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Nijinskys Auge und die Abstraktion

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Vaslaw Nijinsky | Aus der Serie Auge, 1918/1919 Pastell, 20 x 25 cm © Tamara & Kinga Nijinsky, reproduced with permission from the Nijinsky estate at Curatorial Assistance.

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Tanz der Farben

Nijinskys Auge und die Abstraktion

20. Mai bis 16. August 2009
Hubertus-Wald-Forum

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Am 19. Mai 1909 trat der russische Tänzer und Choreograph Vaslaw Nijinsky mit dem Ensemble des Ballet Russe erstmals in Paris auf. Nijinsky wurde umgehend zum gefeierten Publikumsliebling auf den europäischen Bühnen. Neben seiner überragenden Laufbahn als Tänzer schuf Nijinsky um 1919 eine ganze Reihe von eindringlichen Farbmalereien, die der modernen Kunst seiner Zeit in Paris verblüffend nahe stehen. Mit fein gezeichneten farbigen Kreisen und Ellipsen kreierte der Tänzer Serien von Blättern, die Raum und Blick vernetzen und Rhythmus und Farbe zu einer gemalten Choreographie intensiver Emotionen verdichten. Diese sehenswerten Blätter zeigt die Ausstellung in bisher in der Öffentlichkeit nicht gesehenem Umfang.
Der Tanz der Farben entfaltet sich ebenso in den Gemälden und Papierarbeiten führender Künstlerinnen und Künstler dieser Zeit. Zu Sonia Delaunay-Terk, Alexandra Exter, Vladimir Baranov-Rossiné und Léopold Survage gesellt sich die Malerei des Tschechen František Kupka. Wie Nijinsky zeitweise, lebten diese Künstler seit den 10er Jahren des 20. Jahrhunderts in Paris. In ihren zwischen 1910 und der Mitte der zwanziger Jahre entstandenen abstrakten Farbkompositionen dominieren klare Farben, geschwungene Formen, konzentrische Kreise, Ellipsen und Bögen. Die Gemälde sind von einem starken, rhythmischen Akzent geprägt und lassen an tänzerische Bewegung und musikalisch-filmische Abfolgen denken.

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Vaslaw Nijinsky | Die Tänzerin, o.J. Bleistift und Buntstift auf Papier, 35 x 25 cm

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In der Bewegung verbindet sich die physische Präsenz des Menschen auf der Leinwand mit dem Licht, den Formen und den Schwingungen des Kosmos.

Die Ausstellung Tanz der Farben. Nijinskys Auge und die Abstraktion stellt Nijinskys zeichnerisches Werk erstmals in den Kontext der visuellen Moderne seiner Zeit und leistet so einen einzigartigen Beitrag zu den weltweiten Veranstaltungen, mit denen das hundertjährige Jubiläum des ersten Auftritts der Ballets Russes begangen wird. In einer gesonderten Sektion der Ausstellung wird die historische Figur und Persönlichkeit des Jahrhunderttänzers durch Fotografien, Plakate, Gemälde und Skulpturen berühmter zeitgenössischer Künstler lebendig.

Die Ausstellung umfasst etwa 100 Arbeiten von Nijinsky, vorwiegend aus der Stiftung John Neumeier, und ebenso viele Arbeiten der anderen Künstler, die mit jeweils etwa zwanzig vorwiegend großformatigen Werken aus internationalen Sammlungen vertreten sind.
Der Katalog zur Ausstellung beinhaltet Farbabbildungen aller Werke und neue Forschungsbeiträge namhafter Autoren. Er ist für 32 Euro im Museumsshop erhältlich. Die Ausstellung wird von einer Reihe von Veranstaltungen des Hamburg Ballett – John Neumeier begleitet.

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František Kupka | Form von Gelb (Notre Dame), 1911 Öl auf Leinwand, 73 x 59,5 cm Merzbacher Kunststiftung


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Sonia Delaunay-Terk Flamencosänger, 1915 Öl auf Leinwand, 91,5 x 91,5 cm Sammlung Alexander Smuzikov

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Vladimir Baranov-Rossiné | Nymphen und Zentauren, 1914 Öl auf Leinwand, 97 x 134 cm

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TANZ DER FARBEN
Dass Vaslaw Nijinsky nicht nur ein Ausnahmetänzer war, sondern auch ein bildender Künstler, davon kann man sich ab dem 20. Mai im Hubertus-Wald Forum der Hamburger Kunsthalle überzeugen. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der „Ballets Russes“ leiht Choreograf John Neumeier der Kunsthalle einige seiner Schätze: Bilder, die der Star des russischen Balletts selbst malte. Die Ausstellung „Tanz der Farben – Nijinskys Auge und die Abstraktion“ stellt die Zeichnungen des Tänzers Werken von Künstlern seiner Zeit und Arbeiten, die ihn zum Motiv haben, gegenüber. // IRIT BAHLE, HAMBURG

http://www.art-magazin.de/kunst/18581/john_neumeier_vaslaw_nijinsky.

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Nijinsky-Ausstellung

Ein dämonisches Auge

Am Nachmittag des 19. Januar 1919 tanzte Vaslav Nijinsky zum letzten Mal. Der vermutlich 30-Jährige war ein Superstar, eine Legende, und so sollen die Gäste im Ballsaal des Suvretta House in St. Moritz etwa eine halbe Stunde „still wie in einer Kirche“ gewartet haben, während Nijinsky auf einem Stuhl saß und sie anstarrte.

Dann meinte seine Frau Romola, ihn ansprechen zu müssen, er bellte sie an: „Wie kannst Du es wagen, mich zu stören! Ich bin keine Maschine. Ich werde tanzen, wenn ich mich danach fühle.“ Sie weinte, er tanzte, „großartig, aber auf erschreckende Art“, wie Romola Nijinsky weiter notierte. Bald darauf wurde bei ihrem Mann eine schwere Schizophrenie diagnostiziert. VON SYLVIA STAUDE

Hier bitte weiterlesen:

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/1815864_Nijinsky-Ausstellung-Ein-daemonisches-Auge.html

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Vladimir Baranov-Rossiné Rhythmus, 1913 Zink, Öl und Gouache auf Holz Höhe 136 cm Sammlung V. Tsarenkov, London

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Vaslaw Nijinsky Bögen und Segmente: Linien , 1918/19 Wachskreide und Bleistift auf Papier 29 x 37,5 cm Stiftung John Neumeier © Tamara & Kinga Nijinsky, reproduced with permission from the Nijinsky estate at Curatorial Assistance

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Kuratoren der Ausstellung: Prof. Dr. Hubertus Gaßner und Dr. Daniel Koep

Hamburger Kunsthalle ⋅ Stiftung öffentlichen Rechts
Ansprechpartner ⋅ Mira Forte
Glockengießerwall T + 49 (0) 40 – 428 131 204
D-20095 Hamburg F + 49 (0) 40 – 428 542 978

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Hinweis:

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Bildbeschreibungen

Schriftsteller über ihr Lieblingsbild in der Hamburger Kunsthalle

Hanns-Josef Ortheil.
Friedrich Georg Kerstings: Caspar David Friedrich in seinem Atelier

Für viele Schriftsteller ist es eine Selbstverständlichkeit, sich mit den Ausdrucksformen anderer Künste auseinander zu setzen. Die bildende Kunst spielt dabei eine besondere Rolle und inspiriert gerade zeitgenössische Autoren immer häufiger zu essayistischen oder fiktionalen Reflexionen. Das Literaturhaus Hamburg und die Hamburger Kunsthalle haben namhafte deutsche Autorinnen und Autoren eingeladen, sich mit ihrem Lieblingsbild aus der Sammlung der Hamburger Kunsthalle zu befassen und ihren persönlichen Zugang in einem Essay niederzuschreiben. An verschiedenen Abenden werden sie diese nun präsentieren und darüber mit Kunst- und Literaturkritikern ins Gespräch kommen – wechselweise im Literaturhaus und in der Hamburger Kunsthalle.

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Die Veranstaltungsreihe Bildbeschreibungen der Hamburger Kunsthalle in Kooperation mit dem Literaturhaus Hamburg endet damit. Insgesamt wurden fünf namhafte deutsche Autorinnen und Autoren eingeladen, sich mit ihrem Lieblingsbild aus den Beständen der Kunsthalle zu befassen und ihren persönlichen Zugang in einem Essay niederzuschreiben. In der Veranstaltungsreihe trugen bisher Martin Mosebach zu Ernest Meissoniers Das Porträt des Sergeanten, Annette Pehnt zu Wols’ Komposition, Brigitte Kronauer zu Jan van Goyens Bauerngehöft und Wilhelm Genazino zu Francis Bacons Studie zu einem Bildnis ihre Bildbeschreibungen vor, die in einer Publikation der Hamburger Kunsthalle ab Herbst 2009 vorliegen werden.

.9. Juli um 19 Uhr vor dem Kupferstichkabinett | In Kooperation mit dem Literaturhaus Hamburg |

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AKTUELLE AUSSTELLUNGEN | CURRENT EXHIBITIONS

:: Tanz der Farben. Nijinskys Auge und die Abstraktion | bis 16.8.2009

:: Roman Signer. Projektionen. Filme und Videos 1975-2008 | bis 27.9.2009

:: Sigmar Polke. Wir Kleinbürger! Zeitgenossen und Zeitgenossinnen | bis 31.1.2010

:: Marcel van Eeden. The Zurich Trial. Part 1: Witness for the Prosecution | bis 27.9.2009

IN KÜRZE ZU SEHEN | COMING SOON

:: Hamburger Ansichten. Maler sehen die Stadt | 9.10.2009 bis 31.1.2010

:: Mit Licht gezeichnet. Das Amalfi-Skizzenbuch von Carl Blechen | 30.10.2009 bis 17.1.2010

:: Pedro Cabrita Reis | 31.10.2009 bis 31.1.2010

 

 

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www.hamburger-kunsthalle.de

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presse(a)hamburger-kunsthalle.de

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© 2009 Veröffentlichungen sind nur gestattet im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Ausstellung der Hamburger Kunsthalle. Jede andere Nutzung ist nicht gestattet. © 2009 Publication only allowed in connection with reports of an exhibition. Any other use is not allowed.

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http://www.youtube.com/watch?v=wy7YHWnxZOQ&NR=1

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http://www.youtube.com/watch?v=MFo6e9XJ-ho

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http://www.youtube.com/watch?v=wBuOywe7dGw&NR=1

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http://www.youtube.com/watch?v=_I8LOgRPCo8&NR=1

 

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http://www.youtube.com/watch?v=4coES_ei4PU&feature=related

 

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Rudolpho Valentino and Vaslav Nijinsky – Tango

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http://www.youtube.com/watch?v=qRlWUaIbTco&feature=related

 


 

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Die Welt verletzen!

Zum 100. Geburtstag des französischen Philosophen, Dichters, Heiligen und Erotomanen Georges Bataille

Nur die Lauen oder Keuschen haben von der Gewohnheit behauptet, daß sie die Sinne abstumpfe: Das Gegenteil ist der Fall, aber es ist mit der Lust wie mit der Malerei oder der Musik, sie verlangt ein dauerndes Abweichen von der Regel.

(Georges Bataille, „Abbé C“)

I Zwischen Sadismus und Surrealismus =

http://www.zeit.de/1997/37/Die_Welt_verletzen_?page=all

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | jst/gfok

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Written by medienwatch & metainfo

Juli 6, 2009 um 09:21

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