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Fuehrender Wiener Wirtschaftsexperte erwartet finalen Finanzcrash

with one comment

Finanzsystem als systemisches Betrugsmodell

Der oesterreichische Wirtschaftswissenschaftler Franz Hoermann, Professor an der Wirtschaftsuniversitaet Wien, rechnet mit einem endgueltigen Zusammenbruch des Finanzsystems. Dies durch die Finanzkrise bereits angeschlagene System ist nach seiner Einschaetzung zunehmend fehlerhaft, dysfunktional und obsolet.

Hoermann lehrt an der Wiener Wirtschaftsuniversitaet mit den Schwerpunkten Revisions-, Treuhand- und Rechnungswesen. Nach seiner Analyse handelt es sich bei dem bestehenden Finanzsystem um ein systemisches Betrugsmodell, von dem in erster Linien Banken und die Finanzelite profitieren. Diese Nutznießer wiederum tun nach Hoermann alles, um das System aufrechtzuerhalten und zu stabilisieren, obwohl es laengst ueberholt ist und dysfunktional wurde. Die Grundlagen des bestehenden Systems wurden nach Hoermann in der Antike durch die Zinsberechnung sowie im 15.Jahrhundert durch die Einfuehrung der doppelten Buchfuehrung gelegt und beinhalten dabei bereits systemische Maengel, die wiederum von den Angehoerigen der Finanzelite ausgebeutet werden.

Das bestehende System ist nach Hoermanns Einschaetzung bedroht vom vollstaendigen Kollaps, den er innerhalb der kommenden Jahre erwartet.

Gleichzeitig sind nach seiner Analyse laengst alternative Strukturen und Methoden verfuegbar, um das alte, dysfunktionale System zu ersetzen. Diese basieren fuer ihn insbesondere auf den technischen Moeglichkeiten des Internet, den Optionen zu freier Kommunikation und Interaktion, die hier in hoher Komplexitaet abgewickelt werden kann.

Außerdem verweist Hoermann auf China, das in seiner Finanzpolitik die Probleme umgeht, die die westlichen Staaten regelmaeßig generieren: waehrend diese durch ihre Zentralbanken bei der Geldschoepfung gleichzeitig Schulden aufnehmen, nutzt auch die chinesische Regierung die Geldschoepfung „aus dem Nichts, um Unternehmen mit Krediten zu versorgen.. Dabei verschuldet sich jedoch der Staat nicht.

Westlicher Lehre zufolge waere das Ergebnis dieses Verfahrens Inflation. Diese wiederum wird in China vermieden durch eine staatliche Regulierung der Preise.

Im Unterschied zum westlichen Finanzsystem gelinge es so den Chinesen, dessen Fehler zu umgehen.

NAch der Einschaetzung Hoermanns ist die Etablierung eines neuen Systems alternativlos, da ansonsten der Zusammenbruch ganzer Staaten und Gesellschaften innerhalb der naechsten drei Jahre drohe.

Dies lasse sich nur durch einen Systemwechsel, der die Abkehr vom Geldsystem insgesamt beinhalte, loesen. gw 16.11.2010

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Finale Krise des Finanzsystems im nächsten Jahr?

Rainer Sommer 16.11.2010
Der renommierter Wiener Wirtschaftsprofessor Franz Hörmann kritisiert die Wirtschaftswissenschaften als politische Propaganda, hält das aktuelle System für gescheitert und erwartet einen fundamentalen Systemwechsel
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33666/1.html

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derStandard.at-Interview

„Banken erfinden Geld aus Luft“

von Daniela Rom  |  13. Oktober 2010, 07:05
Warum das Finanzsystem ein Betrugsmodell ist, was Bilanzen damit zu tun haben und warum der ultimative Crash droht, erklärt der Wiener Wirtschaftwissenschafter Franz Hörmann
http://derstandard.at/1285200656759/derStandardat-Interview-Banken-erfinden-Geld-aus-Luft

Fuer vollständige Info / Quellen / Bildmaterial / Videos usw. den nachfolgenden angegebenen Link zum Beitrag aufrufen!

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globalisierungskritische Nachrichten WWW.Meta-Info.De

Link zum Beitrag / Hintergrundinfo, Quellen oder Pressehinweis:

http://www.meta-info.de?site=metainfo&lid=33651

Redaktionspool – metainfo hamburg – http://www.meta-info.de

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Vom exponentiellen Wahnsinn des Geldsystems

von Lars Schall
Der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Bernd Senf zählt zu den prominentesten deutschen Kritikern des bestehenden Finanzsystems. In dem ausführlichen Audio-Interview, das er chaostheorien.de gab, zeigt er auf, wo ein aus dem Nichts und durch Schulden geschöpftes Geld hin treibt: in eine stets beschleunigte Zerstörung: (Audio)
http://www.chaostheorien.de/artikel/-/asset_publisher/haR1/content/vom-exponentiellen-wahnsinn-des-geldsystems-audio?redirect=%2F

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Irland: EU-Rettungsschirm für Josef Ackermann

Die Rettung Josef Ackermanns kommt Deutschland wieder einmal teuer zu stehen: der Rettungsschirm der EU, dessen Volumen zum erheblichen Teil mit deutschen Mitteln zu finanzieren ist, wird aktuell auf eine Summe von etwa 100 Milliarden Euro überschlagen. Die Rettung dient in erster Linie dem Zweck, deutsche und andere europäische Banken vor Verlusten zu schützen, die ein Bankrott Irlands ansonsten im Gefolge hätte: deutsche Banken sind in Irland mit insgesamt etwa 114 Milliarden Euro engagiert.

Während derzeit die meisten deutschen Medien den Hinweis unterlassen, dass die viele Milliarden schwere Rettung Irlands vor allem der Rettung von Investments deutscher und anderer europäischer Banken dient, erinnert die Financial Times daran und reklamiert, dass noch immer kein tauglicher Mechanismus zur Abwicklung insolventer Banken besteht. Stattdessen hatte die irische Regierung beim Ausbruch der Finanzkrise pauschal von staatlicher Seite eine umfassende Garantie für die irischen Banken übernommen, die ihr nun zum Verhängnis wurde.
Der Kommentar der Financial Times erklärt, dass die Banker den Politikern der EU weiterhin auf der Nase herumtanzten und ihre Erpressungsmacht des „too big to fail“ nutzten.

Inzwischen wächst offennbar sogar bei deutschen Mainstreammedien, die bisher weitgehend treu den Banken als Propagandisten und Anwälte dienten, die Skepsis , ob die staatliche Großzügigkeit gegenüber der Finanzindustrie und ihren multimilliardenschweren Spekulationen und Verstrickungen weiterhin angebracht sei, wie etwa ein Artikel der FAZ belegt. In dem Beitrag wird festgestellt, dass Irland das Spielhaus Europas war und dass die deutschen Banken für die Unvorsichtigkeiten der eigenen Geschäfte und Kreditvergabe in dem Land nun wieder einmal die Haftung des Steuerzahlers einforderten.
Zitiert wird der Sprecher der Frankfurter Banken Lutz Raettig „Die Forderungen der deutschen Banken an Irland sind wichtig genug, um dem Land zu helfen.“, übersetzt: Helft Irland, um uns zu helfen!
Hingewiesen wird auch darauf, dass von seiten der Banken die Lage dramatisiert werde: während die irische Regierung sich noch gegen eine „Rettung“ wehrte, sei durch die Banken eine Situation herbeigeführt worden, die diese unumgänglich machte – zum Vorteil der Banken, deren Investments nun vorteilhaft abgesichert seien. Es sei heute nicht mehr populär, Banken zu retten und zu unterstützen. stattdessen werde „Solidariät mit Irland“ gefordert, die im Ergebnis nichts anderes bedeute, als Solidarität mit Ackermann.

http://www.ftd.de/politik/europa/:euro-krise-schluss-mit-den-nebelbomben-der-banken/50197445.html
http://www.ftd.de/politik/europa/:drama-von-dublin-die-wahren-schuldigen-der-irland-krise-finden/50196146.html
http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc~ED8CCCE35B28C46D08B8B8E3219EC84B7~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Noch ein kleines aktuelles Beispiel: wer weiss schon, dass es bei der „Irland-Rettung“ tatsächlich u.a. um die Rettung von 46 Milliarden Dollar von deutschen Banken dort geht? D.h.: wir retten dort „solidarisch“ und die Milliarden landen bei der Deutschen Bank..
www.bbc.co.uk/blogs/thereporters/robertpeston/2010/11/ireland_how_much_punishment_fo.html

Ich sehe mich veranlasst, eine kleine aber relevante Korrektur zu machen:
es geht hier nicht um die Rettung von 46 Milliarden Dollar. Es geht um insgesamt 114 Milliarden Euro, mit denen deutsche Banken in Irland engagiert sind.
http://www.ftd.de/politik/europa/:euro-krise-schluss-mit-den-nebelbomben-der-banken/50197445.html

Dies bedeutet, wir können uns bereits heute verabreden für die Proteste gegen das nächste Spar- / Sozialabbau-Paket, das dieser Irland-Hilfe – von denen Deutschland den Löwenanteil übernehmen muss und wird – zwangsweise folgt.

Leider gelingt es bisher auch Attac selten, den Bogen zu schlagen, zwischen der Solidarität mit Josef Ackermann, die heute auf der politischen Agenda steht, und dem Zusammenstreichen von Bildung, Sozialausgaben, Gesundheit usw.
Wo dieser Bogen fehlt, wird der durchschnittliche betroffene Bürger sagen: „Naja, es ist unangenehm; aber es muss nun mal gespart werden. So kanns mit der Verschuldung ja nicht weiter gehen.“ – und damit wiedergeben, was ihm von den Medien suggeriert wird.

Sobald er hingegen erfährt, dass ihm die Butter vom Brot genommen wird, damit den großen deutschen Banken Abschreibungen auf ihre riskanten Investments im Steuerparadies Irland erspart bleiben, könnte ihn das zum Protest veranlassen.

Attac sollte nicht hinter der Kritik am räuberischen Verhalten von Banken und Finanzindustrie zurückbleiben, wie sie inzwischen schon von FAZ und Financial Times zur Sprache gebracht werden.

Hierzu noch der Hinweis auf „Irland: EU-Rettungsschirm fuer Josef Ackermann“

www.meta-info.de?site=metainfo&lid=33652

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Irland-Krise

Die List der deutschen Banken

Deutschland soll jetzt auch Irland retten. Und die deutschen Banken finden das gut. Kein Wunder: Denn das schont ihre Bilanzen vor Abschreibungen. Längst hat die Finanzwelt die Politik fest im Griff: FAZ | Von Lisa Nienhaus und Christian Siedenbiedel

[..] Was Ackermann nicht sagt, wird erst auf den zweiten Blick klar: Wenn Europa Irland hilft, hilft es auch den deutschen Banken. Die nämlich sind zweitgrößter Gläubiger Irlands nach den Briten. Sie haben mehr als hundert Milliarden Euro an Krediten in Irland vergeben, davon allein rund 40 Milliarden an die irischen Banken […] weiterlesen:

http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc~ED8CCCE35B28C46D08B8B8E3219EC84B7~ATpl~Ecommon~Scontent.html

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33717/1.html

http://www.ftd.de/politik/europa/:euro-krise-schluss-mit-den-nebelbomben-der-banken/50197445.html

http://www.ftd.de/politik/europa/:drama-von-dublin-die-wahren-schuldigen-der-irland-krise-finden/50196146.html

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Regierung, Banken und die Schuldenfalle

Wie Irland ruiniert wurde

Die Regierung und die Banken in Dublin haben das Land ruiniert und in die Schuldenfalle geführt. Das zeugt von krimineller Energie. Die Verantwortlichen sind bekannt. VON RALF SOTSCHECK   06.02.2011
http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/wie-irland-ruiniert-wurde/

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<object style=“height: 390px; width: 640px“><param name=“movie“ value=“http://www.youtube.com/v/a4p4pA8ivZo?version=3″><param name=“allowFullScreen“ value=“true“><param name=“allowScriptAccess“ value=“always“></object>

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Fotografie + Chipcard-Grafik: Jörg Stange, GfoK

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Written by medienwatch & metainfo

November 16, 2010 um 15:54

Veröffentlicht in Allgemein

Eine Antwort

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