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Archive for Juni 22nd, 2009

Im Dienst des Militärs: „Krieg und Medizin“ entlarvt die tödliche Korruption „humanitärer Hilfe“ im Kampfeinsatz

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literaturkritik.de

Im Dienst des Militärs

Ein Band über „Krieg und Medizin“ entlarvt die tödliche Korruption „humanitärer Hilfe“ im Kampfeinsatz

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Von Jan Süselbeck
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Besprochene Bücher / Literaturhinweise

Der „Spiegel“ hat recherchiert, dass die „übelste Heimsuchung“ der Bundeswehr in Afghanistan derzeit „handeslübliche“ Plastikkanister seien. „Sie fassen um die zehn Liter, vielleicht war Motorenöl drin oder ein Pflanzenschutzmittel. Aber dann hat jemand Nägel hineingeschüttet, Sprengstoff dazugepackt und einen Zünder. Die gelben Kanister stehen versteckt am Straßenrand und warten auf die Deutschen.“

Aus diesen Sprengfallen resultiere die „typische“ Verwundung dieses ‚neuen Kriegs‘ am Hindukusch: Man nenne sie einfach nur „Schwamm“. „Die einst gefürchteten Bauchschüsse seien nicht mehr so häufig, da die modernen Panzerwesten die Soldaten recht gut schützten. […] Die Nägel durchbohrten die Beine der Soldaten so, dass Blut aus Dutzenden Löchern quille.“ Viel könne man dann auch gar nicht mehr für die Betroffenen tun: „Wenn die Kameraden das Bein nicht binnen zehn Minuten abbinden können, stirbt der Soldat. Wenn sie es schaffen, muss meist amputiert werden.“

Mit den Zeiten und ihren Kriegen ändern sich auch die jeweils „spezifischen“ Verletzungen. Grausam und sinnlos aber waren diese konkreten Kriegsfolgen schon immer – und werden es wohl auch in Zukunft bleiben. Diese resignative Einsicht überfällt den Leser, wenn er den Band über „Krieg und Medizin“ aufschlägt, der anlässlich der gleichnamigen Ausstellung des Deutschen Hygiene-Museums und der Londoner Wellcome Collection im Wallstein Verlag erschienen ist. Denn schon im Geleitwort von John A. Parrish wird deutlich, dass die Ärzte im Krieg nicht unbedingt nur das Prinzip des „Guten“ vertraten und den Opfern nicht nur Rettung und Heilung brachten, sondern auch der Optimierung des großen Mordgeschäfts zuarbeiteten: „Die Geschichte hat erwiesen, dass bei einer Bündelung der jeweiligen Kräfte die Medizin dem Militär dient und die Kriegsmaschinerie dem Staat.“ :

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[::] Auch der Band über „Krieg und Medizin“ wird daran nichts ändern. Aber er vergegenwärtigt und analysiert immerhin einige der tödlichen Funktionsmechanismen, die im Wahnsystem des Kriegs paradoxerweise immer weiter ausdifferenziert werden. Menschen zusammenzuflicken, damit man sie schnellstmöglich wieder in das Inferno schicken kann, dem sie gerade knapp entronnen sind – logisch ist das nicht. Und doch ist genau dies ein Ziel, das die menschliche Wissbegierde nach wie vor weiter verfolgt, nicht zuletzt mit enormem wirtschaftlichen Aufwand [::]

http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13167

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http://www.literaturkritik.de/public/welcome.php.
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Stand: 22.06.2009
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Buch 22.06.2009
Joseph Breitbach: Rot gegen Rot
Sämtliche Erzählungen
Wallstein Verlag, Göttingen 2008
Rezension in literaturkritik.de von Bernd Blaschke

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http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13168

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Buch 22.06.2009
Klaus Deterding: E.T.A. Hoffmann
Erzählungen und Romane, 2 /Einführung in Leben und Werk, Band 3
Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg 2008
Rezension in literaturkritik.de von Manuel Bauer

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http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13169

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Buch 22.06.2009
Peter Michalzik: Die sind ja nackt!
Gebrauchsanweisung fürs Theater
DuMont Buchverlag, Köln 2009
Rezension in literaturkritik.de von Bernd Blaschke

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http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13170

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Buch 17.06.2009
Melissa Larner; James Peto; Coleen Schmitz (Hg.): Krieg und Medizin
Wallstein Verlag, Göttingen 2009
Rezension in literaturkritik.de von Jan Süselbeck

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http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13167

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hafen-toilette-gfok-stange-1200Foto: jörg stange

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Hygienemuseum | Ausstellung: Krieg + Medizin

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https://medienwatch.wordpress.com/2009/04/15/hygienemuseum-ausstellung-krieg-und-medizin/

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Leuchttürme und Irrlichter des Hässlichen

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https://medienwatch.wordpress.com/2009/06/02/literaturkritik-leuchtturme-und-irrlichter-des-hasslichen-mehr/

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[PDF]

Magistra phil. Kathrine E. Kogler

Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
BLEKER Johanna, SCHMIEDEBACH Heinz-Peter (Hgg), Medizin und Krieg. …… VERWALTUNG (MSf SV), 1919. MONATSSCHRIFT FÜR GESUNDHEITSPFLEGE (MfG), 1906.
othes.univie.ac.at/232/1/10-15-2007_8621107.pdf

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Bertelsmannstiftung liefert die Vorlagen für Privatisierung + weltweite Militäreinsätze der EU etc.

https://medienwatch.wordpress.com/2009/05/24/bertelsmannstiftung-liefert-die-vorlagen-fur-weltweite-militareinsatze-der-eu/

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in literaturkritik.de sind in den letzten 7 Tagen die unten angegebenen Artikel neu erschienen.
Bitte beachten Sie, dass diese zum Teil erst im Rahmen einer der nächsten Ausgaben und dort in bestimmten thematischen Zusammenhängen veröffentlicht werden. Die zur Zeit neueste Ausgabe erreichen Sie unter der Adresse:
http://www.literaturkritik.de/public/welcome.php.

Stand: 29.06.2009

Buch 25.06.2009
Jonathan Coe: Der Regen, bevor er fällt
Roman
Deutsche Verlags-Anstalt, München 2009
Rezension in literaturkritik.de von Almut Oetjen
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13173

Buch 25.06.2009
William Gay: Nächtliche Vorkommnisse
Roman
Arche Verlag, Hamburg 2009
Rezension in literaturkritik.de von Oliver Pfohlmann
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13175

Buch 25.06.2009
Stewart O´Nan: Alle, alle lieben dich
Roman
Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2008
Rezension in literaturkritik.de von Thomas Hummitzsch
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13178

Buch 25.06.2009
Moritz Baßler; Walter Gödden; Jochen Grywatsch; Christina Riesenweber (Hg.): Stadt.Land.Pop
Popmusik zwischen westfälischer Provinz und Hamburger Schule
Aisthesis Verlag, Bielefeld 2008
Rezension in literaturkritik.de von Olaf Grabienski
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13179

Buch 25.06.2009
Manfred Wieninger: Die Rückseite des Mondes
Krimi
Edition Nautilus, Hamburg 2008
Rezension in literaturkritik.de von Andreas Tiefenbacher
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13180

Buch 25.06.2009
Gabriele Sander (Hg.): In die Augen geschaut
Gedichte
Reclam Verlag, Stuttgart 2009
Rezension in literaturkritik.de von Margarete Fuchs
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13192

Buch 25.06.2009
Annie Proulx: Hier hat´s mir schon immer gefallen
Erzählungen
Luchterhand Literaturverlag, München 2009
Rezension in literaturkritik.de von Almut Oetjen
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13194

Buch 25.06.2009
Linda Colley: Leben und Schicksale der Elizabeth Marsh
Eine Frau zwischen den Welten des 18. Jahrhunderts
Zweitausendeins, Frankfurt a. M. 2008
Rezension in literaturkritik.de von Behrang Samsami
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13196

Buch 25.06.2009
Hans Bender: Wie es kommen wird
Meine Vierzeiler
Carl Hanser Verlag, München 2009
Rezension in literaturkritik.de von Peter Mohr
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13198

Buch 25.06.2009
Robert Cohen: Exil der frechen Frauen
Roman
Rotbuch Verlag, Hamburg 2009
Rezension in literaturkritik.de von Luitgard Koch
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13200

Buch 25.06.2009
Per Olov Enquist: Ein anderes Leben
Carl Hanser Verlag, München 2009
Rezension in literaturkritik.de von Volker Heigenmooser
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13204

Buch 25.06.2009
Josef Rauch: Rickeracke
Ein „Max und Moritz“-Krimi
Verlag M. Naumann, Nidderau 2008
Rezension in literaturkritik.de von Renate Schauer
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13206

Buch 25.06.2009
Lars Gustafsson: Frau Sorgedahls schöne weiße Arme
Roman
Carl Hanser Verlag, München 2009
Rezension in literaturkritik.de von Volker Heigenmooser
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13207

Buch 25.06.2009
Kurt Pätzold; Manfred Weißbecker: Geschichte der NSDAP
1920 bis 1945
Papyrossa Verlag, Köln 2009
Rezension in literaturkritik.de von Armin Nolzen
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13208

Buch 25.06.2009
Rudolf Habringer: Island-Passion
Roman
Picus Verlag, Wien 2008
Rezension in literaturkritik.de von Anabell Schuchhardt
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13210

Buch 25.06.2009
Frauke Berndt; Heinz-Joachim Drügh (Hg.): Symbol
Grundlagentexte aus Ästhetik, Poetik und Kulturwissenschaft
Suhrkamp Verlag, Frankfurt a. M. 2008
Rezension in literaturkritik.de von Evelyne von Beyme
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13211

Mit besten Grüßen
Ihre Redaktion von literaturkritik.de

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Ein teuflisches Projekt: Goethes Faust und die kapitalistische Wirtschaft + mehr

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Johann Wolfgang von Goethe

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Ein teuflisches Projekt

Goethes Faust und die kapitalistische Wirtschaft

Kapitalismus, Turbo-Kapitalismus, Raubtierkapitalismus, Finanzkrise – eine vorhersehbare Reihenfolge? Skepsis begleitet den Kapitalismus schon seit den Anfängen der industriellen Beschleunigung. Johann Wolfgang von Goethe, Zeitgenosse der effizienten Dampfmaschinen von James Watt, lässt seinen Faust Karriere machen: als Staatsmann, Feldherr und früh-kapitalistischer Großunternehmer. In den letzten Jahren entdecken Germanisten und Wirtschaftswissenschaftler: Goethe hat mit Faust keinen positiven Helden geschaffen, der „immer strebend sich bemüht“, sondern einen tragischen Helden, der sich von der Macht der ökonomischen Beschleunigung aus der Bahn werfen lässt. Das Geld in seiner Form als Kapital wird für Faust zum alchemistischen Stoff, zum Wundermittel, mit dem die Zeit und damit die Vergänglichkeit des Menschen besiegt werden soll – ein verhängnisvolles und letztlich teuflisches Projekt.

Autor/in:

Christoph Fleischmann

goethe-Faust-Kapitalismus-ms_fleischmann-pdf

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WDR

Podcast zum Hören Link =

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Goethes Faust und die kapitalistische Wirtschaft

WDR 3+5 Lebenszeichen / 1.5.2009

Bitte diesen Link :

http://www.christoph-fleischmann.de/media/audio/audio_kaprel1_id_768.mp3

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[Nicht alle Sendebeiträge stehen aufgrund des Mediengesetzes (Staatsvertrag mit den öffentlich rechtlichen Sendeanstalten (Anmk. jst) online noch nach einem Jahr zur Verfügung.}

Diesseits von Eden

Die Welt der Religionen
Diesseits von Eden herrschen keine paradiesischen Zustände. Aber es gibt viele Versuche, einen Weg dorthin zu finden – oder doch wenigstens das Leben diesseits von Eden lebenswert zu gestalten. Darüber wird innerhalb und außerhalb von Kirchen und anderen Gotteshäusern nachgedacht, gestritten und ausprobiert.

In Berichten, Reportagen, Interviews und Kommentaren begleitet die Sendereihe Christen und Gläubige anderer Religionen.

Über besondere Menschen und ihr Verhältnis zur Gesellschaft.

WDR 3+5 Lebenszeichen / 1.11.2010

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Über Chancen-, Leistungs-, Teilhabe- und andere Gerechtigkeiten.

WDR 3+5 Lebenszeichen / 3.10.2010

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Allah für die Armen.

Die islamische Befreiungstheologie von Farid Esack.

WDR 5 Diesseits von Eden / 12.9.2010
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Was ist von der Befreiungstheologie geblieben?

Ein Gespräch mit Jon Sobrino.

Deutschlandfunk Tag für Tag / 17.6.2010
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Kapitalismus als Religion. Teil 4

Und heute: Der Markt als natürliche Ordnung.

SWR 2 Fünf vor Sechs / 9.4.2010
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Kapitalismus als Religion. Teil 3

Die Aufklärung: Die göttliche Vorsehung übernimmt.

SWR 2 Fünf vor Sechs / 8.4.2010
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Kapitalismus als Religion. Teil 2

Die Renaissance: Die Zeit wird verrechnet.

SWR 2 Fünf vor Sechs / 7.4.2010
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Kapitalismus als Religion. Teil 1

Das Mittelalter: Gewinn gibt es nur auf Kosten anderer.

SWR 2 Fünf vor Sechs / 6.4.2010
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Der göttliche Lenker und die Wirtschaft.

War Calvin ein Vater des Kapitalismus?

WDR 3+5 Lebenszeichen / 5.7. 2009
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http://www.christoph-fleischmann.de/pages/de/archiv_zum_hoeren/index.archiv_zum_hoeren.htm

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Written by medienwatch & metainfo

Juni 22, 2009 at 14:52

Berliner Bankenskandal: CDU-Größe Klaus-Rüdiger Landowsky vor Gericht + 11 weitere Banker

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klaus-staeck-berliner-bankenskandal-gfok-stange-gerlach-420

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Von Klaus Staeck: “Berliner Bankenskandal”, Postkarte 2005 sign.  gesandt an Jörg Stange

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DDP-Meldung vom 18.06.2009

Ehemalige Top-Banker des alten Berlin vor Gericht

Berlin (ddp-bln). Noch einmal werden vom kommenden Montag an Spitzenbanker des alten Berlin wegen ihrer Rolle in dem im Jahr 2001 aufgedeckten Berliner Bankenskandal vor Gericht stehen. Neben der einstigen CDU-Größe Klaus-Rüdiger Landowsky müssen sich auch der frühere Chef der Bankgesellschaft, Wolfgang Rupf, der ehemalige Landesbankchef Ulf Decken und acht weitere Ex-Banker dem Vorwurf der Untreue stellen:

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http://www.dernewsticker.de/news.php?id=119812&i=ckkieo

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Der letzte Prozess um den Berliner Bankenskandal beginnt

Von Jens Anker 22. Juni 2009

Im Falle eines Schuldspruchs kommt Klaus Landowsky, Ex-Chef der Berliner Hyp und prominenter CDU-Politiker, wohl hinter Gitter.

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Berlin – Der Weg durch die Instanzen ist mühsam. Zehn Jahre nach dem Auflegen zweier Immobilienfonds mit Rundum-Sorglos-Garantien, steht der ehemalige CDU-Fraktionschef und Bankmanager Klaus-Rüdiger Landowsky zusammen mit elf weiteren Bankmanagern von heute an vor Gericht.

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http://www.welt.de/die-welt/article3970420/Der-letzte-Prozess-um-den-Berliner-Bankenskandal-beginnt.html

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Pinazberichte & Pinazstrafen:

Welt.

Bankenprozess

Urteilsbegründung gegen Landowsky liegt vor

7. September 2007

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(…) In dem Urteil war der 65-jährige Landowsky wegen einer risikoreichen Kreditvergabe zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt worden. Vier weitere vier Spitzenmanager der BerlinHyp wurden ebenfalls zu Bewährungsstrafen verurteilt. Die übrigen der insgesamt 13 Angeklagten wurden freigesprochen (…)

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Schaden von zehn Milliarden

DIE WELT: 21.03.2007 00:00 Uhr – Ressort: Wirtschaft

… In einem parallelen Verfahren wurde Zeelen im Oktober 2005 zu einer weiteren Geldstrafe von 52 800 Euro verurteilt, weil nach Ansicht des Gerichts bei der Rückabwicklung eines Immobilienfonds der Landesbank Berlin ein Schaden von … mehr

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http://www.welt.de/welt_print/article770756/Schaden_von_zehn_Milliarden.html

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Hintergrund der Kriminalgeschichte:

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„Da schmeckt die ganze Suppe nicht!“

von Barbara Keller

3. Aug. 2005. Moabiter Kriminalgericht, 36. Große Strafkammer.
Am Mittwoch, dem 3. August, wurden mit Spannung die Stellungnahmen der Ex-Bankmanager der Berliner Bankgesellschaft zu den Vorwürfen der Untreue im Zusammenhang mit den AUBIS-Krediten erwartet. Den Angeklagten der Berliner Bankgesellschaft wirft die Staatsanwaltschaft vor, den unerfahrenen AUBIS-Chefs Klaus Wienhold und Christian Neuling unrechtmäßig zu hohe Darlehen gewährt zu haben.
Die Rechtsanwälte der Angeklagten jedoch drehten den Spieß jetzt einfach um: Sie bezweifeln die Unabhängigkeit des Gerichts, indem sie dessen Aufstellung als von der Staatsanwaltschaft beeinflusst kritisieren. Rechtsanwalt Stefan König (für Ex-Berlin-Hyp-Vorstand Gerd-Ulrich Blümel) beispielsweise fordert in seinen Beweisanträgen die Anhörung des Landgerichtspräsidenten und des Oberstaatsanwaltes, denen er die entscheidenden Fragen vorlegen will: „Wer, wann, mit wem, wo, warum?“
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http://www.berlinkriminell.de/2/gericht_akt88.htm
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29. Juli 2005. Moabiter Kriminalgericht, 36. Große Strafkammer.
Im Zusammenhang mit der Affäre „Berliner Bankenskandal“ stehen seit dem 29. Juli 05 dreizehn ehemalige Bankmanager der Berliner Bankgesellschaft vor Gericht. Die Anklage lautet: Untreue in besonders schwerem Fall. Die Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte der BerlinHyp sollen dem AUBIS-Immobilienkonzern überhöhte Kredite ohne hinreichende vorherige Prüfung ausgezahlt haben. Das Kreditvolumen: 240 Millionen €. Wegen Liquiditätsproblemen der AUBIS-Gruppe musste die Kredit gebende BerlinHyp, eine Tochter der landeseigenen Bankgesellschaft, bereits 81 Millionen € ihres diesbezüglichen Kreditengagements abschreiben. Unter den Angeklagten: Ex-Bankgesellschaftschef Wolfgang Rupf, sein Nachfolger Steinriede, Ex-Vorstandschef der NordLB Manfred Bodin und der Ex-Chef der BerlinHyp Klaus-Rüdiger Landowsky, der – seinerzeit auch Fraktionschef der CDU – von der AUBIS Parteispenden in Höhe von 40.000 Mark erhalten haben soll.
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http://www.berlinkriminell.de/2/gericht_akt87.htm

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Die Berliner Hypotheken- und Pfandbriefbank AG
Dieses Institut sah seine Hauptaufgabe in der Finanzierung des Wohnungsbaus in West-Berlin. Bis 1972 trug es den Namen Berliner Pfandbrief-Amt, ab 1973 den Namen Berliner Pfandbrief-Bank. Bis zu seiner Umwandlung in eine Aktiengesellschaft unter dem Namen Berliner Hypotheken- und Pfandbriefbank AG im Jahre 1993 war es als Anstalt des öffentlichen Rechts organisiert. Nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft fungierte das Land Berlin als alleiniger Anteilseigner (Götz 1993: 9f u. 91). Die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft war durch den Wegfall der Berlinförderung nach der deutschen Wiedervereinigung nötig geworden, da durch diesen Wegfall auch die eigentliche Geschäftsgrundlage der Bank nun nicht mehr vorhanden war. Um ihre Kapitalkraft zu stärken, sollte sie nach Gründung der Bankenholding mit der Braunschweig-Hannoverschen Hypothekenbank, an der die BB eine Mehrheitsbeteiligung besaß, zusammengeführt werden (Rose 2003: 23). Im Vorstand der Bank saß ab 1978 Klaus-Rüdiger Landowsky, der im gleichen Jahr auch in den Vorstand der WBK berufen wurde. Im Jahre 1987 wurde Landowsky der Sprecher des Vorstandes und 1993 Vorstandsvorsitzender der neuen Aktiengesellschaft (Götz 1993: 102).

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Die Geschäftspolitik der BGB seit ihrer Gründung im Jahr 1994 mündete im Jahr 2001 im sog. Berliner Bankenskandal.
Diese Entwicklung wird im ersten Teil der Studie beleuchtet. Die Berliner Politik reagierte auf den „Bankenskandal“, der als Offenbarung einer permanenten Krise und der dadurch entstandenen milliardenschweren Verluste und Risiken zu verstehen ist, mit einer Beihilfepolitik in Form einer Kapitalzuführung und der Abschirmung von durch die BGB verursachten Immobilienrisiken. Hierbei vertritt der Berliner Senat nach wie vor die Auffassung, bei dieser Beihilfepolitik, die den Konzern vor der Insolvenz bewahrte, habe es sich um den vergleichsweise kostengünstigeren Umgang mit dem Problem BGB gehandelt. Mit dieser Beihilfepolitik wollen wir uns ebenfalls im ersten Teil befassen.
Die Beihilfepolitik des Berliner Senates war ursächlich für den Erlass diverser Auflagen durch die EU-Kommission, die diese Maßnahmen als wettbewerbsverzerrend einstufte. Mit diesen Auflagen beschäftigt sich das zweite Kapitel. An dieser Stelle kann vorweggenommen werden, dass die Auflagen der EU-Kommission eine Veräußerung der Anteile des Landes Berlin an der BGB und die Herauslösung sowie den gesonderten Verkauf ihrer Teilbank Berliner Bank vorgeben. Eine Veräußerung der Berliner Sparkasse wird von der EU nicht ausdrücklich gefordert. Die Berliner Sparkasse stellt jedoch einen der werthaltigsten Teile des BGB-Konzerns dar:

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[PDF]

Der Verkauf der Berliner Sparkasse

Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
Chacón auseinander. Ich hoffe, dass sie dazu beiträgt, dass über Alternativen zum. Verkauf der Berliner Sparkasse ernsthaft diskutiert wird.
http://www.jpberlin.de/…/061019_Ugarte_Chacon_Berliner_Sparkasse.pdf
von B UgarteChacón – 2006
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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | Fotografie: Jörg Stange [Aktive Archive°], Gunnar F. Gerlach GFOK-Archiv

Written by medienwatch & metainfo

Juni 22, 2009 at 06:18