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Hamburger Kammerspiele: Frost/Nixon = Watergate + mehr

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Hintergrund | Wegen „Verschwörung“ verurteilt: Enge Vertraute als Berater von Präsident Richard Nixon: John Ehrlichman, Harry Robbins Haldeman im April 1973 =>[::] =>[::] => [::] =>[::]

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Ab 6. September beginnt die deutschsprachige Erstaufführung „Frost/Nixon“ mit Volker Lechtenbrink , Michael Ehnert, Roland Renner, Volker Hanisch u.a.

Die Watergate-Affäre, die „Mutter aller Polit-Skandale“, hatte nicht nur Auswirkungen auf die amerikanische Politik, sondern verdeutlicht vor allem den Beginn einer verheerenden Entwicklung, nämlich den Einzug des Entertainments in die Politik und die damit einhergehende Verflachung politischer Debatten, wie wir sie zur Zeit jeden Abend im Fernsehen verfolgen können.

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Frost / Nixon

Von Peter Morgan

Regie: Michael Bogdanov

Damit ist „Frost / Nixon“ von Peter Morgan nicht nur ein packendes Theaterstück, das vor und hinter die Kulissen dieser denkwürdigen Begegnung blickt, sondern brandaktuell!

Drei Jahre lang schweigt Richard Nixon (Volker Lechtenbrink) nach seinem Rücktritt in Folge der Watergate-Affäre, bis sich der stahlharte und überaus redegewandte Ex-Präsident im Sommer 1977 auf eine exklusive Reihe von Fernsehgesprächen einlässt, um über seine Amtszeit zu sprechen. Die Erwartungen sind hoch, Einzelheiten und Hintergründe zu erfahren. Nixons überraschende Wahl für den Moderatoren der Sendereihe fällt auf den bis dahin eher als windig bekannten britischen Moderator und Entertainer David Frost (Michael Ehnert) – wahrscheinlich in der Hoffnung, leichtes Spiel mit ihm zu haben, um sich so ohne große Gegenwehr einen Platz in den Herzen und Köpfen der Amerikaner zurückzuerobern.

Frost jedoch hat es sich in den Kopf gesetzt, den Ex US-Präsidenten Richard Nixon vor laufenden Kameras dazu zu bringen, zuzugeben, dass er die amerikanische Nation belogen hat. Ein nervenaufreibender Kampf zweier Showgiganten, bei dem es – auch – um sehr viel Geld geht, beginnt.

Die TV-Duelle zwischen den Beiden avancierten zur Legende. Die finale Episode sahen 45 Millionen Amerikaner – die bis heute höchste Einschaltquote für ein politisches Programm und ein Meilenstein der TV-Geschichte, weil „Underdog“ Frost den gewandten Rhetoriker Nixon auf der Zielgeraden doch noch spektakulär zu Fall brachte.

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Michael Bogdanov, der bereits mit „Elling“, Warten auf Godot“ und „Der Garderobier“ große Erfolge an den Kammerspielen feiern konnte, wird den Polit-Thriller um einen der größten amerikanischen Politik-Skandale für die Bühne inszenieren.

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ehrlichman02.

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[…] Als Watergate-Affäre (oder kurz Watergate) bezeichnet man, nach einer Definition des Kongresses der Vereinigten Staaten, zusammenfassend eine ganze Reihe von gravierenden „Missbräuchen von Regierungsvollmachten“ (abuses of governmental powers)[1], die es während der Amtszeit des republikanischen Präsidenten Richard Nixon zwischen 1969 und 1974 gegeben hat. Die Offenlegung dieser Missbräuche ab Juni 1972 verstärkte in den USA massiv eine durch den Vietnamkrieg ausgelöste, gesellschaftliche Vertrauenskrise gegenüber den Politikern in Washington und führte schließlich zu einem schweren Verfassungskonflikt. Höhepunkt der teils dramatischen Entwicklungen war am 9. August 1974 der Rücktritt Nixons von seinem Amt: hier

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„Frost/Nixon“ blickt vor und hinter die Kulissen dieser denkwürdigen Begegnung, die für beide zum öffentlichen Moment der Wahrheit wird. Spannung pur.

Mit Michael Ehnert, Andreas Dobberkau, Volker Harnisch, Thomas B. Hoffman, Volker Lechtenbrink, Roland Renner, Jacques Ullrich, Samantha Viana

Deutschsprachige Erstaufführung: 6. September 2009, 19 Uhr (Ausverkauft!)

Die nächsten Termine: 9., 10., 21., 22., 23., 27. September / 2., 3., 4., 5., 6., 10., 18. Oktober

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www.hamburger-kammerspiele.de

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Frost Nixon Interview Clip 1 of 6 on White House Chief of Staff, HR Haldeman Frost/Nixon

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Frost Nixon Interviews – Clip I – Sir David Frost asking Nixon about The million dollars in cash issue, Keeping Hunt under control, Buying time, The Hunt problem needs to be handled, Mitchell can provide the money, Nixon gets angry & says „Let me stop you right there, you are doing something that I am not doing“ „You are reading there, out of context, out of order, because I have read this, I know it better than you do, And I should know it better because I was there.“

When discussing the legacy of a failed presidency, nothing could be more relevant, engaging or important than the series of interviews that David Frost conducted with Richard Nixon in 1977. Following a three-year political silence, the series drew the largest ever TV news audience and granted the American people a tacit admission of guilt from the former president. Frost/Nixon => [::]

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Teil I [II-VI hier]

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Zum Thema:

Filmtrailer

http://movies.universal-pictures-international-germany.de/frostnixon/

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Kurz vor der Aufnahme erwähnt Frost Nixon gegenüber das Telefonat, aber dieser kann sich daran nicht mehr erinnern und wirkt sehr verunsichert. Im Verlauf des Interviews gelingt es Frost, Nixon die Äußerung zu entlocken, er habe Dinge getan, die illegal gewesen wären, wäre er zum jeweiligen Zeitpunkt nicht Präsident gewesen. Damit hat sich Nixon über das Gesetz gestellt. Er gesteht, an einer Vertuschung beteiligt gewesen zu sein und das amerikanische Volk enttäuscht zu haben. Er erklärt, dass seine politische Karriere nun definitiv zu Ende sei (…)

Handlung

Als der junge britische Talkmaster David Frost während der Dreharbeiten für eine seiner Shows die Rücktrittsrede von Präsident Richard Nixon sieht, der aufgrund der Watergate-Affäre sein Amt niederlegen musste, entwickelt er sofort den Plan, eine Interviewserie mit dem ehemaligen Staatsoberhaupt zu drehen. Er verspricht sich hiervon hohe Einschaltquoten, da ca. 400 Millionen Menschen die Rücktrittsrede verfolgt hatten. Drei Jahre lang gibt Nixon zu den Umständen seines Rücktrittes keine öffentliche Stellungnahme ab, geht aber im Jahr 1977 schließlich auf Frosts Anfrage ein.

Nixon ist zwar nach der Watergate-Affäre unbeliebt, aber ein brillanter Redner und sein Auftreten ist wohlüberlegt. Nixon selber geht davon aus, dass der in politischen Debatten unerfahrene David Frost ihm nicht viel anhaben kann, er aber durch das Interview seine Beliebtheit steigern kann. Inzwischen versucht Frost sein Interview an viele amerikanische TV-Sender zu verkaufen, doch keiner glaubt, dass David Frost dem ehemaligen Präsidenten Geständnisse oder gar Entschuldigungen entlocken kann. So entschließt sich Frost, das Interview auf eigene Kosten (mit der Hilfe von Sponsoren und einigen wohlhabenden Freunden) zu produzieren. Ihm werden von seinem Freund und Produzenten John Birt die beiden Reporter Bob Zelnick und James Reston als Rechercheure zur Seite gestellt. Sie sollen ihm bei der Vorbereitung der Interviews helfen, doch Frost ist in der Vorbereitungsphase zumeist damit beschäftigt, TV-Sender und Sponsoren für seine Idee zu gewinnen oder sich auf Partys zu vergnügen. So ist es kaum überraschend, dass es bei den ersten drei von vier Interviews dem gewieften und gut gerüsteten Nixon spielend gelingt, den schlechter vorbereiteten Frost zu verunsichern und unangenehmen Fragen auszuweichen. Unter anderem bringt er Frost jeweils Sekunden vor Beginn der Aufnahmen mit Fragen nach privaten Dingen, wie seinen Schuhen oder seiner Geliebten, aus dem Konzept:

hier bitte weiterlesen

http://de.wikipedia.org/wiki/Frost/Nixon

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http://de.video.yahoo.com/watch/5418937/14272854

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WatergateFromAir

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Watergate-Komplex

Was gehört zur Watergateaffäre ?

http://de.wikipedia.org/wiki/Watergate-Aff%C3%A4re#Was_geh.C3.B6rt_zur_Watergate-Aff.C3.A4re.3F

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Written by medienwatch & metainfo

September 4, 2009 um 09:34

Eine Antwort

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