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8 Jahre im Gefängnis wegen Graffiti und Graffitikürzel

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Lebensspirale auf Beton-Vlies OZ  Kringel OZ Hollywood OZ,  Foto: Jörg Stange, gfok 08 „feinsinniges Zierrat(h) als Überwindungshilfe“

Narretei

Torheiten begangen, Torheiten gemacht, Ich mache deren noch immer. Ich hab sie gemacht bei Tag und bei Nacht, Die nächtlichen waren weit schlimmer.

Ich hab sie gemacht zu Wasser und Land, Im Freien wie im Zimmer. Ich machte viele sogar mit Verstand, Die waren noch viel dümmer.

(Heinrich Heine, Lamentationen)

8 Jahre Gefängnis wegen Graffiti und Graffitikürzelnarretei(en)

8 Jahre entzogende Lebensfreiheit für gesetzte Graffiti-Zeichen. Für (s)einen anderen Lebens- und Kunstbegriff alias OZ = Walter Josef Fischer der die Verwüstung der Städte konterkariert, ist nicht einem einseitig – einem eng gefassten Eigentums und Materialbegriff zu unterwerfen. Quasi  in einem willkürlich begrenzt gesetzten Wertkontext abzustrafen. Einem Wertebegriff, der sich  dialektisch aus einem „ästhetischen Grundwert“ speist, und sich eben nicht einseitig, bündig macht mit einem allzu engen und willkürlich ausgelegten Eigentums – und Kapitalbegriff – herunterbrechen lässt. Ein juristisch durchschaubar determinierter Eigentumsbegriff, um die „künstlerische Intervention“ als Sachbeschädigung desavouieren zu können? Um sich über den, durch das Grundgesetz abgesicherten Freiheitsbegriff der Kunst ignorant zu erheben, und diesen garantierte Rechtssicherheit auszuhebeln? Ein Eigentumsbegriff, der hier durch künstlerische Intervention, durch eine explizit „künstlerisch subversive Zeichensetzung“, in der Deutung eben (negativ-)dialektisch hinterfragt – wird in seiner Begrifflichkeit und Deutung  (auf Wand, Mauerwerk, auf Über- und Unterführungen, betonierten Trassen etc.) weder „beschädigt“ noch durch „Aneignung“ dem Eigentümer „entzogen“. Sondern affirmativ subversiv, durch  Zeichensetzung mit ästhetischen Mitteln sinnfällig „demaskiert“. Die Befragung ist somit anders zu stellen: die künstlerische Haltung und Handlung ist anders zu befragen und in der Folge zu bewerten, als diesen willkürlich auf dem Betrachtungs-Niveau gewöhnlicher Sachbeschädigung, im Sinne des Eigentumsbegriff. in aller Öffentlichkeit dingfest zu machen. Beschädigt wird durch 8 Jahre Gefängnisaufenthalt, dass Gerechtigkeitsempfinden der Gesellschaft. Die Verhältnismäßigkeit eingesetzter juristischer Mittel, wird augenfällig aufs Ärgste verletzt oder leidvoll überdehnt. Da wo sich “Zeichen“ gegen die urbane Verwüstung richten, treten Staatsanwälte und Richter auf, nicht gegen die vermeintlich ästhetisch zweckrationalisierte (verbrecherisch = sagen selbst bekannte Architekten) Verwüstung der Städte, sondern gegen die vergleichsweise harmlosen Zeichen, die die Objekte und Orte künstlerisch sichtbar machen – oder zu verschönern im Stande sind, das durch eine Vielzahl (jugendlicher Mitstreiter) diesen Zustand zu überwinden sucht. (* anderer Kapitalbegriff) Parallel und ungebrochen, werden räumlich weitere Büro-Block-Leerstände umbaut. Komplette Milieus u. Quartiere einbetoniert und nachhaltig gestört oder zerstört. Über 1 000 000 Quadratmeter Gewerberaumleerstand – allein in Hamburg. Durch ungebremste Gentrifizierung exorbitant steigende Mieten, Depression und Verzweiflung produzierend bis zum Suizid extrem Betroffener, das quasi billigend in Kauf genommen. Der einhergehende Mietwucher ist nicht Gegenstand juristischer Verfolgung. Eine künstlerische Handlung leitet sich aus dem Geistigen, dem Spirituellen ab und ein. Insofern sind es philosophisch betrachtet  „Wahrheits-Zeichen“ als „Verdikte“ (vere dictum [sign/tags]). Ein Zeichen, als ein Zeichen, dass vom Impetus her über sich selbst hinausweist, – als ein reduziertes sign, – als subversiv, ästhetischer Versuch und „Wahrspruch“ mit künstlerischen Mitteln erklärter Zeichensetzung und eben kein „Delikt“ im Sinne juristischer Vergehen, oder Verbrechensmuster überführbar. Ein Zeichen, eine Zeichnung, ein Kreidekringel ist auch wieder entfernbar und daher keine abgeschlossene tatsächliche Sachbeschädigung. Schon der Impressionist Edgar Degas sagte sinngemäß: „Die Kunst müsse auch über juristische Grenzen gehen“. Hier greift in Wahrheit der Kunstbegriff und keine (juristisch) bürgerliche Attitüde des Geschmacks etc.. Kunst ist nicht dazu da, dass man sie schmecke. (Max Ernst) Es wird die Oberfläche eines Materials, als Transportmittel genutzt oder sichtbar nutzbar gemacht. In Relation eines Fragments auf einer Leinwand, Pappe, Papiers etc. – Es ist ein anderer (ethisch ästhetischer>) Materialbegriff der hier zum Tragen kommt, und entrückt sich so der Zuständigigkeit von Behörden und der Strafverfolgung (Grundgesetz:“die Freiheit der Kunst“). Der Graffiti-Künstler hat weder etwas beschädigt noch etwas im Sinne des Eigentumsbegriff zerstört, ihm wurde unverhältnismäßig im (Sühne-)Gegenzug 8 Jahre freie Lebens- und Schaffenszeit geraubt. Zusammengezogen  8 Jahre (!): so werden Schwerverbrecher bestraft. Dafür müsste der Graffiti-Künstler OZ postum adäquat entschädigt werden. Nun sollen, dem Verständnis der Amtsrichterin und der Staatsanwältin nach,  weitere Gefängnisstrafen hinzukommen? Das ist nicht nur absurd, und kommt in der Bestrafung der eines Todschlägers etc. gleich. Und wird zu Recht als Beugung des Rechts, – nicht nur im Sinne des Freiheits- und des Kunstbegriffs empfunden. Es geht hierbei auch um die nachhaltige Verletzung der Menschenwürde. Der Angeklagte ist im Sinne der Anklage nicht schuldig. Der insgesamt durch 8 Jahre Haftzeit tragisch, leidlich und leiblich Verfolgte, ist daher nicht nur moralisch freizusprechen. Die kapital urbanen, nicht nur architektonischen spekulativen (Bau-)Verbrechen, Baukonzern-Lobbyismus, Finanzpoker etc.pp(p) bleiben ungesühnt. – Da schickt man lieber ein über kleinbürgerliche und medial hochgeschraubte Instinkte ausgemachtes Feindbild in den Bau. Das kann so nicht hingenommen werden. Jörg Stange

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Nachtrag 2014

 #OZ° Im Spiegel-Beitrag wird gesagt, es sei unbekannt, oder es bliebe sein Geheimnis wie er auf sein Zeichen kam. Alex und Oz waren vor Jahren x zu Besuch. Wir saßen in der Küche. Es ging um die Frage ob es Kunst oder Sachbeschädigung sei. Ich argumentierte u.a. mit Harald Naegeli. Dabei konnte ich OZ fragen wie er denn auf „OZ“ kam. Natürlich wurde auch der Zauberer OZ erwähnt. Er sagte „Zardoz“ hätte seinerzeit bei ihm das Kürzel ausgelöst. Der „sprechende Stein“ – seine OZ-Zeichen, Kringel, Smileys etc. auf grauem Beton konterkarieren diese urbane Tristess und erfreuen Kinder. Ein Freund (Kommunikationsdesigner) machte in den 80er mit einem Teleobjektiv vom Fernsehturm aus u.a. ein Foto (18×24) von einem Verkehrsschild – an der Kreuzung vor dem Haupteingang des UG – mit einem Smiley und schenkte mir einen Abzug seinerzeit. Wenn ich mich recht erinnere, war der Turm der Gnadenkirche, angeschnitten. Es müsste sich noch in einem alten Koffer zwischen zahlreichen anderen Fotos befinden. GFG,s kunstwissenschaftliches Gutachten wurde von seinen Anwälten in der Gerichtsverhandlung verlesen und bewahrte OZ vor einem erneuten Gefängnisaufenthalt. Aber auch seine Anwälte waren sehr akribisch in der Einzelfallprüfung und verfehlten ihre Wirkung nicht. Freiheitsbegriff: Es geht eben nicht nur um „Hochkunst“ sondern insbesondere um das „Subkulturelle“ in unserer Gesellschaft. https://www.facebook.com/joerg.stange/posts/950365684977892 +++ http://www.youtube.com/watch?v=kbGVIdA3dx0

 

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Kunst oder Sachbeschädigung

Für Kringel kein Verständnis

14 Monate Gefängnis ohne Bewährung: Hamburger Amtsgericht verurteilt den 61-jährigen Sprayer „Oz“ wegen Sachbeschädigung.von KAI VON APPEN http://www.taz.de/Kunst-oder-Sachbeschaedigung/!75391/ . Der Rechtsanwalt betrachtet das Mandat als Herzensangelegenheit HA (…) „Er mag lästig sein. Aber die Gesellschaft muss mit ihm klarkommen“, sagte kürzlich Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers. (In einem anderen Verfahren) http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1973135/Sprayer-Oz-Er-hat-es-schon-wieder-getan.html .

Zardoz° Foto: Jörg Stange 2008

(Kein Außenstehender weiß mit Gewissheit ob diese(s) OZ, Smileys und „Kringel-Zeichen“ etc. von ihm selbst ausgeführt wurden sind)

. Die Richterin fand in ihrem Urteil klare Worte:

«Wir wenden Gesetze an, die nicht von einem Diktator kommen, sondern vom Bundestag.»

. Offensichtlich keine Recherche? Leserbrief im Welt Beitrag: In dem Artikel wird der Eindruck vermittelt, dass OZ in der Nacht zum Do. also letzte Nacht eine Scheibe eines Friseurs zerkratzt hätte. Dieser Vorfall ist ca. 4 Wochen her. Der Friseur verlangt ausdrücklich keine Strafverfolgung, verlangt allerdings die Behebung des Schadens. Sprayer Oz kurz vor Urteil wieder ertappt

Nächtliche Kritzeltour durch Winterhude

http://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article13514275/Sprayer-Oz-kurz-vor-Urteil-wieder-ertappt.html .

OZ Maritim «Langnese Kringel» Foto: Jörg Stange 2008

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Graffiti-Sprayer „Oz“ muss hinter Gitter

Anmk.: Alle schreiben offensichtlich bei einer Zeitung oder Agentur ab. Die Scheibengeschichte beim Friseur war nicht vorgestern sondern bereits vor ca. 4 Wochen. Es sollte wohl die Stimmung auf Sachbeschädigung für den Prozesstag medial aufgeheizt werden. => [::] Auf Nachfrage von medienwatch, sagte der Friseur, er würde keinen Wert auf eine Strafverfolgung bzw. Verurteilung legen. Es sei ja kein Verbrechen. Über den Schaden müsse man reden etc. http://www.ndr.de/regional/hamburg/graffitihamburg107.html . Graffiti-Sprayer „OZ“ verurteilt

Er konnte es nicht lassen

Sein Atelier ist die Straße: Der Hamburger Graffiti-Sprayer Walter F. verteilte seine Markenzeichen in der ganzen Stadt. Obwohl er aufgrund zahlreicher Sachbeschädigungen erneut angeklagt wurde, sprühte er munter weiter. Dafür muss er jetzt ins Gefängnis. 29.07.2011 http://www.sueddeutsche.de/kultur/graffiti-sprayer-oz-verurteilt-er-konnte-es-nicht-lassen-1.1125980 .

14 Monate Haft für Graffiti-Oldie „OZ“

http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/regioline_nt/hamburgschleswigholstein_nt/article13515017/14-Monate-Haft-fuer-Graffiti-Oldie-OZ.html . „Oz“ sei ein Held und kein Straftäter, hieß es in einer Solidaritätserklärung aus Berlin, unterschrieben von 600 bekannten Persönlichkeiten, darunter die Sänger von „Fettes Brot“

Die Entzauberung von „Oz“: Gericht schickt Sprayer in Haft

Autor: Martin Jenssen | 30. Juli 2011, 06:27 http://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article13516384/Die-Entzauberung-von-Oz-Gericht-schickt-Sprayer-in-Haft.html .

Graffiti in Berlin : Angewandte Architekturkritik

Mit Filzstift oder Feuerlöscher – Graffiti wird verfolgt, aber oft nicht verstanden. Drei Berliner Sprüher wollen das ändern: mit Workshops und Stadtspaziergängen durch Kreuzberg. http://www.tagesspiegel.de/kultur/angewandte-architekturkritik/4167414.html .

Installation im Gängeviertel: Galerie Speckstrasse. Foto/Grafik jst,gfok

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Büros: Neubauten trotz Leerstands

Was auf dem Wohnungsmarkt fehlt, gibt es bei den Gewerbeimmobilien in Hamburg zu viel – freie Räume. Während Bausenatorin Anja Hajduk (GAL) anlässlich des neuen Mietenspiegels von zum Teil besorgniserregenden Zuständen auf dem Wohnungsmarkt spricht, stehen gleichzeitig rund eine Million Quadratmeter Gewerbeflächen in Hamburg leer. Trotzdem wird weiter in diesen Markt investiert, werden weiter Bürotürme in der Stadt hochgezogen, statt Wohnungen zu bauen (..) http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1282681/Bueros-Neubauten-trotz-Leerstands.html

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Graffiti im alten Rom = Monty Python »Das Leben des Brian« – Lateinunterricht

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Written by medienwatch & metainfo

Juli 29, 2011 um 12:35

Veröffentlicht in Allgemein

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