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München: „Zur Betrachtung einer Botschaft gehört ein Stuhl“

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Memo: Mitte der 80er Jahre wurde u.a. in einem Hamburger Szene-Magazin über eine Ausstellung in der Galerie Stange, über Künstler der „Freie Vereinigung“ berichtet. Im Interview zitierte der Künstler und Kunsttheoretiker Horst Papenhausen einen berühmten Satz: „Zum Verstehen (Betrachten) eines Bildes, braucht es einen Stuhl“ von Paul Klee. Hier erfährt dieser Gedanke seine Transformation. (jst/gfok) Foto: Jörn Müller, München

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»Zur Betrachtung einer Botschaft gehört ein Stuhl«

Der ursprüngliche Satz entspringt dem Gedanken »Zum Verstehen eines Bildes braucht es einen Stuhl« von Paul Klee, Anselm Feuerbach oder Franz von Lenbach sollen diesen Gedanken in verwandter Form auch gesagt haben.

Das es sich unter den gegegenwärtigen Bedingungen, bezogen auf die  Verhaftungswelle von Künstlern, Autoren und Dissidenten in China, im Sinne des „erweiterten Kunstbegriff“, nicht um „Kunst“ handelt, sondern um eine willkürliche Repression, genießt diese „Stuhlperformance“ als Transformation, eine de facto kunsthistorische Bedeutung.

„Menschengemässe Kunst muss: 1. die Zerstörung des Menschengemässen verhindern und 2. das Menschengemässe aufbauen“ nur das ist KUNST und sonst gar nichts Joseph Beuys 1985. Ai Weiwei wird mit dem „Soziale-Plastik-Begriff“ von Beuys kunstwissenschaftlich in Beziehung gesetzt*.

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Mach Ai Weiwei Verhaftung 06.05.2011 | Von Peer Junker

Pekings Kunstszene befindet sich in Schockstarre

http://www.tagesspiegel.de/kultur/pekings-kunstszene-befindet-sich-in-schockstarre/4144742.html

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Berliner Appell / Berlin Appeal Lasst Ai Weiwei frei! / Free Ai Weiwei!

http://berlinerappell-freeaiweiwei.com/

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Proteste für die Freilassung von Ai Weiwei

1.001 Stühle für die Freiheit

Weltweit haben Menschen auf Stühlen sitzend vor chinesischen Vertretungen die Freilassung Ai Weiweis gefordert. Die Aktionen sind eine Hommage an den Künstler. VON Nina Apin 17.04.2011
http://www.taz.de/1/politik/asien/artikel/1/1001-stuehle-fuer-die-freiheit/

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China

Menschenrechtsausschuss verlangt Freilassung Ai Weiweis

Künstler Ai Weiwei: „Inhaftierung unbegründet“ 18.04.2011

Die deutsche Kritik an der Inhaftierung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei wird schärfer: Der Menschenrechtsausschuss des Bundestages forderte eine sofortige Freilassung Ai Weiweis. CDU-General Gröhe nennt die Verschleppung des Künstlers einen „Akt der Unterdrückung“.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,757611,00.html

Lieber Menschenrechtsausschuss, wir unterstützen diese Initiative, aber bitte kümmert euch auch, in diesem Diskurs, um die Abschiebepraxis von Flüchtlingen in der Bundesrepublik. Und die Praxis der Mittelkürzungen, denn das bedeutet ein austrocknen von engagierten Kunstproduzenten und die zwanghafte Übereignung in die „Harz IV Folter“. Danke.

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Deutscher Kulturrat erwartet die sofortige und bedingungslose Freilassung von Ai Weiwei
China/Deutschland: Mehr Künstleraustausch statt staatlichem Kulturaustausch

Berlin, den 11.04.2011. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, erwartet von China die sofortige und bedingungslose Freilassung von Ai Weiwei. Außerdem fordert der Deutsche Kulturrat ein Ende der Einschüchterung und der Verhaftung von politisch aktiven Bürgern in China.

Die jetzt u.a. von der Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller nach der Festnahme des regimekritischen Künstlers Ai Weiwei geäußerte scharfe Kritik an der deutschen Ausstellung „Kunst der Aufklärung“ in Peking hat eine notwendige Diskussion über die Ziele und die eingesetzten Mittel deutscher auswärtiger Kulturpolitik ausgelöst.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Die Ausstellung „Kunst der Aufklärung“ in Peking macht ein Dilemma der staatlichen auswärtigen Kulturpolitik deutlich. In Zusammenarbeit mit dem National Museum of China präsentieren die Staatlichen Museen zu Berlin, die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München die Schau. Es geht nicht nur um Kulturaustausch, sondern auch um unsere nationalen politischen und wirtschaftlichen Interessen in China. Mehr Künstleraustausch statt staatlichem Kulturaustausch könnte uns aus der moralischen Bedrängnis, nicht nur beim Kulturaustausch mit China, befreien. Repressive Regime fürchten fast nichts mehr als Künstler, das haben wir in der jüngeren deutschen Geschichte erlebt und das zeigt uns gerade auch wieder China mit der Verhaftung von Ai Weiwei.“
http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=2023&rubrik=2

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Epoch Times Deutschland  FACEBOOK IN ACTION

1001 Stühle für Ai Weiwei

Sie brachten ihre Stühle mit und „setzten sich“ demonstrativ ein für Ai Weiwei – verschwunden in China. Renate Lilge-Stodieck
Weltweit protestierten sie am Sonntag, die Engagierten, die Mutigen, die Lebendigen und Kreativen. Und brachten ihre Stühle mit – um dem chinesischen KP-Regime zu zeigen, dass die Welt sieht, wenn Unrecht geschieht.

In Berlin brachten etwa 150 Leute ihre Stühle mit, in München etwa 80. Und die Documenta-Stadt Kassel fühlte sich ganz besonders verbunden mit dem chinesischen Künstler Ai Weiwei.
Sie waren still und friedlich, aber nicht stumm. Ihre Plakate fragten: Wo ist Ai Weiwei? Ihre Augen sagten: Wir beobachten euch! weiterlesen:
http://www.epochtimes.de/articles/2011/04/18/703177.html

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Stuhl mit Stempel | Zaki Al-Maboren (Sudan)

Kassel. Zu einer Solidaritäts-Demonstration für den chinesischen Künstler Ai Weiwei ruft das soziokulturelle Zentrum „Die Werkstatt“ gegenüber der Kasseler Stadthalle für heute 19 Uhr auf. In Anlehnung an Weiweis documenta-Aktion 2007 wird jeder Teilnehmer gebeten, einen Stuhl mitzubringen.
http://bit.ly/hMjzfg

Kaaba: „Haus der Dichter + Denker“ (Zaki Al-Maboren)
http://www.kunsttempel.net/cms/index.php?R%FCckblick%3A2007%3ADas_eckige_Haus

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„Was in China passiert? Nichts.“+ „Kaum jemand liebt die Tugend mehr als die Schönheit“ Konfuzius

https://medienwatch.wordpress.com/was-in-china-passiert-nichts-kaum-jemand-liebt-die-tugend-mehr-als-die-schonheit-konfuzius/

 

X-Memo …Niemand wusste von seinen Fluchtplänen. Die Freiheit zu schreiben war Liao Yiwu wichtiger. Ein Gespräch über China, die Kunst und seine Zukunft: (..) Liao: „Vor dem Haus standen Polizeiwagen, die Polizisten haben immer wieder geschaut, ob ich zu Hause bin. Sie bestellten mich zu vielen „Tee trinken“-Terminen (Synonym für Einschüchterungsgespräche, d. Red. (HA) Mehr: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article108120559/China-ist-zu-einem-Muellplatz-geworden.html

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Offener Brief  (Hamburg)

„Städtepartnerschaft mit Shanghai bis zur Befreiung von Ai Weiwei aussetzen“
http://bit.ly/jSwVo6

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*Beuys-Plakat: menschengemässe Kunst etc.

https://medienwatch.wordpress.com/2008/11/01/widerstand-gegen-atommull-endlager-in-gorleben/

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medienwatch-gold-ind

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Written by medienwatch & metainfo

April 18, 2011 um 07:10

Veröffentlicht in Allgemein

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