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Richter: „Die Kulturpolitik hier ist ein Desaster“ & Mehr

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Daniel Richter im Abendblatt-Interview

„Die Kulturpolitik hier ist ein Desaster“

19. Juni 2010, 09:16 Uhr

Damit er in Hamburg nicht zum „Udo Lindenberg der Malerei“ wird, geht der berühmte Maler Daniel Richter mit seiner Familie nach Berlin:
http://www.abendblatt.de/kultur-live/article1538499/Die-Kulturpolitik-hier-ist-ein-Desaster.html
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Leitartikel

paid*: Jetzt erst recht

Von Maike Schiller 19. Juni 2010, 06:42 Uhr
Einer der berühmtesten Künstler des Landes will nur noch weg – aus Hamburg. Der Maler Daniel Richter verlässt mit seiner Frau, der Theatermacherin Angela Richter, die Stadt:
http://www.abendblatt.de/hamburg/article1538100/Jetzt-erst-recht.html

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Kultur in Hamburg

Der Maler Daniel Richter verlässt Hamburg

19. Juni 2010, 01:14 Uhr | Der berühmte Künstler und seine Frau werfen Kultursenatorin Karin von Welck „Machtgier und Inkompetenz“ vor:

http://www.abendblatt.de/kultur-live/article1538085/Der-Maler-Daniel-Richter-verlaesst-Hamburg.html

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LEERE KASSEN

Mainstream für alle

Die Hamburger Kulturbehörde will das Kultur- und Kommunikationszentrum Fabrik nur weiter fördern, wenn der Geschäftsführer geht und das Haus auf ein wirtschaftlich orientiertes Konzept umstellt:
http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/mainstream-fuer-alle/

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Kultursenatorin erhöht den Druck – auf sich selbst

Karin von Welck entfacht bei Diskussion im Thalia Theater ungewollt Spekulationen über ihren Rücktritt
von Monika Nellissen und Stefan Grund | 08:33
http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/hamburg/article8136690/Kultursenatorin-erhoeht-den-Druck-auf-sich-selbst.html

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Hamburger Kulturpolitik

Verlustbeteiligung

Wie eine Senatorin den Ruf der Hamburger Kunsthalle ruiniert
Nein, in Hamburg brennt keine Asylunterkunft. Auch wird dort kein neues Atommülllager geplant. Trotzdem standen kürzlich einige Hundert Bürger rund um die Kunsthalle und hielten sich traut an den Händen. Sie leisteten Widerstand, sie wehrten sich gegen die Kultursenatorin Karin von Welck. Nicht nur der bekannte Maler Daniel Richter wirft ihr öffentlich »Machtgier« und »Inkompetenz« vor:

http://www.zeit.de/2010/26/Spitze-Hamburger-Kunsthalle

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Hamburger Museen

Kritik an Kultursenatorin: „Totengräberin der Kunsthalle“

Der Ex-Kunsthallen-Chef attackiert Kultursenatorin Karin von Welck. Der Streit in Hamburgs Museumspolitik geht in eine neue Runde:
http://www.abendblatt.de/hamburg/article1560145/Kritik-an-Kultursenatorin-Totengraeberin-der-Kunsthalle.html

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Kultursenatorin | 14:39|

Von Welck tritt aus Loyalität zu von Beust zurück

Die Hamburger Senatorin Karin von Welck will ihr Amt aufgeben. Vor Wochen hatte sie angekündigt, gemeinsam mit von Beust zurücktreten zu wollen.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article8518511/Von-Welck-tritt-aus-Loyalitaet-zu-von-Beust-zurueck.html

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Hamburg: Kulturpolitik Ein Tornado ungelöster Konflikte

Von Till Briegleb | 20.07.2010, 17:07
Museumsreform, Elbphilharmonie, Gängeviertel: Hamburgs zurückgetretene Kultursenatorin Karin von Welck hinterlässt einen Scherbenhaufen mehr

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Hamburger Senat: Kultursenatorin Karin von Welck zieht sich von ihrem Amt zurück

Hamburger Abendblatt –
Juli 2010, 14:24 Uhr Noch bevor Bürgermeister Ole von Beust seine Entscheidung über seine politische Zukunft verkündet, kündigt Senatorin von Welck ihren Rücktritt an

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Dieser Eigenwert der Provokation und Hässlichkeit ist Grundbestandteil kritischer Ästhetiken der Moderne, wie sie von Theoretikern wie z.B. Adorno oder Künstlern, wie beispielsweise Kafka formuliert wurden:

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„Ich glaube, man sollte überhaupt nur solche Bücher lesen, die einen beißen
und stechen. Wenn das Buch, das wir lesen uns nicht mit einem Faustschlag auf
den Schädel weckt, wozu lesen wir dann das Buch… Solche Bücher, die uns
glücklich machen, könnten wir uns zur Not selber schreiben. Wir brauchen aber
die Bücher, die auf uns wirken wie ein Unglück, das uns sehr schmerzt, wie der
Tod eines, den wir lieber hatten als uns, wie ein Selbstmord, ein Buch muss die
Axt sein für das gefrorene Meer in uns.

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[PDF] Das Geheimnis des Schönen

von S Janker – Zitiert durch: 2
Dieser Eigenwert der Provokation und Hässlichkeit ist Grundbestandteil kritischer. Ästhetiken der Moderne, wie sie von Theoretikern wie z.B. Adorno oder
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2005/…/Jankerk.pdf

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Abrufbar

*Hinweis: Für LeserInnen die Online-Textbeiträge im HA nicht bezahlen können/wollen,  gibt es grundsätzlich noch die Möglichkeit, die kompletten Textbeiträge über die Titel-Eingabe „Jetzt erst recht“ oder „Totengräberin der Kunsthalle“ (HA) etc. über Suchmaschinen aufzurufen.

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Krisenkunst

Kampf dem Neoliberalismus

Von Ingeborg Wiensowski |  22.06.2010
Londoner Künstler besetzten Häuser, druckten Poster und dokumentierten Streiks im Film. Eine Berliner Ausstellung zeigt, wie in den siebziger Jahren in Großbritannien mit Kunst Politik gemacht wurde – und wie radikal so manche Aktion werden konnte:
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,701977,00.html

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Goodbye London – Radical Art and Politics in the Seventies

„Their crisis – our jobs“ steht in fetten Lettern auf einem Plakat, das gegen Arbeitslosigkeit und für echte Arbeitsplätze wirbt. Doch dieses Plakat stammt nicht etwa von heute, sondern ist mehr als dreißig Jahre alt, als schon einmal eine einschneidende soziale Eruption die britische Gesellschaft erschütterte, an deren Ende  Margaret Thatcher und die Geburt des

Neoliberalismus standen. Wie aktuell manche Themen heute wieder oder noch immer sind, zeigt die Ausstellung „Goodbye London“ in einer vielschichtigen Präsentation zu Politik, Alltag und Kunst, die das Lebensgefühl in einer tief greifenden Krise widerspiegelt:
http://ngbk.de/site/index.php?option=com_content&view=article&id=152:goodbye-london-radical-london-1971-79&catid=1:kategorie-ausstellungen&Itemid=50

http://ngbk.de/site/

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Indikation zur Operation

Medienwatch & Metainfo | Austellungen + Aufsätze [Auswahl]

https://medienwatch.wordpress.com/?s=adorno

https://medienwatch.wordpress.com/2009/01/09/einstellungsraum-gunnar-f-gerlach-dialektik-der-entsteuerung/

https://medienwatch.wordpress.com/2009/03/04/llaura-i-sunner-pendel-filz-2009-o-grosenangabe/

https://medienwatch.wordpress.com/gesellschaft-fur-operative-kunst-projekte/

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Presseerklärung der Fabrik Stiftung vom 15. Juni 2010

Am 25. Mai dieses Jahres ging der FABRIK Stiftung, vertreten durch ihren Gründer und Geschäftsführer Horst Dietrich, ein Schreiben der Behörde für Kultur, Sport und Medien (BKSM) zu, das den Fortbestand des seit 1971 in Altona bestehenden und inzwischen weit über die Grenzen Hamburgs bedeutenden Kulturzentrums in Frage stellt oder sogar gefährdet. Letztlich knüpft die Behörde ihre bloßen Überlegungen, die Förderung der FABRIK Stiftung 2011 und 2012 fortzusetzen, an Forderungen, die Struktur der Stiftung radikal zu ändern und zukünftig schwarze Zahlen vor bunte kulturelle Vielfalt zu stellen.
Das Schreiben erreichte die FABRIK Stiftung als Antwort auf eine Anfrage Horst Dietrichs vom 29. 12. 2009 nach den Förderungsplanungen der Behörde für die Jahre 2011 und 2012 nicht nur mit erheblicher Verzögerung, das darin geforderte Verfahren zur strategischen Neuorientierung der FABRIK Stiftung ist darüber hinaus ebenso unzumutbar wie zeitlich nicht umsetzbar und widerspricht zudem der Zielsetzung der FABRIK, „Kultur für alle“ anzubieten. Der „kontinuierlich defizitären wirtschaftlichen Entwicklung der FABRIK“, die die Behörde in diesem Schreiben konstatiert und die sie mit der geforderten Neustrukturierung der Stiftung angeblich bekämpfen will, steht die kontinuierliche Reduzierung der von ihr zur Verfügung gestellten Fördermittel von umgerechnet 819.000 € seit 1996 auf inzwischen 549.000 € gegenüber, die verständlicherweise zum derzeitigen finanziellen Engpass der FABRIK entscheidend beigetragen hat.
In den Ziel- und Leistungsvereinbarungen zwischen der Behörde und der Stiftung, die seit Jahren die Grundlage der Subventionierung der FABRIK bilden, ist von einem „vielschichtigen, überregionalen abendlichen Kulturprogramm für die unterschiedlichsten Zielgruppen, Altersklassen und Schichten“ die Rede sowie von der Verpflichtung der FABRIK, „mit den Kindern und Jugendlichen aus dem Stadtteil Kreativität zu üben, sich neu zu entdecken und neue Wege zu erschließen, aus denen vielfältige Interessen geweckt werden“. Demgegenüber wird nun in dem Brief nachdrücklich gefordert, „mit externer Unterstützung … ein ausgeglichenes realistisches wirtschaftliches Ergebnis“ umzusetzen. Was das bedeutet, ist jedem Kenner der Kulturlandschaft klar: der kulturellen Vielfalt, der bunten Offenheit und Lust an neuen Entdeckungen, die das Abendprogramm der FABRIK auszeichnen, für das sie bundesweit bekannt wurde, würde ein Programm entgegengesetzt, das vor allem dem Umsatz verpflichtet wäre und mit kommerziell interessierten Dienstleistern realisiert würde.
Konkret soll die FABRIK Stiftung – nach dem besagten Schreiben der BKSM vom 25. Mai 2010 – als Voraussetzung für die weitere Subventionierung dazu verpflichtet werden, Vorstand und Aufsichtsrat bis zur Sommerpause komplett auszuwechseln und durch den neuen Vorstand auch die Position des Geschäftsführers bis zum 30. September 2010 neu zu besetzen. Horst Dietrich soll als bloßes Mitglied in den Aufsichtsrat wechseln, wobei nicht versäumt wurde, darauf hinzuweisen, dass „bei allem Respekt für ihre persönliche Leistung Ihr Alter es in absehbarer Zeit erzwingen wird, dass neue Strategien (…) gefunden werden müssen.“
Dieser Vorgang dürfte in der Hamburger Kulturszene einmalig sein, setzt die Behörde doch hier ein Ultimatum an die Stelle eines Gesprächsangebotes und versucht gleichsam, ein über lange Zeit gewachsenes Haus – die FABRIK feiert im nächsten Jahr ihr 40jähriges Bestehen! –, das sich der stadtteilbezogenen Kinder- und Jugendarbeit ebenso verpflichtet fühlt wie einer breitgefächerten kulturellen Abendunterhaltung, die sich nicht ausschließlich der Erzielung guter Bilanzen widmet, zum möglichst einträglichen Geschäftsmodell herabzustufen.
Dass die angespannte Haushaltslage von Bund, Ländern und Gemeinden Sparzwänge auferlegt, ist unumstritten. Dass vor diesem Hintergrund aber versucht wird, Kulturangebote wie das der FABRIK Stiftung in ihr nur noch lukratives Gegenteil zu verkehren, kann nicht der Sinn sein. Altona ohne die FABRIK in ihrer jetzigen Angebotsbreite, das wäre ein unwiederbringlicher Verlust in einem Stadtteil, der ohnehin schon überproportional der Gentrifizierung ausgesetzt ist.

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fotos: »(z,w)eckstein, schön sein zu jeder zeit » »koi koi gold« jjörg stange, gunnar f. gerlach gfok kunstarchiv

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