medienwatch & metainfo (gfok)

Medienrecherche: Politik | Wissenschaft | Kunstprojekte

Archive for September 2009

2 x Hamburger Kammerspiele: Halpern & Johnson | Alte Freunde

leave a comment »

halpernjohnson02Foto: Sepp Gallauer [flashfoto]

.

.

Halpern & Johnson

von Lionel Goldstein

Regie: Herbert Föttinger

Mit Helmuth Lohner und Otto Schenk

Am Anfang steht eine Beerdigung, und am Ende vielleicht der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Joseph Halpern hat nach über fünfzig Jahren Ehe seine Frau Flo verloren. Einsam steht er an ihrem Grab und sieht irritiert, wie ein Fremder mit einem Blumenstrauß an ihn herantritt. Der Mann stellt sich als Dennis Johnson vor, Buchprüfer im Ruhestand, und fremd ist er nur für Halpern…

Ein klassisches „Well-made Play“ für ein älteres Schauspielerduo geschrieben, das in pointierten Dialogen gekonnt die Balance zwischen Drama und Komödie hält: „Feelgood“-Theater, ganz in der Tradition von Stücken wie „Ich bin nicht Rappaport“ oder „Besuch bei Mr. Green“.

Pressestimmen:

Föttingers Inszenierung mit Lohner und Schenk ist eine gelungene, bisweilen berührende und aufwühlende Einführung in den deutschen Sprachraum, die die Latte für zukünftige Produktionen ziemlich hoch legt. Viel

Applaus beendete den Abend. (…) Wieder einmal ist es Rolf Langenfass, der mit seinem schlichten, aber umso stimmigeren Bühnenbild eine Kulisse geschaffen hat, die ohne aufdringlich zu sein den Grundton des Stücks reflektiert. (APA)

Grandioses Solo für zwei Giganten des Theaters. (…) Es zeigt sich die große Meisterschaft eines Helmuth Lohner und eines Otto Schenk. Trocken gesetzte und nie billig geholte Pointen, perfekte verbale Scharaden, aber auch zutiefst humane Regungen – Lohner und Schenk spielen virtuos auf der Klaviatur der Gefühle, entwickeln feinsinnige Charaktere, die man sehr bald ins Herz schließt. Helmuth Lohner und Otto Schenk sind ein kongeniales Duo, sorgen für viele Lacher und Zwischentöne. (…) Regie sehr zurückgenommen, konzentriert und tadellos. (Kurier)

Herbert Föttinger erweist sich als Regisseur, der zwei große Komödianten zu hoher Diskretion bändigt und aus einem Gebrauchsstück eine kleine Kostbarkeit macht. Kostbar auch die Ausstattung von Rolf Langenfass, die aus Herbstlaub besteht – raschelndes Herbstlaub dicht am Boden, Herbstlaub auch als Himmel über die beiden herbstlichen Männerleben gespannt: schön. (…) Otto Schenk ist Joe Halpern, jüdisch durch und durch, ohne dass er es irgendwie betonen oder ausspielen müsste. Die Erfahrung, dass seine Frau einen anderen Mann in ihrem Leben hatte (auch wenn sie nach der Hochzeit absolut „treu“ blieb), erschüttert ihn spürbar. (…) Es ist wunderbar, Mr. Halpern zu begegnen. Und Mr. Johnson nicht minder. Helmuth Lohners Johnson ist nobel distanziert (wenn man ihn nicht reizt) und doch innerlich berührt, von Halperns Emotionen mitzureißen und am Ende zu einer wunderbaren Freundschaft bereit (…). Schenk und Lohner rollen mit Föttingers Hilfe zwei ganz normale Leben auf, deren Verbindung sich von Erkenntnis zu Erkenntnis steigert. Brillanten nuancierter, nie vordergründiger Schauspielkunst, zwei scheinbar handlungslose, aber innerlich hochspannende Stunden, ganz im Dienst der Menschendarstellung. Und wie ökonomisch: Minimaler Aufwand mit maximaler Wirkung… (Merker)

Bravouröses Spiel. Der grandiose Auftritt zweier Altmeister. (Standard)

Halpern (Otto Schenk) schreit, grantelt, spart nicht mit Kraftausdrücken und peinlichen Bekenntnissen von Zehn-Minuten-Sex in der Lagerhalle mit seiner jüngeren Geliebten bis zu seinem lädierten besten Stück. Seine köstlichsten Momente hat er im Zorn, wenn er jede noch so banale Vertraulichkeit zwischen Johnson und seiner „Flo“ als Indiz dafür wertet, dass da doch mehr war als zugegeben. Helmuth Lohner begeistert als

Johnson: Seine wachsende Grandezza weiß er immer souveräner einzusetzen. Nur einmal bricht die stoische Maske dieses im Stillen glühenden Zahlenmenschen – als Halpern ihm beichtet, wie er Florence betrog. (…) Wunderschön: Rolf Langenfass´ Herbstlaub-Bühnenbild. (Presse)

Helmuth Lohner ist brillant als Dennis Johnson*, der dem Witwer mit buchhalterischer Boshaftigkeit etliche Details seiner zunächst sexuellen, später platonischen Liaison mit Flo beibringt. Und Otto Schenk arbeitet in Herbert Föttingers Inszenierung einfühlsam die Bestürzung Joseph Halperns* heraus. (…) Viel Applaus und Jubel. (Österreich)

Premiere: 16. September 2009 | Vorstellungen bis 20. September

Hamburger Kammerspiele

.

genealogisch / etymologisch

Stamm

Halpe(rn) English = Stamm Stammtisch

Johnson ist ein Familienname

Johnson ist ein Patronym des englischen Vornamens John (deutsch: Johannes)

Patronym

Ein Patronym oder Vatersname (griechisch πατρονυμικόν patronymikon, Plural: Patronymika) ist ein Name, der angibt, wie der Vater des Namensträgers mit Vornamen heißt. Nimmt der Name auf die Mutter Bezug, so nennt man ihn ein Metronym (zu μήτηρ mētēr) oder latinisiert Matronym (zu mater).

In der Grammatik bezeichnet Patronymikon die Ableitung von Personennamen, die den Nachkommen (Sohn oder Tochter) bezeichnet.

Magritte

.

.

.

Pressemeldung:

Alte Freunde

(Cloaca)

Deutschsprachige Erstaufführung

Von Maria Goos

Regie: Dietmar Pflegerl

Mit Boris Aljinovic, Rufus Beck, Josef Bilous, Hans-Werner Meyer, Alexandra Lowygina

Eine Produktion des Renaissance-Theaters Berlin in Zusammenarbeit mit den Hamburger Kammerspiele. Gefördert durch die Rusch Stiftung.

Vier Männer Mitte vierzig, seit langem Freunde, müssen feststellen, dass ihre Lebensentwürfe ins Wanken geraten. Sie erneuern ihren Treueschwur aus Studienzeiten und versprechen einander, sich immer zu helfen. Doch als es ernst wird, ist sich jeder selbst der Nächste…

Probenfotos: Oliver Fantitsch

Foto: Iko Freese drama-berlin.de

Wiederaufnahme: 4. bis 15. November 2009

.

Hamburger Kammerspiele

.

.

[Dank an Simone Schmidt Marketing, Hamburger Kammerspiele]


Werbeanzeigen

Written by medienwatch & metainfo

September 18, 2009 at 21:56

DER GROSSE KÜNSTLERSTREIK EINLADUNG ZUR ARBEITSverweigerung

with one comment

.vergnuegungsfahrt-gfok-700

.

.

DER GROSSE KÜNSTLERSTREIK EINLADUNG ZUR ARBEITSverweigerung

Auftakt am Freitag, 30. Oktober 2009 [Übersetzung aus dem dänischen von Dänen -oder konsequenter Weise über »Übersetzungsautomation« (?). Via Mail: echoliste 16-09-09]

.

Liebe Schwestern und Brüder in der Kunst!

Wir bringen Künstler aller Länder in einer lebenden revolutionären Organisation zusammen. Um die Bedeutung unseres Berufes und die Notwendigkeit der Kunst als ein nicht-materialistisches Element in der Gesellschaft zu zeigen, gehen wir einen Tag lang in den Streik. Wir hoffen, dass unser Streik hart treffen wird.!!! Wie wird die Gesellschaft überleben, ohne den Künstmacher, das Gegenteil eines automatisierten alltäglichen Lebens? Wir weigern uns als Teil einer gepflegten Entertainment-Maschine gesehen zu werden. Wir suchen nach einer umfassenden, auch irrationalen und abenteuerlichen, vom Marketing-Denken losgelösten Denk-und Lebensweise. Wir sehen uns als Außenseiter im freien Fall Überrationalität Geländer.??? Eine dringende Aufgabe für die Kunst ist sich zu befreien, von geistigen Treuhandrat des Bourgoisiets.???? Der Samen der Rebellion wurde geplanzt als ein Haufen von Künstlern in einem Café in Berlin im Mai 2009 versammelt war. Nach dem Entladen von großen Gedanken und starken Gefühlen, haben wir uns entschlossen zu handeln!!!
Wir empfehlen Ihnen, alle keine Arbeit in Soldarität mit Rücktritt, 30 Oct 2009, Kl. 16.00
Die physische Anlaufstelle für den Streik ist eine Reihe von leeren Läden in Jægersborggade in Kopenhagen. In Jægersborggade befi ndet sich eine Reihe von Off Galerien und aufgrund niedriger Mieten leben dort viele Künstler. Wir bitten darum, dass Sie an diesem Tag in diese Strasse kommen oder uns ihre Banner mit persönlichen Statements vor dem 23. Oktober zu- senden, damit wir sie aufhängen können.
In jedem Fall bitten wir Sie, Pinsel, Computer und Sticksäge fallen zu lassen und jedes künst- lerische oder kreative Denken zu verweigern und sich an diesem Tag nur der gemeinsamen Sache zu widmen.
Wir hoffen, dass Sie helfen werden, die wichtige Botschaft an alle unsere Schwestern und Brüder in die ganze Welt hinaus zu tragen.Lassen Sie uns Wellen von Streiks im Ländlichen und Städtischen losbrechen!!! Schwesterliche Grüße
DAS COMITEE: Mette Kit Jensen (Kopenhagen), Jelka Plate, Daniela Lehmann-Carrasco und Kerstin Stoll (Berlin) KONTAKT: Mette Kit Jensen, Ingerslevsgade 160, 3., 1705 Copenhagen V, TEL. 0045 30333815. artstrike[at]gmx.de
DER GROSSE KÜNSTLERSTREIK A call to refuse to work Friday, October 30, 2009.
Fellow sisters and brothers in art! We bring artists of all countries together in a vivid revolutionary organization. In order to claim the importance of our profession and the necessity of art as a non-materialistic element in society, we go on a one-day-strike. We hope that our strike will hit hard.!!! How will society survive without the artmakers, who are the opposite of an automated everyday life? We refuse to be seen as part of a harmless Entertainment machine. Instead we search for a complex, irrational and adventurous way of thinking and living which is not attached to marketing strategies. We see ourselves as outsiders in the free case Überrationalität railing.??? An urgent task for art is to be freed from the mental trusteeship council of the Bourgoisiets.??? The seed of the rebellion was sown when a bunch of artists met in a café in Berlin in May 2009. After unloading large thoughts and strong feelings, we decided to act and react:
We recommend to you to lay down the work in Solidarity, 30 Oct 2009, Kl. 4 pm.
The physical base for the strike is a set of empty shops in Jægersborggade in Copenhagen. In Jægersborggade a row of alternative galleries is located and due to low rents there live many artists. We ask you to come to this road on this day or send us your banners with personal statements before 23 October, so that we can put them up. We ask you to let brushes, computers and jigsaws fall and to refuse any artistic or creative thinking in order to dedicate this day to the common cause only. We hope that you will help to disseminate the important message to all our sisters and brothers in the world. Let‘s infl ame waves of strikes in the rural and the urban!!! With Sisternal greetings, In struggle DAS COMITEE: Mette Kit Jensen (Kopenhagen), Jelka Plate, Daniela Lehmann-Carrasco und Kerstin Stoll (Berlin) CONTACT: Mette Kit Jensen, Ingerslevsgade 160, 3., 1705 Copenhagen V, TEL. 0045 30333815. artstrike[at]gmx.de

.
THE BIG ARTIST STRIKE
Kære søstre og brødre i kunsten! Vi bringer kunstnere i alle lande sammen i et levende revolutionær organisme. For at gøre krav på vigtigheden af vores fag og nødvendigheden af kunst som en ikke-materialistisk element i et show-materialistisk samfund, går vi i strejke for en dag. Vi håber, at vores strejke vil ramme hårdt.! Hvordan vil samfundet overleve uden den Kunstmacher der modsætter sig en automatiseret hverdagen? Vi nægter at blive opfattet som en del af en harmløs underhold- ning maskine. I stedet for alt dette vil vi søge efter en komplekst, irrationel, og eventyrlysten måde at tænke og leve som ikke er fra markedsføringstænkning udsendt tankegang og levevis. Vi ser os selv som outsidere i det frie fald over rælingens overrationalitet.??? En presserende opgave for kunsten er at blive befriet fra det mentale formynderskabsbourgeoisi .??? Frø af oprøret blev sået, når en lille bunke af kunstnere mødtes på en café i Berlin i maj 2009. Efter losning af store tanker og stærke følelser, har vi besluttet at handle og reagere:
Vi anbefaler dig at lægge arbejdet ned i Solidaritet,
30 oktober 2009, Kl 16:00
Den fysiske kontaktpunkt for strejken er et sæt af tomme butikker i Jægersborggade i Køben- havn. I Jægersborggade er en række af gallerier placeret, og på grund af lav husleje bor der mange kunstnere. Vi beder Dem om at komme til denne vej på denne dag, eller send os dine bannere med personlige bemærkninger inden den 23. oktober, så vi kan hænge dem. I hvert enkelt tilfælde vil vi bede jer om at lade pensler, computere og stiksave falde og til at afvise enhver kunstnerisk eller kreativ tænkning for at dedikere denne dag til den fælles sag alene. Vi håber, at du vil bidrage til at udføre det vigtige budskab til alle vore søstre og brødre iverden. Lad os bryde ud i skyllesystemer af strejker i landdistrikterne og i byerne! Med søsterlige hilsener i kamp
DAS COMITEE:
Mette Kit Jensen (Kopenhagen), Jelka Plate, Daniela Lehmann-Carrasco und Kerstin Stoll (Berlin)KONTAKT: Mette Kit Jensen, Ingerslevsgade 160, 3., 1705 Copenhagen V, TEL. 0045 30333815. artstrike[at]gmx.de
Invitation til en afvisning af at arbejde
Fredag 30. Oktober 2009
DEN STORE KUNSTNERSTREJKE DEN STORE KUNSTNERSTREJKE

.

.

kapital-container-aquarium-700-medienwatch

.

HafenCity: Kontinuität von Kisten, Kästen, Klassen und Kapital

https://medienwatch.wordpress.com/2009/08/28/hafencity-kontinuitat-von-kisten-kasten-klassen-und-kapital/

.

Das Wort vom Casinokapitalismus | Abschied vom Sozialstaat | Rekord-Neuverschuldung

https://medienwatch.wordpress.com/2009/07/03/das-wort-vom-casinokapitalismus-abschied-vom-sozialstaat/

.

Dada im Bankenreich | Dada im System = Arbeit in der Anstalt

https://medienwatch.wordpress.com/2008/12/20/dada-im-bankenreich-dada-im-system-arbeit-in-der-anstalt-2/

.

.

.

korrektur-der-nationalfarben-brehmer-gfok-500

.

KP Brehmer, 1970 »Korrektur der Nationalfarben, gemessen an der Vermögensverteilung« Museum-Fridericianum Kassel 1997: Ktlg. 1998, Schwarz = Mittelstand | Rot = restl. Haushalte | Gold = Grosskapital =

.

“Sicht-Agitation!“ = Schlüsselbilder und Bilderschlüssel + Ohne Metapher + etc.

https://medienwatch.wordpress.com/2009/05/26/sicht-agitation-schlusselbilder-und-bilderschlussel/

.

Kritisches Denkvermögen gefordert

Von GUNNAR F. GERLACH – Er war ein politischer Künstler im besten Sinne: KP Brehmer. Dies würdigte schon die documenta 1972 in Kassel, als sie ihn im Eingangsbereich des Museums Fridericianum präsentierte – mit seiner für Furore sorgenden Arbeit „Korrektur der Nationalfarben“ (gemessen an der Vermögensverteilung):

https://medienwatch.wordpress.com/kp-brehmer-kritisches-denkvermogen-gefordert/

.

.

Diskurs

HafenCity Kunstfestival – subvision. kunst. festival. off.

Der nachfolgende Diskussionsbeitrag (echo-Liste, Ausschnitt) zeigt auf, in welchen Kontexten, bzw. in welchen Ansätzen die Bandbreite der kritischen Befragung von „Subvision“, der Beteiligten und sich verweigernden oder distanzierten KünstlerInnen der „Offszene“ und ausserhalb des „Off“ individuelle Kritik, in einem gewissen Konsens, gegenüber des HafenCity GmbH-Projektes angesiedelt ist. [ Der Text: „Die Privatisierung des kritischen Diskurses“ wurde autorisiert. Anm. jst ]

.

[echo] Subvision:

Die Privatisierung des kritischen Diskurses

„die fragestellungen kapitalgesteuerte stadtbau, privatisierung von ressourcen und infrastruktur sind globale erscheinungen, passiert nicht nur in hamburg. wird in den arbeiten auf dem festival mehr als einmal thematisiert.“

Dieses Argument kann auch schön illustrieren, warum Menschen nicht auf die Straße gehen, wenn sie erfahren, dass Banken 480 Milliarden Euro als sog. Rettungsschirm gestiftet bekommen… Im oben zitierten Satz wird gesagt: Was mit der HafenCity passiert, passiert „global“, und deshalb darf sich Widerstand nicht lokal orientieren. Eine fatale Fehleinschätzung in einer gewissen Hinsicht: Es gibt einen lokalen Diskurs, eine lokale Pressearbeit. Diese Elemente werden mit subvision – durchaus subversiv – bekämpft.

Der politische Widerstand der lokalen Künstlergruppen gegen die Stadtentwicklungspolitik wird durch subvision an ihren zentralen Gelenkstellen gebrochen: Die wenigen wirksamen Mittel der Künstler sind ihre konkreten Arbeiten – deren Austauschbarkeit nun bewiesen ist – sowie eine solidarische Öffentlichkeitsarbeit – die gezielt untergraben wird.

Als Beispiel für den Schaden, den das subvision-Festival der lokalen kritischen Künstlerszene zugefügt hat, mag folgender „Bericht“ gelten (Forums(?)beitrag, der auf der „Die rote Fahne“-Frontpage verlinkt ist): hier

Weitere Beispiele wurden bereits herumgeschickt. Dadurch, dass ein Diskurs in die Breite getrieben wird, (“ein breiteres und unerschiedlicheres publikum“) – zunächst natürlich erstrebenswert -, ist noch nicht garantiert, dass er eine breitere Wirkung entfalten wird. Analysiert man den Sachverhalt genauer, zeigt sich, dass eine breite Diskussion auch genau das Gegenteil bewirken kann. Entscheidend dabei ist, wer die Diskussion dominiert und wie sie in jenem aufgeht, was man als allgemeines Diskurs-Simulakrum bezeichnen könnte.

Ein interessantes Ergebnis der Vorfälle ist die Fragestellung, ob bei der Präsentation auf dem HafenCity-Gelände eine Öffentlichkeit überhaupt angesprochen wird. Rein formal handelt es sich ja um Privatgelände. Das Festival ist eine Spielart sozialintegrativer Unternehmenspolitik, wie Vattenfall-Sportveranstaltungen auch. Aber auch in anderen kontextuellen Aspekten zeichnet sich ab, dass der zu beobachtende Vorgang eine Assimilierungsmaßnahme ist. Es handelt sich, etwas plakativ dargestellt, um eine Diskurs-Privatisierung. Es ist also nicht so, wie der Kommentator der Süddeutschen, Olaf Bargheer, meint, dass die Linke sich nur aus Gewohnheit selbst zerfleischen würde. Es ist vielmehr so, dass der kritische Diskurs privatisiert wird und die Linke auf ihrem Medusa-Floß in der Elbe dümpelt. „Die rote Fahne“ weht jedenfalls auf dem Privatgelände…

Meinem Text liegt der Gedanke zugrunde, dass kritische Kunst sich dadurch definiert, bestehende Diskursformen aufzubrechen. So gesehen ist bei subvision Köttering der interventionistische Künstler – er bricht die linken Diskursformen auf, indem er sie von rechts finanzieren lässt – und die eingeladenen „Künstler“ sind das Material. Ein weiterer Beitrag zur Frage: Gibt es rechte Intellektuelle? (*)

https://medienwatch.wordpress.com/2009/08/28/hafencity-kontinuitat-von-kisten-kasten-klassen-und-kapital/

.

.

.

.

.

medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | fotos: jörg stange, gunnar f. gerlach, aktive archiv(e) (gfok)

Written by medienwatch & metainfo

September 15, 2009 at 19:11

Antikorruptionsorganisation Transparency International: Schweinegrippe Pharmaindustrie + mehr

with one comment

kissen-stange-gfok-3-spritzen-700-09Foto + Bildbearbeitung: Jörg Stange

.

Schweinegrippe

Böse Überraschung nach der Grippeimpfung

Von Tina Baier | 08:41 |  2010-04-07
Macht die Impfung gegen die saisonale Grippe anfälliger für die Schweinegrippe? Gleich vier Studien deuten darauf hin.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/741/507893/text/

.

.

Ethikdiskurs sollte endlich aufrichtig (!) geführt werden: Eid des Hippokrates [::] [::]

Ärzte wollen nicht mehr auf STIKO hören

Bei einer Spontanumfrage gaben nur drei von knapp 30 Ärzten im Saal offen an, dass sie sich selbst gegen Schweinegrippe impfen lassen wollen. Viele äußerten Zweifel, ob sie ihren Patienten zur Impfung raten sollten. Sie verwiesen unter anderem auf die fehlende Zulassung des Impfstoffes in den USA, mangelnde epidemiologische Daten und die in den Medien diskutierte “Verquickung der Ständigen Impfkommission mit der Pharmaindustrie”.

http://www.medicalblogs.de/2009/10/rzte-wollen-nicht-mehr-auf-stiko-hren/

.

.

.

Schweinegrippe und Pharmaindustrie

Verdacht, dass die H1N1-Grippewelle als Schweinegrippe-Pandemie von der Pharmaindustrie zur Vermarktung genutzt wird – Offenlegung von Interessenkonflikten, werden als nicht ausreichend angesehen. Schweinegrippe-Impfung: Transparency kritisiert potenzielle Interessenkonflikte und intransparente Entscheidungsprozesse bei der ständigen Impfkommission „STIKO“
(17.09.09) – Die Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland spricht sich anlässlich der zunehmenden Verunsicherung in der Bevölkerung hinsichtlich der geplanten Impfungen gegen Schweinegrippe für eine Offenlegung der Entscheidungsprozesse der Ständigen Impfkommission (STIKO) aus.
Angela Spelsberg, Vorstandsmitglied von Transparency Deutschland: „Die jetzige öffentliche Debatte bestätigt unsere jahrelange Kritik: Intransparenz und potenzielle Interessenkonflikte unterminieren die Glaubwürdigkeit und nähren im aktuellen Fall den Verdacht, dass die H1N1-Grippewelle als Schweinegrippe-Pandemie von der Pharmaindustrie zur Vermarktung genutzt wird“ (oder inzeniert wurde) =

http://www.compliancemagazin.de/markt/nachrichten/transparency170909.html

.

https://medienwatch.wordpress.com/schweinegrippe-strafanzeige-gegen-pharma-konzern-baxter-behorden-und-politiker-mehr/

.

Verwirrung Hoch10 + Null Aufklärung über Vorwürfe und Erkenntnisse – über mafiotische Pharma = Skandale° plus Zahlen und behauptete Todesfälle in diesem Kontext – opportune Unterlassungssünden der Regierungen und PR Journalismus in den Medien

Wie gefährlich ist die Schweinegrippe-Impfung?

Die Bundeswehr wird mit einem anderen Impfstoff gegen die Schweinegrippe versorgt als der Rest der Bevölkerung. Andernorts regt sich Unmut wegen der Verträglichkeit. Wie gefährlich ist die Impfung?

Von Hartmut Wewetzer
13.10.2009 0:00 Uhr

.

.

.

Schweinegrippe als Jahrtausend-Fake

Die Ausbreitung der Schweinegrippe, von Fachleuten auch Neue Grippe genannt, hat einen weltweit einmaligen Prozess in Gang gesetzt: Nie zuvor sind Medikamente in Form von Impfstoffen so schnell und mit so wenigen klinischen Langzeitdaten über mögliche Risiken und Nebenwirkungen vermarktet worden. Nur wenige Monate, nachdem Virologen den Erreger H1N1/A identifizierten, rief die in Genf ansässige Weltgesundheitsorganisation WHO den Pandemie-Status aus. Allein dieser Schritt erscheint aus zwei Gründen mehr als ungewohnt. Zum einen ist das Auftreten neuartiger Virenstämme keinesfalls neu. Zum anderen erwies sich die aufkeimende Schweinegrippe in Mexiko ebenso wie in allen anderen betroffenen Ländern als eher harmlose Variante eines neuen Influenzaerregers. Die Pandemie, das kann man heute mit Bestimmtheit sagen, entstand primär an Schreibtischen wichtiger Entscheidungsträger. Lesen Sie an dieser Stelle einen exklusiven Auszug der 2., überarbeiteten und erweiterten Ausgabe:

hier bitte weiterlesen

http://www.lifegen.de/newsip/shownews.php4?getnews=m2009-12-04-5713&pc=s01

.

.

Schweinegrippe

Die Impfung gegen die Schweinegrippe steht weiter in der Kritik. Der in Deutschland zugelassene Impfstoff sei wegen seiner Zusatzstoffe mit erheblichen Risiken behaftet, sagte Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen- Lippe, dem „Westfalen-Blatt“. Bei der geplanten Impfaktion handle es sich um einen Feldversuch an der Bevölkerung mit vielen Unwägbarkeiten. Windhorst empfahl stattdessen, sich gegen die normale Grippe impfen zu lassen:

http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Fragen-des-Tages;art693,2922107

.

.

metainfo

Das Pharmakartell: «Selbstmord als Nebenwirkung»

z.B. Antidepressiva | Front 21
https://medienwatch.wordpress.com/das-pharmakartell-%c2%abselbstmord-als-nebenwirkung%c2%bb/

.

.

Schweinegrippe: Bisher nur 7 Tote

29. April 2009, 15:22 CET

In Mexiko mehren sich die Zweifel an der Informationspolitik der Regierung. Nach einer Untersuchung durch die WHO sollen nun „nur“ sieben Menschen an dem neuen Schweinegrippen-Virus gestorben sein. Und auch bei den sieben Toten gibt es Zweifel.
Der mexikanische Gesundheitsminister konnte nur vage Hinweise geben: Einer der Toten litt an Tuberkolose, ein anderer hatte mit 288 Kilo starkes Übergewicht.

Auch bei den Verdachtsfällen gibt es in Mexiko größte Verwirrung. Von den über 1000 Verdachtsfällen konnten die mexikanischen Behörden bisher nur 26 als Schweine-Grippe-bedingt bestätigen:

http://www.ibtimes.de/articles/20090429/schweinegrippe-mexiko-todesfaelle-revidiert-virus-harmlos.htm

.

.

Schweinegrippe-Impfung

„Ein unhaltbarer Zustand“

20.10.2009, 8:15

Interview: Barbara Galaktionow

[SZ] Wenn die Behörden mit der Pharmaindustrie: Korruptionsexpertin Spelsberg über die Fehler der Bundesregierung und den fraglichen Nutzen der Impfung:

[…] sueddeutsche.de: Welche Verbindungen gibt es zwischen der Stiko und den Impfstoffherstellern?

Spelsberg: Zahlreiche. Die Mehrzahl der 16 Mitglieder hat Kontakte zu den wichtigsten Impfstoffherstellern. Es gibt Mitglieder, die in der Stiko sitzen und gleichzeitig Impfstoffe testen. Andere halten Vorträge für die Hersteller von Impfstoffen oder sind für das von Produzenten von Impfstoffen finanzierte „Forum Impfen“ tätig. Und einige waren mal Mitglied der Stiko und sitzen jetzt in Pharmakonzernen.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/231/491596/text/

.

Impft sich ein Konzern gesund?

19.10.2009, 15:3,3
Bundeswehr und Bundesbeamte bekommen einen anderen – unverdächtigen – Schweinegrippe-Impfstoff als die Bevölkerung. Pharmakenner und die Anti-Korruptions-Organisation Transparency fragen sich, wie die deutsch-deutsche Impf-Sache zustande kamen. Zockt der Konzern Glaxo Smith Kline ab?

http://www.sueddeutsche.de/wissen/193/491558/text/.

.

.

grossbuerger (26.10.2009, 12:19 Uhr)

selbst denken

um sich für eine Impfung zu entscheiden benötigt man nur folgende Statistik, um selber logisch entscheiden zu können:

– jeden Tag sterben ca. 200 Menschen in Deutschland an den Nebenwirkungen von medikamenten

– jeden Tag sterben ca. 150 Menschen (+Dunkelziffer) in der BRD an Ärztepfusch

– jeden Tag sterben im deutschen Straßenverkehr 20 Menschen

Wieviel Schweinegrippetote gab es bisher in Deutschland ?

So, jetzt bitte % ausrechnen und der Statistik gegenüberstellen, na, wer möchte sich jetzt noch impfen lassen ???

Stern Leser Kommentar

http://www.stern.de/gesundheit/schweinegrippe-das-sollten-sie-ueber-die-impfung-wissen-1515621.html
.

.

Fußball: Bundesliga-Mehrheit gegen Schweinegrippe-Impfung

Impfen oder nicht? Die Frage, die derzeit Millionen Menschen umtreibt, beschäftigt auch die Fußball-Bundesliga. Als einziger Erstligist hat Tabellen-Schlusslicht Hertha BSC seinen Profis empfohlen, sich gegen die Schweinegrippe immunisieren zu lassen. Die Bundesländer haben 50 Millionen Impfdosen Pandemrix bestellt. Das erst vor kurzem erweiterte Glaxo-Werk in Dresden läuft seit Wochen auf Hochtouren:

http://www.stern.de/sport/fussball/bundesliga-mehrheit-gegen-schweinegrippe-impfung-1517680.html
.
.

Schweinegrippe

Ein Impfstoff für Millionen

29.10.2009, 7:40

Von Silke Bigalke

Die meisten Deutschen wollen sich nicht durch eine Impfung vor dem Schweinegrippe-Erreger schützen. Die Pharmakonzerne verdienen trotzdem prächtig.

In Deutschland wird bislang fast ausschließlich mit Pandemrix geimpft. 50 Millionen Dosen haben Bund und Länder bereits im Juli bestellt. Insgesamt haben 22 Staaten etwa 440 Millionen Dosen bei Glaxo geordert. Impfstoff im Wert von rund 3,5 Milliarden Dollar, schätzen Analysten der US-Bank JP Morgan.
.
.

[…] Glaxo ist nicht der einzige Pharmakonzern, der von der Schweinegrippe profitiert. Laut JP Morgan haben allein die europäischen Hersteller bis Anfang Oktober Aufträge im Wert von 5,2 Milliarden Dollar erhalten (Grafik). Allein in den vergangen drei Monaten sei zusätzlicher Impfstoff im Wert von mehr als zwei Milliarden Dollar geordert worden.

Impfung gegen die Schweinegrippe Pest oder Cholera?
Und die Konzerne hätten nach Einschätzung der Analysten genug Kapazität, um weitere 1,2 Milliarden Dosen Impfstoff zu produzieren. Das entspräche einem Umsatz von rund 10,2 Milliarden Dollar […]

http://www.sueddeutsche.de/wissen/281/492636/text/

.
.

28.10.2009

Drohende Netzüberlastung

US-Behörde fürchtet Schweinegrippe im Internet

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,657894,00.html

.
.

[ Doch bei Pandemrix übernehmen quasi die Bundesländer die Vermarktung° ]

Grippe-Impfung

Ein Geschäft ohne Risiko und Nebenwirkung

Der Pharmakonzern Glaxo verdient gut am Impfstoff gegen die Schweinegrippe – egal, wie viele Deutsche sich impfen lassen

[…] Leere Turnhallen, Amtsärzte, die gelangweilt Tee trinken: Die Impfaktion gegen die Schweinegrippe läuft fast überall in Deutschland nur schleppend an. Nur noch 13 Prozent der Deutschen wollen sich laut einer Umfrage impfen lassen, im Juli waren es noch 51 Prozent. Normalerweise werden Unternehmen unruhig, wenn das Interesse an ihrem Produkt so dramatisch sinkt. Doch die deutschen Manager bei Glaxo Smith Kline, Europas größtem Pharmakonzern, können ganz ruhig bleiben. Der Impfstoff Pandemrix wird ihnen ganz sicher ein glänzendes Geschäft bescheren […]

http://www.zeit.de/wirtschaft/2009-10/schweinegrippe-impfung-glaxo

.

.

baxter-vogelgrippe-schweinegrippe-Frettchen-gfok

.

.

»Nebenwirkungsprofil«

Großauftrag für Pharmaindustrie

Schweinegrippe-Impfstoff steht unmittelbar vor der Zulassung
Von Anke Engelmann, Erfurt

Doch der Impfcocktail hat es in sich: Umstritten sind die in den Impfmitteln der Firmen Novartis und GlaxoSmithKline (GSK) enthaltenen Wirkstoffverstärker, die es erlauben, die Menge des H1N1-Antigens zu reduzieren. Pandemrix der Firma GSK enthält zudem eine quecksilberhaltige, organische Verbindung, die im Verdacht steht, besonders bei Föten Autismus oder das Asperger Syndrom auszulösen. Daten über mögliche Nebenwirkungen beruhen auf den Erfahrungen mit der Vogelgrippe. Das »Nebenwirkungsprofil« der H1N1-Impfung sei »nicht signifikant über dem der saisonalen Impfung«, beruhigt Pfleiderer auf Nachfrage. Negative Nebenwirkungen würden durch Reduktion des Antigengehalts ausgeglichen.

Den Pharmagiganten Baxter, Novartis-Behring und GSK hat das H1N1-Virus einen Großauftrag beschert. 50 Millionen Impfdosen für 25 Millionen Personen werden für Deutschland produziert – eine Dosis kostet laut Verordnung neun Euro, so das Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Verträge mit zwei Herstellern sollen zudem garantieren, dass bei Bedarf die ganze Bevölkerung geimpft werden kann, heißt es beim BMG:

http://www.neues-deutschland.de/artikel/156310.grossauftrag-fuer-pharmaindustrie.html.

.

.

NRW-Ärzte boykottieren

Schweinegrippe-Impfung umstritten

VON JÜRGEN STOCK – zuletzt aktualisiert: 01.10.2009 – 20:34

Düsseldorf (RP). In NRW soll vermutlich am 26. Oktober mit der Impfung gegen das H1N1-Virus begonnen werden. Als Erste sollen Angehörige des Gesundheitswesens wie Ärzte, Praxismitarbeiter, Pflegekräfte und Polizisten den Impfstoff erhalten. Doch viele wollen die Impfung boykottieren:

http://www.rp-online.de/public/article/panorama/deutschland/765192/Schweinegrippe-Impfung-umstritten.html

.

Schweinegrippe: Keine Massenimpfungen!

Die Impfstoffe stehen bereit. Im Oktober könnten Millionen Bürger gegen die Schweinegrippe geimpft werden. Aber wie sinnvoll und notwendig ist das eigentlich? Ein Kommentar von Lea Wolz

http://www.stern.de/gesundheit/schweinegrippe-keine

..

«Nach Schweinegrippe-Tote: Verhaltensänderung unnötig»

Von Simone Humml, dpa | 08.10.2009/ 17:24

Essen/Hamburg (dpa) – Es war von vielen Experten vorhergesagt: Für den Herbst sei mit mehr Schweinegrippe-Fällen und dann auch mit Toten zu rechnen, hatte unter anderem der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Johannes Löwer, im Sommer prognostiziert:

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11627555/7250043/Nach-Schweinegrippe-Tote-Verhaltensaenderung-unnoetig.html

..
meta-memo

Pharmakonzern Baxter

Spiegel Lexikon: Brisanter Saft.

Die Razzia beim Giro d’Italia hat eine neue Dopingpraxis ans Licht gebracht: Athleten bedienen sich direkt in Pharmalabors.
.
(…) Weit obskurer ist, wie das Mittel Hemassist ins Hotelzimmer des Radprofis Frigo („Ich habe nie gedopt“) gelangen konnte. Mit dem Produkt versuchte Baxter vor Jahren das Rennen um einen Blutersatzstoff zu gewinnen. Künstliches Blut gilt als Goldgrube der Branche, der Absatzmarkt verspricht Milliardenumsätze. 1998 ging Hemassist in Belgien, Frankreich, England, Holland, Finnland und Deutschland in die dritte Testphase. Verletzte mit starken Blutverlusten wurden damit behandelt. Doch es starben mehr Patienten, die Hemassist bekommen hatten, als in einer Vergleichsgruppe. Baxter zog das Präparat zurück und will alle Chargen vernichtet haben:

http://www.spiegel.de/lexikon/00012001000250016800-name.html

.

Comedian Böhmermann gab sich als Schweinegrippe-Opfer

P7S1 fällt auf Harald Schmidt-Fake rein

Comeback mit Knalleffekt: Bei Harald Schmidts erster Sendung nach der Sommerpause war diese Story das Highlight. Comedian Jan Böhmermann narrte als Schweinegrippe-Opfer „Rüdiger Alt“ die Nachrichten-Abteilung von ProSiebenSat.1 sowie die „WAZ“. In den Prime Time-Nachrichten von n24, Kabel 1, ProSieben und Sat.1 lief ein Interview mit dem vermeintlichen Opfer. Die „WAZ“ widmete Alt sogar einen langen Text mit der Überschrift: „Wenn die Schweinegrippe einsam macht“.

Der Kommentar endet mit dem Zusatz: „Alles in allem war es aber ’ne herrlich subversive Guerilla-Aktion.“

http://meedia.de/fernsehen/detail/article/prosiebensat1-fllt-auf-schmidt-fake-rein_1

http://www.daserste.de/haraldschmidt/letztesendung.asp

.

Schmidt-Assi lässt Schweinegrippe-Fake auffliegen

„Er kritisierte bei Schmidt die Arbeit der Nachrichten-Redaktionen. Auf Recherche hätten sie komplett verzichtet“.

http://www.express.de/nachrichten/news/promis/schmidt-assi-laesst-schweinegrippe-fake-auffliegen_

.

Wenn die Schweinegrippe einsam macht

Köln. Die Diagnose „Schweinegrippe“ kam per Telefon. Denn sein Arzt verweigerte Rüdiger Alt den Hausbesuch. Weil er sich ausgegrenzt fühlt, demonstriert er nun mit fünf anderen Grippekranken in Köln. Sie fordern normalen Umgang mit der Krankheit.

Alt findet: „Die Leute reagieren völlig übertrieben und hysterisch. Das Virus verläuft fast genauso wie eine normale Grippe, nur die Symptome sind etwas stärker.” Und: „Es ist nicht mehr oder weniger ansteckend als die normale Grippe.” Das „S-Wort” nimmt er darum nicht mehr in den Mund. „Das hört sich schon wie ein Schimpfwort an.” Die riesige Panikwelle ist aus seiner Sicht von den Medien ausgelöst worden. „Dabei sterben jedes Jahr mehrere tausend Menschen an Influenza, an der neuen Grippe ist in Deutschland bisher noch niemand gestorben.”

(…) „Auch die Schweinegrippe-Schnelltests sind nicht mehr angesagt.” Die seien zu unsicher: „Ein solcher Test kann lediglich feststellen, ob eine Influenza vorliegt, aber nicht ob es der A/H1N1-Virus ist.” Ein genauer Test auf Schweinegrippe werde generell nur noch bei Risikopatienten durchgeführt. Bei Schwangeren, Kleinkindern oder im Falle von Vorerkrankungen.

Wir haben versucht, sie möglichst sachlich zu halten – auch als Beleg für die seltsamen Auswüchse der Schweinegrippenpanik.
Man hätte sie beerdigen sollen, wie wir jetzt wissen. Wir entschuldigen uns bei den Usern.
Alles in allem war es aber ’ne herrlich subversive Guerilla-Aktion.

http://www.derwesten.de/nachrichten/panorama/2009/9/5/news-131927711/detail.html

.

.

Schweinegrippe – Das Geschäft mit der Angst

03.08.2009: Im folgenden Artikel von Dr. Wolfgang Wodarg finden Sie seine ausführliche Darstellung der epidemiologischen und wirtschaftlichen Hintergründe der derzeitigen Diskussion über „Schweinegrippe“ und Impfkampagnen. Der Artikel erschien heute als Gastbeitrag im sh:z-Verlag.
Dr. med Wolfgang Wodarg ist Internist und Spezialist für Lungenheilkunde, für Hygiene und Umweltmedizin. Der SPD-Politiker aus dem Wahlkreis Flensburg-Schleswig ist Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages und des Europarates. Dort führt er den Vorsitz.

Der Name „Schweinegrippe“ steht wie schon die Bezeichnung „Vogelgrippe“ für irreführende aber offenbar erfolgreiche Versuche einiger Pharmakonzerne, ihre Absatzchancen für neue Impfstoffe und fragliche Grippe-Medikamente zu erhöhen. Aber auch einige Politiker, Fachinstitute und Medien profitieren von dieser Erfindung und spielen das teure Spiel mit der Angst zu ihrem eigenen Vorteil mit. Die laufende Diskussion um die Bezahlung der Grippeimpfung und der von einigen Krankenkassen veröffentlichte Ruf nach mehr Steuermitteln reiten auf dieser Welle:

http://www.wodarg.de/show/2651826.html


Dr. med Wolfgang Wodarg ist Internist und Spezialist für Lungenheilkunde, für Hygiene und Umweltmedizin. Der SPD-Politiker aus dem Wahlkreis Flensburg-Schleswig ist Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages und des Europarates. Dort führt er den Vorsitz.

.

EU + Bundesregierung: Politischer PR Journalismus im Gesundheitswesen + mehr

https://medienwatch.wordpress.com/bundesregierung-politischer-pr-journalismus-im-gesundheitswesen-mehr/.

.

.

Spanische Grippe – Eine Jahrhundertlüge

Dieser Text wurde veröffentlicht am 14.11.2005 um 12:24 Uhr

In der aktuellen Pandemie-Diskussion wird auch die so genannte Spanische Grippe von 1918 als Beispiel dafür vorgebracht, welche Folgen die Mutation eines Grippevirus haben könne, und dass der Virus der so genannten „Schweinegrippe“ im Jahr 2009 wieder eine solche Mutation sei. Da lohnt sich ein Blick zurück auf die Geschichte der Spanischen Grippe zur Zeit des ersten Weltkriegs ab 1918. Die Recherchen brachten Überraschendes. Irreführend ist nicht nur der Name der Seuche, sondern anscheinend auch Ernsteres:

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/ia-spanische-grippe.html

.

.

Schweinegrippe – eine Lügenkampagne zur Einübung diktatorischer Maßnahmen

Schon des Öfteren haben wir in den letzten Jahren nicht nur in Deutschland, sondern in allen „westlichen Industriestaaten“ zur gehorsamen Einbindung der Bevölkerung gerichtete Kampagnen erlebt – dies auch wegen bestimmter Grippeformen, dazu entwickelter Impfstoffe und sodann veranlasster Impfkampagnen, z.B. SARS und Vogelgrippe. Das Besondere bei der Schweingerippe ist jedoch, dass sie – zunächst im März 2009 in Mexiko entdeckt und mit medial weltweit verkündeten gefälschten 153 Todesfällen, die dann später auf maximal 7 reduziert werden mussten – zu einem noch wesentlich hartnäckigeren Lügengebäude hoch geputscht wurde und außerdem nun auch noch zu einer Umdeutung der Kriterien für eine Pandemie geführt hat: Nicht mehr die Todesrate, sondern lediglich noch die Fallrate der Erkrankungen sei nun maßgeblich, um eine Pandemie, z.B. der Stufe 6, auszurufen, das aber zudem auch noch mit herabgesetzten Falldaten. Mit im Spiel sind dieses Mal nicht nur in Deutschland die seit langem bekannten Lobbyisten der Pharmaindustrie wie das Gesundheitsministerium und damit per Weisungsbefugnis auch die Gesundheitsämter, dazu natürlich wiederum auch das Robert-Koch-Institut und ein großer Teil der mit der Pharmaindustrie zusammen arbeitenden Ärzteschaft, sondern nun auch noch der sog. Impfrat – ein Gegenstück zu den „Wirtschaftsweisen“, also eine weitere Gruppe unseriöser ideologischer Quacksalber –, und außerdem auch noch stärker als zuvor die EU und die WHO mit ihren dreisten Lügenkampagnen. Wenn man aber weiß, dass die entsprechenden Gremien der EU und die WHO inzwischen zu einem erheblichen Teil ebenfalls von Interessenvertretern der Pharmaindustrie bestimmt werden, wird die Sachlage klar.

Tatsächlich hat es bisher in bestimmten Ländern – nicht einmal weltweit – nicht mehr Schweinegrippefälle gegeben als bei anderen normalen Influenzaviren. Zudem sind die durch die Schweinegrippe hervorgerufenen Todesfälle bisher wesentlich niedriger als bei anderen normalen Grippefällen gewesen. Nichts spricht außerdem dafür, dass mit diesem Virus ein besonderes Gefährdungspotential verbunden ist. Schon lange ist bekannt, dass Grippeschutzimpfungen nur eine begrenzte Wirksamkeit haben, weil sich Influenzaviren leicht abwandeln, was auch mit dem Schweinegrippenvirus geschehen kann. Zudem reagiert, so belegen es zahlreiche durchgeführte Untersuchungen, bis zu einem Drittel der gegen Grippe Geimpften stark negativ, weil die Trägersubstanzen dieser Impfstoffe gesundheitlich nicht unproblematisch sind. Hinzu kommt, dass die nun im Eilverfahren entwickelten Impfstoffe – mit ihren ebenfalls problematischen Trägersubstanzen – gegen die Schweinegrippe nicht wirklich langfristig erprobt wurden und somit auf Grund der damit verbundenen Nebenwirkungen ein großes gesundheitliches Gefahrenpotential besteht. Verschwiegen wird auch, dass bei dem im Sommer durchgeführten Tests es bei einer ganzen Reihe der daran teilnehmenden Testpersonen zu erheblichen Beschwerden kam. Dennoch wird weiterhin behauptet, dass es sich hierbei um einen harmlosen Impfstoff handelt und dass die Schweinegrippe eine ganz besondere Gefährlichkeit besitzen würde. Und der Gipfel: Die Bundesregierung sowie die Bundesbeamten sollen einen offensichtlich weniger mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen verbundenen Impfstoff erhalten, als die übrige Bevölkerung. Das macht – neben der weiteren völlig berechtigten Spekulationen darüber, ob hier nicht doch bewusst zwischen Privilegierten und Unterprivilegierten getrennt werden soll – deutlich, dass, wie so oft im sog. Gesundheitsbereich, für bestimmte privilegierte Gruppen bessere Mittel und für das Gros nur die gefährlicheren zur Verfügung stehen sollen. Schließlich verdient die Pharmaindustrie ja an den von ihr gezüchteten Krankheiten, auf Grund der fast immer mit ihren Produkten verbundenen Nebenwirkungen. Offensichtlich ist auch das hier wiederum beabsichtigt.

Vordergründig geht es somit ganz eindeutig darum, dass der Pharmaindustrie wieder einmal zu einem großen Gewinn, finanziert mit unseren Steuergeldern, verholfen werden soll. Hintergründig scheint es dieses Mal aber auch noch um mehr zu gehen. So planen nämlich einige Länder, etwa Frankreich, die Schweinegrippeimpfung zur Pflicht zu machen und auch in Deutschland mehren sich angesichts der ablehnenden Haltung eines großen Teils der Bevölkerung die Stimmen, einen Impfzwang einzuführen, d.h. die Bevölkerung auch gegen ihren Willen impfen zu lassen. In den staatlichen Einrichtungen werden schon seit einigen Wochen Werbeinformationen verteilt, um die Beschäftigten und ihre Angehörigen willig für die Impfung zu machen. Abgesehen davon, dass auf Grund der medial verbreiteten Lügenkampagne um die Schweinegrippe kein Anlass für einen Impfzwang besteht und somit damit im Falle eines Zwangs eindeutig gegen die Menschenrechte verstoßen werden würde, soll nun offenbar die Bevölkerung auf ein bestimmtes Verhalten eingeübt werden, sich nämlich einem solchen Herrschaftssystem, das daher moralisch ein Verbrecher-Regime darstellt, zu unterwerfen. Die Herrschenden in den „westlichen“ Industriestaaten wissen, dass auf Grund der von Ihnen immer mehr weltweit geschaffenen Unterschiede zwischen Arm und Reich es irgendwann auch einmal in ihren eigenen Ländern zu einer sozialen Revolte kommen kann. Dem versuchen die Wirtschaftsmächtigen und die politischen Führungsriegen offensichtlich entgegenzusteuern: Ausbau des Überwachungsstaates, mehr Kompetenzen, polizeilich und militärisch innerstaatlich einzugreifen, und zunehmende – auch zwangsweise – ideologische Bevormundung und Steuerung der abhängigen Bevölkerung. Offenbar sollen also mit der Schweinegrippen-Lügenkampagne zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Wirtschaftlicher Gewinn und ideologisch gesteuerte Unterwerfung. Norbert Cobabus (19.10.2009)

.

.

.

.

medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | Foto | Bildarbeit: «Killing Softly ? Ja | Nein» Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach GfoK Archiv(e)

Marc Arthur, Peter Cramer and Jack Waters present „TRIPLE THREAT“

with one comment

.

triple-threat.

.

Frise

Marc Arthur, Peter Cramer and Jack Waters present „TRIPLE THREAT“

Die Zusammenarbeit des Künstlerhaus Hamburg mit Jack Waters & Peter Cramer von Allied Productions besteht bereits seit 1989/90, in diesem Jahr fand im damaligen Künstlerhaus Weidenallee die ABC NO RIO SHOW -10 Years – 7 Days (gefördert vom Kunstfonds Bonn und Kunst im öffentlichen Raum Hamburg), statt. Das sehr vielschichtige Ereignis feierte das 10jährige Bestehen des legendären radikal alternativen Kunst- und Kulturortes der New Yorker Lower East Side.

Die angereisten Repräsentanten diverser New Yorker und Chicagoer Künstlergruppen mit Namen wie: Sister Serpent, Cheap Art, Rehab Video, POOL, Naked Eye Cinema, Bulletgroup oder Purple Institution, u.a. besetzten zeitweilig unterschiedlichste Orte des Hamburger Stadtraumes vom U-Bahngleis, über die HfbK Mensa, den offenen Kanal bis hin zum Fernsehturm, um ihre künstlerisch/sozial/gender/ politischen Inhalte dem staunenden Hamburger Publikum zu vermitteln. Das gemeinsame Anliegen stand vor dem Hintergrund der voranschreitenden Gentrifizierung ärmerer, von Künstlern bewohnter Stadtviertel, wie es die Lower East Side in den 80igern war und wie sie dem Hamburger Schanzenviertel damals unmittelbar bevorstand.

Das Künstlerhaus FRISE nimmt nun den Faden wieder auf und hat Peter Cramer, Jack Waters und Marc Arthur zu einem Austauschprojekt nach Hamburg eingeladen, im Oktober 2009 werden dann sechs Hamburger Künstler im Rahmen von Wirsindwoanders Vol.3. im New Yorker Garden Le Petit Versailles und im Goethe- Institut ausstellen und den sogen. Hamburger Koffer präsentieren Triple Threat ist eine sich ständig wandelnde Performance/Ausstellung, die das New Yorker Künstlertrio Marc Arthur, Peter Cramer und Jack Waters im September im Künstlerhaus FRISE entwickeln und präsentieren.

Für ihre Show erkunden sie zu dritt die vielfältigen Möglichkeiten der künstlerischen Produktion, auf orts – und raumspezifische, konzeptuelle und konkret physische Weise. Ihre Zusammenarbeit generiert immer wieder neue Ideen durch direkte Interventionen transformieren sie die eigenen Arbeitsschwerpunkte, (wie: “Headlines”, “One Way Empires” und “Schlüssel“, siehe Fotos im Anhang) die sich auf der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft, Politik und “Social Movement” bewegen in repräsentierende, physische Objekte. Ihre Themen sind, die nachhaltige Bewahrung des öffentlichen, „grünen“ Raumes für die Stadt, Um- und Lebensweltentwicklung und die Rolle des menschlichen Körpers, der in den Strukturen einer repressiven Sozialbauarchitektur gefangen ist.

Die Arbeit der Künstler untersucht besondere Ereignisse und Persönlichkeiten des stürmischen Klimas des 80er und 90er East Village Kunstbooms in New York, City , wie: ACT_UP und ”QUEER NATION”. In den Videos, Installationen und Performances der Künstler werden „Gender“ und Sexualität im Schnittpunkt von Kunst, Politik und öffentlichem Raum aus neuen Perspektiven beleuchtet.

Ihr gemeinsamer Angel- und Ausgangspunkt ist Le Petit Versailles, ein städtischer Garten, den Jack Waters und Peters Cramer mitbegründet haben und den sie nun als allgemein geschätzte, kollektive Sphäre erhalten. Das einzelne und gemeinsame Werk der Künstler Jack Waters, Peter Cramer und May Arthur entstand in der Umgebung von Le Petit Versailles, in New Yorker Clubs, Theatern und Galerien, die ihnen als ortspezifische Untersuchungslabore dienen.

.

Vernissage: Samstag, 5. September 2009, 20 Uhr
Ausstellung: 5. – 19. September
Filmprogramm: Mittwoch, 9. September, 20 Uhr

.

Contact: Sabine Mohr
binemohr(at)aol.com

Download: Information (pdf)

http://www.frise.de/deutsch/aktuell.html

.

.

weitere friseinfos


fr – 18.09.- 21.00uhr

Petit Versailles: Paradise Found

In conjunction with their exhibition Triple Threat at FRISE, Peter Cramer and Jack Waters will introduce the New York City community garden Le Petit Versailles; it’s history and current public programs.

http://www.lpvtv.blogspot.com

In addition Marc Arthur will speak about his role as an LPV participating artist. An excerpted screening of LPV TV, the 13 part cable series created in 1997 will precede the public discussion.

So – 20.09.- 20.00 Uhr

AtomicTitCorporation:

‚Postcards from the near future Pt.II‘ aka ‚Nur ein Teil des Hirnes ist betroffen‘

Lecture-Performance

http:// www.atombusentransporte.de

Ausstellungsdauer
vom 11.09.09. bis 20.09.09

Öffnungszeiten
fr, sa, so
je 18.00 bis 21.00 uhr

Gartenkunstnetz e.V.
Eifflerstrasse.35
22767 hamburg

www.gartenkunst.net

http://www.frise.de/deutsch/aktuell.html

.

Garten Eden 2

Ausstellungseröffnung:
do – 10.09. – 18.00 Uhr
.

mit:
.
Nadir al Badri
Shingo Yoshida
Alexander Mayer
Michael Cieslak
Philipp Haffner
Christoph Rothmeier
Jörn Zehe
Jörg Hochapfel
Sabine Mohr
Pierre-laurent Cassiere

Written by medienwatch & metainfo

September 9, 2009 at 06:36

Künstlerhaus Vorwerkstift im Reißwolf der Ideologen

with 2 comments

cropped-quadrate-thumpnails-justice-gfok

.

.

[echo]

Künstlerhaus Vorwerkstift im Reißwolf der Ideologen

Die stille Fortsetzung der Schillschen Säuberungsmaßnahmen

Es kursiert eine Erklärung der Bewohner des hamburger Künstlerhauses „Vorwerkstift“, die das Haus nach Drangsalierungen durch den Trägerverein nun in letzter Not „erneut“ besetzt haben. Das Vorwerkstift wurde vor 20 Jahren nach einer (anderen) Hausbesetzung den Künstlern zur Verfügung gestellt. Jahrelang gab es keine Probleme. Ein neuer Vorstand versucht nun jedoch, einseitig fremde Interessen durchzusetzen.

Das Vorwerkstift wird seit ein paar Monaten strukturell umgebaut. Es soll ein Stipendienhaus entstehen, das bei nur kurzer Verweildauer der Mieter einen hohen Output an verwertbarer Kultur abwerfen soll. Dies entspricht nicht der Geschichte des Hauses. Dies entspricht dem Kunstverständnis von Leuten wie von Welck. Die Schill-Dräger-Entwicklung, die im Karoviertel mit der Vertreibung der Bambule begonnen hat, wird unter Schwarz-Grün fortgesetzt. Dies ist deshalb nicht verwunderlich, da die CDU „ihr“ Stadtentwicklungskonzept einst von der GAL abgekupfert hatte. (Man erinnere sich an den legendären Streit in der Bürgerschaft über diesen Punkt…)

Die eingeleiteten „Maßnahmen“ im Künstlerhaus erinnern in vielen Punkten an die Säuberung, die an der Kunsthochschule „HFBK“, mit einem Höhepunkt im Jahre 2007, durchgeführt wurde. Die Wohnlichkeit der Räume sollte herabgesetzt werden, hausmeisterliche und bürokratische Spitzfindigkeiten wurden benutzt, um möglichst wenig Freiraum zu geben. Im Falle der HFBK wurde – ohne gesetzlichen Zwang! – ein Kontrollsystem mit Modulen und Credit Points installiert. Die Hochschulleitung hat über ein dreiviertel Jahr einen Rechtsstreit gegen Studierende geführt, obwohl juristisch absehbar war, dass dieser nicht gewonnen werden konnte (weshalb der Gerichtstermin von Seiten der HFBK zwei Tage davor auch abgesagt wurde).

Im Vorwerkstift werden die Bewohner seit mehr als einem Jahr vom Vorstand des Trägervereins kostenintensiv mit juristischen Mitteln bedroht, während gleichzeitig Änderungen in den Verträgen und Satzungen vorgenommen werden, die die demokratische Mitbestimmung der Bewohner immer mehr einschränken. Die Entdemokratisierung, die hier vorgenommen wird, hat große Ähnlichkeit mit den Maßnahmen der Entdemokratisierung in den Hochschulen Hamburgs. Der Trägerverein will die Kontrolle über das Geschehen im Künstlerhaus sichern: Top-Down-Strukturen sollen auch hier demokratische Gepflogenheiten ersetzen, die Außendarstellung wird von einer zentralen Kommunikationsabteilung marktoptimiert.

Dabei existieren klare Vorstellungen davon, was ein Künstler zu sein hat, und wie er lebt. Im wesentlichen ist er in Hamburg ein Kleinunternehmer, der als solcher – und nur als solcher – Anspruch auf Förderung hat. Dazu muss er sich wettbewerbsorientiert verhalten. Künstler werden nicht verfolgt, solange sie sich diesem Bild anpassen. Selbstverwaltete Strukturen aber sind im schwarz-grünen Hamburg Ziel politisch motivierter Vertreibungen. All dies muss im Kontext der Stadtentwicklungspolitik gesehen werden:

Hintergrund der Stadtentwicklungspolitik ist eine Analyse, der zufolge in den nächsten Jahren eine allgemeine Verarmung der größten Bevölkerungsschichten zu erwarten ist. Lediglich eine Handvoll Metropolen wird es schaffen, die wenigen Headquaters der multinationalen Unternehmen zu beherbergen. Diesen wenigen Städten wäre damit ein allgemeiner Wohlstand beschert. Hamburg soll für den Wettkampf um die wenigen Plätze in der ersten Liga eine international schillernde Metropole werden.

„Attraktivität“ orientiert sich in diesem Szenario am Geschmack der Reichen. Es geht darum, möglichst viele möglichst reiche Menschen anzulocken. Zu diesem Zweck wird u.a. eine Philharmonie gebaut und – das darf man nicht vergessen – mit viel Geld international beworben. Oder aber ganze Stadtteile werden extra für die umworbenen Wohlhabenden neu möbliert. Das ganze geschieht in gewisser Weise zum Wohle aller: Der angestammte Bevölkerungskern muss zwar in die Vorstädte ziehen, erhält aber Arbeit im Umfeld: Ein Dienstleistungssektor rund um die Schaltzentralen der Konzerne bricht den Wohlstand für eine breitere Schicht herunter. Künstler beispielsweise sorgen für eine inspirierende bunte Kulisse, vor der sich die Manager wohlfühlen.

Diese doch etwas einseitige Ausrichtung der Stadtplanung auf Außenwirkung ist seit Jahren bestimmend in Hamburg. Bemerkenswert ist, dass für die Durchsetzung dieser Ideologie alle Mittel recht sind. Neben der paramilitärischen Vertreibung von Wagenbewohnern im Winter 2002/03, sind es meist weniger spektakuläre Akte, mit denen der Widerspruch seitens der Bevölkerung erstickt werden soll. So versucht man seit Jahren, lokalen Initiativen, die sich für den Erhalt der gewachsenen Stadtteilstrukturen einsetzen, den Hahn abzudrehen. Jüngstes Beispiel ist hier sicherlich das Centro Sociale, das mit einer Neuausschreibung konfrontiert ist, deren wettbewerbsorientierte Kriterien vor allem Beliebigkeit fördern.

An der HFBK wurden unter dem Vorwand der Bologna-Anpassungen wissenschaftlich orientierte, kritische Fachbereiche ersatzlos geschlossen. Eine ganze Generation kritischer Künstler und Wissenschaftler wurde durch beschämende Vorgänge zum Verlassen der Hochschule genötigt. Nun ist das Vorwerkstift dran, das mit ähnlichen Maßnahmen gesäubert werden soll. Doch die Bewohner wehren sich gegen diese absurden und rücksichtslosen Maßnahmen, die sich an einer ideologischen Stadtentwicklungspolitik orientieren, welche rein wettbewerbsorientiert ausgerichtet ist.

Das nun wirklich Erbärmliche an dieser Ideologie ist, dass es noch nicht mal um das zukünftige Wohl Aller geht, wofür die Bevölkerung heute das Opfer zu bringen hätte. Vielmehr geht es in der aktuell praktizierten Ideologie nur um das Überleben der Durchsetzungsfähigsten (Metropole).

.

.

.Hamburg, 22.09.2009

Sehr geehrter Herr Dr. Jürgen Mackensen,
Sehr geehrte Mitglieder der Patriotischen Gesellschaft von 1765,

Seit fast zwei Jahren bemühen sich die Künstler und Künstlerinnen des Künstlerhauses Vorwerkstift, gegen die Politik des Vereins Stiftung Freiraum e.V. anzugehen. Stiftung Freiraum e.V. ist eine Tochter der Patriotischen Gesellschaft von 1765 und ihr Vorstand – Kai Haberland und Klaus Basler – besteht aus Mitgliedern Ihrer Gesellschaft.

Am 29.09.2008 hatten wir Sie offiziell um Hilfe in diesem Anliegen gebeten, mit der Hoffnung, dass Entdemokratisierung des Projekts, die fortschreitende Entmündigung der Hausbewohner und die Ignoranz gegenüber unseren Anliegen ein Ende finden möge.

Sie gründeten zu diesem Zweck eine vielversprechende Projektgruppe, die unter der Leitung von Bertil Sander einen gemeinsamen Lösungsweg anstrebte. Im Laufe dieser Gespräche wurde klar, dass der Vorstand der Stiftung Freiraum e.V. nicht in der Lage ist, konstruktiv, sachlich und vor allem Dingen im Sinne der Satzung und dem Leitbild der patriotischen Gesellschaft an einer Lösung mitzuarbeiten.
Spätestens durch den eigenmächtigen Abbruch der Gespräche mit der Projektgruppe haben sich Kai Haberland und Klaus Basler für eine weitere Zusammenarbeit mit dem Projekt Künstlerhaus Vorwerkstift e.V. disqualifiziert. Dem ist hinzuzufügen, dass diese Handlungsweise sich nahtlos in das Verhalten der letzten zwei Jahre einfügt, welches unter anderem eigenmächtige Konzeptänderungen, wiederholte Anwaltsklagen gegen Hausbewohner, Entwendung von Privateigentum, andauernde Ignoranz gegenüber Beschlüssen der Hausgemeinschaft und Behinderung des Auswahlverfahrens beinhaltet.

Es stellt sich zu diesem Zeitpunkt zwangsläufig die Frage, wie die Patriotische Gesellschaft 1765, eine Vereinigung, welche in Ihrem Leitbild „tolerantes Handeln“ mit „urbaner Haltung“ verankert hat, solche Praktiken aus den eigenen Reihen tolerieren kann:

Wie kann es sein, dass Stiftung Freiraum e.V. im Paragraphen 3 ihrer Satzung dem Vorstand alleiniges Entscheidungsrecht in allen Belangen zuspricht, ohne jegliche Intervention der Patriotischen Gesellschaft? Wie kann es sein, dass den Bewohnern monatelang versichert wird, man finde die Situation bedauerlich, aber „man könne da jetzt nichts machen“?
Wie kann sich die Patriotische Gesellschaft Projekten wie dem Hamburger Gängeviertel, der Obdachlosenzeitung Hinz&Kunzt und Themen wie Grundeinkommen und Korruption widmen, während zeitgleich anderen Menschen in dem von Ihrer Gesellschaft getragenen, fast zwanzig Jahre bestehenden Projekt, die Mitspracherechte entzogen werden und einer fortschreitenden Entdemokratisierung zugesehen wird?

Die Hausbewohner des Künstlerhauses Vorwerkstift haben zu jeder Zeit offen und demokratisch gehandelt, um auch auf diese Weise das Projekt im eigentlichen Sinne zu erhalten. Stiftung Freiraum e.V. spricht eine andere Sprache – die Sprache von Anwälten. Anwälte, die Klageschriften verfassen, basierend auf Konzepten, welche die Stiftung Freiraum e.V. ohne Mitsprache der Hausbewohner erfunden hat.
Der Vorstand der Stiftung Freiraum e.V. ist auf dem besten Wege, das Projekt Künstlerhaus Vorwerkstift zu zerstören, und zwar im Sinne undemokratischer neoliberaler Umstrukturierungsmaßnahmen – und das nicht nur auf stadtplanerischer, sondern auch auf geistig-moralischer Ebene, gegen welche sich die Patriotische Gesellschaft mit ihren zahlreichen, oben genannten Projekten ja ausdrücklich engagiert.

So traurig es für Sie klingen mag – aber durch Ihr Nicht-Eingreifen geben Sie diesem Vorstand Rückendeckung. Zugleich lassen Sie dadurch auch Ihr politisches Leitbild und Ihre liberalen Grundsätze unglaubwürdig werden.
Wir fordern Sie deshalb auf, Position zu beziehen und sich jetzt öffentlich zu bekennen – zu den von Ihnen postulierten Grundsätzen oder zu den undemokratischen Praktiken von Herrn Haberland und Herrn Basler.
Da es zu befürchten ist, dass wir durch den Boykott der Nutzungsentgeldzahlungen in Kürze mit weiteren Räumungsklagen durch Stiftung Freiraum e.V. behelligt werden, ist es erforderlich, dass Sie bis zum 1.10.2009 den Vorstand der Stiftung Freiraum e.V. offiziell absetzen. Sollte dies nicht geschehen, würde sich die Patriotische Gesellschaft 1765 für jede einzelne Räumung sowie für die Zerstörung des Projektes mitverantwortlich zeigen.

Eine weitere Verschiebung des Problems oder ein alternativer Lösungsansatz ist aufgrund der zeitlichen Gegebenheit nicht möglich, zumal nun monatelang in Ihren Reihen erfolglos nach einer Lösung gesucht wurde.
Weitere Informationen zu Hintergründen entnehmen Sie bitte auch der Internetplattform des Vereins Vorwerk e.V., welche die Interessen der Hausbewohner vertritt (www.artist- residence-hamburg.de).
Kopien dieses Schreibens gehen an uns bekannte Mitglieder der patriotischen Gesellschaft, an deren verbundene Organisationen, die Presse und an die Emailadressen vieler tausend Menschen, welche uns in den vergangenen Wochen unterstützt haben.

Gerne publizieren wir dann Ihre Antwort am 1.10.2009 an die selbigen Empfänger und auf unserer Internetseite.

Wir bedauern, dass es notwendig ist, dieses Schreiben überhaupt zu verfassen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Im Namen der Künstler und Künstlerinnen
Vorwerk e.V.
Vorwerkstr. 21 20357 Hamburg

http://www.artist-residence-hamburg.de/

..

[PDF]

Erklärung der BewohnerInnen des Künstlerhauses Vorwerkstift

.

Veranstalterinfo | Künstlerhaus Vorwerkstift

http://www.kunstecho-hamburg.de/files/cal_profil.php?veranstalter=91

.

..

Der Vorstand des Trägerverein Stiftung Freiraum e.V wurde seitens medienwatch angefragt. Eine Stellungnahme steht noch aus. Der Vorstand wird die Anfrage im Verein besprechen und ggf. Stellung beziehen. Stand 17. Juli 2010 bis heute keine Stellungnahme.

.

Liebe Echoliste, der Vorstand der FRISe hat folgenden Brief an die Patriotische Gesellschaft e.V. und an die Senatorin geschrieben, es wäre schön wenn sich auch andere Künstlergruppen, WSW etc. in ähnlicher Weise öffentlich äußern würden.


.„Urbane Haltung bedeutet, tolerant zu sein. Wer tolerant ist, sieht im anderen keinen Gegner oder gar Feind, sondern sucht ein Miteinander auf der Grundlage von Ebenbürtigkeit und Verständigung.
Alle Menschen sind untereinander gleich berechtigt. Das gibt ihnen zugleich das Recht auf Anderssein. Die starke und aktive Form der Toleranz, die sich nicht lediglich mit Duldung zufrieden gibt, ist bestimmt durch Offenheit für Unterschiede und deren Anerkennung. Im Gegensatz zur Gleichgültigkeit gegenüber anderen Verhaltens- und Denkweisen erfahren tolerante Bürgerinnen und Bürger in den Ansichten und Lebensweisen anderer möglicherweise Zumutungen, halten diese aber aus. Tolerantes Handeln endet dort, wo Menschen Ungleichheit, Unfreiheit und undemokratische Gesellschaftsformen vertreten. In diesen Fällen gilt es
Stellung zu beziehen und solchen Einstellungen aufklärend und argumentativ entgegen zutreten.

(Zitat: Leitbild der Patriotischen Gesellschaft e.V.)

Hamburg, den 22. September 2009

Sehr geehrte Damen und Herren der Patriotischen Gesellschaft e.V., ganz im Sinne Ihres Leitbildes wenden wir uns jetzt an Sie.

.
Als Vorstand des Künstlerhauses Hamburg e.V. (FRISE) verfolgen wir besorgt, den inzwischen lang anhaltenden Konflikt zwischen den KünstlerInnen des Künstlerhauses Vorwerkstift und dem Vorstand des
Vereins Stiftung FREIRAUM.

Durch die Neubesetzung des Gebäudes der KünstlerInnen / BewohnerInnen am 1. September 2009 ist dieser Konflikt nun zum offenen Ausbruch gekommen. Eine Verschärfung der Situation könnte im schlimmsten Fall die KünstlerInnen an den Rand der Legalität treiben und/oder zu weiteren juristischen Auseinandersetzungen führen, womit sicherlich niemandem gedient wäre.

Die Gründe für die Auseinandersetzung, die Benennung des Konfliktstoffs und die daraus folgenden Forderungen seitens der KünstlerInnen des VORWERKSTIFTS werden von diesen klar und öffentlich benannt, u. a. auf deren Webseite, siehe: http://www.artist-residence-hamburg.de.

Ganz im Gegensatz zu dem Verein Stiftung FREIRAUM von dessen Seite bis jetzt jegliche öffentliche Stellungnahme fehlt. Auf dessen Webseite findet man unter der Rubrik: „Aktuelles“ nur: „Keine Neuigkeiten.“ Sollte es auf dieser Seite an Problembewusstsein fehlen?

Da wir wissen, dass das Projekt Vorwerkstift lange Jahre erfolgreich junge KünstlerInnen auf ihrem Weg in die
Professionalisierung begleitet hat, und um einen weiteren Imageschaden von diesem, so wichtigen Projekt abzuwenden, möchten wir Sie bitten in diesem Konflikt zu vermitteln.

Wäre es möglich, die Beteiligten und/oder ein bis zwei VermittlerInnen ihrer Wahl an einen Tisch zu bitten, um eine
„urbane“ Lösung im Sinne des Leitbildes der Patriotischen Gesellschaft anzustreben?

Gleichzeitig haben wir in einem ähnlichen Brief die Senatorin Frau Karin von Welck gebeten, in diesem Konflikt zu vermitteln.

Wir würden uns sehr über eine positive Stellungnahme der Patriotischen Gesellschaft e.V. freuen und bieten unsererseits
Vermittlungshilfe an.

Mit freundlichen Grüßen

Der Vorstand

Künstlerhaus Hamburg e.V. (FRISE)

Sabine Mohr, Stefan Moos, Chrisdian Wittenburg

.

Künstlerhaus Hamburg e.V. FRISE Arnoldstr. 26 D-22765 Hamburg
Kontakt: Tel.: 040 45 55 14 binemohr(at)aol.com
_______________________________________________
echo mailing list

.

.

.

Die Beiträge wurden autorisiert | GfoK Aktive Archiv(e)

medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de


Written by medienwatch & metainfo

September 4, 2009 at 13:45

Hamburger Kammerspiele: Frost/Nixon = Watergate + mehr

with one comment


.

Haldeman_and_Ehrlichman_discuss_policy,_1973
.
Hintergrund | Wegen „Verschwörung“ verurteilt: Enge Vertraute als Berater von Präsident Richard Nixon: John Ehrlichman, Harry Robbins Haldeman im April 1973 =>[::] =>[::] => [::] =>[::]

.

.

Ab 6. September beginnt die deutschsprachige Erstaufführung „Frost/Nixon“ mit Volker Lechtenbrink , Michael Ehnert, Roland Renner, Volker Hanisch u.a.

Die Watergate-Affäre, die „Mutter aller Polit-Skandale“, hatte nicht nur Auswirkungen auf die amerikanische Politik, sondern verdeutlicht vor allem den Beginn einer verheerenden Entwicklung, nämlich den Einzug des Entertainments in die Politik und die damit einhergehende Verflachung politischer Debatten, wie wir sie zur Zeit jeden Abend im Fernsehen verfolgen können.

.

Frost / Nixon

Von Peter Morgan

Regie: Michael Bogdanov

Damit ist „Frost / Nixon“ von Peter Morgan nicht nur ein packendes Theaterstück, das vor und hinter die Kulissen dieser denkwürdigen Begegnung blickt, sondern brandaktuell!

Drei Jahre lang schweigt Richard Nixon (Volker Lechtenbrink) nach seinem Rücktritt in Folge der Watergate-Affäre, bis sich der stahlharte und überaus redegewandte Ex-Präsident im Sommer 1977 auf eine exklusive Reihe von Fernsehgesprächen einlässt, um über seine Amtszeit zu sprechen. Die Erwartungen sind hoch, Einzelheiten und Hintergründe zu erfahren. Nixons überraschende Wahl für den Moderatoren der Sendereihe fällt auf den bis dahin eher als windig bekannten britischen Moderator und Entertainer David Frost (Michael Ehnert) – wahrscheinlich in der Hoffnung, leichtes Spiel mit ihm zu haben, um sich so ohne große Gegenwehr einen Platz in den Herzen und Köpfen der Amerikaner zurückzuerobern.

Frost jedoch hat es sich in den Kopf gesetzt, den Ex US-Präsidenten Richard Nixon vor laufenden Kameras dazu zu bringen, zuzugeben, dass er die amerikanische Nation belogen hat. Ein nervenaufreibender Kampf zweier Showgiganten, bei dem es – auch – um sehr viel Geld geht, beginnt.

Die TV-Duelle zwischen den Beiden avancierten zur Legende. Die finale Episode sahen 45 Millionen Amerikaner – die bis heute höchste Einschaltquote für ein politisches Programm und ein Meilenstein der TV-Geschichte, weil „Underdog“ Frost den gewandten Rhetoriker Nixon auf der Zielgeraden doch noch spektakulär zu Fall brachte.

.

Michael Bogdanov, der bereits mit „Elling“, Warten auf Godot“ und „Der Garderobier“ große Erfolge an den Kammerspielen feiern konnte, wird den Polit-Thriller um einen der größten amerikanischen Politik-Skandale für die Bühne inszenieren.

.

ehrlichman02.

.
[…] Als Watergate-Affäre (oder kurz Watergate) bezeichnet man, nach einer Definition des Kongresses der Vereinigten Staaten, zusammenfassend eine ganze Reihe von gravierenden „Missbräuchen von Regierungsvollmachten“ (abuses of governmental powers)[1], die es während der Amtszeit des republikanischen Präsidenten Richard Nixon zwischen 1969 und 1974 gegeben hat. Die Offenlegung dieser Missbräuche ab Juni 1972 verstärkte in den USA massiv eine durch den Vietnamkrieg ausgelöste, gesellschaftliche Vertrauenskrise gegenüber den Politikern in Washington und führte schließlich zu einem schweren Verfassungskonflikt. Höhepunkt der teils dramatischen Entwicklungen war am 9. August 1974 der Rücktritt Nixons von seinem Amt: hier

.

„Frost/Nixon“ blickt vor und hinter die Kulissen dieser denkwürdigen Begegnung, die für beide zum öffentlichen Moment der Wahrheit wird. Spannung pur.

Mit Michael Ehnert, Andreas Dobberkau, Volker Harnisch, Thomas B. Hoffman, Volker Lechtenbrink, Roland Renner, Jacques Ullrich, Samantha Viana

Deutschsprachige Erstaufführung: 6. September 2009, 19 Uhr (Ausverkauft!)

Die nächsten Termine: 9., 10., 21., 22., 23., 27. September / 2., 3., 4., 5., 6., 10., 18. Oktober

.

www.hamburger-kammerspiele.de

.

Frost Nixon Interview Clip 1 of 6 on White House Chief of Staff, HR Haldeman Frost/Nixon

.

Frost Nixon Interviews – Clip I – Sir David Frost asking Nixon about The million dollars in cash issue, Keeping Hunt under control, Buying time, The Hunt problem needs to be handled, Mitchell can provide the money, Nixon gets angry & says „Let me stop you right there, you are doing something that I am not doing“ „You are reading there, out of context, out of order, because I have read this, I know it better than you do, And I should know it better because I was there.“

When discussing the legacy of a failed presidency, nothing could be more relevant, engaging or important than the series of interviews that David Frost conducted with Richard Nixon in 1977. Following a three-year political silence, the series drew the largest ever TV news audience and granted the American people a tacit admission of guilt from the former president. Frost/Nixon => [::]

.

.

Teil I [II-VI hier]

.
.

Nixon says, „…but when the President does it, that means it is not illegal…“

.
 

Zum Thema:

Filmtrailer

http://movies.universal-pictures-international-germany.de/frostnixon/

.

Kurz vor der Aufnahme erwähnt Frost Nixon gegenüber das Telefonat, aber dieser kann sich daran nicht mehr erinnern und wirkt sehr verunsichert. Im Verlauf des Interviews gelingt es Frost, Nixon die Äußerung zu entlocken, er habe Dinge getan, die illegal gewesen wären, wäre er zum jeweiligen Zeitpunkt nicht Präsident gewesen. Damit hat sich Nixon über das Gesetz gestellt. Er gesteht, an einer Vertuschung beteiligt gewesen zu sein und das amerikanische Volk enttäuscht zu haben. Er erklärt, dass seine politische Karriere nun definitiv zu Ende sei (…)

Handlung

Als der junge britische Talkmaster David Frost während der Dreharbeiten für eine seiner Shows die Rücktrittsrede von Präsident Richard Nixon sieht, der aufgrund der Watergate-Affäre sein Amt niederlegen musste, entwickelt er sofort den Plan, eine Interviewserie mit dem ehemaligen Staatsoberhaupt zu drehen. Er verspricht sich hiervon hohe Einschaltquoten, da ca. 400 Millionen Menschen die Rücktrittsrede verfolgt hatten. Drei Jahre lang gibt Nixon zu den Umständen seines Rücktrittes keine öffentliche Stellungnahme ab, geht aber im Jahr 1977 schließlich auf Frosts Anfrage ein.

Nixon ist zwar nach der Watergate-Affäre unbeliebt, aber ein brillanter Redner und sein Auftreten ist wohlüberlegt. Nixon selber geht davon aus, dass der in politischen Debatten unerfahrene David Frost ihm nicht viel anhaben kann, er aber durch das Interview seine Beliebtheit steigern kann. Inzwischen versucht Frost sein Interview an viele amerikanische TV-Sender zu verkaufen, doch keiner glaubt, dass David Frost dem ehemaligen Präsidenten Geständnisse oder gar Entschuldigungen entlocken kann. So entschließt sich Frost, das Interview auf eigene Kosten (mit der Hilfe von Sponsoren und einigen wohlhabenden Freunden) zu produzieren. Ihm werden von seinem Freund und Produzenten John Birt die beiden Reporter Bob Zelnick und James Reston als Rechercheure zur Seite gestellt. Sie sollen ihm bei der Vorbereitung der Interviews helfen, doch Frost ist in der Vorbereitungsphase zumeist damit beschäftigt, TV-Sender und Sponsoren für seine Idee zu gewinnen oder sich auf Partys zu vergnügen. So ist es kaum überraschend, dass es bei den ersten drei von vier Interviews dem gewieften und gut gerüsteten Nixon spielend gelingt, den schlechter vorbereiteten Frost zu verunsichern und unangenehmen Fragen auszuweichen. Unter anderem bringt er Frost jeweils Sekunden vor Beginn der Aufnahmen mit Fragen nach privaten Dingen, wie seinen Schuhen oder seiner Geliebten, aus dem Konzept:

hier bitte weiterlesen

http://de.wikipedia.org/wiki/Frost/Nixon

.

http://de.video.yahoo.com/watch/5418937/14272854

.

.

WatergateFromAir

.

Watergate-Komplex

Was gehört zur Watergateaffäre ?

http://de.wikipedia.org/wiki/Watergate-Aff%C3%A4re#Was_geh.C3.B6rt_zur_Watergate-Aff.C3.A4re.3F

.

.

..

medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de

 

Written by medienwatch & metainfo

September 4, 2009 at 09:34

Die Bundestagswahl braucht einen längst fälligen Tabubruch

leave a comment »

bundestag-reichtaggebaeude-gerlach-stange-gfok-zdf-ard700-2009.

.

Bundestagswahl

Mit Schwarz-Gelb geht es weiter – ebenso mit dem Raubkapitalismus und den Demokratiedefiziten

Von Norbert Cobabus

Was viele gewünscht und noch mehr befürchtet haben, ist eingetreten: Eine schwarz-gelbe Mehrheit für den Bundestag mit 48,4% der gültigen abgegebenen Stimmen. Das Wahlergebnis vom 27. September 2009 spiegelt aber keineswegs die diesbezügliche Stimmung und Haltung in der Bevölkerung wider. Denn auf Grund der 5%-Klausel fallen 6% der abgegebenen Stimmen dabei unter den Tisch, von denen mit Sicherheit nur der kleinste Anteil in Richtung Schwarz-Gelb tendiert. Und noch mehr, die Anzahl der Nichtwähler werden von den Politikern – zumindest nach außen – und von den meisten Medien in ihrer Berichterstattung gern übersehen und schon gar nicht näher nach ihrer soziologischen Zusammensetzung analysiert. Die Nichtwähler haben mit jetzt ca. 28% bei den Bundestagswahlen weiter zugenommen. Geht man davon aus, dass – neben Kranken, Behinderten und sehr alten Personen, denen die Teilnahme an einer Wahl kaum möglich ist und die ich hier, vermutlich zu hoch gegriffen, mit 8% ansetze – dann haben rund 20% aus anderen Gründen nicht gewählt – höchstwahrscheinlich deshalb nicht, weil sie sich davon für sich persönlich nichts versprechen und die Wahl aus ihrer Sicht daher für eine Farce halten. Darunter befinden sich neben Obdachlosen und Arbeitslosen und einem Teil der Rentner seit den letzten zwei bis drei Bundestagswahlen auch immer mehr jüngere Menschen, die in diesem Staat keine oder so gut wie keine Zukunftschancen haben und für die die Politiker – wie sich seit Jahrzehnten bewahrheitet hat – auch so gut wie gar nichts tun. Der zunehmende Trend zum Nichtwählen ist damit weitgehend ein Spiegelbild der sozialen Situation, wie sie sich in dem in Deutschland bestehenden raubkapitalistischen Herrschaftssystem seit Anfang der 1980er Jahre – also gut fünf Jahre nach dem Ende des sog. Wirtschaftswunders – einstellte, als die offiziell genannte Anzahl der Arbeitslosen die Millionengrenze überschritt und seitdem bis heute immer mehr anstieg, während zugleich die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wurde. – Ziehen wir unter diesen Aspekten eine Bilanz der Bundestagswahl 2009, dann schrumpft die Bundestagsmehrheit des bürgerlichen schwarz-gelben Lagers bezogen auf die deutsche Gesamtwählerschaft, selbst bei einer zurückhaltenden Beurteilung, um ca. 25% und würde nur noch bei etwa 36% liegen. Dabei sind aber alle jene schon lange in Deutschland lebenden Migranten nicht einmal mitgerechnet, die aus formal-rechtlichen Gründen hier nicht wählen dürfen. Mehr als 35% hat somit dieses Lager bezogen auf die Gesamtbevölkerung in Deutschland über 18 Jahren nicht. Zwar müssen bei einer genaueren Analyse dazu dann auch noch jene Wähler der SPD und der GRÜNEN gezählt werden, die sich auch gerne im bürgerlichen Lager sehen würden, aber das dürfte unter diesen Wählerschichten bei dieser Wahl eine deutliche Minderheit gewesen sein, so dass dann wohl gerade wieder der genannte Wert von 36% erreicht werden würde.

Der Raubkapitalismus wird also fortgesetzt werden. Mit anderen Worten, unter der neuen Bundesregierung wird das oligarchische Herrschaftssystem aus den Wirtschaftsmächtigen und ihren Verbänden sowie der nun schwarz-gelben politischen Führungsriege weiterhin am sog. Fortschritt (für die Privilegierten und Reichen) arbeiten und auf einen Aufschwung der Wirtschaft (ebenfalls für die Privilegierten und Reichen) hoffen, von dem nämlich seit der zweiten Hälfte der 1970er Jahre das Gros der Bevölkerung auch im geringen Umfang anteilsmäßig nichts mehr hat. Denn bei dem aktuellen Versuch, die Bonuszahlungen an Banker sanft zu kontrollieren, handelt es sich lediglich um eine – zudem populistisch vermarktete – Kosmetik, die an den weit überhöhten Gehältern des oberen Managements in Bankenwesen und bei der Großindustrie sowie im Spitzensport nichts ändern, ebenso wenig an dem Prinzip des shareholder value und den vom Parlament beschlossenen grundlegenden Banken- und Wirtschaftsgesetzen, die der Garant für die Ausbeutung des Gros der arbeitenden Bevölkerung sind. An diesen maßgeblichen kapitalistischen Regelungen soll aber nichts geändert werden, man redet nicht einmal darüber.

Aber noch etwas wird weiterhin bestehen bleiben, nämlich die zahlreichen Demokratiedefizite, die ein Beleg dafür sind, dass wir es hier tatsächlich mit keiner Demokratie, sondern der schon genannten Herrschaftsoligarchie zu tun haben. Zu diesen nun weiterhin missachteten demokratischen Kriterien gehören, um nur einige zu nennen:

  • Grundlegende soziale Verantwortung für alle Bevölkerungsteile durch alle damit betrauten staatlichen Einrichtungen, die Politik und die Wirtschaft.
  • Begrenzung der überzogenen Großverdienste, dazu steigende Steuersätze für Großverdiener und Millionäre.
  • Umverteilung der überzogenen persönlichen Gewinne als Investitionsmaßnahmen zur Linderung der Armut und zu Sanierung der Defizite bei Kindergärten, Schulen, der beruflichen und universitären Ausbildung, im Gesundheitswesen, bei Krankenhäusern, der Pflege, in Altenheimen und bei Behinderten.
  • Alle grundlegenden Infrastrukturmaßnahmen einer Gesellschaft unter staatlicher Kontrolle, mit allenfalls einem regulierten und eingeschränkten Wettbewerb.
  • Reform des Wahlsystems und Parteiensystems, so dass die Wählerschaft die Zusammensetzung des Parlaments direkt bestimmt.
  • Volksplebiszite über alle wichtigen gesellschaftlichen Entscheidungen.
  • Klare Abtrennung der Justiz von der Politik auch bezüglich ihrer personellen Besetzung und in ihren Befugnissen.
  • Änderung des zum Teil gegen die Menschenrechte verstoßenden Grundgesetzes, z.B. beim Asylrecht.
  • Einführung des Laizismus anstelle des hier bestehenden christlich-weltanschaulichen Tendenzstaates.
  • Reduzierung der flächendeckenden Überwachungs- und Abhörmaßnahmen.
  • Abschaffung des Geheimdienstes als Staat im Staate.
    • Reduzierung einer Armee lediglich auf den Verteidigungszweck und nicht wie hier seit 1999 auch für Kriegseinsätze im Ausland.
    • Von der Bevölkerung in einem bestimmte Turnus gewählte sog. Ombudspersonen zur Kontrolle aller staatlichen Instanzen mit regelmäßiger öffentlicher Berichterstattung.

Solange diese und einige weitere wichtige Kriterien außer Acht gelassen werden, bleibt auch eine Demokratie in weiter Ferne, und es muss damit gerechnet werden, dass sich immer größere Teile der Bevölkerung von dieser Art von Politik abwenden werden. – Wie hieß es schon einst auf Seiten der Unterdrückten und Entrechteten im Bauernkrieg: „Die Herren machen es selbst, dass ihnen der arme Mann Feind ist“. (28.9.2009)

.

.

Von Norbert Cobabus.

Die Bundestagswahl braucht einen längst fälligen Tabubruch

Es ist hinlänglich bekannt, dass Wahlversprechen und selbst wichtige Teile von Grundsatzpapieren der Parteien fast nie mit der nachfolgenden Realität übereinstimmen. Umgesetzt wird vor allem das, was vorher nicht gesagt, aber längst gedacht und oft auch schon beschlossene Sache ist, nämlich den Besitzstand der Reichen und ihre Privilegien in unserer Gesellschaft zu bewahren und nach Möglichkeit zu mehren und dabei als Abgeordnete ein Stück von diesem Kuchen abzubekommen. Diese Tatsache gilt für alle dieses System mit tragenden Parteien, weil wir in einem Herrschaftssystem aus führenden Bänkern, Wirtschaftsmanagern und ihnen willfährigen Politikern leben. Das „große Fressen“ von Frau Merkel mit Herrn Ackermann aus Anlass seines 60. Geburtstags und einigen geladenen Gästen kann dafür als eines vieler symbolischer Beispiele stehen. Es wurde mit der Aussage gerechtfertigt „Die Bundesregierung hat ihre Aufgaben im Interesse der Allgemeinheit wahrzunehmen“, wozu auch der Meinungsaustausch mit „Akteuren der Wirtschaft“ gehöre. Dabei ist das Wörtchen „auch“ allerdings zu streichen, denn es muss dazu gesagt werden, dass es vorwiegend und letztlich nur um dieses Klientel geht und nicht um jene „Allgemeinheit“, die durch das Gros der dabei immer mehr in Banken- und Wirtschaftskrisen unter die Räder geratenden von diesen Herrschaftsgruppen abhängigen Bevölkerung, repräsentiert wird. Aber das sollte eigentlich hinreichend bekannt sein, weil wir im Zeitalter des Raubkapitalismus leben, in dem das Schicksal der von der Wirtschaft abhängigen zunehmend ärmer werdenden Bevölkerung überall auf der Welt die Herrschenden in Wirtschaft und Politik nur noch insoweit interessiert, wie sie in ihrem Ausbeutungssystem vonnöten sind. Anders gesagt, wie viele der Arbeitslosen irgendwann krepieren, interessiert weder das Banken- und Wirtschaftsmanagement noch die führende Politikerriege. Maßgeblich als Beweis für diese Aussage sind ihr Verhalten und die von ihnen umgesetzten Maßnahmen, die primär alle nur dazu dienen, ihr eigenes durch Ausbeutung und zum Teil auch Gewalt erzeugtes Herrschaftssystem zu sichern. Ihre täglich gedroschenen hohlen Phrasen sind hingegen Schall und Rauch. Soweit die Ausgangslage auch für die Bundestagswahl, die sich zumindest auf alle „staatstragenden“ Parteien bezieht, also jene, die seit Gründung der Bundesrepublik schon einmal Regierungsverantwortung getragen haben. – Wie in allen Herrschaftssystemen gibt es auch in den kapitalistischen Herrschaftssystemen und somit auch in Deutschland gewisse Sprech- und Denkverbote, die zumindest alle Herrschaftsverbände und die führende Politikerriege einhalten und die fast ausnahmslos auch von dem Mainstream-Medien mit ihrer diesbezüglich devoten Sklavenhaltung beachtet werden. Zu diesen Tabubereichen zählt die Forderung, das Ausbeutungssystem deutlich einzuschränken und den durch diese Ausbeutung immer größer werdenden Reichtum zu begrenzen, damit das Geld für Investitionen zugunsten des Gros der ärmer werdenden und ganz armen Bevölkerung zur Verfügung steht. Der bei solchen Forderungen stets kommende Aufschrei jener, die das nicht wollen (weil sie Reichtum und Privilegien zu verlieren haben) und ihr Geblöke, dass seien alles die typischen ideologischen Phrasen der Sozialisten und Kommunisten aus vergangenen Tagen, berührt mich nicht. Er berührt mich deshalb nicht, weil gerade dieser Aufschreier und Blöker selbst damit ihre ideologisch verkorkste zynische und skrupellose Gesinnung gegenüber dem Gros der Menschheit zum Ausdruck bringen. Ein Herr Ackermann verdient zum Beispiel in knapp drei Wochen das, wofür ein deutscher Durchschnittsverdiener sein Leben lang, also einiges über 40 Jahre, arbeiten muss. Ähnliche Berechnungen lassen sich für alle jene aufstellen, die zu den Millionären zählen. Nun sei einmal folgende Überlegung angestellt: Ein Berufstätiger hat einen Schulbesuch hinter sich, zumeist eine Ausbildung, eine bestimmte Position an seiner Arbeitsstätte, eine bestimmte Verantwortung über Sachen und eventuell auch Personen und schließlich eine zunehmende berufliche Erfahrung. Schulbesuch, Ausbildung, berufliche Position, Verantwortung und berufliche Erfahrung können unterschiedlich sein. Da auch nach meiner Auffassung in einer jeden Gesellschaft persönliche Leistungsbereitschaft und erbrachte Leistungen nicht negiert werden sollten, ist es selbstverständlich – neben weiteren Faktoren wie Schicht- und Nachtarbeit, Erschwerniszulagen etc. – auch diese Kriterien unterschiedlich zu bewerten. Insofern ist es auch gerechtfertigt, dass deshalb bestimmte Menschen mehr verdienen als andere. Aber mir kann niemand erklären, dass diese Kriterien zu so immensen Unterschieden im persönlichen Einkommen führen müssen, wie wir sie bei uns als Schere zwischen Arm und Reich vorfinden. Der Unterschied zwischen einem gut arbeitenden Menschen mit nur einfacherer Schul- und Ausbildung und einer gut arbeitenden Spitzenkraft mit entsprechender Ausbildung mag das Fünffache, vielleicht auch das Zehnfache betragen. Auf jeden Fall kann dies aber nicht eine solche Unterschiedsdimension haben, wie wir sie in Deutschland und in fast allen anderen kapitalistischen Systemen vorfinden. Also gilt es, diese Verdienste in der Wirtschaft (aber auch im Spitzensport und in analogen Bereichen) zu begrenzen, entweder durch Obergrenzen oder Steuern oder auch beides sowie entsprechende weitere begleitende Gesetze, um diese durch die Produktivkraft der arbeitenden Mehrheitsbevölkerung geschaffenen Gewinne in Investitionsmaßnahmen zur Behebung von Armut, Gesundheits-, Bildungs- und Kulturteilhabedefiziten sowie in allgemeine Infrastrukturmaßnahmen (vom öffentlichen Verkehr bis zur Wasserversorgung) für alle Menschen zu stecken. Das sind die eigentlichen Themen um die es auch in Wahlzeiten gehen sollte, und zwar nicht nur als leeres Phrasengedresche, sondern mit dem festen Willen, solche Maßnahmen auch umzusetzen. Auf Ausreden, warum das angeblich nicht geht, lasse ich mich nicht ein. Denn es geht – auch im weltweiten Kontext –, wenn man nur will! (3.9.2009)

.

.

1 Jahr Bankenpleite, 15 Jahre weltweite Wirtschaftskrise, 46 Jahre Rat der Wirtschaftsweisen –

Ein Grußwort zur Bundestagswahl an Peer Steinbrück und Konsorten von Abzockern, Spekulanten und Kaffeesatzlesern

Am 15. September 2008 begann mit dem Zusammenbruch der Lehman Brothers Investmentbank in den USA die größte weltweite Bankenpleite nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Ab etwa 1993 begann die schon vorher schleichende Wirtschaftskrise sich weltweit zu beschleunigen und riss in den folgenden Jahren bis heute immer mehr Unternehmen in die Insolvenz. Im Jahre 1963 wurden die sog. Wirtschaftsweisen, d. h. der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage der Bundesrepublik Deutschland, ins Leben gerufen, um ab dieser Zeit den Regierenden ihre wirtschaftlich orientierte Richtung durch Wachstumsprognosen vorzugeben.

Den Banken, den großen Wirtschaftsunternehmen und den Wirtschaftsweisen mit den im Hintergrund für sie tätigen „führenden“ Wirtschaftsforschungsinstituten ist gemeinsam, dass sie für den Kapitalismus und zugleich auch für den sich ab Beginn der 1980er Jahre immer mehr weltweit durchsetzenden Neoliberalismus stehen, der seitdem als brutaler Raubkapitalismus auftritt. Des Weiteren sind sich alle drei zu den Herrschaftsschichten in den kapitalistischen Staaten zählenden Gruppen einig in der Missachtung der sozialen Belange jener Menschen, die vor allem für die reale Wertschöpfung ihre Arbeitskraft auf dem Markt verkaufen müssen sowie noch mehr in ihrer Diskriminierung der Arbeitslosen. Ihre dritte gemeinsame Basis besteht in den ständigen Fehleinschätzungen der realen marktwirtschaftlichen Lage auf nationaler wie internationaler Ebene, ohne dass dies etwas an ihren jeweiligen Strategien zur Förderung der Gewinnmarge jener, die das wirtschaftliche Geschehen bestimmen, ändern würde. Denn hinzu kommt bei den Bänkern eine raffgierige Abzocker- und Kasinomentalität, beim Management der großen Wirtschaftsunternehmen eine spekulative Überheblichkeit und Geldgier und bei den Wirtschaftsweisen und ihren Wirtschaftsforschungsinstituten die Annahme, durch die bloße ständige psychologische Nabelschau von Bänkern, Wirtschaftsmanagern und ihren Verbänden die wirtschaftliche Entwicklung voraussagen zu können – letzteres ist tatsächlich nichts anderes als eine Kaffeesatzleserei, so wie die Wahrsagerei bei den antiken Griechen und Römern.

Dass die Komplexität einer jeden größeren Gesellschaft und somit insbesondere auch die Komplexität eines weltweiten wirtschaftlichen Geschehens nicht mittels der arroganten und egoistischen Sichtweisen und Maßnahmen, wie sie von diesen drei Gruppen betrieben werden, erfasst werden kann, ficht diese Personengruppen nicht an. Denn eines wissen sie – und dazu verhilft ihnen, nicht zuletzt, auch durch gesetzliche Maßnahmen, weiterhin die Politik –, dass in allen Fällen der dadurch entstehenden Zusammenbrüche, Krisen, Insolvenzen und Fehldiagnosen mit prophezeiten „Wirtschaftsaufschwüngen“ zugunsten der herrschenden politischen Führungsriege die „Dummen“ stets die „normalen“ abhängigen Beschäftigten sind, von den Arbeitslosen ganz zu schweigen.

Die Wirtschaftsweisen wurden bereits seit 1963 offiziell als Politikberater bestellt. Die Wirtschaftsverbände und einzelne Industriemanager hielten vor allem nach 1990 Eintritt in das ständige, wenn auch inoffizielle Beratergremium der politischen Führungsriege in Deutschland. Und seit spätestens Herbst 2008 umarmt die Bundesregierung auch in aller Öffentlichkeit die Bänker, allen voran den Vorsitzenden der Deutschen Bank Josef Ackermann. Damit ist eindeutig klar, wohin die Regierenden in Deutschland gehören, nach dem Motto: „Wes Brot ich ess‘, des Lied ich sing“ – denn auch die Regierung und zumindest die weitere Führungsriege aller staatstragenden Parteien profitieren von dieser engen Verbindung in verschiedenerlei Hinsicht, gerade auch ganz persönlich. Soziale Verantwortung kennt keine der vier vorgenannten Gruppen, die dieses System bestimmen.

Peer Steinbrück weiß also, warum er die bisherige große Koalition nach der Bundestagswahl gerne fortsetzen möchte. Er hat sich nämlich schon seit Jahren mit einigen CDUlern, allen voran mit Roland Koch, gut verstanden. Man gibt entsprechend gut situierte Posten, die neben der Erhaltung der „Wirtschaftselite“ auch dem ganz persönlichen Wohl – Privilegien, Macht und sonstige profitable Annehmlichkeiten – dienen, nicht gerne auf. Da fügt man sich dann auch gerne in jene politischen Gruppierungen ein, denen ebenfalls an dem weiteren Wohl des brutalen Raubkapitalismus gelegen ist. Bleibt somit im Sinne Peer Steinbrücks und seiner gleichgesinnten Konsorten nur zu hoffen, dass die Bevölkerung dies nicht merkt und diesen Politikern und ihren Parteien, denen an dem Wohl des Gros der Bevölkerung nicht am Geringsten gelegen ist, weiterhin bei der kommenden Bundestagswahl auf den Leim geht. Norbert Cobabus 16.9.2009

.


.

Auch Deutschland auf dem Weg in den Überwachungsstaat

Herrschaftssysteme können sich längerfristig nur dann erhalten und ihre Macht bewahren, wenn sie die von ihnen abhängige bzw. unterdrückte und zudem auf eine jeweils bestimmte Weise ausgebeutete Bevölkerung unter Kontrolle haben. Kontrolle ist stets mit Beobachtung und Überwachung verbunden, um rechtzeitig ein Aufbegehren der Bevölkerung gegen die Herrschenden zu erkennen und dem zu begegnen, notfalls auch mit brutaler Gewalt. Die Herrschenden wissen sehr wohl, dass sie sich durch ihr Herrschaftssystem die Abhängigen und Unterdrückten zu Gegnern machen, weil jede Herrschaftsausübung gegen Menschenrechte verstößt und damit das Gros der Menschen erniedrigt. Jedes Herrschaftssystem nutzt zudem die neuesten technischen Möglichkeiten, um diese gegen das Gros der Bevölkerung gerichtete Kontrolle auszuüben. Nicht selten kooperieren dabei auch mehrere Herrschaftssysteme miteinander und weiten somit diese Kontrolle über die eigenen staatlichen Grenzen aus. Heute im Zeitalter internationaler Abhängigkeiten und international ausgeübter Unterdrückung haben wir es dabei zudem auch mit Kontrollsystemen zu tun, die die Herrschaftssysteme auf internationaler Ebene errichtet haben. Die Kontrollinstrumente auf nationaler wie internationaler Ebene werden zudem im Rahmen der technischen Entwicklungen immer weiter ausgebaut. Das alles hat uns die Geschichte von Anfang an gelehrt.

Zu diesen Herrschaftssystemen gehören nicht nur offene Diktaturen, sondern heute auch alle „westlichen“ Staaten, weil sie allesamt Herrschaftsoligarchien aus kleinen Cliquen der Wirtschaftsmächtigen (Banken, Großindustrie und ihrer Verbände) sowie der politischen Führungsriege darstellen, auch wenn sie sich selbst im Rahmen ihrer zahlreichen verwendeten ideologischen Versatzstücke als „rechtsstaatlich organisierte Demokratien“ bezeichnen. Somit gehört zu diesen Herrschaftssystemen auch Deutschland, und auch Deutschland baut immer mehr sein gegen die abhängige Bevölkerung gerichtetes Überwachungssystem aus und beteiligt sich ebenfalls an der Kontrolle der Unterdrückten auf der ganzen Welt.

Deutschland bzw. die früheren deutschsprachigen Fürstentümer haben bei dem Auf- und Ausbau von Überwachungssystemen eine lange Tradition. Immer wieder wurden diese Instrumente dazu benutzt, „unbequeme“ Personen mundtot zu machen, sie zu verhaften, sie in den Gefängnissen schmachten zu lassen, dort zum Teil zu foltern oder sie auch umzubringen. Ein wichtiges Instrument spielte dabei von Anfang an die Datensammlung über das Gros der Bevölkerung, das dem Herrschaftssystem ja einmal gefährlich werden könnte. Besonders die Nazis verstanden es – zudem noch im Kontext ihres Antisemitismus und “völkischen“ Rassismus –, sich dadurch einen in ihrem Sinne effizienten Apparat aufzubauen, um darauf aufbauend ihr menschenverachtendes Handwerk auszuüben. Heute wird mittels der die Welt umspannenden modernen Computertechnologie dieser Apparat noch mächtiger und damit als ein Teil der Herrschaftssicherung immer effizienter, dies vor allem auch dadurch, dass die Daten über jede Person und ihre Verbindungen zu anderen Personen nicht nur immer umfassender gesammelt werden, sondern auch sehr schnell zusammengeführt und in wenigen Sekunden an nahezu jedem beliebigen Ort den kontrollierenden Schergen der Herrschaftsoligarchie zur Verfügung stehen.

Leider tragen viele Menschen durch ihre nachlässige Haltung beim Umgang mit ihren Daten, besonders über die digitale Welt, selbst dazu bei, dass ihre Daten von den Herrschenden und ihren Schergen genutzt werden können. Hinzu kommen aber auch immer mehr administrative Maßnahmen aus der Wirtschaft, dem Medienbereich und der staatlichen Verwaltung, Daten über Personen zu sammeln und untereinander auszutauschen. Und schließlich sorgen zunehmend auch Gesetze dafür, dass die Bevölkerung bei den verschiedensten Institutionen bzw. im Zusammenhang mit zahlreichen Verwaltungsakten ihre Personen bezogenen Daten abliefern müssen. Inzwischen ist jede Form der Rechtsprechung und sind sämtliche Datenschutzgesetze dagegen machtlos geworden. Von einer persönlichen Privatsphäre kann daher keine Rede mehr sein, zumal auch ohne entsprechende Gesetzesgrundlagen längst alle möglichen Daten von der Bevölkerung eingesammelt werden und sie überall, wo es nur möglich ist, belauscht wird.

Auf das verlogene, ideologisch gegründete Argument von einer „wehrhaften Demokratie“ bzw. entsprechender Erfordernisse im Rahmen der Terrorbekämpfung muss nicht näher eingegangen werden. Diese Darstellungen gehören zu den skrupellosen Zynismen dieses Systems, denn eine Terrorbekämpfung kann viel effizienter im Rahmen gezielter Fahndungen und mit relativ eng darauf zugeschnittenen Vorgehensweisen erfolgen. Aber wie auch schon im „Dritten Reich“ geht es den Herrschenden in Deutschland heute darum, alle möglichen Daten der BügerInnen auf Vorrat zu speichern, um je nach politischer Konjunktur auch ein geplantes brutales Vorgehen gegen größere Gruppen der abhängigen Menschen oder gegen alle Abhängigen, also das Gros der Bevölkerung, möglichst effizient durchführen zu können, wenn es für sie selbst einmal brenzlig werden sollte. Wie die meisten „westlichen“ Staaten befindet sich damit auch Deutschland auf dem Weg in einen zunehmend totalitärer werdenden Überwachungsstaat. Dass deshalb hierzu begleitend in der Politik ebenfalls schon seit einigen Jahrzehnten immer wieder einmal davon gesprochen wurde und heute zunehmend in bestimmten Herrschaftskreisen gefordert wird, das Militär auch innerstaatlich einsetzen zu können, stellt eine logische Folge im Rahmen dieser immer weiter ausgebauten Herrschaftsabsicherung dar. Norbert Cobabus (14.9.2009)

.

.

Polizei-Brutalität bei der Freiheit-Statt-Angst Demo 2009

.

.

=> [::] <=

.

.

Schlag ins Gesicht

Polizeiübergriff bei Demonstration

14.09.2009, 9:13

Ein Video zeigt, wie ein Mann am Rande einer Demonstration in Berlin von Beamten ins Gesicht geschlagen, zu Boden gezerrt und getreten wird. Jetzt ermittelt die Polizei in den eigenen Reihen.

http://www.sueddeutsche.de/politik/66/487471/text/

.

Identifiziert durch Video

Verfahren gegen Prügel-Polizisten

Polizeigewalt bei „Freiheit statt Angst“: Mithilfe eines Videos konnte ein prügelnder Polizist identifiziert werden. Die Berliner Polizei hat jetzt ein Verfahren eingeleitet. VON PLUTONIA PLARRE

BERLIN taz | Ein Mann im blauen T-Shirt spricht mit einem Polizisten, schreibt etwas auf einen Zettel und schiebt mit seinem Fahrrad davon. Weit kommt er nicht. Ein anderer Polizist reißt den Mann an seinem Hemd brutal zurück. Ein dritter Polizist haut ihm mit voller Wucht die Faust ins Gesicht. Drei-, viermal – dann verwackelt das Kamerabild =

http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/verfahren-gegen-pruegel-polizist-eroeffnet/.

.

.

Nach Angriff auf „Freiheit statt Angst“-Demo

Rückschlag für die Polizei

Ein Demonstrant wurde von Polizisten verprügelt – und angezeigt. Das Verfahren ist eingestellt. Er hätte sich sogar wehren dürfen, erklärt die Staatsanwaltschaft. VON PAUL WRUSCH
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/rueckschlag-fuer-die-polizei/

.

.

Amnesty-Bericht

Die Polizei, Dein Feind und Quäler

Von Jörg Schindler
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2829324_Die-Polizei-Dein-Feind-und-Quaeler.html

.

.

.

medienwatch.watch.de | medienwatch.wordpress.com | meta-info.de | Foto: Jörg Stange | Berlin 2009, Gunnar F. Gerlach GfoK Aktive Archiv(e)