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Archive for Februar 2012

Die Radioretter: Offener Brief an die Intendantin des WDR 3

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Offener Brief

Sehr geehrte Frau Intendantin,

die Informationen aus den WDR 3-Redaktionen und auch die Berichte in der Presse über weitere Streichungen im Programm machen uns keine Sorgen, denn Sie werden derart undurchdachte Pläne sicher nicht zulassen und mit einem Federstrich verhindern: die Streichung von täglich 32 Minuten politischer Berichterstattung im „Journal“, das Verschwinden eines wöchentlichen Feature-Platzes für Musik und Literatur, die Verwandlung des werktäglichen aktuellen Kulturmagazins „Resonanzen“ in ein Wiederholungsprogramm und das Aus für das sonntägliche Auslandsmagazin „Resonanzen weltweit“ – um nur einige der als Organisationsreform angekündigten „Kleinigkeiten“ zu nennen.

Wir hoffen, dass Sie sich als Intendantin dem öffentlich-rechtlichen Programmauftrag verpflichtet fühlen und sich zudem den Blick für die Verhältnismäßigkeit der Mittel bewahrt haben: Die Einsparungen im WDR 3-Radio wären ja nur ein Klacks im Vergleich zu den Unsummen, die für den Profi-Fußball im Fernsehen ausgegeben werden. Oder die der gebührenfinanzierte Selbstfindungsprozess teurer Moderatoren im Vorabendprogramm kostet. Um nur zwei Beispiele zu nennen.

Schon die in den letzten zehn Jahren vorgenommenen Veränderungen im WDR-Kulturradio bedeuten eine große Schwächung: Gestrichen, gekürzt, abgebaut oder ausgelagert wurden das politische Feuilleton des „Kritischen Tagebuchs“, die literarischen Lesungen, Rezensionen, Originaltonmitschnitte in „Dokumente und Debatten“, Gesprächssendungen wie „Zeitfragen/Streitfragen“ oder „Funkhausgespräche“ sowie Features und Hörspiele.

Die Wirkungen dieser Programmpolitik sind katastrophal. Ein Kulturprogramm verarmt und nicht einmal das Argument, man könne mit weniger Qualitäts-Einschaltradio und mit mehr Begleitmusik auch mehr Hörer gewinnen, stimmt. Im Gegenteil: Die Hörerzahlen sind weiter gesunken. Auch Sie kommen deshalb an der Erkenntnis nicht vorbei: Die allmähliche Zurichtung eines anspruchsvollen Kulturprogramms in ein leicht konsumierbares Häppchenangebot („Kultur to go“) ist nicht nur schädlich, sondern auch gescheitert. Und die Fortsetzung falschen Denkens löst nicht die Probleme, die es schuf. Wir vertrauen deshalb darauf, dass Sie die neuesten Abbau-Pläne für WDR 3 längst in den Papierkorb geworfen haben. Sie sollten es nur noch öffentlich machen. Und zwar sofort. Indem Sie zum Beispiel die folgenden fünf Punkte als Maßstab ihrer Programmpolitik unterstreichen:

  1. Das Kulturradio muss dem Hörer zugewandt sein; es darf ihn nicht unterfordern oder ruhig stellen, es muss sein Interesse wecken und Zusammenhänge wie ungewöhnliche Perspektiven vermitteln. Das Kulturradio füllt einen umfassenden Kulturbegriff mit Leben.
  2. Das Kulturradio muss dabei den Gegenstand seiner Berichterstattung und Reflexion ernst nehmen und sich auf die Komplexität der Gegenstände einlassen. Das erfordert kompetente Autoren und Redakteure, aber auch die Verteidigung der entsprechenden Sendeplätze.
  3. Das Kulturradio muss Anstöße geben. Es vermittelt Kultur, produziert Kultur und ist ein Teil der Kultur. Dazu gehören Konflikt, Streit, Brisanz. Es kann nicht nur Service bieten, denn Kunst, Literatur, Theater, Musik und Wissenschaft sind mehr als nur Konsumgüter. Rezension und Kritik begleiten die kulturelle Entwicklung und treiben sie voran.
  4. Das Kulturradio orientiert über Probleme auch der Gegenwart und Zukunft, zeigt Handlungsmöglichkeiten auf. Es ist ein Gegenwartsmedium. Die Beschränkung der Politik auf stündliche Nachrichten ist unzureichend.
  5. Das Kulturradio öffnet besondere Perspektiven auf die Politik: Das erfordert Sendeplätze für lokale und globale Berichterstattung, für Analyse und Kommentar. Deshalb unterhält der öffentlich-rechtliche Rundfunk sein Korrespondentennetz. Er überlässt die politische Meinungsbildung nicht nationalen und internationalen Medienkonzernen.

Für WDR 3 bedeutet das,

  • die politischen Journale zu erhalten und auszubauen,
  • kulturelle Berichterstattung, Rezension und Kritik zu verstärken; durch die Förderung von Fachkompetenz und durch die Schaffung neuer Sendeplätze (statt weiterer Streichungen),
  • die Erhaltung und die Weiterentwicklung des als Feuilleton konzipierten Kulturmagazins „Resonanzen“ mit seinem besonderen Blick auf die Welt aus kultureller und politischer Perspektive (statt der Umwandlung in eine Wiederholungssendung),
  • das Literatur- und Musikfeature nicht zu streichen.

WDR 3 sollte vielmehr mit seinen Stärken punkten und wieder mehr Dokumentationen und Kulturproduktionen zu günstigeren Sendezeiten präsentieren – und dafür werben.

Mit solchen und ähnlichen Maßnahmen könnten Sie der leider berechtigten Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk entgegentreten, die von Verarmung, Verflachung oder gar der Verdummung der Programme spricht. Beweisen Sie das Gegenteil.

Köln, Februar 2012

http://www.die-radioretter.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=1&idart=5

Liste mit allen Unterzeichnern

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Erstunterzeichner:

Lothar Fend, Journalist, Münster
Prof. Dr. Manfred Schneider, Germanist, Bochum
Frieder Reininghaus, Musikpublizist und Kulturkorrespondent, Köln
Günter Wallraff, Schriftsteller und Journalist, Köln
Navid Kermani, Schriftsteller, Köln
Dr. Walter van Rossum, Publizist, Köln
Prof. Marie-Luise Angerer, Professorin für Medien- und Kulturwissenschaften, Köln
Matthias Greffrath, Schriftsteller und Journalist, Berlin
Prof. Dr. Hans-Joachim Lenger, Professor für Philosophie, Hamburg
Eberhard Rondholz, Autor, Berlin
Prof. Dr. Klaus Kreimeier, Publizist und Medienwissenschaftler, Berlin
Susanne Waltermann, Künstlerin, Köln
Walter Adler, Hörspielmacher, Köln
Wilfried Schmickler, Kabarettist, Köln
Ingrid und Dieter Süverkrüp, Liedermacher und Maler, Düsseldorf
Gabriele Seifert-Neuenhofer, Künstlerin, Köln
Curt Hondrich, Journalist und Autor, Leichlingen
Irene Schoor, Journalistin und Filmhistorikerin, Köln
Horst Schäfer, Publizist, Dozent Universität Duisburg-Essen, Köln
Volker Dittrich, Verleger, Berlin
Wolfgang Lieb, Herausgeber der Nachdenkseiten, Köln
Prof. Dr. Hektor Haarkötter, Medienwissenschaftler und Journalist, München & Köln
Christa Henn, Künstlerin, Köln
Helmut Schäfer, Künstlerischer Leiter Theater an der Ruhr, Mülheim a.d. Ruhr
Thomas Palzer, Autor und Filmemacher, München
Ulrich Teiner, Journalist, Köln
Prof. Dr. Michael Stolleis, Rechtshistoriker und Jurist,
Günther Wessel, Journalist, Berlin
Jochen Schimmang, Schriftsteller, Oldenburg
Rupert Neudeck, Journalist und Vors. des Friedenskorps Grünhelme e.V., Troisdorf
Prof. Thomas Heise, Regisseur und Autor, Berlin
Olaf Möller, Kurator und Autor, Köln
Werner Duetsch, Dozent und Autor, Köln
Anne Linsel, Kulturjournalistin und Dokumentarfilmerin, Wuppertal
Prof. Dr. Katajun Amirpur, Professorin für Islamische Studien, Köln
Thomas Moser, Journalist, Berlin
Dr. Eva Weissweiler, Schriftstellerin, Köln
Rainer Wieczorek, Schriftsteller, Frankfurt
Christiane Büchner, Regisseurin, Köln
Bea Novy, Autorin, Köln
Markus Müller, Dipl.-Bibliothekar, Köln
Clair Lüdenbach, Journalistin, Frankfurt
Peter Finkelgruen, Korrespondent und Autor, Köln
Heinrich Pachl, Kabarettist und Filmemacher, Köln
Cornelia Staudacher, Berlin
Wolfgang Stenke, Autor, Evessen
Gerhardt Haag, Theaterleiter „Theater im Bauturm“, Köln
Ruppe Koselleck, Konzeptkünstler, Münster
Pfarrer Hans Mörtter, Lutherkirche, Köln
Dr. Erasmus Schöfer, Schriftsteller und Journalist, Köln
Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Politikwissenschaftler und Autor, Köln
Hermann Schulz, Schriftsteller, Wuppertal
Mirjam Kosewitsch, Wolfenbüttel
Anja Middelberg, Malerin, Köln
Wiebke von Bernstorff, Kulturwissenschaftlerin, Hildesheim
Robert HP Platz, Köln, Komponist und Dirigent
Dr. Wolfgang Bittner, Schriftsteller, Köln
Lutz Dursthoff, Cheflektor Sachbuch Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln
Wolf Christian von Wedel-Parlow, Schriftsteller
Anna Dünnebier, Autorin, Köln
Gert v. Paczensky, Schriftsteller und Journalist, Köln
Prof. Dr. Günter Schulte, Philosoph, Köln
Dr. Hans Erler,  Wiehl-Marienhagen
Lutz Schulenburg, Verleger Edition Nautilus, Hamburg
Dorothee Joachim, bildende Künstlerin, Köln
Angela di Ciriaco-Sussdorff, Journalistin und Produzentin, Lohmar
Harald Schumann, Journalist, Berlin
Holger Bär-Blumenthal, Künstler, Wuppertal
Julia Wolff, Schauspielerin, Wuppertal
Hermann Spix, Autor, Neuss
Uwe Wesel, Jurist, Berlin
Dr. Helmut Kramer, Richter OLG Bs a.D.
Barbara Kramer, Rechtsanwältin
Dogan Akhanli, Schriftsteller, Köln
Ulla Lessmann, Journalistin und Schriftstellerin, Köln
Helmut Braun, Publizist und Herausgeber, Köln
Hans-Jürgen Schunk, freie Regie, Köln
Dr. Lale Akgün, Dipl.-Psychologin und Autorin, Köln
Dr. Rolf Gössner, Rechtsanwalt und Publizist, Bremen
Helga Mathea, freie Regisseurin, Köln
Hannelore Hippe, Journalistin und Autorin, Köln
Karl Betz, ordentlicher Professor für Klavier an der Hochschule für Musik Würzburg
Frieder Wagner, Journalist und Filmemacher, Köln
Dr. Susanne Schüssler, Verlegerin Verlag Klaus Wagenbach, Berlin
Mirjana Wittmann, Übersetzerin, Bonn
Klaus Wittmann, Übersetzer, Bonn
Stefan Siegert, Autor und Musiker (Klassik für Kinder), Hamburg
Teresa Ruiz Rosas, Schriftstellerin und literarische Übersetzerin, Köln
Sabine Hesse, Dipl. Pädagogin und Künstlerin, Köln
Tommy Düx, Sänger, Köln
Bettina Ohnesorge, Lehrerin, Köln
Beate Kiupel, Schauspielerin, Hamburg
Bernhard Pfletschinger, Autor, Bergisch Gladbach
Prof. Dr. Werner Klüppelholz, Musikpädagoge, Siegen
Dr. Thomas Weissweiler, Jazzmusiker und Wirtschaftssenior, Baden Württemberg
Brigitta Lindemann, Autorin, Darmstadt
Bettina Gaus, politische Korrespondentin der „tageszeitung“, Berlin
Klaus Liebe, Journalist, Köln
Fabian v. Freier, Regisseur, Köln
Claudia Kattanek, Regisseurin, Köln
Jochen Kaufmann, Redakteur i.R., Köln
Götz Leineweber, Dramaturg, Köln
Dr. Susanne Alge, Schriftstellerin und Literaturkritikerin, Berlin
Hartwig Riemann, Rentner, Berlin
Melanie Mehring, Klavierlehrerin und Musikerin, Hamburg
Antje Dertinger, Autorin, Bonn
Prof. Dr. Marion Gerards, Professorin für Musik und Soziale Arbeit Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
György Dalos, Schriftsteller, Berlin
Dr. Richard David Precht, Philosoph und Publizist, Köln
Daniela Dahn, Schriftstellerin und Journalistin, Berlin
Anjara I. Bartz, Mitglied des Rundfunkrates des WDR (Programmausschuss), Opernsängerin, Ensemble-Sprecherin der Oper Bonn und stellvertr. Vors. der GDBA-NRW
Elke Heidenreich, Schriftstellerin, Köln

Liste mit allen Unterzeichnern

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WDR 3-Umbau
Offener Brief an Monika Piel
Von Anne Burgmer, 24.02.12
In einem offenen Brief an WDR-Intendantin Monika Piel kritisieren über 70 Kulturschaffende die geplante Reform von WDR 3. Hörfunkdirektor Wolfgang Schmitz verteidigt die Änderungen und weist Kritik der Redakteursvertretung zurück. weiterlesen:
http://www.ksta.de/html/artikel/1330001197211.shtml

 

 

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Februar 28, 2012 at 19:22

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dradio: Die Polizei auf dem Weg zur Geheimpolizei

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Staatliche Interessen verdrängen den Rechtsschutz des Bürgers
Die bewährte grundsätzliche Zuständigkeit der Länder für polizeiliche Gefahrenabwehr, aber auch die Trennung zwischen Polizei und Nachrichtendiensten werden aufgehoben. Die rechtsstaatliche Polizei denaturiert zur Geheimpolizei, sagt Prof. Dr. Peter-Alexis Albrecht.

Das oberste Gebot in einem demokratischen Rechtsstaat ist das einer transparenten Polizei, die durch Offenheit dem Bürger Vertrauen in den Staat vermittelt. Die Offenheit wird jedoch zunehmend überlagert durch den Trend zum geheimen Ermittlungsverfahren. Das Gespenst der Geheimen Staatspolizei und der Staatssicherheit aber erschüttert das Vertrauen der Bürger. In einem demokratischen Rechtsstaat eigentlich undenkbar.
Nach Belieben kann sich die Polizei selbst von den Fesseln der Strafprozessordnung befreien. Es gibt keine strafrichterliche Kontrolle und keine Erkenntnismöglichkeiten für die Gerichte über die polizeilichen Methoden der Beweiserhebung.
Auch die Beteiligung der Strafrichter durch den Richtervorbehalt führt nicht zu einer effektiven Begrenzung (geheim-)polizeilicher Ermittlungen. Dies liegt zum einen daran, dass bei Gefahr im Verzug der Richter durch die Eilkompetenz der Staatsanwaltschaft oder der Polizei umgangen werden kann. Zum anderen filtert die Polizei den Sachverhalt aus ihrer Sicht, ohne dass die Richter ihn tatsächlich zu überprüfen vermögen (…) Weiterlesen:

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1678188/

Hören: dradio

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Februar 28, 2012 at 15:38

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André Orléan (France) + James Kenneth Galbraith (USA) im Gespräch mit Stefan Fuchs (dradio)

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„Wirtschaftsweise ratlos?“

Der Wirtschaftswissenschaftler André Orléan im Gespräch mit Stefan Fuchs
Als im Herbst 2008 die größte Weltwirtschaftskrise seit 1929 hereinbrach, stand die überwältigende Mehrheit der Wirtschaftswissenschaftler nackt da. Kaum einer hatte die Katastrophe kommen sehen. Die moderne Volkswirtschaftslehre mit ihrem Glauben an die Rationalität der Wirtschaftssubjekte wurde zum ersten Opfer der Krise.
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/essayunddiskurs/1582238/

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Letzter Teil der Gesprächsserie „Wirtschaftsweise ratlos“ über die Versäumnisse der Nationalökonomie und ihre dramatischen politischen Folgen spricht Stefan Fuchs mit dem amerikanischen Ökonomen James Kenneth Galbraith Teil 3 der Serie

„Wirtschaftsweise ratlos?“

Noch 2008 feierten Ökonomen am renommierten Massachusetts Institute of Technology enthusiastisch die Fortschritte in allen wichtigen Forschungsfeldern ihrer Disziplin. Es gäbe einen breiten Konsens in zentralen Fragen, das Problem der Rezessionsprävention sei praktisch gelöst. Von Stefan Fuchs
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/essayunddiskurs/1583048/

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Die unglaubliche 15-Billionen-Dollar-Verschwörung

Ist es Fiktion oder Wahrheit? Ein Video aus dem britischen House of Lords erzählt eine hoch kriminelle Geschichte über Banken und Regierungen.
http://www.welt.de/politik/ausland/article13885678/Die-unglaubliche-15-Billionen-Dollar-Verschwoerung.html

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Federal Reserve Bank of New York spricht von Betrug und gefälschten Dokumenten

Scam Involving Yohannes Riyadi and/or Wilfredo Saurin | November 2007

http://www.ny.frb.org/banking/frscams.html

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Februar 24, 2012 at 13:55

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Till Westermayer: Gauck auf der Goldwaage + mehr

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TV Standpunkte° : Joachim Gaucks Ansichten zu Sarrazin und dem Islam (10. Oktober 2010)

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Hier die Transkription dieses Ausschnitts aus einem Interview, das Joachim Gauck am 10. Oktober 2010, wenige Wochen nach Beginn der Sarrazin-Debatte und 7 Tage nach Wulffs Islam-Rede, der „Neuen Züricher Zeitung“ (NZZ) gab.  Weiterlesen:

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=-_woXlCSmIw.

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Till Westermayer |  22. Februar 2012

Gauck auf der Goldwaage

http://blog.till-westermayer.de/index.php/2012/02/22/gauck-auf-der-goldwaage/

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memo: WENDIGER PASTOR | 28.04.2000 00:00 | Peter-Michael Diestel

Auf Wiedersehen, Herr Gauck

http://www.freitag.de/politik/0018-wiedersehen-herr-gauck
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MZ-Gespräch

«Er wird uns die Leviten lesen»

Friedrich Schorlemmer: Ich glaube, Gauck hat im Westen größere Zustimmung als im Osten. Und Bürgerrechtler ist man entweder immer – oder man ist es nie gewesen. Soziale und bürgerliche Menschenrechte gehören untrennbar zusammen. 20.02.12
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta%2Fpage&atype=ksArtikel&

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Nicht alle lieben Gauck

Kritik an seinen Äußerungen zu Sarrazin und Occupy
Konsenskandidat? Von wegen! Nicht nur die Linkspartei pflegt ihre Abneigung gegen Joachim Gauck, Vorbehalte gibt es auch unter Grünen-Politikern und Netzaktivisten. Vor allem im Internet formieren sich nun die Kritiker des designierten Bundespräsidenten.
http://www.dradio.de/aktuell/1682915/

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Warum Gauck ehemalige Stasi-Offiziere einstellte

Bekannt wurde der designierte Bundespräsident Joachim Gauck als Leiter der Stasi-Unterlagen-Behörde. Dort war seine Tätigkeit nicht unumstritten.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13879984/Warum-Gauck-ehemalige-Stasi-Offiziere-einstellte.html

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Stasi-Partner Gauck – Eintreten für Überwachung und die Belange des Finanzkapitals

Es ist ein Rätsel, was die bundesdeutschen Parteien – insbesondere SPD und Grüne – geritten hat, sich für Gauck als Bundespräsidenten zu entscheiden. nachvollziehbar nur in dem Wunsch, jemand mit verinnerlichter Blockwart-Mentalität an der Spitze des Staates zu platzieren. Dass Gauck als williger und proaktiver Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit diente, ist letztlich bekannt, auch wenn es Gauck selbst und den Medien, die ihn heute feiern, gelang, dies zu verschleiern.

Im Jahr 1991 berichtete die WELT von Gaucks Engagement für die Stasi: so stellte er sich loyal hinter die Bemühungen, Ansätze der „Republikflucht“ zu stoppen. Diese Loyalität wurde ihm bescheinigt durch den Stasi-Hauptmann Terpe, der ihm ein günstiges Zeugnis ausstellte und seine erweiterte Mitarbeit empfahl.
Gauck erhielt auch die Gelegenheit zu einer Anzahl von Reisen in die BRD, die einem durchschnittlichen DDR-Bürger verwehrt waren.
Mit den Strukturen der Überwachung durch die Stasi war Gauck offenbar einverstanden. In jüngerer Zeit setzte sich Gauck für die Überwachung durch Vorratsdatenspeicherung ein.

Dass seine Kooperation mit der Stasi in weitrem Umfang bekannt wurde, konnte er verhindern in seiner Eigenschaft als Leiter der Gauck-Behörde. Er setzte sich auch dafür ein, dass Akten nur mit Einwilligung der jeweils Betroffenen verfügbar gemacht wurden.

Insgesamt ergibt sich bei Gauck das Bild einer Blockwart-Mentalität: unabhängig vom jeweiligen Charakter des Systems befürwortet er Massnahmen der Überwachung und der Kontrolle und setzt sich in mehr oder weniger vehementer Form für die jeweiligen ideologischen Grundsätze des Systems ein – ob es sich dabei um den realen Sozialismus der DDR oder nun die neoliberale Vorherrschaft des Finanzkapitals ein. In jedem Fall handelt es sich bei ihm um einen treuen Verbündeten zur Macht- und Herrschaftssicherung. gw – 21.02.12 1731

http://www.freitag.de/politik/0018-wiedersehen-herr-gauck
http://www.handelsblatt.com/technologie/it-tk/it-internet/kritik-bei-twitter-was-gegen-gauck-spricht/6230586-2.html

metainfo http://news.web-hh.de/?newsfull=1&lid=33745&rubrik=politik

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Gaucks Wahrheit(en)  Gauck-Gespräch von 2010

„Die Leute müssen aus der Hängematte aufstehen“

Interview: Oliver Das Gupta und Thorsten Denkler
http://www.sueddeutsche.de/politik/gauck-gespraech-von-die-leute-muessen-aus-der-haengematte-aufstehen-1.1288292

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Ein neoliberaler Präsident für Deutschland

Kaum ein Bundespräsident oder andere Führungsfigur der deutschen Politik stand bisher in solcher Klarheit hinter der neoliberalen Agenda der Elite, wie Joachim Gauck, der dafür nun von allen Parteien, ob schwarz, rot oder grün, dafür gefeiert wird. Lange hatte Deutschland keinen Spitzenpolitiker, der sich einem konsequenten Antikommunismus, wie man ihn seit den Zeiten des kalten Kriegs nicht mehr kennt, so verbunden fühlt. Es muss befürchtet werden, dass diese Wahl zu erheblich.schwererem Unheil führt, als unter Christian Wulff zu erwarten war., gw 20.02.2002
http://news.web-hh.de/?newsfull=1&lid=33744&rubrik=politik

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Stage-Animation: „Korrektur der Nationalfarben“ Hommage à KP Brehmer (jst,gfg-gfok)

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Soziologe kritisiert Ausweitung des Niedriglohnsektors

Klaus Dörre im Gespräch mit Jan-Christoph Kitzler
Nach Ansicht des Soziologen Klaus Dörre von der Universität Jena haben die Hartz-Reformen den Arbeitsmarkt gespalten. Deutschland habe den am stärksten expandierenden Niedriglohnsektor in Europa, sagte Dörre anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Hartz-Kommission.
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1683480/
Hören http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=3&broadcast=348714&datum=20120222&playtime=1329889800&fileid=148283c2&sendung=348714&beitrag=1683480&/

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Deutsches Gipfeldrama in drei Akten (memo 2005)
“Har(t)zer Verwöhnaroma” – Versorgung im Aufwachraum
https://medienwatch.wordpress.com/deutsches-gipfeldrama-in-drei-akten-versorgung-im-aufwachraum/

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Februar 22, 2012 at 09:08

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Ver.di zum Tod des Medienwissenschaftlers Hans J. Kleinsteuber

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„Wir haben einen guten Freund und Ratgeber verloren“

Hamburg, 21. Februar 2012: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di trauert um ihr langjähriges Mitglied Hans J. Kleinsteuber, Medienwissenschaftler und über lange Zeit „Ratgeber und guter Freund“, wie der für den Medienbereich zuständige Hamburger Fachbereichsleiter Martin Dieckmann sagte.

Hans J. Kleinsteuber war Professor für Politische Wissenschaft an der Universität Hamburg, seit 1982 auch für Journalismus und Kommunikationswissenschaft. In wissenschaftlichen Fachkreisen und in der Medienpolitik gehörte er zu den Experten, deren Rat zu Recht gefragt war. Aber auch viele Studierende, vor allem Journalistinnen und Journalisten, haben ihm fundierte Kenntnisse und einen kritischen Blick auf die Medienlandschaft zu verdanken.

Hans J. Kleinsteuber hat sich in der IG Medien und später in ver.di in allen Themengebieten der Medienpolitik und des Journalismus engagiert und gehörte über viele Jahre zum engeren Beraterkreis des ver.di-Bundesvorstandes. „Unsere Diskussionen mit Hans Kleinsteuber waren immer produktiv, gerade dann, wenn es kontrovers zuging“, sagte Martin Dieckmann.

„Prägend, auch für die Arbeit von ver.di in der Medienpolitik, wurde der Begriff des ‚Öffentlichen‘, mit dem Hans Kleinsteuber Medienpolitik immer gesellschaftspolitisch begriff und kritisch begleitete“, fügte Dieckmann hinzu. Kleinsteubers Wirken sei völlig frei gewesen von den üblichen Floskeln über Demokratie und Teilhabe. „Wozu sich andere nur formell bekannten, das hat er praktisch gestaltet“, sagte Dieckmann.
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Interview

Hans Kleinsteuber von der Uni Hamburg hält spendenfinanzierten Journalismus für eins der interessanten für die Zukunft der Medien und glaubt zugleich an Bezahlinhalte im Internet. TV-turi2 =

http://www.turi2.de/2009/05/11/interview2-hans-kleinsteuber-uni-hamburg-6095051/

http://www.wiso.uni-hamburg.de/professuren/ijk/personal/weitere-professorinnen/prof-em-dr-kleinsteuber/

http://www.sozialwiss.uni-hamburg.de/publish/IpW/Workgroups/Medien/workshop1.html

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…In 15 Kapiteln behandeln Hans J. Kleinsteuber und seine Mitautoren alle relevanten Aspekte des Mediums Radio. Beginnend mit einer begrifflichen Einführung, einer Übersicht über verschiedene Radiotheorien und der Geschichte des Radios, werden anschließend technische, politische und ökonomische Aspekte dargestellt. Der Beschreibung der Organisation der Radiolandschaft, der programmlichen Seite, der Radionutzung und der journalistischen Aspekte des Radios sind die nächsten Kapitel gewidmet. Abschnitte zum Community Radio, der globalen Dimension des Radios und einer Beschreibung des Radios in seiner gesellschaftlichen Umwelt runden den Band ab.
http://medienbusinessjournal.blogspot.com/2012/02/neuerscheinung-radio-eine-einfuhrung.html

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„Bertelsmann hat enormen Einfluss“
Noch bis morgen kann die Springer AG Bedenken des Kartellamts gegen die Übernahme von ProSiebenSat.1 ausräumen. Die Wettbewerbshüter fürchten zu viel Macht für Springer. Konkurrent Bertelsmann nutzt sie bereits, sagt Politologe Kleinsteuber
http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2005/12/07/a0125

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Februar 21, 2012 at 13:11

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Hamburg: Piraten, Pfeffersäcke und Bittere Bohnen (Jahresprogramm 2012)

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foto: medienwatch
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Presse-Information | 15.2.2012
Start des Jahresprogramms 2012

Piraten, Pfeffersäcke und Bittere Bohnen

Hafenrundfahrten und Stadtrundgänge rund um Kolonialismus, Migration und Globalisierung 

Kokosnüsse, Kaiserkult und Kolonialflair: So heißt der neue Stadtrundgang des Eine Welt Netzwerk Hamburg durch die Hafencity. Die Tour durch Hamburgs jüngsten Stadtteil zeigt alte und neue Mosaiksteine der Hafenmetropole, die von Kolonialismus, Migration und Handel geprägt ist.
Das Eine Welt Netzwerk Hamburg, die Hafengruppe Hamburg, das St. Pauli-Archiv und das Netzwerk Migration in Europa begeben sich 2012 wieder auf die Spuren der kolonialen Vergangenheit und der aktuellen Globalisierung – zu Fuß und auf der Hafenbarkasse. 
Auf dem Programm stehen dieses Jahr fünf Stadtrundgänge – etwa „Branntwein, Bibeln und Bananen“ und „Migration im postkolonialen Hamburg“ – sowie Hafenrundfahrten zu sieben verschiedenen Themen. 
Alle Termine bis Ende des Jahres finden sich im Programmflyer unter http://www.ewnw.de/sites/default/files/hafenrundfahrt2012_web.pdf, weitere Informationen und mögliche Änderungen unter http://www.ewnw.de/hh-postkolonial oder http://www.hafengruppe-hamburg.de
Am Sonntag, 26. Februar, um 16 Uhr starten die diesjährigen Hafen- und Stadttouren mit der Barkassenfahrt „Piraten!? Glorreiche Halunken oder Abgehängte dieser Welt?“.
Was hat die Piraterie mit dem internationalen Fischraub vor Somalias Küste zu tun? Wer benutzt Somalias Gewässer als Mülldeponie? Was hat es mit den Waffen auf der gekaperten „MS Faina“ auf sich? Wer sind die jungen Männer aus Somalia? Und was bedeutet „Sicherheit“ am Golf von Aden?
Im Strafverfahren vor dem Landesgericht Hamburg geht es um Juristisches. Die Hafenrundfahrt des Hamburger Netzwerks „kein mensch ist illegal“ und der Hafengruppe Hamburg beleuchten dagegen an den verschiedenen Stationen im Hamburger Hafen die politischen Aspekte rund um den Prozess und die Piraterie.
Die Fahrt auf der Barkasse führt vom Anleger Vorsetzen über den Grasbrookhafen, vorbei an Störtebekers Denkmal, über den Reiherstieg, den Ellerholzhafen, vorbei an Blohm und Voss und Fischmarkt bis zurück zum Anleger Vorsetzen.
Treff: Baumwall, Anleger Vorsetzen/City Sport Hafen (U3 Baumwall)
Dauer: 1,5 Stunden
Teilnahme: 10,-/ erm. 8,- €
Info: http://www.hafengruppe-hamburg.de 
— 
Anke Schwarzer [Presse- und Öffentlichkeitsarbeit]
Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.
Große Bergstraße 255
22767 Hamburg
Telefon: 040 – 35 89 386
Fax: 040 – 35 89 388
E-Mail:  anke.schwarzer(at)ewnw.de
Web: http://www.ewnw.de
Facebook: http://www.facebook.com/pages/Eine-Welt-Netzwerk-Hamburg-eV/109663109113465
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Februar 15, 2012 at 18:59

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Prof. Hans-Peter Dürr: Unschärferelationen des WIRKs° (Schüler von Heisenberg)

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 Kringel-Wellen-Zeichen der Cherokee

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Laterales Denken + Sehen
Prof. Dr. Hans-Peter Dürr, international renommierter Kernphysiker und Träger des Alternativen Nobelpreises von 1987, sprach am 28. Mai 2002 im Großen Hörsaal des Instituts für Technische Mechanik (Technische Universität Clausthal), im Rahmen des Seminars zum Dialog von Naturwissenschaften und Theologie.

Sein Thema: “Wir erleben mehr als wir begreifen – Naturwissenschaftliche Erkenntnis und Erleben der Wirklichkeit”.
Der bekannte Physiker Prof. Dr. Hans-Peter Dürr erklärt die Erkenntnisse der modernen Physik auf eine anschauliche, auch dem Nicht-Wissenschaftler verständliche Weise. Die spannende Auseinandersetzung des mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichneten Naturwissenschaftlers mit Religion, Identitätssuche, aber auch mit Fragen der Ökologie und der gesellschaftlichen Entwicklung.

Dürr ist Begründer der Initiative “Global Challenges Network”, einer Organisation, die ein Netz aus Projekten und Gruppen knüpft, die konstruktiv und gemeinsam an der Bewältigung der Probleme arbeiten, die uns und damit unsere natürliche Umwelt bedrohen.

01/08 http://youtube.com/playlist?list=74D211D613FE9BE5 (Playlist)

Weitere Informationen:
http://video.tu-clausthal.de/film/48.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_D%C3%BCrr

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memo Cherokee => [::] <=

http://wn.com/cherokee_syllabary_sounds_wmv

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Prof. Dr. Hans-Peter Dürr – Wir erleben mehr als wir begreifen

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Dank an Gerhard W. für den Hinweis auf Prof. Hans-Peter Dürr.

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Februar 13, 2012 at 09:50

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Eine Veranstaltung der INITIATIVE 21, in Kooperation mit dem VaMH und der HfMT

with 2 comments

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Jon Rose Lecture und Konzert am 16. und 17.2.2012, Organisation: Nikolaus Gerszewski

http://www.ordinary-art.com/

Dank an Nikolaus Gerszewski.

Es° lohnt sich =

http://jonroseweb.com/

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Februar 10, 2012 at 18:17

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Politiker verteilen wieder 480 Milliarden Steuergelder fuer die Bankster

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Auf dem Weg in den deutschen Staatsbankrott

Wenn nicht am heutigen Tag die Vertreter der Parteien, die im Bundestag mit „Nein“ stimmten, im Bunderat dieselbe Konsequenz zeigen – was unwahrscheinlich ist – dann sind wieder 480 Milliarden Euro freigegeben, um bei passender Gelegenheit an deutsche Bank(st)er verteilt zu werden.

Still und heimlich ging man diesmal vor: jede Form des oeffentlichen Aufsehens, der unerwuenschten Debatte wurde vermieden. Die Medien waren dabei behilflich: sie berichteten viel ueber den Bundespraesidenten und fast nichts ueber das neue Pluendern der Bundeskasse, die den Steuerzahler wieder teuer zu stehen kommen wird.

Wie im Herbst 2008 wurde wieder ein Topf mit fast 500 Milliarden Euro gefuellt, um Banker, die sich verspekulierten, zu retten.

Obwohl das Problem nun seit mehr als 3 Jahren bekannt ist, dass (angeblich) „systemrelevante“ Banken den Staat mit ihren durch Spekulation und andere exzessive Geschaefte verursachte Notlagen erpressen, wurde seitdem von der Politik praktisch nichts unternommen, um diese Situation zu entschaerfen.

Ebensowenig wurde den Banken verboten, umfangreiche Geschaefte in Steuerparadiesen zu machen, dort Schattenbanken zu betreiben und mit Derivaten – vielfach finanziellem Giftmuell, der viele Landesbanken in den Ruin trieb – zu handeln.

Die Finanzpolitik, die betrieben wurde und wird – ob unter Merkel, Steinbrueck oder Schaeuble – besteht weiter darin, die Banken gewaehren und in den Genuß mehrstelliger Milliardenbetraege zu ihrer Rettung kommen zu lassen, anstatt dem hieraus schließlich resultierenden Staatsbankrott entgegenzutreten.

Man verteilt Seifenblasen in der Medienlandschaft, um vorzutaeuschen, es wuerde Krisenmanagement betrieben, laesst ueber eine Finanztransaktionssteuer debattieren, um den schwarzen Peter dann an fremde Regierungen zu schieben, mit deren Zustimmung ohnehin nicht zu rechnen war. Woche fuer Woche werden Krisengipfel abgehalten, die den Eindruck erwecken sollen, die Politik kuemmere sich um die Loesung des Problems, waehrend man es tatsaechlich verschaerft: vielen Oekonomen war klar, dass der brutale Sparkurs gegenueber der griechischen Bevoelkerung, die Wirtschaft abstuerzen lassen und die Verschuldung weiter eskalieren lassen wuerde.

Das Eurokrisenmanagement wird derart gehandhabt, dass die Verantwortlichen – das heisst, die Banken und die Finanzindustrie, die durch die Rettungsmassnahmen im Umfang 4-stelliger Milliardenbetraege die Staaten in die Verschuldung trieben – von den Politikern geschont und mit immer umdassenderen Geldmitteln – z.B. von  der EZB – versorgt werden, waehrend die Bevoelkerungen der europaeischen Laender hierfuer bluten muessen, wie aktuell in Griechenland.

Gleichzeitig sind die Medien darum bemueht, dies als den praktisch unabaenderlichen Lauf der Dinge darzustellen und die Verantwortung den Betroffenen, also etwa der griechischen Bevoelkerung, zuzuschieben.

Nicht nur Thomas Fricke, Chefoekonom der Financial Times, stellte fest, wie das Buendnis aus Bankern, Politikern und Medien die Ursachen und die Verantwortlichkeit fuer die Eurokrise den betroffenen Menschen, den Griechen, Portugiesen, Iren usw. anzulasten versuchten, waehrend es tatsaechlich die Banken und die immensen Ausgaben zu ihrer Rettung waren, die die ausufernde Staatsverschuldung in den europaeischen Laendern herbeifuehrten.

Im aktuellen Fall wurde nun von Schaeuble erklaert, die Banken wuerden die Gelder aus dem Rettungsfonds vermutlich nicht benoetigen. Gleichzeitig warnen viele Finanzexperten vor einem neuen Crash in naher Zukunft, der schlimmer ausfallen kann, als das Ende der Lehmans Bank. Wer den Finanzminister oder andere fuehrende Politiker darum befragt, einen wie großen Teil ihrer Altersversorgung sie auf ihre Aussage verwetten moechten, dass sie nun nicht wieder mehrstellige Milliardenbetraege an die Banker verteilen, wird mit der Reaktion klarere Auskunft erhalten.

Ob die hierzu gewohnheitsmaessig praktizierten Manipulationen, Vernebelungsstrategien und Taeuschungen auf Dauer die unter den Betroffenen aufkochende Wut ueber dies Verfahren aufhalten koennen, sei dahingestellt.

Wer nicht moechte, dass es demnaechst tatsaechlich heisst „Haengt die Bankster an die Laterne“ , sollte moeglicherweise nicht mehr lange abwarten, um dem Treiben ein Ende zu setzen.

Unsererseits wird Gewaltlosigkeit nach Ghandi empfohlen. Wer den Druck des Kessels durch die unuebersehbar demonstrierte Gier, Unbelehrbarkeit und Arroganz der fuehrend Beteiligten jedoch fortgesetzt steigert, wird sich ueber die schließlich erfolgende Explosion nicht mehr wundern koennen. gw, foto+stempel: jst/gfok

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/die-herrschaft-der-finanzoligarchie-der-krieg-der-banken-gegen-das-volk-11549829.html

http://www.theatlantic.com/magazine/archive/2009/05/the-quiet-coup/7364/

http://www.n-tv.de/politik/Bundestag-winkt-Soffin-II-durch-article5329351.html

http://www.finanzen.ch/nachrichten/aktien/Laender-billigen-SoFFin-Gesetz-am-Freitag-im-Bundesrat-75160

http://www.freitag.de/politik/1201-bad-bank-auf-staatskosten

http://www.weissgarnix.de/2008/10/14/die-elite-rettet-sich-selbst/

http://www.ftd.de/politik/europa/:kolumne-lucas-zeise-wahnsinn-mit-geschichte/60161901.html

http://www.ftd.de/politik/konjunktur/:kolumne-von-lucas-zeise-speckt-endlich-die-banken-ab/60114355.html

http://www.ftd.de/politik/international/:kolumne-thomas-fricke-schluss-mit-der-bankermagie/60118835.html

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Die Herrschaft der Finanzoligarchie Der Krieg der Banken gegen das Volk

03.12.2011 ·  Es gibt einen Weg, wie der Euro gerettet werden kann: Man muss nur der Europäischen Zentralbank erlauben, das zu tun, wofür Notenbanken gegründet worden sind: Geld drucken. Von Michael Hudson
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/die-herrschaft-der-finanzoligarchie-der-krieg-der-banken-gegen-das-volk-11549829.html

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Scheinheiliger Widerstand: SPD und Gruene segnen halbe Billion fuer  Bankenrettung ab

Breite Politikerlobby für die Banken

Nahezu unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde wieder beschlossen, eine knappe halbe Billion Euro fuer die Bankenrettung zur Verfuegung zu stellen. Das Gesetz war von Finanzminister Schaeuble im „Windschatten“ der Wullf-Affaere vorgelegt und Ende Januar vom Bundestag verabschiedet worden – gegen die Stimmen von SPD, Gruenen und Linke. Dass die Gegenstimmen von SPD und Gruenen nicht ernst gemeint waren, offenbarte der Bundesrats-Entscheid am 10.Februar: auch die Laenderregierungen dieser Parteien segneten den gewaltigen Betrag von 480 Milliarden fuer die Banken ab.
Aufgenommen wurde dies von boersennahen Publikationen mit Erleichterung: endlich wieder Geld im Topf zur Rettung der Banken.

Keine Erklaerung gabe es dafuer, dass es wieder 480 Milliarden Euro sein mussten, erheblich mehr, als der Bundeshaushalt eines ganzen Jahres. Zur Rettung der Banken kann offenbar keine Summe zu hoch sein.

Die Fraktionen der SPD und der Gruenen im Bundestag mochten sich aus verstaendlichen Gruenden nicht mit diesem neuen Bankenrettungspaket identifizieren und lehnten es dort ab. Dies ist einerseits ein wahltaktischer Vorteil, weil ihnen damit die Verantwortung fuer dies bevorstehende Desaster nicht anhaengt. Andererseits war dies bedeutungslos, weil die Bankenrettung auch ohne ihre Stimmen mit der schwarz-gelben Mehrheit beschlossen werden konnte. Der Bundesrat, in dem die schwarz-gelbe Mehrheit nicht bestand, haette das Paket stoppen koennen – mit den hier vertretenen rot-gruenen Stimmen. Da diese hierauf verzichteten, enthuellte sich damit letztlich ihre Unterstuetzung der neuen Bankenrettung. Aussenvor bleibt damit nur die „Linke“

Waehrend Schaeuble – um der neuen Bankenrettung auf den Weg zu helfen – erklaerte, das Geld werde wahrscheinlich gar nicht gebraucht, erwartet eine Anzahl von Finanzexperten in naher Zukunft einen Finanzcrash, der mutmasslich noch das Ausmass des Lehmans Zusammenbruchs ueberschreitet, unter ihnen „Mister Dax“ Dirk Mueller, der wiederholt in den ARD-Boersenberichten das Geschehen analysierte. Diesen Einschaetzungen zufolge  muss als sehr wahrscheinlich gelten, dass die Milliarden tatsaechlich abgerufen werden und in den unermesslichen schwarzen Loechern der Banken verschwinden, wie zuvor die Hunderte Milliarden, die der Steuerzahler fuer die IKB, Die Hypo Real Estate, die Commerzbank, die diversen Landesbanken und diverse andere marode Geldinstitute zahlen musste..

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12274420/5934832/Bundesrat-billigt-SoFFin-Gesetz.html

http://www.finanzen.ch/nachrichten/aktien/Bundesrat-billigt-SoFFin-Gesetz-75711

http://news.toptarif.de/rettungsfonds-soffin-ii-freigegeben/

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Februar 10, 2012 at 17:13

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Hamburg: Neue Leitung der Galerie der Gegenwart

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Brigitte Kölle – Kuratorin für zeitgenössische Kunst (Malerei, Skulptur, Objekte und Installation)

Petra Roettig – Kuratorin für Graphik des 20./21. Jahrhunderts und Photographie

Ab März 2012 wird Brigitte Kölle zusammen mit Petra Roettig die Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle leiten. Als Kuratorin für zeitgenössische Kunst ist Brigitte Kölle für Malerei, Skulpturen, Objekte und Installationen zuständig, Petra Roettig wie bisher für Graphik des 20./21. Jahrhunderts und für Photographie.

Dr. Brigitte Kölle
Nach einem Studium der Kultur- und Museumswissenschaften in Hildesheim und New York arbeitete Brigitte Kölle als kuratorische Assistenz in internationalen Ausstellungshäusern, unter anderem im Museum Fridericianum in Kassel und am Dia Center for the Arts in New York. Anschließend betreute sie als Sammlungsleiterin die umfangreiche zeitgenössische Privatsammlung Froehlich in Stuttgart. Als Kuratorin und wissenschaftliche Leiterin der Kunsthalle Portikus Frankfurt am Main konzipierte und realisierte sie, unter der Direktorenschaft von Prof. Kasper König, von 1994 bis 1998 über 25 Ausstellungen und Publikationen im Bereich der internationalen zeitgenössischen Kunst, darunter frühe Einzelausstellungen von Steve McQueen, Andreas Gursky, Wolfgang Tillmans, Marlene Dumas, Boris Mihailov, Andreas Slominski, Ayse Erkmen, Matthew Barney, Gregor Schneider und vielen mehr. Von 1999 bis 2003 war Kölle als Kuratorin am Institute of Visual Arts in Milwaukee (USA) tätig, wo sie Amerika-Debüts europäischer Künstler wie Manfred Pernice, Ceal Floyer, David Claerbout und anderen verantwortete. Kölle realisierte in zahlreichen Kunstinstitutionen im In- und Ausland Projekte: P.S.1, New York; Frankfurter Kunstverein; Kunsthalle Wien; Biennale in Venedig (Kanadischer Pavillon); Lenbachhaus München; Konrad Fischer Galerie, Düsseldorf; K21 Kunstsammlung, Düsseldorf. Sie betreute 2009 das internationale Kunstfestival subvision. Kunst. Festival. Off in Hamburg. 2011 war sie künstlerische Leiterin der Arthur Boskamp-Stiftung in Hohenlockstedt.

Brigitte Kölle ist Kuratorin der Ausstellung Louise Bourgeois. Passage dangereux in der Hamburger Kunsthalle.

Dr. Petra Roettig
Petra Roettig studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Volkskunde in Freiburg und Hamburg. 1985 bis 1988 Aufenthalt am Warburg Institute London und Promotion zur Graphik der Reformationszeit. Es folgten Tätigkeiten im Kunsthandel. Bis 1996 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Politische Ikonographie des Kunstgeschichtlichen Seminars der Universität Hamburg im Warburg-Haus. Seit 1997 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hamburger Kunsthalle, seit 2001 Kustodin im Kupferstichkabinett für Graphik von 1900 bis heute und für Photographie. Seit 2007 leitet sie die Galerie der Gegenwart. Sie kuratierte ca. 50 Ausstellungen in der Hamburger Kunsthalle, darunter zuletzt Thomas Demand. Camera, Heribert C. Ottersbach. Arkadia Block, Marcel van Eeden. The Zurich Trial, Roni Horn. Photographien und Marc Brandenburg. Zeichnung.

Petra Roettig ist Mitglied des Vorstands der Griffelkunst, Mitglied des Arbeitskreises Kunst, Hamburg sowie Mitglied der Kunstkommission der Kulturbehörde Hamburg.

Mira Forte

Kommunikation

Hamburger Kunsthalle

Glockengießerwall

D-20095 Hamburg

forte(at)hamburger-kunsthalle.de

http://www.hamburger-kunsthalle.de

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Februar 9, 2012 at 08:38

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Wirbel um Wulff genutzt, um 480 Milliarden fuer Bankenrettung zu beschließen

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Still und heimlich wurde nun aufs Neue ein Fond mit einer halben Billion Euro fuer die Banken aufgelegt! Die Medien berichteten ueber diesen Vorgang nur auf kleinster Flamme, so dass er selbst vielen Journalisten entging.

Es handelte sich um eine Neuauflage der Bankenrettung, wie sie bereits im Herbst 2008 stattfand, verpackt diesmal unter dem Kuerzel „SoFFin II“. Auch die EZB verteilt an die Banken Geld in Billionenhoehe.

Im Unterschied zum Jahr 2008 hielt man es offenbar fuer ratsam, eine Debatte der Oeffentlichkeit zur neuerlichen Bankenrettung zu vermeiden. Diesem Wunsch der Bundesregierung und der Banken folgten die Medien willig.

Mit der Verteilung der Mittel des SoFFin II kann davon ausgegangen werden, dass auch die deutsche Verschuldungsrate griechischen Verhaeltnissen entgegensieht.

Schaeuble erklaerte, dass die Banken den neuen SoFFin-Fonds nicht benoetigten. Warum dennoch aktuell aufs Neue 480 Milliarden Euro dafuer zur Verfuegung gestellt werden bleibt unklar: natuerlich ist es einfacher, Geld zu bewilligen, von dem behauptet wird, es wuerde gar nicht abgerufen. Man erinnert sich jedoch, dass kein Politiker vor dem Herbst 2008 in der Lage war, die Finanzkrise / den Crash von Lehmans vorherzusehen, Dies ist nun nicht noetig: falls es zum erneuten Crash kommt – der von vielen Experten im bevorstehenden Zeitraum erwartet wird, haftet per So>FFin II umstandsfrei die Bevoelkerung fuer die Spekulationen der Banken und ihre Fehlschlaege..

Naheliegend ist zweifellos, dass der Wirbel um Bundespraesident Wulff die Gelegenheit bot, im „Windschatten“ ohne weiteres Aufsehen ein Gesetz zu verabschieden, das die große Mehrheit der Bevoelkerung keinesfalls gutheißen wuerde und das auch mit erheblicher Wahrscheinlichkeit dazu dient, den Bankrott des deutschen Staatshaushalts herbeizufuehren..

Beschlossen wurde die Neuauflage der Bankenrettung im Bundestag mit den Stimmen der schwarz-gelben Koalition. Die Oppositionsparteien stimmten diesmal dagegen.

Allerdings werden auch sie noch Farbe bekennen muessen, wenn am 10. Februar der Bundesrat ueber die neue Bankenrettung abstimmen muss und also die Zustimmung der Laender benoetigt wird.

Wer unzufrieden ist mit der Entwicklung, die auf einen deutschen Staatsbankrott zusteuert, hat noch einige Tage Gelegenheit, bei den Vertretungen der Bundeslaender anzuklopfen, warum sie, obwohl ihre Partei(en) im Bundestag gegen die neue Bankenrettung stimmten, nun, im Bundesrat, die Sache gutheißen. gw 2012 | foto/stempel09 jst/gfok

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/soffin-ii-bundestag-redet-bei-bankenrettung-kuenftig-mit/6112538.html

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Deutsche Bank macht Rendite | Gier zeigt wieder Gesicht
https://medienwatch.wordpress.com/deutsche-bank-macht-rendite-gier-zeigt-wieder-gesicht/

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Februar 4, 2012 at 10:50

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