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Medienrecherche: Politik | Wissenschaft | Kunstprojekte

Archive for Juni 23rd, 2009

SYSTEM

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systeme-einladung

………… Einladungskarte
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kuratiert von Petra Reichensperger

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Ausstellung vom 22. Juni bis 13. September 2009

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mit Daniel Berwanger/Thomas Mahmoud, Hans Hemmert, Channa Horwitz, Christoph Keller, Wolf von Kries, Erich Pick, Gunter Reski, Christoph Rothmeier, Ralf Schreiber, Simon Starke, Nasan Tur, Malte Urbschat, Klaus Weber, Suse Weber, Andrea Winkler, Piotr Żyliński

Jede Theorie, jede Untersuchung, jedes Experiment beginnt mit der Wahl eines Systems. Von dieser Wahl hängt dann der Spielraum ab, in dem sich der Experimentierende bewegen kann, der Charakter der Fragen, die er stellen kann, und sehr oft auch die Art der Antworten, die er geben kann. Die spezifischen Fragen und Antworten geben wiederum Aufschluss über die Lücken in der Theorie und in der Praxis.

Der Künstler Hans Haacke, der selbst durch systemische Arbeiten wie den Kondensationskubus bekannt wurde, machte Mitte der 1960er Jahren – als eine große Euphorie in Bezug auf Systemtheorie, Kybernetik und Systeme jeglicher Art herrschte – den Versuch, einem Myna-Vogel den Satz beizubringen: „all systems go“. Allerdings war sein Sprachunterricht bei dem Vogel, der bekannt dafür ist, Laute zu imitieren, und den einige als Waldo aus Twin Peaks kennen, nicht von Erfolg gekrönt. Das Scheitern amüsierte Haacke und deutete es als ein Zeichen, dass eben doch nicht alle Systeme laufen.

Doch unabhängig davon, ob Methoden funktionieren oder nicht, Systeme sind Setzungen: sie bündeln Beobachtungen und Erfahrungen in einen Ordnungszusammenhang. „Systeme sind die Wand, gegen die wir spielen“ hat einmal der Soziologe Dirk Baecker formuliert. Doch sie sind zugleich mehr als das. Denn Wertesysteme, Ordnungssysteme, Gesellschaftssysteme, technologische Systeme oder auch ökonomische und politische Systeme beeinflussen den eigenen Lebensraum.

Viele davon sind nicht frei gewählt. Die Frage, die sich daraus ergibt, ist, wie man sich selbst innerhalb der jeweiligen Systeme positioniert. Wie kann man dem System als Teil eines Systems etwas entgegensetzen? Welche Rolle spielt dabei die Bildende Kunst? Inwieweit schaffen die Kunst und ihre Ausstellungsinstitutionen eigene Systeme?

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Militanz | Suse Weber

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http://www.arthurboskamp-stiftung.de/?cat=1

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Written by medienwatch & metainfo

Juni 23, 2009 at 20:48

Veröffentlicht in SYSTEM

„Die Poetisierung des Alltäglichen, die Ästhetisierung der Politik und die Kommodifizierung der Kunst“

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Donnerstag, 25. Juni 2009, 19.00 Uhr


Ort: Halle fuer Kunst Lueneburg, Reichenbachstraße 2, 21335 Lueneburg

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Vortrag des Hamburger Sozialphilosophen Roger Behrens

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„Die Poetisierung des Alltäglichen, die Ästhetisierung der Politik und die Kommodifizierung der Kunst“

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Die Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts ist, mehr als in anderen Epochen, zwischen Aesthetisierung, Politisierung und Kommodifizierung eingespannt. Der Vortrag von Roger Behrens in Halle fuer Kunst Lueneburg eV beleuchtet anhand von ausgesuchten Beispielen, Bildern und Filmen die Folgen fuer die Kunst, die daraus resultieren. Wesentlich geht es dabei um die Frage, ob Kunst in diesem Dreieck ueberhaupt noch ein fortsetzbares Konzept ist. Zudem wird sich der Vortrag einer Begriffsklaerung naehern: Was bedeutet „Aesthetisierung“, was ist das „Politische“ in der Kunst und wie wird sie zur „Ware“?

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Die Veranstaltung findet statt im Rahmen von:

Space Revised #3
„What if This Was a Piece of Art?“
Guillaume Bijl (BE), Wolfgang Breuer (D), Yan Duyvendak (NL), FLOSS/VHDG (NL), Graham Hudson (GB), Christian Jankowski (D), Benoît Maire (F) und Falke Pisano (NL)
Ausstellungslaufzeit: 16. Mai – 12. Juli
Ort: Halle fuer Kunst Lueneburg eV, Reichenbachstr. 2, 21335 Lueneburg

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Eine Kooperation mit der GAK Gesellschaft fuer aktuelle Kunst Bremen, dem Kuenstlerhaus Bremen und dem Kunstverein Harburger Bahnhof

Im Raum situiert sich die Kunst. Ohne ihn ist Kunst nicht denkbar. Ob zwei- oder dreidimensional angelegt – Kunst nimmt Raum ein, schafft und definiert Raum. Gleichzeitig wird sie durch den Raum bestimmt, sei er als Umfeld, Kontext oder Verortung formuliert. Um der vielfaeltigen Verfasstheit des Raumes in der zeitgenoessischen Kunstproduktion gerecht zu werden, praesentiert das Ausstellungsprojekt Space Revised in vier Institutionen exemplarische Beispiele. Raumaneignung, Raumverlust, Raumverschiebung und sozialer Raum sind die vier Blickwinkel, aus denen heraus die Kooperation von GAK Gesellschaft fuer Aktuelle Kunst Bremen, Kuenstlerhaus Bremen, Halle fuer Kunst Lueneburg und Kunstverein Harburger Bahnhof einen aktuellen Zwischenstand in der juengsten kuenstlerischen Auseinandersetzung nachzeichnet. Gleichzeitig nimmt Space Revised das Thema auch konzeptuell auf, da die Verteilung auf vier Ausstellungshaeuser in Norddeutschland die Moeglichkeit zur Auseinandersetzung mit vielfaeltigen Raumauffassungen bietet, waehrend Raum reisend durchquert wird.

In Space Revised # 3. What if This Was a Piece of Art?, dem Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt in der Halle fuer Kunst Lueneburg wird Raum als Deutungsraum begriffen, als Raum, in dem sich die Qualitaeten der Kunst durch eine „Atmosphaere der Theorie“ entfalten koennen. Es wird der Versuch unternommen, den zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Marcel Duchamp eingeleiteten Prozess umzukehren: Es soll nicht untersucht werden, was geschieht, wenn ein Objekt aus dem Alltag die Schwellen der Institution ueberschreitet und sich in einem auratisierenden Akt in ein Objekt der Kunst verwandelt. Vielmehr wird gefragt, wie jene Sinn produzierende Kraft ins außen gestuelpt werden kann und sich der an Kunstwerken erprobte, Gedanken generierende Blick in den gegenwaertigen Alltag ausdehnt. Auf diese Weise eroeffnet sich ein poetisierter Raum sprechender Verhaeltnisse, in dem die Unterscheidung zwischen Alltagsobjekten und Kunstwerken durchlaessig wird. What if This Was a Piece of Art? in Halle fuer Kunst Lueneburg moechte diesen Prozess sichtbar machen und einen voruebergehenden Ausnahmezustand erzeugen, in dem die Grenzen beider Sphaeren nicht mehr eindeutig trennbar und, einer Logik der Gleichheit folgend, aesthetische Kriterien nicht mehr greifbar sind.

Fuer das Projekt wurden internationale KuenstlerInnen und Theoretiker eingeladen, die in ihrer Arbeit die Grenzen zwischen dem Raum der Kunst und dem des Alltags auf unterschiedlichen Ebenen produktiv durchkreuzen und auf unterschiedlichen Abstraktions- und Reflektionsebenen anschlussfaehig an Fragestellungen u. a. um die Kommodifizierung der Kunst und die ideologische Aufladung des scheinbar Alltaeglichen sind. Neben der Gruppenausstellung mit Guillaume Bijl (BE), Wolfgang Breuer (D), Yan Duyvendak (NL), Graham Hudson (GB), Christian Jankowski (D), Benoît Maire (F) und Falke Pisano (NL) wurde eine Vortragsreihe mit dem Hamburger Sozialphilosophen Roger Behrens, dem Kuenstler, Schriftsteller, Musiker und Dozenten Thomas Kapielski sowie dem Philosophen Robert Pfaller konzipiert, die im Projekt angestoßene Fragestellungen an drei Abenden aufgreift. Darueber hinaus wird die niederlaendische Gruppe VHDG (Stichting Voorheen De Gemeente) einen moderierten FLOSS-Abend zum Thema im Theater Lueneburg veranstalten und Yan Duyvendak (NL) die mit seinem Ausstellungsbeitrag korrespondierende Performance „Side Effects“ auffuehren. Das SCALA Programmkino zeigt den Film „Wie man ruhig wird“ von Hans-Christian Lotz und Loretta Fahrenholz, der des Bild einer jungen Kuenstlergeneration zeichnet, deren politisches und soziales Interesse in Konflikt mit ihrer Selbstreflexion innerhalb des Kunstkontextes steht.

Eine umfangreiche Katalogpublikation fasst im Anschluss die Praesentationen aller beteiligten Haeuser zusammen.

Veranstaltungen

Donnerstag, 2. Juli 2009, 19 h: „Side Effects“, Performance von Yan Duyvendak, konzipiert von Nicole Borgeat und Yan Duyvendak
Ort: Glockenhaus Lueneburg, Glockenstraße 9, 21335 Lueneburg

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#1 Friendly Takeovers. Strategien der Raumaneignung, 17. Mai – 9. August
GAK Gesellschaft fuer Aktuelle Kunst Bremen
Cezary Bodzianowski, Bob Braine & Leslie C. Reed, Trisha Brown, Christian Haake, Guillaume Leblon, Daniel Maier-Reimer, Katrin Mayer, Rosalind Nashashibi, Peles Empire

#2 Verbleib unbekannt, 17. Mai – 16. August
Kuenstlerhaus Bremen
Bob Braine & Leslie C. Reed, Elín Hansdóttir, Erik Olofsen, Guido van der Werve, John Wood & Paul Harrison

#4 Manufactured Communities. Raum und Gemeinschaft, 16. Mai – 12. Juli
Kunstverein Harburger Bahnhof
»Reihe:Ordnung sagt – Zukunft« mit Kai Schiemenz
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Dank an
Bundeskulturstiftung, Land Niedersachen, Senator fuer Kultur Bremen, Bremen Marketing GmbH, Generalkonsulat der Niederlande in Hamburg, Lueneburgischer Landschaftsverband, Stiftung der Sparkasse zur Foerderung der Kunst, Stadt Lueneburg, Theater Lueneburg, SCALA Programmkino

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HALLE FUER KUNST Lueneburg eV
Postfach 2128
D-21311 Lüneburg
Fon: +49 4131 402001
Fax: +49 4131 721344
info@halle-fuer-kunst.de
www.halle-fuer-kunst.de

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(English Version)

Halle fuer Kunst cordially invites you to:

„Die Poetisierung des Alltaeglichen, die Aesthetisierung der Politik und die Kommodifizierung der Kunst“

Lecture by the Hamburg-based social philosopher Roger Behrens

Thursday, June 25, 2009, 7 p.m.
Location: Halle fuer Kunst Lueneburg, Reichenbachstraße 2, 21335 Lueneburg

More than during other eras, we find the art of the 20th century placed between influences of aestheticisation, politicization and commodification. The lecture by Roger Behrens at Halle fuer Kunst Lueneburg eV explores the resulting consequences for the art by means of selected examples, pictures and films. The lecture internally discusses the question whether art, despite this triangle of influences, still is a perpetuable concept. Additionally, it will approach a disambiguation by posing the questions of what „aestheticisation“ means, what the „political“ in art is and how it is „commodified“.

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The event takes place in the framework of:

Space Revised #3
„What if This Was a Piece of Art?“

Guillaume Bijl (BE), Wolfgang Breuer (D), Yan Duyvendak (NL), FLOSS/VHDG (NL), Graham Hudson (GB), Christian Jankowski (D), Benoît Maire (F) und Falke Pisano (NL)
16th May – 12th July
Location: Halle fuer Kunst Lueneburg eV, Reichenbachstr. 2, 21335 Lueneburg

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A cooperation project by GAK Gesellschaft fuer Aktuelle Kunst Bremen, Kuenstlerhaus Bremen, Halle fuer Kunst Lueneburg and Kunstverein Harburger Bahnhof

Art is located in space. Without it art is unthinkable. Whether installed as two or three dimensional – art takes up space, creates and defines space. At the same time it is determined through space, whether formulated as environment, context or contextualisation. In order to do justice to the multifaceted state of space in contemporary art production the exhibition project Space Revised is presenting exemplary instances in institutions. Appropriation of space, loss of space, space displacement and social space make up the four perspectives out of which the cooperation of GAK Gesellschaft fuer Aktuelle Kunst Bremen, Kuenstlerhaus Bremen, Halle fuer Kunst Lueneburg and Kunstverein Harburger Bahnhof trace the current intermediate condition of the most recent artistic expositions. Simultaneously Space Revised also takes the subject up at a conceptual level, as its distribution over four exhibition spaces in North Germany offers the possibility of debate with various conceptions of space while travelling across space.

In Space Revised # 3. What if This Was a Piece of Art?, the exhibition and event project at Halle fuer Kunst, space is understood as a space of interpretation, a space in which qualities of art can unfold through an “atmosphere of theory”. The attempt is made to reverse the processes initiated by Marcel Duchamp at the beginning of the 20th century: The subject to be examined is not what occurs when an everyday object crosses the threshold of an institution and is transformed in an aura-generating act to a piece of art. Instead, the question is how this meaning-producing force can be conveyed to the outside, and how the thought-generating gaze, well-tried in face of artworks, expands into present everyday life. In this manner, a poeticized space of speaking relations opens up, in which the differentiation between everyday objects and artworks becomes permeable. What if This Was a Piece of Art? at Halle fuer Kunst Lueneburg intends to visualize this process and create a temporary, exceptional state in which the both spheres can no longer be unambiguously separated and, following a logic of equality, aesthetic criteria are no longer tangible.

International artists and theorists have been invited for the project, who in their work cross the borders between the space of art and the everyday in a productive manner, and who on different levels of abstraction and reflection address issues related, among other things, to the commodification of art and the ideological charging of the seemingly everyday. In addition to the group show with Guillaume Bijl (BE), Wolfgang Breuer (D), Yan Duyvendak (NL), Graham Hudson (GB), Christian Jankowski (D), Benoît Maire (F) and Falke Pisano (NL), a lecture series has been conceived with the Hamburg-based social philosopher Roger Behrens, the artist, writer, musician, and university lecturer Thomas Kapielski, as well as the philosopher Robert Pfaller, who on three evenings will take up the questions raised by the project. Furthermore, the Dutch group VHDG (Stichting Voorheen De Gemeente) will hold a moderated FLOSS evening on the topic at the Theater Lueneburg, and Yan Duyvendak (NL) will stage the performance “Side Effects” corresponding with his exhibition contribution. The SCALA arthouse cinema will screen the film “Wie man ruhig wird” by Hans-Christian Lotz and Loretta Fahrenholz that portrays a young generation of artists whose political and social interests stand in conflict with their self-reflection within the art context.

A comprehensive catalogue will be published encompassing the presentations of all the institutions taking places.

Events
Thursday, July 2, 7 p.m.: “Side Effects”, performance by Yan Duyvendak, conceived by Nicole Borgeat and Yan Duyvendak
Venue: Glockenhaus Lueneburg, Glockenstraße 9, 21335 Lueneburg

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#1 Friendly Takeovers. Strategies of Space Appropriation, 17th May – 9th August
GAK Gesellschaft fuer Aktuelle Kunst Bremen
Cezary Bodzianowski, Bob Braine & Leslie C. Reed, Trisha Brown, Christian Haake, Guillaume Leblon, Daniel Maier-Reimer, Katrin Mayer, Rosalind Nashashibi, Peles Empire

#2 Whereabouts Unknown, 17th May – 16th August
Kuenstlerhaus Bremen
Bob Braine & Leslie C. Reed, Elín Hansdóttir, Erik Olofsen, Guido van der Werve, John Wood & Paul Harrison

#4 Manufactured Communities. Space and Community, 16th May – 12th July
Kunstverein Harburger Bahnhof
»Series:Order says – Future« with Kai Schiemenz

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Thanks to
Bundeskulturstiftung, Land Niedersachen, Senator fuer Kultur Bremen, Bremen Marketing GmbH, Generalkonsulat der Niederlande in Hamburg, Lueneburgischer Landschaftsverband, Stiftung der Sparkasse zur Foerderung der Kunst, Stadt Lueneburg, Theater Lueneburg, SCALA Programmkino

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HALLE FUER KUNST Lueneburg eV
Postfach 2128
D-21311 Lüneburg
Fon: +49 4131 402001
Fax: +49 4131 721344
info@halle-fuer-kunst.de
www.halle-fuer-kunst.de

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Juni 23, 2009 at 18:26

Panoptikum Memo | Kohl + Genscher + Rede von Strauß in Sonthofen 1974

with 2 comments

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Abendessen unter 4 (Glas-) Augen | Prolog: Bei der Bundestagswahl 1976 trat er (Kohl) erstmals als Kanzlerkandidat seiner Partei an. Die CDU/CSU verfehlte die absolute Mehrheit mit 48,6 Prozent der Stimmen nur knapp und die sozialliberale Koalition behauptete sich. Das war das bis dorthin zweitbeste Wahlergebnis der CDU/CSU überhaupt. Kohl trat nach der Wahl als Ministerpräsident zurück und wurde als Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag in Bonn Oppositionsführer. Sein Nachfolger als Ministerpräsident wurde am 2. Dezember 1976 Bernhard Vogel. Nach der verlorenen Wahl fasste die CSU den Kreuther Trennungsbeschluss zur Aufhebung der Fraktionsgemeinschaft mit der CDU, Kohl konnte jedoch gegen den CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß die Fortführung durchsetzen. Bei der Bundestagswahl 1980 musste er dafür Strauß den Vortritt bei der Kanzlerkandidatur lassen. Da Strauß jedoch nach der verlorenen Wahl Ministerpräsident in Bayern blieb, war Kohl weiterhin Oppositionsführer. » [::] «

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„Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden!“

Sören Aabye Kierkegaard


Last-Limbus: „Die Geschichte verlappt sich“

Rede von Franz Josef Strauß: Tagung der CSU-Landesgruppe in Sonthofen 1974

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MEMO Franz J. Strauß

(…) Der zweite Komplex, der die Öffentlichkeit natürlich stark in Anspruch nimmt, ist nicht einmal so sehr die Inflation als die Angst vor der Arbeitslosigkeit, vor einer allgemeinen Wirtschaftskrise, dann, wenn man dahinter die Inflation sieht – natürlich die beiden sind ja irgendwie kausal miteinander verbunden -, und dann spielt wahrscheinlich auch eine wachsende Rolle, die dem einzelnen noch nicht genug ins Bewußtsein gedrungen ist, die unaufhaltsame Zerrüttung der Staatsfinanzen. Die Zahl 60 Milliarden stimmt schon nicht mehr. Gestern sprach man in Bonn schon von 70 Milliarden im Zusammenhang mit der Sanierung der Rentenversicherungsträger, mit der Sanierung der öffentlich-rechtlichen Krankenkassen, mit der Sanierung der Nürnberger Bundesanstalt, die ja natürlich ihre Mittel dafür ausgegeben hat, daß eine Lehrerin Computerrechnerin werden kann, um dann später wieder Mittelschullehrer zu werden, um vielleicht auf Fußballtorwart umsteigen zu können. Das ist natürlich jetzt übertrieben dargestellt. Wir haben also hier -auch wir selber – die Dinge überzogen. Wir müssen jetzt demgegenüber als die Partei der Solidarität, der Seriosität und der Wirklichkeitsnähe dastehen. Das kommt viel mehr an, als wenn wir jetzt nur sagen: Vermögensbildung und da diese Reform und dort jene Reform usw. Da sitzen wir im falschen Dampfer, der Dampfer ist weg. Wir haben uns ja weitgehend also wieder aus dem Dampfer herausbegeben, aber wie ich gestern festgestellt habe, noch nicht ganz.
Zur Taktik jetzt: Nur anklagen und warnen, aber keine konkreten Rezepte etwa nennen. Da bleibt uns auch der Blödsinn erspart, wie wir ihn mit den 3 Milliarden erlebt haben. Der Kohl hat recht. 3 Milliarden sind zu wenig. Der Stoltenberg hat auch recht, 3 Milliarden sind zu viel. Nicht einmal, ob wir es an einem Punkt ansetzen, sondern es ist überhaupt jetzt alles falsch, was man tut. Wir haben eine Situation herbeigeführt, wo jedes Rezept, je nachdem, auf welche Wirkung hin man es untersucht, einfach falsch ist. (…)

(…) Für uns heißt die Summe, dieses Europa kann nicht gesund werden, wenn die Bundesrepublik nicht wieder wirtschaftlich, gesellschaftlich, politisch, militärisch ein Stabilitätsfaktor erster Ordnung wird. Wenn das von der Bundesrepublik wieder ausgeht. Das kann aber nur ausgehen, da bin ich jetzt wirklich am Ende, wenn die Krise so stark wird, daß aus der Krise ein heilsamer Schock erwächst und damit die Bereitschaft, die Konsequenzen aus dieser Zeit auch tatsächlich auf sich zu nehmen. Sonst läuft sich jeder Kanzlerkandidat tot. Und darum hat es auch gar keinen Sinn, wenn wir jetzt in den nächsten Monaten uns überlegen, wer ist am telegensten, wer wirkt am besten, wer hat nach der Umfrage von Wickert, Infas oder wie die da alle heißen, die meisten Chancen. Es ist alles belanglos oder cura posterior, zuerst müssen wir wissen, was machen wir, wenn wir hinkommen, mit diesem Staat. Und das nächste ist dann, wer ist geeignet, diese Maßnahmen glaubhaft an die Spitze einer aktionsfähigen Regierungs- und Parlamentsgruppe dann auch tatsächlich durchzuführen (…) zitiert aus Bernt Engelmann. Das neue Schwarzbuch: Franz Josef Strauß. Köln 1980

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Rede von Franz Strauß auf der Tagung der CSU-Landesgruppe in Sonthofen am 18./19.November 1974
ehemaliger Minister und Ministerpräsident Bayerns, * 6.9.1915 München – 3.10.1988 Regensburg

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http://www.gavagai.de/zitat/politik/HHC72R.htm

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Zeitzeugen, Parallelraum = »KunstHasserStammTisch«

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https://medienwatch.wordpress.com/2009/06/20/panoptikum-noroomgallery-prasentiert-den-kunsthasserstammtisch-bazon-brock/

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Atlantiker gegen Gaullisten

Von Tim Geiger

Seite 452 wurde (online) ausgelassen: Warum? =

strauss+rede+zum+vietnamkrieg&source==book_result&ct=result&resnum=4

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Andruck:

Das Magazin für Politische Literatur

– Stefan Kornelius: Der unerklärte Krieg – Deutschlands Selbstbetrug in Afghanistan. Edition Körber Stiftung, Hamburg 2009, 110 S.
– Gerd Langguth: Kohl, Schröder, Merkel. Machtmenschen. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2009, 580 S.

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KURSIV:
– Bücher als Zeitungsersatz – Wieso in Italien ein neues Genre entsteht
– Manfred Henningsen: Der Mythos Amerika. Eichborn Verlag, Frankfurt/M. 2009, 350 S.
– Simone Veil: Und dennoch leben. Aufbau Verlag, Berlin 2009, 316 S.

Preise siehe Website
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http://www.dradio.de/dlf/vorschau/

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Seite in Arbeit.

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Panoptikum-Hamburg im Rahmen des „KunsthasserStammTisch“ der noroomgallery mit Bazon Brock | Foto: Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach GfoK KunstArchiv [aktive Archive°] medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de

GEMA-Petition: Der Deutsche Bundestag möge beschließen…

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Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen….dass das Handeln der GEMA auf ihre Vereinbarkeit. mit dem Grundgesetz, Vereinsgesetz und Urheberrecht überprüft wird und eine umfassende Reformierung der GEMA in Hinblick auf die Berechnungsgrundlagen für Kleinveranstalter, die Tantiemenberechung für die GEMA-Mitglieder, Vereinfachung der Geschäftsbedingungen, Transparenz und Änderung der Inkasso-Modalitäten vorgenommen wird.
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Begründung

Das Ziel dieser Petition ist nicht die Abschaffung der GEMA, denn geistiges Gut ist schützenswert und die Künstler, sprich die GEMA-Mitglieder und Mitglieder anderer Verwertungsgesellschaften sollen zu ihrem Recht kommen.
Leider werden die GEMA-GESETZE weder der Musik im Allgemeinen und schon gar nicht der großen Mehrheit ihrer eigenen Mitglieder gerecht.

Zur Gebührenberechnung für Kleinveranstalter legt die GEMA folgende drei Punkte zu Grunde: Raumgröße, Höhe des Eintrittgeldes und GEMA-Pflicht für die gesamte Veranstaltung ab einem GEMA-pflichtigen Musikstück. Die durchwegs zu hohen Gebühren zwingen Kleinveranstalter die Anzahl der Konzerte zu reduzieren. Viele veranstalten gar keine Konzerte mehr.

Dem gegenüber werden die Künstler-Tantiemen nach dem so genannten, hochkomplizierten Pro-Verfahren berechnet und der Hauptanteil der GEMA-Einnahmen landen in einem so genannten „großen Topf“.
Auch viele Künstler sind deshalb in ihrer Existenz bedroht: zu wenig Auftrittsmöglichkeiten und zu geringe Tantiemen.

Auf Grund der so genannten „GEMA-Vermutung“ verpflichtet die GEMA die Veranstalter auch urheberrechtlich ungeschütztes Material zu melden, was mit einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden ist. Wenn ein Konzert nicht gemeldet wird, erhebt die GEMA eine so genannte Recherche-Gebühr von 100 % der festgelegten GEMA-Gebühren ohne vorherige Mahnung und ohne Kenntnis, ob GEMA-pflichtige Werke aufgeführt und ob dieses Konzert überhaupt stattgefunden hat.

All diese Probleme belasten die deutschlandweite Life-Kultur.
Die GEMA wird zunehmend vom „Kultur-Schützer“ zum „Kultur-Vernichter“.

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Stand: 51929 Mitzeichner Zeigt einen kleinen grünen Kreis | 16.16 | 23.06 2009 | Die erforderlichen 50.000 Stimmen innerhalb der Zeichnungsfrist bis zum 17.07. 2009 wurden heute erreicht!

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https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition%3Bsa=details%3Bpetition=4517

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Verwertungsrechte

„Die Musikszene macht mobil“

ZEIT ONLINE 29.6.2009 – 22:13 Uhr

Mit einer Online-Petition will Monika Bestle aus dem Allgäu eine Reform der Gema erzwingen. Denn irrsinnige Tantiemen belasteten die kleinen Konzertveranstalter, sagt sie:

http://www.zeit.de/online/2009/27/online-petition-gema

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GEMA-Petition: “In krassem Gegensatz zu unseren rechtsstaatlichen Gesetzen”

http://www.basicthinking.de/blog/2009/06/24/gema-petition-im-krassem-gegensatz-zu-unseren-rechtsstaatlichen-gesetzen/

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Gema-Petition
Undurchschaubare Gerümpelkammer

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/

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Urheberrechtsausgleich oder Subventionssteuer?

Peter Mühlbauer 09.05.2001

Teil 1: Wie die Verwertungsgesellschaften ihre Einnahmen verteilen

In der Debatte um eine erhöhte Leermedienabgabe auf CD-Rohlinge und auf Computerteile sprechen die Verwertungsgesellschaften davon, dass die „Urheber“ für Dateientausch und Privatkopien ihrer Werke entschädigt werden sollen. Telepolis ging der Frage nach: welche Urheber eigentlich? [local] Teil 2: Die Stichprobe. Ein Filesharingexperiment

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http://www.heise.de/tp/r4/artikel/7/7586/1.html

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Pressemitteilung

Die Wahrheit über die GEMA
Dossier gibt Antworten Fast 100.000 Bürgerinnen und Bürger unterschreiben öffentliche Petition beim Deutschen Bundestag zur GEMA
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Berlin, den 10.07.2009. Bitten oder Beschwerden, die von allgemeinem Interesse sind, können als öffentliche Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht werden. Sie werden nach ihrer Zulassung im Internet veröffentlicht und können dort mitgezeichnet und diskutiert werden.
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Fast 100.000 Bürgerinnen und Bürger haben die öffentliche Petition Bürgerliches Recht – Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) vom 19.05.2009″ bislang mitgezeichnet. Im dem öffentlichen Petitionsverfahren angeschlossenen Forum diskutieren die Teilnehmer der Petition ihre Anliegen miteinander. Hier wird deutlich, dass es oftmals Unklarheiten über die Aufgaben der GEMA und der anderen
Verwertungsgesellschaften gibt.
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Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, stellt deshalb sein vor eineinhalb Jahren erschienenes Dossier zur Arbeit und zur Zukunft der Verwertungsgesellschaften zum kostenlosen Abruf ins Netz.

* Das Dossier kann als pdf-Datei abgerufen werden unter:
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http://www.kulturrat.de/dossiers/verwertungsgesellschaften.pdf

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de

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Juni 23, 2009 at 14:21