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Schweden: Strafverfolgung bei Sexualdelikten die Ausnahme + mehr

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Nach Untersuchungen von Feministinnen findet eine Strafverfolgung von Sexualdelikten in Schweden eher selten statt: bei 90 % aller Anzeigen kommt es nicht zu einer gerichtlichen Untersuchung. Ein Bericht von Amnesty beklagt, dass sich Schweden weigere, mit dem Problem der Vergewaltigung angemessen umzugehen. Je Kopf der Bevölkerung ist die Anzahl der Vergewaltigungen die höchste in Europa.

Der Statistik der NGO „Women against rape“ zufolge hat sich in Schweden die Zahl der Vergewaltigungen in den vergangenen zwei Jahrzehnten vervierfacht. Gleichzeitig verringerte sich die Zahl der Verurteilungen.
Michael Moore bekundet seine Verwunderung darüber, dass die überwiegende Anzahl der berichteten Fälle von der schwedischen Justiz nicht verfolgt wird, während im Fall von Julian Assange auf der Basis von schwachen Vorhaltungen eine internationale Fahndung durch Interpol initiiert wurde, obwohl der erklärte Zweck des Haftbefehls auf nicht mehr zielt, als eine Befragung Assanges zu den Vorwürfen.
Er fragt, warum es nicht möglich sei, dass schwedische Justizbeamte nach England reisen, um dort die Befragung vorzunehmen und stattdessen der Weg der Inhaftierung beschritten wurde.

Aufgrund des Kontextes bliebe keine sinnvolle Erklärung, als dass es wohl darum ginge, Assange als Unruhestifter zum Schweigen zu bringen.
Er erinnert dabei an die, besonders in den US-Südstaaten verbreitete, Praxis, vprgefallene Vergewaltigungen weitgehend zu ignorieren. Sobald es jedoch einen Anlass gebe, Lynchjustiz gegenüber Minderheiten oder anderen missliebigen Personen zu betreiben, werde als Begründung hierfür gerne ein Vergewaltigungsvorwurf angeführt..
Er zitiert Katrin Axelson von der NGO „Woman against Rape“: „There is a long tradition of the use of rape and sexual assault for political agendas that have nothing to do with women’s safety. In the south of the US, the lynching of black men was often justified on grounds that they had raped or even looked at a white woman. Women don’t take kindly to our demand for safety being misused, while rape continues to be neglected at best or protected at worst.“
Naomi Klein erklärt hierzu „“Rape is being used in the Assange prosecution in the same way that ‘women’s freedom’ was used to invade Afghanistan. Wake up!“ „; der Vorwurf der Vergewaltigung werde gegen Assange offensichtlich ebenso eingesetzt, wie die Behauptung, man wolle für die Rechte der afghanischen Frauen kämpfen, als Vorwand diene für den Krieg in Afghanistan. gw, metainfo 18.12.10

http://www.amnesty.org/en/library/info/ACT77/001/2010/en

http://www.huffingtonpost.com/naomi-wolf/post_1435_b_797188.html

http://www.huffingtonpost.com/michael-moore/dear-government-of-sweden_b_798061.html

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Link zum Beitrag / Hintergrundinfo, Quellen oder Pressehinweis:

www.meta-info.de?site=metainfo&lid=33665

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Reporter ohne Grenzen spiegelt WikiLeaks

Reporter ohne Grenzen (ROG) wird ab heute unter der Adresse wikileaks.rsf.org die Webseite von WikiLeaks spiegeln. Die Organisation hat sich für diese Form der Partnerschaft mit WikiLeaks entschieden, die als ein Teil einer weitläufigeren Partnerschaft von WikiLeaks mit internationalen Nachrichtenmedien zu sehen ist. Eine langfristige Kooperation von Reporter ohne Grenzen mit WikiLeaks wird dabei von WikiLeaks` weiteren Aktivitäten und zukünftigen Inhalten abhängig sein, so ROG: mehr

http://www.rog.at/reporter-ohne-grenzen-spiegelt-wikileaks.html

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Julian Assange: Wikileaks-Gründer zum „Mann des Jahres“ ernannt

Julian Assange, der australische Wikileaks-Gründer, wurde zum „Mann des Jahres“ ernannt. Die französische Zeitung „Le Monde“ verlieh Julian Assange aufgrund seiner wichtigen Aufklärungsarbeiten den Titel „Mann des Jahres 2010“. Neben der Ehre des Titels widmete die renommierte Zeitung dem Wikileaks-Gründer auch noch die Titelseite. Zuvor hatte auch das amerikanische „Time“ Magazin über den „Mann des Jahres“ abgestimmt. Wenn es nach dem Willen der „Time“ Magazin Leser gegangen wäre, hätte sich Julian Assange auch dort den Titel geholt. In den Leser-Umfragen lag er klar in Führung. Doch die „Time“ Redaktion entschied anders: mehr
http://www.in-australien.com/julian-assange-wikileaks-grunder-zum-%E2%80%9Emann-des-jahres%E2%80%9C-ernannt_1010262

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Wikileaks

Die Zukunft von Julian Assange

Mit Fußfessel versehen gibt Julian Assange auf einem englischen Landgut Interviews. Wie sieht die Zukunft für den Wikileaks-Gründer aus?
http://wissen.dradio.de/wikileaks-die-zukunft-von-julian-assange.33.de.html?dram:article_id=7469&sid=

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weitere Beiträge Wikileads

https://medienwatch.wordpress.com/2010/12/07/annan-rettet-assange-oder/?preview=true&preview_id=20009&preview_nonce=4dacdc9ef4

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Julian Assange soll Frauen vergewaltigt haben

Details aus den Sex-Ermittlungen publik

Frankfurt/Main (RPO). Eine Zeitung hat Einzelheiten aus den Anklageschrift gegen Julian Assange veröffentlicht. Wie der britische „Guardian“ berichtet, soll der Wikileaks-Gründer beim Sex mit zwei Schwedinnen mehrfach Gewalt angewendet haben. Ihm wird Vergewaltigung vorgeworfen. 19.12.2010 – 18:37
http://www.rp-online.de/panorama/ausland/Details-aus-den-Sex-Ermittlungen-publik_aid_944017.html

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Gemeinsame Erklärung

Appell gegen die Angriffe auf Wikileaks

Die tageszeitung und andere Medien veröffentlichen einen Appell gegen die Angriffe auf Wikileaks.
Mehrere tausend Menschen haben inzwischen mit unterzeichnet:
Update: Inzwischen haben mehr als 8.800 (12000) Menschen den Appell auf bewegung.taz.de mit unterzeichnet. Auch Sie sind eingeladen, sich zu beteiligen.

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Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, Artikel 19: „Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.“

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http://www.taz.de/1/netz/netzpolitik/artikel/1/appell-gegen-die-angriffe-auf-wikileaks/

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Wikileaks

US-Kommentatoren fordern Assanges Kopf

Mordaufruf gegen Assange in US-Sendung

Bob Beckel, Kolumnist für USA Today und US-Kommentator für den Sender FOX Business, hat US-Präsident Obama aufgefordert, Julian Assange, Mitbegründer der Whistleblower-Seite Wikileaks, ermorden zu lassen. 20.12.2010
http://www.futurezone.at/stories/1664965/

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Fox-Kommentator ruft zum Mord an Assange auf

In den USA hat ein Kommentator des rechtskonservativen Senders Fox News zum Mord an Wikileaks-Gründer Julian Assange aufgerufen. Bob Beckel sagte, ein toter Mann könne keine Sachen veröffentlichen. Beckel erhielt für diese Aussage nicht nur Kritik.
19.12.2010
http://www.digitalfernsehen.de/index.php?id=45833

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Altkanzler zu WikiLeaks

Helmut Schmidt verurteilt Rache der USA an Julian Assange

„Aber es muss möglich bleiben, dass ein Gespräch vertraulich bleibt.“ Assange behauptet, die Polizei habe seine Sexpartnerinnen hereingelegt.
http://www.abendblatt.de/politik/article1734838/Helmut-Schmidt-verurteilt-Rache-der-USA-an-Julian-Assange.html
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WikiLeaks-Gründer

Helmut Schmidt kritisiert USA wegen Assange

Hamburg (RPO).  Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) hat die Hatz amerikanischer Firmen und Politiker auf den WikiLeaks-Gründer Julian Assange als „unklug“ verurteilt.
http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Helmut-Schmidt-kritisiert-USA-wegen-Assange_aid_944635.html

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6,5 Quadratmeter USA mit Schlafentzug

Thomas Pany 23.12.2010
Die UN will jetzt die Haftbedingungen von Bradley Manning untersuchen. Das Pentagon wertet diese als korrekt
Von Assange aus gesehen, gibt es keinerlei Anhaltspunkte für eine Verschwörung zwischen ihm und Manning – siehe dazu das interessante, aktuelle al-Jazeera-Interview [extern] „Frost over the World“ mit Assange von seinem britischen Hausarrest-Landsitz aus (die hier ursprünglich notierte Behauptung Assanges, wonach er bis vor kurzem nicht einmal den Namen Manning kannte, war [extern] falsch wiedergegeben). Dass die US-Justiz über Manning einen Anklagepunkt wegen Verschwörung konstruieren will, daran zweifelt der WikiLeaks-Chef nicht. Die Versuche in dieser Richtung nehme er sehr ernst. Für ihn steht fest, dass Manning ein „politischer Gefangener“ ist:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33923/1.html

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Assange und die anderen Nerds

Die Sonderbegabten

Einst waren Nerds die mit den durchgeschwitzten Hemdachseln, heute schwingt bei dem Begriff geheime Bewunderung mit: Assange und Obama gelten als Nerds. Von Genies, die Hilfe brauchen. Von Alex Rühle 22.12.2010,
http://www.sueddeutsche.de/kultur/assange-und-die-nerds-die-einsamen-sonderbegabten-1.1039530

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Die Distributionspolitik von Wikileaks

Was sich leakt das neckt sich

Während die Norwegische Aftenposten durch ein Leck bei Wikileaks erhaltene Informationen veröffentlicht,beschwert sich Assange bitter über die Sex-Enthüllungen des Guardian. VON Reinhard Wolff
http://www.taz.de/1/netz/netzpolitik/artikel/1/was-sich-leakt-das-neckt-sich-1/

Die öffentliche Wahrnehmung von Amazon leidet unter WikiLeaks-Sperrung
http://www.german-news.de/news/news+article.storyid+3448.htm

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Presseerklärung der Wau Holland Stiftung zur Sperrung ihres Account bei PayPal

Die gemeinnützige Wau Holland Stiftung hat mit großem Befremden die unangekündigte Sperrung ihres PayPal-Accounts zur Kenntnis genommen.

Durch diese willkürliche Entscheidung der Firma PayPal hat die Stiftung zur Zeit keinen Zugriff auf eingegangene Spenden der letzten Tage; dies betrifft insgesamt rund 10.000 Euro, die von Spendern weltweit vom vergangenen Freitag auf Samstag für das Projekt WikiLeaks gespendet wurden.

Zudem stellt die von PayPal veröffentlichte Behauptung, die Wau Holland Stiftung unterstütze und fördere „illegale Aktivitäten“, eine Verleumdung dar, gegen die sich die Stiftung in aller Form verwehrt.

Die Stiftung hat deshalb mittlerweile anwaltliche Schritte gegen die Firma PayPal eingeleitet. Paypal wurde aufgefordert, diese Behauptung von ihrem Firmenblog zu entfernen sowie den berechtigen Zugriff auf das Spendenkonto wiederherzustellen. WikiLeaks und die Wau Holland Stiftung haben die Referenzen auf die Paypal-Zahlungsmöglichkeit von ihren jeweiligen Webseiten entfernt.

Die Wau Holland Stiftung wird auch in Zukunft Projekte und Aktionen, die ihren Stiftungszielen entsprechen, fördern. Dazu gehören neben der Aktion gegen Wahlcomputer, die Unterstützung der Anonymisierungsplattform TOR und anderen auch Projekte wie Wikileaks. Die Stiftung fühlt sich dabei den Freiheits-Idealen des Datenphilosophen Wau Holland, dem Gründer des Chaos Computer Clubs, verpflichtet und fördert nach Maßgabe ihrer Satzung: „… weltweite Kommunikation, Informationsfreiheit und Zivilcourage mit elektronischen Medien…“.

Ergänzung, 15.12. 2010

Paypal hat inzwischen das Konto soweit wieder freigegeben, dass bis zur Sperrung eingegangene Spenden an uns ausgezahlt wurden. Der Eingang von weiteren Spenden ist jedoch gesperrt.
http://www.wauland.de/presseerklaerung_accountsperrung.html

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Foto oben: Jörg Stange

weitere Beiträge Wikileads

https://medienwatch.wordpress.com/2010/12/07/annan-rettet-assange-oder/?preview=true&preview_id=20009&preview_nonce=4dacdc9ef4

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Written by medienwatch & metainfo

Dezember 18, 2010 um 18:45

Veröffentlicht in Allgemein

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