medienwatch & metainfo (gfok)

Medienrecherche: Politik | Wissenschaft | Kunstprojekte

BLAU Zimmer für Kunst und andere: AFTER EFFECT Filmabend mit Stephan Geene

leave a comment »

Eine Liebesgeschichte zwischen Kunst, Kapital und Marketing

Berlin im neuen Jahrtausend: Einige schrecklich kreative junge Leute tummeln sich in kahlen Räumen und denken über Firmenlogos mit Tieren nach. Und so nebenbei entwickelt sich eine Liaison zwischen einer Designerin und einem männlichen Model. Ganz sicher ist man sich nie, ob Regisseur Stephan Geene das Ganze nun satirisch meint oder nicht. Er wirft einen kenntnisreichen Blick auf das ganz neue, ziemlich sterile Berlin. -Martin Schwarz, tagesspiegel 10.7.2007

.

AFTER EFFECT Filmabend mit Stephan Geene | D 2008 75min | Künstlergespräch 08.06.11, 20:00

Stephan Geene gründete in den 80er Jahren mit Sabeth Buchmann das Theater/Videoprojekt „minimal club“ in München. Mit der jährlich erscheindenden Zeitung A.N.Y.P. /Zeitung für 10 Jahre beginnt sich ab 1989 ein Netzwerk um die Themen von Politik und Kunst zu bilden, das sich nach dem Umzug nach Berlin in Ausstellungen/Projekten in der Shedhalle Zürich, Kongressen in Köln, Düsseldorf, Kopenhagen und Berlin – oder wie bei „Dagegen Dabei“ im Hamburger Kunstverein – weiter verzweigt.

Arbeitet an Büchern zu Biopolitik (Film Avantgarde Biopolitik hg. mit Sabeth Buchmann und Helmut Draxler 2009) und zur Theorie und Geschichte des Fernsehens.

Seit 1996 gibt es den Buchladen, Verlag und Veranstaltungsort „b_books“, ab 2002 auch als Filmproduktion. Dabei entstehen mehrere Filme mit Judith Hopf oder als kollektives Filmprojekt Le Ping Pong d’Amour (1995 – 2005, 13 Folgen gedreht in Berlin, Paris, Kamerun, Damaskus u.v.a) und 2008 der Spielfilm AFTER EFFECT.

08. Juni 2011, 20:00
Eine Liebesgeschichte zwischen Kunst, Kapital und Marketing
http://www.blau-zimmerfuerkunst.de/

.

.

.

.

.

Konzept

BLAU – Zimmer für Kunst und andere ist eine Gruppe von Künstlern, Kritikern und Kulturschaffenden, die in regelmäßigen Abständen Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen machen. Zur Zeit besteht diese Gruppe aus: Yordanos Asghedom, Michael Dörner, Sabine Mila Kunz, Lene Markusen, Katrin Sahner und Judith Walgenbach.

BLAU – Zimmer für Kunst und andere ist der Versuch, eine andere Präsentations- und Vermittlungsform für Kunst zu finden, die sich längst in einem interdisziplinären Feld bewegt. Deshalb setzt blau jenseits von Musealisierung und spartenimmanenten Vermittlungsformen auf den lebendigen Diskurs zwischen Bildender Kunst, Film, Musik, Literatur und anderer Bereiche aus Wissenschaft und Wirtschaft. Dazu werden Ausstellungen konzipiert, Filme gezeigt, Vorträge gehalten, Gespräche moderiert und Diskussionen geführt – als Einzelveranstaltung oder auch miteinander kombiniert. So entsteht ein offener, wachsender, lebendiger Raum, der die Grenze von Theorie und Praxis überwindet und die viel beschworene, aber selten realisierte Interdisziplinarität umsetzt.

Das Programm von BLAU – Zimmer für Kunst und andere ist prinzipiell offen und wird durch übergeordnete Themen gebündelt, damit ein gemeinsames Gespräch entstehen kann. Die Themen der in loser Abfolge stattfindenden Veranstaltungsreihen sind bewusst so gewählt, dass sie einerseits spezifisch künstlerisch-kulturelle Tendenzen und Fragestellungen aufgreifen und andererseits darüber hinausgehend für unterschiedlichste andere Disziplinen von Interesse sind. Neben einigen Einzelveranstaltungen wird BLAU – Zimmer für Kunst und andere auch zukünftig bestehende Reihen fortführen und neue Themen aufgreifen.

BLAU – Zimmer für Kunst und andere lebt bewusst von der persönlichen und ungezwungenen Atmosphäre, die offenere und engagiertere Gespräche ermöglicht als Podiumsdiskussionen vor großem Publikum, wie die durchweg positive Resonanz und ein immer größer werdendes Stammpublikum belegen. Wir sind breit mit der Hamburger Kultur- und Kritikerszene vernetzt und haben dadurch bereits jetzt eine Öffentlichkeit, die nicht von der immer sparsamer werdenden kulturellen Berichterstattung abhängig ist.

.

.

.

Ein Vorwort zur Dokumentation »100 Jahre BLAU« (Katalog) von Wolf Jahn

Warum BLAU?
Gegenfrage: warum nicht?

Damit wäre Parität erreicht und die Fortsetzung dieses Vorworts an seinem Ende. Soll aber an dieser Stelle nicht sein. Warum der Name der Farbe für diesen Raum herhält, bleibt ewiges Geheimnis seiner Gründungsmitglieder. Doch wer nur für einen kurzen Moment ihren historischen Bedeutungshorizont erinnert, weiß, dass sie wie keine andere Farbe im Reich der Kultur den Reichtum der Tiefe auslotet.

Mit Tiefe im besonderen, und zwar mit Tiefkühlkost hat auch der Raum, genauer: sein Bodenbelag zu tun. Das Material der BLAUen Rechtecke findet ursprünglich sei-
ne Verwendung als Innenverschalung von Gefriergeräten.

BLAU hat sie vor diesem drohenden Kältegefängnis bewahrt und sie stattdessen in Form eines All-Over-Roten Teppichs ausgelegt. Sinnbildlich übersetzt bedeutet dies folgendes: Hier traten und treten die Kulturschaffenden, die Wissbegierigen, die Neugierigen, die kreativen Geister in unregelmäßig regelmäßigen Abständen auf, um dem Publikum aus Hamburgern und Zugereisten die Möglichkeit zu verschaffen zuzuhören, zuzusehen und mitzureden.

Bis Ende 2008 waren es mehr als 100 Veranstaltungen, die BLAU auf seinem blauen Roten Teppich präsentierte. Aus allen Bereichen der bildenden Kunst, aber auch aus anderen Feldern, zum Beispiel den Naturwissenschaften, wurden Gäste geladen, um ein lebendiges Forum für aktuelle, unbekannte sowie ungeahnte Themen zu eröffnen.

A. Blättern – die empfohlene Handbewegung zur Lektüre. Unsere überaus inspirierte Grafikerin Yorda Asghedom hat alles gegeben unserer Leserschaft größtmöglichstes Lese- und Sehvergnügen zu bereiten. Es erwarten Sie keine bleischweren Aufsätze mit Kolonnen an Fußnoten, keine theoretischen Abhandlungen noch andere Schwergewichte.

Als BLAU 2002 begann, war ihm nicht bewußt, dass es sechs Jahre später noch immer existiert. Dass dies so kam ist vor allem Verdienst unserer Gäste und unseres treuen Publikums. Dafür herzlichen Dank, auch mit dieser Publikation, die die ersten 100 Veranstaltungen von BLAU dokumentiert. Hier eine kleine Gebrauchsanweisung für die vorliegende Dokumentation.

Die Dokumentation folgt vielmehr dem Lauf der vergangenen Zeit, ihrem mal langsamer, mal schneller werden Themenwechsel. BLAU kannte nie einen 5-Jahres-Plan oder ein ähnlich weit vorausdenkendes Programm. Einiges wurde von langer Hand geplant, vieles spontan entschieden. Die Dokumentation gibt davon ein Spiegelbild wieder, indem sie repräsentativ und in aller Kürze die ersten sechs Jahre BLAU vorstellt. Nebeneinander, nicht durcheinander – gemischt, aber nicht geschüttelt.

B. Information – wer sie sucht, findet sie. Wer sich schnell einen Überblick über BLAU, seine Geschichte, sein Vorhaben und seine Veranstaltungen verschaffen will, dem seien folgende Seiten empfohlen. Auf den Seiten 5 bis 15 klärt BLAU-Initiator Michael Dörner über das liebenswürdig-chaotische Entstehen des Raumes, dessen ersten Jahre als Kultur-Baby und -Kleinkind auf.
Mit professioneller Sprachgewandtheit erklärt BLAU-Mitglied Veronika Schöne dann in einem sehr informativen Interview Substantielles zu BLAU und seinem Programm (Seite 16 bis 19). Am Ende der Dokumentation folgt schließlich die chronologische Kurzauflistung aller Veranstaltungen bis Ende 2008 (Seite 142 bis 161).

Und wer noch mehr wissen will, der lege für einen kurzen Moment die Dokumentation
zur Seite und besuche uns auf

http://www.BLAU-zimmerfuerkunst.de

Hier warten weitere Informationen zu den vergangenen und aktuellen Veranstaltungen auf interessierte Leser.

C. Resonanz – wir brauchen sie, wir haben sie. Ohne sein Publikum, das stets rege Anteilnahme zeigte und zeigt, wäre BLAU nie geboren. Dialog, Kommunikation und Resonanz sind integrale Bestandteile von BLAU. Aber auch von unseren geladenen Gäste baten wir um eine Rückmeldung. Einige haben uns geschrieben, andere ein Bild zugeschickt, wiederum andere beides geleistet. Aus ihren Antworten ist ein Gästebuch entstanden, das in der Dokumention nicht als kompakte Einheit, sondern über alle Seiten verteilt sich wiederfindet. Allen, die zum Entstehen dieser Dokumenation beigetragen,

ein herzliches Dankeschön

Wolf Jahn (Redaktion)

.

Katalog als PDF:

http://www.blau-zimmerfuerkunst.de/index.php?id=36

.

.

Mediale Einstreuung°

Es kömmt drauf an

In Berlin wurde über Marx nachgedacht

Uwe Justus Wenzel ⋅ [,,] Die Anmutung ist derjenigen einer Grabstätte nicht ganz unähnlich. Wer die heiligen Hallen der Humboldt-Universität zu Berlin durch den Haupteingang betritt, wird eines monumentalen Treppenaufgangs aus rotem Marmor und realsozialistischen Zeiten ansichtig. An der Wand, auf die die ersten zwölf Stufen zulaufen, prangt – in goldener Gravur – das Diktum eines ehemaligen Studenten der Universität: «Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt aber darauf an, sie zu verändern.» Der aus dem Jahr 1845 stammende Satz, die sogenannte elfte Feuerbach-These von Karl Marx, hat seinem Gehalt nach wenig mit einem Grabspruch zu tun – es sei denn, man verstünde ihn als Aufruf, auf dem Absatz kehrtzumachen und der Universität, in der die Welt ja doch auf allerlei Weise «nur» interpretiert wird, den Rücken zu kehren, um draussen vor der Tür die Ärmel aufzukrempeln und zuzupacken. Dann könnte man die Philosophen und die Philosophie begraben und vergessen – und die Universität gleich mit [,,]  27. Mai 2011
http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/es_koemmt_drauf_an_1.10716358.html

.

.

.

Advertisements

Written by medienwatch & metainfo

Mai 28, 2011 um 09:32

Veröffentlicht in Allgemein

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: