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Hohe Mieten wegfeiern! „Droit au logement“ – das Recht auf Wohnen

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24 Kommentare | 13.08.2010
Gegen Gentrifizierung | „Droit au logement“ – das Recht auf Wohnen.

Hohe Mieten wegfeiern

Auch mittelmäßige Wohnungen werden in vielen Städten immer teurer. Aus Protest dagegen sprengen Aktivisten Besichtigungen – mit Sekt, Konfetti und Flugblättern.
Die Idee, mit Partys Wohnungsbesichtigungstermine zu sprengen und damit gegen steigende Mieten zu protestieren, kommt aus Frankreich. „Jeudi noir“ nennen die Aktivisten ihre Aktionen dort, schwarzer Donnerstag. Am Donnerstag erscheinen in den Pariser Zeitungen die Wohnungsanzeigen. Mittlerweile gab es derartige Aktionen in Zürich, Berlin und eben auch in Hamburg, hier unter dem Namen „Fette-Mieten-Party“ VON SVENJA BERGT [..]
http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/hohe-mieten-wegfeiern/

http://mietenstopp.blogsport.de/2010/04/29/erste-fette-mieten-party-in-hamburg/

http://www.rechtaufstadt.net/

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Studenten schocken Makler

Von JOSEFIN ROSENKRANZ | mopo
57 Quadratmeter für 710 Euro kalt! Die Wohnungsbesichtigung einer Zwei-Zimmer-Wohnung in der Langenfelder Straße 53 hatte sich die Maklerin der Immobilienfirma „Landmann& Apenburg“ sicher anders vorgestellt. Statt zahlreicher Interessenten drängten rund 30 Studenten mit Karnevalsmasken verkleidet und bunten Luftschlangen bewaffnet durch die Wohnungstür. Die jungen Leute ließen Sektkorken knallen und schalteten die mitgebrachte Stereoanlage ein: mehr
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.„Jeudi Noir“ – zu deutsch: „Schwarzer Donnerstag“

Aktivisten besetzen Haus

(Paris, ARTE Info, 29.12.2009) In Paris sind sie für ihre Aktionen bekannt. Es geht um die Gruppe „Jeudi Noir“ – zu deutsch: „Schwarzer Donnerstag“. Es sind Hausbesetzer. Die meisten unter ihnen sind Studenten und hochqualifizierte Berufsanfänger. Mit ihren Aktionen wollen sie auf unbezahlbare Mietpreise und fehlende Sozialwohnungen in Paris hinweisen. Seit Oktober halten die Aktivisten ein seit mehr als 50 Jahren leerstehendes Haus besetzt. Die Eigentümerin hat dagegen geklagt. Sie fordert die Räumung und 115.000 Euro Schadenersatz. Das zuständige Gericht soll nun darüber beraten [..] (Anm.: Auch der Börsenchrash 1929 wurde Schwarzer Donnerstag“ genannt. In Paris erscheinen immer Donnerstags die Wohnungsanzeigen in den Zeitungen)
http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/arte-journal/Reportagen/3020482,CmC=3019346.html

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Aktuell: 30 | 07 | 2010

Le collectif Jeudi noir

»Jeudi noir« = „Schwarzer Donnerstag“ engagiert sich u.a. für ein Studentenwohnheim, das in einem ehemaligen medizinisches Zentrum in Paris einzieht. CROUS Management erfüllt inzwischen Teile der Forderungen von »Jeudi noir«. Das kollektiv Black Donnerstag, greift mit „Feierstimmung“ in den exessiv überteuerten Wohnungsmarkt ein. Die CROUS „Pariser Mansarde“ soll in ein Studentenwohnheim umgewandelt werden, das ehemalige medizinische Zentrum, so AFP. Die Kritik von »Jeudi noir« bringt es auf den Punkt: „Geißelt die unerfüllten Versprechungen von Crous und Valerie Pécresse“, sagte eines der »Jeudi noir« Mitglieder. Es geht vor allem „um die Vernachlässigung des Studentenwerks Highlight“, sagte die Gruppe. Bereits im Jahr 2009 fand eine Performance des „Schwarzer Donnerstag“ im ehemaligen medizinischen Zentrum statt.

Das Management CROUS reagierte, und hat darauf hingewiesen, das „die Arbeit weiter geht. Anfang 2011 würden voraussichtlich 12 Schüler mit Behinderungen aufnommen.
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Actualités

Jeudi noir investit un centre médical du CROUS à Paris

„Le collectif Jeudi noir, qui dénonce la crise du logement, a brièvement investi un ancien centre médical inoccupé du CROUS parisien devant être transformé en logements étudiants“, selon l’AFP. Le but ? Fustiger “ les promesses non tenus du Crous et de Valérie Pécresse“, a expliqué un de ses membres. Et surtout „pour mettre en lumière la négligence du CROUS“, a précisé le collectif. En 2009 déjà, Jeudi noir avait occupé ce même centre.

La direction du CROUS a réagi et rappelé que „les travaux se poursuivent. La livraison est prévue pour le début de l’année 2011.“ Ils devraient permettre d’y accueillir 12 étudiants handicapés.
http://www.e-orientations.com/actualites/jeudi-noir-investit-un-centre-medical-du-crous-a-paris-5485

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Welt am Sonntag: 07:09  | 29.08.2010

Die größte Baustelle des neuen Bürgermeisters

In Hamburg fehlen 20 000 Wohnungen. Experten sagen, dass die Auflagen für günstigen Wohnraum zu hoch sind. Die Stadt will jetzt gegensteuern
Von Stephan Maaß und Martin Kopp
[..] Die Not macht erfinderisch. Eine in der vergangenen Woche präsentierte Idee der Sozialdemokraten ist es, den Druck auf Vermieter zu erhöhen. Leere Wohnungen sollen schnellstens gemeldet werden. Wird in einer bestimmten Frist nicht vermietet, dann kann die Stadt einen Mieter benennen, so das Konzept der SPD [..] mehr

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Betr.: Schönheitsfehler des SPD -Vorschlags

Mietenpolizei statt Reiterstaffel

Der Leerstand von „normalen Wohnungen“ hat bereits mit unbezahlbaren Mieten zu tun: Dieses Problem muss dabei deutlich werden, d.h. überhöhte Mietforderungen und Mietwucher, die verantwortlichen Vermieter müssten auf einen Index und juristisch sowie medial energisch bekämpft werden. Damit die Stadt überhaupt Mieter einbringen könnte- da diese Idee bereits schon jetzt als Augenwischerei ins Absurde abschmiert. Zumindest kommt es im Beitrag so rüber! Auch der jährlich anziehende Mietenspiegel, als „legitime Orientierung“, ist mitverantwortlich für diese Situation. Wie wäre es denn statt einer „Reiterstaffel“ eine „Mietenpolizei“ einzusetzen, um endlich glaubwürdig eine gewisse „elementare Änderung“ zugunsten der Menschen in dieser Stadt umzusetzen? jst

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Mietspiegel

Aus Recht auf Stadt – Plattform fuer stadtpolitisch Aktive
Der Mietspiegel ist eine Übersicht über die „ortsübliche“ Vergleichsmiete im frei finanzierten Wohnungsbau. Er wird von Städten in Zusammenarbeit mit einschlägigen Interessengruppen (z.B. Mieter- und Vermieterverbände, Immobilienmakler usw.) aufgestellt und bezieht sich räumlich auf die jeweilige Stadt. Man unterscheidet zwischen einem „einfachen“ und einem „qualifizierten“ Mietspiegel: [..]

Kritik an offiziellen Mietspiegeln

Die Problematik solcher offizieller Mietspiegel wird schon im BGB deutlich. Dort heißt es seltsam schwammig:
„Ist die Vorschrift des Absatzes 2 eingehalten, so wird vermutet, dass die im qualifizierten Mietspiegel bezeichneten Entgelte die ortsübliche Vergleichsmiete wiedergeben.“

Zum einen ist umstritten, ob es die von § 558d BGB geforderten „anerkannten wissenschaftlichen Grundsätze“ zur Aufstellung von Mietspiegeln überhaupt gibt (vgl. Artz, in: Münchener Kommentar zum BGB, Bd. 3, 4. Aufl. 2004, § 558d BGB Rn. 2 m. w. N.). Zum anderen produziert die gängige Berechnungsmethode wie von selbst satte Mietpreissteigerungen, weil im zugrunde liegenden Zeitraum nur Neuvermietungen und Mieterhöhungen berücksichtigt werden, aber keine bestehenden, gleich bleibenden Mieten (jedenfalls in Hamburg). In den Neuvermietungen stecken auch diverse aus frei finanzierten Neubauten, die naturgemäß ziemlich hoch sind und damit überproportional viel Gewicht bekommen.

Der Mietspiegel verzerrt also die ortsübliche Vergleichsmiete systematisch nach oben, ist ein allenfalls ein „Mieterhöhungsspiegel“ – zur Freude mancher Vermieter, die nach Veröffentlichung des neuesten Mietspiegels ihren Mietern gleich mal eine Mieterhöhung ins Haus schicken.
http://wiki.rechtaufstadt.net/index.php/Mietspiegel

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Hamburg: „Fette Mieten“-Party in Ottensen

http://de.indymedia.org/2010/06/284209.shtml

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Feuerloescher TV war am 25. September 2010 in Altona unterwegs und konnte sich von verschiedenen Protesten und Protestformen ein paar Bilder machen und Statements einfangen.

Mit Statements von u.a. Fette Mieten Party – Initiative Recht auf Wohnraum, dem Direktor vom Altonaer Museum, dem frühreren Direkor vom Museum für Hamburgische Geschichte, von annaelbe Aktivisten, Bezirkspolitikern und KünstlerInnen.
Es geht darum, die steigenden Mieten für Wohnraum und die damit verbundene Verdrängung der ursprünglichen Bevölkerung durch die perverse Vermarktung der Immobilienhaie endlich zu stoppen und sich seiner Rechte zu besinnen.

Sogar die Stadt selbst behauptet, die Miete für ihre eigenen kulturellen Betriebsstätten nicht mehr aufbringen zu können?!
Anstatt dem Treiben der Immobilienwirtschaft und den Banken mit ihren Zinsen endlich mal ein Ende zu machen, verkaufen sie einfach mal eben alles an dieselben. Ist das ein Symptom von Schizophrenie oder ein typisches, psychopathologisches Phänomen in unserer Gesellschaft?

Traditionell lassen sich die Altonaer ja nichts gefallen, desshalb sollten wir uns also lieber auf einen heissen Herbst gefasst machen…

Es kann doch nicht angehen, daß momentan die letzten städtischen, öffentlichen Gebäude und das Gemeinwesen in Altona und wahrscheinlich sogar nicht nur in Altona – privatisiert werden soll und wir gucken bei dieser Enteignungswelle einfach nur zu?

SO NICHT! WIR WISSEN WIE DAS GEHT!
Eingestellt von Feuerloescher TV
http://feuerloescher-tv2.blogspot.com/2010/09/proteste-in-altona.html

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Recht auf Stadt

Not in our name, Marke Hamburg

https://medienwatch.wordpress.com/not-in-our-name-marke-hamburg/

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Mietwucher

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»Mietvertrag mit tödlicher Nebenwirkung«

mehr


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medienwatch.wordpress.de | medienwatch.de  meta-info.de

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Written by medienwatch & metainfo

August 25, 2010 um 07:15

Veröffentlicht in Allgemein

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