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Radioaktive Grenzwerte erhöht: Stand: 7-04-11

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Deutschland im nuklearen Notstand

Von den Medien verschwiegen hat die Bundesregierung nun den nuklearen Notstand festgestellt. Damit wurden die Grenzwerte für die radioaktive Belastung von Lebensmitteln auf das bis zu 20-fache erhöht. Hierdurch soll offenbar unter anderem der Verkauf und Import nuklear belasteter Lebensmittel ermöglicht werden. Die großen Medien verhielten sich zu diesem Vorgang fast durchweg schweigsam. Damit wiederholen sich die Vorgänge nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl, als in konzertierter Aktion Regierung, Medien und Behörden der Öffentlichkeit wahrheitsgemäße Informationen vorenthielten.

Nur von Greenpeace und Foodwatch wurde über die Erklärung des nuklearen Notstands durch die Bundesregierung berichtet.
Mit dem aktuellen Schritt stellt Verbraucherministerin Aigner nun zum wiederholten Mal klar, dass ihr Anliegen und das des von ihr geführten Ministeriums nicht im Schutz der Verbraucher besteht. Stattdessen geht es um die Förderung der Interessen großer Konzerne der Lebensmittel- und Agrarbranche, deren Belange hier promotet werden.

Dies war bereits anlässlich des Dioxinskandals zum Jahresanfang deutlich geworden. Bisher ist festzustellen, dass das Zusammenspiel mit den großen Medien und damit die Täuschung der betroffenen Verbraucher weitgehend gelingt. Was sie dabei auszeichnet ist insbesondere die geräuschlose Unauffälligkeit, in der von ihr die erwünschten Maßnahmen lanciert werden. Diese Geräuschlosigkeit von Vorgängen, die ansonsten in der Öffentlichkeit geeignet sind, Empörung hervorzurufen, kann als Markenzeichen der Merkelschen Kanzlerschaft betrachtet werden,
Vor diesem Hintergrund kann Ilse Aigner zu den Bundesministern gerechnet werden, die erfolgreich agieren und die deshalb dem Kabinett Angela Merkals vermutlich noch längere Zeit angehören werden. gw, metainfo – 29.03.11 23.56

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Grenzwerte für radioaktive Belastung von Lebensmitteln aus Japan erhöht – Bundesregierung informiert Öffentlichkeit nicht

http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=55&tx_ttnews[tt_news]=105204&tx_ttnews[backPid]=54&cHash=14eef1c970

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EU: höhere Grenzwerte als nach Tschernobyl

http://foodwatch.de/kampagnen__themen/radioaktivitaet/lebensmittel_importe/index_ger.html

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Europäische Häfen rüsten sich gegen verstrahlte Schiffe

http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE72T00920110330

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EU gestattet Einfuhr radioaktiv belasteter Lebensmittel aus Japan

Grenzwerte für nuklearen Unfall in Kraft gesetzt

http://umweltinstitut.org/radioaktivitat/allgemeines/grenzwerte-nahrungsmittel-864.html

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Bundesregierung informiert Öffentlichkeit nicht

Berlin/München, 29. März – Die Verbraucherorganisation foodwatch und das Umweltinstitut München e.V. haben die Informationspolitik der Bundesregierung über die Lebensmittelsicherheit nach der Reaktorkatastrophe in Japan kritisiert. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner verweist seit Tagen auf „verstärkte Kontrollmaßnahmen“ und „spezielle Schutzstandards“ – sie informiert die Öffentlichkeit jedoch nicht darüber, dass die EU-weit geltenden Grenzwerte für die radioaktive Belastung von Lebensmitteln aus den betroffenen Regionen Japans am vergangenen Wochenende deutlich erhöht wurden:

http://umweltinstitut.org/pressemitteilungen/2011/2011_03_29_2-865.html

http://umweltinstitut.org/fragen–antworten/allgemeines/fragen-zum-gau-in-japan-850.html


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www.meta-info.de?site=metainfo&lid=33699

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Foto: medienwatch (gfok)

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EU oeffnet die Tuer fuer radioaktiv verstrahlte Lebensmittel

Anlaesslich der Nuklearkatastrophe in Japan hat nun die EU-Kommission die Gelegenheit genutzt und in einer Eilverordnung den nuklearen Notstand erklaert. Auf diesem Weg wird nun der Import radioaktiv belasteter Lebensmittel in die EU ermoeglicht. Unter anderem wurde der Grenzwert fuer die Belastung von Milchprodukten nahezu verdreifacht von bisher 370 auf 1000 Bequerel / Liter  Fuer bestimmte Produkte wurde sogar ein Grenzwert von 12.500 Bequerel / Kilogramm zugelassen – das 20-fache des bisherigen Limits.

Die Eilverordnung wurde stillschweigend beschlossen und in Kraft gesetzt. Nur durch die Mitteilung durch Greenpeace wurde darauf aufmerksam gemacht.

Vom Ministerium fuer Verbraucherschutz unter Ilse Aigner wurde daraufhin erklaert, diese Grenzwerte seien bereits vor 25 Jahren, nach der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl, beschlossen worden. Nach den damals festgelegten Bestimmungen gelten diese jedoch nur fuer den „nuklearen Notfall“.

Dieser nukleare Notfall wurde entsprechend durch die Eilverordnung in Kraft gesetzt.

Von seiten der Bundesregierung gab es bisher keine Erklaerung, warum der nukleare Notfall nun eingetreten sei.

Medienberichte in diesem Zusammenhang folgen meist der desinformativen Praxis der Behoerden. Der SPIEGEL erklaert z.B., dass die Erhoehung dieser Grenzwerte „im Rahmen neuer Sicherheitsmassnahmen erfolgt“ sei. Eine Erklaerung, wie die Sicherheit durch die Erhoehung der zulaessigen Grenzwerte oder anderweitige Massnahmen verbessert wird, liefert der Beitrag des SPIEGEL nicht. Dafuer wird als radikale Forderung das Statement des Foodwatch-Sprechers Thilo Bode zitiert, der einen Import-Stopp fordert. Demgegenueber erscheint das Vorgehen der EU-Kommission und der Bundesregierung in dieser Darstellung als moderat und vernuenftig.

Gleichzeitig wird die Information mitgeliefert, dass auch andere radioaktiv verseuchte Regionen nun Agrarprodukte in die EU exportieren koennen: auch fuer die Region um Tschernobyl soll die Erhoehung der Grenzwerte gelten.

Es kann angenommen werden, dass insbesondere die Lebensmittelindustrie, die etwa bei der Verarbeitung von Milchprodukten keine Angaben ueber die Herkunft ihrer Ingredienzien machen muss, nun die Gelegenheit nutzt, auf radioaktiv kontaminierte Produkte zum guenstigen Preis zuzugreifen. gw metainfo  -30.03.11 16.56
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http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=5020&tx_ttnews[tt_news]=105257&tx_ttnews[backPid]=23&cHash=1e1a924dc4

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,753970,00.html

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Toxisch und strahlend
Warum Plutonium so gefährlich ist
Seine Strahlung ist schwach, seine Energieausbeute hoch, und wiederverwertbar ist es auch – Plutonium ist der ideale Brennstoff für ein Kernkraftwerk. Extrem gefährlich wird es aber, wenn Plutonium außerhalb des Kraftwerks nachgewiesen wird – so wie jetzt in Fukushima. von Simon Book, Berlin
http://www.ftd.de/wissen/technik/:toxisch-und-strahlend-warum-plutonium-so-gefaehrlich-ist/60032845.html

Lebensmittel Jahrzehnte nach Katastrophe verstrahlt
http://diepresse.com/home/panorama/welt/641518/Lebensmittel-Jahrzehnte-nach-Katastrophe-verstrahlt?_vl_backlink=/home/panorama/welt/640991/index.do&direct=640991

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Nuklearer Notstand in der EU: nebelwerfende Medien &  Informationsblackout

Wie bereits vom Umgang mit dem Tschernobyl-Super-GAU bekannt, erfolgen auch anlässlich der japanischen Nuklearkatastrophe die üblichen Massnahmen der Medien, der Politik und der Behörden: es werden nahezu alle geeigneten Mittel genutzt, um die Vorgänge zu vernebeln, zu vertuschen und zu verharmlosen. Nur auf diesen gemeinsamen Nenner reimen sich noch die Informationspolitik der japanischen Regierung aber inzwischen auch der Umgang deutscher Medien mit dem Thema: anstatt die Aushebelung des Verbraucherschutzes anzuprangern wird Unklarheit verbreitet.

Die Erhöhung der zulässigen Grenzwerte für Radioaktivität in Lebensmitteln um das bis zu 20-fache wird, nachdem es nicht gelang, sie vollständig zu verschweigen, von den Kommentatoren in der Regel nicht als Angriff auf den Verbraucherschutz betrachtet. Stattdessen wird erklärt, auch die erhöhten Grenzwerte seien tolerabel. Das Vorgehen der EU sei zwar unglücklich. Dass es inakzeptabel ist, wird aber nicht erklärt. Schliesslich werde die Regelung wieder unwirksam, sobald die Krise beendet sei.
Es wird nicht infrage gestellt, nach welchen Kriterien nun der „Nukleare Notstand“ definiert und in Kraft gesetzt wurde. Auch die Tatsache, dass wenn diese Definition praktisch nach Belieben erfolgt auch ihre Aufhebung der Willkür der EU-Kommission überlassen bleibt, wird nicht moniert.
Dass nun damit die EU-Kommission als Bestandteil einer Struktur begriffen und hingenommen wird, die nur noch als kafkaesk zu verstehen ist, die über allem thront, ohne irgendjemandem Rechenschaft oder Begründung schuldig zu sein, wird als selbstverständlich betrachtet und hingenommen.

Wenn nun behauptet wird, die zugelassenen Strahlenwerte seien hinnehmbar, stellt sich die Frage, warum sie regulär deutlich niedriger angesetzt waren. Wenn andererseits erklärt wird, es handele sich um geringfügige Mengen, die nicht ins Gewicht fielen, dann wäre zu fragen, warum die Feststellung des nuklearen Notstands erforderlich ist, eine EU-Weite Vervielfachung der Grenzwerte, nur um den Import weniger verseuchter Lebensmittel aus Japan sicher zu stellen.

Bekannt ist hingegen, dass nahezu immer die Lockerung bestehender Regulierungen in missbräuchlicher Weise genutzt wird. So sind in diversen Staaten der EU sowie in außereuropäischen Ländern Atomkraftwerke in Betrieb, die hinsichtlich ihrer Sicherheitsmassregeln und ihres Emissionsschutzes als mindestens zweifelhaft gelten können. Es kann davon ausgegangen werden, dass im Bereich diverser Kraftwerke Kontaminationen der Landwirtschaft bestehen, die von lax beaufsichtigenden Kontrollbehörden unbemerkt bleiben und deren Produkte vermarktet werden. Das Beispiel des zurückliegenden Dioxinskandals belegt die systemischen Bemühungen, Kontrollen zu unterlaufen, indem stark kontaminierte Produkte „gestreckt“ werden, um annähernd unbedenkliche Werte zu erreichen. Bei nuklear verseuchten Produkten kann dies in vergleichbarer Weise hilfreich sein, so dass auch etwa Produkte aus dem Raum Tschernobyl vermarktbar werden. Solange also die Beteiligten – ähnlich, wie die norddeutschen Futtermittelhersteller – die erforderlichen Streckungsverhältnisse berücksichtigen, wird der Verbraucher ihrer Produkte nicht bemerken können, dass er vergleichsweise stark kontaminierte Lebensmittel zu sich nimmt.

Informationsblackout

Als systemisch anzusehen sind auch insgesamt die Bemühungen um Verdunkelung der Risiken und der Gefahren. In Japan wird der Bevölkerung vielfach der Zugang zu Messwerten der Radioaktivität verweigert oder diese inkonsistent übermittelt, so dass eine sinnvolle Auswertung unmöglich wird. Den so Informierten bleibt anschliessend nur übrig, Äpfel mit Birnen zu vergleichen, wenn an einem Tag Messwerte südlich des Unfallorts, am darauffolgenden die aus dem Nordwesten gemeldet werden. Über die Region Fukushima wurden darüberhinaus praktisch alle Messwerte der Öffentlichkeit vorenthalten.

In Europa bzw. in Deutschland ist die Situation kaum besser: wie zur Zeit des Tschernobyl-Super-GAUs wird die Öffentlichkeit wieder bevormundet, wie bereits die geheimgehaltene Erklärung des nuklearen Notstands zeigte. Es kann nicht mehr erwartet werden, dass Behörden korrekte Messwerte mitteilen. Darüberhinaus besteht auch nahezu keine Möglichkeit der unabhängigen Selbsthilfe: die – vorstellbare – Anschaffung eines Geiger-Zählers ist nicht möglich: von Händlern, die diese üblicherweise anbieten, wird nun erklärt, dass bis zum Sommer keine Liefermöglichkeit besteht. In Anbetracht vergangener Erfahrungen kann es nicht mehr erstaunen, gegebenenfalls zu erfahren, dass sämtliche Lagerbestände und Produktionskapazitäten dieser Messgeräte aufgekauft wurden durch Behörden oder durch die großen Nuklearkonzerne, die sich bemühen, jeden Anschein eines Strahlenrisikos gegenüber der Öffentlichkeit zu verbergen. So kann auch eine hohe Verstrahlung und Kontamination nahezu unbemerkt bleiben. Die Möglichkeiten von NGOs, wie etwa Greenpeace wären allzu punktuell, um dagegen als unabhängige Kontrollinstanz zu fungieren. Und ggf. werden auch gegenüber derartigen Organisationen Methoden der Manipulation oder Erpressung zum Einsatz gebracht – etwa mit der gelegentlich vorgebrachten Drohung von Politikern oder Behördenvorständen, ihnen die Gemeinnützigkeit und damit ihre Finanzierung zu entziehen.

Die der Öffentlichkeit vorenthaltene Begründung für die Verordnung zur Inkraftsetzung der stark erhöhten Grenzwerte macht im Übrigen deutlich, dass es nicht um Sicherheit und Gesundheit der Verbraucher ging, sondern um die Verschleierung der Gefahr. So hiess es bei der Einführung der Verordnung 1987, die nun zur Anwendung gebracht wurde: „diese Werte „tragen der Tatsache Rechnung, dass die Öffentlichkeit beruhigt werden […] muss“. gw metainfo – 31.03.11 00.43

http://blog.tagesschau.de/2011/03/21/welche-lebensmittel-sind-belastet-und-warum/

http://blog.tagesschau.de/2011/03/30/warum-erhoht-die-eu-gerade-jetzt-die-grenzwerte-fur-radioaktiv-belastete-lebensmittel/

http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=55&tx_ttnews[tt_news]=105204&tx_ttnews[backPid]=54&cHash=14eef1c970

http://www.sueddeutsche.de/wissen/atomkatastrophe-in-japan-eu-schwaecht-grenzwerte-fuer-verstrahlte-lebensmittel-ab-1.1079258-2

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Fukushima: Nuklearkatastrophe erreicht eine neue Dimension

Hinweise auf Kettenreaktionen in Fukushima-Reaktoren verdichten sich

Bereits vor einigen Tagen berichteten wir von der Analyse eines amerikanischen Nuklear-Ingenieurs. Dieser hatte aus den Mitteilungen der Kraftwerksbetreiber ueber das Auftreten von kurzlebigem Jod-134 geschlossen, dass dies durch Kettenreaktionen der geschmolzenen Brennstaebe verursacht sein koennte.  Diese finden im normalen Betrieb regulaer statt, werden dann jedoch durch die Kontrollfunktionen und das Arrangement des Reaktors geregelt. In einer aktuellen Mitteilung wird nun auch durch Regierungssprecher Edano eingeraeumt, dass Kettenreaktionen in den havarierten Reaktoren moeglich seien.

Dass diese sogenannte „Rekritikalitaet“ und damit unkontrollierte Kettenreaktionen moeglich seien, war bisher praktisch durchweg von Wissenschaftlern, Nuklearexperten und Kraftwerksindustrie bestritten worden. Auch das nach den Mitteilungen des Kraftwerksbetreibers TEPCO urspruenglich berichtete Auftreten von Jod134, das den Hinweis hierauf gab, wurde anschließend dementiert.

Jedoch wurde in der Analyse vom 25. Maerz auch das Auftreten von Chlor-Isotopen im Reaktor 1 mitgeteilt, die ueber die kurze Halbwertszeit von 37 Minuten verfuegen und die damit auf aktuell vonstatten gehende Kettenreaktionen im Reaktor hinweisen.

Regulaer werden die im Normalbetrieb eines Reaktors ablaufenden Kettenreaktionen beendet durch das Einfahren der Kontrollstaebe in den Reaktorkern. Die abgegebene Energie reduziert sich durch diesen Vorgang z.B. vom Vollastbetrieb mit 700 Megawatt auf eine Abklingleistung von 40 Megawatt.

Nach einer Kernschmelze, wie sie – ob partiell oder vollstaendig – in den Reaktoren 1 – 3 stattgefunden hat, besteht ein Kontrollverlust, der eine Regelbarkeit der Vorgaenge weitgehend, wenn nicht komplett,  ausschließt.

Die Vorstellung, dass infolge einer Kernschmelze auch eine Kettenreaktion einsetzen koennte, war bisher von Nuklear-Wissenschaftlern und Ingenieuren abgewehrt und praktisch ausgeschlossen worden. Die aktuellen Indizien zwingen jedoch offenbar dazu, auch diese schwere Eskalation des Gefahrenpotenzials, ueber den Vorgang der Kernschmelze hinaus, zu beruecksichtigen. Zu diesen Indizien gehoert neben dem Auftreten kurzlebiger Spaltprodukte, wie den erwaehnten Chlor- und Jod-Isotopen auch die immense Strahlenbelastung des Wassers auf dem Kraftwerksgelaende sowie vor der Kueste.

Die Erklaerung von Regierungssprecher Edano hat diese, kaum noch zu uebertreffende, Eskalation der nuklearen Gefahr des Kraftwerks Fukushima, wie sie von uns vor einigen Tagen angedeutet worden war, nun eingeraeumt. Diese Beruecksichtigung der „neuen“ Gefahrenlage wurde – wie ueblich – dabei relativiert: wenn Kettenreaktionen auftraeten, handele es sich dabei um temporaere Ereignisse und die Explosion eines Reaktors sei dabei nicht zu befuerchten.

Auf welcher Grundlage eine solche Explosion ausgeschlossen werden soll, ist dabei mindestens unklar, auch wenn man feststellen kann, dass sie nicht zwangslaeufig Folge einer Kettenreaktion sein muss.

Die Informationen der Betreiber und der Regierung zum Zustand im Inneren des Reaktors sind im besten Fall rudimentaer bzw. nach den bekanntgegebenen Angaben aeusserst vage und marginal, da nahezu alle Messgeraete und Sensoren ausgefallen sind. Die Mittel, um auch nur die Temperatur des aeußeren Reaktorbehaelters zu ermitteln, reduzieren sich inzwischen auf Waermebildaufnahmen, die von Hubschraubern beim Ueberfliegen der Reaktoren durchgefuehrt werden.

Auch der Nuklear-Experte Thomas Dersee von der Gesellschaft fuer Strahlenschutz geht davon aus, dass in den betroffenen Reaktoren unkontrollierte Kettenreaktionen stattfinden. Diese verlaufen in dieser Situation als irregulaere Vorgaenge, die geringfuegige oder aber massive Konsequenzen haben koennen: in einem solchen Fall, zu dem es kommt, wenn die unkontrollierte Kernschmelze eine ueberkritische Konsistenz erreicht, kommt es zu extremen Freisetzungen von Energie, Strahlung und Hitze, die wiederum mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit dazu fuehren, dass sich dabei die ueberkritische Konsistenz aufloest und wieder ein stabilerer unterkritischer Zustand eintritt. Sollte sich aber die Kernschmelze in einer Senke oder einem Hohlraum sammeln, waere damit auch der Vorgang einer massiven Explosion moeglich, weil der ueberkritische Zustand ueber einen laengeren Zeitraum (z.B. von mehreren Sekunden oder Minuten) aufrechterhalten wird. Zum Erreichen eines kritischen Zustands werden Spaltmaterialmengen von 5 – 20  Kilogramm benoetigt. Die Gesamtbrennstoffmengen in den Reaktoren bewegen sich zwischen 100 und 150 Tonnen.

Neben einer nuklearen Explosion infolge einer Kernschmelze, deren Wahrscheinlichkeit aufgrund der anzunehmenden Instabilitaeten dieser Schmelze und ihrer Konsistenz begrenzt ist,  besteht insbesondere das Risiko einer Dampfexplosion, Diese kann sich ereignen, wenn die Kernschmelze den Boden unterhalb des Reaktors durchdringt und etwa auf das Grundwasser trifft, das in diesem Fall explosionsartig verdampft. Dies kann zu einer massiven Freisetzung des kontaminierten Erdreichs verbunden mit dem Spaltmaterial und seinen Produkten fuehren, die in die Atmosphaere geschleudert werden.

Das mit hoher Wahrscheinlichkeit aktuell in mindestens einem oder in mehreren der Reaktoren Fukushimas Kettenreaktionen vonstatten gehen, erklaert die immer extremeren Strahlungswerte.

Dass die Katastrophe von Fukushima den Super-GAU von Tschernobyl in den Schatten stellt, ist heute keine gewagte Aussage mehr: im Gegenteil koennte heute vom Licht am Ende des Tunnels des Katastrophenmanagements gesprochen werden, wenn die Aktivitaeten den Fortschritt erreichten, der in Tschernobyl am dritten Tag des Unfalls erzielt wurde, als in ueber tausend Hubschrauberfluegen der Brandherd abgedeckt wurde. Fukushima stellt das Gefahrenpotenzial Tschernobyls weit in den Schatten, weil zum Einen nicht nur ein Reaktor betroffen ist sondern das Fehlschlagen der Kontrolle an einem Reaktor die Unkontrollierbarkeit von zwei oder 3 weiteren Reaktoren nach sich zieht.

Es droht darueberhinaus – neben den in den Abklingbecken der Reaktoren eingelagerten Brennstaeben – ein riesiges Lager an Spaltmaterial ausser Kontrolle zu geraten, das sich ebenfalls auf dem Kraftwerksgelaende befindet: es geht dann nicht mehr um ca. 140 Tonen an Brennstoff, mit denen ein Reaktor bestueckt ist, sondern um ueber 1700 Tonnen, und damit das Zehnfache der Menge in Tschernobyl.. gw –  metainfo 31.03.11 14.39

http://www.bloomberg.com/news/2011-03-30/record-high-levels-of-radiation-found-in-sea-near-crippled-nuclear-reactor.html

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,753938,00.html

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Fukushima: Kernschmelze und Rekritikalitaet

Wie bereits von uns vor einer Woche berichtet haben sich die Hinweise verdichtet, dass es in den Reaktoren nicht nur zu einer partiellen oder vollstaendigen Kernschmelze kam sondern darueberhinaus zur Rekritikalitaet. Die westlichen Medien verhalten sich gegenueber der neuen Eskalation fast durchweg schweigsam.
Von nahezu allen westlichen Medien wurden die Meldungen und von offizieller japanischer Seite sowie von der Internationalen Atomenergiebehoerde mitgeteilten Einschaetzungen verschwiegen. Die Moeglichkeit der Re-Kritikalitaet in den havarierten Reaktoren in Fukushima wurde auch auf einer Pressekonferenz der IAEA in Wien angesprochen, obwohl die Behoerde in der Vergangenheit eher als Lobbyorganisation der Nuklearindustrie auffiel.

Nachdem zum Begriff der „Kritikalitaet“ und den Vorgaengen der nuklearen Kettenreaktion offenbar verbreitet Unwissenheit besteht, die folgenden Hinweise: Kritikalitaet bedeutet das Vorhandensein einer kritischen Masse an Spaltmaterial, also etwa von angereichertem Uran oder Plutonium. so dass eine Kettenreaktion beginnen kann und aufrechterhalten wird. Ein großer Teil der durch die Spaltvorgaenge freigesetzten Neutronen trifft dabei auf andere Atomkerne und bewirkt wiederum deren Spaltung. Im Fall einer Atombombe bedeutet das Erreichen dieser Kritikalitaet den Moment ihrer Zuendung und den Beginn der Explosion.

In einem Nuklearreaktor wird die Kettenreaktion gebremst durch den geringeren Grad der Anreicherung des Spaltmaterials sowie durch die Anordnung der Brennstaebe und die Kontrolleinrichtungen.

Nach einer Kernschmelze wiederum entfaellt die Wirkung der regulaeren Steuerung, die ueblicherweise durch das Einfahren der Kontrollstaebe zwischen die Uranbrennstaebe durchgefuehrt wird. Die Anordnung der Brennstaebe und die Steuerung der Kontrollstaebe  sorgen im Normalbetrieb dafuer, dass die mit der Kettenreaktion verbundenen Spaltprozesse kontinuierlich vonstatten gehen und dabei etwa die fuer den Vollastbetrieb vorgesehene Nennleistung in Form von Waermeenergie abgeben, die wiederum durch die Erzeugung von Dampf und die angeschlossenen Turbinen in elektrischen Strom umgesetzt wird. Die Dampferzeugung kuehlt dabei den Reaktorkern und transportiert die Waermeenergie aus dem Reaktor in die Turbinen und die Kuehlung.

Da nur etwa ein Drittel der Reaktorleistung in elektrische Energie umgewandelt wird, ergibt sich etwa fuer die Reaktoren 2 und 3 in Fukushima, dass sie bei einer Nennleistung von 700 Megawatt (elektrisch) insgesamt etwa 2000 Megawatt an Waermeenergie erzeugen – vergleichbar der Energiemenge, die 1 Million Heizluefter bei voller Leistung (2kW) umsetzen.

Das Abschalten eines Reaktors bewirkt das Ende der Kritikalitaet und stoppt damit sie Kettenreaktionen in den Brennstaeben und reduziert seine Leistung auf etwa 5% seiner Nennleistung, im Fall der Fukushima-Reaktoren 2 / 3 von 2000 MW (= 2GW) auf 100 Megawatt.

Sobald nun jedoch durch den Vorgang der Kernschmelze die Wirkung der Kontrollstaebe entfaellt, entfaellt damit auch die durch sie bewirkte Steuerung, die die Kettenreaktion in den Brennstaeben beendete.

Die Kernschmelze kann nun wieder einen kritischen Zustand erreichen, in dem erneut Vorgaenge der Kettenreaktion stattfinden. Damit waere der Energie-Output des Reaktorkerns nicht mehr limitiert auf seine Abklingwaerme in der Groeßenordnung von 100 MW bzw. darunter. Die abgegebene Energie kann – entsprechend der jeweiligen Intensitaet der Kritikalitaet nahezu beliebig steigen und immense Werte weit jenseits der Reaktornennleistung erreichen.

Im Jahr 1961 belegte ein Reaktorunfall in den USA einen Extremfall  eines solchen Kontrollverlustes: der Reaktor SL-1 explodierte dort bei einem missglueckten Kontrollmanoever. Bei einer vergleichsweise geringen Nennleistung von 0,6 MW, also weniger als einem Tausendstel der Fukushima-Reaktoren, kam es bei dem Reaktor zu einer unbeabsichtigten Kritikalitaet. Innerhalb von Sekundenbruchteilen erreichte er dabei eine Leistung von 2000 MW und damit das tausendfache seiner vorbestimmten Maximalleistung. Das Kuehlwasser verdampfte sofort und verursachte eine Dampfexplosion, die den Reaktor zerstoerte. Der gesamte Reaktorbehaelter mit einem Gewicht von 12 Tonnen wurde dabei mehrere Meter aufwaerts geschleudert.

In Fukushima ist die Situation vergleichsweise unuebersichtlich, da praktisch keine zuverlaessigen Aussagen gemacht werden koennen ueber den Zustand der Reaktoren und insbesondere ihres Brennmaterials. Die Bandbreite der moeglichen Vorgaenge reicht dabei vom Abklingen des Brennmaterials durch Abkuehlung und das Erreichen eines außerkritischen Zustands, ueber ein halbwegs kontinuierliches „Schmoren“ der ueberhitzten Schmelze verbunden mit der Abgabe von Spaltprodukten, wie sie in den vergangen Wochen zu beobachten war, bis hin zu explosiven Ereignissen, die durch das Zusammentreffen der heißen Schmelze mit Wasser oder durch Kettenreaktionen verursacht werden koennen.

Die Tatsache, dass die westlichen Medien selbst die eher zurueckhaltenden Verlautbarungen der IAEA dem Publikum vorenthalten, zeigt, dass Medien und Behoerden nun in einem restriktiven Modus agieren: das Problem ist nun nicht mehr ein regional-japanisches sondern hat eine globale Dimension erreicht.

Dass nicht nur das Grundwasser und das Meerwasser im kraftwerksnahen Bereich extreme Werte der Kontamination angenommen hat, sondern dass auch der global verteilte Ausstoß an radioaktiven Spaltprodukten in der Atmosphaere das Ausmass uebertrifft, dass bei der Katastrophe von Tschernobyl auftrat, kann derzeit als – von Politik und Medien – gut gehuetetes Geheimnis gelten.

Die Technik der Nuklearindustrie mag in katastrophaler Weise versagen. PR und Propaganda zur Vertuschung des tatsaechlichen Desasters funktionieren weiterhin perfekt.

http://www.bloomberg.com/news/2011-03-30/record-high-levels-of-radiation-found-in-sea-near-crippled-nuclear-reactor.html

http://en.wikipedia.org/wiki/SL-1

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Wie Nuklearindustrie, Bundesregierung und Medien die Anti-AKW-Bewegung aushebeln

Viele Anti-Atomkraftbewegte glauben heute, dass an einem Aus fuer die deutschen Atommeiler kein Weg mehr vorbei fuehrt. Sie werden spaetestens zum Beginn des Sommerurlaubs erfahren, dass diese Hoffnung vergeblich war. Die Rezepte gegen den Atomausstieg werden laengst aus der Schublade geholt und nun von den Energiekonzernen, der Bundesregierung und insbesondere durch die großen Medien zum Einsatz gebracht.

Der Erfolg der Gruenen bei den Landtagswahlen im deutschen Suedwesten wird wahrscheinlich das Einzige sein, was nach dem bevorstehenden Sommer noch an „Erfolgen“ der oekologischen Bewegung verbleibt. Und auch in diesen Laendern ist die Wahrscheinlichkeit nicht groß, dass es zu ernsthaften Aenderungen und zur dauerhaften Abschaltung von Kraftwerken kommt.

Nach diesen Wahlen wird nun die Kiste der Tricks und Manipulationen weit geoeffnet, um den fortgesetzten Betrieb moeglichst aller deutschen AKW weiterhin zu garantieren. Wenn es die Bundesregierung in der vergangenen Woche fuer angebracht hielt, die Gelegenheit fuer die Anhebung der Toleranzen fuer die radioaktive Kontamination auf betruegerischem Weg durchzusetzen, dann deutet sich damit an, was in den naechsten Wochen und Monaten noch zu erwarten steht.

Bereits jetzt bhemuehen sich die großen Medien darum, die Stimmung zu kippen: in mehreren Beitraegen erklaerte etwa die ZEIT die Sorge vor atomarer Strahlung fuer „hysterisch“. Bereits frueher waren hier wiederholt Beitraege erschienen, in denen der Einsatz der Nuklearenergie gefordert wurde, weil dies fuer den Klimaschutz notwendig sei. Wer die Abschaltung von Atomkraftwerken fordere, schade damit der Umwelt.

Es sei unvernuenftig, einen konsequenten Ausstieg zu verlangen.

Zu den wichtigsten Argumenten der Nuklear-Monopole und ihrer Anwaelte in der Politik und bei den großen Medien gehoert der Tsunami, der in Japan dem Erdbeben folgte.

In den Medien stand dies Ereignis im Vordergrund und wurde augiebig zelebriert, indem die durch ihn verursachten Zerstoerungen noch nach Wochen wieder und wieder praesentiert wurden. Die Botschaft dahinter war eindeutig: die unwiderstehliche Naturkatastrophe war verantwortlich, nicht aber die Tatsache, dass AKW-Betreiber Tepco das Geld fuer Wartung und fuer eine erhoehte Aufstellung der Notgeneratoren sparte.

Dieser Verweis auf den Tsunami gehoert zu den zentralen Argumenten, die dazu bestimmt sind, den fortgesetzten Betrieb der deutschen Atomkraftwerke zu ermoeglichen. Im Lauf der kommenden Wochen und Monate wird mit diesem und aehnlichen Argumenten die deutsche Oeffentlichkeit bearbeitet werden, bis die Mehrheit einsieht, dass deutsche Kraftwerke nicht von Tsunamis bedroht werden und dass sie besser geeignet sind, als Windkraftwerke, um die Stromversorgung zu garantieren.

Wer dieser Argumentation dann nicht folgt, wird in die Ecke der „Hysteriker“ gestellt, derer, die „ewig dagegen“ sind und konstruktiv-vernuenftige Loesungen blockieren.

Darueberhinaus wird eine politische Show-Veranstaltung inszeniert, deren Ansaetze heute bereits sichtbar sind: ein Großaufgebot von Ethik- und Sicherheitskommissionen wird in Marsch gesetzt, strenge Stresstests fuer Kraftwerke organisiert,

Welche Ergebnisse diese zeitigen werden, ist ebenfalls bereits heute absehbar: die „Sicherheits“-Pruefungen werden so ausfallen, dass alle Kraftwerke, die die Konzerne weiter betreiben wollen, als sicher erklaert werden: die Pruefinstanzen werden von den Betreibern oder von der Regierung kontrolliert; ein Risiko, dass ein unerwuenschtes Ergebnis erzielt wird, ist damit praktisch ausgeschlossen.

Die politische  Instrumentalisierung solcher Pruefungen und „Stresstests“ wurde erst im vergangenen Jahr demonstriert mit dem Stresstest der europaeischen Banken: die irischen Geldinstitute bestanden diese Tests ohne groeßere Muehe und gingen erst ein halbes Jahr spaeter in den Konkurs, der mehr als 100 Milliarden Euro zur Rettung verschlang.   Ungeachtet dessen sind solche Vorgehensweisen geeignet, der Oeffentlichkeit den   Eindruck vorzuspiegeln, hier werde zugepackt, die Politik meine es ernst mit ihrer Aufsichtspflicht.

Dass es sich in Wirklichkeit um ein Taeuschungsmanoever handelt, das zum Zweck seiner Show-Effekte veranstaltet wird, erkennen nur wenige. Kaum einer der Beobachter wird genau genug hinschauen, um zu erkennen, dass alle Erklaerungen, Ankuendigungen, Verhandlungen, Pruefungen usw. keine rechtlich Wirksamkeit nach sich ziehen (außer ggf. eine durch die Energiekonzerne manipulierbare).

Dafuer in Anschlag gebracht wird die juristische (durch die Bundesregierung qua Laufzeitverlaengerungsgesetz hergestellte) Zwangslage, die die Konzerne zu milliardenschweren Entschaedigungsforderungen berechtigt.

Die gegenwaertige von Merkel gefuehrte Bundesregierung hat im Zusammenspiel mit den großen Medien diese Methoden zur Taeuschung der Oeffentlichkeit zur Perfektion entwickelt. Die Betroffenen wiederum sind in ihrer ueberwiegenden Zahl bereit, sich „einwickeln“ zu lassen durch diese mittlerweile erprobten und optimierten Verfahren zur Lenkung der Oeffentlichkeit.

Die Medien werden zusaetzlich Unterstuetzung leisten und mit passenden Mitteln dafuer sorgen, dass „Gras waechst“ ueber die japanische Nuklearkatastrophe und ihre Hintergruende: man wird andere Aufreger-Themen inszenieren – einen Kinderschaender, einen   Promi-Skandal, die Demontage eines unerwuenschten Politikers usw., bis die Bedeutung der nuklearen Risiken soweit verduennt wurde, dass sie kein politisches Problem mehr verursacht

Das oben umrissene Programm – vermutlich angereichert um weitere Manipulationen und Taeuschungsmanoever der Politik und der Medien – erwartet die deutsche Oeffentlichkeit in den kommenden Monaten. Im Juni schliesslich ist damit zu rechnen, dass als kleines Zugestaendnis ein oder zwei Atommeiler, deren weiterer Betrieb ohnehin obsolet war, vom Netz gehen. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden die Anti-AKW-Bewegten die Ergebnisse dann frustriert zur Kenntnis nehmen, ohne aber angemessen reagieren zu koennen: die Sommerurlaubszeit steht dann bevor und der Gedanke an Fukushima und die Unertraeglichkeiten der deutschen Atomkraft treten damit in den Hintergrund.

Zwei vorteilhaftere Optionen waeren denkbar, wenn auch mit erheblich geringerer Wahrscheinlichkeit:

1) eine Entscheidung der oekonomischen Elite / der Fuehrungen der wichtigsten deutschen Unternehmen, die Nuklearenergie fallen zu lassen und den Schwenk zu regenerativen Energien zu unternehmen – nicht zuletzt, weil man die Gelegenheit nutzen kann, von ihrer Installation zu profitieren und im Rahmen der zukuenftigen Energiepolitik Investitionssicherheit zu erreichen. Eine Tendenz in diese Richtung ist aktuell wahrzunehmen.

Dagegen steht jedoch die politisch und in den Medien stark verankerte Macht der Energiemonopole und die milliardenschweren Verluste, die diese im Fall eines Atomausstiegs zu erleiden haetten.

2) Ein konsequenter Einsatz und Mobilisierung der Anti-AKW-Bewegung Sie wuerde wiederholt hunderttausende zu Großdemonstrationen mobilisieren muessen, um die schwarz-gelbe Bundesregierung davon zu ueberzeugen, dass sie nicht wieder, wie in den Jahren nach Tschernobyl, mit Tricks und Aussitzmanoevern den Schwung der Atomkraftgegner wirksam brechen kann.

Diese Option ist allerdings ebenfalls wenig wahrscheinlich, da ein großer Teil der AKW-Gegner heute geneigt ist, sich von den Manoevern der Bundesregierung beeindrucken zu lassen, die sich aktuell darum bemueht, der Oeffentlichkeit vorzutaeuschen, dass sie selbst ins Lager der Atomkraftgegner gewechselt sei. – waehrend sie sorgsam jeden Schritt vermeidet, der einen Ausstieg aus der Nuklearenergie z.B. gesetzlich besiegelt. Sie versucht damit den Eindruck zu erzeugen, AKW-Gegner wuerden mit Demonstrationen offene Tueren einrennen und nimmt ihnen damit wirksam den Wind aus den Segeln.

Unterm Strich muss deshalb davon ausgegangen werden, dass das Buendnis zwischen den Energiemonopolen, der Bundesregierung und der großen Medien auch diesmal mit nicht selten perfekter Orchestrierung seiner Ablenkungs- und PR-Manoever wieder erfolgreich sein wird.

http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2011-04/radioaktivitaet-lebensmittel-europa-kommentar

http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/eu_kommission_erhoeht_strahlengrenzwerte_fuer_lebensmittel_aus_japan/

Fuer vollständige Info / Quellen / Bildmaterial / Videos usw. den nachfolgenden angegebenen Link zum Beitrag aufrufen!

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www.meta-info.de?site=metainfo&lid=33704

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Atomare Kugel-Brennelemente in NRW

Zu Staub zermahlen

Im Forschungsreaktor Jülich können zerbrochene Brennelemente-Kugeln die Kühlung blockiert haben. Atomkritiker fordern eine Neubewertung der Technologie. * 04.04.2011
http://www.taz.de/1/zukunft/schwerpunkt-anti-akw/artikel/1/zu-staub-zermahlen/

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Fukushima: Leck dicht, aber nun droht Wasserstoffexplosion

http://www.nachrichten.at/nachrichten/weltspiegel/art17,59171

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URAN-Abbau

Angesichts der erwarteten Nachfragesteigerung nach Uran durch den Bau von Kernkraftwerken, werden neue Erzlagerstätten erkundet und erschlossen. Neue Minen nehmen den Betrieb auf und bestehende werden ausgebaut.
http://www.nuklearforum.ch/ebdossier.php?dossier_id=124772896648&id=de-116487550462&act=show

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Enklaven-Geheimnisse
Der Menschheit zu helfen
Strahlende Zukunft° in der Slowakei Investment-Text = als .JPG „Suchmaschinen resistenT“. Braucht man Urangwinnung überhaupt noch für die Zukunft? Offensichtlich mehr als zuvor: „Geheime Werbung“ für Projekt in Brasilien. Auskunft nur bei namentlicher Anmeldung etc,pp
http://www.irw-press.com/bericht/awareness_TE_2010/index.php?gclid=CIG72ZHg7KsCFSIhtAodzjaMJg

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[Aktive Archive] Spiegelausgabe von 1949
[::] Das Schicksal der böhmischen Bäderstadt ist besiegelt, seit die Russen 1945 die nördlich Karlsbad liegenden Joachimsthaler Uran-Bergwerke übernommen und ausgebaut haben. Nachdem jetzt auch in dem südwestlich von Karlsbad gelegenen Schlaggenwald Uranerz gefunden wurde und hier ein ähnlicher Raubbau wie in Joachimsthal bevorsteht, ist die Zerstörung der Karlsbader Heilquellen nicht mehr aufzuhalten.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44435376.html

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Written by medienwatch & metainfo

März 30, 2011 um 06:18

Veröffentlicht in Allgemein

2 Antworten

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