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Kunsthalle Fridericianum: KUNST [auf] FÜHREN

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KUNST [auf] FÜHREN

Performativität als Modus und Kunstform in der Kunstvermittlung
Symposium mit Vorträgen, Workshops und Performances.

Samstag 20. Juni, 10-19 Uhr
Ort: Kunsthalle Fridericianum, Kassel.

Wenn wir die Geschichte der Reflexion über das Performen, das Ausführen und Aufführen als eine doppelte denken, nämlich einmal aus der Sprechakttheorie heraus, einmal aus der Kunstform Performance, dann ist Kunstvermittlung das Feld, in dem sich diese beiden Stränge kreuzen und produktiv machen lassen.

Performing the Self. Die Vermittlungssituation und die Vermittler_in selbst stellen sich im (Wieder-)Aufführen von historisch gegebenen Handlungsmöglichkeiten her. Gerade in der Suche nach Widerständigkeiten in der Aufführung befindet sich das Agieren der Vermittlung im Kunstraum schon mitten im Terrain der Performance.

Performing the Museum heißt, über die Herstellung der Institution und der Subjekte in der Vermittlungspraxis nachzudenken, es heißt aber auch danach zu fragen, was Vermittlung und die künstlerische Performance mit ihren Erfahrungen von Körper, Raum und Zeit (sich) zu sagen haben.

Das Symposium bietet einen Tag mit Vorträgen, Workshops und Performances für Vermittler_innen, Künstler_innen und andere Interessierte, zur Weiterbildung und zur Vernetzung. Gemeinsam sollen im Austausch über Vermittlungsstrategien verschiedener Personen, Gruppen und Institutionen neue Handlungsweisen in der Vermittlung entwickelt werden – perform the museum!

Programm:

10:00
Eintreffen, Anmeldung

10:30
Informing the Museum:
Kritische Kunstvermittlung 1999 – 2009 und ihre Folgen

Carmen Mörsch

Ohne die Vermittlung und den Beirat auf der documenta 12, ohne die kuratorische Setzung des Bildungsbegriffs, durch die der „Educational Turn in Curating“ zu einem global rezipierten Phänomen avancierte, ohne die Arbeit des Forschungsteams der d12-Vermittlung und ohne die Möglichkeit, all dies zu publizieren würde die Tagung „KUNST [auf] FÜHREN“ wahrscheinlich nicht an diesem Ort, nicht in dieser Form und nicht mit diesen Beiträgen stattfinden. Doch ist es an dieser Stelle vielleicht sinnvoll, etwas weiter auszuholen.
Kunstvermittlung hat in den vergangenen zehn Jahren Museen und Kunstinstitutionen nicht nur mit hergestellt, wie C. Garoian in seinem Text „Performing the Museum“ verdeutlicht. Sie hat diese Institutionen auch in-formiert: Sie mit Wissen und Praktiken versorgt, die ihnen einen Zuwachs an symbolischem Kapital, an kulturpolitischer Legitimation und gesellschaftlicher Sinnstiftung verheissen. Die sie aber weiterhin kaum bezahlen können oder wollen. Und die weiterhin ein Störmoment in ihrem institutionellen Gefüge darstellen.
Der Beitrag liefert einen kurzen Rückblick über diese Entwicklung und befragt den Status Quo auf seine Potentiale und seine Leerstellen.

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Weiteres Programm bitte Link benutzen:

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http://www.fridericianum-kassel.de/symposium.html

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Written by medienwatch & metainfo

Juni 17, 2009 um 08:55

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