medienwatch & metainfo (gfok)

Medienrecherche: Politik | Wissenschaft | Kunstprojekte

Die Welt: Staaten im Würgegriff von Finanzmafia und Politik

leave a comment »

Symbol für Kontrollverlust in der Finanzwelt »Schwarzer Schwan« Foto: Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach GfoK-Kunstarchiv

.

(..) Die Welt, Wolfgang Hetzer: „Diese Krise ist jedenfalls keine Naturkatastrophe. Sie ist kein Gottesurteil. Sie ist keine satanische Verfluchung, sondern hat ihre Wurzeln in menschlichem Handeln und in menschlichen Unterlassungen. Zu diesem Handeln gehört etwa, vereinfacht ausgedrückt, die Freigabe von Wetten mit hochspekulativen Finanzprodukten wie Derivaten. Und zu den Unterlassungen gehören neben vielen anderen Dingen, die fehlerhafte Aufsicht bzw. die Unterlassung eine wirksame Aufsichtsstruktur zu etablieren“ Wolfgang Hetzer (Europas oberster Korruptionsbekämpfer) Autor: Buch „Finanzmafia“. Wieso Banker und Banditen ohne Strafe davonkommen. Die heimlichen Herrscher und ihre politischen Handlanger.

.

Die Welt: Staaten im Würgegriff von Finanzmafia und Politik

Auch wenn wir den Konsum der Produkte des Springer-Verlags ansonsten nicht für zuträglich halten, müssen wir feststellen, dass man sich auch hier nicht immer der Realität verschließt und Gegebenheiten feststellt, die von uns inzwischen seit Jahren mitgeteilt werden. Das aktuelle Interview der „Welt“ mit dem EU-Beauftragten für die Korruptionsbekämpfung Hetzer bringt die Dinge auf den Punkt: Hetzer konstatiert, wie zuvor IWF-Chefvolkswirt Simon Johnson, dass sich die Staaten in der Zwangsjacke eines Netzwerks von Bankern und führenden Politikern befinden.
Hetzer erklärt, dass die Verantwortung für Finanz- und Schuldenkrise zum einen bei profitgierigen Bankern und Spekulanten zu finden sind, zum anderen aber bei der politischen Führung, die sich von den Akteuren der Finanzindustrie korrumpieren und am Gängelband führen lassen und die es deshalb versäumen, Banker und Spekulanten den erforderlichen Kontrollen zu unterwerfen. Somit ist es der insgesamt unproduktiven Finanzindustrie möglich, exzessive Profite zu erwirtschaften, während die Risiken ihrer Geschäfte den Bürgern der Länder, in denen die Finanzkonzerne ansässig sind, aufgehalst werden und diese mit hunderten Milliarden dafür bluten müssen.

Hetzer stellt damit auch fest, dass es bei den „Rettungs“-Manövern der Politik tatsächlich nicht um die betroffenen Länder – Griechenland und Portugal – gehe, sondern darum, mit der „Hilfe“ der anderen EU-Staaten die eigenen Banken vor Verlusten zu schützen.

Er bemerkt auch, dass sich der Kontrollverlust auch darin zeigt, dass die politischen Massnahmen in Form etwa des „Finanzmarktstabilisierungsgesetzes“ (zur Rettung der Banken) nicht mehr von gewählten Politikern ausgearbeitet werden, sondern von Anwaltskanzleien der Finanzindustrie.
Man komme insgesamt nicht mehr daran vorbei, eine „kleptokratische Kultur der Eliten“ festzustellen.

Dass sich aus den Anklagen Hetzers – unterstützt auch durch Norbert Blüm, der meint, die Politiker seien zu „Schmierenstehern von Zockern“ geworden – eine Konsequenz ergibt, ist kaum anzunehmen: die führenden Kader praktisch aller Parteien sind in das Spiel involviert. Schwarz-Gelbe Regierungen – Angela Merkel hatte im Jahr 2005 die Unterstützung spekulativer Finanzgeschäfte durch den Staat gefordert und anschliessend als Kanzlerin realisiert – waren an der Förderung der ungehemmten Spekulation ebenso beteiligt, wie Rot-Grün unter Schröder und Eichel: das System ist von seiten der Betroffenen / Geschädigten nicht abwählbar. Auch Umfragen, nach denen 95% der Bevölkerung Vertrauen zu Feuerwehrleuten, 86%zu Krankenschwestern aber nur 7% gegenüber Politikern, helfen hier nicht. Die Devise heisst nach jedem Schaden „Schwamm drüber“, und die Medien bemühen sich mit all ihrer Propagandamacht um die Vergesslichkeit ihres Publikums: schon heute laden sie bereits wieder einen Politiker, der den Großbanken im Herbst 2008 hunderte Milliarden aus der Steuerkasse zugeschanzt hat („Bankenrettung“) und ihre Erpressungsmacht („too big to fail“) pflegte und vergrößerte, ein zum Schaulaufen für die nächste Kanzlerkandidatur.
Mögliich ist dies, da bisher nur wenige Zeitgenossen befähigt sind, sich eigene Gedanken zum Lauf der Dinge zu machen, während die große Mehrheit weiterhin die Berichterstattung der großen Medien konsumiert, die nach wie vor dominiert ist von den PR-Interessen der Finanzindustrie – bis auf wenige Ausnahmen, wie die hier vorliegende. gw – medienwatch 02.06.11 1810
.

http://www.welt.de/finanzen/article13407540/Im-Wuergegriff-der-Mafia-aus-Finanzwelt-und-Politik.html

http://www.ciw-wirtschaftsnachrichten.de/aktuelle-nachrichten/meldung/artikel/berufe-ranking-wem-vertrauen-die-menschen-am-meisten.html

http://www.theatlantic.com/magazine/archive/2009/05/the-quiet-coup/7364/

Fuer vollständige Info / Quellen / Bildmaterial / Videos usw. den nachfolgenden angegebenen Link zum Beitrag aufrufen!

================

globalisierungskritische Nachrichten

Link zum Beitrag / Hintergrundinfo, Quellen oder Pressehinweis:

http://www.meta-info.de?site=metainfo&lid=33715

Redaktionspool – metainfo hamburg – http://www.meta-info.de

.

.

.

Deutschland: Staat im Würgegriff der Bankrotteure | metainfo 28.1.2009
https://medienwatch.wordpress.com/2009/01/28/deutschland-staat-im-wurgegriff-der-bankrotteure/

Führender Wirtschaftswissenschaftler: USA sind eine Kleptokratie | Marsch auf die Wallstreet
https://medienwatch.wordpress.com/2010/04/23/fuhrender-wirtschaftswissenschaftler-usa-sind-eine-kleptokratie/

.

.

.

Plädoyer für die Insolvenz der Banken
Werner Rügemer: Verhindert die Bankenrettung!
https://medienwatch.wordpress.com/2009/02/22/werner-rugemer-verhindert-die-bankenrettung/

Ermittlungsverfahren gegen HSH Nordbank | 2. Aufklärung durch Dr. Werner Rügemer
https://medienwatch.wordpress.com/2009/04/08/ermittlungsverfahren-gegen-hsh-nordbank/

Deutsche Bank: Eine halbe Milliarde für eine saubere Weste + mehr
https://medienwatch.wordpress.com/2010/12/22/deutsche-bank-eine-halbe-milliarde-fur-eine-saubere-weste/

Medienrecherche: Politik | Wissenschaft | Kunstprojekte
Uni-Philosophenturm: Betreiben Banker und Politiker den „größten Bankraub aller Zeiten“ ?
https://medienwatch.wordpress.com/2009/03/17/bank-oder-leben-betreiben-banker-und-politiker-den-grosten-bankraub-aller-zeiten/

.

Plakat: jörg stange, gunnar f. gerlach gfok-kunstarchiv. Idee/Organisation/Veranstaltung: jst/gw (metainfo & medienwatch (gfok)

.

.

.

 

Flashmop: RT’s Adam Kokesh brutally arrested for dancing at Jefferson Memorial
http://bit.ly/m256ld

.

.

.

.

.

(..) Mittlerweile zahlen Chinesen und Europäer dafür, dass sie den USA Geld leihen dürfen – das ist einmalig in der Nachkriegsgeschichte. Ewig wird dieses Geschäft aber nicht funktionieren. Von  „Money for nothin’ and chicks for free“, wohl kaum ein anderer Song wie der von den Dire Straits aus dem Jahr 1984 passt besser auf die gegenwärtige Situation (..) FOCUS-MONEY-Redakteur H. Achatz

http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/MONEY-boerse/money-boerse-rendite-nein-danke_aid_354903.html

.

Money for nothin‘ and (Schecks) chicks for free… RTL braucht neue Helden
Der Wikipedia-Legende nach soll Mark Knopfler in einem Geschäft für Fernseher in New York auf die Idee zum legendären Dire Straits – Song „Money for nothing“ gekommen sein. Er beobachtete zwei Arbeiter dabei, wie diese das auf den Bildschirmen laufende MTV-Programm und dessen Darsteller beurteilten und darüber diskutierten, wieso die einen für ihr Geld arbeiten müssen und die da auf dem Bildschirm jede Menge „Kohle für nix“ bekommen.

http://www.huffingtonpost.de/peter-mock/money-for-nothin-and-sche_b_4049268.html

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

Advertisements

Written by medienwatch & metainfo

Juni 2, 2011 um 20:53

Veröffentlicht in Allgemein

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: