (Anlage-)Täuschung, Betrug, Untreue, Spekulation und Korruption. Wegen rücksichtsloser Aneignung und Gefährdung der Steueraufkommen und damit Haushaltsmittel der Länder. Der ins ökonomische Scheitern überführten und drangsalierten, in ihrer Existenz bedrohten Staaten und Menschen. Durch Entlassungen zur Schaffung eines sogenannten “schlanken (privatisierten) Staates“ (Bertelsmann und andere Think-Tanks), erfordert juristische Verfahren. Insbesonder die politische Erkenntnis dieses Desasters.  (Joseph Stiglitz, US-Ökonom Galbraith). Umgestaltung auf die wirklichen Werte von Gesellschaft – wie Gemeinwohl und kultureller Parameter, zur Möglichkeit gestaltbarer Sinnstiftung, der sozialen Verantwortung verpflichtet. Das ist der ethisch politische Auftrag der Verfassungen.

Eine Ethik des nachhaltigen wirtschaftens, ist das oberste Gebot der Stunde. Am Jahrzehnte hängenden Tropf der Großbanken bedeutet in der Konsequenz Staatsbankrott(e), massiv finanzmarktorientierte Gängelung, dass zerstören sozialer Strukturen durch Privatisierungen, vor dem Hintergrund vordergründigen Profitinteresses durch Gewinnmaximierung etc..

Unterworfen dem willkürlichen Diktat der Egomanie international operierender Großbanken, im Schulterschluss multinationaler Konzerne.

Die Staatsanwaltschaften sind untätig weil sie dem Finanzminister gegenüber weisungsgebunden sind und daher ein juristisches Eingreifen unterbunden wird. Das ist nach subjektiv /objektiven Rechtsempfinden widersinnig und grundgesetzwidrig. Weil durch Unterlassung und Unterbindung die Handlungsfähigkeit eines rechtlichen Organs, nämlich das der Gerichtsbarkeit, eine Säule des Grundgesetzes, und damit ein Instrument und Grundlage von Demokratie, ausgehebelt wird. Der „Geist von Demokratie“ destruktiven Schaden nimmt und sukzessive unterminiert – für alle bereits, durch zunehmende Existenzbedrohumg etc. spürbar ist..

,Das Gespenst von heute ist die Forderung nach Umgestaltung wider die Gestaltungsparameter der Ökonomisierung aller Lebensbereiche der Gesellschaft zugunsten einer dem Gemeinsinn überantworteten Gesellschaftsform. (…)

 

*

[taz] Von wegen Sozialismus! Nicht die Vermögen, die Schulden der Banken werden sozialisiert. Der Staat pumpt Steuergelder von morgen in ein kaputtes System. Das ist die eigentliche Krise. VON FRIEDRICH KROTZ |

http://www.taz.de/1/archiv/dossiers/dossier-finanzkrise/artikel/1/der-kapitalismus-ruiniert-sich-selbst/

http://www.meta-info.de/index.php?newsfull=1&lid=32740&rubrik=politik

Die Geier kreisen über sich selbst

Der Neoliberalismus im systemischen Auftrag des Kapitalismus frisst alles – durch Krieg(e) die Menschen – nun sich selbst?

Parameter zur Änderung: Die Produktion von ökologisch-ökonomischer Nachhaltigkeit schafft Inhalte, Strukturen und Produkte, die sich am Bedarf des Menschen und einer gerechten Verteilung orientieren. und verpflichten. Genossenschaftliche Modelle als Alternative, die am tatsächlichen Bedarf der Gesellschaften orientiert sind, können konzeptionell ein Rettungsanker sinnstiftender, aufrichtiger Änderung sein. Die Diskussion um ein bedingungsloses Grundeinkommen muss „systemisch-perspektivisch“ eine Struktur bekommen, die überzeugend ist. Ansätze sind  in den Vorlagen erkennbar: Hier müssen die (Konsum)Steuergelder fließen. Die Vision: »Hypo Real Estate« konvertiert und konvergiert in Folge zu einer nachhaltigen „sozial-förderativen Bank“ (SFB) mit Ohr, Aug(e), Herz und Hirn – mit einem Aufsichtrat und Gremien für Gestaltungsfragen etc.. Eigentlich eine »DADA Bank« zur Unterstützung nachhaltiger Projekte mit der Lufthoheit zur operativen Einbringung gesellschaftlicher Verantwortung -zugunsten eines „sur-realen Kapitalbegriff“ => der Gestaltungsbegriff als das eigentliche Kapital ,mitdenkender und mitgestaltener Menschen.

°DADA = D wie Difference A wie Alpha D wie Dora und A wie Alphabet (sie wissen schon) Jörg Stange, gfok

*

US-Ökonom Galbraith: Bankenrettung durch Insolvenz
Steinbrück: Politiker des Jahres
Aufgedeckt: Regierung und Medien verschleiern wahres Ausmaß der Finanzkrise
Kollaps des Dollar beginnt
Konjunkturprogramm: Abwehr gegen deutsche Schmarotzer
Neoliberalismus am Ende – Was nun?
Wie der Schein trügt: das geschönte Konmjunkturpaket der Bundesregierung
Chefvolkswirt der Deutschen Bank befürwortet Keynesianismus
SZ im Kampf gegen sozial orientierte Konjunkturprogramme
Der deutsche Marsch in die Krise und die Alternativen

Langsam wird klar, wie groß das Ausmaß der potenziellen Katastrophe ist. Der Neoliberalismus hat der Welt das größte globale Desaster seit Hitler und Stalin beschert. Tolle Bilanz.

http://www.taz.de/1/archiv/dossiers/dossier-finanzkrise/artikel/1/der-ueberfordert

.

Die Ökonomie der Aufmerksamkeit

http://www.taz.de/regional/nord/kultur/artikel/Hash=41f4c683cd

*Ruinart | Moët Hennessy – Louis Vuitton 1=[::] 2=[::] foto: ruinart, jst/gfok

.

.

medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de

Written by medienwatch & metainfo

Februar 19, 2009 at 07:15

Walden Bello: Es wird Zeit für Lösungen jenseits des Kapitalismus

leave a comment »

das-kreuz-mit-dem-schritt-t-rieck-2009-galalie-kammer-medienwatch-jst-gfg-gerlach-420p

Merz-Diskurs: »MEHR KAPITALISMUS WAGEN«

Thomas Rieck, 2009

Bilder und Zeichnungen in der Galerie Kammer Hamburg, Eröffnung: 12.2.2009.  Die Zeichnung ist dem Text von Walden Bello seitens der Redaktion beigestellt wurden. Das Einverständnis des Künstlers zur Veröffentlichung auf Medienwatch & Metainfo liegt vor. Damit keine Missverständnisse entstehen: Das verwendete NS-Symbol, als Insignie der NS-Diktatur, setzt sich in diesem Kontext kritisch mit Symbolen auseinander, ist eine Form der kunstwissenschaftlichen Reflektion und als Bedrohung für demokratische Gesellschaftsformen zu betrachten. (Anm. d. Red. jst/gfok)

.

.

.

.

.

Ein Interview auf dem Weltsozialforum 2009 in Belem

von Walden Bello

Vision / Strategie

Belem/Brasilien, den 26. Januar (IPS). Diese Woche traf sich das Weltsozialforum in der brasilianischen Stadt Belem. Belem liegt im Dschungel des Amazonas. Das Forum habe eine wichtige und dringliche Aufgabe, meint der philippinische Autor und Aktivist Walden Bello in einem Interview mit TerraViva-Redakteur* Alejandro Kirk. Bello findet, es müssten alternative Lösungen für die sich entfaltende globale Krise des Kapitalismus gefunden und Druck erzeugt werden, um eine demokratische, weltweite Kontrolle über Ökonomien und Staaten zu erzielen.
IPS: Was ist die wichtigste Aufgabe des Weltsozialforums (WSF) – im Zusammenhang mit der aktuellen globalen Krise?

Bello: Historisch gesehen stehen wir an einer kritischen Wegscheide: Der neoliberale Kapitalismus zerfällt. Ich denke, das Weltsozialforum sollte ein Ort für ernsthafte Debatte sein – zum einen, um vorherzusehen, wie die Reaktionen des globalen Kapitalismus aussehen werden, zum anderen, um Alternativen zu der aktuellen Krise voranzutreiben. Wir müssen die Aufgabe des WSF wirklich in einen Kontext stellen mit der massiven, globalen Krise.


Ist Belem daher eine wichtige Bühne für die Zukunft des Weltsozialforums?

Ja, definitiv. An diesem Punkt wäre es für die globale Zivilgesellschaft extrem wichtig, auf die Krise zu reagieren und zwar jenseits jener Art von Stabilisierungslösungen, die in Europa und den USA eingesetzt werden. In vielerlei Hinsicht steuern die kapitalischen Eliten bereits über den Neoliberalismus hinaus. Folglich, denke ich, ist es einerseits wirklich wichtig, in Belem zu einem Konsens über die Krise des Kapitalismus zu kommen; zum anderen sollten wir ernsthaft darüber diskutieren, wie wir über diese Lösungen hinaus gehen können. Ich denke, wir sollten Alternativen innerhalb des Systems – zum Beispiel Ausweitung der Sozialdemokratie – herausfordern.

.
Wie könnte eine solche Antwort des WSF aussehen, und wie wäre sie umzusetzen?

Was wir uns in Belem wirklich ernsthaft vor Augen führen müssen, ist, dass es nicht nur um eine Krise des Neoliberalismus geht, sondern um eine Krise des Kapitalismus. Die Wurzeln der Krise liegen in der Dynamik der kapitalistischen Produktionsweise – davon ist die Rede -, wir müssen uns allen Ernstes über Alternativen klarwerden.

Unsere Antwort muss im Rahmen allgemeiner, universeller Werte erfolgen. So geht es beispielswiese um die Frage der Gerechtigkeit, um die Frage der Ausgewogenheit und um Alternativen, mit denen wirklich das Wohl der Menschen angestrebt wird. Ich denke, die Diskussionen in Belem sind wirklich äußerst wichtig, was den Rahmen für derartige Alternativen anbelangt.

Was deren Umsetzung angeht, so müssen wir reichlich innovativ sein. Wir müssen unsere Bewegung über verschiedene Länder hinweg solide verknüpfen. Was die Durchsetzung der Alternativen angeht, so müssen wir interagieren. Es wird sicher nicht leicht, doch dem WSF kommt bei dieser Art des Erfahrungsaustausches, bei der Entwicklung von Netzwerken und gemeinsamen Ideen, eine entscheidende Rolle zu.
In ihren schriftlichen Beiträgen scheinen Sie stets klassische Begriffe, wie ‚Sozialismus‘, ‚Revolution‘ oder Ähnliches zu meiden, wenn Sie eine – im Sinne des Forums -, positive künftige Gesellschaftsform beschreiben.

Es ist nicht so, dass ich wirklich davor zurückschrecke, die Alternative zu benennen: Es geht um die Demokratisierung von Besitz an den Produktionsmitteln. Nennen Sie es ‚Sozialismus‘, ‚Volksdemokratie‘ oder ‚demokratischen Sozialismus‘. Wovon wir sprechen, ist demokratische Wirtschaftskontrolle.

Wir müssen uns die Möglichkeiten einer gemischten Ökonomien vor Augen führen. Diese Möglichkeiten könnten sich innerhalb einer Ökonomie in Form von unterschiedlichen Eigentumsformen äußern – zu denen (wahrscheinlich) soizale Unternehmen, Kooperativen, Privat- und Staatsunternehmen gehören.

Das ist die eine Dimension. Eine weitere Dimension ist die Frage: Wie gelingt es, sich wieder auf die Binnenmärkte zu konzentrieren, auf die heimische Wirtschaft, anstatt auf Exportmärkte, wie entwickelt man Nationalökonomien? Wir sollten über die ziemlich große Bedeutung von Ausgewogenheit reden, von Einkommen und Neuverteilung – ziemlich starke Mechanismen – und über ökologisch nachhaltige Alternativen. Ich gebrauche den Begriff ‚Sozialismus‘ ungern, weil er einen gewissen Beigeschmack hat (um was es beim Sozialismus angeblich alles geht) und weil er das Bild Osteuropas heraufbeschwört.

.
Ist etwas Derartiges schon irgendwo auf der Welt Realität?

Ich denke, in einigen Ländern sind Entwicklungen, gemäß dieser Linie, schon erkennbar – auf alle Fälle in Bolivien, Ecuador und Venezuela. Natürlich hat jeder Prozess seine Eigenheiten und seine Eigendynamik, so denke ich.

Ich glaube, je tiefer die Krise einsinkt – und meiner Meinung nach stecken wir erst in den Anfangsphasen der Krise -, desto mehr werden die Kämpfes des Volkes, die über die traditionellen Mechanismen zur Stabilisierung, wie sie nun allmählich auf den Weg gebracht werden, hinausgehen. Folglich, so denke ich, werden wir immer mehr Engagement für demokratische Kontrolle und Partizipation sehen – je tiefer die Krise einsinkt.
Bei diesem Prozess gehen die Entwicklungsländer also voran, und die Industriestaaten des Nordens stehen hinten.

Das würde ich sagen. Ich denke, die Menschen sind immer noch sehr geschockt über die Krise, vor allem in den USA, in Europa und Japan. Die Krise entwickelt sich sehr, sehr rasch. Ich würde die Dringlichkeit von Volksbewegungen in diesen Regionen der Welt nicht verneinen.
Und es besteht das Risiko radikaler, rechten Reaktionen – wie in Frankreich oder Italien.

Definitv möglich. Es gibt drei Möglichkeiten: eine Radikalisierung der Linken, eine Radikalisierung der Rechten (das ist eine große Gefahr im Norden, in Ländern wie Italien und Frankreich) – oder die reine Lähmung. Es gibt also keine Garantie, dass progressive Alternativen wachsen werden. Die Progressiven – mit ihrem Wissen über Gesellschaft und Strategie – müssen um ihre Vorherrschaft kämpfen.
Die deutsche Partei ‚Die Linke‘ scheint eine Ausnahme von der Regel zu sein.

Ich denke, ‚Die Linke‘ in Deutschland ist ein sehr gutes Beispiel, wenn es um den Versuch geht, die Krise innovativ zu nutzen und von (bloßer) Verurteilung überzugehen zur Durchsetzung von etwas, das über eine sozialdemokratische Antwort auf die aktuelle Situation hinausreicht. Sie versucht – in Wirtschaft und Staat – eine Situation zu schaffen, die in Richtung Volksmacht und partizipative Ökonomie geht.
Sie schrieben vor kurzem, dass das globale Gleichgewicht der Macht sich in Richtung Süden verschiebe.

Damit meinte ich Folgendes: Während des letzten Jahrzehnts sahen wir eine Schwächung der traditionellen, zentralen Ökonomien. Wir sahen, wie die USA in eine Form des Kapitalismus verfielen, angetrieben vom Konsum und finanziert von China. Chinesische Kredite hielten die US-Ökonomie am Laufen.

In den vergangenen 10 bis 15 Jahren haben sich Länder wie Brasilien, China und Indien – im Vergleich hierzu – zu stärkeren wirtschaftlichen Akteuren entwickelt. Es kam zu Arbeitsplatz- und Kapitalverschiebungen. Sie (diese Länder) wurden zu Kreditgebern des Nordens. Das meine ich mit ‚Gleichgewicht der Macht‘. Ich sage nicht, dass sie das neue Zentrum bilden. Die hegemoniale Macht liegt nach wie vor im Norden, vor allem in den USA.

.
Wirkt sich das positiv auf den Kampf aus, zu dem Sie aufrufen?

Kommt darauf an. Insgesamt bedeutet es: Je weniger hegemoniale Macht in den nördlichen Staaten, je mehr Macht sich auf das globale System verteilt, desto positiver die Entwicklung, so denke ich. Auf der anderen Seite muss man sich klar werden, dass diese Länder (des Südens), diese neuen Ökonomien, im allgemeinen von einer kapitalistischen Elite kontrolliert werden. Oft, wie im Falle Chinas, sind diese Eliten in geringerem Maße gezwungen, Rechenschaft abzulegen als die Eliten in den USA.

Auf der einen Seite erleben wir Positives – eine (breitgefächertere) Umverteilung von Macht – auf der anderen Seite werden die neuen ökonomischen Akteure, die so einen gewaltigen Unterschied machen, von Eliten in den ‚Entwicklungsländern‘ beherrscht. Die Agenda für die progressiven Bewegungen des Nordens sollte sein: mehr Partizipation und mehr demokratische Kontrolle über die Produktionsmittel und über wirtschaftliche Entscheidungsprozesse durchsetzen. Die Agenda im Norden und Süden ist dabei dieselbe.
Wie bewerten Sie in diesem Zusammenhang den israelischen Angriff auf die Palästinenser?

Ich habe immer die Position vertreten, das WSF müsse zu bestimmten Schlüsselkonflikten ausdrücklich Stellung beziehen. Die Palästinenser sind sicher ein solches Thema. Das WSF sollte eine sehr vehemente Haltung vetreten, die Israel verurteilt und das Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat und ihr Recht, in das heutige Israel zurückzukehren, unterstützt.

Ich finde wirklich, das WSF kann nicht länger sagen, wir wollen lediglich ein Dach für Diskussionen bereitstellen. Ich habe stets gesagt, diese akademische Haltung wird irgendwann den Geist des WSF verschleißen. Ich finde, bis zu einem bestimmten Grad ist dies schon eingetreten.

Damit seine Seele wirklich wieder zu Kräften kommt, und um zu erreichen, dass das WSF weiter eine starke Energie zur Stärkung der Bewegung für Zivilgesellschaft sein kann, gehören Themen wie ‚Palästina‘, ‚Afghanistan‘ und das Thema ‚Kapitalismus‘ stark betont.
Dieser Ansatz würde aber nach einer permanenten Struktur verlangen.

Ja, ich denke, wir sollten Wege finden, das IC (International Council), den ‚Internationalen Rat‘, zu einem verbindlicheren Organ zu machen. Das Problem mit dem heutigen IC ist, dass es in erster Linie eine Diskussiongruppe ist und keine Organisation mit wirklich effektiven Machtbefugnissen, um den Kampf voranzutreiben. Sollte aus dem IC eine Organisation aus gewählten Mitgliedern werden?

Wir lassen uns nicht auf Formen festlegen, aber wir brauchen ein IC, das verantwortlich ist – sozusagen repräsentativ. Es gäbe verschiedene Möglichkeiten für einen solchen formalen Mechanismus. Ich finde, wir sollten eine effektivere Art von Sekretariat haben, eines, das nicht nur das nächste Forum organisiert, sondern auch die Umsetzung von Resolutionen und die Akkumulation von Gelerntem betreibt.

Eines der Probleme des WSF besteht ja darin, dass es keinen Sinn dafür empfindet, gelernte Lektionen anzuhäufen und von WSF zu WSF weiterzugeben. Folglich sind Verantwortlichkeit, die Akkumulation von Erlerntem sowie demokratische Entscheidungsprozesse die Herausforderung des WSF.

Nachdem das gesagt ist, halte ich das WSF – trotz all seiner Schwächen und Unebenheiten – immer noch für einen sehr wichtigen Mechanismus für unsere globale Zivilgesellschaft, damit sie die Richtung der globalen Enwicklung beeinflussen kann.

Anmerkungen:
*Dieses Interview wurde auf TerraViva veröffentlicht. TerraViva ist die unabhängige Tageszeitung des IPS, die während des Weltsozialforums in Belem/Brasilien erscheint.
Walden Bello ist Träger des Alternativen Nobelpreises, Präsident der ‚Freedom from Debt Coalition‘, Analyst des Instituts ‚Focus on the Global South‘ und am Mitarbeiter am ‚Transnational Institute‘ Orginalartikel: It’s Time To Aim Beyond Capitalism Übersetzt von: Andrea Noll

.

http://zmag.de/artikel/es-wird-zeit-fuer-loesung-jenseits-des-kapitalismus

.

Bildmotiv: » MEHR KAPITALISMUS WAGEN «

Thomas Rieck, 2009 Bilder und Zeichnungen in der Galerie Kammer Hamburg, Eröffnung: 12.2.09 Gesang: Prof. Gunnar F. Gerlach

.

Die Zeichnung ist dem Text von Walden Bello beigestellt wurden. Das Einverständnis des Künstlers zur Veröffentlichung zum Beitrag auf Medienwatch liegt vor.

.

Damit keine Missverständnisse entstehen: Das verwendete NS-Symbol, als Insignie der NS-Diktatur, setzt sich in diesem Kontext kritisch mit Symbolen auseinander, ist eine Form der kunstwissenschaftlichen Reflektion und ist als Bedrohung für demokratische Gesellschaftsformen zu betrachten. (Anm. d. Red. jst/gfok)

.

.

.

.

medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de

Written by medienwatch & metainfo

Februar 13, 2009 at 13:53

Kritische Informationen zur gegenwärtigen “Finanzkrise”

leave a comment »

Lion Feuchtwanger: Die Geschwister Oppenheim

Der Roman von Lion Feuchtwanger erschien 1933 als zweiter Roman des Zyklus “Der Wartesaal”, nachdem drei Jahre zuvor mit “Erfolg, Drei Jahre Geschichte einer Provinz” der erste Band erschienen war. Der dritte Band “Exil” folgte 1940.

Seinem zweiten Roman, “Die Geschwister Oppenheim”, der zwischen November 1932 und Spätsommer 1933 spielt, gab Feuchtwanger später den Titel “Die Geschwister Oppermann”. Die Angehörigen einer jüdischen Großbürgerfamilie in Berlin erleben die Konsequenzen der nationalsozialistischen Machtübernahme im Januar 1933. Unter ihnen ragt der 50jährige Gustav Oppenheim hervor, Seniorchef eines großen deutschen Möbelhauses und zugleich Schriftsteller; an ihm werden die einzelnen Stadien der einsetzenden Judenverfolgung am intensivsten widergespiegelt. Er kehrt, zu politischer Aktion entschlossen, im Sommer 1933 mit einem falschen Paß aus dem Exil nach Deutschland zurück, um die Unmenschlichkeit des NS-Regimes aufzudecken, wird verhaftet und stirbt kurz nach seiner Entlassung aus dem Konzentrationslager (KZ) an den Folgen der dort erlittenen Mißhandlungen. Gustav Oppenheims “Geschwister” (seine Brüder Martin, der das großväterliche Unternehmen leitet, und Edgar, Professor an einer Klinik, sowie seine Schwester Klara, deren östjüdischer Mann, Jacques Lavendel, gleichfalls im Familienbetrieb tätig ist) werden schließlich zur Emigration gezwungen. Die Auseinandersetzung des Oberschülers Bertold Oppenheim mit dem Nazi-Lehrer Vogelsang illustriert drastisch die damaligen Schulverhältnisse: Berthold begeht am Ende Selbstmord.

Der Roman reiht einzelne Episoden oft rein assoziativ oder auch abrupt aneinander, fällt zuweilen in trocken-nüchterne Berichterstattung und überzeichnet einige Figuren karikaturistisch, zumal die Prototypen der Nationalsozialisten. Aber der kämpferische Wille des Autors, die Perfide des Regimes zu durchschauen und sie am Beispiel der jüdischen Minderheit modellhaft zu entlarven, macht das Buch zu einer dramatischen Anklageschrift.

(Kindlers Neues Literaturlexikon, Kindler Verlag, München)

http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/kunst/feuchtwanger/index.html

.

waschmaschine-medienwatch-joerg-stange-3031

.

Eine Auswahl an kritischen Informationen zur gegenwärtigen “Finanzkrise” – die Verantwortung deutscher – und internationaler Banken: Der Kapitalismus ist an keine Religion gebunden. Der Kapitalismus dient dem Kapital und damit rücksichtsloser Gewinnmaximierung. Die (soziale) Marktwirtschaft ist eine Farce. Die Finanzindustrie ist abgekoppelt. Die Finanzakteure bedienen sich und ihre Klientel egomanisch – oder ziehen diese in Echtzeit, in die selbstproduzierte Entwertungs-Spirale. Nun wird der Staat und damit die Bürger abgezogen. Um das kapitale Spiel, so lange als möglich, aufrecht zu erhalten…

Arme insbesondere die Ärmsten, der sogenannten “Dritten Welt”, werden zu Hunderttausenden verdursten , verhungern – oder durch Krankheiten um ihr Leben gebracht, so manche Prognosen, sie haben keine “sozialen Ressourcen”. Der Begriff “Raubtierkapitalismus” trifft den Kern. Der kapitalistische Ungeist geht über Leichen, jedweder Religion oder Glaubensrichtung. Religion wird subtil reanimiert und instrumentalisert. Der Rüstungskomplex ist systemisch angeschlossen und menschenverachtendes Werkzeug zugleich. Man inszeniert parallel, die kleinen und in der Konsequenz – die großen Kriege. Der Faschismus ist die perfideste Form der Aneignung. Aufklärung heisst das Zauberwort. Die Forderung an die JournalistInnen lautet, – den in der Mindertheit aufrichtigen KollegInnen zu folgen und endlich dem journalistischem Ethos und Auftrag gerecht zu werden. Jörg Stange | 15. Juni 2009

https://medienwatch.wordpress.com/2009/03/22/chipcard/

.

Deutsche Bank, Hypo Real Estate HRE, HSH Nordbank etc.

Bankenrettung zur Sicherung der Profite der deutschen Großbanken

https://medienwatch.wordpress.com/?s=ackermann

http://businesscrime.de/?cat=11

www.meta-info.de/?such=banken

http://www.thenation.com/doc/20090323/stiglitz/single?rel=nofollow
.

sowie beim früheren Berater Willy Brandts, Albrecht Müller:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=3795

https://medienwatch.wordpress.com/2009/04/21/wie-angela-merkel-half-finanziellen-giftmull-in-umlauf-zu-bringen/

.

Desaster für das Finanzministerium

Hypo Real Estate

Von Claus Hulverscheidt und Klaus Ott | 23.06.2009

In Berlin war viel über die Lage bei der Hypo Real Estate bekannt. Das Finanzministerium hat aber das Wissen bei der Rettung nicht genutzt =
http://www.sueddeutsche.de/finanzen/613/473131/text/

.

.

.

.

medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info | Foto: »Transfer 09« Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach GFOK-Kunstarchiv

Written by medienwatch & metainfo

März 4, 2012 at 17:33

Veröffentlicht in

Die F-Krise: Blasen im Kopf

leave a comment »

jus est ars boni et aequi = “Das Recht ist das Handwerk des Billigen und Gerechten”

.
.
Zwischenruf (Testseite unredigiert)

Blasen im Kopf

Geld vernichten ohne Sinn und Verstand – In Wirklichkeit war das Geld schon vorher nicht da, bis auf das was in Krediten an die Kunden in Bar abgehoebn wurde alles andere ist virtuelles Geld, über Belastung und Überweisung via Banken-Computer etc. Es wurde per Tastendruck als erfundener + behaupteter Wert ohne eigentliche Deckung in kleinen und großen Paketen als Schuldverschreibung strukturiert und transformiert, ohne reale perspektivische Absicherung als (Hedgefonds) Pyramidenhütchenspiel marktheiliger Hasardeure. Darüber hinaus verspekuliert an den Wettbörsen  zynisch auf Verlust und Gewinn platziert als Schuldübertrag an die weitere kreditnehmende Bankkunden weitergereicht und erweitert. Neu geschnürt, gesteigert und erweitert, aus 10.000 werden 100,000 aus 100 T. eine Million „Giralgeld“. Bis das Ganze als gigantische Luftsummen-Blase(n) platzte(n), PENG PENG PENG es ist Krieg, weil die Menschen ihre Schulden nicht mehr bezahlen konnten und können, weil die konkrete Deckung durch immanente Luftbuchungen parallel in Pseudowerte codifiziert als Schattenkapital ncit wirklich existent, somit die notwendige Transparenz zur Demaskierung fehlt(e). Jetzt passiert das sozusagen Rückwärts gesattelt als Minus-Nullsummenspiel, als Rettung verkauft Defakto als Schuldübertrag Soffin° geheim gehalten und verschleiert, auf offensichtlich destruktiv kapitale Endzeitstimmung angelegt und ausgerichtet. Die geknebelten Steuerzahler haften als Bürgen mit Defaktowerten = Steuern die in private unregulierte Bankeninstitute fließen, in bis Dato ungekannten, unüberschaubaren Dimensionen. Per Tastendruck türmen sich gigantische Schulden, bei den durch Bankenvorgaben beratenen Staaten auf. Und das obwohl die Staaten die Mittel zur Verfügung stellen, das klingt absurd ?, das ist absurd! Die staatliche Souveränität löst sich am Bedürfnis der Banken auf. Das “Schuld-Geld” fehlt nun zur Tastendruckumverteilung für Haushaltsmittel in der INfrastruktur des Sozialen etc. hoch verschuldeter Staaten und Länder. Aber auch dieses Geld wird nicht gedruckt, sondern via Taste in die Bankenpyramide verzinst bei erneuter virtueller Vergabe unreguliert “eingepflegt” und erneut verbraten. Durch eine neoliberale “Langzeitkleister-Garantie”. die die Kindes-Kinder-Kinder die Enkel der Enkel-Kindes-Kinder etc.pp((p)) ungefragt aufgebürdet wird, noch vor ihrer demoskopisch betrachtet natürlichen Geburt, in der Zwangsjacke von Abhängigkeit neoliberaler Parameter überschrieben.  Unter der vielbeschworenen Aufgabe staatlicher Souveränität der Privat-Banken, schuldnerisch, systemisch übereignet, die Staaten der Erpressbarkeit privater Banken überantwortet … Weil dem sozialen Geist und Gedanken der Verfassungen, das SOZIALE, der eigentliche Kitt, der Humus von GESELLSCHAFT, in Parallelität die politisch-demokratische Grundlage an Verantwortung entzogen wird. Der befürchtete Staatsbankrott, die begleitenden Proteste, mögliche Aufstände° sind damit offensichtlich vorgrammiert, – erkennbare Zeichen sind sichtbar vorhanden schauen wir nach Athen.. Ist das der eigendliche Doppel-Trick, die Ideologie des Raubtierkapitalismus als negative Affirmation zur Überführung in den total reglementierten Überwachungsstaat, der Weg zu einer (faschistoiden) Weltordnung und Weltregierung durch Banken und Konzerne reglementiert und gesteuert? Wenn dem so ist sind es verfassungsfeindliche Bestrebungen und die Menschen müssen aus ihrer Traumatisierung, Apathie und Letargie erwachen, der Journalismus muss seinem Auftrag gerecht werden und des in weiten Teilen verordnete Opportunitätsprinzip überwinden. Journalisten Empört EUCH! ebenfalls.

Da hilft nur noch die aufrichtig aufrichtige Zäsur und Besinnung auf wahre zwischenmenschliche und sozialen (Gemeinsinn-)WERTE in den WERTE-GEMEINSCHAFT(en) dieses Begriff seine eigentlichen Bedeutung die ethische WÜRDE zurückzugeben. Ihr Schirm und Mützenmachers etc. es ist an der Zeit umzusteuern, um eine Wertegesellschaft, eine dem Gemeinwohl verpflichtete, andere gerechte seriöse Finanzwirtschaft global zu installieren, welche dem Gemeinwohl verpflichtet ist, das ist doch wohl systemisch als relevant wahrzunehmen, zur Rettung und zum Ausbau der “Reste-Demokratien”, in dringlich soziokultureller Notwendigkeit aller Bürger, ein zwingendes Anliegen. Ein ethisches “Weltgerichtsverfahren” wegen überbordener Rentiteversprechen, (Anlage-)Täuschung, Betrug, Untreue, Spekulation und Korruption. Zwecks rücksichtslos egomaner Aneignung von Steueraufkommen und Haushaltsmittel des Bundes und der Länder, des Vermögens und Besitzes, der ins Scheitern überfühtrten und drangsalierten, in ihrer Existenz bedrohten BürgerInnen, durch Entlassungen zur Schaffung des sogenannten ”schlanken Staats” (siehe Bertelsmann-Vorgaben für die Bunderegierung, MC Kinsey etc.), erfordert ein juristisches Verfahren und sorgt parallel sozusagen für die Einstimmung geordneter Insolvenzen (Joseph Stiglitz, US-Ökonom Galbraith). Die Milliarden für diejenigen Banken, die sich am Casinobetrieb nicht beteiligt haben sind diese exorbitanten Mittel umzuschichten. Zur erweiterten, nachhaltig wahrnehmbaren Umgestaltung in Folge.. Auf die wirklichen Werte von Gesellschaft: wie Gemeinwohl und kultureller Identität(en) und dialogischer die Kulturen verbindender Sinnstiftung. Der sozialen Verantwortung gegenüber verpflichtet, das ist der ethische Auftrag des Grundgesetzes und aller Verfassungen. Politische Ethik, Unkorrumpierbarkeit (durch Lobbyismus etc.) und nachhaltige Produktion und im Wirtschaften, ist das oberste Gebot bereits  überfälliger Jahrzehnte. Am Jahrzehnte hängenden Tropf der Großbanken, bedeutet in der Konsequenz Staatsbankrotte, massiv finanzmarktorientierte Gängelung, dass ausbluten sozialer Strukturen durch Privatisierungen, im Kontext dem (un-)reinen Profitinteresse und der Gewinnmaximierung geschuldet, ist dieses Desaster allen als Ursache deutlich geworden. Unterworfen dem willkürlichen Diktat international operierender Großbanken, im Schulterschluß multinationaler Konzerne. Die Staatsanwaltschaften werden nicht tätig weil sie dem Finanzministern gegenüber weisungsgebunden sind und folglich juristisches Eingreifen unterbunden wird – das ist nach objektivem Rechtsempfinden grundgesetzwidrig, weil durch Unterlassung und Unterbindung die Ordnungskategorie die Handlungsfähigkeit eines rechtlichen Organs, nähmlich die Gerichtsbarkeit, eine Säule des Grundgesetzes und damit der Gesellschaft, ausgehebelt wird. Die Demokratie Schaden nimmt, sukzessive unterminiert – und für alle, bereits durch zunehmende Existenzängste und Unsicherheit spürbar gefährdet wird. Durch die international grassierende „F-Crisis“ – operativ falsch verstandener – in Dominantz einseitig rückgebunden auf materielle WERTE im Wertediskurs. jst

.

Ökonomie – Sozialwissenschaft wider Willen?

Teil 2 der Serie „Wirtschaftsweise ratlos?“

Der Wirtschaftswissenschaftler André Orléan im Gespräch mit Stefan Fuchs

Als im Herbst 2008 die größte Weltwirtschaftskrise seit 1929 hereinbrach, stand die überwältigende Mehrheit der Wirtschaftswissenschaftler nackt da. Kaum einer hatte die Katastrophe kommen sehen. Die moderne Volkswirtschaftslehre mit ihrem Glauben an die Rationalität der Wirtschaftssubjekte wurde zum ersten Opfer der Krise.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/essayunddiskurs/1582238/

Hören: http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=1&broadcast=445216&datum=20111120&playtime=1321777871&fileid=ddc22ce4&sendung=445216&beitrag=1582238&/
.

Die Wurzeln der Krise

Der Kapitalismus ruiniert sich selbst

Von wegen Sozialismus! Nicht die Vermögen, die Schulden der Banken werden sozialisiert. Der Staat pumpt Steuergelder von morgen in ein kaputtes System. Das ist die eigentliche Krise.von FRIEDRICH KROTZ
http://www.taz.de/!30639/

.

Die Herrschaft der Finanzoligarchie: Der Krieg der Banken gegen das Volk

03.12.2011 · FAZ Es gibt einen Weg, wie der Euro gerettet werden kann: Man muss nur der Europäischen Zentralbank erlauben, das zu tun, wofür Notenbanken gegründet worden sind: Geld drucken.
Von Michael Hudson http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/die-herrschaft-der-finanzoligarchie-der-krieg-der-banken-gegen-das-volk-11549829.html

.

Metropolitanräume – eine Strategie auf dem Weg zur «Weltregierung»

https://medienwatch.wordpress.com/metropolitanraume-%E2%80%93-eine-strategie-auf-dem-weg-zur-%C2%ABweltregierung%C2%BB/

Written by medienwatch & metainfo

Februar 13, 2012 at 22:46

Veröffentlicht in

AA+! CC-! Es ist so simpel

leave a comment »

Kultur
Mitgespielt | 18.08.2011 08:00 | Georg Seeßlen

AA+! CC-! Es ist so simpel

Du brauchst dir von dieser Moderatorin nur das mit dem Dax erklären zu lassen: Wie sich der Casino-Kapitalismus durch die Krise zum ­Medienkapitalismus wandelt

In der populären Mythologie sieht die vorletzte Gemeinheit des Kapitalismus ungefähr wie folgt aus: Die Zocker im großen Casino haben sich übernommen in ihrer Gier, und weil sie „frisches Geld“ zum Weiterzocken brauchten, haben sie die Betreiber des Casinos – die von ihnen abhängigen Regierungen – gezwungen, ihnen welches zu besorgen. Die Regierungen haben es von ihren Bürgern genommen, und die Zocker machen genauso weiter wie zuvor. Da sie allerdings nun wissen, wie „systemrelevant“ sie sind, treiben sie es gerne sogar noch etwas schlimmer. Die Bürger schauen mit fassungslosem Grimm auf das Casino. Sollen sie zornig sein, dass es so weitergeht wie bisher? Oder darüber, dass sie nicht mitspielen?
http://www.freitag.de/kultur/1133-aa-cc-es-ist-so-simpel

 

.

.

medienwatch.wordpress.com | meta-info.de | medienwatch.de

.

 

Written by medienwatch & metainfo

August 25, 2011 at 17:22

Veröffentlicht in Allgemein

Kunstarbeit jenseits des Kunstmarktes

leave a comment »

Konferenz mit KünstlerInnen und TheoretikerInnen am 18. Juni 2011 an der Zeppelin Universität in Kooperation mit dem Kunstbüro der Kunststiftung Baden-Württemberg

Die Veranstaltung zielt darauf ab, jene nicht kunstmarktkonformen Arbeitspraktiken und Netzwerke im Kunstfeld zu beleuchten, die sich in den Bereichen Stadtentwicklung, Forschung, Internet und Design herausgebildet haben. Diese Praktiken sollen auf ihr jeweiliges Selbstverständnis, ihre Organisationsstrukturen, Netzwerkbildungen und Ökonomien hin befragt werden. So wird diskutiert, welche alternativen Märkte und Produktionsverhältnisse sich jenseits des Kunsthandels herausgebildet haben, welchen Logiken diese folgen und welchen Vereinnahmungen sie ausgesetzt sind.

Die Klage darüber, dass der Kunstmarkt zu der alles entscheidenden Bewertungsinstanz von Kunst avanciert sei, erscheint keineswegs neu. Doch trotz einer immer lauter werdenden Kritik am Markt-Imperativ haben sich bislang nur wenige institutionelle Strukturen im Kunstfeld gezielt darauf ausgerichtet, die Entfaltung alternativer künstlerischer Arbeitsweisen und Rollenmodelle zu unterstützen. Dabei ist schon länger von einem Wandel der Produktionsverhältnisse im Kunstfeld die Rede. KünstlerInnen gründen Netzwerke, Projekträume und engagieren sich in sozialen und politischen Initiativen, die nicht mehr den alten Zurechungslogiken des Kunstfeldes entsprechen. Auch werden die Grenzziehungen zu den Kreativ-Industrien, zu anderen Formen immaterieller Arbeit und zur wissenschaftlichen Forschung derzeit neu verhandelt. Daneben hat sich das Internet als eine künstlerische Plattform mit einer eigenen Organisationslogik und Ökonomie herausgebildet. Dennoch stecken entsprechende Förderpraktiken und institutionelle Strategien, die eine Passung zu den besagten neuen künstlerischen Produktionsweisen aufweisen, bislang in den Anfängen. In ökonomischer Hinsicht gilt der Vertrieb von Exponaten durch private Galerien deshalb für KünstlerInnen nach wie vor als relativ alternativlose Einkommensquelle und Karrierestrategie. Auch Kunstakademien bereiten ihre Studierenden kaum darauf vor alternative Arbeitsprofile und Ökonomien zu entwickeln. Und selbst das Gros öffentlicher Förderprogramme ist nach wie vor darauf ausgerichtet, KünstlerInnen auf Kunstmarktkarrieren und die entsprechenden Strukturen vorzubereiten. Aus diesem Grunde dient die geplante Veranstaltung einer Bestandsaufnahme und Reflexion alternativer Arbeitsmodelle im Kunstfeld.

Programm

09:30  Ankunft der Teilnehmer Am Seemooser Horn, ZU
10:00  Begrüßung durch Prof. Dr. Karen van den Berg, Dr. Ursula
Pasero, Zeppelin Universität
10:20  Begrüßung durch Bernd Georg Milla, Kunststiftung Baden-
Württemberg und Ramona Dengel, Kunstbüro der
Kunststiftung Baden-Württemberg
10:35  Christoph Schäfer & Margit Czenki, KünstlerInnen Hamburg:
„Die Rahmung des Ungerahmten“
11:20  Diskussion
11:35  Kaffeepause
12:00  Vortrag: Prof. Dr. Karen van den Berg & Dr. Ursula Pasero,
Zeppelin University: „Anerkennung, Ansagesysteme
und Nachhaltigkeit“
12:45  Diskussion
13:00  Mittagessen
14:00  Kunstpraxis, Design und angewandte Arbeitsformen
Einführung: Dr. Stephan Schmidt-Wulffen, Rektor der Akademie der
bildenden Künste Wien: „Vom Nutzen der Freiheit. Ästhetische Praxis
als Produktivkraft der Wissensgesellschaft“ | Apolonija Sustersic, Künstlerin
und Architektin, Amsterdam/Ljubljana : „1 EURO JOB“ | Oliver Ressler,
Künstler und Filmemacher Wien: „From site-specific to fight-specific“
anschließende Diskussion
15:30  Kaffeepause
15:50  Kunstpraxis, Stadt und Öffentlichkeit
Einführung: Prof. Dr. Ulf Wuggenig, Leuphana Universität Lüneburg:
„Urban Art – Öffentliche Kunst in der Stadt jenseits des Marktes?“ |
Prof. Judith Hopf, Künstlerin Städelschule -Staatliche Hochschule
für Bildende Künste Frankfurt: „Some Ends of Things“ |
Andrea Knobloch, Künstlerin Düsseldorf/Hamburg: „Änderung der
Abseitsregeln“
Anschließende Diskussion
17:20  Snackpause
17:30  Artistic Research und Netzkunst
Einführung: Jun.-Prof. Dr. Martin Tröndle, Zeppelin University:
„Connecting and Disconnecting“
| Dr. Anke Haarmann, Künstlerin/Philosophin, Universität Lüneburg:
„Künstlerische Forschung auf der Suche nach neuen Allianzen“
| Dr. Birte Kleine-Benne, Gastprofessorin an der Kunsthochschule Halle,
Burg Giebichenstein: „Netz – Kunst – Ökonomien“
Anschließende Diskussion
19:00  Resümee: Moderatoren und Prof. Dr. Karen van den Berg, Dr. Ursula Pasero,
Zeppelin University
19:45  Barbecue auf der Terrasse

Konzeption

Prof. Dr. Karen van den Berg und Dr. Ursula Pasero, Lehrstuhl für Kulturmanagement und inszenatorische Praxis, Zeppelin University Friedrichshafen in Kooperation mit Ramona Dengel, Kunstbüro der Kunststiftung Baden Württemberg und Ulrike Shepherd, Kuratorin am artsprogram der Zeppelin Universität.

Tagungsbüro und Anmeldung:

Anja Lesche
Tel: +49 7541 6009-1300
Fax: +49 7541 6009-1399
E-Mail: anja.lesche@zeppelin-university.de

Tagungsort:
Am Seemooser Horn 20
D-88045 Friedrichshafen | Bodensee
Foyer

Wir bitten um verbindliche Anmeldung im Tagungsbüro bis zum 08. Juni 2011.

Für die Teilnahmen und die Tagungsverpflegung (Getränke, Kaffee und Mittagessen) wird ein Beitrag von 20 Euro erhoben. Hierfür erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung eine Rechnung der Zeppelin Universität. Bitte beachten Sie, dass das Barbecue und die Getränke am Abend nicht im Tagungsbeitrag enthalten sind. Bitte teilen Sie dem Tagungsbüro mit, ob Sie am Barbecue (13,50 Euro zusätzlich) teilnehmen möchten.

Eine Hotelliste können Sie hier downloaden.
Kurz-Viten der Referentinnen und Referenten
(in alphabetischer Reihenfolge)

Margit Czenki
Margit Czenki ist Filmemacherin und Künstlerin und lebt in Hamburg. Ihr erster Spielfilm „Komplizinnen“ (1987) wurde weltweit gezeigt. Gemeinsam mit Christoph Schäfer analysierte sie 2007 mit dem „Videotaxi“, einer Mischung aus audio-visueller Tour und Essayfilm, die Hamburger Variante der neoliberalen Stadtentwicklungspolitik. Als Mitglied des Hamburger Aktionsnetzwerks gegen Gentrification „Es regnet Kaviar“ produzierte sie den „Abwertungskit“ und engagiert sich in den aktuellen Kämpfen für das „Recht auf Stadt“. Sie hält Vorträge und Künstlergespräche an Universitäten und Kunstakademien u.a. in USA, Canada, Mexico, Dänemark und Italien.

Dr. Anke Haarmann
Anke Haarmann, geboren 1968 in München, lebt und arbeitet in Hamburg. Derzeit ist sie Research Fellow an der Leuphana Universität am Institut für Kulturtheorie, Kulturforschung und Künste. Parallel forscht sie in der Philosophie zu Wissen und Subjekt, Ästhetik und Bildwissenschaft, sowie zum Thema „Artistic Reseach“. Sie begreift Kunst und Philosophie als parallele Werkzeuge kultureller Praxis und hat den Begriff der „Projekt-Kunst“ eingeführt, um ihre prozess- und kooperationsorientierte künstlerische Praxis zu benennen. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit dem Verhältnis von Theorie und Praxis, dem Subjekt in der visuellen Kultur und dem städtisch-öffentlichen Raum.

Prof. Judith Hopf
Judith Hopf lebt und arbeitet in Berlin. In ihrer künstlerischen Arbeit nutzt sie verschiedene Medien, die von Skulpturen und Installationen über grafische Arbeiten bis zu Performances und filmischen Produktionen reichen. Ihre Werke fokussieren sich auf die Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Machtverhältnissen in politischen Prozessen wie auch in Liebesbeziehungen. Sie werden oft in Kooperation mit anderen KünstlerInnen und Freunden entwickelt. Judith Hopf zeigte zuletzt Arbeiten in der Ausstellung „No matter how bright the light, the crossing occurs at night“ in den Kunstwerken Berlin und Extra City Antwerpen und war in Wien in der Secession zu sehen. Seit 2008 lehrt Judith Hopf als Professorin für freie Kunst an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste (Städelschule) in Frankfurt.

Dr. Birte Kleine-Benne
Birte Kleine-Benne, zur Zeit Gastprofessorin an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Neuere Deutsche Literatur in Hamburg.
2006 promovierte sie zum Thema ‚Kunst als Handlungsfeld‘. Seitdem hatte sie Lehraufträge an der Universität der Künste Berlin, der Universität Hamburg und der LMU München. Zur Zeit betreibt sie postdoktorale Forschung zu Dynamisierungsprozessen und Transformationen durch die Kunst und in der Kunst selbst. Thematische Schwerpunkte ihrer Zukunftsarchitekturen, Texte, kuratorischen Projekte und Seminare sind die Neue Kunst und zukünftige Kunsttendenzen, die Effekte Neuer Medien / Neuer Technologien, sowie der Kunst- und Wissenstransfer.

Andrea Knobloch
Andrea Knobloch wurde 1961 in Hamburg geboren. Sie studierte Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität Hamburg sowie Kunsterziehung an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Heute lebt und arbeitet sie in Düsseldorf und Hamburg. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in künstlerischen Interventionen in den Bereichen Stadtgestaltung/Entwicklung, Transkulturalität, Strategien der Raumaneignung und –nutzung, sowie im Bereich Stadtnatur und Stadt-Landschaft.  Ihr jüngstes Projekt „Global City – Local Identity? City Development and Cultural Identity in East Africa“ wird im Goethe Institut in Dar es Salaam (Tansania) präsentiert.

Dr. Ursula Pasero
Ursula Pasero studierte Soziologie, Volkswirtschaftslehre und Philosophie an den Universitäten Giessen und Konstanz und promovierte an der Universität Frankfurt a.M. im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften. Von 1984 bis 2008 war sie in verschiedensten Positionen an der Universität Kiel tätig. Seit 2009 ist Ursula Pasero als Senior Research Fellow am Lehrstuhl für Kulturmanagement und inszenatorische Praxis der Zeppelin University Friedrichshafen tätig. Ihre Forschungen führen sie schwerpunktmäßig auf das Gebiet der soziologischen Studien im Kunstfeld, der Systemtheorie und der Genderforschung.

Oliver Ressler
Der österreichische Künstler Oliver Ressler, geboren 1970, lebt und arbeitet in Wien. Er führt Projekte und Installationen im öffentlichen Raum durch und erstellt Videos zu Themen wie Ökonomie, Demokratie, Widerstandsformen, gesellschaftliche Alternativen, Rassismus und globale Erwärmung. Seine Projekte wurden in Einzelausstellungen u.a. in Berkeley, Istanbul, Belgrad, Madrid und Alexandria und in mehr als 200 Gruppenausstellungen u.a. in Sao Paulo, Athen, Sevilla und auf verschiedenen Biennalen gezeigt. Zahlreiche seiner Projekte wurden in Kooperationen realisiert, unter anderem mit den KünstlerInnen Zanny Begg (Sydney), Martin Krenn (Wien) und David Thorne (Los Angeles) und mit dem Politikwissenschaftler Dario Azzellini (Caracas/Berlin). 2008 erschien im Promedia Verlag sein Buch Alternative Ökonomien, alternative Gesellschaften, das sich mit den Problemen der Entwicklung von Gegenmodellen zum herrschenden Kapitalismus beschäftigt.

Christoph Schäfer
Christoph Schäfer ist Künstler und lebt in Hamburg. Seit den frühen Neunzigern beschäftigt er sich mit städtischem Alltag und der Produktion von Räumen für „kollektive Leidenschaften“. Als Mitglied der Künstlergruppe um das gesellschaftspolitische und künstlerische Projekt  „Park Fiction“ interessiert ihn der Austausch mit unterschiedlichen Anspruchsgruppen und die gemeinsame Neudefinition eines öffentlichen Raums. Christoph Schäfer arbeitet bei den künstlerisch-politischen Projekten „No BNQ“ und „Es regnet Kaviar“ mit und ist aktiv in der „Recht auf Stadt“-Bewegung in Hamburg. Im Oktober 2011 wird seine Installation „Topografie der Gemeinheit“ als dauerhafte Außenraum-Installation im Rahmen von raumsichten / kunstwegen eröffnet. 2010 erschien sein Buch Die Stadt ist unsere Fabrik im Spector Verlag.

Univ. Prof. Dr. Stephan Schmidt-Wulffen
Stephan Schmidt-Wulffen studierte Philosophie, theoretische Sprachwissenschaft und Kommunikationsdesign in Köln, Konstanz und Wuppertal, wo er 1987 mit der unter dem Titel „Spielregeln – Tendenzen der Gegenwartskunst“ veröffentlichten Arbeit promovierte. 1992 wurde er Direktor des Kunstvereins Hamburg und 2002 Rektor der Akademie der bildenden Künste Wien. Seit diesem Jahr ist er Rektor der New Design University in St. Pölten.  Gelehrt hat Schmidt-Wulffen u.a. an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, dem Bard College/New York und der Akademie der bildenden Künste Wien. In seinem Buch Perfektimperfekt. Wege zur Kunst des 21. Jahrhunderts gilt sein Interesse vor allem dem Wandel der Maximen des künstlerischen Handelns von den 60er bis zu den 90er Jahren.

Apolonija Šušteršič
Apolonija Šušteršič lebt und arbeitet in Amsterdam, Stockholm und in ihrer Heimatstadt Ljubljana in Slovenien. Sie studierte Architektur und Kunst in Ljubljana und Amsterdam. Ihre Projekte verbinden Kunst und Architektur mit angewandtem Design und sozialwissenschaftlichen Feldforschungen. Die Künstlerin strebt eine intensive Auseinandersetzung der Kunst mit anderen Metiers an, um kreative Spielräume zu schaffen, die komplexe Projekte zwischen Architektur, Stadtentwicklung, Raumplanung, Landschaftsgestaltung und Kulturpolitik ermöglichen. Ihre künstlerischen Interventionen zielen auf soziale Gemeinschaft, lebendige Nachbarschaft, Kulturaustausch und solidarisches Zusammenleben trotz städtisch anonymen Wohnstils.

Jun. Prof. Dr. Martin Tröndle
Martin Tröndle, geboren 1971, studierte Musik an den Hochschulen Bern und Luzern, anschließend Kulturwissenschaften und Kulturmanagement in Ludwigsburg und promovierte im Jahr 2005. Von 2004 bis 2008 war er ständiger Lehrbeauftragter am Studiengang design | art & innovation der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel. Seit 2008 ist er künstlerischer Leiter von Concerto 21, der „Sommerakademie für Aufführungskultur und Musikmanagement“. Er ist ständiger Lehrbeauftragter am Studienzentrum Kulturmanagement der Universität Basel sowie Juniorprofessor für Kulturbetriebslehre & Kunstforschung an der Zeppelin Universität.

Prof. Dr. Karen van den Berg
Karen van den Berg studierte Kunstwissenschaft, Klassische Archäologie und Nordische Philologie in Saarbrücken und Basel, wo sie 1995 promovierte. Sie ist seit 2003 Inhaberin des Lehrstuhls für Kulturmanagement und inszenatorische Praxis an der Zeppelin Universität Friedrichshafen und war zuvor Dozentin für Kunstwissenschaft am Studium fundamentale der Privaten Universität Witten/Herdecke. Ihre Forschungsschwerpunkte im Kunstfeld liegen in den Bereichen Theorie des Inszenierens und Zeigens, Emotionen, den sozialen Effekten von Räumen sowie in der Untersuchung von künstlerischen Arbeitsmodellen und Studiopraktiken.

Dr. phil Ulf Wuggenig
Ulf Wuggenig studierte Soziologie, Politikwissenschaft und Philosophie, bevor er an der Universität Wien promovierte und sich an der Universität Erlangen-Nürnberg habilitierte. Heute arbeitet er als Soziologe und Kulturwissenschaftler in den kulturwissenschaftlichen Programmen der Leuphana Universität Lüneburg. Er ist Mitbegründer und Leiter des  „Kunstraum der Universität Lüneburg“.   Seine Lehrtätigkeit führte ihn u.a. an die Universitäten Hannover, Wien, Osnabrück, Hildesheim und Erlangen-Nürnberg sowie an die Zürcher Hochschule der Künste und die Universität für Angewandte Kunst in Wien. Seine aktuellen Forschungsprojekte betreffen den Bereich artistic research zu konzeptueller und postkonzeptueller Kunst und die Feldforschung in der zeitgenössischen Kunstwelt in Zürich.

http://www.zeppelin-university.de/index_de.php
http://www.zeppelin-university.de/deutsch/lehrstuehle/kulturmanagement/tagungen_konferenzen.php

.

.

Written by medienwatch & metainfo

Juni 7, 2011 at 20:39

Veröffentlicht in Allgemein

Moshe Zuckermann: Buchpräsentation & Diskussion

leave a comment »

.

Moshe Zuckermann, „Antisemit!“
Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument

Am 19.11. in Kiel:
Freitag, 19. November 2010 um 19.00 Uhr
im Kieler Landeshaus, Schleswig-Holstein-Saal, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel Buchpräsentation mit dem Autor Moshe Zuckermann
Moderation: Iris Hefets, Berlin

am 20.11. in Hamburg:
Samstag, 20. November 2010 um 19.00 Uhr
in der Heinrich-Wolgast-Schule, Greifswalderstr. 40, 20099 Hamburg
Buchpräsentation mit dem Autor Moshe Zuckermann
Eine Veranstaltung von ver.di

Das Buch zu den Veranstaltungen ist in jeder Buchhandlung oder direkt beim Verlag zu beziehen:

ISBN 978-3-85371-318-1, br., 208 S.

.
Moshe Zuckermann, „Antisemit“
Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument

Antisemitismus ist eine der verruchtesten Formen moderner Ideologien. Diese Behauptung bedarf heutzutage keines Nachweises mehr, zu katastrophal waren seine Auswirkungen, als dass sie in Abrede gestellt werden könnte. Die Ächtung von Antisemitismus ist ohne jeden Zweifel eine gesellschaftliche Notwendigkeit. Problematisch und kontraproduktiv wird es dort, wo ein vermeintlich kritischer Diskurs in herrschaftliches Bekenntnis umschlägt, wo Anti-Antisemitismus politisch missbraucht wird, wo sich eine vermeintlich kritisch auftretende Rezeption als ideologisch entpuppt.

Wenn beispielsweise Gegner der israelischen Vertreibungs- und Kriegspolitik wie Ilan Pappe oder Kritiker einer von ihnen identifizierten „Holocaust-Industrie“ wie Norman Finkelstein unter dem Deckmantel des Kampfes gegen den Antisemitismus Auftritts- und Diskussionsverbote erhalten, ist das eine demokratiepolitisch gefährliche Entwicklung. Mehr noch: Der Vorwurf des Antisemitismus dient israelischen Lobbies als Instrument, ihre Gegner mundtot zu machen, notwendige Debatten im Keim zu ersticken.

Moshe Zuckermann wagt eine Analyse dieser Entwicklung. Für ihn steht fest, dass die Verwendung des Antisemitismus-Vorwurfs als Parole im vermeintlichen Kampf gegen Antisemitismus „in eine fürchterliche Epidemie umgeschlagen ist.“ Längst schon sei sie zum Totschlag-Ideologem eines durch und durch fremdbestimmten Anspruchs auf politisch-moralische Gutmenschlichkeit geronnen. Ob man diese Epidemie heilen kann, wird sich erst erweisen müssen. Dass man sie erklären muss, scheint dringlicher denn je.

Die Vorstellung, geduldig warten zu können, bis sich diese Ideologie von selbst aufgelöst hat, ist irrig. Zu viel steht auf dem Spiel. Zu desaströs sind die Auswirkungen dieser Epidemie auf vernunftgesteuerte, emanzipative Bestrebungen der Gegenwart. Zu offensichtlich kommen gerade jene zu Schaden, die die historisch Verfolgten und ihre Nachkommen „beschützen“ wollen – freilich nicht zuletzt durch das Selbstverschulden derer, die sich im Wohlgefühl einer Solidarität suhlen, die keine ist und ihrem Wesen nach auch keine sein kann.

.
Der Autor:

Moshe Zuckermann, 1949 in Tel Aviv geboren, ist Professor für Geschichte und Philosophie an der Universität Tel Aviv. Als Sohn polnischer Holocaust-Überlebender entschloss er sich nach zehnjährigem Aufenthalt in Deutschland mit 20 Jahren zur Rückkehr nach Israel. Er gilt als profunder Kritiker israelischer Politik und tritt für eine Zwei-Staaten-Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts ein. Zuletzt ist von ihm auf deutsch das Buch „Sechzig Jahre Israel. Die Genesis einer politischen Krise des Zionismus“ (Bonn 2009) erschienen.

Pressestimmen zum Buch:
Moshe Zuckermann, „ANTISEMIT!“
Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument

Susann Witt-Stahl in „Neues Deutschland“ vom 5. Oktober 2010: „Statt dem real existierenden Judenhass entgegenzuwirken, glitte die Antisemitismuskritik mehr und mehr in Trivialisierung und parolenhafte Phrasendrescherei ab, schreibt der israelische Historiker Moshe Zuckermann. Noch nie seien »der konstruierte Zusammenhang von Zionismus, Israel, Shoah, Antisemitismus und Nahostkonflikt so weidlich instrumentalisiert, perfide ausgekostet und schändlich missbraucht worden« wie heute. (..) Zu diesem drastischen Befund kam Zuckermann nach akribischen Analysen von Reden, Interviews, Artikeln deutscher und israelischer Provenienz wie auch der Abgründe der Blogger-Szene. Zuckermann will der mit dieser Ideologie einhergehenden Beschädigung des Andenkens der Shoah-Opfer Einhalt gebieten.

Der „Schattenblick“ am 5. Oktober 2010: „Zuckermann faßt das heiße Eisen der Instrumentalisierung des Antisemitismus mit gebotener Ausführlichkeit und Konsequenz, aber vor allem im Zeichen eines emanzipatorischen Anliegens an, das zu negieren den Vorwurf seines ursprünglichen Gehalts beraubt und in ein Herrschaftsinstrument verwandelt, das gerade weil es nah am Wasser der Gesinnung gräbt, die es zu treffen vorgibt, von massiv zerstörerischer Wirkung sein kann.“

Die Plattform „http://www.antifaschista.wordpress.com“ am 22. Oktober 2010: „Die Denunziation von »Antisemiten«, wann immer es opportun erscheint, aber wurde erst in jüngerer Zeit zu einem beliebten Gesellschaftsspiel. Das begann mit dem Zusammenbruch der staatsozialistischen Systeme, als sich der Antikommunismus nicht mehr durch den Antifaschismus herausgefordert fühlen brauchte, weil sich nun auch Deutschland unter die »Sieger der Geschichte« einzureihen verstand. Der Paradigmenwechsel, vollzogen an dem seines kapitalismuskritischen Gehalts beraubten Antifaschismus, offenbarte sich an der Fokussierung auf den Holocaust als ein Ereignis jenseits der Geschichte von Klassenkämpfen. Nach Ansicht Zuckermanns ist der Antisemitismus-Vorwurf zum Fetisch geronnen.“


Promedia Verlag
Wickenburgg. 5/12
A-1080 Wien
promedia(a)mediashop.at
http://www.mediashop.at
http://www.verlag-promedia.de

.

.

Israel | Gaza : Alles auf A wie Avnery & Alles auf Z wie Zuckermann

https://medienwatch.wordpress.com/2009/02/10/alles-a-wie-avnery-alles-auf-zucker-wie-zuckermann/

.

Written by medienwatch & metainfo

November 15, 2010 at 16:49

Veröffentlicht in Allgemein

Hamburger Rathaus: (1)2 Stimmen von der SPD für Ahlhaus – SPD wollte keine Neuwahlen?

leave a comment »

.

.

.

Feuerlöscher TV im Rathaus:  Ahlhaus geht mal rüber..

.

Rathaus Wahl: (1)2 Stimmen von der SPD für Ahlhaus – SPD wollte keine Neuwahlen?

Das die CDU in diesem Fall – wie auch die GAL, so geschlossen waren, ist keineswegs als sicher anzusehen. Es könnte ohne weiteres bei beiden Parteien entnervte – auch sich karrieristisch übergangene „Rächer und Ausscherer“ gegeben haben, – das ist definitiv nicht auszuschließen. Das hieße aber, dass noch mehr Stimmen, aus der SPD, zugunsten von Ahlhaus im Einsatz waren. Eine grenzüberschreitende „konglomerate Schnittmenge“ aus „Kies und Geröll“, in der Hoffnung sie scheitern, beim unzulänglichen auslöffeln „hausgemachter kapitaler Suppen“, wie HSH-Nordbank, Elbphilarmonie, in der sozialen Frage, „schräge Senatoren“, Reiterstaffel plus Rechtsruck etc.pp – das alles vor dem Hintergrund einer exorbitanten neoliberalen Wirtschafts- und Kapitalismuskrise. Die SPD hat keine echten Konzepte und harrt der Tragik der Dinge? Die SPD muss sich vorab überzeugend als „sozial kompetent“ und „wirtschaftlich nachhaltig“ positionieren, politische Inhalte und überzeugende Orientierung gegenüber nachhaltig verprellter Wähler entwickeln und aufrichtig darstellen…, – davon ist die SPD offenbar noch Lichtjahre entfernt. jst

.

http://feuerloescher-tv2.blogspot.com/2010/08/ahlhaus-muss-mal-ruber-arndt-on-ort.html

.

Feuerloescher TV mit „arndt on ort“ im Hamburger Rathaus zur Bürgermeisterwahl am 25. August 2010

Mit Statements von Christoph Ahlhaus, Norbert Hackbusch, Olaf Ohlsen, Martin Schäfer u.a.

Musik von DAS LOTRON
song im Abspann von at home atom
Interviews: Arndt Prenzel
Kamera/ Schnitt: Skrollan Allwert
© Hamburg 2010

WATCH FEUERLOESCHER TV 2.0

http://www.feuerloescher-tv2.blogspot.com

.
.

Welt am Sonntag: 07:09  | 29.08.2010

Die größte Baustelle des neuen Bürgermeisters

In Hamburg fehlen 20 000 Wohnungen. Experten sagen, dass die Auflagen für günstigen Wohnraum zu hoch sind. Die Stadt will jetzt gegensteuern
Von Stephan Maaß und Martin Kopp
[..] Die Not macht erfinderisch. Eine in der vergangenen Woche präsentierte Idee der Sozialdemokraten ist es, den Druck auf Vermieter zu erhöhen. Leere Wohnungen sollen schnellstens gemeldet werden. Wird in einer bestimmten Frist nicht vermietet, dann kann die Stadt einen Mieter benennen, so das Konzept der SPD [..] mehr

.

Mietenpolizei statt Reiterstaffel

Der Leerstand von „normalen Wohnungen“ hat bereits mit unbezahlbaren Mieten zu tun: Dieses Problem muss dabei deutlich werden: d.h. überhöhte Mietforderungen und Mietwucher! Die verantwortlichen Vermieter müssten auf einen Index und juristisch sowie medial energisch bekämpft werden, damit die Stadt überhaupt Mieter einbringen könnte – da diese Idee bereits jetzt als Augenwischerei ins Absurde abschmiert. Zumindest kommt es im Beitrag so rüber! Auch der jährlich anziehende Mietenspiegel, als „legitime Orientierung“, ist mitverantwortlich für diese Situation. Wie wäre es denn statt einer Reiterstaffel eine „Mietenpolizei“ einzusetzen, um endlich glaubwürdig eine Änderung zugunsten der Menschen in dieser Stadt umzusetzen? Jörg Stange

.

Mietspiegel

Aus Recht auf Stadt – Plattform fuer stadtpolitisch Aktive
Der Mietspiegel ist eine Übersicht über die „ortsübliche“ Vergleichsmiete im frei finanzierten Wohnungsbau. Er wird von Städten in Zusammenarbeit mit einschlägigen Interessengruppen (z.B. Mieter- und Vermieterverbände, Immobilienmakler usw.) aufgestellt und bezieht sich räumlich auf die jeweilige Stadt. Man unterscheidet zwischen einem „einfachen“ und einem „qualifizierten“ Mietspiegel: [..]

Kritik an offiziellen Mietspiegeln

Die Problematik solcher offizieller Mietspiegel wird schon im BGB deutlich. Dort heißt es seltsam schwammig:
„Ist die Vorschrift des Absatzes 2 eingehalten, so wird vermutet, dass die im qualifizierten Mietspiegel bezeichneten Entgelte die ortsübliche Vergleichsmiete wiedergeben.“

Zum einen ist umstritten, ob es die von § 558d BGB geforderten „anerkannten wissenschaftlichen Grundsätze“ zur Aufstellung von Mietspiegeln überhaupt gibt (vgl. Artz, in: Münchener Kommentar zum BGB, Bd. 3, 4. Aufl. 2004, § 558d BGB Rn. 2 m. w. N.). Zum anderen produziert die gängige Berechnungsmethode wie von selbst satte Mietpreissteigerungen, weil im zugrunde liegenden Zeitraum nur Neuvermietungen und Mieterhöhungen berücksichtigt werden, aber keine bestehenden, gleich bleibenden Mieten (jedenfalls in Hamburg). In den Neuvermietungen stecken auch diverse aus frei finanzierten Neubauten, die naturgemäß ziemlich hoch sind und damit überproportional viel Gewicht bekommen.

Der Mietspiegel verzerrt also die ortsübliche Vergleichsmiete systematisch nach oben, ist ein allenfalls ein „Mieterhöhungsspiegel“ – zur Freude mancher Vermieter, die nach Veröffentlichung des neuesten Mietspiegels ihren Mietern gleich mal eine Mieterhöhung ins Haus schicken.
http://wiki.rechtaufstadt.net/index.php/Mietspiegel

.

Hamburg: Mietenpolizei statt Reiterstaffel

mehr

.

Hamburg: „Fette Mieten“-Party in Ottensen

http://de.indymedia.org/2010/06/284209.shtml

.

Abstimmung in Hamburg

Ahlhaus zum Bürgermeister gewählt

25.08.2010, 16:25:18
Christoph Ahlhaus hat wie erwartet die Wahl zum Bürgermeister von Hamburg gewonnen und bekam auch Stimmen von der Opposition. Er steht anders als sein Vorgänger für den konservativen Flügel der CDU.
http://www.sueddeutsche.de/politik/abstimmung-in-hamburg-ahlhaus-zum-buergermeister-gewaehlt-1.992295

.

Von-Beust-Nachfolger Christoph Ahlhaus

Kümmerer für Hamburg

[..]  Er galt als Hardliner und Polarisierer. Seitdem hat er einen erstaunlichen Wandel vollzogen. Oder ist das alles nur Fassade? [..]
http://www.sueddeutsche.de/politik/von-beust-nachfolger-christoph-ahlhaus-weichspueler-fuer-hamburg-1.992083

.

Gesammelte Beiträge

Ahlhaus: Philosophie des Hauses + Franchise-Expansions-Gemälde + Mehr

https://medienwatch.wordpress.com/2010/07/22/ahlhaus-philosophie-des-hauses-franchise-expansions-gemalde/

.

Das Wort vom Casinokapitalismus | Abschied vom Sozialstaat | Rekord-Neuverschuldung

https://medienwatch.wordpress.com/2009/07/03/das-wort-vom-casinokapitalismus-abschied-vom-sozialstaat/

.

.

.

.

medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de

Written by medienwatch & metainfo

August 27, 2010 at 12:42

Veröffentlicht in Allgemein

Kultur Telegramm(e) +++ Sammlung +++ Clips etc. /+ [II]

leave a comment »

kompass-schlaraffenland-gfok-700Foto + Text(o)ur: Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach GfoK Kunstarchiv

.

.

.

.

Wie der Wohlstand verteilt ist, bleibt ein Geheimnis

Ein Land guckt weg

KOMMENTAR VON ULRIKE HERRMANN | 26.08.2010
Geld ist ein scheues Reh. Dieses Bild ist abgegriffen, aber wahr. So gehört es zu den deutschen Statistikwundern, dass zwar erfasst ist, dass es 2007 exakt 69 Theaterorchester gab – doch sehr unklar ist, über wie viel Vermögen und Einkommen die reichen Bundesbürger verfügen.

http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/ein-land-guckt-weg/.

.

.

Pressemitteilung des AStAs der Hochschule für bildende Künste vom 25.08.2010, Hamburg

Pfändungsbedrohte Studierende drängen zusammen mit den Oppositionsparteien auf die sofortige Abschaffung der Studiengebühren

„Hamburg gibt Millionen aus für Prestigeprojekte wie die Elbphilharmonie und stopft die Haushaltslöcher dann über der Allgemeinheit auferlegte Abgaben wie Studiengebühren, welche die ohnehin schon mittellosen Schichten noch weiter belasten – das ist sozial nicht gerecht!“ beschwert sich Hannah A., eine der boykottierenden Studierenden der Hochschule für bildende Künste, die jüngst von Vollstreckungsbeamten der Kasse Hamburg Besuch erhalten hat. „Wie in anderen Bundesländern, muss die Campus-Maut auch in Hamburg wieder abgeschafft werden. Ich denke es stünde der neu gebildeten Regierung gut zu Gesicht, hier ein Zeichen für die Wahrung des sozialen Friedens zu setzen“ [..] mehr

.

.

SOUND DEPT KONTEXT 2

ANDREA PARKINS / New York
“FAULTY (BROKEN ORBIT)” / Soundinstallation
objects, feedback, drones

Die New Yorker Künstlerin, Komponistin und Elektro-Musikerin Andrea Parkins präsentiert ihre SoundInstallation „Faulty (Broken Orbit)“ – eine eindringliche Audio-Arbeit aus mikrophonierten Flächen und verstärkten Alltagsgegenständen, in Bewegung gesetzt und geschichtet mit elektronischem Feedback – Dinge drohen auseinanderzufallen, heikle Zustände werden deutlich.  [..]

.

SOUND DEPT KONTEXT 2

Idee und Konzept von Jens Röhm
Sound Dept Kontext 2 ist die Fortsetzung einer Reihe von Soundlectures und Performances, eine Schnittmenge aus den Bereichen autonome Musik, sogenannte Klangkunst, Soundinstallationen, Theorie und Formen künstlerischer Forschung und Intervention.
Sound als Begriff einer Wechselwirkung von hörendem Körper und umgebender Welt, als materielles Phänomen und als individueller Erfahrungsspeicher [..]

.

Eröffnung: Mi 25.8.2010, 20 Uhr
Ausstellung: 25.8.-1.9.2010
Freitag – Sonntag 17-19 Uhr
Finissage und Konzert: Mi 1.9.2010 Uhr

live performance: Andrea Parkins (objects, electronic, el. Acc.), solo and with Nelly Boyd (Hamburg)
http://www.frise.de/cms/137-0-Sounddept+Parkins.html

.

.

.

Das Schlagloch | 24.08.2010

Konservatismus gesucht  | Das Neue ist schon da

KOLUMNE VON MATHIAS GREFFRATH
Im politischen Spektrum Deutschlands gibt es seit […] Helmut Kohl ein Vakuum auf der Rechten“, schreibt Norbert Bolz in einem Beitrag zur „Konservatismusdebatte“ der CDU (Tagesspiegel vom 12. 8.). Ein Vakuum im Spektrum? Nun ja, das Turbodenken fordert eben seinen Tribut.
http://www.taz.de/1/debatte/kolumnen/artikel/1/konservatismus-gesucht/

.

.

Willkürprozesse nach dem Klimagipfel | 22.08.2010
VON REINHARD WOLFF

Die gefährliche Pappwaffe

In Dänemark gehen die Prozesse rund um den Kopenhagener Klimagipfel 2009 weiter. Auf der Anklagebank sitzen Umweltaktivisten, aber auch der dänische Staat.
http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/die-gefaehrliche-pappwaffe/

.

.

Wanderausstellung

freedom roads!

koloniale straßennamen | postkoloniale Erinnerungskultur
Geschichte, Kunst und Beteiligung

http://www.freedom-roads.de/frrd/willkom.htm

.

.

Lungenkrebs: Christoph Schlingensief ist gestorben

Jelinek: „Es kann keinen wie ihn mehr geben“

21. August 2010, 21:01
Literaturnobelpreisträgerin: „Schlingensief war einer der größten Künstler, die je gelebt haben“
http://derstandard.at/1282273308657/Reaktionen-Jelinek-Es-kann-keinen-wie-ihn-mehr-geben

Der Himmel kann warten + mehr

Schlingensief initiiert Operndorf REMDOOGO mehr

.


.

Durch die Nacht mit Schlingensief und Friedman (1/7)

.

.

Elliott Sharp

Der Stachel der Avantgarde

Elliott Sharp mit der Band Terraplane jazzt im Frankfurter Palmengarten. Kompendiumsartig zitiert seine Musik diverse Epochen – ohne in Traditionalismus zu verfallen.
http://www.fr-online.de/kultur/musik/der-stachel-der-avantgarde/-/1473348/4575504/-/index.html

.

.

Ten Years After live at Woodstock 1969

.

.

Ten Years After – I’d Love to Change the World

.

.

.

.

.

Laiyan Gallery presents Christoph Faulhaber

Christoph Faulhaber

World Expo

Opening Screening on Aug. 28th, 2010, 7.30-9.00pm
Exhibition Aug. 29th – Sep. 18th, 2010

In his first solo show in Hong Kong, Christoph Faulhaber is presenting a new series of work: the Palau Triptych. The center piece (Blue Sky – Palau) is a documentary movie shot in Palau. In November 2009, six ex-detainees from the US Prison in Guantánamo Bay have been released to Palau, which is known for its sparkling water, shiny beaches and beautiful diving spots. Faulhaber traveled to the tiny island nation of Palau in the South Pacific to visit the six men, which are part of the uighur minority in western China. He interviewed their Australian interpreter and his Excellency, the President of Palau.

Following his trip to Palau, Faulhaber went to Shen Zhen, China, to visit the „Oil Painting Village“ Dafen. Dafen has gained enormous reputation for being the world’s biggest conglomeration for reproducing and copying artworks. In Dafen he ordered six portraits of the men. One of them will be shown in the exhibition.

In this series of work Faulhaber focuses on some main questions surrounding the ideological and philosophical notion of the „picture“ today: What is the global state of the picture? How strong is the prevalence of the picture? What kind of picture are we supposed to conceive when thinking of Guantánamo or the World Expo in Shanghai? What is the state of the picture with regard to a global system of industrialized tools for copies, imitation and reproduction? Or, as W.J.T. Mitchell has posed the question: „What is the work of art in the age of biocybernetic reproduction?“

Christoph Faulhaber, born 1972, is today one of the most promising young German artists. His work has been shown amongst others at the National Gallery Prague, Museum of Contemporary Art Skopje, Deitch Projects New York, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen, City Museum Remscheid and Kunstverein Hannover. Faulhaber has recently been appointed to the long list for the price of the National Gallery in Berlin.

More info about the artist:
http://www.christophfaulhaber.de

http://www.art-agenda.com/shows/view/1129

泥人 Laiyan Gallery is a recently established non-profit artspace that presents international artists to Hong Kong.
泥人 Laiyan Gallery
.

Mr. Security

Vom Künstler zum „Terroristen“

Dass er mit seiner Kunstaktion auf eine Terrorliste des US-amerikanischen FBI geraten würde, hatte der Künstler Christoph Faulhaber nicht gedacht. Ursprünglich wollte der 36-Jährige mit seinem Projekt „Mister Security“ untersuchen, wie öffentlich der öffentliche Raum noch ist. In der Rolle eines Mitarbeiters einer fiktiven Sicherheitsfirma wachte er vor Konsulaten und Botschaften der USA in Europa. Für seine Dokumentation des Projekts erhielt Faulhaber 2008 ein Jahresstipendium des Landes Rheinland-Pfalz – zumindest kurzzeitig;
http://www.christophfaulhaber.de/press/3Sat/3sat.php.html?page=6&id=623

.

.

sendung für aktuelle musik bei fsk 93,0/101,4mhz + als livestream
——————————————————–

Freitag, 20. August  2010 … 22:00 – 0:00

Studiogäste: Jorinde Reznikoff und KP Flügel.
Wir sprechen über:
„Audio Poverty | Eine Konferenz über Musik und Armut“ (6.-8.Februar 2009 | Haus der Kulturen der Welt, Berlin).
Im Rahmen der Audio Poverty Konferenz intervenierte Heinz-Klaus Metzger mit einem Vortrag zum Thema „Musikalische Autonomien“.
Jorinde Reznikoff und KP Flügel [neopostdadasurrealpunkshow | 2.+ 4.Do FSK 17-19.00]
haben den Kongress beobachtet und die Rede von Heinz-Klaus Metzger für FSK aufgezeichnet (ca.30 min)
und:
Musik von KH Stockhausen und Eduardo Spinelli.
weiterführende links:

——————————————————–

klingding | sendung für aktuelle musik
jeden 3. Freitag im Monat bei FSK 93,0/101,4mhz + als Livestream
Moderation: Heiner Metzger
http://www.hierunda.de/klingding.html

.

.

.

.

.

.

.

FLOOD

Das Kunst+Aktivismus-Kollektiv ‚Lab of ii‘ lädt euch ein zu FLOOD – einem Fahrrad-Sound-Ereignis am So., 22.Aug. Wir übernehmen die Straßen von Hamburg. Inspiriert von Schwärmen und ihrer kollektiven Intelligenz wollen wir uns auf dem Fahrrad den städtischen Raum wieder aneignen – so ungreifbar wie eine Schallwelle.

Start: Kampnagel, 19.30h – Erster Zwischenstopp: Gängeviertel, 20.30h. Du kannst an beiden Punkten mit Fahrrad, Radio und Lust auf eine gemeinsame Fahrt durch die Stadt dazustoßen.

Wir werden ausschwärmen. Mit Lautsprechern, Ghettoblastern und tragbaren Radios, Fahrrädern, einem mobilen Radio-Sender und Sounds, die sich je nach Umgebung ändern.

Die Route verbindet verschiedene Orte aktueller politischer Auseinandersetzungen. Orte, an denen sich die sozialen und ökologischen Auswirkungen einer von oben durchgedrückten Stadtplanung und der Widerstand dagegen zeigen.

Probeläufe für Choreographie, Soundcheck und das Ausschwärmen mit dem
Fahrrad: Freitag und Samstag, 20./21. August, 19 Uhr, Kampnagel

Tel: 0176 3548 2248 ? http://www.labofii.netmehr

.

.

Eng, verstellt und gescheitert

Der Hamburger Bahnhof in Berlin zeigt Bruce Nauman

Von Carsten Probst

Bruce Naumann muss man nicht mehr vorstellen, er ist in allen modernen Kunstmuseen der Welt vertreten: Er macht Skulpturen, Filme und Videos, aber sein Markenzeichen sind Neonröhren. Sprache, die leuchtet, Texte aus zum Teil vielfarbigen schmalen Lichtbändern, Wortskulpturen aus Licht. Eine umfangreiche Werkschau des Künstlers ist jetzt in Berlin zu sehen:

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1192422/

.

.

SPIEGEL-Gespräch | 09.08.2010

„In dieser Gesellschaft brodelt es“

Der Philosoph Oskar Negt über die Risse in der Sozialordnung, die Notwendigkeit politischer Bildung und die Spannung zwischen Wirklichkeit und Utopie mehr
.

.

.

abgeordnetenwatch | 17.08.2010

Ein Buch, 29 Vorträge und einige Hunderttausend Euro: Die Nebeneinkünfte des Peer Steinbrück

http://blog.abgeordnetenwatch.de/2010/08/17/ein-buch-29-vortrage-und-einige-hunderttausend-euro-die-nebeneinkunfte-des-peer-steinbruck/

.

.

.

.

Satellite / Border / Footprint ist ein dreitägiger Workshop mit Lisa Parks (Santa Barbara, USA) in der PHOENIX Halle Dortmund, veranstaltet vom Hartware MedienKunstVerein im Rahmen von GrenzGebietRuhr.

Dabei wird ein produktiver und kritischer Umgang mit den Grenzziehungen durch Satellitenfußabdrücke angestrebt. Diese nicht-statischen und nicht-sichtbaren Grenzziehungen sollen im Rahmen des Workshops diskutiert und sichtbar gemacht werden. Teilnehmer des Workshops werden internationale MedienkünstlerInnen sein, aber auch interessierte Bürger aus dem Ruhrgebiet, die auf einen Open Call hin eingeladen werden. Zudem finden am Sonntag, den 1. August in der PHOENIX Halle Dortmund von 10:00-14:00 Uhr öffentliche Vorträge von Künstlern und Kulturwissenschaftlern statt, die sich mit dem Thema „Satelliten und Grenzziehungen“ auseinandersetzen. Um die Dynamik der Situation zu adressieren, soll zusätzlich eine mediale Aufarbeitung der Workshopergebnisse erfolgen, z.B. unter Verwendung der Google Earth Software. Der Workshop ist Teil der Initiative GrenzGebietRuhr und wurde durch den Künstler Francis Hunger (Leipzig) initiiert.

Kontext:
http://www.hmkv.de/programm/programmpunkte/2010/Veranstaltungen/Satelliten.php

.

.

»Kriegskultur«
SPIEGEL-Interview |  Task Force 373 | Afghanistan-Protokolle | 26.07.2010

„Wir müssen sie stoppen“

WikiLeaks-Gründer Julian Assange, 39, über sein Netzwerk, seine Mission und seine Regeln
SPIEGEL: Herr Assange, Sie veröffentlichen eine riesige Menge Geheimmaterial über den Krieg in Afghanistan. Was ist Ihr Motiv? mehr

.

Krieg in Afghanistan

Wikileaks publiziert Geheimprotokolle

Ein Desaster für das Pentagon: 92.000 Militär-Dokumente wurden von der Plattform Wikileaks ins Netz gestellt. Sie belegen, wie schlecht es um den Kampf gegen die Taliban steht: mehr

.

.

Foto: Jörg Stange

.

Urteil: Linke und Verfassungsschutz

Nicht nur rechtswidrig, sondern dumm

Ein Kommentar von Heribert Prantl | 22.07.2010,
Man kann sich über Lafontaine und Ramelow ärgern, ihre Politik für unsinnig halten. Aber politischer Ärger darf kein Anlass sein, den Leuten den Verfassungsschutz auf den Hals zu hetzen. Ein Fehlurteil:
http://www.sueddeutsche.de/politik/urteil-verfassungsschutz-darf-linke-beobachten-nicht-nur-rechtswidrig-sondern-dumm-1.978080

https://medienwatch.wordpress.com/2010/06/18/bundesgerichtshof-uberwachung-war-rechtswidrig/

.

.

.

Mittwoch, den 28. Juli 2010

20 Uhr

im Ausstellungsraum des Künstlerhaus FRISE

Wednesday, July 28 20:00 uhr
FRISE  – Künstlerhaus und Abbildungszentrum
Arnoldstrasse 26-30
22765 Hamburg

A Talk: „House Magic“

Ein Vortrag: „House Magic“

Alan W. Moore, art historian and retired artist, speaks about the “House Magic” project. This “bureau of foreign correspondence” (himself) is a years-long project dedicated to explaining the movement of occupied social centers – besetzten Häusern mit politischen Richtung aka “Centro Sociale Occupato Autogestione” (CSOA) – to a U.S. audience. The first show was produced by the visual arts collective at ABC No Rio in NYC last year, and included “wallpaper,” stencils, banners, videos, books and dossiers from the internet. Later shows of this mobile archive were in Chicago and Philadelphia. Moore’s research trip this summer has taken him to London, Madrid and now Hamburg. Auf Englisch mit some Deutschliches interpollation. With pictures.

und auf Deutsch — Alan W. Moore, Kunsthistoriker und ehemaliger Künstler, spricht über sein „Magic House“-Projekt. Das „bureau of foreign correspondence“ (er selbst) ist ein langjähriges Projekt, das sich mit den politisch motivierten Besetzungen von Häusern und der Gründung sozialer Zentren, wie  aka “Centro Sociale Occupato Autogestione” (CSOA) – auseinandersetzt. Die erste Ausstellung des „House Magic Projects“ wurde im vergangenen Jahr durch das Kollektiv von ABC No Rio in New York  produziert und enthielt  „Wallpaper“, Schablonen, Banner, Videos, Bücher und Unterlagen aus dem Internet. Später wurde dieses mobile Archiv in Chicago und Philadelphia gezeigt. Moore’s Recherche-Reise führte ihn diesen Sommer nach London, Madrid und jetzt nach Hamburg.

Alan W. Moore
cel: 917 574 8392

123 Scribner Ave SI NY 10301

Summer of ’10 in  Madrid, Hamburg, Berlin & etc. doing „House Magic: Bureau of Foreign Correspondence“ blogging at http://occuprop.blogspot.com

.

.

„ Ach, so?! = あっ、そう!? “

Hiroyuki Araki, Jun Azumatei, Tatsuya Fujii, Yasuda Sachigusa
21. Juli – 8. August 2010
Eröffnung: Mittwoch, 21. Juli 2010, 20 Uhr
Die Künstler sind anwesend.

„Ach, so?!“

Das Künstlerhaus FRISE lädt vier japanische Künstler ein, ihre Arbeiten in Hamburg zu präsentieren, damit wird die Tradition der guten Beziehungen zwischen dem Künstlerhaus und japanischen Künstlern gepflegt und fortgesetzt. Die Arbeiten der vier Japaner ermöglichen auf Hamburger Boden im Sinne eines kulturellen Austauschs einen Einblick in die Verschränkung moderner künstlerischer Medien oder europäischer Kunstkonzepte mit traditionellen östlichen Motiven. Der deutsche Ausdruck „Ach so“ wird übrigens mit derselben Phonetik und Bedeutung auch im Japanischen verwendet:
http://www.frise.de/cms/3-0-Aktuell.html

.

.

.

THE DOORS

Wiedergeburt der Rockpoeten

Kino-Dokumentation zeigt nie gesehene Bilder von Morrison und Co. Die MOPO sprach mit Regisseur DiCillo über Sex, Drugs and Rock’n’Roll + Videos sehen hier
http://www.mopo.de/2010/20100701/hamburg/kultur/wiedergeburt_der_rockpoeten.html

.

.

Sodann: Schlitzohren und Halunken

Am Donnerstag, 22. Juli, kommt Peter Sodann ins Volks- und Komödientheater Geisler, Dr.-Julius-Leber Straße 25. Er stellt sein aktuelles Buch „Schlitzohren und Halunken – von Ackermann bis zum Zuwinkel“ vor.
http://www.hl-live.de/aktuell/textstart.php?id=62552

.

.

.

Logo des  Hamburger Kunstvereins. (Bild: Kunstverein in Hamburg)

Reinhören: vom alten Schinken bis zur Avantgarde

Bilder für den Bürger: Der Hamburger Kunstverein
Harald Falckenberg im Gespräch mit Jürgen König

Der Hamburger Kunstverein besteht seit 1817. Anfangs wurden die angekauften Bilder unter den Mitgliedern verlost. Heute engagiert sich der Verein ohne Quotendruck für die junge Kunst. „Da sind wir doch in einer glücklichen Position“, sagt Vorstandsvorsitzender Harald Falckenberg:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1222711/

.

.

.

.

Zum Tod von Tuli Kupferberg

Gigant der Aufklärung

Von Karl Bruckmaier
1001 Ways To Live Without Working: Ein Nachruf auf den Beat-Dichter, Popmusiker und ersten Freak, Tuli Kupferberg.
http://www.sueddeutsche.de/kultur/zum-tod-von-tuli-kupferberg-gigant-der-aufklaerung-1.974511

.

.

.

.


.

Programmpunkte des Kunst und Sportverein Wilhelmsburg in dieser Woche:

Donnerstag 24. Juni ab 19.00 Uhr
FITNESS GYMNASTIK
Mit Due Nutti Soundsystem alias Jacques Palminger & the Kings of DubRock Ihren Sportsgeist zeigen Jacques Palminger & The Kings of Dub Rock alias Due Nutti Soundsystem im ersten Rollstuhltanzvideo zu  „Kolani“. Die Rollstuhltanzgruppe von der Tanzschule Ring 3 in Hamburg, fand den Song auch super.

An diesem Donnerstag gibt das Due Nutti Soundsystem eine einmalige Dub-Sport-Kunst-Veranstaltung im Gemeindesaal der Bonifatiusschule in der Bonifatiusstraße 2-4, 21107 Hamburg.

Der Zugang zur Fitness Gymnastik ist von der Bonifatiusstraße und der  Rotenhäuserstraße möglich.
Durch den Schulhof zum Rotklinker Saal. Anfahrt von der S-Bahn Veddel mit dem 13er Bus Richtung S-Wilhelmsburg.
Ausstieg Haltestelle Krankenhaus Groß-Sand (am Ende der Verhingstraße) Der Zugang ist von der Bonifatiusstraße und der Rotenhäuserstraße möglich.
Durch den Schulhof zum Rotklinker Saal.
Mit dem Auto oder Rad über die Georg Wilhelm Straße oder Veringstraße in die Bonifatiusstraße oder Rotenhäuserstraße einbiegen.

Mitzubringen sind: bewegungsfreundliche Kleidung und sportliche Schuhe.

Sonntag, 27. Juni, 12.00 Uhr
JOGGING – LECTURE
Eine Vorlesung im Laufen mit Dr. Ulrich Lölke
Am Sonntag startet auch für Dich der 1. Wilhelmsburger Lauf der  Religionen.
Sammeln ist vor der Honigfabrik in Wilhelmsburg (Industriestraße 125/ Bus Nr. 13 bis Stübenplatz; Fahrrad durch den Alten Elbtunnel und  Zolldurchgang Ernst-August-Schleuse).
Mitzubringen sind: Laufkleidung, Wasser (bitte nur zum Trinken), einen Nachbarn/ eine Nachbarin.
Was passiert da (mit mir)? Wir durchlaufen auf 12 Stationen (warum gerade die Zahl 12?) die lebhafte Wilhelmsburger Religionskultur von der Industriekirche bis zu einem Garten der Weltreligionen.
Im Anschluß besteht die Möglichkeit im „Studio“ zu chillen (=sich ausruhen) oder die Muskeln spielen zu lassen.

Dr. Ulrich Lölke (Übungsleiter)

Vor oder nach den Veranstaltungen kann das Studio am Berta-Kröger Platz genutz werden
Öffnungszeiten des Studios: Donnerstags von 15-19 Uhr. Samstags und Sonntags von 13-18 Uhr.

Weitere Programm Highlights in der nächsten Woche:

Am einzigen spielfreien Sonntag der Fussball WM veranstaltet der Kunst und Sportverein
ein großes Tunier mit Varianten des Mannschaftstorspiel Fussball als eine Mischung aus
den Formaten Fussball, Schnitzeljagd und Minigolf
Termin: Sonntag 4. Juli 10.30 Uhr
Verschiedene Orte in Wilhelmsburg
Anmeldung für Mannschaften (7 SpielerInnen) bis zum 27. Juni 2010
über: fussball(@)unstundsportverein.de

FITNESS GYMNASTIK
Mit Erobique und Katharina Oberlik
Donnerstag 1. Juli 2010, 20.00 Uhr
Ort: IBA Dock, Am Zollhafen 12 20539 Hamburg

.

.

http://www.kunstundsportverein.de/jogging/

.

.

mehr

.

.

Weiteres, Termine, Aktualisierungen, Orte, Anfahrten Öffnungszeiten
des Studios unter:
http://www.kunstundsportverein.de

Der Kunst & Sportverein Wilhelmsburg ist Teil des Projekts »Sidewalk Deli« des Kunstvereins Hamburg
http://www.kunstverein.de/ausstellungen/aktuell/20100612-sidewalkdeli.php

.

(KuS) Kunst & Sportverein Wilhelmsburg  – Kontakt: mail(at)kunstundsportverein.de – Präsident: Jan Holtmann –  www.noroomgallery.com – Herausgeber: Jan Holtmann – Kunst & Sportverein Wilhelmsburg ist Teil des Projekts »Sidewalk Deli« des Kunstvereins Hamburg, 12. Juni bis 11. Juli 2010

.

.

.

.

Bundesregierung: Haushaltssanierung Sparpaket? Windbeutel! + Ida-Ehre Gesamtschule greift zur Selbsthilfe: «Sponsorenlauf» „Kinder laufen im Kreis“ für Spenden, weil der Schule die Mittel fehlen [::]

.

.

PPP Pausenspiel(e)

Stadtmarketing

„Mögen die Spiele gewinnen!“

Was bedeutet Kunst heute? In Zeiten leerer öffentlicher Kassen erkunden Hannovers neue Kunstfestspiele in den Herrenhäuser Gärten derzeit die „Macht des Spiels“. Das Festival ist ambitioniert. Sein blinder Fleck ist die Macht der Konzerne. VON MAXIMILIAN PROBST
http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/moegen-die-spiele-gewinnen/

.

.

Heute abend
Dienstag 8. Juni, 20 Uhr im Centro Sociale, Sternstr. 2, U-Bahn Feldstraße
Eintritt frei, Spenden erwünscht.

Assoziation A

SÜDAFRIKA – DIE GRENZEN DER BEFREIUNG

Buchvorstellung und Diskussion mit den Herausgebern Jens Erik Ambacher und Romin Khan

Cover: Südafrika

Nach dem Ende der Apartheid erschien die Entwicklung Südafrikas als eine Erfolgsgeschichte des politisch-sozialen Transformationsprozesses, was sich im Begriff der ›Rainbow Nation‹ versinnbildlichte. Für den größten Teil der schwarzen Bevölkerung hat sich über ein Jahrzehnt nach der offiziellen Abschaffung der Apartheid die Hoffnung auf eine grundlegende Verbesserung der eigenen Lebenssituation jedoch nicht erfüllt. Der »rassifizierte« Kapitalismus, der das Rückgrat von Kolonialismus und Apartheid bildete, hat gesellschaftliche Spaltungen und Ungleichheiten produziert, die noch auf lange Sicht den Alltag und die Lebensweisen der Menschen am Kap bestimmen werden. Die Politik des regierenden ANC hat daran bislang wenig zu ändern vermocht. Denn die ehemalige Befreiungsbewegung setzte nicht auf eine deutliche Umverteilungspolitik, um das Erbe der Apartheid zu überwinden, sondern folgte zunehmend neoliberalen Politikkonzepten.

Privatisierungs- und Sparpolitik haben die soziale Krise verschärft. Damit einher geht eine Krise der traditionellen Vertretungsstrukturen, denn die Befreiungsorganisationen einschließlich der Gewerkschaften sind weitestgehend im staatlichen Establishment aufgegangen. In dieser Situation haben sich in den letzten Jahren soziale Widerstandsformen der Armen entwickelt, die an die politischen Traditionen der Anti-Apartheid-Kämpfe anknüpfen. Diese Basisbewegungen halten an dem Versprechen fest, dass das neue Südafrika zuallererst den gesellschaftlichen Bedürfnissen der ausgegrenzten Mehrheit Rechnung tragen müsse.

Der Sammelband beleuchtet die alten und neuen Konflikte in Südafrika und lässt AktivistInnen aus den Bewegungen über ihre Erwartungen an das Ende der Apartheid, ihr Verhältnis zum ANC und die politische Perspektive der Linken in Südafrika zu Wort kommen.
Inhaltsverzeichnis:
Dale T. McKinley: Südafrikas ANC und die Dreierallianz seit 1994

Greg Ruiters: Freie Stromversorgung in Südafrika. Eine Strategie zur Befreiung oder zur Kontrolle der verarmten Bevölkerung?

Stephen Greenberg: Land und Unfreiheit – Die Landlosenbewegung und das Scheitern der Landreform in Südafrika

Shireen Hassim: Die Frauenbewegung im demokratischen Südafrika

Rita Schäfer: Strategien gegen geschlechtsspezifische Gewalt

Mandisa Mbali: Die Treatment Action Campaign und die Geschichte des südafrikanischen Aids-Aktivismus

Gespräch mit Zackie Achmat: »Du kämpfst einen Bürgerkrieg gegen deine Mutter und deinen Vater, du kämpfst einen Bürgerkrieg gegen deine eigene Partei«

Patrick Bond: Johannesburg – Von Gold und Gangstern

Prishani Naidoo: Leben oder Überleben? Kämpfe um Grundversorgung im Post-Apartheid-Südafrika

Interview mit Ashwin Desai: »Die Menschen erkennen wieder einmal, dass sie Geschichte machen können … «

Romin Khan: Der Cup und die Hoffnung

Neville Alexander: Klasse, »Rasse« und nationale Einheit im neuen Südafrika

Achille Mbembe: Whiteness nach dem Ende der Apartheid: race und die Begrenzungen der Freiheit

Heidi Grunebaum, Yazir Henri und Usche Merk: Erinnerungspolitik und gesellschaftliche Aufarbeitung nach der Apartheid

Michael Neocosmos: Die Politik der Angst und die Angst vor der Politik

Oupa Lehulere: Der xenophobe Ausbruch in Südafrika – Strategische Fragen für soziale Bewegungen Unyawo Alunampumulo – There is only one human race

.

SÜDAFRIKA

Die Grenzen der Befreiung

Zum Buch:

ISBN 978-3-935936-60-6 | 264 Seiten | erschienen März 2010

Rezensionen zum Buch mehr …

Lesereisen / Veranstaltungen

Ambacher | Khan : Südafrika nach der Apartheid
Eine Veranstaltung des Verlags Assoziation A sowie des Förderverein Freundinnen und Freunde des Centro Sociale e.V.

http://www.assoziation-a.de
http://www.centrosociale.de

.

.

.

Zum Tode von Malcolm McLaren

Der lachende Vagabund

Von Bernd Graff

09.04.2010, | Malcolm McLaren war der schlimmste Paradiesvogel, den der Pop hervorgebracht hat. Ein Postmoderner, der Nietzsche gefallen hätte. Außerdem hat er die Sex Pistols erfunden. Ein Nachruf = (+ Videos)

http://www.sueddeutsche.de/kultur/24/508172/text/

.

.

.

Malcolm McLaren & Catherine Deneuve – Paris Paris

[::]

.

.

.

Sex Pistols – Seventeen (Live in Stockholm 1977)

.

.

<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<oo>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

26.05.2010

Innenminister durchleuchten Journalisten

PRESSEFREIHEIT Fotoreporterin Marily Stroux klagt gegen Gesinnungskontrolle vor Innenministerkonferenz
http://www.taz.de/1/nord/artikel/?dig=2010%2F05%2F26%2Fa0161&cHash=90a8053f8d

.

.

In den Veringhöfen – 15.Juni 2010

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kunst,

Wie können die Entwicklung und erfolgreiche Verstetigung von Kunst- und Kreativzentren gelingen und zugleich positive Effekte für Stadtteilentwicklungsprozesse angestoßen werden? Diskutieren Sie mit.

Diskussionsveranstaltung „Räume für die Kunst:

Artscape Toronto zu Gast in den Veringhöfen

Zeit: 15. Juni 2010, 09.00 – 12.00 Uhr
Ort: Veringhöfe Nord, Am Veringhof 23b, 21107 Hamburg*

Zur Förderung des Erfahrungsaustausches Toronto – Hamburg sind Interessierte herzlich eingeladen, die Arbeit der kanadischen Non-Profit Stadtentwicklungsorganisation Artscape (http://www.artscape.ca) kennenzulernen. Zum Auftakt der Veranstaltung wird der Geschäftsführer von Artscape, Tim Jones, das „creative placemaking“ und „creative spacemaking“ seiner Organisation vorstellen und von seinen Erfahrungen mit Multi-Nutzerkonzepten im kreativen und kulturellen Sektor berichten. Neben Strategien für die Schaffung nachhaltiger und erschwinglicher Produktionsräume stehen die Netzwerk- und Organisationsentwicklung mit beteiligten Akteuren im Fokus seiner Ausführungen.

Im Anschluss an den Vortrag von Tim Jones findet eine Podiumsdiskussion mit folgenden Gästen statt:

Tim Jones, Artscape Toronto
Markus Schreiber, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte (angefragt)
Uli Hellweg, Geschäftsführer der IBA Hamburg
Egbert Rühl, Geschäftsführer der Hamburg Kreativ Gesellschaft
Yvonne Fietz, Geschäftsführerin conecco
Künstler der KünstlerCommunity

Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion stehen die Fragen:
· Welcher Rahmenbedingungen bedarf es, um das „creative space building“ und „placemaking“ auch in Hamburg voranzutreiben? Welche konkreten Handlungs- und Interventionsmöglichkeiten gibt es von städtischer Seite?
· Was benötigen kreative Praktiker, Entrepreneurs und Organisationen im Hinblick auf Netzwerk-/Community-Entwicklungen?
· Was sind die Indikatoren für „organisationelle Reife“?
·  Können oder wollen Künstler und Kulturproduzenten eine aktive Rolle in Stadtentwicklungsprozessen spielen?

Im Anschluss an die Veranstaltung findet die Enthüllung der Projektstele der Veringhöfe statt.

Die Diskussionsveranstaltung „Räume für die Kunst“ ist Teil des Projektes Veringhöfe Nord [KünstlerCommunity], in dem mithilfe der IBA Hamburg nachhaltige künstlerische und kreative Strukturen auf den Elbinseln geschaffen werden sollen. Das Konzept [KünstlerCommunity] von STADTKULTUR HAMBURG e.V. (jetzt: conecco – Management städtischer Kultur)/ STATTBAU Hamburg GmbH wurde als finales Konzept in einem sechsmonatigen Auswahlprozess eines ergebnisoffenen Verfahrens ausgewählt. Die Kooperationspartner verstehen ihr Konzept als Beitrag, im Rahmen der IBA Hamburg innovative Aneignungs- und Beteiligungsprozesse von Kunst und Kultur Stadtteilentwicklungsprozessen umzusetzen. Die Aneignung ist dabei durchaus wörtlich zu verstehen: die zukünftigen Nutzer organisieren die [KünstlerCommunity] in einer gemeinsam entwickelten Trägerstruktur eigenverantwortlich.

* Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
S-Bahn Linien 3 und 31 von Hamburg Hauptbahnhof oder Hamburg-Harburg bis Haltestelle Veddel oder Haltestelle Wilhelmsburg
Von Veddel mit dem Bus 13 Richtung Kirchdorf Süd, Ausstieg:
Mannesallee Von Wilhelmsburg mit dem Bus 13 Richtung Veddel, Ausstieg: Mannesallee
100 m weiter gegenüber der Mannesallee auf dem Veringplatz durch den Hausdurchgang

————————————

Internationale Bauausstellung IBA Hamburg GmbH
Am Zollhafen 12  20539 Hamburg • Tel +49 (0) 40.226 227-0  Fax +49
(0) 40.226 227-315
aktuell@iba-hamburg.de  http://www.iba-hamburg.de
Vorsitzende des Aufsichtsrates: Senatorin Anja Hajduk
Geschäftsführung: Uli Hellweg (Vs.), Heiner Baumgarten
HRB 96972 Registergericht Hamburg

<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<oo>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

BLAU – Zimmer für Kunst und andere

Admiralitätstraße 71, Hinterhof 1.Stock, 20459 Hamburg
www:blau-zimmerfuerkunst.de

Einladung zur Performance am 11. Mai um 20:30 h:

Katrin Sahner

Great Performance Limited

In der Videoperformance verankert, hat sich Katrin Sahner in den letzten Jahren unter Anderem mit der Position des Künstlers im sozialen Feld des öffentlichen und halböffentlichen Raums beschäftigt. In einer Mischung aus Setzung, Behauptung und Anspielungen sucht sie die Grenzen künstlerischer Gattungen und dehnt sie auf benachbarte mediale Bereiche aus. So entsteht ein entgrenzter Raum, in dem sich eine definitorische Lücke auftut.
Auch „Great Performance Limited“ findet in einer derartigen Lücke statt: die Künstlerin empfängt das Publikum zu einem persönlichen Abend, der Titel entpuppt sich als Verweis. Zwei unzusammenhängende Fundstücke aus dem komplexen Feld der Performance bilden als lose Enden dafür die Grundlage.

1962 publizierte Alison Knowles bei Great Bear Press neben einigen anderen event scripts auch „Make a Salad“. Eine Anleitung zu einem Fluxus Happening, bei dem die Künstlerin für das Publikum Salat zubereitet.
1985 wurde in China Great Performance Limited“ gegründet. Zunächst eine, dann mehrere Fabriken, die auf die Herstellung von Spielzeug und Kunststoff-Produkten spezialisiert sind (great-performance.com.hk).
***********************************
***********************************

.

.

.

unisono 07 – Duo für Klavier und Videokamera (7.27 min)

Ein Film von Dodo Schielein

.

.

.

Kultur – Telegramm +++ 05.05. 2010 +++

Am 5.5. ist alljährlich der Aktionstag zur Gleichstellung
behinderter Menschen.
Wir führen aus diesem Anlass eine Kinovorführung mit Podiumsdiskussion
(Regisseur und betreuender Redakteur sind anwesend) durch:

Mittwoch, 5.5.10:
„Renn, wenn Du kannst“
von Dietrich Brüggemann
Eröffnungsfilm „Perspektive deutsches Kino“, Berlinale 2010

17.45 Uhr im 3001-Kino

Als Vorfilme
„Der Rollstuhlbomber“
und U.T.E. – das Schulprojekt

Chrisdian Wittenburg
(U.T.E. E.V.)

***********************************
***********************************
Die Bedürfnisanstalt, Bleickenallee 26a, 22763 Hamburg,
http://www.myspace.com/diebeduerfnisanstalt
07.05. – 23.05. 2010, Karin Hahn, Lettische Hafenmuster, Ausstellung
Öffnungszeiten:
Freitag: 19.00 – 22.00 Uhr
Samstag: 16.00 – 19.00 Uhr
Sonntag: 14.00 – 17.00 Uhr

Kurzinfo:
KARIN HAHN ist Grafik-Designerin, mit einer großen Liebe für
Piktogramme, Zeichen und Muster aller Art. Dieses spiegelt sich auch
in ihren Arbeiten wieder, als Designerin sowie als Künstlerin.
Objekte und Farben werden soweit reduziert, bis sie an Fotonegative
oder Schablonen für Streetart erinnern.
Oft arbeitet sie mit Mustern oder sogar mit Tapete, um einen
Camouflage-Effekt zu erzielen.
Wird ein Bild an einer Wand mit dem gleichen Hintergrund platziert,
verschwindet dieser und lässt nur noch das Wichtigste, das Bild an sich, erkennen.

Die letzten 4 Jahre hat die Künstlerin in Riga, Lettland, gelebt und  gearbeitet.
Diese Ausstellung zeigt ihre Liebe für die Stadt, das Land, die
Menschen mit ihren Traditonen, aber auch Eindrücke und Situationen, erlebt mit Freunden, aus eben dieser Zeit.

http://www.kokong.de
***********************************
***********************************
8. Mai: Radtour im Wittmoor
Das erste hamburger Konzentrationslager wurde im März 1933 außerhalb der
Landesgrenzen Hamburgs, in Glashütte (heute zu Norderstedt), errichtet.
In einer Torffabrik am Wittmoor waren ständig bis zu 140 Häftlinge, meist
Kommunisten, Sozialisten und Sozialdemokraten interniert,
unter ihnen der Schriftsteller Heinz Liepmann, der KPD-Bürgerschaftsabgeordnete
Alfred Levy und der später als Chronist bekannt gewordene Helmuth Warnke.
Das Lager bestand ein halbes Jahr lang.
Samstag, 8. Mai
Treff 14 Uhr am U-Bahnhof Langenhorn-Nord
Teilnahmegebühr 5 Euro, ermäßigt 3 Euro
keine Anmeldung, Dauer 2,5 bis 3 Std.
Rene Senenko
Willi-Bredel-Gesellschaft
Im Grünen Grunde 1, 22339 Hamburg
***********************************
***********************************

blurred edges 2010
15 Tage aktuelle Musik
Hamburg 1. – 15. Mai 2010

blurred edges 2010 präsentiert innerhalb von 15 Tagen 43
Veranstaltungen in 19 über die gesamte Stadt verteilten Spielstätten:
Konzerte komponierter, improvisierter, elektronischer Musik, soundart, Klang installationen, lectures, Vermittlungsprojekten und open air-Performances.

Der Verband für aktuelle Musik Hamburg (VAMH) übernimmt dabei die Koordination der Bewerbungen, Organisation und Pressearbeit. Die zahlreichen Veranstalter kuratieren ihr Festival selbst und garantieren damit einen sehr breiten Blick auf die lokale und internationale Musikszene.

Mehr Info: http://www.blurrededges.de http://www.vamh.de

***********************************
***********************************

Arte-Doku über den «gefährlichsten Mann Amerikas»

Er wurde als Held gefeiert und als Verräter geächtet. Henry Kissinger bezeichnete ihn als «gefährlichsten Mann Amerikas». Daniel Ellsberg brachte 1971 geheime Dokumente und damit die Wahrheit über den Vietnamkrieg an die Öffentlichkeit =
21.04. 2010 | 20.15 Arte | |
http://www.saarbruecker-zeitung.de/nachrichten/stars/fernsehen/Medien-Fernsehen-TV-Ausblick;art4429,3267152
***********************************
***********************************

.

**************************************************************************

MeldungendesTages:

1.VeranstaltungenmitWolfgangLieb(„DieRollederBertelsmannStiftung“)

/KommunalpolitischeKonferen/VeranstaltungmitGünterWallraffinHagen(kritischedistanz)

———————————————————————-

From:“kritischedistanz“
VeranstaltungenmitWolfgangLieb(„DieRollederBertelsmannStiftung“)/KommunalpolitischeKonferenz/VeranstaltungmitGünterWallraffinHagen

Dienstag,den13.April2010um19UhrimVerdi-HausDortmund,Königswall36
Referent:Dr.WolfgangLieb/Köln
Thema:DieRollederBertelsmann-StiftungbeimAbbaudesSozialstaatesundderDemokratie

UnmittelbarerAuslöserfürdiese Veranstaltungwardiegemeinsame (!)
TagungdesDGB-LandesbezirkesNRWmitderBertelsmann-Stiftung zum Thema Kommunalfinanzen.s.dazudieebenfallsbeigefügteInformation:

„NurdieallerdümmstenKälberwählenihrenMetzgerselber“

———————————————————–

UmdiefinanzielleSituationderKommunengehtauchbeiderKommunalpolitischenKonferenz

„RettetunsereStädteundKommunen“

dieamMittwoch,den28.April2010von14?18UhrinderBürgerhalle,
(Friedensplatz1,44137Dortmund)stattfindet.
VeranstalteristderVer.di?LandesfachbereichGemeindenNRW.
.
www.axel-troost.de/serveDocument.php?id=1256&file=4/0/971.pdf

ReferentenderTagungsindu.a.Prof.Dr.GustavA.Horn

(„WegeausderKriseOhneVerbesserungderEinnahmeseitedesStaatesgehtdasnicht“),

Prof.Dr.HeinzBontrop(„WegeausderkommunalenSchuldenfalle“)

———————————————————-

Veranstaltungmit GünterWallraff

InderReihe“GegendenStrom“istamMittwoch,den14.April2010GünterWallraffinHagen.

ImRahmendergemeinsamenKampagnederIGMetallund
derGewerkschaftVer.digegenLeiharbeitsprichterüberseineArbeit:

„Manmusssichverkleiden,umdieGesellschaftzudemaskieren,

musstäuschenundsichverstellen,umdieWahrheitherauszufinden.“

**************************************************************************

**************************************************************************

.

.

.

[::]

.

.

.

[ Alice zwischen den Welten ]

Lesung und Einführung mit Deleuze/Guattari von Anna-Lena Wenzel

Donnerstag 01.04.2010 um 19 Uhr
Jupiterbar im Gängeviertel, Speckstrasse Ecke Caffamacherreihe

**************************************************************************

Alice wird klein und wird groß, schmeißt Pillen ein und spricht mit Tieren. Laut Gilles Deleuze befindet sie sich damit in einem Chaos-Kosmos, in einer Welt der Umkehrungen des „Künftigen und des Vergangenen, des morgigen und des heutigen Tages, des Mehr und des Weniger, des Zuviel und des Nicht Genug, des Aktiven und des Passiven, des Ursache und der Wirkung.“ (G. Deleuze: Logik des Sinns, S.17) Statt sich in eine genau bestimmbare Richtung zu bewegen, bewegt sie sich in unterschiedliche Richtungen gleichzeitig und damit zwischen den Welten. Sie befindet sich im ´Wechselspiel von Sinn und Unsinn` und einem Zustand ´persönlichen
Ungewissheit`. Es handelt sich um einen Zustand des Dazwischen, den man auch als einen dritten Raum bezeichnen kann, da in ihm nicht nur Fragen des Sinnes und der Logik aufs Korn genommen, sondern auch gängige Größen- und Raumverhältnisse auf den Kopf gestellt werden.
Nach einer kurzen Einführung in die Theorie Deleuze/Guattaris und einer Kontextualisierung zur Ausstellung „Von dritten Räumen“ wird Anna-Lena Wenzel aus dem Theaterstück Alice im Wunderland vorlesen.

**************************************************************************
Programm zur Ausstellung “Von dritten Räumen”
15. März bis 25. April 2010, Kunsthaus Hamburg

Ein Ausstellungsprojekt von
Anna Lena Grau, Judith Henning, Pauline M`barek, Vanessa Nica Mueller, Sonja Vohland und Anna-Lena Wenzel

*************************************************************************

[ Wahrzeichnen ]

Ein Projekt von Julia Bonn, Katrin Connan und Therese Roth
Jeden Donnerstag während der Ausstellungsdauer von 12-13 Uhr auf FSK 93,0 und 101,4 Kabel

[ Von HorrorAbjekten in literarischen Texten weißer Siedlerinnen. Grenzziehungen während der Kolonialzeit ]
Eine Zusammenarbeit zwischen dem Künstler Arne Bunk, der Historikerin Renée von der Lippe und der Schauspielerin Charlotte Pfeifer. Eingeladen von Anna-Lena Grau
Mittwoch 14.04.2010 um 19 Uhr, Kunsthaus Hamburg

[ Identitäts- und Raumverschiebungen in der Arbeit von Frederik Kiesler
und Maja Weiss ]
Filmscreening, Vortrag und Diskussion von Erich Pick, Anna-Lena Wenzel und
Doro Wiese Donnerstag 15.04.2010 um 18 Uhr, Kunsthaus Hamburg

**************************************************************************
Weitere Informationen unter: http://www.vondrittenraeumen.net/

**************************************************************************
_______________________________________________
echo mailing list

.

Kultur – Telegramm +++ 24.03. 2010 +++

FRISE Künstlerhaus Hamburg präsentiert:
Titel:

Vom Ursprung der Welten

Kunst – Politik und was daran persönlich ist
Künstler: KP Brehmer
Eröffnung: Mi. 3. März ab 20 Uhr _ es spricht Gunnar F. Gerlach
Ausstellung: 3. März 2010 – 28. März 2010
Öffnungszeiten: Fr, Sa & So, 17-19 Uhr und nach Absprache
Filmabend: Mittwoch, den 10. März 20 Uhr
KP Brehmers Filmtagebücher und andere Filme, mit einer Einführung von Gunnar F. Gerlach und einem anschließenden Gespräch.
Gesprächsrunde: Mittwoch, den 24. März 20 Uhr
“Kunst und Politik und was daran persönlich ist…” Positionen des aktuellen, politischen Engagements der Künstlerinnen in Hamburg.
Eine Gesprächsrunde mit Christine Ebeling «Komm in die Gänge», Judith Hamann «Frappant/IKEA», Michel Chevalier u. a.

………………………………………………………………………
http://www.frise.de/cms/3-0-KP+Bremer.html
……………………………………….
…………………………………………
Titel: Morphische Felder Kraków / HH
Startdatum: 24.03
Enddatum: – 28.03
Beschreibung:
Morphische Felder – Kraków / HH

KiöR e.V. präsentiert 9 Künstler/innen des artist-run space
„Otwarta Pracownia“ aus Kraków, Polen.
Vom 24. bis 28. März 2010 werden unsere Gäste im städtischen Raum
Hamburgs arbeiten.

http://www.otwartapracownia.com
Magda Ciopińska
Ignacy Czwartos
Maria Fiter
Michał Hankus
Lena Hensel
Krzysztof Klimek
Staszek Koba
Lech Kolasiński
Maria Wasilewska

Bereits im Oktober 2009 waren 9 Künstler/innen von KiöR e.V. zu Gast
in Kraków und realisierten dort im Rahmen von „Wir sind woanders
#3“ ihre je eigenen Projekte im öffentlichen Raum …

Am Samstag, 27. März 2010 ab 18 Uhr laden wir Sie und ihre Freunde zur
Abschlußpräsentation ins
Gängeviertel (Valentinskamp/Caffamacherreihe/Speckstraße) 20355
Hamburg ein (den Schildern folgen).
http://www.gaengeviertel.info/

Eine Veranstaltung von KiöR e.V. zu „Wir sind woanders #3“ –
Verband „Aktuelle Kunst Hamburg“
http://www.kioer.dehttp://www.wirsindwoanders.dehttp://www.aktuelle-kunst-
hamburg.de
…………………………………………………

.

.

.

Westwerk

Mathias Deutsch & Misha Shenbrot

Eröffnung: Donnerstag, 18. März 2010, 19 Uhr

Ausstellung: 19. bis 28. März 2010

Mo—Fr 16—19 Uhr | Sa+So 12—16 Uhr

.

»Schwarze Pyramide, Ameisen und Hasardeure«

Eine Begegnung zweier Künstler aus der gleichen Stadt — Berlin — aber aus unterschiedlichen, sich fremden Kulturkreisen über das Medium Papier- und Film-Collagen.

Misha Shenbrot, geboren, aufgewachsen und als Künstler ausgebildet in Russland, erforscht das weggeworfene Kulturgut seiner Fremde — Berlin —, erfindet eine rhythmisierte, fließend-musische Bildsprache als engmaschig visuelle Gedichte zwischen der Borges’schen Freiheit der Imagination und der Versklavung der Banalität.

Mathias Deutsch, geboren in Deutschland, aber aufgewachsen in Ghana und Portugal, hat auf Reisen durch verschiedene Länder (Mexiko, Guatemala, Brasilien, Spanien, Ghana, Nordafrika) den Alltag beobachtet und scheinbar »primitives« Kulturtreibgut gesammelt, um von seiner Fremde zu berichten, und vom blasphemischen Witz der Globalisierung.

Beide Künstler verfahren sehr verschieden, sowohl in ihrer Technik als in der Optik ihrer Arbeiten, generieren aber einen spannenden Dialog im sonst recht vernachlässigten Medium Collage. Das lyrische Recycling ihrer gefundenen Materialien schafft eine erstaunlich frische Bildsprache, einen surrealen und bissigen Pidgin-Kommentar zum Thema Bilderflut und Kulturpsyche.

Misha Shenbrot zur Ausstellung im Westwerk
im März 2010

Im Sommer 1942 wurde das Wohnhaus in der Calle Garay abgerissen. Mit seiner 19. Kellertreppenstufe verschwand auch das Aleph, der Ort, an dem, ohne sich zu vermischen, alle Orte des Erdenrunds sind, von allen Ecken aus gesehen.

Später begriff ich, dass die Schwindel machende Fülle dessen, was sichtbar war, wie die Scheibe eines Spiegels eine Unendlichkeit von Dingen war, weil ich sie aus allen Ecken des Universums anschaute … ich sah ein silbriges Spinnennetz inmitten einer schwarzen Pyramide, ich sah ein aufgebrochenes Labyrinth … ich sah alle Spiegel des Planeten, doch reflektierte mich keiner. Was meine Augen schauten, war simultan …

Im März 2010 wird dieses faszinierende Phänomen im Westwerk in den papiernen Bildern und Projektionen von Misha Shenbrot wieder in Erscheinung treten, wird das Aleph wieder auftauchen.

Alle Lampen und Leuchten, Quellen des Lichts werden im Westwerk versammelt sein!

Jorge Luis Borges (1899—1986)

.

Hier gehts weiter:

http://westwerk.org/Westwerk/morgen/Eintrage/2010/3/18_Mathias_Deutsch_%26_Misha_Shenbrot.html

.

.

„Mit aller Kraft verdrängt“

Anna von Villiez  stellt ihr Buch vor, das den Prozess der umfassenden beruflichen und gesellschaftlichen Entrechtung der rund 450 als »nicht arisch« diffamierten Ärzte Hamburgs im Nationalsozialismus beschreibt. Mehr als ein Fünftel der Hamburger Ärzteschaft wurde durch die nationalsozialistische Gesetzgebung aufgrund ihrer jüdischen Herkunft entrechtet. In der Geschichte des städtischen Ärztewesens kam jüdischen Ärzten bis 1933 eine wichtige Rolle zu. In Hamburg zeugt davon unter anderem das Israelitische Krankenhaus auf St.Pauli. Innerhalb weniger Jahre revidierten die Nationalsozialisten diese Entwicklung radikal, bis 1938 mit dem Approbationsentzug die medizinische Qualifikation jüdischer Ärzte annulliert wurde. Während der Großteil sich ins Ausland retten konnte, kamen 38 Ärzte und sechs Ärztinnen in den Vernichtungslagern um. Das Buch untersucht die schrittweise »Ausschaltung«, dann offene Verfolgung der »nichtarischen« Ärzte und berücksichtigt dabei die Rolle der Hamburger Ärzteschaft und ihrer Organisationen.

Mittwoch, 17. März 2010, 19.00 Uhr

Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel

Kritenbarg 8, 22391 Hamburg (S-Bahnhof Poppenbüttel (S1))

.

http://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/?id=424

http://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de.

.

.

Veranstaltungsdetails

<!–

Eintrag

–>

Titel: 
Vernissage:

Da Hood Vol.3

Startdatum: 05.03
Startzeit: 19:00
Endzeit: 23:00

Beschreibung:
DA HOOD Vol. 3

Eröffnung  05.03.2010 – 19 Uhr

– SPECKSTRASSE 85 – Gängeviertel, Hamburg

– KUTSCHERHÄUSER – Caffamacherreihe 28 a/b

– FABRIK – VALENTINSKAMP 34a
—————————————————————–

Thorsten Brinkmann
Baldur Burwitz
Michael Conrads
Till van Daalen
Christine Ebeling
Maren Floßer
Max Frisinger
Ari Goldmann
Till F.E. Haupt
Tim Kaiser
Eunsook Kim
Henning Kles
Mark Matthes
Jannis Marwitz
Christian Rothmaler
Philipp Schwalb
Silke Silkeborg
Kati Simons
Simon Starke
Nina Wiesnagrotzki
Christoph Zwiener
N.N.

Eingeladen von Seok Lee

Zur Vernissage:
21.30 Uhr Fabrik:  Friedrich Liechtenstein www.friedrichliechtenstein.de

Ausstellung: 6. Feb. bis 17. Feb. 2010
Öffnungszeiten: Mi bis So 15 -19 Uhr
Führungen von N. Wiesnagrotzki: Di.+ Sa. 19 Uhr

………………………………………………………………………
www.das-gaengeviertel.info

.

.

Stadt für alle – latest news

Am Freitag, 26. Februar 2010, 15 Uhr

+++ Latest News: Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter im Streitgespräch mit Christoph Twickel, Initiative „Not in our Name“ +++

Podium und Workshop-Themen en détail:

15:00 Uhr Begrüßung Michael Neumann, Vorsitzender SPD-Fraktion
15:10 Uhr Einführung ins Thema, Andy Grote, Stadtentwicklungsexperte der SPD-Bürgerschaftsfraktion

15:20 bis 16:00 Uhr „Was ist gerechte Stadtentwicklung?“ 3-Minuten-Statements von:
– Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge, Universität Hamburg
– Prof. Jörn Walter, Oberbaudirektor der Stadt Hamburg
– Christoph Twickel, Initiative “Not in our Name”
– Hans-Joachim Rösner, GF Steg Hamburg
– Klaus Illigmann, Abteilungsleiter „Bevölkerung, Wohnen und PERSPEKTIVE MÜNCHEN“, Stadtentwicklungsplanung LH München
– Julian Petrin, Nexthamburg
– Richard Winter, GF Engel & Völkers Commercial
– Michael Mathe, Fachamtsleiter Stadt- und Landschaftsplanung, HH-Mitte
– Olaf Scholz, Landesvorsitzender SPD Hamburg

16:00 Uhr „Wem dient die aktuelle Hamburger Stadtentwicklungspolitik?“ Streitgespräch zwischen Prof. Jörn Walter und Christoph Twickel
Im Verlauf kommen hinzu: Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge und Richard Winter

17-18:30 Uhr Workshops:
1
„Zwischen gesundem Wandel und Verdrängung – wie viel Veränderung vertragen St. Pauli & Co?“
Leitung: Hans-Joachim Rösner (Co-Leitung: Andy Grote)

2
„Gute Wohnungs- und Grundstückpolitik – was können wir von München lernen?“
Leitung: Klaus Illigmann

3
„Partizipation Bürgerbeteiligung, Mitwirkung – was kann man besser machen?“
Leitung: Julian Petrin (Co-Leitung Hansjörg Schmidt, Vors. SPD-Bezirksfraktion Mitte)

4
„Gerechte Stadtentwicklung : Ziele – Wege – Instrumente“
Leitung: Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge

5
„Stadtbild und Stadtgestalt – wie gehen wir mit dem Gesicht der (Innen-)Stadt um?
Leitung: Michael Mathe (Co-Leitung: Dirk Sielmann, Vorsitzender der Bezirksversammlung HH-Mitte)

18:30 – 19:30 Uhr Plenum: Vorstellung der Workshopergebnisse

Ausklang mit Fingerfood

Veranstaltungsort: Aula der Rudolf-Roß-Gesamtschule, Neustädter Straße 60 (Eingang: Poolstr. 7), Hamburg-Neustadt

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten Sie, sich per Fax oder E-Mail anzumelden.
Tipp: Um sich einen Platz zu sichern, können sie sich auch schon jetzt für die Workshops anmelden!

Herzliche Grüße!
Ihre SPD-Bürgerschaftsfraktion

Agnes Josam
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

SPD-Bürgerschaftsfraktion
Rathausmarkt 1, 20095 Hamburg
Tel. (040) 4 28 31 – 1888
Fax (040) 4 28 31 – 2435
agnes.josam(at)spd-fraktion.hamburg.de
http://www.spd-fraktion-hamburg.de

.

.

Pressemitteilung

Kulturfinanzierungskrise: Die Union muss mehr bei der Unterstützung der Kultur wagen

Deutscher Kulturrat schlägt weitere Lösungsmöglichkeiten zur Sicherung der kulturellen Infrastruktur in den Kommunen vor

Berlin, den 25.02.2010. Gestern fand im Deutschen Bundestag eine öffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Medien zum Thema Lage der öffentlichen Kulturfinanzierung in der Finanz- und Wirtschaftskrise Lösungsmöglichkeiten für den Erhalt der kulturellen Infrastruktur in den Ländern und Kommunen statt.

Neun Experten standen den Abgeordneten des Deutschen Bundestags für ihre Fragen zur Verfügung. Es waren: Rolf Bolwin, Geschäftsführender Direktor, Deutscher Bühnenverein; Hajo Cornel, Abteilungsleiter, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg; Jörg Freese, Beigeordneter für Gesundheit, Jugend und Bildung des Deutschen
Landkreistags; Klaus Hebborn, Beigeordneter für Bildung, Kultur und Sport des Deutschen Städtetags; Dr. Nikolas Hill, Staatsrat, Behörde für Kultur, Sport und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg; Peter Lönnecke, Referatsleiter, Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst; Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Meyer, Humboldt-Universität zu Berlin, Juristische Fakultät; Prof. Dr. Christian Waldhoff, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät; Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats e.V.

Übereinstimmend erklärten die Experten, dass die Situation der Kulturfinanzierung in den Ländern und Kommunen äußerst angespannt ist. Dabei sind regionale Unterschiede festzustellen, die unter anderem mit dem Kommunalisierungsgrad der Kulturfinanzierung und der wirtschaftlichen Situation der jeweiligen Länder bzw. Regionen zusammenhängen. Die Experten aus dem Kulturbereich und von den kommunalen Spitzenverbänden schilderten, dass es eben nicht mehr um einzelne Einsparungen, sondern um die Gefahr einer Zerstörung der kulturellen Infrastruktur geht. Darum ist es erforderlich, neben der dringend notwendigen grundlegenden Stärkung der kommunalen Finanzen, jetzt Hilfen bereit zu stellen, damit kein zu großer Schaden entsteht.

Von Seiten der Verfassungsrechtler wurde erklärt, dass dem vom Deutschen Kulturrat vorgeschlagenen Nothilfefonds Kultur verfassungsrechtliche Bedenken entgegen stehen. Die Föderalismusreform I aus dem Jahr 2006 hat die zuvor möglichen Wege einer unmittelbaren Hilfe des Bundes in der Kulturfinanzierung der Länder und Kommunen abgeschnitten. Die „Schleichwege“, die im Rahmen der Föderalismusreform II gefunden wurden, damit der Bund in außergewöhnlichen Notlagen Ländern und Kommunen bei Investitionen doch helfen kann, gelten nach Meinung der angehörten Verfassungsrechtler nur für Investitionen im Sinne von Baumaßnahmen.

Der Verfassungsrechtler Prof. Dr. Dr. Meyer wies zugleich als „schlitzohrigen Ausweg“ darauf hin, dass entgegen der Verfassungslage der Bund dennoch politisch tätig werden könnte, denn „wo kein Kläger, da kein Richter“. Rolf Bolwin erinnerte an die Übergangsfinanzierung des Bundes für kulturelle Infrastruktur in den neuen Ländern, die Anfang der 1990er Jahre aus politischen Gründen zügig auf den Weg gebracht wurde. Jetzt besteht ebenfalls eine besondere Situation und politisches Handeln wäre nötig.

Nachdem der Nothilfefonds Kultur auf verfassungsrechtliche Bedenken stieß, unterbreitete der als Experte eingeladene Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, zwei zusätzliche Lösungsvorschläge, um die kulturelle Infrastruktur in den Kommunen zu sichern. Zum einen könnte der Etat der Kulturstiftung des Bundes deutlich aufgestockt werden, damit von ihr in einem befristeten Zeitraum Projektmittel zur Sicherung der kulturellen Infrastruktur vergeben werden könnten. Hier könnte an eine bestehende Struktur angeknüpft werden, die über umfassende Erfahrungen in der Projektförderung verfügt. Zum zweiten könnten auch die Länder die Kulturstiftung der Länder finanziell stärken und dort einen entsprechenden Projektfonds einrichten. Darüber hinaus könnte sich der Bund an einem solchen Fond finanziell beteiligen. Da der Bund lange Jahre die Kulturstiftung der Länder mitfinanziert hat, dürften diesbezüglich eigentlich keine verfassungsrechtlichen Bedenken bestehen.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: Ein bisschen skurril ist es schon, wenn bei der Anhörung aus den Reihen der Unionsfraktion ständig betont wird, dass eine Hilfe für notleidende Kultureinrichtungen in den Kommunen mit einem Nothilfefonds des Bundes, aufgrund der verfassungsgemäßen Zuständigkeit der Länder für die Kulturförderung nicht gewährt werden darf und gleichzeitig Kulturstaatsminister Bernd Neumann, MdB (CDU), dessen Partei bei der Schaffung des Amtes auch grundsätzliche verfassungsrechtliche Bedenken hatte, der Anhörung zuhörte. Vielleicht sollte die Union einmal der „schlitzohrigen Empfehlung“ des angehörten Verfassungsrechtlers Prof. Meyer folgen und für die Unterstützung der Kultur einfach mal etwas mehr wagen.

Impressum:
Deutscher Kulturrat e.V.
Chausseestrasse 103
10115 Berlin
Web: http://www.kulturrat.de
Email: post(at)kulturrat.de
Tel: 030/24728014
Fax: 030/24721245
Verantwortlich:
Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates

.

.

metainfo:

Rolling Stone präsentiert: Arte TRACKS

Dienstag 16. Februar 2010 um 05.00 Uhr

(Deutschland, 2010, 52mn)
ZDF
Rolling Stone präsentiert: Arte TRACKS.
Im Arte-Magazin werden TRACKS ausgestrahlt, eine dieser raren Inseln anspruchsvoller Popkulturberichterstattung im deutschen Fernsehen – neuerdings bekanntlich präsentiert vom Rolling Stone. Zum einen gibt es heute ein Portrait der New Yorker White Rabbits, mit der wir ja in der aktuellen Ausgabe ans Ende der Nacht gereist sind. Außerdem werden Muse Einblicke in die liebsten Exemplare ihre Plattensammlung geben und im Beitrag „Kunst braucht Stadt!? – Stadt braucht Kunst!?“ wirft die TRACKS-Redaktion einen Blick auf das Zusammenspiel zwischen Kunst und Stadt, u. a. am Beispiel der Aktion „Komm in die Gänge!“ im Hamburger Gängeviertel […]
—————————————

http://www.rollingstone.de/news/article.php?article_file=1265725800.txt&showtopic=The%20Pop%20Life

http://www.arte.tv/de/Kultur-entdecken/tracks/3061538.html

.

.

Muse = The Resistance

Muse

The Resistance
Uprising
The paranoia is in bloom, the PR
The transmissions will resume
They’ll try to push drugs
Keep us all dumbed down and hope that
We will never see the truth around
(So come on!)

Another promise, another scene, another
A package not to keep us trapped in greed
With all the green belts wrapped around our minds
And endless red tape to keep the truth confined
(So come on!)

[Chorus]
They will not force us
They will stop degrading us
They will not control us
We will be victorious

Interchanging mind control
Come let the revolution take its toll if you could
Flick the switch and open your third eye, you’d see that
We should never be afraid to die
(So come on!)

Rise up and take the power back, it’s time that
The fat cats had a heart attack, you know that
Their time is coming to an end
We have to unify and watch our flag ascend

[Chorus]
They will not force us
They will stop degrading us
They will not control us
We will be victorious

Hey .. hey … hey .. hey!
(repeat)

[Chorus]
They will not force us
They will stop degrading us
They will not control us
We will be victorious

Hey .. hey … hey .. hey!
(repeat)

[::]

.

.

White Rabbits „Percussion Gun“ Official Video

http://www.rollingstone.de/news/article.php?article_file=1265725800.txt

http://www.rollingstone.de/news/article.php?article_file=1265301031.txt&showtopic=Features

.

.
Kunstverein Hamburg | 28.01.2009

Der Renitente wird erwachsen

Der für seine gesellschaftskritischen Interventionen berühmte Ausstellungsmacher Florian Waldvogel ist Chef einer Institution – des Hamburger Kunstvereins – geworden. Und überlegt, wie er sich da politisch treu bleiben kann. VON PETRA SCHELLEN
http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/der-renitente-wird-erwachsen/

.
.

.
metalink | Verantaltungshinweis aus d. Mopo

„DIE UNTÜCHTIGEN“ IM UEBEL & GEFÄHRLICH

Ein Hoch auf den Gesellschaftsbruch
Neue Show-Reihe stellt berühmte Exzentriker vor

VON FLORIAN MERKEL

Müßiggänger, Umstürzler, Exzentriker: Das neue literarisch-musikalische Show-Format „Die Untüchtigen“ huldigt Künstlern, deren einziger Leben- und Schaffenszweck der Bruch mit Stil und Gesellschaft war. Die erste Folge ist dem französischen Bohemien Jules Valles (1832-1885) gewidmet – ein Taugenichts und Tunichtgut, wie er im Buche steht. Und wohl kaum jemand könnte dessen Haltung überzeugender (re)präsentieren als das Nonkonformisten-Ratpack aus Anarcho-Entertainer Rocko Schamoni, Punk-Ikone Schorsch Kamerun, Prekär-Musiker Frank Spilker und „Grünen“-Mitgründer Thomas Ebermann.

In den kommenden Ausgaben stellt Hamburgs Subkultur-Schickeria weitere „untüchtige“ Autoren wie Erich Mühsam und Gisela Elsner, aber auch Kultur-Spötter wie Thomas Bernhard und Georg Kreisler vor. „Eine bessere Gesellschaft werden Sie in dieser Stadt nicht finden“, verspricht der Veranstalter. Glauben wir glatt!

Info:
Uebel & Gefährlich Morgen, 20 Uhr, 12 Euro

http://uebelundgefaehrlich.com/wegweiser-.html

http://www.mopo.de/2010/20100202/hamburg/kultur/ein_hoch_auf_den_gesellschaftsbruch.html

.

Jules Vallès (* 11. Juni 1832 in Puy-en-Velay, Haute-Loire; † 14. Februar 1885 in Paris) war ein französischer Journalist, Romanschriftsteller, Publizist sowie Sozial- und Literaturkritiker. Der Insurgent und gewählte Vertreter der Pariser Kommune setzte sich 1871 ins Exil nach London ab, wo er bis 1880 blieb, um der Vollstreckung des in Abwesenheit gegen ihn ausgesprochenen Todesurteils (14. Juli 1872) zu entgehen.

Er war Herausgeber der zumeist kurzlebigen Zeitschriften La Rue (1867), Journal de Sainte-Pélagie (1868), Le Peuple (1869), Le Réfractaire (3 Nummern) und Le Cri du Peuple (1871) =

http://de.wikipedia.org/wiki/Jules_Vall%C3%A8s

.

Zusammenfassung auf Facebook Fundus Polittbüro:

Jules Valles (1832-1885) wer kennt den denn noch? Eben, da liegt das Problem.
Valles ist so etwas wie der „Urvater“ der gesellschaftskritischen Boheme, also des Flügels dieser Spezies, der sich nicht bescheiden wollte mit der These, in der Jugend dürfe man sich ruhig austoben, um nach einer Zeit wilden Lebens um so gesättigter ein reifes, etabliertes Leben zu führen.
Jules Valles war: Bohemien, Literat, hungernder Gelegenheitsarbeiter, Aktivist der Pariser Commune, Herausgeber diverser Zeitschriften, gestrenger Feind jeglicher Disziplin, Phantasieuniform-Träger, zum Tode verurteilter, Begnadigter.
Seine Literatur, meint unser Lexikon zutreffend, sei „ein von wildem Hass und bitterem Humor erfülltes, scharfsinniges Werk in bisweilen krass realistischem Stil.“
Was von Valles an diesem Abend gelesen wird, ist also kompatibel mit Arbeiten von Ebermann, Kamerun, Spilker, Schamoni…

Und Valles ist fast logischer Auftakt einer Reihe, die DIE UNTÜCHTIGEN und ihr leben zwar nicht romantisieren, aber doch in notwendige Erinnerung rufen möchte.
Eine Lanze brechen für jene, die nicht mit beiden Beinen im Leben stehen, keine Realisten sind, die nach landläufigen Maßstäben weder gefördert noch gefordert werden wollen. Die – ob als literarische Figuren oder reale Autoren – den Anforderungen des (kulturindustriellen) Betriebes nicht gewachsen waren. Die gegenüber der Welt – „so, wie sie nun einmal ist“ – fremdeln.
Die Vergrübeltheit für keine Schande halten; die umstürzlerisches denken und, sollte sich die Gelegenheit ergeben, sogar praktizieren.

„Untüchtige“ Autoren wie Erich Mühsam und Gisela Elsner, grobe Spötter das Kulturgetriebe wie Thomas Bernhard, Albert Camus und Georg Kreisler werden also in den nächsten Monaten im „Uebel & Gefährlich“ präsentiert von alteingesessenen Schnapsnörglern und jungen aufstrebenden Versagern auf dem Weg ins kulturelle Nirvana. Die Fragestellung lautet: wie kann ich mir selbst möglichst erfolgreich Steine in den Weg legen.
_

Konzept und Textbuch entnehmen wir dem „Fundus“ der Vers- und Kaderschmiede im Polittbüro (die Thomas Ebermann dort seit gut 6 Jahren veranstaltet).

http://www.facebook.com/event.php?eid=240291624567&index=1

.

.

Front der Abtrünnigen

(Text zur Lesung 2004 Polittbüro)

Wer war Jules Valles? Der Politaktivist Thomas Ebermann und die Spa&szlig;punker Schorsch Kamerun und Rocko Schamoni kl&auml;ren auf: eine Hommage an den Aktivisten der Pariser Kommune

http://www.taz.de/nc/1/archiv/archiv-start/?dig=2004/03/29/a0273&cHash=603c7934a6

.

.

Endlich: Das Moderna Museet in Stockholm kauft systematisch Kunst von Frauen

Was die Geschichte fast vergessen hätte

Von JULIA VOSS | faz

STOCKHOLM, im April […] „Im Moderna Museet, das kann man jetzt schon sehen, wurden die Weichen neu gestellt, die Kunstgeschichte rollt nicht mehr nur die alten Gleise hinunter, sondern biegt plötzlich in andere Richtungen ab“ :

[…] Lars Nittve fuhr nach New York, besuchte die siebenundneunzigjährige Dorothea Tanning und die sechsundneunzigjährige Louise Bourgeois. Von beiden kaufte er Arbeiten. Neu erworben wurden auch Werke von Ljubow Popowa, Lee Lozano, Carolee Schneemann oder Judy Chicago […] =

http://www.faz.net/print/Feuilleton/Was-die-Geschichte-fast-vergessen-haette

.

.

.

Maurizio Cattelan

Posted on 14 June 2009

El italiano Maurzio Cattelan es sin lugar a dudas uno de los artistas mas importantes de los ultimos tiempos. Su sentido del humor siempre esta presente en todo su trabajo, el cual utiliza para descreditar y ridculizar tanto el arte en general como el mercado y las instituciones (galerias, museos, centros culturales) que lo promueven. Es por esto, …

http://www.colectiva.tv/wordpress/lang/es-es/maurizio-cattelan/

.

.

Pinault-Museum in Venedig eröffnet

Dürre am Wasser

François Pinault eröffnet sein Museum mit „Mapping the Studio“. Der neueste Schatz in der Sammlung des Milliardärs nimmt sich ein bisschen absurd aus in Venedig. Ein Ortstermin VON HAJO SCHIFF

http://www.taz.de/1/leben/kuenste/artikel/1/duerre-am-wasser/

.

.

++++++++++++++++++++++++++++

Aufgegabelt + ungeniessbar

Kunst & Kochen

.

| Wednesday, Evening-Panel: „Eelhouse in Aspic“, Restaurant Ordinarily

| Miércoles, tarde-Grupo: Anguilas Caseras en Gelatina, Restaurante Caprichios

| Mercredi soir-Panel: „le anguille de maison en aspic“ (petits et grands) n°: donnez huit, Restaurant Aragon

.

Migrants Map only

.

.

Partyvolk am Pranger

KRAWALLE Hamburger Polizei verteidigt ihren Einsatz beim Schanzenfest als „alternativlos“

Die Hamburger Polizei hat indirekt zugegeben, dass sie die Krawalle beim Schanzenfest am vorvergangenen Wochenende ausgelöst hat. „Es gab einen Zeitpunkt, wo es geboten war reinzugehen, anders als in den früheren Jahren“, sagte Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) am Dienstag auf einer Sondersitzung des Innenausschusses der Hamburger Bürgerschaft. Das Einsatzkonzept sei „richtig und alternativlos“ gewesen, sagte Ahlaus:

http://www.taz.de/regional/nord/nord-aktuell/artikel/?dig=2009%2F07%2F15%2Fa0126&cHash=be659098b7

.

.

Kultur – Telegramm +++ 12-07-09 +++

Tracy Chapman – NDR Open Air 2009 Sängerin Tracy Chapman Tracy Chapman wurde durch ihre meist sparsam instrumentierten sozialkritischen Songs, in denen es um die Trostlosigkeit des Alltags, soziale Probleme und die Kehrseite des „American Dream“ geht, weltbekannt. Noch heute, 20 Jahre nach Veröffentlichung des mit Doppelplatin ausgezeichneten, selbstbetitelten Debüts von 1988, werden ihre Folk-Hits „Talkin‘ Bout A Revolution“ und „Baby Can I Hold You“ an den Lagerfeuern dieser Welt gespielt und gesungen. Tracy Chapman erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Ihre bisherigen sechs Alben verkauften sich weltweit über 35 Millionen-mal. Die aktuelle CD der vierfachen Grammygewinnerin heißt „Our Bright Future“. Im letzten Jahr feierte sie ihr Bühnenjubiläum mit einer Solo-Tour. Diesmal ist sie wieder in Begleitung ihrer Band unterwegs, NDR 2 präsentiert ihr Konzert im Juli im Hamburger Stadtpark! Hamburg | Freilichtbühne Stadtpark Sonntag, 12. Juli 2009 Beginn 19.00 Uhr Freilichtbühne Stadtpark, Saarlandstr./Ecke Jahnring, Hamburg Tickets gibt es für 41,50 EUR zzgl. Gebühren* im Vorverkauf an den bekannten Vorverkaufsstellen.

.

Tracy Chapman Across The Lines [Live Amnesty International]

.

.


08.07 2009

Kunst und Ökonomie in der Krise? Wozu Kunst studieren, wozu lehren? Ein offenes Gespräch zur Annäherung an Konjunkturphänomene im Leuchtturm der charismatischen Ideologie. Bedeutet die Weltwirtschaftskrise nicht nur eine Zäsur in den Ordnungen des Kapitals, sondern zugleich in denjenigen Feldern, die die kulturellen Bedingungen ihrer Herstellung setzen, so scheint künstlerische Praxis als protoprekäre Unternehmung ein Dauerzustand, in der „Krise“, zu sein. Das Kapitalverhältnis allerdings ist in der Kunstausbildung an der HfbK kein Thema und findet in der Auseinandersetzung um ästhetische Fragen keinen Platz. Kann eine ökonomische Krise aber gedacht sein, ohne Einfluss auf das kulturelle Feld? Wie könnte das Verhältnis dieser beiden Krisenphänomene zueinander befragbar sein an einer Institution, die den Namen Kunsthochschule für sich beansprucht hat? HfbK, Lerchenfeld 2 Donnerstag 9.7.09, 15h, R 228

10.07 2009

HH/Schanze: VV – ruft neues Fest aus Schanzenfest 12. September 2009

In der Flora fand heute eine Vollversammlung statt. Von verschiedenen Initiativen aus dem Stadtteil wurde dabei bekannt gegeben, dass am 12. September 2009 als Reaktion auf die Ereignisse am 4.7. ein weiteres Straßenfest im Schanzenviertel stattfindet.
Alle wurden aufgefordert, sich mit eigenen Ideen daran zu beteiligen. Es soll zum Ausdruck gebracht werden, dass Polizeigewalt uns nicht davon abhält, den öffentlichen Raum zu nutzen. Innensenator Ahlhaus ist der politisch Verantwortliche für diesen Einsatz. Das Fest ist direkt an ihn als Botschaft gerichtet. (…)

Käptn Ahlhab auf der Suche nach dem weißen Wal

Rip it up and start again:
Schanzenfest am 12. September 2009
Hier bitte weiterlesen:
http://de.indymedia.org/2009/07/255753.shtml

.

.

Protest

Ehre sei dem „Schreibtischtäter“

Die Bremer Universität ehrt das Ehepaar Christa und Manfred Fuchs. Protestierende prangern aber die Rüstungsproduktion ihres Familienunternehmens an VON CHRISTOPH PAGELProtest
Ehre sei dem „Schreibtischtäter“
Die Bremer Universität ehrt das Ehepaar Christa und Manfred Fuchs. Protestierende prangern aber die Rüstungsproduktion ihres Familienunternehmens an VON CHRISTOPH PAGEL

http://www.taz.de/regional/nord/bremen/artikel/1/ehre-sei-dem-schreibtischtaeter/

++++++++++++++++++++++++++++
++++++++++++++++++++++++++++
.

.

Audimax in Münster besetzt

04.11.2009 – 12:17:07 Uhr – Veröffentlicht in Allgemein

Soeben haben Studierende den Audimax der Universität Münster besetzt. Nach den Besetzungen zahlreicher Hörsäle in Österreich in den vergangenen zwei Wochen auf Grund von miserablen Studienbedingungen und der Einführung von Zulassungsbeschränkungen breitet sich die Besetzungswelle aus:

In Japan und den USA sind Universitäten besetzt, gestern wurden in Heidelberg zwei Hörsäle besetzt und heute schließt sich Münster an.Wir rufen alle anderen Hochschulen auf, sich uns anzuschließen und ebenfalls Hörsäle zu besetzen um eine freie Bildung für alle Menschen durchzusetzen!

* Wir fordern den Stop der Ökonomisierung von Bildung!
* Wir fordern freie Bildung für alle!
* Wir fordern eine ausreichende öffentliche Finanzierung aller
* Bildungseinrichtungen!
* Wir fordern eine radikale Demokratisierung der Schulen und Hochschulen!

Konkrete Forderungen werden im Laufe des Tages diskutiert.

Kommt in den Audimax! Diskutiert mit und unterstützt uns!
Adresse: Johannisstr (Anglistik), schräg gegenüber vom Aegidiimarkt die Straße

weitere Informationen: http://www.unsereunis.de

http://www.bildungsstreik-muenster.de/aktuelles/allgemein/audimax-in-muenster-besetzt/

.

.

«Tom Waits du(e)rfte nicht zum NATO-Gipfel»

Gipfelsoli | Strasbourg-Soligruppe Rostock

Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg kritisiert Polizeipraxis zu Ausreiseverboten beim NATO-Gipfel

Pressemitteilung vom 11.1.2009

* Mitführen von Holzstückchen kein Grund für ein Ausreiseverbot aus Deutschland

Im Vorfeld des NATO-Gipfels im April 2009 verhängte vor allem die Bundespolizei über 100 Ausreiseverbote gegen vermeintliche GipfelgegnerInnen gem. § 10 Passgesetz. Nach dieser Vorschrift kann einem Deutschen die Ausreise aus Deutschland u.a. dann untersagt werden, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass dieser die innere oder äußere Sicherheit oder sonstige erhebliche Belange der Bundesrepublik Deutschland gefährdet.

Mit einer jetzt veröffentlichten Entscheidung vom 17.12.2009 (1 S 1395/09) stellt der VGH Ba-Wü die Rechtswidrigkeit eines Ausreiseverbotes gegen einen Rostocker Antimilitaristen fest. Den bei der Ausreise mitgeführten Holzstücken fehle die Indizwirkung für ein von der Polizei prognostiziertes gewalttätiges Verhalten des Betroffenen. Die damalige Praxis der Polizei, mit der inflationären Aufzählung sogenannter „Beweise“, seien es Flugschriften, Megafone, Bekleidungsstücke, Küchenmesser, Zeltstangen, Holzleisten etc., Gewalttätigkeiten herbeizudefinieren, wird nach Auffassung der Strasbourg-Soligruppe aus Rostock, die den Rostocker Betroffenen der Repression nach dem NATO-Gipfel beisteht, durch die jetzige Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg zukünftig deutlich erschwert.

Die Polizei hatte durch diese „Beweise“ damals versucht, den Anwendungsbereich des § 10 PassG derart weit zu fassen, dass jedes noch so sozialadäquate Verhalten als Beleg für eine angebliche Gefährlichkeit des Betroffenen hätte herangezogen werden können. Letztlich wäre es möglich gewesen, willkürlich gegen jede Person, die nicht in das Bild der Polizei einer friedlichen DemonstrantIn passt, ein Ausreiseverbot zu verhängen. Das durch die Grundrechte geschützte Demonstrationsrecht wäre so ad absurdum geführt worden, so die Soligruppe […]

Verneint wurde durch den Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg bislang auch, dass lediglich das Mitführen eines Megafons die Annahme eines unfriedlichen Verhaltens begründen kann (1 S 809/09). Allerdings könnten neben der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens in jüngerer Zeit wegen Landfriedensbruch z. B. im Auto mitgeführte Flugschriften und ein Megafon als zusätzliche Indizien zu werten sein […]

http://gipfelsoli.org | http://euro-police.noblogs.org

Die vollständige Pressemitteilung und ältere PM,s unter Kultur-Telegramm Medienwatch &amp; Metainfo (Homepage-Hauptseite)

.

Aktuelles

Liebe Mitglieder des Akademischen Senats,
morgen, Donnerstag, soll von Ihnen ein(e) neue PräsidentIn bestätigt werden.
Es wurde versprochen – und war nach dem Debakel mit Prof. Dr. Auweter-Kurtz auch dringend notwendig – das Verfahren für die Findung eines/einer PräsidentIn demokratischer und transparenter zu gestalten.

Bei dem anstehenden Wahlverfahren wurden stattdessen die Bedingungen unserer Wahrnehmung nach noch verschärft; Frau Auweter-Kurtz wurde weder den Mitgliedern des AS erst so kurzfristig vorgestellt, noch in einer geheimen (sondern öffentlichen) Sitzung bestätigt. Die Presseberichte und die plötzliche Eile um die Bestätigung eines/einer neuen PräsidentIn legt nahe, dass Prof.Dr.Lenzen, Präsident der FU Berlin, bestätigt werden soll. Heute am 18.11. beschloss ein großes Plenum Studierender im besetzten Audimax der Uni Hamburg, dass sie den Kandidaten für das Amt des Universitätspräsidenten nicht akzeptieren werden. Herr Lenzen ist Fördermitglied und Berater der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM). Dabei handelt es sich um einen neoliberalen „think tank“, der nachweislich und ohne jeden Hehl im Sinne seiner Erfinder – die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie – Medienmanipulation betreibt.

An der FU Berlin betrieb Lenzen Elitenförderung und forderte „Exzellenz“, Universitäten betrachten er als Unternehmen, deren „gesamtstrategische Steuerung“ in die Hände der Hochschulleitungen gebracht werden muss – Mitbestimmung? Demokratie? Fehlanzeige! Wegen seines Umgangs mit den Selbstverwaltungsgremien an der FU Berlin sind seine Tage dort gezählt. Wir finden, eine Verlängerung seiner Tätigkeit in Hamburg darf es nicht geben! Auch um den Preis, dass eine Suche der Nachfolge von Frau Auweter-Kurtz vielleicht etwas länger dauert.

Wir bitten Sie sich Ihre Entscheidung auf der morgigen Sitzung vor diesem Hintergrund gut zu überlegen.

Mit freundlichen, solidarischen Grüßen,
AG Gremienkontakt des Aktionsplenums

Ausführlichere Informationen zum Nachlesen finden sich auf dem
Flugblatt [1] und auf den unten angegebenen Internet-Seiten.

[1] http://media.de.indymedia.org/media/2009/11//266232.pdf

– Seite der Audimax-Besetzung: http://hamburgbrennt.blogspot.com/
– Homepage der Kampagne für Gebührenfreiheit:
http://www.gebuehrenfreiheit.de/

– Initiative „Lenzen – Not My President“ an der FU Berlin:
http://lenzennotmypresident.wordpress.com/
– Dieter Lenzen Fanclub: Fanclub of Excellence: http://www.dieter-lenzen.de/

– Dossier zu Dieter Lenzen online:
http://www.praesidentenfindung.wachsender-widerstand.de/

.

.

Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg kritisiert Polizeipraxis zu Ausreiseverboten beim NATO-Gipfel

Strasbourg-Soligruppe Rostock

Pressemitteilung vom 11.1.2009

* Mitführen von Holzstückchen kein Grund für ein Ausreiseverbot aus Deutschland

Im Vorfeld des NATO-Gipfels im April 2009 verhängte vor allem die Bundespolizei über 100 Ausreiseverbote gegen vermeintliche GipfelgegnerInnen gem. § 10 Passgesetz. Nach dieser Vorschrift kann einem Deutschen die Ausreise aus Deutschland u.a. dann untersagt werden, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass dieser die innere oder äußere Sicherheit oder sonstige erhebliche Belange der Bundesrepublik Deutschland gefährdet.

Mit einer jetzt veröffentlichten Entscheidung vom 17.12.2009 (1 S 1395/09) stellt der VGH Ba-Wü die Rechtswidrigkeit eines Ausreiseverbotes gegen einen Rostocker Antimilitaristen fest. Den bei der Ausreise mitgeführten Holzstücken fehle die Indizwirkung für ein von der Polizei prognostiziertes gewalttätiges Verhalten des Betroffenen. Die damalige Praxis der Polizei, mit der inflationären Aufzählung sogenannter „Beweise“, seien es Flugschriften, Megafone, Bekleidungsstücke, Küchenmesser, Zeltstangen, Holzleisten etc., Gewalttätigkeiten herbeizudefinieren, wird nach Auffassung der Strasbourg-Soligruppe aus Rostock, die den Rostocker Betroffenen der Repression nach dem NATO-Gipfel beisteht, durch die jetzige Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg zukünftig deutlich erschwert.

Die Polizei hatte durch diese „Beweise“ damals versucht, den Anwendungsbereich des § 10 PassG derart weit zu fassen, dass jedes noch so sozialadäquate Verhalten als Beleg für eine angebliche Gefährlichkeit des Betroffenen hätte herangezogen werden können. Letztlich wäre es möglich gewesen, willkürlich gegen jede Person, die nicht in das Bild der Polizei einer friedlichen DemonstrantIn passt, ein Ausreiseverbot zu verhängen. Das durch die Grundrechte geschützte Demonstrationsrecht wäre so ad absurdum geführt worden, so die Soligruppe.

Auch in dem hier vorliegenden Fall begründete die Polizei das Ausreiseverbot mit Holzstücken, die sie im Fahrzeug des Bekannten, mit dem der Rostocker gemeinsam zur Demonstration nach Strasbourg reisen wollte, gefundenen hatte. Diese Holzteile führte er nach Ansicht der Polizei zu gewalttätigen Zwecken mit. Desweiteren führte die Polizei zur Begründung das Vorliegen mehrerer Strafverfahren von 2001 -2005 gegen den Betroffenen in NRW und von zwei Verfahren im Jahr 2007 in Rostock an. Der VGH sieht jedoch bei den im Auto gefundenen Holzstücken keine verlässliche Indizwirkung für die Gewaltbereitschaft des Betroffenen.
Schließlich wurde gegen den Eigentümer und Fahrer des Wagens, der im übrigen als Zimmerer ein Reisegewerbe betreibt, kein Ausreiseverbot verhängt.
Auch bei den von der Polizei genannten Strafverfahren kritisiert der VGH deren fehlende Indizwirkung. Die angeblichen Strafverfahren aus NRW aus den Jahren 2001 bis 2005 hätten keine zeitliche Nähe zum Gipfel in Strasbourg gehabt und seien schon deswegen nicht relevant. Die beiden Verfahren aus 2007 führten in dem einem Fall zu einem Freispruch, im anderen Fall zu einer Einstellung und fallen auch deswegen als Indiz aus.

HINTERGRUND:

Gegen die massenhaft verhängten Ausreiseverbote wehrten sich schon im Vorfeld des Gipfels eine Vielzahl der Betroffenen mit Widersprüchen sowie Anträgen auf vorläufigen Rechtsschutz. Bereits im April 2009 gab das Verwaltungsgericht Stuttgart einer überwältigenden Mehrzahl der Betroffenen recht und gestattete diesen im Wege von einstweiligen Anordnungen die Ausreise nach Frankreich.

Das VG stellte darin klar, dass allein die Speicherung der Betroffenen in polizeilichen Datenbanken ein Ausreiseverbot nicht rechtfertigen kann. Auch der Einleitung eines Strafverfahrens in jüngerer Zeit kommt keine Indizwirkung für das Ausgehen einer Gefährdung durch den Betroffenen zu, wenn das Ermittlungsverfahren nicht zu einer Verurteilung geführt hat. Es müssen schon weitere Tatsachen hinzutreten, die die Annahme eines prognostizierten gewalttätigen Verhaltens rechtfertigen.

Verneint wurde durch den Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg bislang auch, dass lediglich das Mitführen eines Megafons die Annahme eines unfriedlichen Verhaltens begründen kann (1 S 809/09). Allerdings könnten neben der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens in jüngerer Zeit wegen Landfriedensbruch z. B. im Auto mitgeführte Flugschriften und ein Megafon als zusätzliche Indizien zu werten sein (1 S 807/09).

In dem vorliegenden Fall wehrte sich der Betroffene mit einem Eilantrag vom 4.4.2009 an das VG Stuttgart gegen das Ausreiseverbot. Das VG Stuttgart wies seinen Antrag jedoch als unzulässig zurück, da das Fax zu spät beim Gericht eingegangen sei. Bei der nochmaligen juristischen Kontrolle durch den Verwaltungsgerichtshof stellte das Gericht allerdings fest, dass das Verwaltungsgericht Stuttgart den rechtzeitig eingegangen Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz lediglich zu spät zur Kenntnis genommen hatte. Zudem, so der VGH – und das ist hier entscheidend – hätte der Eilantrag voraussichtlich wegen der oben erwähnten fehlenden Indizwirkung für ein gewalttätiges Verhalten Erfolg gehabt.

Dass es im Vorfeld des Klimagipfels in Kopenhagen, soweit bekannt, kein Ausreiseverbot gab, ist als ein Erfolg des konsequenten juristischen Vorgehens der Betroffenen gegen die willkürliche Polizeipraxis zu werten. Offensichtlich wollte sich die Polizei nicht erneut die Blöße geben, dass ihre Maßnahmen im Nachhinein durch die Gerichtsbarkeit in aller Deutlichkeit als rechtswidrig kritisiert werden.

Allerdings könnte der Strategiewechsel der Repressionsbehörden auch damit zu tun haben, durch die öffentlichkeitswirksame Festnahme von Hunderten von GipfelgegnerInnen während der Gipfelproteste selbst ihre „Macht“ deutlich sichtbar zu zeigen und dadurch auf potentielle DemonstrantInnen abschreckend zu wirken, anstelle weit im Vorfeld der eigentlichen Protestveranstaltungen an den nationalen Grenzen ohne wirksame Wahrnehmung durch die Öffentlichkeit Menschen von der Teilnahme an Protesten fernzuhalten.
Dass dieser Plan nicht aufgeht, sondern auch die Praxis der Massenfestnahmen unter erniedrigenden und unmenschlichen Bedingungen während der Gipfelproteste in Kopenhagen sowohl von der Gerichtsbarkeit als auch in der Öffentlichkeit als rechtswidrig und skandalös angeprangert werden, ist Ziel der Antirepressionsarbeit. Eine Chance, dagegen vorzugehen, sieht die Soligruppe in einem konsequenten Skandalisieren dieser Polizeipraxis in den Gerichtsstuben und auf der Straße.

Kuriosität am Rande:
Für den Fahrer des Wagens war die Fahrt zur Demonstration nach Strasbourg eine Stunde später und 300 Meter weiter auch zu Ende. Die französischen Grenzbeamten sprachen ihm gegenüber ein Einreiseverbot aus. Begründung: In seinem Firmenfahrzeug wäre eine Person mitgereist, die eine Ausreiseuntersagung aus Deutschland bekommen hätte.

http://gipfelsoli.org | http://euro-police.noblogs.org

.

.

.

Pressemitteilung

Wg. Jobcenter: Staatsziel Kultur im Grundgesetz könnte jetzt Wirklichkeit werden Deutscher Kulturrat fordert Bundestagsfraktionen auf, jetzt dem Kulturbereich in der Krise nachhaltig helfen

Berlin, den 08.02.2010. Die Ministerpräsidenten der unionsregierten Bundesländer und die Fraktionsspitze von CDU/CSU haben sich im Streit um die Reform der Jobcenter geeinigt. Sie wollen mit den anderen Fraktionen im Deutschen Bundestag über eine Änderung des Grundgesetzes verhandeln. Die Opposition signalisiert Bereitschaft zum Gespräch.

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, fordert, dass bei den nun anstehenden Diskussionen zur Grundgesetzänderung jetzt endlich auch das Staatsziel Kultur im Grundgesetz auf den Weg gebracht wird.

Der Deutsche Kulturrat fordert, dass das Grundgesetz um den Art. 20 b „Der Staat schützt und fördert die Kultur“ ergänzt wird. Diese Grundgesetzergänzung entspricht 1 : 1 der Empfehlung der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags Kultur in Deutschland.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: Dem Kulturbereich steht das Wasser bis zum Hals. Gerade weil die Kulturfinanzierung als sogenannte freiwillige Aufgabe der Kommunen missverstanden wird, leidet der Kulturbereich deutlicher als andere Bereiche unter der Finanzkrise der öffentlichen Hände. Jetzt soll das Grundgesetz wegen der Jobcenter geändert werden. Wir fordern die Fraktionen des Deutschen Bundestages auf, die bereits seit langem das Staatsziel Kultur im Grundgesetz verankern wollen, auf, die Chance dieser jetzt anstehenden Grundgesetzänderung zu nutzen. Die SPD-Fraktion, die FDP-Fraktion und die Fraktion Die Linke haben sich bereits für das Staatsziel Kultur im Grundgesetz ausgesprochen. Teile der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und der CDU/CSU-Fraktion haben sich ebenfalls zu Kultur als Staatsziel bekannt.
Jetzt heißt es Flagge zeigen und dem Kulturbereich in der Krise nachhaltig helfen.

.

.

.

Written by medienwatch & metainfo

August 27, 2010 at 09:31

Veröffentlicht in

Philosophie des Hauses + Franchise-Expansions-Gemälde + Mehr

with one comment

.

Welt am Sonntag
Rathausmarkt
Autor: Per Hinrichs | 07:35

Von neuen Ratgebern und Einflüsterern

„So ist zu hören, dass er mit zwei Kumpanen im Schlepptau mehrfach bei Bürgermeister Ole von Beust vorstellig wurde, um ein Medienkonzept anzudienen. Das nicht eben günstige Angebot vermochte von Beust dem ondit zufolge aber nicht einmal im Ansatz zu überzeugen, und so probierte es Fritzenkötter zur Sicherheit noch mal in der Kulturbehörde, um auch dort abgewiesen zu werden. Schön, dass es jetzt geklappt hat!“
http://www.welt.de/print/wams/vermischtes/article10920174/Von-neuen-Ratgebern-und-Einfluesterern.html

.

.

Sehr geehrter Herr Ahlhaus,
wir nutzen die Gelegenheit Sie über Abgeordnetenwatch zu kontaktieren, um vielleicht doch noch eine sachliche, inhaltliche Stellungnahme von Ihnen zum Thema „Internationalen Schifffahrts- und Meeresmuseum Peter Tamm“ zu erhalten.

Wie Sie sich sicher erinnern, haben wir nach einigen ergebnislosen schriftlichen und fernmündlichen Versuchen, einen Termin mit Ihnen zu vereinbaren, am Morgen des 9. Septembers 2005 den direkten Weg ins Ludwig-Erhard-Haus 74 gesucht, um Ihnen die Publikation mit dem Titel „Tamm-Tamm, eine Anregung zur öffentlichen Diskussion über das Tamm-Museum“ zu übergeben und möglicherweise mit Ihnen einen Termin zu vereinbaren.

Nach Ihrer Reaktion auf unseren unangemeldeten Besuch möchten wir nicht noch einmal versuchen ein persönliches Gespräch mit Ihnen zu führen. Zu Ihrer Erinnerung: Ohne Erwiderung unserer Begrüßungsgesten haben Sie uns beschämend und lautstark des Hauses verwiesen, uns Terrorisierung vorgeworfen, die Polizei angedroht und Hausverbot erteilt. Ihr Ton und ihre Lautstärke waren uns mehr als fremd, unangenehm und mit unseren demokratischen Wertvorstellungen unvereinbar. Diese Form der Kommunikation hätten wir von ihnen als gewählten Vertreter der Hamburger Bürgerinnen nicht erwartet und überfordert unsere soziale Kompetenz.

Im Rahmen der Aktion „Künstler informieren Politiker“ hatten wir als Ihre Patinnen die Aufgabe übernommen, Sie persönlich über die Hintergründe zum geplanten Internationalen Schifffahrts- und Meeresmuseum Peter Tamm zu informieren. Aus diesem Grund haben wir Ihnen nach diesem unsäglichen Erlebnis die Informationsbroschüre „Tamm-Tamm- Eine Anregung zur öffentlichen Diskussion über das Tamm Museum“ dann in den Briefkasten gesteckt. Wir hoffen, dass Sie diese erhalten haben: mehr

.

.

.

Politporno-Profil°

Koreferenz „Kuckuck“ = Schmerzgrenze umbenannt +++ Schwarzgrüne Glückshormone signifikant freigesetzt [::] Kohäsion: Studiengebühr bleibt! Darüber ärgern wir uns. Stadtbahn wird (irgendwann) gebaut (von Hochtief?) darüber freuen sie sich: Kosten hunderte Millionen – Finanzierung in der Vorstufe und im Ergebnis noch ungeklärt +++ Sozialer Wohnungsbau soll nun angepackt werden +++ Leuchtturm-Elbphilharmonie-Desaster ungeklärt +++ Museen, Kultur + Kunst chronisch unterfinanziert +++ Gentrifizierung: IKEA kein Thema – Finanzierung Gängeviertel ungeklärt +++ Kitas und Schulen unterfinanziert +++ soziale Armut  wächst +++ Kavallerie: Finanzierung von Polizei-Reiterstaffeln (Rückgriff in die ultimative Mottenkiste) +++ Steuerboni für CDU-Vorstand (Man gönnt sich – neben Villen, ja sonst nichts) +++ Facit: Alles kein Problem! „Schwarzgrüne Kapitalente“ verströmen Aufbruchsstimmung für Grossprojekte: Eine(n) Wirtschaftsporno -eh krise, scheint es – nach gestrigem Auftritt, eigentlich nicht zu geben. Verstanden? Ja/Nein ..jst | 19.08.2010

Gal-Ahlhaus-Auftritt Akademie der Künste feuerloescher-tv2

.

.

Hamburg: Mietenpolizei statt Reiterstaffel

mehr

.

WOHNUNGSNOT IN HAMBURG

Und plötzlich bist du obdachlos

Günstige Wohnungen – in Hamburg Mangelware. Wie sehr der Druck auf dem Markt zunimmt, zeigt sich auch an der großen Zahl der Menschen, die auf der Straße leben. Zwei Schicksale. VON GELI TANGERMANN
http://www.mopo.de/2010/20100926/hamburg/panorama/und_ploetzlich_bist_du_obdachlos.html

.

.

Grünes Ja zur CDU in Hamburg | 22.08.2010

Die Fast-alles-ist-möglich-Partei

Von Maria Marquart
Wie biegsam sind die Grünen geworden, wenn es um die Macht geht? Allen Bedenken zum Trotz haben sie sich jetzt in Hamburg für ein Weiter-so mit der CDU entschieden – für die Gegner der Beweis: Die einst rebellische Partei ist zum Club der Jasager verkommen.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,713155,00.html

.

.

DIE WELT: 08:26 | Kommentar

Aufbruch geht anders

Von Jens Meyer-Wellmann
Koalitionen werden zwischen Parteien geschlossen, nicht zwischen Personen. Das ist wahr, aber es ist nur die halbe Wahrheit [..]
http://www.welt.de/die-welt/regionales/hamburg/article9148059/Aufbruch-geht-anders.html

.

.


.

.

Thalia und Schauspielhaus

„Generalintendanz“ – Ein Wort lässt Hamburgs Kultur beben

Von Armgard Seegers | 17. September 2010, 07:42 Uhr
Bürgermeister Ahlhaus überlegt, Thalia und Schauspielhaus zu fusionieren. Damit wären Kultur und Kreativität zerstört und kaum gespart:

[..] Es ist Bürgermeister Christoph Ahlhaus, der nun den Gedanken an eine Generalintendanz für Hamburg wieder aufgegriffen hat. „Wir werden uns anschauen, ob möglicherweise ein Intendant für mehrere Häuser zuständig sein kann“, sagte er gestern auf NDR Info. Was nicht nur von völliger Unkenntnis der jüngsten Hamburger Vergangenheit zeugt. Es ist auch ein Sinnbild dafür, wie offen man inzwischen selbst in der bürgerlichen Schicht nicht nur mit geringer Sachkenntnis, sondern auch mit kultureller Unbildung hausieren gehen kann – ohne Angst davor zu haben, unangenehm aufzufallen. [..] mehr
http://www.abendblatt.de/kultur-live/article1634599/Generalintendanz-Ein-Wort-laesst-Hamburgs-Kultur-beben.html

.

BIOGRAFIE FRISIERT | 23.08.2010

Ian Karan: Ein Lügner als Senator?

VON MATHIS NEUBURGER
So einen schnellen Image-Absturz hat noch keiner hingelegt: Ian Karan, am Freitag als neuer Wirtschaftssenator vorgestellt, ist ein notorischer Lügner. In mindestens drei Fällen hat er die Öffentlichkeit getäuscht, zuletzt am Dienstag.
http://www.mopo.de/2010/20100823/hamburg/politik/ian_karan_ein_luegner_als_senator.html

.

DIE WELT: 08:26  | Bewerten Drucken Versenden

Ian Karan hat seine Biografie geschönt

Designierter Wirtschaftssenator räumt unwahre Angaben ein – Noch 2004 spendete er für Schill-Partei
http://www.welt.de/die-welt/regionales/hamburg/article9148062/Ian-Karan-hat-seine-Biografie-geschoent.html

.

IAN KARAN

Empörung über den dreisten „Lügen-Karan“

Am Mittwoch soll der Unternehmer Ian Karan (71) zum neuen Wirtschaftssenator gekürt werden. Doch sein Image ist bereits vor Amtsantritt schwer ramponiert. VON RENATE PINZKE | MOPO mehr mehr mehr

.

DIE WELT: 08:10

Ian Karan spendete für Primarschul-Gegner

Der designierte Wirtschaftssenator unterstützte aber auch CDU, SPD und die Anhänger der Schulreform – DGB fordert Amtsverzicht Von Per Hinrichs mehr

.

Zwischenruf
paid

Schills Schatten

Von Ein Kommentar von Stephan Steinlein
[..] Zur Erinnerung: In der vergangenen Woche hatte Karan noch betont, er habe sich in der „Schill-Partei getäuscht“ – was ihm nach Schills Skandalrede im Bundestag 2002 klar geworden sei. Gespendet hat er nach dieser Erkenntnis dennoch. Das wirft einen Schatten auf Ahlhaus‘ wichtigste Personalentscheidung [..]
http://www.abendblatt.de/hamburg/article1607498/Schills-Schatten.html

.

20.08.10

SPD und Linke kritisieren Ahlhaus‘ Senatsriege

http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/regioline_nt/hamburgschleswigholstein_nt/article9116718/SPD-und-Linke-kritisieren-Ahlhaus-Senatsriege.html

.

Neuanfang ohne Aufbruchstimmung

Die Besetzung der Senatorenposten mit altgedienten Herren dämpft die Erwartungen an den designierten Bürgermeister Christoph Ahlhaus. Heute müssen die Grünen zustimmen. Von Per Hinrichs
http://www.welt.de/die-welt/regionales/hamburg/article9134372/Neuanfang-ohne-Aufbruchstimmung.html

.

Christine Ebeling «KapiTALENTentwicklung« Quergänge Gängeviertel, Foto: jst, gfg gfok kunstarchiv [::]=[::]=[::]=[::]

.

.

Achtbar eingelullt und verahlhausert

„Sie sei zuversichtlich, dass auf dem Parteitag am Sonntag „ein positives Votum“ für die Fortsetzung des Bündnisses mit der CDU geben werde, sagte Hamburgs Grünenchefin Katharina Fegebank“ SMV | Taz mehr

.

Taz | 17.08.2010
KOMMENTAR VON SVEN-MICHAEL VEIT

Wer sich mit Hunden ins Bett legt, darf sich nicht wundern, mit Flöhen aufzuwachen

Jucken, kratzen, heucheln

Die Aufregung hat etwas Künstliches, vielleicht wäre heuchlerisch sogar der treffendere Ausdruck. Ein parteiloser Unternehmer hat vor zehn Jahren an die Schill-Partei gespendet und das später als Fehler bezeichnet. Seis drum. Natürlich kann der Mann Senator werden, auch Wirtschaftssenator, selbst in Hamburg, sogar in einer Koalition von CDU und Grünen:
http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/jucken-kratzen-heucheln/

.

Basisbesuch | 19.08.2010
VON SVEN-MICHAEL VEIT

Der grüne Schwarze unter Freunden

Hamburgs designierter Bürgermeister Ahlhaus überzeugt die Grünen davon, nicht erzreaktionär zu sein. Dass der Parteitag am Sonntag für die Fortführung der Koalition stimmt, gilt als sehr wahrscheinlich:
http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/der-gruene-schwarze-unter-freunden/

,

Medienwatch | Memo

SENAT STOPPT NACH MOPO-BERICHT MILLIONEN-GESCHENK

Riesenwirbel um die Spielbank-Subvention CDU-Fraktion irritiert „Waren nicht informiert“

CHRISTIAN BURMEISTER

Wie die MOPO berichtete, plante Ahlhaus, die Spielbankabgabe von derzeit 90 Prozent auf 50 Prozent zu senken. Dies hätte bedeutet, dass die Spielbank Hamburg bis 2010 bis zu 30 Millionen Euro Steuern spart. John Jahr, einer der Chefs der Spielbank Hamburg und Sohn des legendären Co-Gründers des Verlags Gruner + Jahr sowie der Spielbank Hamburg, rühmte sich diesen Januar in einem Gespräch mit „Welt Online“, er habe ein „ausgezeichnetes Verhältnis zur Stadt Hamburg“. Im gleichen Gespräch erklärte er mit Blick auf die Hamburger Casinos: „Mit den Renditen können wir nicht zufrieden sein und müssen künftig daran arbeiten.“ Pikant: Beim Immobilienmakler „Dahler & Company“, dessen Co-Gründer Jahr ist, arbeitet ausgerechnet Simone Ahlhaus, die Ehefrau des Innensenators. Sie wechselte im Januar 2009 von der UBS in Hamburg zu „Dahler & Company“ und leitet dort die Lizenzvermarktung =

http://www.mopo.de/2009/20090916/hamburg/politik/riesenwirbel_um_die_spielbank_subvention.html

.

.

Zur Aufklärung

Der Innensenator und die Spielbank

CHRISTIAN BURMEISTER
Es ist schon bemerkenswert: Eigentlich soll der Staat – im Falle Hamburgs der Senat – die Glücksspielsucht bekämpfen. Und so will die GAL auch heute brav in der Bürgerschaft über eine „Fachtagung zur Bekämpfung der Spielsucht“ debattieren. Löblich, aber in Anbetracht der Ereignisse geradezu absurd! Denn der für Glücksspiel zuständige CDU-Senator Christoph Ahlhaus hat als erste erkennbare Amtshandlung auf diesem Feld versucht, der Spielbank Hamburg 30 Millionen Euro Steuern zu ersparen. Noch unglaublicher: Die eigene CDU-Fraktion ist vom Vorhaben des Senats völlig überrascht und fällt ihm in letzter Minute in den Arm. Richtig ins Stutzen kommt man bei der Tatsache, dass die Ehefrau von Ahlhaus seit Beginn des Jahres für ein Unternehmen arbeitet, zu dem auch der Mit-Besitzer der Spielbank mehr als gute Kontakte unterhält. Hat es dort Gefälligkeiten gegeben? Ahlhaus ist bereits jetzt schwer angezählt. Die MOPO bleibt an der Geschichte dran!

http://archiv.mopo.de/archiv/2009/20090916/hamburg/politik/der_innensenator_und_die_spielbank.html

.

.

https://medienwatch.wordpress.com/category/das-wort-vom-casinokapitalismus-abschied-vom-sozialstaat-rekord-neuverschuldung/

.

.

Politik
Porträt | 22.07.2010 09:05 | Ulrike Winkelmann

Hardliner an die Unions-Front

Nach dem Rücktritt von Ole von Beust wird mit Christoph Ahlhaus noch ein Law&Order-Politiker Regierungschef. Gerät Merkels Öffnung der CDU schon ins Stocken?
http://www.freitag.de/politik/1029-hardliner-an-die-unions-front

.

Schwarz-Grün

Harter Hund muss Kreide fressen

Ole von Beusts Möchtegern-Nachfolger Christoph Ahlhaus muss den politischen Spagat üben. Er muss die jetzt wieder erstarkenden konservativen Kräfte in seiner Partei befrieden und zugleich den grünen Koalitionspartner mit liberalen Wurzeln locken. VON SVEN-MICHAEL VEIT | 19.07.2010 mehr

.

.

Philosophie des Hauses

Künftige „First Lady“ organisiert und vernetzt reiche Privatkunden und organisiert deren Investitionen zur Maximierung des Mehrwerts bei luxuriösen Appartements, exquisiten Immobilien und Bauvorhaben. Der Ehegatte Christoph Ahlhaus wird samt seiner Position, als „kapitale Monstranz“ in der Presseerklärung von Dahler & Company mit vorgetragen. Oh oh! Nachtigall, ick hör dir trapsen? Schon im Anflug ein imaginierter Interessenkonflikt? Was haben die Hamburger BürgerInnen davon? Hier wird ausschliesslich eine bestimmte reiche Klientel bedient. Und das Sahnehäubchen ab „First Lady“?, ein bisschen „Benefits Cosmetic“, als „Social Attitude“ in zelebrierter Bürgernähe? Achtung!!! spekulative Satire oder Wirklichkeit? „Spenden bei Bedarf aus reichen Kassen um erfolgreich Volksbegehren durch „plakative Effizienz“ zu Fall zu bringen“? Panorama TV lässt grüßen? Aber der Rücktritt von Ole Beust hat ja nichts damit zu tun wie er versichert?! Berücksichtigt der geneigte Leser die Medien-Beiträge zum Spielkasino, wäre es durchaus ein mögliches Szenario… Oh oh! und dann auch noch die ganze „operative Kreide“ -da gibs bald kein Weiß auf Rügen mehr… Jörg Stange (gfok) 19.07.2010

„Franchise-Expansions-Gemälde“: »Kreidefelsen auf Rügen«, Caspar David Friedrich 1818

.

.

.


.

Stadtentwicklung

Freies Zitat:  „Christoph Ahlhaus wollte als Kind schon einen Tunnel bauen, Eisenbahnschranken versperrten dem Heidelberger Bub, mit seinem Fahrrad den Weg der freien Durchfahrt – das sei sein „Tunnelblick“, heisst es im Portrait des Hamburger Abendblatts über Ahlhaus. Wollte er nun nach seinem Wechsel nach Hamburg, lukrative Tunnel auf dem Immobiliensektor bauen? Denn mit Stadtentwicklung hatte Herr Ahlhaus bisher eigentlich nichts am Hut – wie Frau/Man(n) weiss. Eigentlich sei er „Der ewige Gendarm“ wie die Frankfurter Rundschau feststellt.

Betr.: »Loyalität + Synergie« Dieser Mann ist wie er ist. [::]

[..] Bislang hat er sich vor allem als harter Innenpolitiker einen Namen gemacht. Dabei kam Ahlhaus eher durch Zufall in dieses Politikfeld. Eigentlich wollte er Stadtentwicklung machen – aber der Posten in der Fraktion war besetzt. Dafür brauchte man dringend jemanden für die Innenpolitik: Komma + Punkt
http://www.mopo.de/2010/20100719/hamburg/politik/christoph_ahlhaus_unser_neuer_buergermeister.html

.

Simone Ahlhaus: „Ich möchte unserer schönen Stadt dienen“

Simone Ahlhaus (34) kam um 14.34 Uhr ins Rathaus, nahm 14.47 Uhr in der zweiten Reihe in Loge 1 auf der Besuchertribüne Platz – und um 15.30 Uhr hatte Hamburg nach neun Jahren wieder eine First Lady. Elegant, blond, stilsicher, strahlendes Lächeln. BILDzeitung |  mehr
http://www.bild.de/BILD/regional/hamburg/aktuell/2010/08/26/first-lady-simone-ahlhaus-spricht/ich-moechte-unserer-schoenen-stadt-dienen.html

.

Portrait

Der ewige Gendarm

Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus, ein Mann der harten Sprüche, wird als Nachfolger für den Stuhl des Ersten Bürgermeisters gehandelt. Von Beusts möglicher Kronprinz im Portrait.
[…] Keine Probleme hatte der Mann auch, als er mit Ehefrau Simone privat (durchaus erlaubt) im Dienstwagen (keinesfalls erlaubt) durch Paris brauste oder er seine Villa im noblen Blankenese für etwa eine Million Euro in eine Burg umbauen wollte (maßlos übertrieben). […]

http://www.fr-online.de/politik/der-ewige-gendarm/-/1472596/4427306/-/index.html

.

.
CHRISTOPH AHLHAUS

„Früher war ich wohl ein Spießer“

Die MOPO traf Bald-Bürgermeister Christoph Ahlhaus samt Ehefrau Simone in der Schanze. Und ging der Frage nach, wer der Politiker eigentlich wirklich ist. VON MATHIS NEUBURGER | 06.08.2010 mehr

.

.

Verfassungsschutzbericht

Künstler angeblich linksextrem

Hamburgs Innenbehörde erklärt Netzwerk „Recht auf Stadt“ für linksextremistisch. Die mitregierende GAL hält das für ignorant. VON SVEN-MICHAEL VEIT
In dem von Ahlhaus und Verfassungsschutzchef Heino Vahldieck (CDU) präsentierten Bericht 2009 wird unter anderen die Künstlerinitiative „Komm in die Gänge“ des Gängeviertels in die Nähe des Linksextremismus gerückt. Wörtlich heißt es in dem Bericht: „Der Protest der autonomen Szene gegen die Aufwertung von Stadtvierteln („Gentrifizierung“) gewann 2009 an Bedeutung. Neben nichtextremistischen sowie vereinzelt linksextremistisch beeinflussten Künstlerprojekten und Bürgerinitiativen (…) hat sich das linksextremistisch beeinflusste Netzwerk „Recht auf Stadt“ gegründet.“ Da sei, kündigte Möller an, „eine kritische Durchsicht notwendig“:

http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/kuenstler-angeblich-linksextrem/

.

SENATOREN GESUCHT

Heino Vahldieck: Ein Kandidat im Zwielicht

Hamburgs Verfassungsschützer Heino Vahldieck (CDU) soll Senator werden. Doch es gibt Ärger um seinen Besuch bei einer dubiosen Verbindung:
http://www.mopo.de/2010/20100816/hamburg/politik/heino_vahldieck_ein_kandidat_im_zwielicht.html

.

Um zu erkennen, dass es sich bei der Rede Vahldiecks, vor den Verbindungsmitgliedern des Corps Irminsul, eindeutig um »Aufklärung« und des „Aufzeigens zur Grenzziehung zum Extremismus vor derartigen Vereinen“ handelt(e), wäre es nun freilich hilfreich, diese Rede den Hamburger WählerInnen ungekürzt,  zur Lektüre zu gereichen. jst

[…] So wie Ahlhaus, der in seiner Heimat Heidelberg als Gastmitglied in einer schlagenden Verbindung geführt wurde, gibt es auch bei Vahldieck Berührungspunkte mit einer schlagenden Hamburger Verbindung. Beim Corps Irminsul, das dem „Hamburger Waffenring“ angehört, aber nicht als verfassungsfeindlich eingestuft wird, hielt Vahldieck im Rahmen der Reihe „Harvestehuder Gespräche“ einen Vortrag vor den Verbindungsmitgliedern […]
http://www.abendblatt.de/hamburg/article1601527/Will-Ahlhaus-den-Kultursenator-einsparen.html

.

Corps Irminsul (WSC)

Gingen die konservativ, elitären Corps aus KSCV und WSC in den letzten Jahren auf Distanz zur Deutschen Burschenschaft, ja kündigten die Zusammenarbeit mit Verweis auf deren offene Flanke zum Rechtsextremismus in vielen Bereichen gänzlich auf, so trifft dieses nicht auf das Hamburger Corps Irminsul zu. Das älteste Hamburger Corps pflegt seit längerem gute Kontakte zu den Hamburger Burschenschaften und man kandidierte mit Waffenstudenten aus DB und CC auf gemeinsamen Listen zum Studierendenparlament. Millionärssohn Sebastian Greve lobte im StuPa die Kriegsheldentaten seines ritterkreuztragenden Großvaters und sitzt gemeinsam mit Roger Zörb nicht nur als Alter Herr im Corps Irminsul, sondern auch im Vorstand des „Bismarckbundes e.V.“ Dieser Verein alter Monarchisten, Preußenfans und Revanchisten um Schirmherr Ferdinand Fürst von Bismarck hält alljährlich Reichsgründungsfeiern im Sachsenwald ab und zeichnet am 3. Oktober verdiente Rechte mit einer Bismarckmedaille aus, darunter sind auch verfassungsschutz-bekannte Personen. Zörb ist darüber hinaus noch im Aktuellen Vorstand der SWG, was seiner Tätigkeit als stellvertretender Vorsitzender der CDU-Mittelstands-Vereinigung jedoch keinen Abbruch tut  […]  VVN mehr AF mehr TU Berlin mehr

.
.

Rechtslastig | 17.08.2010

Zu viele Verbindungen

Hamburgs designierter Bürgermeister Christoph Ahlhaus (CDU) verärgert grünen Koalitionspartner durch Senats-Kandidaten mit guten Kontakten zu schlagenden Verbindungen und Rechtspopulisten. VON MARCO CARINI
http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/zu-viele-verbindungen/

.

.

.

Simone Ahlhaus leitet Lizenzvermarktung bei Dahler & Company

Industrie, Bau & Immobilien

Pressemitteilung von: Dahler & Company GmbH
Hamburg, 15. Januar 2009 – Simone Ahlhaus sorgt in Zukunft für das Wachstum des Netzwerks der Dahler & Company GmbH, das aus 30 Franchisepartnern und eigenen Büros an 17 Orten, z. B. in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Wiesbaden und Salzburg, auf Sylt und Föhr sowie am Tegernsee besteht mehr | Foto: Transformation: „Korrektur der Nationalfarben -gemessen an der Vermögensverteilung“ Gold = Großkapital , Schwarz Mittelstand, Rot restliche Haushalte. => [::] Hommage à KP Brehmer, Foto/Grafik: Jörg Stange | gfok

http://www.dahlercompany.de/de/index.htm

.

Dahler & Company auf Wachstumskurs

Makler hält an Konzentration auf luxuriöse Wohnimmobilien fest
[..] Geschäftsführer der Dahler & Company Group sind Björn Dahler und Verleger-Spross und Gesellschafter John Jahr jr.  Marco Polo Tower in der Hafencity, eine Kooperation mit der Hochtief-Projektentwicklung [..] 01.12.08
http://www.welt.de/welt_print/article2808416/Dahler-amp-Company-auf-Wachstumskurs.html

.

„Die Marktsituation ist wunderbar“

Moralität der Absahner

Zitat: Makler Eilers von Dahler & Company: „Inflation trifft ohnehin vor allem Menschen mit kleinem Einkommen“ Hamburg boomt! Die 500.000.000,- die ab Herbst eingespart werden müssen, sollen allerdings die „Verlierer“ im großen Finanz- und Bereicherungs-Poker zahlen? Hamburger Millionäre ventilieren in Hamburg ja – laut Rechnungshof mangels Überfrüfung, quasi steuerfrei. = Bundesrechnungshof klagt an: Finanzämter schonen Millionäre. jst mehr

Juni 08 Magazin: Klönschnack

.

.

Politik
Gentrifizierung | 06.08.2010 15:00 | Andrej Holm

Rette die Stadt

Ob in den Städten die Logik des Geldes herrscht, sollten nicht nur Anwälte und Künstler unter sich ausmachen. Denn die Debatte darf nicht kulturalisiert werden.
Vor einem Jahr war die Welt des städtischen Protestes noch in Ordnung. Vielerorts gründeten sich Initiativen und mobilisierten gegen Großprojekte und den Ausverkauf der Städte. Begleitet wurden die Kampagnen von einem regelrechten Boom an Artikeln über steigende Mieten und Verdrängungsprozesse in den Innenstädten. Die überregionale Presse berichtete über unternehmerische Stadtentwicklungsleitbilder und die sozialen Auswirkungen der Immobilienwirtschaft. „Bionade-Biedermeier“ wurde zum geflügelten Wort für die dominant-spießigen Lebensstile im Prenzlauer Berg, die Süddeutsche Zeitung befürchtete die „Vertreibung aus dem reichen Herz der Städte“, und beim Axel-Springer-Verlag notierte man: „Praktisch jede deutsche Metropole hat heute ihre Gentrifizierungsdebatte“. weiterlesen bitte Link benutzen:
http://www.freitag.de/politik/1031-rette-die-stadt

.

.

…“Sie wird neben ihrem Mann die Stadt repräsentieren – ob beim Matthiae-Mahl, beim Presseball oder auf Empfängen. Simone Ahlhaus macht auf jeden Fall eine gute Figur“
mopo mehr?

.

.

.

Marianne Faithfull – „Working Class Hero“ (live)

.

.

Beust-Nachfolger

Der freundliche Herr Ahlhaus

Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus soll dem populären Ole von Beust nachfolgen – und muss dafür nicht nur die Grünen gewinnen sondern auch die Stadt

[..] Ahlhaus benötigt nun ein glückliches Händchen bei der Auswahl seines Nachfolgers als Innensenator und der Besetzung des Wirtschaftssenatorpostens. Der bisherige Senator Axel Gedaschko (CDU) wechselt als künftiger Präsident des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen nach Berlin [..]
http://www.tagesspiegel.de/politik/der-freundliche-herr-ahlhaus/1896040.html

.

.

Maiansingen in Heidelberg – bald auch in Hamburg?

Vorsitzender der Heidelberger Altstadt-CDU, Christoph Ahlhaus, der dem Vernehmen nach die Verbindungen in einem Brief aufgefordert hat, das Maiansingen wieder aufzunehmen. „Viele Bürger der Stadt“, so Ahlhaus, sehen in dem braunen Spuk „ein gutes Stück liebgewonnener Heidelberger Tradition.“ Burschenschaftler nutzten diese Tradition:
http://unimut.fsk.uni-heidelberg.de/aktuell/987691204

.

.

Turner Ahlhaus

Zu den Vorwürfen gegen Hamburgs designierten Bürgermeister Christoph Ahlhaus, Mitgliedschaft in einer rechten Burschenschaft zu sein, erklärte die Antifaschistische Initiative Heidelberg (AIHD) am Mittwoch. | 29.07.2010

Christoph Ahlhaus, Hamburger Innensenator, hat durch seinen Pressesprecher verkünden lassen, er sei »lediglich einige Male Gast« der Turnerschaft Ghibellinia gewesen. Das ist unwahr:
http://www.jungewelt.de/2010/07-29/026.php

.

.

Karl Heid erhält im Hamburger Rathaus das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse

Hamburg – [..] „Unser schönes, stolzes Rathaus ist der richtige Ort für diese außergewöhnliche Auszeichnung“, betonte Ahlhaus, der den Orden im Namen von Bundespräsident Horst Köhler aushändigte:
http://deutscher-marinebund.blog.de/2010/05/05/hohe-auszeichnung-praesidenten-deutschen-marinebundes-8518046/

.

Abmeldung aus dem Leben

[..] Ittenbach: „Am nächsten Tag ging ein Transport über Berlin ins KZ nach Theresienstadt und später nach Auschwitz; mit diesem Transport schickten die Nazis fast ausschließlich Verletzte des Ersten Weltkrieges in den Tod.“ Das „Eiserne Kreuz“ hatte für Samuel die Schutzfunktion verloren [..]
http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/hunsrueck/aktuell/Heute-in-der-Hunsrueck-Zeitung-Thalfanger-erforschen-Geschichte-von-Opfern-des-Nationalsozialismus;art779,2596539

.

ERSTER GAL-ABGEORDNETER LEGT SICH FEST

Michael Gwosdz: „Ahlhaus ist so nicht wählbar!“

Der designierte Bürgermeister Christoph Ahlhaus (CDU) gerät wegen seines Einsatzes für eine schlagende Verbindung immer stärker unter Druck. Der erste GAL-Abgeordnete versagt ihm jetzt die Gefolgschaft! VON MATHIS NEUBURGER
http://www.mopo.de/2010/20100729/hamburg/politik/michael_gwosdz_ahlhaus_ist_so_nicht_waehlbar.html

.

.

1. August 2010 | Schwarz-Grün

Zum neuen Hamburger 1. Bürgermeister

Am 25. August, der ersten Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft nach der Sommerpause, steht die Neuwahl des 1. Bürgermeisters an. Die CDU hat dafür Christoph Ahlhaus nominiert. Die SPD spricht von Neuwahlen, hat bis jetzt aber auch (noch) nicht ihren Landesvorsitzenden Olaf Scholz als Gegenkandidaten ins Rennen geschickt. Die GAL will am 20. August entscheiden, ob sie C. Ahlhaus mitwählt. Die Mandatsverteilung in der Bürgerschaft ändert sich bis dahin nicht- CDU 56, SPD 45, GAL 12, DIE LINKE 8 Abgeordnete. Eine grundlegend neue Lage könnte sich also nur ergeben, wenn die schwarz-grüne Koalition zerbricht. Die GAL vor allem sich neu positioniert. Selbst wenn nicht alle Abgeordneten von CDU und GAL C. Ahlhaus wählen würden, dürfte es für seine Berufung reichen.

Um sich auf alle denkbaren Varianten einstellen zu können, sollen hier verschiedne Szenarios einmal durchgespielt werden:

http://www.die-linke-hh.de/politik/diskussionen/detail/artikel/zum-neuen-hamburger-1-buergermeister.html

.

Dossier 1: Wer ist Christoph Ahlhaus?

Banker und Jurist (mit Referendariat bei der deutsch-amerikanischen Handelskammer in New York), 2001 aus Heidelberg vom damaligen CDU-Vorsitzenden Dirk Fischer als Landesgeschäftsführer nach Hamburg geholt. 2006 Staatsrat in der Innenbehörde und MdBüH, seit August 2008 Innensenator, Vorsitzender des CDU Bezirks HH- Nord. Profiliert als Law-and-order-Innensenator, der für seine rigiden Polizeieinsätze bekannt ist, Bundeswehreinsätze im Inneren befürwortet, ständig für Gesetzesverschärfungen plädiert und sich für Vermerke über Migration in Kriminalakten einsetzt. 2006 hat er für eine Milderung des Korruptionsregisters gestimmt. 2008 zum „Abschiebeminister des Jahres“ auf Grund des „härtesten Abschieberegimes in Deutschland“ gewählt. Die Presse bezeichnet ihn als „Karrieristen der Hinterzimmer“ (Süddeutsche Ztg., 18. 7. 10), „Konservativen Hardliner“ (Financial Times, 21. 1. 10), „ewigen Gendarmen“ und „Jurist und Banker, der als schlauer Typ gilt, der weiß, wie man zu etwas kommt“ (FR, 26. 6. 10). Er ist Conkneipant der schlagenden Turnerschaft Ghibellinia, einer pflichtschlagenden nur Männer aufnehmenden studentischen Landsmannschaft, die nach dem Prinzip des Lebensbundes,…der lebenslang gilt“, wirkt und Mitglied im Coburger Convent (CC) ist (dem reaktionären Dachverband von rund 100 Studentenverbindungen, denen man Sexismus, Hämophobie und Elitenbildung nachsagt). In Baden-Württemberg protestieren die Grünen regelmäßig gegen den CC und die Ghibellinia, während C. Ahlhaus für deren Studentenhaus spendete:

http://www.die-linke-hh.de/politik/diskussionen/detail/artikel/zum-neuen-hamburger-1-buergermeister.html

.

.

SCHWARZ-GRÜN | 10.08.2010

Lieber Neuwahl als Ahlhaus

In der GAL wächst die Skepsis gegen Möchtegern-Bürgermeister Christoph Ahlhaus. Antrag für Parteitag fordert, den konservativen Innensenator nicht zu wählen VON SVEN-MICHAEL VEIT

http://www.taz.de/1/nord/hamburg/artikel/1/lieber-neuwahl-als-ahlhaus/
.

.

Grüner Gegenwind | 10.08.2010

Die grünen Daumen

KOMMENTAR VON SVEN-MICHAEL VEIT
Ein Selbstgänger wird das nicht. Ob die GAL-Mitglieder den als konservativen Hardliner verschrienen Innensenator Christoph Ahlhaus im Amt des Ersten Bürgermeisters sehen möchten, ist derzeit nicht vorhersagbar. Nicht zuletzt, weil die meisten mit unbekanntem Gefühlszustand aus den Sommerferien zurückkommen werden. Gewiss ist nur, dass sie sich von der Rücktrittsankündigung von Beusts und der krachenden Niederlage beim Volksentscheid über die Primarschulreform erst mal erholen mussten:
http://www.taz.de/1/nord/hamburg/artikel/1/die-gruenen-daumen/

.

.

Erste Grüne schießen gegen Koalition unter Ahlhaus

Einige Altonaer Mitglieder wollen das schwarz-grüne Bündnis aufkündigen und sich der SPD nähern – Parteiführung zeigt sich gelassen
von Per Hinrichs
http://www.welt.de/die-welt/regionales/hamburg/article8937565/Erste-Gruene-schiessen-gegen-Koalition-unter-Ahlhaus.html

.

.
Hamburgs Innensenator | 13.08.2010

Greenwashing eines Schwarzen

Christoph Ahlhaus will vom Innensenator zum Bürgermeister in Hamburg aufsteigen. Dafür muss der Christdemokrat den grünen Koalitionspartner davon überzeugen, dass er kein konservativer Hardliner ist. VON SVEN-MICHAEL VEIT
http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/greenwashing-eines-schwarzen/

.

.

Koalitionspoker in Hamburg

Ahlhaus bettelt um grüne Unterstützung

[..] Ginge es nach der Meinung der Bürger, so wäre die Situation eindeutig: Neuwahlen, Rot-Grün an die Macht, Olaf Scholz als Bürgermeister. Ganze 56 Prozent der Hamburger sprachen sich in einer Umfrage im Auftrag des „Hamburger Abendblatt“ für ein vorzeitiges Ende der Koalition aus. Nur 32 Prozent dagegen waren für eine Fortsetzung der schwarz-grünen Regierung [..]
http://www.ftd.de/politik/deutschland/:koalitionspoker-in-hamburg-ahlhaus-bettelt-um-gruene-unterstuetzung/50158448.html

.

.

Analyse

Tabubruch in Hamburg

Der geballte Polizeigriff auf die Taiba-Moschee wirkt wie ein symbolischer Akt. Ein Kraftakt, mit verdächtig dünner Beweisgrundlage.
Die Taiba-Moschee, seit dem frühen Montag geräumt, durchsucht und versiegelt, hat wahrlich nicht viele Freunde. Der Innensenator und zukünftige Erste Bürgermeister Hamburgs, Christoph Ahlhaus, freut sich, dass „der Spuk“ endlich vorbei sei:
http://www.fr-online.de/politik/meinung/tabubruch-in-hamburg/-/1472602/4546130/-/index.html
.

.

WERNER JANTOSCH

Aufstand gegen den Polizei-Chef

Das zweiseitige Papier hat einen unverfänglichen Titel: „In Sorge um die Polizei Hamburg“. Verfasser sind mehrere hochrangige Hamburger Polizeiführer – und es hat es in sich! VON THOMAS HIRSCHBIEGEL
http://www.mopo.de/2010/20100812/hamburg/politik/aufstand_gegen_den_polizei_chef.html

.

.

12.08.2010
KOMMENTAR

Warum reagierte Ahlhaus nicht?

VON THOMAS HIRSCHBIEGEL
http://www.mopo.de/2010/20100812/hamburg/politik/warum_reagierte_ahlhaus_nicht.html

.

WERNER JANTOSCH

Der Brandbrief im Wortlaut

Das zweiseitige Papier ist mit dem unverfänglichen Titel „In Sorge um die Polizei Hamburg“ überschrieben, hat es aber in sich:
http://www.mopo.de/2010/20100812/hamburg/politik/der_brandbrief_im_wortlaut.html

.

Polizeiaffäre | 13.08.2010

Fahndung nach den Kritikern

Präsident Jantosch schweigt weiter öffentlich und greift intern die Autoren des Briefes an. Gewerkschaft der Polizei fordert Innensenator Ahlhaus zum Eingreifen auf. VON KAI VON APPEN
http://www.taz.de/1/nord/hamburg/artikel/1/fahndung-nach-den-kritikern-1/

.

.

 


.

HA Portrait
Hamburg | 31. Juli 2010, 07:00 Uhr
Christoph Ahlhaus

Der Mann, den sie schon mit elf Kanzler nannten

Von Camilla John und Philip Volkmann-Schluck
Zitat: „Er erinnerte schon damals an Helmut Kohl“, sagt sein langjähriger Mitschüler und Freund Phillip Munzinger*. Dann fügt er hinzu: „Auch von der Statur her.“ Er freue sich über seinen Aufstieg, „mir war und ist er ein verlässlicher und loyaler* Freund“.
http://www.abendblatt.de/hamburg/article1585076/Der-Mann-den-sie-schon-mit-elf-Kanzler-nannten.html

.

Betr.: HA-Portrait. Interessant wäre in diesem Diskurs zu erfahren wie „loyal“ der portraitierte Christoph Ahlhaus zu diesem länderübergreifenden Antrag steht?
Offizieller Antrag Philipp Munzinger*
CDU-Politik.de

Klimahysterie vor dem Ende?

28.Januar 2010

Offizieller Antrag: Philipp Munzinger zur Klimapolitik

[..] Die CDU Neuenheim* distanziert sich von einer unreflektierten Politik des Klimaschutzes und fordert alle Gremien der CDU Deutschlands vom Ortsverband bis zum Bundesvorstand, von den Fraktionen der Stadt- und Gemeinderäten bis zu den Fraktionen der Landtage, im Bundestag oder Europaparlament dazu auf, auf einen belastbaren wissenschaftlichen Beweis des anthropogenen Klimawandels zu drängen, bevor weitere Gesetze, Verordnungen, Satzungen, Richtlinien oder sonstige staatliche Maßnahmen im Hinblick auf die Vermeidung und Abmilderung des angeblich menschgemachten Klimawandels beschlossen werden, die zu einer weiteren finanziellen Belastung der Bürgerinnen und Bürger in unserem Lande führen [..]
Neuenheim* (Stadtteil von Heidelberg)

http://cdu-politik.de/2010/01/28/klimahysterie-vor-dem-ende/

Echt Grüne CDU: Keine Experimente!: Revolutions Banner auf der Website der  CDU.

*Loyalität (ˌlo̯jaliˈtɛːt, von franz.: Treue) bezeichnet die innere Verbundenheit  und deren Ausdruck im Verhalten gegenüber einer Person, Gruppe oder Gemeinschaft. Loyalität bedeutet, die Werte des anderen zu teilen und zu vertreten bzw. diese auch dann zu vertreten, wenn man sie nicht vollumfänglich teilt [::]

.

.

Christoph Ahlhaus, Hamburger Innensenator, hat durch seinen Pressesprecher verkünden lassen, er sei »lediglich einige Male Gast« der Turnerschaft Ghibellinia gewesen. Das ist unwahr.
Ahlhaus war keineswegs nur am Rande in der Turnerschaft Ghibellinia involviert. Er war seit Beendigung seines Studiums 1999 Mitglied der schlagenden »Turnerschaft Ghibellinia« im Coburger Convent (CC). Seit seinem Eintritt in die Heidelberger Junge Union im Jahr 1980 war ihm das Milieu der Heidelberger Korporationen bestens vertraut. Ihm waren die nationalistischen und revisionistischen Ausfälle des CC ebenso bekannt wie die Tatsache, daß sich bei der Ghibellinia in den 1990er Jahren ein Lesekreis der Rechtsaußen-Postille Junge Freiheit traf und beste Kontakte bis hin ins rechtsextremistische Lager gepflegt wurden: mehr

 

.

.

..

.

.

.

NACH RÜCKTRITT

Die Zukunft der Kulturbehörde

Nach von Welcks Rücktritt schwebt die Debatte um den Behördenabbau mehr denn je wie ein Damoklesschwert über der Kulturbehörde.
http://www.mopo.de/2010/20100720/hamburg/kultur/die_zukunft_der_behoerde.html
.

[…] Bliebe allein die Kultur, die dann Teil der Wissenschaftsbehörde unter Herlind Gundelach (CDU) werden könnte […]
http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1572832/Ahlhaus-geht-auf-die-Gruenen-zu.html

.
.

Petra Schellen | Taz
[..] Ob die Kulturbehörde weiter existieren wird, ist indes offen. Insider munkeln, dass von Beust-Nachfolger Christoph Ahlhaus sie mit der Wissenschaftsbehörde verschmelzen will. Eine andere Option wäre, Kulturbehörden-Staatsrat Nikolas Hill zum Senator zu machen. Gewünscht sei, so ist zu hören, eine Persönlichkeit, die in Finanzfragen bewandert sei. Nach einem kultur-affinen Senator, der die Szene versteht und hegt, klingt das nicht:
http://www.taz.de/1/nord/hamburg/artikel/1/abgang-einer-ueberforderten/

.

21. Februar 2009

Einen Euro für Hamburgs Kultur!

Der folgende Beitrag befasst sich mit den Arbeitsbedingungen von 1-Euro-Jobbern im Hamburger Kultursektor. Anlass gab das „Marat“-Stück am Hamburger Schauspielhaus. Nachdem der Auftritt eines Chors bestehend aus Hartz IV-Empfängern, die auf 1-Euro-Job-Basis bezahlt wurden, für einigen Wirbel gesorgt hatte, beschloss THE THING den Sinn und Zweck der Maßnahme genauer in den Blick zu nehmen. Autorin Ann-Kathrin Stoltenhoff führte Gespräche mit Betroffenen, mit dem ver.di-Mitarbeiter Roland Kosiek und dem kommissarischen Direktor des Museums der Arbeit, Dr. Jürgen Bönig, und kam zu dem Schluss, dass die Maßnahme bestenfalls die betroffenen Hartz IV-Empfänger davor bewahrt, in den eigenen vier Wänden depressiv zu werden. Schlimmstenfalls und im Regelfall stellen 1-Euro-Jobs eine Belastung für die Betroffenen, die Institution und die gesellschaftliche Gesamtsituation dar – bei verschwindend geringer Integrationsquote mehr
http://www.thing-hamburg.de/index.php?id=976

.

.

Jürgen Flimm |  29.07.10

Hamburg muss Kultur zum Wahlkampfthema machen

[…] Hamburg/Salzburg (dpa/lno) – Der ehemalige Intendant des Hamburger Thalia-Theaters, Jürgen Flimm, hat Hamburg vor einem weiteren Exodus der Kulturschaffenden gewarnt:
http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/regioline_nt/hamburgschleswigholstein_nt/article8721505/Hamburg-muss-Kultur-zum-Wahlkampfthema-machen.html

.

.

Hamburgs designierter Bürgermeister

Schlagender Kontakt

Christoph Ahlhaus soll wahrscheinlich neuer Regierungschef von Hamburg werden. Jetzt bestätigt sich, dass er Kontakte zur Heidelberger „Turnerschaft“ hatte. VON ANDREAS SPEIT | 23.07.2010
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/schlagender-kontakt/

.

.
Schwarz-Grün | 26.07.2010

GAL kritisiert geschlagenen Ahlhaus

Mitgliedschaft des designierten Hamburger Bürgermeisters Ahlhaus (CDU) in der schlagenden Verbindung Ghibellinia verstört den grünen Koalitionspartner. Die GAL fordert „lückenlose Aufklärung“. VON ANDREAS SPEIT UND SVEN-MICHAEL VEIT
http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/gal-kritisiert-geschlagenen-ahlhaus/

.

.

CDU: Der Neue nach Beust Christoph Ahlhaus – Kronprinz aus der Kulisse

[..] Das Motto des Innenpolitikers: „Eine wachsende Stadt muss auch eine sichere Stadt sein.“ Sicherer wurde sein Privathaus, in das beispielsweise schusssichere Fenster eingebaut wurden. Dass dabei der Stadt Hamburg Kosten von rund einer Million Euro entstanden, stört die SPD-Opposition. Das sei ein „negatives Beispiel Hamburger Politik“ [..]
http://www.sueddeutsche.de/politik/cdu-der-neue-nach-beust-christoph-ahlhaus-kronprinz-aus-der-kulisse-1.976482

.

.

BÜRGERMEISTERKANDIDAT

Ahlhaus falsch verbunden?

Christoph Ahlhaus ist Mitglied einer schlagenden Verbindung. Das ist dem Bürgermeisterkandidaten plötzlich unangenehm. VON MATHIS NEUBURGER
http://www.mopo.de/2010/20100725/hamburg/politik/ahlhaus_falsch_verbunden.html

.

.

SENAT | 27.07.2010

Polit-Zoff um Ahlhaus’ Fecht-Freunde

Die GAL fordert von Christoph Ahlhaus die Distanzierung von seiner früheren Studentenverbindung. Das geht dem designierten Bürgermeister zu weit.
VON MATHIS NEUBURGER mehr

.

.

Panorama TV
[..] Neuwahlen, wie sie die SPD fordert, wären in der Tat die sauberste Lösung. Die Bürger, die bei der vorigen Hamburg-Wahl der CDU ihre Stimme gegeben hatten, die wollten allesamt oder überwiegend den großbürgerlich-liberalen Ole von Beust. Nur er konnte das historische Experiment einer schwarz-grünen Koalition auf Landesebene als erster wagen. Jetzt einfach Ole von Beust durch Christoph Ahlhaus, einen CDU-Hardliner mit Mangel an politischem Taktgefühl, auszutauschen, das wäre eine grobe Verfälschung des Wählerwillens. Man muss gespannt sein, wie weit die Grünen da mitmachen und sich ein weiteres Mal verbiegen lassen:
http://panorama.blog.ndr.de/2010/07/19/ole-kohler-oder-horst-von-beust-rucktritt-als-fahnenflucht/

.

.

Hamburger Senat

CDU-Chef nimmt Christoph Ahlhaus in Schutz

[..] Die Turnerschaft Ghibellinia gibt jedoch weiterhin keine Auskünfte – im Gegenteil, seit gestern Morgen ist deren Homepage gesperrt.

Wird die Homepage der Turnerschaft Ghibellinia auf kritische Texte hin abgeklopft und geweißt? Armes Rügen!

http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1581247/CDU-Chef-nimmt-Christoph-Ahlhaus-in-Schutz.html

.

.
Hamburg | 24.07.10 |

Trittin warnt CDU vor Rückkehr an den Stammtisch

Die Bürgermeisterwahl ist für Trittin an Bedingungen geknüpft. Die CDU müsse wählen: Weltoffen oder zurück an den Stammtisch?
http://www.welt.de/politik/deutschland/article8615097/Trittin-warnt-CDU-vor-Rueckkehr-an-den-Stammtisch.html

.

.

Olaf Scholz

Hamburgs neuer Urbanaut

Offiziell ist es nicht. Aber Olaf Scholz wird für die SPD in Hamburg wohl als Bürgermeister antreten. Gegen Christoph Ahlhaus wird er beste Chancen haben. Nur jeder zweite Hamburger kennt Beusts designierten Nachfolger überhaupt.
Von Frank Pergande und Majid Sattar
http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EB3F40B146BAA4DD2A06A35DFF38351A4~ATpl~Ecommon~Scontent.html

.

.

30.07.2010
MOPO-UMFRAGE

Nur 13,1 Prozent wollen Christoph Ahlhaus

Nach dem Abgang von Ole von Beust ist die SPD im Umfrage-Hoch. Wie eine MOPO-Umfrage ergab, würde die Mehrheit der Hamburger Olaf Scholz (SPD) und nicht Christoph Ahlhaus (CDU) zum Bürgermeister wählen.
http://www.mopo.de/2010/20100730/hamburg/politik/nur_13_1_prozent_wollen_christoph_ahlhaus.html

.

.

Der CC

An vielen Universitäten in Österreich und Deutschland gibt es Studentenverbindungen. Unter den Begriff Studentenverbindungen fallen u.a. Landsmannschaften und Turnerschaften. Die meisten letzterer sind im Dachverband Coburger Convent zusammengeschlossen.
.

Was ist der Coburger Convent?

Im Coburger Convent sind ca. 100 Landsmannschaften und Turnerschaften ausschließlich sog. klassischen Typs – d.h. farbentragend und pflichtschlagend – vereinigt. Nach außen geben sie sich meist unpolitisch, selbstverständlich tolerant und gegen jede Art von Extremismus. Man stellt sich gerne als lebendige Gemeinschaft von Studenten und Akademikern dar, deren Zweck nur in der Pflege von Freundschaft, dem Erfahrungsaustausch und der gemeinsamen Bildung besteht.
.

Und in echt?

Tatsächlich verbirgt sich hinter der weltoffenen und fortschrittlichen Fassade ein gut organisiertes System aus Seilschaften, welches dem einzelnen Mitglied wirtschaftliche und soziale Vorteile verschaffen und als homogene Einheit gesellschaftlichen Einfluss ausüben soll. Dieser Einfluss ist ganz und gar nicht unpolitischer, sondern vielmehr rechtskonservativer bis reaktionärer Natur. Im Mittelpunkt der Bemühungen steht die Aufrechterhaltung einer nationalen Elite, welche durch Corpsgeist und damit einem Anti-Individualismus à la „Die Verbindung ist alles – du bist nichts“ bereits über Generationen hinweg besteht. „In unsicheren Zeiten bewähren sich gute Verbindungen“ als zeitloser Werbeslogan steht nicht erst seit der aktuellen Wirtschaftskrise symbolisch für den Kampf der Elite gegen den sozialen und demokratischen Fortschritt. Nicht umsonst sahen sich die meisten Studentenverbindungen am Ziel ihres Strebens – und somit für überflüssig – als das 3. Reich das Problem des Bestehens einer Linken aus der Welt schuf. Sie lösten sich beinahe widerspruchslos auf.
So finden sich unter den „Alte Herren“ genannten Ex-Aktiven dann auch Namen wie Günther Oettinger, der den Nazirichter Filbinger posthum zum Antifaschisten verklärt hat oder Fritz Hippler, der sich sowohl für den NS-Propagandafilm „Der ewige Jude“, als auch für das revisionistische Buch „Korrekturen“ verantwortlich zeichnet, welches im CC auch begeistert gelesen wird.
Eine Distanzierung des Coburger Convent von der deutschen und eigenen Vergangenheit ist zu keinem Zeitpunkt erfolgt. Bei der Revision der Geschichte dagegen ist man bemüht sich gegenseitig zu übertreffen.:

http://coburgerconvent.blogsport.de/cc/

.

Andenpakt [CDU]

Interessant in diesem Zusammenhang ist der als „Geheimbund“ innerhalb der CDU sogenannte „Andenpakt“ siehe u.a. Spiegelbericht. Einige der Mitglieder sind seit Jahrzehnten in schlagenden Verbindungen. Sie setzen sich z.B. für den Einsatz der Bundeswehr im Inneren ein -siehe ExVerteidigungsminister Jung (ebenso steht Ahlhaus für diesen Einsatz im Inneren) oder etwa dem „Andenpakt-Spiegel-Beitrag“ erwähnte Lobbyist Elmar Brok CDU (Europaabgeordnete und Europaexperte der Bertelsmann AG) mit einem weitaus größerem Radius, der Einflussnahme zu steuernder Machthoheit:

[…] Die Darstellung des Spiegels wurde in zahlreichen Medien übernommen und fand weite Verbreitung. Trotz des Medienechos liegen offizielle Stellungnahmen oder Erklärungen der angeblichen Mitglieder des Andenpaktes kaum vor. Vereinzelt wurde die Existenz eines Netzwerkes eingeräumt[3] oder eine Mitgliedschaft dementiert (z.B. Ole von Beust[4]). Gelegentlich wurde angemerkt, dass die politischen Geschehnisse im Jahr 2002 auch ohne die Annahme eines Geheimbundes erklärbar seien.[5] Norbert Blüm bezeichnete den Andenpakt als abgekapselten Geheimbund.[6] 

Seit 2007 wurde vom Ende des Andenpaktes berichtet.[7][8]

Neue Aufmerksamkeit erlangte der Andenpakt Ende Mai 2010 durch den politischen Rückzug von Roland Koch, der in den Medien teils als Überraschung[9] teils als strategischer Rückzug zur Stärkung von Christian Wulff als letzten politischen Hoffnungsträger des Paktes gewertet wurde.[10] Die kurz darauf folgende Nominierung von Wulff für das Amt des Bundespräsidenten Anfang Juni 2010 wurde gleichermaßen ausgelegt als sein Wunsch nach einem höheren politischen Amt als auch als Entlastung von Angela Merkel von einem potentiellen Konkurrenten um den CDU-Parteivorsitz und die Kanzlerschaft.[11][12]|

Die „Doppelmitgliedschaften“, wie bei einigen der Protagonisten auf der „Andenpakt-Liste“ und Ghibellinia etc. sind auffällig Deckungsgleich in ihren „konservativen“ Positionierungen, Interessenlagen, Winkelzügen plus Ämterpatronage… jst = Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Andenpakt_%28CDU%29

.

Verbindungsschach

»Andenpakt« Inszenierung im Geiste schlagender Verbindungen ?

[…] Gestiegen seien die Chancen des CDU-Europaabgeordneten Elmar Brok auf die Nachfolge von EU-Kommissar Günter Verheugen. Roland Koch habe Brok seine volle Unterstützung für das Amt zugesagt, so die „Bild am Sonntag“.

Elmar Brok ist CDU-Vorstandsmitglied, gilt als mächtigster Europaabgeordneter der Union und berät seit Jahren Merkel in allen strategischen Europa-Fragen:
http://www.welt.de/politik/bundestagswahl/article4727893/Merkel-will-Roland-Koch-nach-Berlin-holen.html

Burschenschaft Ghibellinia feiert 130. Stfitungsfest mit Schirmherr Ministerpräsident Peter Müller (CDU)
http://www.ghibellinia-prag.de/test/phpkit/include.php?path=content/news.php&catid=3&entries=2&PHPKITSID=90ab99c02a2af11e4c613160c978344b

.

.

Kultur

Konservatismus | 04.08.2010 12:50 | Georg Seeßlen

Dr. Söder und Mr. Burke

Hauptsache offen und ungreifbar, aber dennoch unterscheidbar: Eine Volkspartei namens CDU sucht nach ihren konservativen Wurzeln und kann sie einfach nicht finden.
[..]  „Eine enge Beziehung zur Heimat, ein lebendiges Brauchtum, unsere reichen regionalen Traditionen und die Vielfalt unserer Mundarten bereichern unser Leben und können gerade in der globalisierten Welt eine wichtige sinnstiftende Kraft sein“, und im Bild-Interview legt Mappus unserem Autofähnchen-Nationalismus einen vor: „Wer für die Nationalmannschaft, also für Deutschland spielt, sollte dazu stehen, indem er vor dem Spiel die dritte Strophe des Deutschlandliedes singt. Das hat Jürgen Klinsmann so eingeführt, und das fand ich immer gut.“

Musikantenstadl-Konservatismus! Damit gewinnt man nur Wahlen, wenn man das Politische zugleich abschafft. Die Partei der bürgerlichen Mitte. Dieser semantische Konservatismus ist endgültig zum populistischen Begleitblubbern des Neoliberalismus geworden. Ansonsten taugt Konservatismus nicht mehr zu viel. Nicht einmal zum politischen Feindbild [..]
Was ist Konservatismus? Hier bitte weiterlesen:

http://www.freitag.de/kultur/1031-dr-s-der-und-mr-burke

.

.

.

.

.

Der Beitrag im Arte-Journal über den Burschen- und Altherrentag der Deutschen Burschenschaft in Eisenach vom 27. – 30. Mai 2010. ! [Incl. 1. Strophe des Deutschlandlieds ]

.


.

Burschenschaftler Gedenken der Toten des Dritten Reichs – Heldengedenken sowie Trauer zur Kapitulation am 8. Mai 1945

.

.

.

Filmtitel: „Impressionen vom Festakt der Deutschen Burschenschaft auf der Wartburg in Eisenach“, herausgegeben von der Marburger Burschenschaft Rheinfranken. Der Festakt auf der Wartburg beginnt mit dem Einzug der Chargierten der Alten Burgkellerburschenschaft zu Jena, der Münchener Burschenschaft Arminia-Rhenania, der Heidelberger Burschenschaft Normannia sowie der Stuttgarter Burschenschaft Ghibellinia.

.

.


.

.

Das Lied der deutschen Burschenschaft

1.
Schwört bei dieser blanken Wehre,
schwört, ihr Brüder, allzumal:
Fleckenrein sei unsre Ehre,
wie ein Schild von lichtem Stahl.
Was wir schwuren, sei gehalten
treulich bis zur letzten Ruh‘;
|: Hört’s, ihr Jungen, hört’s, ihr Alten,
Gott im Himmel, hör’s auch du!
2.
Freiheit, duft’ge Himmelsblume,
Morgenstern nach banger Nacht!
Treu vor deinem Heiligtume
stehn wir alle auf der Wacht.
Was erstritten unsre Ahnen,
halten wir in starker Hut;
|: Freiheit schreibt auf eure Fahnen,
für die Freiheit unser Blut!
3.
Vaterland, du Land der Ehre,
stolze Braut mit freier Stirn!
Deinen Fuß benetzen Meere,
deinen Scheitel krönt der Firn.
Laß um deine Huld uns werben,
schirmen dich in unsrer Hand;
|: dein im Leben, dein im Sterben,
ruhmbekränztes Vaterland!
4.
Schwenkt der Schläger blanke Klingen,
hebt die Becher, stoßet an!
Unser Streben, unser Ringen,
aller Welt sei’s kundgetan.
Laßt das Burschenbanner wallen,
haltet’s hoch mit starker Hand,
|: brausend laßt den Ruf erschallen:
Ehre, Freiheit, Vaterland!

.

.


.

Sketch „Burschenschafter“ des OE Kabaretts der Charité, WS 03/04

.

.

.

.

.

„Reiche sammeln für das Matthiae-Mahl“

Am 27.02.09 fand im Hamburger Rathaus das Matthiae-Mahl, das älteste Festbankett der Welt statt. Dieses jährlich stattfindende Mahl, zu dem ca. 400 wohlhabende Gäste eingeladen werden, kostet EUR 120.000,-, wie die LINKE durch eine Anfrage erfahren hat. Trotz der Wirtschaftskrise ist der Senat nicht bereit, auf dieses Mahl zu verzichten. Stattdessen hat er verkündet, dass dies doch nur 6 Cent pro Hamburger Bürger und Bürgerin seien. Der Senat und die Gäste sind an einer Abschaffung ihrer Privilegien zur Unterstützung der sozial Benachteiligten nicht bereit. Um auf diese Situation aufmerksam zu machen, sammelten wohlhabende Hamburger für den Erhalt des Matthiae-Mahls. Mit Sprüchen wie „Haben Sie ein Herz für Reiche“ oder „Wir tun doch was! Was soll der Neid? Ein leerer Magen regiert nicht gern“ zogen Sie durch Hamburgs City. Konfrontiert von einem Mitglied der LINKEN wurde die reiche Gesellschaft Hamburgs (stehenden Griffes) vorgeführt…

.

Pressemitteilung

Eigenständigkeit der Hamburger Kulturbehörde gefährdet

Berlin, den 22.07.2010

Deutscher Kulturrat fordert vollen Einsatz für die Kultur, auch in Hamburg

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, ist äußerst besorgt über Vorschläge, die eigenständige Kulturbehörde in Hamburg abzuschaffen.
Hamburg steht vor vielen Problemen. Neben Ole von Beust, Erster Bürgermeister Hamburgs, ist auch die Kultursenatorin Karin von Welck zurückgetreten. Zugleich müssen gravierende Einsparungen vorgenommen werden.
Erste Forderungen aus Reihen der CDU wurden laut, die eigenständige Kulturbehörde abzuschaffen. Und das, nachdem in Schleswig-Holstein und jüngst in Nordrhein-Westfalen eigenständige Kulturministerien wieder neu eingerichtet wurden. Die Überlegungen zur Eingliederung der Kultur in die Senatskanzlei stellen eine vollkommene Fehlentwicklung dar und schwächen die durch die Verfassung vorgegebene Verantwortung der Länder für die Kultur.
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Der Sparzwang in der Hansestadt und die Schwächung der Kulturbehörde durch den Rücktritt der Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck dürfen nicht ausgenutzt werden, um die Kulturbehörde einzusparen. Kultur ist mehr als ein Annex der Senatskanzlei. Die kulturellen Aufgaben, die zukünftig in Hamburg bewältigt werden müssen, können nicht vom Ersten Bürgermeister quasi nebenher erledigt werden. Kultur erfordert vollen Einsatz, auch in Hamburg.“

.

.

.

.

.

Working Class Hero – John Lennon

Songtext = [::]

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.


Karl Gerold

„Eine Zeitung muss frei von politischen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten sein.“

Frankfurter Rundschau zum hundertsten Geburtstag (2006) von Karl Gerold:

Karl Gerold war fast 30 Jahre das Gesicht der Frankfurter Rundschau und des Druck- und Verlagshauses, das die FR herausgibt. Er übernahm 1946 eine Lizenz an der Zeitung und leitete sie ab 1954 als alleiniger Verleger und Chefredakteur bis zu seinem Tod 1973. Am 29. August 2006 wäre Karl Gerold 100 Jahre alt geworden – Anlass für eine Hommage an den großen deutschen Nachkriegsjournalisten.

.

[::]

.

.

Thomas Mann verstehen

Zu Geschichte und Gegenwart seiner Inanspruchnahme

Von Hermann Kurzke
Teil I: Thomas Manns Verstehen

In seinem berühmten, nicht abgeschickten Brief bzw. Briefentwurf vom Januar 1918 hat Heinrich Mann seinem Bruder Thomas, der im Ersten Weltkrieg für Deutschland Partei genommen hatte, vorgeworfen, Elend und Tod der Völker auf die Liebhabereien seines Geistes zuzuschneiden. Damit ist eine unangenehme Bestimmung dessen gegeben, was Verstehen heißen kann, nämlich: eine Erfahrung auf die jeweiligen Liebhabereien zuzuschneiden. Denn das ist in der Tat häufig der Fall. Verstehen heißt Einfügen in ein subjektives System, heißt, das zu Interpretierende, sei es ein Mensch, ein Erlebnis, eine Nachricht oder ein Buch, in einem persönlichen Kosmos zu lokalisieren und zu identifizieren, ihm einen Namen aus dem persönlichen Bezeichnungsvorrat zu geben und ihm einen Platz anzuweisen im privaten Haus der gedeuteten Welt:
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=8409&ausgabe=200508

.

Glück und Elend der Parasiten

Hans Magnus Enzensberger: Voltaires Neffe

Eine Fälschung in Diderots Manier

[…] Im Stück wird manches genau benannt, denn auch bitterer Ernst ist im Spiel. In Diderots und Voltaires Zeiten mordete „Europa“ kalt die Neger, verfocht aber lauthals auf der Bühne der Aufklärung „erhabene Grundsätze“. Enzensberger scheut sich nicht, noch deutlicher zu werden. Blutdurst und Gier nach Geld bestimmen das Handeln der „Europäer“, genauer: sind das Motiv der handelnden Europäer. Sind sie einmal ganz unter sich, ins intime Gespräch vertieft wie der Neffe mit dem Philosophen, schrecken sie auch nicht zurück vor Erpressung und Verleumdung. Denn es stellt sich im Gespräch heraus, daß auch der Philosoph, der gegen die Übel der Sklaverei wettert, Teilhaber an diesem Handel ist. Sie peitschen sich beide einander bis aufs Blut gefügig, im erdachten Ernstfall wuchern die schrillsten Drohgebärden. Nach völliger Überreizung setzt wieder Milderung ein. Zwar einigt man sich darauf, daß alles, fast alles, nur Spiel war, doch das Elend des Philosophen ist größer noch als das des Neffen, der wieder aufs Parkett der närrischen Unterhaltung gerufen wird, damit sich sein „Hamsterrad“ noch schneller als zuvor drehe.

Der Philosoph verabschiedet sich mit den Worten: „Das ist ja das Fatale, Sie und ich, wir bleiben, was wir sind.“ Und der Neffe, seiner Rolle wieder ganz gewiß, kontert: „Warum auch nicht, Herr Philosoph? Solange es geht, wollen wir unser Unglück genießen.“

Damit endet der Text des Stückes, noch bevor der Vorhang fällt, verlassen die historischen Figuren, die pantomimisch im Hintergrund agierten, die Bühne: „Doch nun tragen sie moderne Anzüge und sehen heutigen Staatsmännern, Bankern und Beratern so ähnlich wie nur möglich; es schadet nicht, wenn einige von ihnen wiederzuerkennen sind.“

Die „Fälschung in Diderots Manier“ ist zu Ende, doch das Stück, das gespielt wurde, ist noch lange nicht vorbei. Helmut Hirsch | Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M. 1996, 71 S.

http://www.luise-berlin.de/lesezei/blz97_11/text29.htm

.

Voltaires Neffe von Hans Magnus Enzensberger – Inhaltsangabe
Goethe, Hegel, Brecht und Foucault waren nicht die einzigen, die in „Rameaus Neffen“ ein Meisterwerk sahen. Auch auf dem Theater hat Diderots Dialog m verschiedenen Fassungen immer wieder triumphiert. Ein unsterbliches Paar hat der Autor auf die Bühne gebracht: den hauptberuflichen Moralisten und seinen Gegenspieler, den Zyniker, Parasiten und verkrachten Künstler. Am Ende müssen die beiden einsehen, daß sie einander ähnlicher sind, als ihnen lieb sein kann. In ihnen kündigt sich das zerrissene Bewußtsein der Moderne an.§Hans Magnus Enzensberger hat diesen berühmten Text neu geschrieben. An die Stelle des halbvergessenen Opernkomponisten Rameau ist Voltaire höchstpersönlich gerückt. Die Szenerie ist nicht das literarische Cafe, sondern das Foyer einer Akademie, die eine hochpolitische Beratung über die Ausbeutung der Kolonien abhält. Und wo Diderot an das Treiben in den Pariser Salons anknüpfte, an Opernintrigen und Schauspielerkabalen, stehen nun Börsenspekulationen und Arbeitsplätze, die Geheimpolizei und der Sklavenhandel im Mittelpunkt. Entstanden ist auf diese Weise die respektvolle Fälschung eines Klassikers. Das Buch

 

.

 

Meta Transport(e) GfoK »Vorsicht Kunst!« Gleichschaltung + Widerstand

.

[::]

.

.

L’Express: Für Ihren Freund Konrad Lorenz haben die Konflikte und die Kriege ihren Ursprung in der menschlichen Aggressivität. Ist das auch Ihre Meinung?

Popper: Ich glaube, daß Lorenz ein sehr großer Denker ist, aber diese Idee scheint mir falsch zu sein. Sie wird widerlegt durch Friedenszeiten, die mehrere Generationen lang andauerten. Aber natürlich kann man alles durch den Aggressionstrieb oder seine Unterdrückung oder auch durch den Sexualtrieb erklären. Eine der Aufgaben einer Regierung ist es, die Staatsbürger zu schützen, und ich glaube, daß die Kriege oft deshalb entstehen, weil man befürchtet, daß die Verteidigungskräfte im Vergleich zu einem gut bewaffneten Aggressor zu schwach sein könnten. Das kann zu militärischer Konkurrenz und zum Krieg führen. Wenn es ein psychologisches Element gibt, das für Kriege verantwortlich ist, dann ist es eher die Angst vor dem Aggressor als der Wunsch, aggressiv zu sein. […]

http://www.gkpn.de/popper.htm

.

.

DIE STELLUNG DES SUBJEKTS BEI FOUCAULT UND HABERMAS

von Markus Paulus
1. Einleitung
Der Tod des Subjekts scheint allgegenwärtig zu sein. Die abendländische Philosophiegeschichte lässt sich bis weit ins 20. Jahrhundert hinein in weiten Teilen als ein Diskurs über die Destruktion eines einst vermeintlich sich allmächtig dünkenden Subjekts lesen, welcher in Foucaults klassischer Metapher, dass „der Mensch verschwindet wie am Meeresufer ein Gesicht im Sand“, ein geflügeltes Wort gefunden hat. Die gegenwärtige Literatur besingt das Ende des schöpferischen Autors, welchem es nicht gelingt, neue Werke zu schaffen, und dem daher nichts anderes übrig bleibt, als schon Dagewesenes zu wiederholen. Angesichts der Risiken der Globalisierung und des Ausbaus des Überwachungsstaates im Schatten des internationalen Terrorismus fühlt sich das einzelne Individuum ohnmächtig und ausgeliefert. In dieser bedrückenden Situation scheint Max Schelers 1928 getroffene Feststellung, dass „zu keiner Zeit der Geschichte der Mensch sich so problematisch geworden ist wie in der Gegenwart“ aktueller denn je zuvor. Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Frage, zu welchen subjekttheoretischen Aussagen zwei der bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts sowie einflussreiche Diagnostiker der Moderne, Michel Foucault und Jürgen Habermas kommen, ob mit der Annahme eines Verfalls des Subjekts übereinstimmen oder, falls nicht, welche andere Sichtweise auf das Subjekt, seine Risiken und Chancen, sie vertreten. Die Komplexität dieser Fragestellung sollte nicht unterschätzt werden, legen doch beide Autoren keine direkte Theorie des Subjektes vor. Vielmehr thematisieren sie verschiedene Aspekte in ihren verschiedenen Werken, so dass eine Rekonstruktion der oftmals impliziten Charakterisierung des Subjekts nötig ist. Aus diesem Grund ist dieser Beitrag folgendermaßen aufgebaut: nach der Einleitung
(1) subjekttheoretischen Positionen von Habermas und Foucault näher charakterisieren. Die Ergebnisse dieser Darstellung nutzend sollen ein Vergleich ausgewählter Aspekte dieser beiden Zugangsweisen zum Subjekt Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen beiden Theoretikern offenbaren sowie einen möglichen Vermittlungsweg für eine der offenen Fragen skizzieren.
2. Die Stellung des Subjekts bei Foucault

Hier bitte weiterlesen

.

.

.

.
.

L’Express: Kann die Offene Gesellschaft überleben?

[…] Popper: Wie soll ich Ihnen antworten? Ich bin nicht in der Lage zu sagen, welche Bedingungen notwendig und hinreichend für ihr Überleben sind. Ich kann nur einige Empfehlungen formulieren. Ich bin überzeugt, daß sie immer bedroht sein wird. Ich bin sicher, ein Jahrhundert Frieden würde genügen, und viele junge Leute würden vergessen, wie die Welt vor hundert Jahren aussah und von welch unschätzbarem Wert die Offene Gesellschaft ist. Außer, sie interessieren sich für Geschichte, ein Fach, in dem der Unterricht im allgemeinen schlecht ist…. mehr

.

.

.

e-Sonderdruck aus:
Ingo Bode / Adalbert Evers / Ansgar Klein (Hg.):

Bürgergesellschaft als Projekt
Eine Bestandsaufnahme zu Entwicklung und Förderung zivilgesellschaftlicher Potenziale in Deutschland
Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2009, Seite 265–291

.
Rudolph Bauer

Bürgergesellschaft als Bertelsmann-Projekt

Ein kritischer Bericht

Es klingt für wahr paradox: Eine Organisation der Zivilgesellschaft, deren Repräsentanten die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements auf ihre Fahnen geschrieben haben, unterläuft die genuinen Anliegen der Bürgergesellschaft im Interesse eines elitebürgerlichen Projekts. Oder: Eine gemeinnützige Organisation nutzt ihren privilegierten Zugang zu den Medien, um eine unternehmerfreundliche Wirtschafts- und Steuerpolitik zu fordern mit dem Ziel, den Staat in seinen gesellschaftspolitischen Handlungsmöglichkeiten einzuschränken, was dann wiederum durch vermehrtes bürgerschaftliches Engagement ausgeglichen werden soll. Oder weiter: Eine nicht-staatliche Nonprofit-Organisation fordert „weniger Staat“ und besitzt die Aktienmehrheit eines Konzerns, von dessen Tochterunternehmen eines sich anschickt, Dienstleistungsaufgaben der öffentlichen Verwaltung zu übernehmen und gewinnbringend in privatwirtschaftlicher Regie zu betreiben. Schließlich das Paradoxon, dass ein unternehmerischer Global Player mehrheitlich einer als gemeinnützig anerkannten, durch Steuerbefreiung staatlich alimentierten Stiftung gehört, deren Think Tanks sich mit Unterstützung seitens der Konzern-Medien anschicken, politische Mandatsträger in Fragen sowohl der Bildungs-, Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik als auch der europäischen, der transatlantischen sowie der internationalen Militär-, Sicherheits- und Migrationspolitik zu beraten, um sie dadurch im Firmeninteresse zu beeinflussen: Hier bitte weiterlesen

.

.

.

.

medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de

Written by medienwatch & metainfo

Juli 22, 2010 at 21:54

Veröffentlicht in Korrektur der Nationalfarben